Einzelbild herunterladen

Samstag, den 22. September 1928.

Sonntag!

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Wieder naht er, der Feierabend nach harter Wochenarbeit. Feierklänge schallen über Berg und Tal, über Stadt und Land. Was macht schon den Morgen des Tages so feierlich ernst? Warum scheint es, als wenn die Sonne reiner und heller ſtrah­len, die Blumen frischer blühen würden.

Die Arbeit ruht, das Einerlei des Alltags, der Kampf und das Hasten ums tägliche Brot wird einmal ausgesetzt. Der Mensch selbst geht am siebenten Tage nicht so tief gebeugt als ſonſt unter der harten Arbeitslaſt einher.

Heute sind alle Menschen gleich. Der Arme im Feiertags­gewande so gut wie der Reiche. Heute dürfen sie freie Menschen sein, ruhen und sich des Lebens freuen.

Der feierliche Klang der Sonntagsglocken ruft vom Turm des Domes und der Dorfkapelle die Botschaft des Friedens und der Liebe, die Botschaft: Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten sollst du ruhen." Der Schöpfer segnete diesen Tag und heiligte ihn. Der Sonntag ist der Gottes tag.

Aber sechs Tage sollst du Erdenmensch sein und arbeiten. Heute mehr wie je, weil wir bettelarm geworden sind. Jm Schweiße des Angesichts muß der Deutsche mit ehrlichen Fin­gern sein Brot heute verdienen. Die Erde gibt nichts freiwillig her, nicht das Brot zur Nahrung, nicht den Stoff zur Kleidung, nicht den Stein zum Hause.

Sonntag ist's.

., Gießener Zeitung"

außerordentliche Professor für Veterinär- Histologie und Veteri­när- Embryologie an der Universität Leipzig, Dr. Wilhelm Schauder, mit Wirkung vom 1. Oktober 1928 an zum ordent= lichen Professor für Veterinäranatomie an der Landesuniver­sität in Gießen ernannt.

Wir folgen dem Ruf der Glocke ins Gotteshaus, wo die Menschen heute ihren Jubel und ihren Schmerz, ihre Hoffnung und ihre Sehnsucht zur Himmelshöhe jauchzen und klagen. Und wenn dort die Gottesfreude des Sonntags recht hineingeklun­gen ist in dein Herz und du wieder hinausgehst in den Sonn­tag, dann wird die Freude nachklingen, wenn du des Schöp­fers Gaben am Sonntag betrachtest in Wald und Feld, an Busch und Strauch. Dann kehrst du neugeſtärkt zurück in dein Haus, zurück zur trauten Stille, wo heute auch heiliger Sonn­tagsfriede und selige Sonntagsfreude sich paaren.

* Freiwerdende Lehrerstellen. Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Altenschlirf, Dienst­wohnung ist vorhanden und beziehbar. Die Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Radmühl, Dienstwohnung ist vorhanden. Eine Lehrerſtelle für einen katholischen Lehrer an der Volksschule in Herbstein, Dienst­wohnung ist vorhanden und beziehbar.- Die Lehrerſtelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Schlechten­wegen, Kr. Lauterbach; Dienstwohnung ist vorhanden und be­ziehbar.

Einen Schimmer des Sonntagsglückes nimm dann mit in das hastende Drängen des Arbeitstages und trage das Sonn­tagsgewand der Seele auch dann, wenn dich der Lärm des All­tags wieder umbraust.

Und Gottes Segen wird dein stiller Begleiter sein. Der Sonntagsschreiber.

*

Straßensperrungen,

* Fuhrwerkswaage außer Betrieb. Wegen Eichung kann die Fuhrwerkswaage in der Frankfurterstraße vom 24. Sep­tember 1928 auf ungefähr 14 Tage nicht benutzt werden.

mitgeteilt v. Oberhess. Automobil- Club e. V.( A. v. D.) Gießen. Die Strecke Kloppenheim- Ober- Erlenbach im Straßenzug Kloppenheim Bad Homburg wird ab 24. September bis auf weiteres für alle Fahrzeuge gesperrt. Umleitung über Holz­hausen.

* Die Schuhmacherschule Gießen, eine Abteilung der Staat­lichen Gewerbe- und Maschinenbauschule, erhielt auf der Reichs­ausstellung für das deutsche Schuhmacherhandwerk in Dortmund die Goldene Medaille" für ausgezeichnete Leistungen.

Die Sperre der Straße Vilberl- Nieder- Erlenbach wird ab 24. September ds. Js. aufgehoben.

* Gießener Pferdemarkt- Lotterie. Die zehn ersten Gewinne fielen der Reihe nach auf folgende Nummern: 11 547, 8844, 6900, 5716, 13 985, 11 501, 3104, 1609, 502, 9557.

* Straßensperrung. Wegen Aufstellung von Asphaltma­schinen wird die Alicenstraße zwischen Bahnhofstraße und Frankfurterstraße vom 24. September 1928 ab auf ungefähr 14 Tage für allen Fahrverkehr gesperrt.

*

Ernennung. Am 19. September wurde der planmäßige

* Rückkehr aus dem Manöver. Unser 1.( Hess.) Grenadier­Bataillon trifft nach Schluß der diesjährigen Manöver heute Samstagabend 7.25 Uhr wieder in Gießen ein.

Nr. 75.

Aus Nah und Fern.

Ein Landwirt aus Massenheim geriet beim Friedberg. Pflügen in ein Wespennest. Die wildgewordenen Tiere drangen auf den Landwirt ein und setzten ihm mit Stichen stark zu. Nach einigen Tagen stellte sich bei dem Mann eine Blutvergif­tung ein, an deren Folgen er gestorben ist.

Langsdorf. Letzten Sonntag fand die Diensteinführung des neuen Pfarrers Dr. Heymann durch Dekan Engel- Obborn­hofen statt. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt.

* Doppeljubiläum. Seinen 70. Geburtstag feiert am 28. September Geh. Hofrat Professor Dr. Gisevius, der zugleich am 1. Oktober sein 25jähriges Jubiläum als Ordinarius unserer Universität begehen kann. Gisevius ist am 28. September 1856 zu Wartenburg in Ostpreußen geboren, er studierte in Königs= berg Mathematik und Naturwissenschaft und in Bonn und Pop­pelsdorf Landwirtschaft und Kulturtechnik. 1885 errang er in Königsberg das Zeugnis 1. Grades. Dann wurde er Wander­lehrer und Winterschuldirektor in Ostpreußen. Von 1888 bis 1898 war er Oberlehrer und dann Direktor an der Landwirt­ſchaftsschule zu Dahme in der Mark. Im Mai 1898 wurde er Profeſſor an der Universität Königsberg, am 1. Oktober 1903 nahm er den Ruf als ordentlicher Professor der Landwirtschaft an der Universität Gießen an, von 1917/18 war er Universitäts­Direktor, 1917 erhielt er den Titel Geheimer Hofrat. Am 1. Oktober 1925 wurde er emeritiert. Gisevius ist der Schöpfer des Landwirtschaftlichen Instituts der Universität Gießen. Die Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft verlieh ihm die Eyth­Denkmünze wegen seiner Verdienste um die Landwirtschaft.

*

Gedern. Der zu Gedern am 16. September abgehaltene Vertretertag des Gaues Vogelsberg- Süd wurde vom Gauvor­sienden Storck= Altenstadt geleitet. Die Zahl der Gauvereine hat sich auf 42 gesteigert. Es wurde beschlossen, am 5. Mai nächsten Jahres ein Gauwertungsfingen in Schotten abzuhalten, für das ein Pflicht- und ein Wahlchor vorgeschrieben sind. Ein engerer Ausschuß ist dazu berufen, alle Vorbereitungen zu tref= fen und das Singen zeitlich so zu regeln, daß noch anschließend ein Massenchor an der Kirche gesungen werden kann. Durch die Wahl des 2. Gauvorsitzenden Diehl- Ober- Schmitten zum Gauchormeister wurde der Leiter des Schottener Männerchors 1837, Louis Süßel, zum 2. Vorsitzenden erwählt.

Tarifermäßigung der Deutschen Reichspost. Der Reichs­poſtminister hat dem Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost eine Vorlage zugehen lassen, die vor allem den Fortfall der Forderung einer Mindestgesprächzahl im Fernsprechverkehr vor­sicht. Den Teilnehmern werden nur die tatsächlich geführten Ortsgespräche berechnet werden. Ferner werden die einmaligen Apparatbeiträge, die bei Herstellung neuer Anschlüsse zu ent­richten sind, erheblich herabgesetzt werden. Schließlich wird die Einrichtung öffentlicher Sprechstellen auf dem flachen Lande wesentlich verbilligt werden. Im Paketverkehr wird die Ge­bühr für unversiegelte Wertpakete ermäßigt werden. Empfän­ger, die ihre Pakete regelmäßig von der Bost abholen, sollen eine Vergütung erhalten.

Aus dem Vogelsberg. Merkwürdigerweise sind die Kar­toffeln hier noch ziemlich unreif, oowohl sie sonst um diese Zeit geerntet wurden und dieses Jahr doch so trocken war. Besonders die roten Arten stehen zum großen Teil noch in der Blüte. Die Erfahrungen in den nassen Jahren seither haben viele ver­anlaßt, mehr rote Sorten anzubauen, aber dieses Jahr sind hier die gelben obenan. Manche Landwirte haben das Kar­toffelernten wieder eingestellt, da die Knollenhaut noch unreif war. Die Aepfel und Birnen tragen hier sehr wenig, während man mit der Zwetschenernte zufrieden sein kann.

Alsfeld. Der langjährige Bürgermeister von Otterbach, Loch, ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Loch war füh­rend in der oberhessischen Bauernbewegung, Mitglied der Land­wirtschaftskammer und Mitglied des Kreisausschusses. Für den Ausbau des Siedlungswesens, für die Verbesserung der Hut­weiden und die Förderung des Obstbaues hat er sich mit Erfolg eingesetzt.

Samstag, de

Breit gestürzt fei

unmehr den greftorben ist. eingeleitet.

Worms. Am 2. September fonnte die Firma J. Langen­bach u. Söhne G. m. b. H., Worms, den 75. Jahrestag ihrer Gründung feiern. Zur Erinnerung an das Jubiläumsjahr hat sie jetzt eine vornehm ausgestattete Festschrift herausgegeben. Die Firma hat aus Anlaß ihres Geschäftsjubiläums für ihre Beamten und Arbeiter eine Unterstützungskasse mit einem Be­trag von R.-M. 100 000.- gegründet. Das Haus Langen­bach steht heute an der Spitze des rheinischen Weinhandels.

Rosenthal Landwirt S

and erlitt ichwe ine Ueberführ en. Dort ist e

amerif

Von Red Die Frage camerikanischen niicht entschiede menden Gefell die Newyo

Seligenstadt a. M.( Reicher Kindersegen.) Die Frau eines hiesigen Geschäftsmannes beschenkte ihren Gatten dieser Tage mit dem 23. Sprößling. Von den 23 Kindern sind noch elf am Leben. Die glückliche Mutter steht im 44. Lebensjahr; sie

ist bereits Großmutter.

die Germa die Equita und die M ünd von den Beifahren eing aft infolge der bersehen, obw Erfolg der Ver

Dillenburg. In der Nähe des Ortes Bischoffen fand man nachts den Schuhmachermeister Adolf Sälter von Bischoffen tot auf der Landstraße vor. Er hatte eine schwere Schädelver Ichung. Anfangs nahm man an, daß Säger infolge der Dunkel­

KAFFEE HAG der feinste Bohnenkaffee

ist stets anregend- aber nie aufregend

Was unsere Feinde über den Ausgang des Krieges sagen.

Der französische Generalissimus Marschall Foch sagt: Ich behaupte, daß Deutschland im November 1918 hinter dem Rhein hätte standhalten können. Wenn das deutsche Volk einen Gambetta besessen hätte, wäre der Krieg verlängert wor= den, und wer weiß...? Ich glaube, daß ein Volk, das nicht besiegt werden will, nicht besiegt werden muß. Jm November 1918 hatte Deutschland selbstverständlich keinerlei Siegesaus­sichten mehr. Hätte jedoch seine Armee hinter dem Rhein stand­gehalten, hätten viele Dinge eine andere Wendung genommen."

In fachmännischen französischen Werken über das Eisen­bahnwesen im Weltkriege wird nachgewiesen, in welcher aus­schlaggebender Weise die deutschen Eisenbahnzerstörungen den Vormarsch der Alliierten im Herbst 1918 gehemmt haben. Wenn die Zerstörungen, so heißt es in einem Werke, in derselben Weise bis zum Rheine fortgesetzt worden wären, dann hätte ein Stillstand der Operationen auf mehrere Monate eintreten müssen.

Wie berühmte Leute in Berlin empfangen und begrüßt werden.

Diese Ausführungen werden von dem englischen Feldmar­schall Haig in seinen Kriegsberichten bestätigt. Einzelne Divi­sionen waren auf Bahnhöfe angewiesen, die 130 bis 160 Kilo­meter entfernt lagen. Die Schwierigkeiten der Versorgung wä­ren bei einem weiteren Vormarsch außerordentlich gestiegen, be= sonders wenn bei weiterem deutschen Widerstand große Mu­nitionsmengen hätten nachgeführt werden müssen. In einer am 25. Oktober stattgefundenen Beratung der alliierten Heerführer sprach sich Haig für gemäßigte Waffenstillstandsbedingungen aus. Die verbündeten siegreichen Armeen, so führte er aus, seien am Ende ihrer Kräfte. Deutschland aber sei militärisch noch nicht gebrochen. Während der letzten Wochen seien die deutschen Ar­meen tapfer kämpfend in bester Ordnung zurückgegangen.

In seiner mit Blumen und Kränzen beladenen Droschke hielt der neue Berliner Lokalheros Gustav Hartmann, genannt der Eiserne Gustav", seinen Einzug in die in Festesstimmung schwelgende Reichshauptstadt. Offizielle Empfänge fanden statt und sogar Berlins Bürgermeister begrüßte in Audienz" den biederen Rosselenker aus Wannsee. Dicht gedrängt standen in den Straßen, die er durchfuhr und er fuhr im Zotteltrab durch halb Berlin! die Menschen Kopf an Kopf. Es war ein Ereignis ſondergleichen! Wagen ſtockien, Straßenbahnen bimmelten, Verkehr war unterbunden. Polizei hatte Mühe, die Straße freizuhalten. Die Masse Mensch" jubelte, winkte mit Händen und Taschentüchern, tobte die Begeisterung. Und ,, Gustav" saß majestätisch auf seinem Bock und winkte gnädig wie ein Fürst vergangener Zeiten mit seiner Peitsche.

Der Vertreter Amerikas im Obersten Rat, General Bliß, hat sich dahin ausgesprochen. daß das deutsche Heer zwar ge­schlagen, aber noch nicht gebrochen gewesen sei, vielmehr noch eine beträchtliche Gefechtskraft gehabt habe. Es hätte wohl noch Stellungen einnehmen können, in denen es die weiteren Verhandlungen beeinflussen konnte: Nur die Revolution hat dies verhindert!"

Vor einigen Monaten tam nach unendlichen Gefahren und Strapazen, nach entsagungsvoller wissenschaftlicher entdeckungs­reise der Asienforscher Filcher nach Deutschland zurück. Man hatte ihn bereits verloren geglaubt und die Zeitungen hatten spaltenlange Artikel gebracht, in denen sie die großen Verdienste Filchners um die Wissenschaft in alle Himmel hoben! Als aber der lebende Forscher in Berlin am Bahnhof eintraf, glücklich, wenn auch im Dienste der Menschheit verletzt und leidend, da entdeckte selbst der schärfst blickende Beobachter nicht eine Spur von festlichem Empfang. Die in Frage kommenden Behörden hatten von seiner Ankunft keine Notiz genommen. Kein Minister, kein Bürgermeister begrüßte den Heimgekehrten! Wo­zu auch er war ja nur ein Mann der Wissenschaft, er brachte ja keine Sensation! Gott wie langweilig! Er hatte keine Reklametrommel gerührt...

Eine Frage: Ist Berlin Hauptstadt eines Kulturstaates?

Der Hausbesitzer

Mädchen für alles.

bäst.

Alle vier echtzeitiger E heinende Gel meien, zu ben Guardian übe Machfolgegesell Madh den En 5224 ff. und agung des

en gegen die Die Equitabl Leil mit Erfo Horzeitigen A iber nicht be Punkt steht, d eit nicht den eien bei Ab Begriff eine

Während Der Höhe de ther jede Ve idurch ihr ge Equitable i etwa 17 Ce

Alles ist schon dagewesen. Daß aber auch Un... praktisches wiederkehrt, zeigt, daß der Gesetzgeber in der Zwischenzeit nicht erfinderischer geworden ist. Nun, vielleicht haben die hierfür Verantwortlichen bereits den Gipfel der Klugheit erreicht. Man erinnert sich noch lebhaft der Unzuträglichkeiten des Hausbesizers beim Eintreiben der Steuern 1924/25. Der erste Mieter be hauptete praenumerando gezahlt zu haben, der zweite wollte nachträglich, der dritte gar nicht zahlen, sondern reklamieren. Alle waren sich in der Verärgerung gegen den Hausbesitzer einig, der als Vollziehungsbeamter des Staates zwar kein Entgelt für seine Mühe, aber Unangenehmes in Hülle und Fülle hatte. Jetzt greift man in Darmstadt u. a. D. wieder zu diesem Zahlungsmodus. Die städtischen Gebühren für Müllabfuhr und Straßenreinigung werden vom Hausbesitzer für die Stadt ein­kassiert. Die Kanalbenuhungsgebühr darf der Hausbesitzer als Belohnung für seine Arbeit allein tragen. Er muß dafür zahlen, daß der Mieter ungestört seine Abwässer in die Kanalisation der Stadt entleert. Es ist dies ein allerdings wenig plausibeles- Analogon zur Kaminfegergebühr. Bei dieser hat auch der Haus besitzer für die Entfernung des Schmutzes aufzukommen resp. zu zahlen, den die Mieter durch Feuerung in den Kaminen ver­ursachen. Vor dem Kriege haben die Kaminfegergebühren einen verschwindend kleinen Teil der Miete ausgemacht. Heute sind dieselben bedeutend gestiegen. Die Summe dieser Lasten, verbun den mit den erhöhten Steuern und dem verringerten Entgegen­kommen der Behörden kapitalschwachen Hausbesitzern gegenüber ist für den Hausbesitzer finanziell unerträglich geworden. Eine Mieterhöhung, verbunden mit einer Lockerung der Zwangswirt­schaft bei größeren Wohnungen, d. h. solchen von 5 Zimmern und mit einer Friedensmiete von monatlich 75 M., ist daher eine der gerechtesten Forderungen. Derselben entsprach bereits die Mehrzahl der deutschen Länder und schaffte dadurch allen wirklich dringend Wohnung Suchenden zu angemessenen Preisen Raum. Statt dessen weiß man in Hessen nichts besseres zu tun, als den Hausbesitzer zu belasten. Man ist hier wenigstens in der Namengebung der Steuern und Gebühren erfinderisch. Somit ist doch nicht jede Hoffnung verloren, daß die Besten des Staates und der Stadt auch erfolgreich auf Mittel und Wege sinnen werden, die ihnen, ohne weitere Anspannung der Steuerschraube, die Glättung ihrer ,, genialen" Finanzwirtschaft gestatten werden.

Herr Dr. W. Filchner wird am 1. Oktober in der Neuen Aula der Universität einen Lichtbildervortrag über Meine Tibetexpedition 1925 auf 1928" halten. Wir hoffen, daß der Besuch dieses Vortrags beweisen wird, welche Hochachtung und Wertschätzung diesem deutschen Sven Hedin" in Gießen ent= gegengebracht wird.

it umso höh versicherten erreichen m Ausnahmeg jahren der rita nicht

Die B

Die An tätigkeit in

daß die W

Ergebnis zu

Die in einer neröffentlich Deutschen R Male jeit B

nur der lau

hinaus ein

bedarjes a

gang an

lich im Ja jahre, die jahren üb

Wohnunge wachsbedar

In Ne

mehr als mehr

in

bei weitem

in Wohnge

meinnügigen perfchaften u

gebäuden he

Den nur in d

ihrer Tätigt

figen privat

Durch U Geschäfts: 3 Aus- und A

Morjahr gem

1926 war al jedoch durch

Umbauten

ringert wur

größerem

medmäßiger

gegen 12 291

1926. Die

jchwächer al

Der Re

meijten in unter diejen

10 000 bis

Die Zunahm