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Nr. 78

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Mittwoch, den 1. Oktober 1930.

Surnen,

Dresden im Zeichen der D. F. B. Tagung!

Unser Mitarbeiter Heinz Dietrich Görlitz schreibt uns: Dresden! Auf der Fahrt nach dieser Stadt wird man um­geben von allerlei Gedanken. Heute soll entschieden werden über die wohl brennendste Frage im deutschen Fußballsport; Ganz Fußball Deutschland richtet an diesem 27. Sept. seine Augen auf diese Stadt an der Elbe. Auf der einen Seite stehen die Verbände, die gewillt sind, die sogenannten Spesenjähe der heu­tigen Zeit entsprechend anzupassen, auf der anderen Seite der Westen so ziemlich allein, mit seiner Forderung auf Einführung des Berufsspielertums. Dies sind in furzen Zügen die beiden Hauptprobleme, die dem Bundestag in erster Linie zu beschäf= figen haben werden, denn alle übrigen Fragen treten hier un= willkürlich zurüd, ja müssen zurüdtreten.

Bereits seit Freitag gibt es hier nur eine Losung noch: D. F. B.- Tagung und vor allem das Länderspiel Deutschland Ungarn. Die Gäste trafen gegen 9 Uhr hier ein, auss herz­lichste bewillkommnet von den Behörden und den vielen Hunder­ten, die bei solchen Anlässen immer zugegen sind. Sonnabend früh unternahmen dann die Gäste eine Rundfahrt zur Besich­tigung der an Sehenswürdigkeiten so überaus reichen Stadt. Um 10 Uhr begann dann der Festakt im Saale des Hygienenmuseums. Feierlich wurde Rede und Gegenrede gehalten, und viele der hervorragendsten Vertreter aller Behörden und Verbände hatten Abgordnete entsandt. U. a. bemerkte man den Führer der ungar­ischen Nationalelf, Major Breithaupt von den D. T. sowie Selbig, Weimar von der D. 6. B. Ihnen allen galt der be­sondere Gruß Linnemanns, des verdienstvollen Vorsitzenden. An­schließend ergriff Dr. Carl Diem- Berlin das Wort zu einem glänzenden Vortrag: Das Spiel eine Welt". Ebenfalls auf be­achtlicher Stufe standen die Ausführungen des Mitteldeutschen­Verbandsvorsitzenden Wädicke- Halle über das Thema: Sporf und Kultur." Umrahmi wurde die erhebende Feierstunde, die dem 30. Bestehen des D. F. B. insbesonders gewidmet war, durch vollendete Gesangsvorträge.

Nach kurzer Pause hieß es dann heran an die Arbeit. Gegen 14 Uhr begann die eigentliche D. F. B.- Bundestagung, wieder­um im schlichten, aber umso wirkungsvolleren Festsaale des Hy­gienemuseums. Wie bereits eingangs erwähnt, hatte man sich in der Haupisache mit den verschiedenen Anträgen der einzelnen Verbände in der Amateur- bezw. Professional- Frage zu be­fassen. Scharf praliten sehr oft die Gegensätze aufeinander. Und hier war es besonders gut, daß in Felix Linnemann ein Führer vorhanden war, der es meisterhaft verstand, auf Grund eines taftischen und überaus klugen Vermittlungsvorschlages die Gei­ster, die sich schon so unendlich weit von einander geschieden hatten, wieder etwas zusammen zu führen.

Wahrlich es hätte nicht viel gefehlt und dieser Fußball­reichstag" hätte unverrichteter Dinge gehen müssen. Es war dies einer der fritischsten Momente überhaupt und hier half die ver­söhnende und ausgleichende Person des Präsidenten. Er war also der Retter! Freilich der Westen stand auch nach dieser Sonderbesprechung, die schnell mit den Vertretern der einzelnen Verbände arrangiert worden war, und die, wie man vom hohen Vorstandstisch bekannt gab, einstimmig zu einem Kompromiß führte( Sier liegt ein Widerspruch wohl vor!!) in schärfster Op­position, für die Rechtsanwalt Jersch in sehr temperamentvoller Weise das Wort führte. Lediglich der Baltenverband schien voll und ganz durchdrungen von den westdeutschen Ideen.

In der nächsten Nummer werde ich dieses Thema nochmals anschneiden und in seinen Grundideen behandeln. Dann stehen wir nur noch wenige Stunden vor dem Ereignis auf dem grünen Rasen. Ungeheuer ist das Interesse an diesem Spiel. Sämtliche Eintrittskarten sind ausnahmslos vergriffen und eines der be­gehrtesten Objekte. Der Neu- Isenburger, Dr. Xandry, auf dessen Schultern eine riesige Arbeitslast ruht, wurde geradezu be­stürmt mit Bitten um Karten. Glücklich der, der im Besitz einer solchen ist. ( Fortsetzung folgt.)

5: 3 für Deutschland

Jugend:

Gießener Zeitung"

Sport und Spiel.

Flenjungen 1. Villingen 1. 0: 0

frut Azlar A 1

Steindorf A 1 Mezlar Schüler Nauborn Schüler

VfB. A 1- Großen- Bused A1, Gr.-B. nicht angetr. Butzbach Schüler 1900 Schüler 1: 0 Niedergirmes A 15: 2 Wezlar A 2 3: 0 Garbenteich Sch. 3: 0 Hermannstein Sch. 1: 1( 1: 0) Braunfels A 14: 2 Stockhausen A 1 2: 1 Löhnberg A 1 1: 4

Weilburg A 1 Tiefenbach Leun A 1 Oberndorf Steinberg dom

2. Bezirfellaffe: Dillenburg Niederscheld Merkenbach Offenbach

2. Mannschaften: Dillenburg 2. Niederscheld 2. Offenbach 2. Merkenbach 2.

1. Gauflasje:

1

Wetzl Sp. 1. 2:11, Gej.-Sp. 1900 Gießen A 1 0:12

1-

Gen Dil

Offdilln- Dillbrecht 9: 2( 4: 1)

Manderbach 4: 2

Gershelden 3: 2( 2: 2) Burg 3:40

Difdilln- Dillbrecht 2. 3: 0( 0: 0)

Manderbach 2. 3: 1

Burg 2 3: 2

Sechshelden 2. 1: 3( 1: 2)

fonun

Oberroßbach 2: 1

Ginn 3: 2 abpebr.

17

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Frohnhausen 2. Herborn Allendorf Ballersbach

Medenbach

Sirzenhain Nanzenbach

2. Gautlosse

Dillenburg 3. Altenkirchen

Allendorf 2.

Würgendorf

Eibelshausen

Saiger 1: 2( 1: 1) Donsbach 0: 2

Herbornseelbach 2: 4 Langenoubach 2: 3 Rittershausen 0: 4

Langenaubach 2. 9: 3( 4: 1) Herbornseelbach 2 5: 1( 1: 1) Saiger 2. 3: 1( 1: 1) Straßebersbach 2: 2 Weidelbach 3:10( 1: 6) Rittershausen 2. 1: 4 Lützeln Holzhausen 0: 2 liat Frohnhausen 3. Oberroßbach 2. 2: 3

Straßebersbach 2.

Jugend:

Dillenburg Donsbach 14: 0( 7: 0) Frohnhausen Straßebersbach 7: 0 Biden Oberndorf 2: 1 Holzhausen

Merkenbach Sechshelden

2. Bezirksllasse:

Marbach Feudingen Gladenbach Laasphe

1. Gautlosse:

Germania 2. Marbach 2.

Endbach 1.

Hartenrod 1. Sarnau

Buchenau

Langenstein

Wallau 2.

Langenaubach 2: 1 Hörbach 0: 5( 0: 2) Saiger 1: 2

Gan Marburg.

Bottenhorn 2: 6( 2: 2) Weiter 5: 0( 2: 0) Frankenberg 2: 0 Wommelshausen 1: 2( 1: 1)

Erdhausen 1. 8: 2 Dreihausen 1. 0: 4

Cappel 1, 3: 2( 1: 2)

Niederwalgern 1., 5: 1

Speckswinkel 1: 0

Erfsdorf 1: 1

Odershausen, O. nicht angetr.

Edelshausen 1. 1:10( 0: 4)!

Breidenstein 1. Biedenkopf 2. Bi. nicht angetr. Gönnern

2. Gautlasse:

Germania 3. Cölbe 2. Garnau 2.

Niedereisenhausen 1:14

BB- K. 3. 5: 0

Buchenau 2. 8: 1

Wehrda 2. 5: 1

Bürgeln 2.

Sterzhausen 2., Sterzh nicht angetr.

Michelbach

Gehfelden 2: 4

16

Ungarn, der am

Glnhausen

Mellgruben 1: 2

Mornshausen 5: 1

Der Fußball- Länderkampf Deutschland Sonntag in Dresden zum Austrag fam, endete 5: 3 für Deutsch­land, nachdem Ungarn bei der Bause glatt mit 3: 0 in Führung gelegen hatte.

Fußball.

Ergebnisse aus dem Bezirk.

Bezirksliga und Bezirksklassen:

Borussia Fulda BB.-K. Marburg 1: 2 VB. Gießen Odershausen 1: 0( 1: 0) Germania Marburg Frohnhausen 6: 1( 4: 0) SpB. Wetzlar 1900 Siegen 3: 1( 2: 1) 01 Ehringshausen SC. Weglar 2: 2( 0: 1)

Buzbach Aflar 2: 0

Großen- Bused Löhnberg 7: 3( 5: 0) Bebra- Alsfeld 2: 1

Hessen Hersfeld Sport Kassel 2: 2

Helen 08 Kassel Kurhessen Kassel 3: 0( 0: 0)

VIR. Kassel Tura Kaffel 1: 5

Frizlar Niederzwehren 1: 4 Spfr. Rossel SpFr. Warburg 2: 1 GC. 05 Göttingen SV. 05 Einbed 4: 0 GC. Weende Blauweiß Göttingen 3: 1 VB. Northeim SpuSp. Northeim 4: 0.

Gau Gießen Weglar. Butzbach 2. Aplar 2. 4: 0 Laubach 2. Weylarer SpV. 2a, Wehl. nicht angetr. Großen- Bused 2. Löhnberg 2. 1: 7( 0: 2) Ehringshausen 2. SC. Weylar 2. 4: 2 VfB. Gießen 2. Steinbach 10: 0 Steinberg Daubringen 1. 1: 3 Loilar 1900 Gießen 2. 6: 0( 1: 0) Ettingshausen Grünberg 1., E. nicht angetr. Bissenberg Wetzl. SpV. 2. 1: 0( Ges.-Sp.) Oberbiel 1. Biskirchen 1. 3: 1( 0: 1) Nauborn 1. Burgsolms 1. 3: 3( 2: 0) Holzhausen 6: 1

Steindorf

Duienhofen 2. Bieber

1900 Gießen 3. 0: 5( 0: 2)

1900 Gießen 4., 1900 nicht angetr. BfB. Gießen 3. 5: 4

Garbenteich 1.

-190

Daubringen 2. Garbenteich 2. G. nicht angetr. Stangenrod 12: 1 Homberg

Grünberg 2. Flensungen Wetterfeld Nauborn 2. SC. Wetzlar 3. Duienhofen 1. Garbenheim Wehl. SpV. 3a Braunfels 1. Oberbiel 2.

Niederohmen 2. 3: 0( 0: 0) Villingen 3: 1

Harbach, abgebr. als Ges.-Sp. Laufdorf, L. n. angetreten

Hermannstein 1., Wetzl. nicht angetr. Schwalbach 2: 1 Weyl. SpV. 3. 2: 5( 1: 1) Holzhausen 2., 4: 2( 2: 1) Burgsolms 2. 2: 2 Hermannstein 2. 3: 0

Leun Stockhausen 4: 3

Braunfels 2. Tiefenbach 3: 3

Elfershausen Hirschhausen 1: 4( 0: 2) Laubach Ruppertsburg 6: 1( 4: 1) Ges.-Sp.

-

Jugend

Caldern

Mehrda 1.

Mellnau

Cölbe 1.

Frantenberg 2. 8: 0( 4: 0)

Metier 2. 1: 3

Oberrosphe 7: 0

Schweinsberg Gemünden 4: 6

Niederofleiden 1. Niederofleiden 2. 1: 0 Leidenhofen Dreihausen 2. 1: 3

Hestem Cappel 2. 10: 1( 3: 1)

Niederwalgern 2. Ebsdorf 1: 7

Holzhausen Bortshausen 3: 1

Mornshausen Gintershausen 01:23 Lohra Damm 3: 0

Dernbach Hartenrod 2. 5: 2( 1: 1) Herbertshausen Feudingen 2. 3: 1( 1: 0) Biedenkopf 3. Sommertshausen 1. 3: 0

Gladenbach

Germania 1.VB- K. 1. 0: 1

Wommelshausen 1. 7: 3

Germania 2. 4: 1

Odershausen 2 BR 2/1: 1

Dreihaufen 1.

luh

Wehl. Sp. V. 1. B.-KI. 1900 Gießen 1. B.-I. 3: 1( 2: 1) dieses Der traditionelle, spannendste Kampf Wetzlars Treffen widelte jich am Sonntag bei herrlichem Wetter und schwachem Lesuch ab.

Vorweg bemerke sei, daß das Ergebnis der Tatsache Rech nung trägt, daß im größeren Teil des Kampfes die Einhei mischen die Besseren waren. In der Gästemannschaft war nur zeitmeilig System.

Mit der Sonne im Rüden drängten die Weklarer starf. Die Gießener Läuferreihe versagte, die Verteidigung in der Zeiler felten schlecht spielte, bekam feinen Ball weg. So fonnte es nicht Wunder nehmen, daß die Einheimischen, ein von Adelberger 1900 für seine Partei in der 7. Minute eingedrücktes Tor bald darauf ausgeglichen( Waldschmidt) und 2 Minuten später fogar( wieder durch Waldschmidt) mit 2: 1 in Führung gehen konnten. Leicht überlegen spielten die Wetzlarer bis zur Halbzeit weiter.

Nach der Pause drängte Gießen start auf Ausgleich, selbst noch als die Playmannschaft durch Waldschmidt im Alleingang ein weiteres Tor vorgelegt hatte( 3: 1). Die Gießener zeigten jezt ihr bekanntes technisch reifes Spiel und konnten ihrem Gegner, der langsam seinem Tempo zum Opfer fiel, faſt ganz einschnüren. War das Spiel bis hierher hart gewesen, nahm es nun Formen an, die bedauerlich sind und die, da sie ihren Meister nicht fanden, zu Tätlichkeiten führten. Der Spielleiter, Herr Konrad- Marburg versagte auf der ganzen Linie stimmt auch dann noch, wenn er gegen Schluß des Spieles noch 4 Leute, 2 von jeder Partei, vom Plazze stellte.

das

Tore fielen feine mehr. Man war froh, als die Bolzerei zu Ende war. Die Weglarer waren durchweg eifriger, 1900 spielte ohne Elan und war zum Schluß verbittert, so ist der Sieg der Weylarer im großen und ganzen verdient. Die Disziplin fönnte sowohl beim Publikum und Mannschaft Weglars besser sein. Für die Ausschreitungen ist aber ursächlich der Spielleiter Bu. haftbar zu machen.

Aus Großen- Buſed.

Das Spiel der 2. Mannschaften war eine sichere Sache der Gäste aus Löhnberg. Trotzdem hätte Gr.-B. bei besserem Zu­sammenspiel das eine oder andere Gegentor machen müssen.

Nr. 78.

Die erste Mannschaft enttäuschte nach der angenehmen Seite. Der Sturm zeigte eine lange nicht von ihm gesehene Schußfreudigkeit. Schon in der 1. Minute mußte Löhnberg ein Ueberraschungstor hinnehmen. Dann findet sich auch L, besser zurecht, lann aber bei dem guten Gr.-B. Süter zu feinem Er­folg tommen. Kurz darauf das 2. Tor für Gr.-B. Weiterhin bleibi Gr.-B. leicht im Vorteil und kann in furzen Zeitabstän den auf 5: 0 erhöhen. Darunter ein Elfmeter. Löhnb., das mit einer solchen Überraschung nicht gerechnet hatte, verlor dabei seinen sonstigen Kampfgeist. In der 2. Halbzeit hatte Löhn berg mehr vom Spiel. Es holte auch bald ein Tor auf. Gr.­B. stellte aber kurz darauf die alte Tordifferenz wieder her. Dann kann Löhnb. noch zweimal erfolgreiá sein, während Gr.­B. das 7. Tor erzielt. Schiri Willer- Wetzlar war dem Spiel ein aufmerksamer Leiter.

Lollar 1.

1900 Gießen 2. 6: 0( 1: 0).

Das Ergebnis läßt beine Vergleiche zu, da das Spiel unter Spieler- Herausstellungen litt( 4 Spieler von 1900). Schade, es wär so schön gewesen.

Aus Daubringen.

Am gestrigen Sonntag weilte die erste Mannschaft zum fälligen Verbandsspiel im Steinberg und konnte dank der bef= deren Gesamtleistung mit 3: 1 sicherer Sieger bleiben und somit auch diese Punkte sichern. 10: Das Spiel an sich war nicht das, was man sich von Seiten Steinberg's versprach; es war in manchen Fällen sehr hart, so Adaß der Schiri teinen leichten Stand hatte.

Die zweite Mannschaft gewann tampflos ihre Punkte, da der Gegner Garbenteich 2. es vorzog, nicht mit 11 sondern nur mit 2 Mann den Plaz zu betreten.

Am kommenden Sonntag spielt unsere 1. Mannschaft gegen Steinbach 1.I

Aus der Untergruppe Grünberg.

Der Gegner der 1. Mannschaft des FC. 26. Grünberg, Sport­verein Ettingshausen, telefonierte ab, da er infolge eines Bran­des nicht antreten fönnte. Die 2. Elf von Grünberg schickte Nd. Ohmen 2. mit 3: 0( 0: 0) nach Hause.

In Wetterfeld glänzte der Schiedsrichter in Abwesenheit. Wetterfeld 1. Harbach 1. einigten sich zu einem Gesellschafts­spiel, das der Anwärter Metzger vom Platzverein leitete. Einer ausgesprochenen Herausstellung( oder auch mehreren) leisteten die Gäste keine Folge und so wurde das Spiel abgebrochen.

Obwohl Heuchelheim 1. und Wetzl. Sportverein 2a Mann­schaft zurückgezogen waren, fand in Laubach doch ein Spiel, ein Freundschaftsspiel, Laubach, komb. Ruppertsburg, statt. Der Plakverein blieb nach hartem Spiel 6: 1( 4: 1) Sieger.

Den Gipfel schoß Homberg ab, indem es Stangenrod 12: 1 abfertigte. mefa.

Aus Flensungen.

Die Mannschaften von Flensungen und Villingen traten beide in stärkster Aufstellung an. Es gab einen sehr harten Punktekampf, den Flensungen durch größere Schußfreudigkeit und mehr Glück mit 3: 1 gewann. Die Jugendmannschaften beider Vereine trennten sich nach fairem Spiel mit einem 0: 0. Schiri Enders leitete beide Spiele sehr gut. S.

Rund um den Marburger Schloßberg.

Germania 1.

Frohnhausen 1. 6: 1( 4: 0)

Germania setzte seinen Siegeszug fort indem sie den Dill­freisler mit 6: 1 das Nachsehen gaben. Das Spiel stand ganz im Zeichen der Platzbefizer, die auch ein sehr gutes Spiel vorführ. ten. Beide Mannschaften befleißigten sich einer äußerst fairen Spielweise, wodurch Schiedsrichter Spedhard- Gießen eine Er­leichterung befam.

Die 2. Mannschaft der Germanen hatte sich wahrscheinlich etwas besonderes vorgenommen, da sie Erdhausen 1. mit 8: 2 nach Hause schickten.

ud die 3. Mannschaft konnte über die gleiche des Orts: rivalen B. f. D. R. mit 5: 0 einwandfreier Sieger bleiben. Ein Spieler der Güße mußte das Spielfeld verlassen während der Spieler Weibezahn freiwillig ging.

Recht erfreulich wurde die Nachricht aus Fulda aufgenom men, daß der V. f. B. K. mit 2: 1 gegen Borussia gewonnen hatte. mond

Mas man wissen muß!

Die Spieler und besonders die Schiedsrichter müssen damit rechnen, daß mit der neuen Spielzeit auch die neuen Spiel: regeln Geltung bekommen. Ganz neu find sie allerdings nicht, vielmehr handelt es sich nur um eine möglichst getreue An­gliederung der deutschen Regeln an die internationalen Regeln, wie es laut Satzungen der Fifa" für alle ihr angeschlossenen Berbände( z. 3t. sind es 45) vorgeschrieben ist. Die Umwandlung erforderte viel Zeit und Arbeit: im Januar 1928 wurde sie be gonnen, und am 22. Juni 1930 beim Endspiel um die deutsche Meisterschaft in Düsseldorf konnte der Entwurf nach mannig faltigen Durchsichten und Aenderungen dem Deutschen Fußball­bund, als abgeschlossen vorgelegt werden. Aeßerlich heben sich die neuen Regeln von den alten zunächst durch den Umfang ab: fie enthalten 1. den Text, 2. die amtlichen Entscheidungen, 3. die Anweisungen für die Schiedsrichter, 4. die Anweisungen für die Vereine, 5. die Anweisungen für die Spieler und 6. die Aus­führungsbestimmungen des Deutschen Fußballbundes. Sodann weisen sie eine andere Anordnung in der Reihenfolge der Para­graphen und eine Trennung verschiedener Paragraphen auf. Inhaltlich bringen sie auch

einige wichtige Neuerungen,

por allen Dingen eine Hebung des Linienrichteramtes, bei welchen Unterschied zwischen der Amtsausführung von Ver­eins und neutralen Linienrichtern gemacht und für die letzteren eine weitgehende Mitwirkung bei Entscheidungen des Schieds­richters garantiert wird. Die Behörden werden verpflichtet, bei Unterlassungen des Schiedsrichers in Fällen von ungebührlichem Betragen der Spieler usw. selbst gegen den Schuldigen vorzu­gehen und auch den betr. Schiedsrichter zur Rechenschaft zu ziehen, gegebenenfalls zu sperren. Für die Vereine ist folgendes wichtig: Die Torpfosten und Querlatten dürfen nur noch weiß( al­so nicht mehr in den bunten Vereinsfarben) gestrichen sein. Ebenso müssen die Edfahnen eine einfarbige helle( also weiße) Farbe tragen. Die Tornete dürfen keine Löcher auf­weisen, durch welche vielleicht ein Ball durchschlüpfen könnte, und müssen am Boden and am Torgestell derart befestigt sein, daß keine Lüde vorhanden ist.

Die Spieler werden darauf aufmerksam gemacht, daß es in 3u­funft

feinen Elfmeter mehr gibt.

Der Anlaß und die Ausführung verbleiben dieselben, nur der Name ändert sich: er heißt ,, Strafstoß" Was bisher als ,, Straf­Stoß" galt, hat jetzt die Bezeichnung

" Freistoß, der direkt zum Tor führen kann", während es andererseits einen Freistoß, aus dem unmittelbar fein Tor erzielt werden tann" gibt. Es ist vorgeschlagen, der Kürze halber folgende Benennungen zu gebrauchen:

1. Strafstoß( bisher Elfmeter)

2. direkter Freistoß( mit direktem Torerfolg)

3. indirefter Freistoß( ohne direkten Torerfolg).