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Di

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Mittwoch, den 11. Januar 1928.

Lokales.

Vom Hannes Schlau und Willi Fir.

Aber, nu sag Du mal, wovon soll mann denn jetzt überhaupt noch reden... als von Trubel, Rummel und Festen!?

Du hast ganz recht, es ist ganz schlimm, und das ist in ganz Deutschland so. Was nutzt das, wenn wir uns dagegen sträuben, dann gehen'se eben ohne uns zum Vergnügen. Aber weißt Du, worüber ich mich gefreut habe? Ueber die Einmütigkeit, mit der Gießens Bevölkerung den Bluff Die bunte Stadt" dort oben in der Volfshalle abgelehnt hat.

Ja, Hannes, da erzähl' mir man ein bißchen mehr davon. Ich weiß eigentlich gar nicht so recht, was los ist.

Haha, das nimmt nicht Wunder, das war eben der Trick des Frankfurter Unternehmers, nur tropfenweise rückte er mit seinem Vorhaben heraus, wollte Spannung erzeugen, Neugierde schaf= fen und dann mit Gießens Geld und seiner ,, bunten Stadt" weiterfahren... Er wird ja jetzt wohl ohne Geld fahren, wenigstens ohne Gießens Geld... Ich hab's ja gleich gewußt, daß da nicht viel hintersteckt, der Mann wollte sogar von mir, ich sollte für ihn Reklame machen... hab' dankend abgelehnt, mit desto reinerem Gewissen kann ich heute auf ihn schimpfen. Na, Hannes, was hat er Dir denn getan? Willi, komm, sei Du ruhig, Du bist pensionierter Beamter. Steh' Du wie ich im Geschäftsleben, dann wirst Du merken, welchen Abbruch ein von Erfolg gewesener Trubel auswär­tiger Unternehmer dem Gießener Geschäftsmann tut. Geld ist knapp. Jeder Groschen, der dort hinaufgetragen wor= den wäre, hätte als Außenstand in unseren Büchern gestanden. Ja, aber Hannes, dann brauchst Du doch jetzt erst recht nicht zu schimpfen.

Das

So, meinst Du? Wenn es mich auch beruhigt, daß das verhindert ist, so ist die Stadt Gießen doch ein wenig blamiert. In Marburg, in Butzbach, selbst in Darmstadt, also im ganzen Hessenland, war die Reklame der Bunten Stadt Gießens" hin­gelaufen. Welch' ein Wih, kommen am Montag Abend einige Automobile aus Marburg, mit langem Gesicht konnten sie ab­ziehen... es war nichts los... El Rahly, der deutschgeborene Indier, war ausgerissen, schläft jetzt schon in Frankfurt im Schuhmanntheater seinen langen Schlaf... Und über Gießen lacht man. Wer trägt nun die Schuld daran, daß hier Ge­prellte herumlaufen, daß man von Schildbürgerstreichen in Gießen spricht? Ja, Willi, nun will ich ganz offen und offi­ziell reden: Die Schuld daran hat der städtisch subventionierte Volkshallenverein, der anstatt die 900 RM. Miete und die jetzigen Schimpfereien einzustecken, vorher die Solidität eines derartigen Festes prüfen mußte. Ich meine, ein solcher Ver­ein hat es nicht nötig, seine Räume jedem Beliebigen zu ver­mieten. Bedenke außerdem die jetzige Geschäftslage und die Fülle der Vereinsfestlichkeiten... Solchem Rummel durfte dort oben schon von vornherein keine Aussicht geboten werden. Du hast Recht, Hannes, aber hinterher hilft das wenig. Ich bin schon zufrieden, wenn die, die es angeht, eine Lehre daraus ziehen. Uebrigens noch eins... schimpfe ja nicht gerne, aber was zuviel ist, ist zuviel.

Was hast Du denn nun schon wieder Hannes? Hör, Willi, eine Frage: Kann ein deutscher Musiker das Schlagzeug einer Tanzkapelle bedienen? Guck nicht so dumm! Also, er kann's, nicht wahr?

Ja, man sollt's glauben.

Irrtum, lieber Freund, die Neger können das besser. Hier in Gießen wirst Du es in der Fastnachtszeit feststellen dür­fen. Während in Deutschland noch so viele gute Musiker stem­peln gehen können, kann Jim Malabar oder Bob seinem Neger­frauchen an den Aequator schreiben: Schick' alle Freunde naa)

Grüner Rasen Blaue Wellen.

Roman von Otto von Gottberg. 20. Fortsetzung.

,, Gießener Zeitung"

Gießen... nach Deutschland... Masse Geld... oh, fein.. Masse Geld zu verdienen. Bob tann Frauchen kaufen' ne schöne Kette von Perlen

Haha, Hannes, Du bist zu komisch, aber rordammt, Du hast auch damit wieder Recht.

Wenn Du's nur einsiehst, alter Freund. Hoffentlich bist Du nicht der Einzige, der das tut. Ich käme mir ansonsten ganz verlassen vor.

Komm, Hannes, gehen wir noch' nen Schoppen trinken.

*

Vermißt wird seit dem 6. Januar 1928 der am 12. August 1898 zu Frankfurt a. M. geborene Bäcker Friedrich Kohl, wohnhaft in Gießen, Neuenweg Nr. 28. Er hat seine Wohnung verlassen, um sich nach Heuchelheim zu begeben, um dort eine Schneiderrechnung zu bezahlen, ist jedoch dort nicht eingetroffen. Ueber seinen Verbleib ist inzwischen noch nichts bekannt geworden. Kohl ist etwa 1,70 Meter groß, von schma­ler Statur, hat dunkles Haar, englisch gestutzten Schnurrbart, trug gestreifte Hose, schwarzen Rock und Weste, grauen Hut und schwarzen Mantel, schwarze Schuhe und weiße Unterwäsche. Derselbe führt eine schwarzlederne Brieftasche( Briefmappe) mit 20 RM. und Papiere auf seinen Namen lautend bei sich. Sachdienliche Mitteilung über den Verbleib des Kohl nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen.

Sie stemmten die Siangen gegen die Mau'r und warfen sich mit den Schultern gegen die beren Enden Das Scher en ihrer Kameraden am Ufer verstummte. Die drüben warfen die Haltetaue von U- 444 auf Deck. Der Steuermann überwachte das Verstauen. Es ging wohl nicht schnell genug, denn Drewitz hörte ihn wie im Unheilsahnen wettern: hr fangt mal wieder jut an. Die Fuhre wird schon schief jehn!"

Das Boot schwang vom Ufer und glitt in den Kanal. Zwei­mal trillerte der Kommandant furz: Manöver beendet!" Die Leute an Deck waren frei, doch alle blieben oben. Auf der leicht schwankenden schwachen Stahlplatte unter ihren Füßen standen

* Das Verzeichnis über die im Monat Dezember 1927 ge­fundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann beim Polizei­amt( Fundbüro) eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Mona ten geltend zu machen.

* Straßensperre. Wegen Vornahme von Gleisbauarbeiten wird der Weg an der Margaretenhütte zwischen Reiffeisenlager und Wirtschaft Sänger vom 10. Januar bis auf weiteres gesperrt.

Nr. Mittwoch, den 11. Ja

Aus Rah und Fern.

Aus Oberhessen. Die Maul- und Klauenseuche hat weite um sich gegriffen und herrscht jetzt in den Orten Dorheim Nieder- Eschbach, Harheim, Vilbel und Ossenheim in der We terau. Dieser Tage wurde sie auch in dem Dorfe Arnshai bei Alsfeld festgestellt. Die Seuche hat bereits an den Vich beständen erheblichen Schaden angerichtet.

VfB. Gießen

Schade, daß sich der

ரு

mögen, auf der anderen G

Bad Nauheim. Zur Förderung des Bad Nauheimer Frem Zustand befand, daß die zu denverkehrs hat die hiesige Verkehrskommission verschiedene Ne schaften sich nicht beide aus erungen für die kommende Saison besprochen. So trägt man si furts furzes Trippelspiel beschäftigt sich ferner mit der Frage eine künstlichen Eisbahr erreichten, sondern vorher ren Kurorten, sollen übrigens hier an einigen Zufahrtsstraße eine große Lüde auf, jond

mit der Absicht, Sonderzüge nach Bad Nauheim zu leiten. Ma Auch die Festplatfrage wurde wieder aufgerollt. Wie in ande Schilder für Auto- und Motorradfahrer angebracht werden, di an den Charakter Bad Nauheims als Heilbad erinnern. Schotten. Vor über zwei Jahren wurde die Staffelsch Papierfabrik in Unterschmitten unter dem Druck der damalige Wirtschaftsnot stillgelegt. Wie von zuverlässiger Seite nunmeh mitgeteilt wird, soll der Betrieb des großen Unternehmens, da

Ebenso wies auch die, Auff

dejtens 8 am verkehrten

ein klägliches Bild im A gung. Hinzu kommt, daß ausgezeichnetes Sprinterm Boden des Waldsportplates pen und massiven Angriffe fen Frankfurter dadurch au etwas zu hart. In der zw

zahlreichen Arbeitern lohnenden Verdienst bieten kann, im tom such war das Spielsystem

menden Frühjahr wieder eröffnet werden.

Lauterbach. Seit einigen Monaten werden in den verschie Beobachtung machen, daß d denen Orten unseres Kreises bis in das Schlitzer Land hinein ausgabt hatte und dem Te auch in räumlich weit auseinanderliegenden Gemeinden, leich Resultat von 9: 1 zum D tere Fälle von Typhuserkrankungen, sogen. Paratyphus, feſtge wurden ab und zu von der stellt, deren Ursache bisher noch nicht zu ermitteln war. In mann und dem Mittelstü die Verteidig Bisher ist der Verlauf der Krankheitsfälle gutartig geweſen. 3 Läufern des Gegners ſo ſta

Besorgnissen liegt bis heute kein Grund vor.

feinem befreienden Schlag

* 6% Heſſiſche Braunkohlen- Roggenanleihe. Bei Verwen- Weglar. Dieſer Lage wurden von der Stadtverwaltung de anichen fonts. Debeno me

dung der Anleihebedingungen für die 6% Hessische Braunkohlen­Roggenanleihe hat die Hessische Staatsschuldenverwaltung die am 1. Februar 1928 fälligen Zinsen, unter Zugrundelegung der Durchschnittspreise für eine Tonne gesiebte Förderkohle und einen Zentner Roggen in den Monaten Oktober 1926 bis einschl. März 1927, auf 0,47 RM. nach Abzug der Kapitalertragssteuer für eine Einheit festgesetzt. Da die Schuldverschreibungen der Anleihe auf ¼, ½, 1, 2 und 5 Einheiten lauten, so entfallen auf den jetzt fällig werdenden Zinsschein 5 Beträge von 0,12 RM., 0,24 RM., 0,47 RM., 0,94 RM. und 2,35 RM.

*

In der Stadt kursieren Gerüchte über Massenkündigungen am hiesigen Stadttheater. Diese entsprechen nicht den Tat­sachen. Eine ganze Reihe von Darstellern scheiden freiwillig aus, um sich z. T. zur Ruhe zu setzen, z. T. zu verändern. Kon­trakterneuerungen kommen aus anderen Gründen nur in zwei Fällen nicht in Frage.

Bildfunk....

Wie lange wird es noch dauern, bis in jedem Heim/ wie heute ein Radio- Empfänger/ auch der Bildfunk- Apparat fteht, der durch drahtlofe Bild- Übertragung erft die technische Vollendung des Rundfunks bringt? Uber alle Fortfchritte auf diefem Gebiet wie auch über viele andere intereffante Dinge erzählt( jedem verftändlich) die größte Funkzeitfchrift Der Deutsche Rundfunk, der überdies allwöchentlich fämtliche ausführ­lichen Programme aller in- und ausländifchen Sender bringt Einzelheft 50 Pf. Monatsbezug RM 2.- Man beſtellt am beften beim Poftamt oder bei einer Buchhandlung. Probeheft gern umfonft vom Verlag, Berlin N 24

chef und lief auf Gegenkurs näher. Das Bugwasser des Torpe­dobootes sprite an den Turm von U- 444, während ein Maat einen Postbeutel an Deck wars. Vom U- Boot flog ein Sad mit den letzten Unterschriften und Kartengrüßen zurück. Die Offi­ziere auf beiden Brücken standen ernst und steif mit den Händen an den Mützen. Drei Hurras rief die Mannschaft des Torp bootes, das bald farblos wie ein Schatten durch graues Sprühen flog. Hiedrings bunte Flaggen winften noch: ,, Glückliche Reise!" Winken Sie Gehorsamsten Dank! zurück!" sagte Drewitz und drehte sich zu Drießner. Auf die Ansteuerungstonne zuhalten!" Dort legte er sich auf Position hinter den Geleitbooten, die U- 444 durch die Minenfelder führen sollten, und ging von der Brücke durch Turm und Zentrale in seine Kammer.

hie meer firdis, qufredst, ſeif, ernſt und ſtill. Ihre großen runden

Augen suchten Kameraden an die im Sprühen schon fern, fast unwahr oder unwirklich erschienen. Auch sie starrten ohne sich zu rühren den Auslaufenden nach.

An der Schleuse warteten Neugierige und Bekannte oder Verwandte der Leute. Ein Heizer an Bug winkte ihnen von weitem mit blauem Taschentuch zu und forderte Musik. Seine Kameraden von der Bordkapelle liefen nach der kleinen Pauke, dem Waldhorn, einer Zieh- und einer Mundharmonika. An Deck im Kreise zusammentretend, spielten sie muß i denn", bis drüben sogar eine weinende Frau durch Tränen lachte. Die Männer hinter ihr zogen die Hüte, während U- 444 in die Schleuse lief.

Näher liesen die Zuschauer und riefen ihre Freunde an. Doch die Bordkapelle erstickte das Rufen mit den Klängen des Fridericus Rex. Die Frauen steckten Finger in die Ohren. Es gab Lachen hüben und drüben. Das Boot ging wieder an, und die Männer auf Deck sangen zu den Schlägen der Pauke: Nu adje, Karline, wisch ab dein Gesicht!"

Das Schiffchen glitt durch den engen Steinhals. Auf der äußersten Kante wartete der oft geschaute alte Schleusenmeister und hob feierlich langsam die Hand zur Müze über weißumbar­tem, ernstem Gesicht. Auch er hatte einst die blaue Jade getragen und verstand die Gefühle der Männer auf dem grauen Schiff­chen. Schmunzeln zuckte über seine Lippen, als er die Hand finken ließ und herzlich Alles Gute!" rief. Die Zuschauer schwenkten noch Hüte und Tücher. Die von U- 444 kehrten ihnen den Rücken. Keiner sprach. Laut schnatterten die Motoren.

Drewiz trat von der Brücke an Deck. Vor dem Turm bat Ruelow ihn an eine Zwiebackkiste, die Papiere zum Unterschrei ben trug. Ringsum fauerten Leute mit Postkarten und Blei­Stift.

Auf Borkum- Reede konnte Ruelow seinen Schriftladen schließen. Das Flottillenboot fam in Sicht. Hiedring forderte durch Flaggenwinken ,, Tauchübungen". Drewig kletterte auf die Brücke und ließ die rote Flagge setzen, um alle Ueberwasserfahr­zeuge zu mahnen, fern zu bleiben. Dann konnte sein Bott die Nase neigen und lief wagerecht unter Wasser. Die Gewichts­verteilung stimmte also. Er legte sich für Minuten auf Grund tauchte wieder auf. Uebung beendet!" winkte der Flottillen­

Wulkin war beim Aufräumen und ordnete gerade die Woll­decke ohne Leinenbezug in der Koje. Drewig ſtuzte vor dem kleinen Schreibtisch. Auf der kleinen Platte lag ein wohl mit

Pächtern der Hotels Herzogliches Haus und Gasthaus zum Don lut keine Schuld, ebenso w die beide der Stadt gehören, die Verträge zum 1. Juli dieſe ders der Innenſturm, nicht Jahres gekündigt. Beide Häuser sollen zwecks Modernisierung vorzunehmen, weil hierb einem durchgreifenden Um- und Ausbau in neuzeitlichſter Weis reihe verſagte. Zum Lob unterzogen werden. Zur Finanzierung ist die Gründung eine werden, daß sie bis zum

Aktien- Gesellschaft geplant.

Kassel. Am 27. und 28. Januar finden in Kassel zwei bedeu tungsvolle landwirtschaftliche Tagungen statt. Der Verband kur Hessischer Niederungsviehzüchter hält am 27. Januar seine ordent liche Mitgliederversammlung ab. Jm Mittelpunkt steht ein Licht bildervortrag von Prof. Dr. Kraemer- Gießen über Das geistig Leben der Tiere". Am 28. Januar treten die der Landwirtschafts kammer für den Bezirk Kassel angeschlossenen landwirtschaft lichen Vereine zu ihrer 8. Hauptversammlung zusammen. Nebe dieser Tagung läuft ein Lehrgang für praktische Landwirte.

tämpfte, ohne in das frühe fechterei zu verfallen. Di zwar nicht restlos befriedig Mannschaft, sowie in dem des Spiel, bei welchem es Kampfgeist niemals fehlte BfB. Gießen 3.

Steinbach 1.­Am vergangenen Sor

Darmstadt. Die Meldung über die Aufhebung der Darm schaft von 1900 im Stei städter Oberpostdirektion wird von eingeweihter Seite als Ge durch den heftigen Reger rede bezeichnet. Die Oberpostdirektion wird bleiben, vielleich Spielverlauf beitrug. G aber kommt eine andere Gliederung in Frage. geschwächte Mannschaft in Sprendlingen. Unter dem Schweinebestand eines hiesige spiel. Mit Halbzeit stand Beginn leicht überlegen Händlers ist die Schweinepest ausgebrochen. Die erforderlicher Schutzmaßnahmen sind angeordnet. war ein harter und aufop Steinbach in den letzten 1

Die Reichsbahngesellschaft hält ihre in den Ausbesserungs und Gießen nugte diese S werken ausgesprochenen Kündigungen aufrecht, und begründe den Tore zu schießen. B sie mit empfindlichem Arbeitsmangel. So kommen am nächste und Schleiter die besten Samstag im Ausbesserungswerk Nied 60 und in den Frantjur denheit beider Parteien ter Werkstätten in der Idsteiner- Straße 75 Arbeiter zur Ent ßen das Spiel. lassung. In Darmstadt werden 126 Mann entlassen, in Limburg

60.

Verantwortlich: Paul Thrikan Klein in Gießen.

Die Kreis Die 1900er haben der und es wird nicht leicht, Wetzlars Ligisten machen

nur Waschen der Hände war doch nicht zu denken. Das Wasser in den 3ementkästen des kleinen Bootes reichte wohl zum Kochen Frohnhäuser,, Dranier", m und Trinken, doch zum feuchten Abreiben des Gesichtes, zum werden, wollen sie nicht Seifen der Finger und Säubern der Zähne konnte auch der burger Vorortler erhalte Kommandant sich nur morgens ein Glas gönnen, und den Ley Aussichten haben, hier eh ten ließ er Waschwasser zu Kaisers Geburtstag, Ostern oder Weihnachten als Festgabe, sonst nach ungewöhnlich anstrengenden

Leiſtungen geben. Nur Handschuhe, Müze und des rock hatte SpCl. Rot- weiß er also in der Kammer abzulegen. Der den Dienst als Steward bei den Offizieren tuende Matrose meldete, der Tisch sei gedeat, und Drewitz trat in den Nebenraum.

anderen Bett. Den eigenen Platz fand er auf einem Feldstuhl

1: 1( Ca. 7000 Zuschauer

Drießner saß vor dem Klapptisch auf dem einen und Krause, lebten einen spannenden der junge Ingenieur mit vorzeitiger Glaze, gegenüber auf dem nicht im Handgalopp ge am schmalen Ende des Tischchens. Am linken Ellbogen vorbei weiß stellt eine überaus troch der Steward mit Frankfurtern und Milchreis auf der rechnete mit einem inapp dem der Matrose in der Enge keinen Weg fand. Des Oberleut einmal, daß man mit Kommandanten, den er unterhalten wollte: ,, Wissen, Herr Kapi Der Sportverein hatte in

hatte die Adresse geschrieben. Er riß auf, fand ihr Bild und langte Drießner zu und reichte die Schüssel dem Ingenieur, zufolg erringen fonnte. 2

freute sich der lieben Gabe. Aber wo sollte er sie unterbringen? Allenfalls an den Geheimschrank konnte er das Bild nageln, aber dann fehrte er ihm den Rüden, wenn er in der Koje lag. Er forderte von Wulkin einen Hammer und sagte: Das Kopf­tissen kommt ans Fußende". Gern hätte er sich gleich hingelegt und auf das Bild gestarrt, denn schon war die bleierne Lange­weile des U- Bootlebens zu spüren. Zu einem Besichtigungsgang durch das Schiff schien es zu früh. Die Leute kramten noch. Das Brummen ihrer Stimmen schlug mit einem süßlich- salzigen Ge­ruch von Rauchfleisch, Milch und Zimmt durch das Luk in die Kammer. Wahrscheinlich gab es Frankfurter Würstchen und Milchreis zum Mittag. Er lachte beim Annageln des Bildes: Ja, Elisabeth, später in Priedelsdorf können wir uns einen besseren Koch halten."

Ein Matrose reckte den Kopf durch das Luk in die Kammer und meldete ein deutsches U- Boot in Sicht. Drewig stülpte die Mütze auf und stieg durch Zentrale und Turm an den senkrech­ten Leitern zur Brücke hinauf. Das Schwesterschiff lief ihm ení­gegen. Der Wachoffizier hatte schon den Abstand von den Geleit­booten verringert, um Zeit für einen Palaver mit den Einlau­fenden zu gewinnen. Bald konnte Drewitz dem Kameraden an­winken: Wo tommen Sie her?"

,, Aus der Frischen See!"

Also brachte eine Unterhaltung gewiß Nutzen. ,, Drei Strich

nants lächelnde Augen suchten Krauses Platte und dann den

tänleutnant schon, warum Krause eine Glaze hat?"

fommen in der Hand u

,, ch herrje!" Drewig fannte natürlich den uralten Ralauer, durch den glänzend dispo aber er hob fragend die Brauen und schüttelte den Kopf. Der Das Townlei'sche Syste

Ingenieur zuckte die Achseln wie in müdem Ueberdruß. Weil die Neger krauses Haar haben! Das höre ich auf jedem Schiff, aber..

während einer Erkrankung an Typhus verloren habe.

Eratte Kombinationszü

viel Glüd. Creß, der I

und er berichtete, daß er die Haare vor zwei Jahren band das gutspielende ,, Hätten vorher Rotſpon trinken sollen. Dann wären Sie Tages, und was er zei gesund geblieben", meinte Drewitz und fragte Drießner: ,, Wie vor Halbzeit Strehlte b

viel Flaschen La Rose haben wir denn noch?"

,, Etwa vierzig, Herr Kapitänleutnant. Mehr gibts von der Sorte kaum und hätte auch keinen bestellt, denn Krause trinkt wenig und Ruelow überhaupt nicht.!" Was?"

Alkohol über die Lippen gebracht."

letzt wurde( Prellung a

Halbzeit seine Ueberlegen

schaft hätte er das Spiel

gewonnen. Zu Beginn d

,, Nein, Herr Kapitänleutnant. Hat noch nie einen Tropfen Angriff. In der 16. Mi Drewitz lachte., Dann führen Sie ihn um Gotteswillen in hos unhaltbar in die link

See nicht in Versuchung. Wenn Sie ihm aber einen Dienst erweisen wollen, seifen Sie ihn während der Werftzeit mal ein." Der Ingenieur schien erstaunt: Er kann sich doch manche sitzen bleibt."

Dem Angreifen, diefen 3u

mächtig auf. Wunderbare

beit der Läuferreihe, erf

Badbord!" sagte er und ging bald längsseits des Stoppenden. Widerwärtigkeiten ersparen, wenn er auf dem Wasserwagen tungstreffer nicht erzielt m

Zum Malen schön sah weder der Kommandant noch seine Mann­schaft aus. Unter der Leute Mützen hingen die Haare über die lochte aus vergnügten Gesichtern die Freude über die Heimkehr. Ohren. Doch durch Krusten von Schmutz, Del und Bartstoppeln Der Kommandant erzählte vom Versenken dreier Dampfer, eines Fischerbootes und eines Wachschiffes.

Drewiz gratulierte und fragte, wo die ergiebigsten Jagd­gründe und die stärkste Gegenwirkung gefunden habe. Zehn Min. später schaufelte der kleine graue Bruder heim. Drewiz sah voraus auf die Geleitboote, bis Ruelow, Nr. 2 und Matrose Gecks zum Ablösen der ersten Wache auf die Brücke kamen. Da war es Essenszeit. Ein Weilchen blieb er noch bei seinem jüng­sten Wachoffizier, um ein Urteil über des Neulings Fähigkeit und Diensterfahrung zu gewinnen. An Schönmachen oder auch

jagt, ein Verdienst des in

Möglich, Herr Krause! Andererseits muß gerade der See Creß. Ihm allein verdan

offizier trinken, gründlich trinken können, weil er im Ausland in die Lage kommen mag, trinken zu müssen. Als Souchon nach der Mobilmachung mit Goeben und Breslau" vor Messina britischen Kohlendampfer, aber der Skipper weigerte sich natür lag, fehlten ihm Kohlen. Er schidte einen Offizier auf einen

Der

Dem Schiedsrichter D

folgende Mannschaften: R

lich, Feuerung abzugeben. Ein zweiter Offizier versuchte Sein umpi; Dietermann, Meier Glück mit der Whiskyflasche, trank den Engländer unter den fel, Etsch; Sportvere Tisch und handelte dem Besoffenen Kohlen ab. Hätte Souchon Bache. Erchenhehr; Brüd,

nur Wasserapostel unter sich gehabt, dann wäre er nie in die Dardanellen gekommen. Weshalb ich die Herren auf eine La

Rose stoße."

Fortsetzung folgt.

häujer. Sportverein wäh

Rot- weiß wird jofort offen