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Mittwoch, den 18. Januar 1928.

2000 arbeitslose Hände,

aber nicht eine bereit zum Holzfällen.

Jm Hessischen liegt ein Städtchen. Es heißt Langen. Der Ort zählt 7900 Einwohner. Den Langenern ist die Nähe der Großstadt Frankfurt nicht bekömmlich. Zahlen sprechen dafür: Mehr als 500 Erwerbslose beziehen Unterstützung aus der Er­werbslosensversicherung, weitere 400 bis 500 Arbeiter in den Nachbasdörfern sind gleichfalls erwerbslos. Trotzdem scheint Arbeitswut dort nicht zu herrschen. Denn der Staatlichen Ober­försterei in Langen ist es nicht gelungen, für die Holzfällungen in den staatlichen Wäldern die erforderlichen Arbeitskräfte zu erhalten. Die Oberförsterei hat nun eine Anzahl Schottener Bauern für die Arbeit geworben, denen sie zugleich Unterkunft und Verpflegung gibt. Der Hessische Landbund hat die Hessi­sche Regierung dringend um Abhilfe ersucht. Denn nun fehlts an bäuerlichen Arbeitskräften, weil die Erwerbslosen sich zu Holzfällereien nicht drängen lassen.

Die betreffende Anfrage des Landbundes lautet:

In Langen sind 3. 3. 5-600 Erwerbslose, die aus der Erwerbslosenversicherung unterstützt werden. In den um­liegenden Dörfern finden sich ebenfalls hunderte von er­werbslosen Unterstützungsempfängern. Trotzdem hat das Forstamt Langen 10 Holzmacher aus dem Kreise Schotten kommen lassen, gibt ihnen Quartiere und läßt sie in den staatlichen Waldungen Holz fällen. Sicherem Vernehmen nach sollen weitere Holzmacher aus dem Vogelsberg nach Langen und auch nach anderen Forstamtsbezirken heran­gezogen werden, obgleich die Zahl der aus der Erwerbs= losenversicherung unterstützten Arbeiter in der dortigen Ge­gend täglich wächst.

Wir fragen an, was gedenkt die Staatsregierung zu tun. um einem solchen wirtschaftlichen Wahnsinn Einhalt zu gebieten?"

Nicht allein in Langen, sondern auch andere Gemeinden in der Nähe von Gießen, die Holzfäller unter den erwerbslosen Maurern gesucht haben, haben keine arbeitswilligen Leute ge­funden. Bauernsöhne sind es dann gewesen, die das Holz gefällt haben. Soweit sind wir nun schon, daß die Erwerbs­losengelder die notwendigen Arbeiten verhindern. Traurige Zustände!

Die Wachtparade unter den Linden.

Berlin. Mehrere Geschäftsleute Unter den Linden hatten beantragt, die Wachtparade wieder wie zu Vorkriegszeiten über diese Straße ziehen zu lassen, weil sie sich davon eine belebende Wirkung auf den Geschäftsverkehr versprachen, da der Aufzug der Wache früher immer Anlaß zur Ansammelung von Publikum, insbesondere von Fremden gewesen sei. Das Reichswehrministerium wird den Antrag der Geschäftsleute, die die Reichswehr der Republik in den Dienst ihrer Interessen stellen möchten, ablehnen, weil es sich nur von dienstlichen Interessen und Notwendigkeiten leiten lassen könne, die eine Aenderung des Weges der Wachtparade nicht bedingt.

Lokales.

,, Gießener Zeitung"

* Der seit dem 6. Januar vermißt gemeldete Bäcker Fr. Kohl, Neuenweg 28, hat sich wieder eingefunden.

* Festgenommener Schwindler. Am 31. 10. 27. mietete in der Löwengasse ein angeblicher Monteur H. Müller ein Zim mer auf ein Vierteljahr unter dem Vorgeben, er sei bei der Firma Holzmann beschäftigt und arbeite am Neustädter Via­dukt. Am gleichen Abend besuchte er eine in demselben Hause wohnhafte alte Frau und fragte, ob sie ihm einen Hundert­markschein wechseln könnte. Da die Frau nicht soviel Geld hatte, sagte Müller, sie solle ihm geben was sie hätte, sie könne sich morgen, am anderen Tage, das Geld bei seiner Mieterin holen. Da derselbe aufdringlich wurde, gab die Frau dem M. 24 RM.-Müller verschwand auf Nimmerwiedersehen.- Als Täter wurde der Schneider Jonas Ochs, geb. 10. 10. 1881 zu Kassel, ermittelt und befindet sich in Koblenz in Strafhaft. Festgenommen wurde noch eine ausgeschriebene Person wegen Diebstahls.

* Vermißt wird seit dem 11. 1. 28. abends 9 Uhr die Eli­sabeth Alexander, zuletzt in Gießen, Crednerstr. 6, in Stellung Dieselbe ist am 3. 2. 1904 zu Offenbach geboren. Sie ist zirka 1,70 Meter groß, schlank, hat dunkelblonde Haare, trug dunkel­gestreiftes Kleid, hellen gestreiften Wintermantel, schwarze Strümpfe und schwarze Spangenschuhe. Personen, welche über den Verbleib der Vermißten Auskunft geben können, werden ersucht, die Kriminalpolizei Gießen zu verständigen.

Grüner Rasen Blaue Wellen.

Roman von Otto von Gottberg. 22. Fortsetzung.

Auf der Brücke versuchten Nr. 1 und Matrose Kern taum das Kinn gegen den Hals zu nehmen. Ihr Kommandant ver­zichtete an Bord auf Ehrenbezeugungen. Drießner hob die Hand zur Mütze: Melde mich gehorsamst auf Wache."

Morgen!"

Der Oberleutnant schien erregt und wollte sprechen. Doch auch Drewitz sah schon in der Ferne ein schmuckes Vollschiff unter klarem Himmel. Scharfer Nordwind wehte kalt. Das Sprühen von Spritzern näßte Gesicht und Lederjacke.

Den abzuschießen täte mir leid," bedauerte Drewih, denn der unter vollen Segeln auf und niedergleitende Dreimaster bot im Sonnenlicht mit weißer Leinwand über heute blauen Wellen ein schönes Bild.

* Erfolg eines Gießener Friseurmeisters. Die Haarformer­Innung Frankfurt a. M. veranstaltet während des Winters 1927-1928 eine Anzahl Modeabende, die von der Modekommis= sion der Innung geleitet wurden. An dieser Konkurrenz nimmt auch der Gießener Friseurmeister Josef Henkel, der auch gleich­zeitig Fachlehrer an der Berufsschule der Haarformer- Innung, Frankfurt, iſt, teil. Am 6. Modeabend, der am letzten Don= nerstag in Frankfurt a. M. stattfand, schuf Herr Henkel, der schon vorher durch seine künstlerischen Haarfrisuren aufgefallen war, eine historische Puderfrisur aus dem Zeitalter der Marie Antoinette, und erregte damit Aussehen und die Bewunderung aller Fachleute.

Der Wachoffizier schmunzelte, er hob mit gefurchter Stirn das Glas vor die Augen. ,, Wird auch kaum möglich sein, Herr Kapitänleutnant, denn über ihn hinweg mache ich etwas wie einen Zerstörer aus. Liegt allerdings auf gleichem Kurs wie wir."

Drewitz griff zum Glas vor der Brust und richtete es auf die winzige Rauchfahne weit hinter dem Segler: Haben recht. Sehen kann er uns auf die Entfernung freilich nicht, aber doch vielleicht einen Schuß hören. Werde dem anderen trotzdem bei­fommen." Er drehte sich um und rief durch das Luk in den Turm ,, Auf Tauchstationen!", weil er unter Wasser gehen wollte.

Heinrich Neeb.

Nr. 6.

Aus Rah und Fern.

Düdelsheim. Hier ist die Maul- und Klauenseuche ausge­brochen. Sperrmaßnahmen sind angeordnet.

Aus dem Kreis Schotten. In Busenborn fand eine Zusam­menkunft der Bürgermeister der Gemeinden Eichelsachsen, Win­gershausen, Eschenrod, Busenborn und Breungeshain statt, um zu dem bereits vor dem Kriege projektierten Bahnbau Schot­ten Alsfeld Stellung zu nehmen. Es wurde beschlossen, daß Kreisamt in Schotten zu bitten, eine Versammlung sämtlicher Bürgermeister, der hier in Frage kommenden Gemeinden zu veranlassen, damit jeder Gemeinde Gelegenheit zur Stellungs­nahme geboten ist.-

Zur 50. Wiederkehr seines Todestages am 18. Januar 1878. Heinrich Adam Neeb starb am 18. Januar 1878 zu Frank­furt a. M. Ein halbes Jahrhundert ist seit diesem Tage ver­flossen und noch heute lebt der Name in dem stattlichen Män­nerchor, der in Frankfurt a. M. den Namen Neebscher Männer­chor trägt. Der junge Neeb, der 1805 zu Lich in Oberhessen geboren wurde, kam nach Frankfurt und gründete zunächst im Jahre 1858 das Neebsche Quartett, dessen Mitgliederzahl sich auf 24 beschränkte. Später erfolgte am 1. August 1865 die Gründung des Neebschen Männerchores, in dem späterhin das Neebsche Quartett aufging. Es war dies am 30. Dezember 1866. Die Gründung des Neebschen Männerchores wird in der bekann= ten Sängerbibliothek von Peter Schneider als eines der be­merkenswertesten Ereignisse des betreffenden Jahres gekenn­zeichnet. Neeb führte seinen Verein zu großen Erfolgen, denn er ist nach Schelbe und Schnyder einer der markantesten Chor­meister der Stadt Frankfurt gewesen. Schon im Jahre 1830, hat er als junger Mensch in Paris den ersten deutschen Män­nerchor Germania" gegründet, und er zeigte sich damals schon als ein Meister des Massenchors. Neeb, der auch als Männer­und Opernkomponist hervorgetreten ist, mußte am 7. Februar 1874 die Stabführung seines geliebten Chores niederlegen, da er ernstlich erkrankt war. 1878 erlöste ihn der Tod und wurde er am 20. Januar 1878 auf dem Frankfurter Friedhof beige­setzt. Neeb war Ehrenmitglied und Meister des Freien Deut­schen Hochstifts, in dessen Besitz sich auch sein schriftlicher Nachlaß befindet. In der Neeb- Stiftung" zur Unterstützung hilfsbe­dürftiger Tonkünstler bleibt sein Name, ebenso wie in seinem Neebschen Männerchor" der Nachwelt auch fernerhin erhal­ten. An seiner Ruhestätte, Frankfurter Friedhof Gewann I, linker Teil, dritter Querweg, setzten ihm die verbündeten" Frankfurter Gesangvereine ein großes Sandsteindenkmal mit Relief mit einer Lyra gekrönt. Der Neebsche Männerchor wird am Todestag seines Gründers durch Niederlegung einer Kranz­spende an seiner Ruhestätte seiner ehrend gedenken.

Das Schnurren von Stiefelsohlen auf Stahl flang herauf. Die Wache blieb auf der Brücke. Der Kommandant befahl, auf das Vollschiff zuzuhalten. Wieder sah er durch das Luk in den Turm. Sein Bursche stand am Ruder: Beide Maschinen große Fahrt voraus!"

U- 444 glitt dem Vollschiff näher. Auf den Kämmen von Wellen mußte bald auch die niedrige Silhouette eines U- Boots drüben zu sehen sein.

Alles einsteigen bis auf den Wachoffizier."

Nr. 1 und Kern sprangen ins Luf

Nahe genug glaubte Drewith sich dem Dreimaster.

,, Drießner, steigen auch Sie ein!"

Er blieb allein oben und hob wieder das Glas.

Nach Bau und Takellage schien der Segler ein Brite. Auch er sprang ins Lut, warf hinter sich den Deckel dicht und rief: Fluten!"

U- 444 neigte die Nase und sank. Drewiz trat vor das Oku­lar: ,, Beide große voraus!"

Fünfzehn Minuten konnte er befehlen: Auf Schrohrtiefe gehen!" Allmählich schienen die Glühlampen" im Turme schwä­cher zu flammen, denn durch eine immer dünnere Wasserschicht fiel schon wieder Tageslicht durch die dicken Fenster des Turms. Plötzlich trat das feine, scharfe, aber winzige Bild von schaumi­gem Wellengefräusel unter Sonnenglizern ins Okular. Von der Wärme der Stirn beschlug das Glas. Hastig wischte er mit dem

Aermel darüber und sah das schöne Vollschiff mit gestrafften silberweißen Segeln. Ein einziger Kerl döste am Steuer. Sonst war tein Mensch und kein Geschütz an Deck. Es schien wirklich überflüssig, den fernen Zerstörer durch das Echo eines Kanonen­schusses zum Beidrehen aufzufordern.

Rarabiner holen!"

Ferner tagte eine gut besuchte Versammlung in Engelrod, in der verschiedene Gemeinden aus der Nordostecke des Kreises Schotten und die anschließenden Gemeinden des Kreises Lau­terbach vertreten waren. Hier trat man für die Linienführung Schotten Ulrichstein ein, will aber, wenn Alsfeld nicht zu umgehen sei, auch dieser Linienführung seine Zustimmung nicht oersagen. In Ober- Ohmen fand ebenfalls eine Versammlung statt, die aus dem Ohmtal gut besucht war.

Er tauchte auf und stieg die Leitersprossen zur Brücke hin­an. Drießner kam nach. Neugier lockte auch Ruelow. Nr. 1 und Kern folgten mit schußbereiten Karabinern. Eng beieinander standen oben fünf Männer im kalten Wehen und lasen Fanny Ward" aus Liverpool in weißen Buchstaben am schwarzen Rumpf des Dreimasters. Drewizz sah Nr. 1 in die Augen: Visier 400. Schießen Sie durch die Tafellage!"

Lich. Für Lich ist. der Neubau eines Postamtes geplant, er wird auf etwa 100 000 RM. veranschlagt. Als Plaz ist vom Gemeinderat ein Areal von 1000 Quadratmetern in der Nähe des Bahnhofes zur Verfügung gestellt worden. Mit der Reichs­postverwaltung ist der Abschluß eines Darlehens- und Miet­vertrages beschlossen worden. Auch der Neubau eines Schul­hauses ist beabsichtigt.

,, Peng!" hallte der trockene Knall. Der Wind warf leichten Mündungsrauch in des Kommandanten Gesicht. Er schloß die Augen, aber schnupperte. Es war schöner, in freier Gottesluft Pulver zu riechen, als den Gegner unter Wasser zu beschleichen. Der dösende Engländer am Steuer erwachte, warf die Arme hoch und schrie wohl, denn zwanzig Männer rannten an Deck. Fast schien man sehen zu können, wie ihre Augen sich beim Blick auf die Pest der Nordsee" weiteten.

Hier, Herr Kaptnleutnant!" Der Steuermann trat mit der großen Schnauze von der Turmleiter auf die Brücke. Drewitz hielt das Sprachrohr an den Mund: Stop Noch schien der Engländer zu zögern. Wieder rannten seine Zwanzig durch= einander. Endlich hob der Skipper drüber den Messingtrichter:

Herborn. Eine hier von der Reichszentrale für Heimatdienst, Landesabteilung Hessen, veranstaltete staatsbürgerliche Bil­dungstagung war von einigen hundert Personen besucht. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drei Vorträge. Stu­dienrat Dr. F. Koenig aus Gießen sprach über das Thema: Der Kampf um den deutschen Volksboden". Dr. Kleinstück, wirtschaftlicher Referent der städtischen Werke aus Frankfurt a. m. verbreitete sich über Gegenwartsfragen der Rationalisie­rung in Wirtschaft und Verwaltung. Oberstudiendirektor Dr. R. Dehlert- Frankfurt behandelte das Thema: Wege zur Volks­gemeinschaft". Den Vorträgen schloß sich eine rege Aussprache

Drewitz rief die Geschützbedienung an die beiden Kanonen ,, Aye, aye, Sir!" und hörbar schallten seine Befehle über Deck. über Bug und Heck. Nr. 1 und Kern hielten schußfertige Kara­biner, während U- 444 längsseits des Seglers ging. Der Skip­per an der Bordwand stühte beim Vorbeugen zum Palaver die Hände auf die Knie. Viele Fragen hatte er nicht zu beantwor­ten, bis Drewitz entschied: Ich schicke Ihnen eine Prisenbe­satzung."

Dann erklärte er das Gehörte den Leuten: Kerl hat genug Mehl geladen, um die Armee in Flandern für' ne Woche mit Brot zu versorgen. Nr. 1, Sie führen drei Mann an Bord und bringen ihn nach Zeebrügge. Wenn der Nordwind nicht ab flaut, machen Sie gut neun Meilen. Ich folge und nehme Sie bei unseren Vorpostenschiffen wieder auf."

an.

Frankfurt. Der ledige Kaufmann Heinrich Koch, 24 Jahre alt, welcher bei einer hiesigen Firma etwa 20 000 RM. unter­schlagen hat, wurde von der Kriminalpolizei hier festgenommen. Er hat das Geld in leichtsinniger Weise durchgebracht, besuchte das Oktoberfest in München und war nur im Besitz eines klei­nen Geldbetrages.

Nr. 1 riß das Kinn an den Hals. Röte der Freude bräunte seine Gesichtshaut sogar unter dem dreitägigen Stoppelbart. Wie immer in Erregung schisße Augen und blintte mit den Lidern. Der schiefe Mund lachte mit nach rechts offenem Winkel über den Auftrag, der nach den Herzen des früheren Fahrenden und einzigen Berufsseemannes von U- 444 war: Zu befehlen, Herrr Kaptnleutnant, ohne Spec komm ich nich

wieder!"

Sprendlingen b. Darmstadt. Die Bürgermeisterwahl endete unter starker Wahlbeteiligung mit einem Vorsprung des sozi­aldemokratischen Beigeordneten Stimpert, der nunmehr ge­wählt ist. Der bisherige Bürgermeister Dreieicher erhielt 1544 Stimmen, der gewählte Bürgermeister Stim pert 2437 und der Kandidat der freiheitlichen Bürger, Gemeinde rechner Orth, 420 Stimmen.

Und werden schon einen guten Happen finden," nickte Drewig. Sein erster Maat fand beim Entern fremder Fahr­zeuge Gesuchtes mit geschlossenen Augen, vor denen sich unter Schiffsplanken nichts verstecken ließ. Seine Nase troch, was der Blick nicht sah. Jetzt sprang er schmunzelnd über die Leiter in den Turm, und wie Jauchzen tlang seine Stimme beim Ru­fen nach drei Matrosen. Zum Eilen hatte er nicht zu mahnen. In Delrock und Südwester, mit umgehängten Karabinern flom­

Rüsselsheim. Zur Schaffung eines Barfonds zwecks Errich­tung eines Handwerkerhauses und eines Heimatmuseums soll eine Lotterie veranstaltet werden. Die Opelwerke stifteten als 1. Hauptgewinn ein 4 PS.- Personenauto.

Bitburg. Der 21 Jahre alte Sohn des Landwirts Sch., der bei einer Theateraufführung der Freiwilligen Feuerwehr mit­wirkte, wurde 2 Stunden nach beendigter Feier in der Nähe des elterlichen Hauses tot aufgefunden, und zwar war ihm der Schädel zerschmettert; die Schußwaffe lag in nächster Nähe bel ihm. Der Sachverhalt ist noch völlig unaufgeklärt.

Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.

men sie schnell in das an Backbord schaukelnde Boot des Eng­länders.

Los!" rief Nr. 1. Acht Britenfäuste ruderten vier Deutsche zum Vollschiff. Breitspurig enterte dort der Maat und rief mit der Würde eines Admirals Befehle in einem Platt, das Nord­seefahrer auch vom jenseitigen Ufer des Kanals zu verstehen schienen. Liefen und kletterten sie doch, wie vom Gottseibeiuns gejagt, bis der Dreimaster wieder mit vollen runden Segeln vor dem Winde aus Norden lag.

Mittwoch, den 18. Ja

Fr

Obwohl auch an diesem niffe nicht die besten waren den starten Regenfällen d wünschen übrig ließen, wur des Reiches das Fußballpro ausfälle gab es nur wenig liche Meisterschaftsspiele vo We Tagesordnung. So war es Hier wurde der Endlampf falen fortgesetzt, im Rhein

Drewiz folgte auf weite Entfernung über Wasser. Der Steuermann hatte Wache und glaubte nachmittags schon die flandrische Küste zu sehen, als vorn eine Rauchfahne über der Kimmung wuchs. Bald schien unter ihr ein winziges Streich­holz zu stehen. Ein Torpedoboot hielt also auf den Segler zu. Doch der Dreimaster blieb auf Kurs. Also hatte Nr. 1 wohl ein deutsches Boot erkannt, und richtiger setzte die Flagge, gerade als der Steuermann mit dem Glas vor den Augen ent­schied: Unser!" Drewitz befahl: Aeußerste Fahrt!", und kam dem Dreimaster auf 1800 Meter nahe, als das Torpedoboot schon längsseits der Prise lag. Nur Minuten verstrichen, bis es mit dem Vollschiff in Fahrt zur Küste war. Die Sonne sant schon, und im schnell fallenden Dämmern schaukelte voraus ein kleines Boot auf den Wellen. ,, Nr. 1" mit drei Matrosen und Spec" fam wieder. Im ersten Dunkel trat er vor Drewitz. Die Lider blinkten, der schiefe Mund lachte, die Absätze klappten aneinander: Prise an S240 abgegeben. Kommandant läßt schön danken und wünscht glückliche Reise."

genommen. Die Westfalen entschieden worden. VfB. 2 meister im ersten Spiel 4: 3 Rheiner Borussen mit 2: 3 drittes Endspiel notwendig g auf einem neutralen Platz Rheinbezirk sind an den Er Köln, Spvg. Köln- Sülz 07 Neuendorf beteiligt. Der sation, denn ClfR. Köln u mit 2: 3 Treffern.

Die drei Matrosen reichten Pakete an Deck. Drewiz ließ die Nase von U- 444 nach Westen drehen und ging in seine Kammer. Auf dem Schreibtisch lagen vom Fun­fenmaat aufgenommene Tagesberichte der Heeresleitungen von Deutschland, Frankreich und England. Durch das Luk zog der Geruch von Kaffee, den die Leute zum Wurstbrot bei der Abendmahlzeit tranten. Daß es sechs Ühr war, bestätigte auch Rufen und Trampeln beim Wechseln von Wache und Posten. Die Offiziere aßen erst um sieben. Also setzte er sich auf den Feldstuhl an den Schreibtisch, schilderte im Kriegstagebuch das Aufbringen der Fanny Ward" und schickte nach dem Steuer­mann. Mit ihm stellte er den Schiffsort fest, setzte den Kurs für die Nacht ab und zeichnete die Linie der bisherigen Fahrt in die Wegkarte. Dann baten Ruelow und Krause zu Tisch. Er nahm den von Elisabeth eingepackten Schinken und die Heeres­berichte mit. Beim Vorlesen dachte er des jungen Vetters, der auch in Flandern kämpfte. Gesehen hatte er Werner selten, und gemein war ihnen ja nur der Urgroßvater. Doch fühlten alle Drewitz sich den Trägern ihres Namens verwandt. Nach dem Bericht stand Werner in heißer Schlacht. Darum war der Ge­danke, ihm Elisabeth zu nehmen, heute unbehaglicher denn je. Er lauschte dem Gespräch seiner Offiziere wenig, ging bald mit dem Rest seiner Flasche in die Kammer und warf sich auf die Koje. Neben sich das gefüllte Glas, trant er beim Blättern in Zeitschriften gelegentlich einen Schluck. Als die Uhr auf elf zeigte, stieg er nochmals auf die Brücke, rauchte bei Ruelom eine Zigarre und sagte beim Wegwerfen des Stummels: Mel­den Sie mir, wenn die Batterie aufgeladen ist. Gute Wache!" Fortsetzung folgt.

Im Bezirk Hessen- Han dungsspiel zwischen den Gru SC. 03 Kassel Kurhessen den heffen brauchen im zweiten erzielen, um Bezirksmeister nehmer an der Runde der Auch in den Gruppen­scheidungen.

Im Ruhrt diesmal seinen alten Riva Meisterschaft der Gruppe 1 brachte die Meisterschaft d über Baer- Erle 08 endgültig Bezirk trugen die beiden T dorf 99 und Fortuna Düsse die 99er mit 3: 2 Treffern in fonnte Schwarz- Weiß Barme feld 2: 0 schlagen und dami

Die Endspiele

Die Spiele des verga Ueberraschungen in Bezug Dagegen wurden teilweise träumt hätte. Man braud München gegen Saarbrüder gegen den Karlsruher FV., berg gegen München 1860 Rund bescherten die Bayern Mün resultat von 10: 2 gegen de imponiert Doppelt, wenn m den Kampf 65 Minuten 18.000 Zuschauer wohnten Saarvertreter bei. Mün beste Chancen auf einen räumen. Eintracht Frant

mit 4: 1 über den Karlsr hoch erscheint. Die Stutt Glück. Sie erfochten ein gegen den debutierenden G Di

gab in der Gruppe Südwes berg Gelegenheit, gegen M 7: 0( 5: 0) herauszuholen. Fürth und VfB. Stuttga Union Bödingen mit 2: 2.

der Abteilung des 1. FC. 9 Nordwest brachte dem FSV Sieg über den FSV. 05 M Saar 05 Saarbrüden mit holte sich die Borussia Neu wigshafen 03 mit 1: 2. Un Neu- Jenburg und Rot- W Run

Bayern München Wormatia Worms

Eintracht Frankfurt Stuttgarter Riders

SpVgg. Fürth Karlsruher FV.

SV. Waldhof FV. Saarbrüden

Sport 60- Hanau

Ge

Biftoria 94- Hanau Teutonia- München

Ein Bombenjieg

1. FE. Nürnber Nürnberg, 15. Januar hatte wohl mit einem nach Des deutschen Meisters gere Den aber durch die geradezu

über den Haufen geworfen. das an ihre allerbesten T

Doppelt, wenn man anfügt, spielte und dennoch gegen machtlos blieb. Kalb hat Lage und fütterte seinen Vorlagen, während er gle band. Schon bis zur Bauj

denen eines durch Kalb, bi