Einzelbild herunterladen

Nr. 64.

Mittwoch, den 15. Aug. 1928

bahn) darstellten, sicher aber nicht von Anfang an da waren, sondern erst im Laufe der Zeit, als man die Anlage der Strecke verbesserte, in die Erde eingelassen wurden. Da die Rennstrecke 600( olympische) Fuß betrug dieses Maß galt seit 776 v. Chr. unter dem Namen Stadion" als Einheitsmaß- fallen auf den Fuß etwa 32,05 Zentimeter. Die Breite der Steinschwellen beträgt 48 Zentimeter(= anderthalb Fuß), ihre Länge 25,60 Meter(= 80 Fuß). Auffallend ist, daß sich in ihrer Mitte durch die ganze Länge hindurch zwei nebeneinander laufende etwa dreieckige, nach vorn zu aber abflachende Rillen hinziehen und zwischen diesen Rillen in Abständen von 1,28 Metern(= 4 Fuß) Löcher befinden. Man hat dies mit Recht so gedeutet, daß die Rillen( wie heute die Startlöcher) den Läufern einen festen Halt beim Starten bieten sollten, und daß die Löcher zur Auf­nahme von Holzpfosten dienten, durch welche die Bahnen insgesamt 20 für die Läufer festgelegt wurden. Das mit­telste Loch in der westlichen Schwelle ist größer als die andern, woraus man schließt, daß hier ein dickerer und größerer Holz­pfosten eingesetzt wurde, der als Wendezielsäule beim Doppel­lauf und Dauerlauf galt. Diese Ansicht ist aber anfechtbar, weil bei einem Feld von 20 oder auch weniger Läufern sicher jeder seine Bahn einhalten mußte und nicht alle nach der Mitte zu sich zusammendrängen durften und konnten; das Wenden ge= schah also jedenfalls innerhalb der einzelnen Abschnitte auf der Steinschwelle. Der Zweck des größeren Loches ist demnach nicht ganz klar; vielleicht wurde hier ein besonderer Pfosten einge­setzt, wenn die letzte ,, Runde" des Dauerlaufes( bei der andern Schwelle) begonnen hatte; dann wurde wahrscheinlich derjenige Sieger, der den Pfosten zuerst anschlug. Der einfache Lauf, der, wie schon gesagt, einmal über die vorgeschriebene Strecke führte, hieß zuerst ,, Dromos", nachher, als die Bahn genau und dau­ernd festlag ,,, Stadiodromos" oder kurz ,, Stadion"; er beherrschte allein das Feld bis 724 v. Chr.( 14. Olympiade), obwohl schon im Jahre 776 die Abhaltung des Wettkampfes( und Festes) in jedes fünftes Jahr angesetzt, hiernach die Zeitrechnung der Olympiaden eingeführt und die Eintragung der Sieger in eine besondere Liste angeordnet und begonnen worden war. Erst 724 kam der Doppellauf oder Diaulos" hinzu, bei dem die Bahn zweimal durchmessen werden mußte( hin und zurück 384,54 Meter). Die nächste( 15.) Olympiade( 720) brachte den Dauerlauf oder Dolichos"; seine Länge war verschieden, als größte werden 24 Stadien= 4614,50 Meter angegeben; die fürzeste hieß zeitweilig Roßlauf oder Ephhippos", weil dabei 4 Stadien(= 769 Meter) gelaufen werden mußten, was unge= fähr dem Wettreiten über die einmalige Bahn im Hippodromos gleichkam. Bei diesen drei Arten des Laufes blieb es bis 708, also 3 Olympiaden lang.

., Gießener Zeitung"

Stadiodromos, dem Sprung( Salma"), dem Ringkampf, dem Scheibenwurf( ,, Diskobolia") u. Speerwurf bestand. Beim Ring­kampf galt der ,, freie Stil". Der Sprung war auf den Weitsprung beschränkt, da noch keine Sprunggeſtelle bekannt waren; dagegen bediente man sich, um einen größeren Schwung zu erzielen, der Halteres oder Sprunggewichte, die den heutigen Hanteln glichen und auch wie diese gehandhabt wurden. Sehr beliebt ( oder vielleicht allein zugelassen) muß der Dreisprung gewesen sein, denn wenn berichtet wird, daß ein gewisser Chionis in der 29. Olympiade( 664 v. Chr.) 52 Fuß, das sind 16,64 Meter sprang und damit einen Rekord aufstellte, der erst einige Olympiaden später von einem gewissen Phyallos durch einen Sprung über 55 Fuß( oder 17,60 Meter) überboten wurde, so kann es sich dabei nicht um den einfachen Weitsprung handeln. Der Diskus bestand aus rohgearbeitetem Eisen oder aus Stein, später aus Bronze und hatte einen Durchmesser von 20 bis 30 Zentimetern bei einem gewöhnlichen Gewicht von 2 bis 2% Kilogramm; der Fund im Alpheiosfluß( bei Olympia) von 20 Zentimetern Durchmessern und 4 Kilo Gewicht beweist, daß die Schwere unterschiedlich war. Die Hellenen drehten sich beim Werfen nicht um ihre eigene Achse( wie heute), sondern be­nutzten nur den Schwung des Armes( wie die bekannte ,, Disko­bolos"-Statue zeigt) u. schleuderten die Scheibe auch nicht flach ( horizontal), sondern mit der Schmalseite( vertikal), sodaß keine solche Wurfweiten wie heute erzielt wurden; als besondere Leistung wurde ein Wurf von 95 Fuß, das sind 30,40 Meter, er­wähnt. Die Länge des Speers betrug 2 bis Meter; in der Mitte des Schaftes war eine lederne Schlinge befestigt, in wel­che ein oder zwei Finger eingriffen, um den Speer möglichst weit zu schleudern. Ein Broncediskus im Berliner Museum zeigt auf der einen Seite einen zum Sprung ansehenden Wett­kämpfer( mit Haltern) und auf der anderen Seite einen Speer­werfer. Der Fünfkampf wurde wahrscheinlich in dieser Reihen­folge durchgeführt: 1. Sprung( wer eine bestimmte Weite er­reichte, durfte an Nr. 2 teilnehmen), 2. Speerwurf( wobei 4 Sieger für Nr. 3 ausschieden), 3. Lauf( die drei Besten für Nr. 4 qualifiziert), 4. Diskuswurf( daraus 2 Sieger), 5. Ring­kampf( der den Schlußsieger erbrachte). Nach einer andern Ver­sion brauchte ein Wettkämpfer nur in drei von ihm gewählten Teilkämpfen zu ſiegen, um als Sieger im ganzen Fünfkampf zu gelten.

Zwanzig Jahre oder 5 Olympiaden vergingen, ehe man neue Erweiterungen des Agons vornahm: im Jahre 688(= 23. Olym piade) kam der Faustkampf( Pygmä) hinzu. In der griechischen Litteratur wird er allgemein als die schwerste Wettkampfart hingestellt, weil bei ihm die Hände mit Lederriemen umwidelt wurden, die durch Knoten, Nägel oder Eisenplättchen verſtärkt waren; Siegerstatuen lassen deutlich die schweren Gesichtsver­legungen( namentlich an den Ohren) erkennen, die durch die ( Schluß folgt.)

In diesem Jahre( 18. Olympiade) wurde der Agon ganz be= deutend erweitert, zunächst durch den Ringkampf( Palä") und weiterhin durch den Fünfkampf( Pentathlon), der aus dem Bandagen hervorgerufen wurden.

Schutz- Marke

M

B

Neue Bücher.

von

Thilo

und

,, Deutsches Spielhandbuch", herausgegeben Scheller, Lehrer an der Preuß. Hochschule f. Leibesübungen. 1. Teil ,, Bunte Spiele", lustige Neck-, Geschicklichkeits­volkstümliche( alpenländische) Kraftspiele, bearbeitet und her­ausgegeben von Dr. Georg Wolfbauer- Graz. Verlag Ludwig Vogenreiter, Potsdam. Der Turn- und Sportlehrer Thilo Scheller geht soeben daran, ein Deutsches Spielhand­buch" zu schaffen, das aus mehreren Teilbänden bestehen soll und in dem die gesamten Spiele des deutschen Spielguts gesammelt werden sollen. Der 1. Band ist bereits unter dem Titel ,, Bunte Spiele( siehe oben!) erschienen. Bearbeitet wurde dieser Teil von dem Grazer Dr. Georg Wolfbauer und Dr. Fritz Wur­ditsch. Das Buch umfaßt 130 Seiten mit 224 verschiedenen Spielbeschreibungen, deren Heimat in allen deutschen Gauen zu finden ist. Das Werk iſt faſt mit 200 schönen Bildern ausge­stattet und kostet steif kart. nur M. 2. Die Absicht der Heraus­gabe einer umfassenden Sammlung des gesamten Schatzes deut­schen Spielguts ist zu begrüßen. Die Erklärung der Spiele ist leicht verständlich, die beigegebenen Bilder unterstützen das Verständnis der Spiele wesentlich. Das Spielhandbuch wird für alle deutschen Jugendgruppen, für Schulen, Turn- und Sportvereine ein wertvoller Behelf sein, dessen Auswertung manche Stunde mit frohem Lachen und manche Wanderung, ob bei Sonnenschein oder Regenwetter und bei unfreiwilliger Rast, mit gutem deutschen Humor ausfüllen wird.

Der Maler Rubens hat bekanntlich einen Früchtekranz" gemalt, der in der Alten Pinakothek in München hängt; präch­tige Büblein tragen diesen Kranz, aus ihren Augen lacht die Lebensfreude, und die Früchte winken appetitlich aus dem grü­nen Gewinde. Man möchte das Bild am liebsten in alle Stu-­ben hängen, in denen die Sorge oder der Kummer daheim iſt. Aber einen Früchtekranz anderer Art kann man in die ein= fachste Behausung bringen, und dieser Früchtekranz lacht genau so fröhlich in die Welt hinein. Es ist ein alter Bekannter: Der Hintende Bote" aus Lahr. Trotz seines Stelzfußes geht er immer noch jugendlich straff und wacker daher. Und sein ,, Früchtekranz sind die vielen fröhlichen und ernsten Geschichten, die er erzählt. Der Hinkende" möchte nicht bloß unterhalten, sondern auch belehren. Der Lahrer Hinkende Bote" iſt im Verlag von Moriz Schauenburg in Lahr( Baden) erschienen. Der Preis des Jahrganges 1929 beträgt 60 Pfg. Die unter dem Titel Großer Volkskalender des Lahrer Hinkenden Boten" er­schienene erweiterte Ausgabe kostet gebunden Rmt. 1,40.

Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen.

Trinkt das gute Mainzer Aktien- Bier!

Telephon Nr. 83

EMIL SCHMALL, BIERGROSSHANDLUNG, GIESSEN

Hermes

Hermes

Bruch­heilung

wurde durch unsere Behandlungsart sogar in schwersten Fäl­len in erstaunlichem Maße erzielt und uns in Hunderten von

Attesten bestätigt.

Referenzen und Prospekte auf Wunsch tostentos. Rückporto erwünscht.

Zur Behandlung kommen Leisten-, Schenkel-, Nabel-, Nar­ben, Bauch- und Wasserbrüche.

Sprechstunde unseres approbierten Vertrauensarztes in: Gießen: Freitag, 17. Aug., nachmittags 4-7 Uhr und Sonn­abend, 18. Aug., vorm. 8-12 Uhr, Bahnhofs- Hotel Lenz. Hermes" Aerztliches Institut für orthopädische Bruchbehandlung, G. m. b. S., Hamburg, Esplanade 6, ( Leitender Arzt: Dr. H. L. Meyer.) Aeltestes und größtes ärztliches Institut dieser Art.

Möbel

Schlafzimmer

Wohnzimmer

Herrenzimmer auf

Küchen

bequeme

Teilzahlung

Gemeinnützige Möbel­versorgung für das

Hausrat

ausrat Rhein-, Main-, Lahngebiet

G.

m.

H.

b. Gießen, Lindenplatzi

Die

schwarze Ananas- Erdbeere aus Vierlanden, die so grosses Aufse­hen erregende Massenträgerin. Kleine Quar­tiere geben bis tausend Pfund, in Vierlanden gibt der Morgen bis 10 Tausend Pfund Erd­beeren. Ueber und über hängen die Zweige

Rechnungs- Vordrucke Verlobungsanzeigen Vermählungskarten

Einladungskarten

Geburtsanzeigen

Besuchsanzeigen

Mitgliederlisten

Mitgliedskarten

Briefumschläge

Mitteilungen

Arbeitszettel

Programme

Postkarten Briefbogen Plakate USW.

voll von den grossen schwarzen Klumpen, liefert schnell u. billig den süssen festfleischigen Früchten. Zäh und

fest, ist sie die haltbarste Transport- Erdbeere AlbinKlein, Giefien

und die allerbeste zum Einmachen. Wird

nicht matschig. Die Vierländer sagen: ,, Wenn Südanlage Nr. 21 wir mit unseren Erdbeeren auf den Ham­burger Markt kommen, greift alles nur nach

den schwarzen." Die schwarze Ananas ist ein Barkredite

Findling. Niemand weiss, wer ihre Eltern

sind. Entstammt wahrscheinlich dem König an Beamte ab Gr. V. Albert. Herzlichst nahmen die Vierländer ohne vorherige Kosten. sich der Neugeborenen an, hegten und pfleg- Keine Versicherg. So­ten sie, und in Erstaunen steht man jetzt fortige Erledigung. vor diesem schwarzen Königskinde, das durch| Baumann& Co., Köln, seine ungeheuren Erträge bald den ganzen Antwerpenerstraße 3. Erdbeermarkt beherrschen wird. 20 Pflanzen

Stüze

M. 1.75, 40 Pflanzen M. 2.85, 100 Pflanzen Bess.20 jähr.Geschäfts­M. 4.50, 200 Pflanzen M. 7. Es ist nur eine tochter sucht Stelle als beschränkte Pflanzenmenge abgebbar. Die Aufträge werden der Reihe nach ausgeführt, soweit die Menge hergibt. Verbindlich bis 28. August. Ausserdem stehen noch einige Quartiere der berühmten Sorten ,, Roter Ele­fant" ,, Madame Moutout"" Sieger" Königin

Luise" zum Verkauf. Tafel- Erdbeeren ersten Ranges, zum Preise von M. 2. für 100 Pflanzen, 1000 Pflanzen M. 18.= Narzissen­zwiebeln 4 Pfd., Schneeglöckchenzwiebeln

Dame bezw. Ehepaar am liebsten bei ältr. schluß. Offerte unter bei voll. Familienan­F. W. 1964 a. d. Exped. dieses Blattes.

4 Pid, Iriszwiebeln 4 Pfd., Crocuszwiebeln., Abitur

4 Pfd., Tulpenzwiebeln 4 Pfd., 100 Stück jedes­mal M. 3.85, alles in Prachtfarben. Hyazinthen­zwiebeln 18 Pf. 100 Stück M. 15. Verbindlich bis 28. August. Blumengärtnereien Peterseim­Erfurt.

Anleitung durch Dr. Woitik, Berlin W. 50 Geisbergstraße 24.

Bezug

Redaktionsi endung ni

41.00

Es ist

Sinden

laubs gerei

Der Ob

tigt zur 3e Die V

abfommens

dijchen Reg werde.

Infolge Franzöfifch

Litauer

Die ä den Krieg

Die T Ausdehnun

Der Me

Nachd frage von Außenmin Ob Staat Minister

Franz

Luda anwaltsch

heimpoliz

hajtet w

Die

industri

Telephon Nr. 83

Der Lab

Technike

nacheina

genomm

hafteten

weismat

wandfre

französi

Wertipi

wurden.

Hauptsa

Farben,

ziehunge

reichten

ichen am

Fahren Sie ein

PRESTO

Rad, es ist beste Qualität

zu billigstem Preis!

Unübertroffen leicht. Lauf, schnit­tiger Bau, elegante Ausstattung ( auch in geschmackvoller bunter Emaillierung) und gediegenste Ausführung Günstige Zahlungsbedingungen!

Verkauf durch:

Jakob Schupp, Gießen, Seltersweg 83

Zur Hochzeit,

allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heimverlag, Radolfzell a. Bodensee.

ہے کہ

-

Der Hausfrau Stärkste Waffe,

wenn es gilt, schnell und müh­los den von Bakterien wimmeln­den Staub u. Schmutz auf Böden und Treppen zu entfernen, heißt:

,, LOBALIN" reinigt mühlos alle Böden ohne Späne, ohne Seife u. tötet dabei die Krank­heitskeime.

Zum Wachsen nimmt sie dann f. Parkett u. Linoleum LOBA- WACHS", glänzt sonnenhell und stahlhart, ist sparsam beim Auftragen,

und für einfache Bretterböden:

,, LOBA- BEIZE", gelb, rot oder rotbraun, das ,, wasserechte" Farbbohnerwachs, es färbt und glänzt alle Bretterböden wie schönstes Parkett.

Also:

Jmmer Loba für den Boden!.

tige und

die für

und gee

unabhän

Industri

lang, di

der nich

geheimn

Dur wigshafe

frei festg

ganz Deu

Berlin Dergangen

in der

des Rotiro

feritiche de

ner Kreist

Der S

Salle,

effant, was

hin alles

munisten, Heringen

iprache, in

bejhimpite

piahl. A

fich eine G

wurde.

häuser Ka

Ruhejtöre

Landfried

Schimpfun