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Samstag, den 10. November 1928.

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Es war ein ewig weiter, leerer Raum. Ein Nichts. Unend­liche Höhe, grundlose Tiefe. Und kein Jezzt, kein War und kein Wird.

Inmitten des Nichts stand ein Riese. Da öffneten sich seine Lippen. Und das Wort war: Jetzt. Es stiegen Dünste und Dämpfe auf und von dem Augenblick an gab es ein Raum und Zeit. Das Nichts war zum All geworden. Und aus den Dämpfen loderten Brände auf: Es war Licht.

Es begann das große Werden. Und in allem schien ein Wille. Und inmitten stand der Riese.

In dem großen unendlichen Raum begann es zu schwingen, zu wirbeln, sich zu drehen, und es war ein Glühen und Eis, Feuer und Frost. Und dann ein großes, ungeheures Rauschen, wie wenn tausend Meere geboren würden.

Und die Sonne scheinte und Milliarden Sterne. Die Erde war. Ein unscheinbares Lichtpünktchen. Ein Glühwürmchen nur, das mitstieben darf im Funfenregen des Sternenbrandes.

Dann schuf der Riese das Meisterwerk des letzten Schöp­fungstages. Es war der Mensch.

Und seit vielen tausend Jahren schauen diese Menschen­kinder in das unendliche Weltall hinaus, schauen Sonnen und Sterne. Ein Sehnen geht durch all diese Menschenherzen ein ganzes Leben lang noch weiter blicken zu können, das Letzte zu sehen, das Allerletzte, das hinter den Sonnen und Sternenhaufen liegt.

Den Riesen.

-

Der inmitten des Alls steht.

Es wird die Gnadenstunde kommen, ein sonnenlichter Tag, wo alle Sterne doppelt leuchten, wo es für Menschenaugen feine Grenzen gibt, wo hinter Milchstraßen, Sonnen und Ster­nen der Riese hervortreten wird.

Der Sonntagsschreiber.

30

* Keine neue Beamtenbesoldung. Zu der Frage, ob bei der Steigerung des Lebenshaltungsindex von 147,1 im Septem­ber 1927 auf 152,3 im September 1928 eine neue Beamtenbe­soldung in Aussicht steht, wird von Beamtenseite mitgeteilt, daß die Beamtenschaft zwar in Versammlungen diese Ange­legenheit behandelt hat, aber nicht daran denkt, eine neue Be­amtenbesoldung zu verlangen. Es ist erfreulich, daß die Be­amtenschaft diesen Standpunkt einnimmt, da eine neue Be­amtenbesoldung zweifellos eine gewisse Beunruhigung hervor­gerufen hätte.

*

Wichtig für Lungentrante. Die Sprechstunden der Für­sorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik fin­den für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gie­Ben jeden Montagnachmittag von 4 bis 5 Uhr statt. Lungen­tranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes an die Lungen­fürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten.

* Der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegshinter­bliebenen der Kriegerkameradschaft Hassia, Landesgruppe Hes­sen, hält in unserer Heimatstadt heute und morgen einen Lan­desvertretertag ab, der sich mit Fragen der Fürsorge und Ver­sorgung der Kriegsopfer, der Invalidenentner, der Witwen und Waisen beschäftigen wird. Bereits heute tagen die Ausschüsse, die nach Erledigung organisatorischer Fragen eine Reihe von Referaten von Führern der Kriegsbeschädigten- Organisation zu besprechen haben. Morgen früh findet die Hauptversamm­lung der Landesgruppe im Café Leib statt.

* Staatspräsident Adelung hat Herrn Universitätsprofessor i. R. Dr. Pasch zum 85. Geburtstag seine herzlichen Glückwünsche übermittelt.

* Berufung. Dr. Friedrich Sander, Professor der Philo­sophie und Abteilungsvorsteher am Psychologischen Institut der Universität Leipzig, erhielt einen Ruf an unsere alma mater.

* Die Behandlung der Fundsachen vom Polizeiamt und die monatliche Bekanntgabe derselben. Das Verzeichnis über die im Monat Oftober 1928 gefundenen bezw. abgelieferten|

Die Fahrt des

zum 10. Deutschen Sänger- Bundesfest nach Wien vom 17. bis 26. Juli 1928.

Von E. Punger.

3. Fortsetzung.

III. Die Rückfahrt.

., Gießener Zeitung"

Gegenstände tann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamis, Weidengasse Nr. 5, eingesehen werden. Die Empfangsberech­tigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden gel­tend zu machen.

* Polizeibericht. Am 3. November, vormittags gegen 8% Uhr, wurde in einem Hause im Seltersweg ein Einbruchs­diebstahl ausgeführt. Der Dieb schlich sich unbemerkt durch den Flur in das obere Stockwerk und entwendete zum Nachteil eines Dienstmädchens ein schwarzes Portemonnaie mit 14 Rmt. und eine kleine Kassette aus Weißblech mit Papieren und Quittungs­tartenbescheinigungen. In den letzten Tagen wurde im Sel­tersweg, Ecke Goethestraße, ein Fahrtrichtweiser( Einbahn­straße) gewaltsam abgerissen und entfernt. In der Zeit vom 31. Oktober bis 1. November wurden in hiesiger Stadt nach­stehende Gegenstände entwendet und zwar in der Ebelstraße in der Nacht zum 1. ds. Mts. eine verschließbare, aus Holz­latten bestehende Gartentüre, an einer Arbeitsstelle am Nah­rungsberg in der Nacht zum 3. ds. Mts. eine Sturmlaterne mit Spaliereisen und am 6. ds. Mts. einem Besucher des Volks­bades von seinem, in der dortigen Fahrradhalle untergestellten Fahrrad die elektrische Fahrradlaterne entwendet. Personen, die sachdienliche Angaben über den Verbleib der entwendeten Gegenstände machen können, werden gebeten, der Kriminal­polizei hiervon Mitteilung zu machen.

* Erhobene Anzeigen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. In der Zeit vom 1. bis 31. Oktober 1928 sind folgende Anzeigen gegen Fahrzeugführer bezw. Kraft- und Radfahrer wegen zu­widerhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht erhoben wor­den: 16 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbren­nende Laterne, 7 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 6 Anzeigen wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit, 8 Anzeigen wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite ein­zuhalten, 8 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen, und 58 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in ver­fehrspolizeilicher Hinsicht.

* Zeppelin- Briefpost aus Amerika. Der Bauersche Gesang­verein erhielt von seinem früheren Mitglied Henry Luz in Pittsburg( Pennsylvania) einen Brief mit dem Abfertigungs­stempel Lakehurst, 28. Oktober" und dem deutschen Ankunfts­stempel ,, Friedrichshafen, 1. November". Auf dem amerikani­schen Abfertigungsstempel sieht man links dem amerikanischen Kontinent rechts Europa, beide verbunden durch den frei­schwebenden ,, Graf Zeppelin".

* Ende des Betrugsprozesses. Mittwoch fand der Betrugs­prozeß gegen Studienrat a. D. H., Kaufmann Karl Alexander R. und dessen Buchhalter, nach zehntägiger Verhandlung seinen Abschluß. Die Angeklagten haben es verstanden, in den wirt­schaftskritischen Jahren 1924 und 1925 ihre Gläubiger durch Hergabe von Hypothekenbriefen und Akzepten zu schädigen. Das Gericht ging über den Antrag des Staatsanwaltes hinaus und verurteilte Studienrat H. zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren 6 Monaten Gefängnis und R. zu einem Jahr 10 Monaten Ge­fängnis unter Anrechnung von fünf Monaten und zwei Wo­chen Untersuchungshaft. Von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte, sowie von einer Zuchthausstrafe wurde abgesehen, da beide noch nicht vorbestraft sind. Beide Verurteilte wurden wegen Fluchtverdachtes verhaftet. Der Buchhalter wurde frei­gesprochen.

* Schafräude in Gießen. Bei der Schafherde des Wil­helm Hahn II. von Annerod, welche hier im Gehöfte Gott­mann, Marburgerstraße 65, untergebracht ist, ist die Schafräude ausgebrochen. Folgende Schutzmaßnahmen sind angeordnet: 1. Sämtliche zur Herde gehörenden Schafe sind dem Heil­verfahren eines Tierarztes zu unterwerfen;

2. die rändekranken und sämtliche zum Bestand der Herde gehörenden Schafe dürfen bis zur Aufhebung der Schutz­maßnahmen weder in fremde Ställe gestellt, noch auf eine Weide gebracht werden, die mit Schafen aus einer unver­seuchten Herde beweidet werden.

3. der Herde ist ein bestimmtes Weidegebiet zugewiesen worden. 4. Häute räudekranker Schafe dürfen aus dem Gebiet der Ge­

große und großartige Benediktinerstift das größte Kloster Desterreichs- und sahen einer Pionierübung Gesangvereins Frohsinn" Bad Nauheim auf Kähnen in dem mit Stein- und Schlammbänken auf Kähnen in dem mit Stein- und Schlammbänken eingeengten Flußbett zu. In Erlauf warf ein junges Mädchen Blumensträuße in unser Auto. Sie bat auf einem jeweils anhängenden Kärtchen um eine Ansicht aus unserer Heimat, was inzwischen vielfach geschehen ist. Wir waren über diese Blumengrüße freudigst über­rascht und bildeten sie auf unserer weiteren Fahrt noch lange angenehmen Gesprächsstoff. In Enns gab es den gewohnten Zollaufenthalt beim Uebertritt von Nieder­nach Ober- Desterreich und die beschwerliche Ueberfahrt über eine lange Holzbrücke. Auf dem Wege bisher und auch weiterhin haben wir eine gesteigerte Begeisterung der Bevölkerung mit Freuden erlebt: eine Wirkung der bedeutenden Wiener Ereignisse. Zum Mittagessen waren wir in Linz bei unserem bekannten Wirt, wo sich wieder einige Sangesbrüder vom Männergesang­verein, Rürnberg" eingefunden hatten, die uns noch­mals die Bruderhand herzhaft drückten und von denen wir mit dem Wunsche und dem gegenseitigen Ver­sprechen schieden: ,, Auf frohes und gesundes Wieder­sehen beim 11. Deutschen Sängerbundesfest 1932 zu Frankfurt a. M."

Am Montag, den 23. Juli, versammelten wir uns pünktlich früh um 5 Uhr zur Abfahrt von dem schönen Wien, in dem wir so Großes und Schönes erlebt haben. In uns allen schwang die Stimmung: Zur Heimat geht's". Das machte uns den Abschied leichter. Wien schlief noch, als wir von unseren freundlichen Quartier­wirten schieden, von denen einige unserm noch im Fest­schmuck prangenden Auto die letzten Grüße an Deutsch­land mitgaben. Wir kamen noch an den städtischen Neubauten von Wien vorbei, die durch ihre Massigkeit und reine Zweckform auffielen. Dann eilten wir, um unser etwa 375 Km. entferntes Tagesziel Grödig bei bei Salzburg zu erreichen. Zur glatten Abwicklung des überaus starken Autoverkehrs hatte man in weiser Voraussicht die Haupt- Reichsstraße nach Wien für die Dauer der Festtage zur Einbahnstraße erklärt. Auf diese Weise mußten wir zu unserer großen Freude einen fleinen Umweg durch den ,, Wiener Wald" machen und konnten dabei dessen schön bewaldete Berge, schmale und steile Wege und bilderfrohe Täler genießen. Weiterhin fuhren wir bis Linz durch die uns von der Hinfahrt her bekannte Gegend. Doch erlebten wir noch viel Schönes unterwegs, soweit uns der Schlummer nicht in seine Gewalt zwang. In St. Poelten frühstückten wir. Hinter der Stadt hatten wir einen sehr schwierigen Bahnübergang, vorbei an einem Langholzwagen, dem ausgerechnet auf den Schienen ein Hinterrad den Dienst versagte. Bei Melk bewunderten wir das hochragende,

Hinter Linz stiegen wir allmählich den Alpen ent­gegen und genossen herrliche Blicke auf die Traun und ihr schönes Tal zur Linken. Gruppen fröhlich Baden­der wurden von uns beneidet, die wir im glühenden Sonnenbrand dahinfuhren nach und durch Wels a. d. Traun. Auf den Straßen quoll Staub auf, und uns drückte der Schlummer nieder. Wir trafen hier wieder viel Wegebau- Kolonnen, von denen uns einige mit ihren leeren Trinkflaschen zuwinkten- sie wollten sie gerne gefüllt haben. Leider hatten wir selber keinen kühlen Trunk, den uns aber ein ,, Rohkostler" in selbst­loser Weise durch Obst, Salat und Erdnüsse bestens er­setzte. Durch weite Getreidefelder mit frohen Heilrufen

Nr. 89.

markung Gießen nur in vollkommenen getrocknetem 3u­stande ausgeführt werden, sofern nicht unmittelbar Abliefe­rung an seine Gerberei erfolgt.

5. Die Wolle von räudekranken Schafe darf nur in festen Säcken verpackt aus der Gemarkung ausgeführt werden. 6. Personen, die bei der Wollschur räudekranker Schafe beschäf­tigt werden, dürfen vor einem Wechsel oder vor gründlicher Reinigung der Kleider die Schurſtelle nicht verlassen.

7. Die Ausfuhr der zum Bestand der Herde gehörenden Schafe darf nur mit Genehmigung des Kreisamts Gießen erfolgen.

Aus Nah und Fern.

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Wieseck. Die Straßenbahnverbindung Gießen- Wiesed in Ge­fahr. Während Verhandlungen über die Weiterführung der Gießener Straßenbahn nach Wieseck schweben, verlautet, daß der Zweckverband Wieseck- Alten- Buseck den Autobetrieb an die Hessische Kraftomnibus- Aktiengesellschaft übertragen wolle. Da­durch würde die Rentabilität der Straßenbahn unmöglich ge­macht.

Grünberg. Der Lohnkampf in der westdeutschen Eisen­industrie hat die an dem Kampfe beteiligten Werke veranlaßt, der Brauneisensteingrube Gewerkschaft Louise" in Weickarts­hain mitzuteilen, daß die Abnahme von Brauneisenstein bis auf weiteres eingestellt werde. Daraufhin hat die Leitung der Gewerkschaft ,, Louise" ihrer Belegschaft bekanntgegeben, daß der Betrieb in 14 Tagen stillgelegt werde.

Schotten. Die Landesversicherungsanstalt beabsichtigt, das ehemalige Lehrerheim Luginsland" anzukaufen, um darin ein Genesungsheim einzurichten.

Alsfeld. Heute und morgen findet hier in der Festhalle die diesjährige Geflügelschau der oberhessischen Zuchtvereine statt. Das beste Geflügelmaterial Oberhessens wird gezeigt

werden.

Darmstadt. Von der Demokratischen Partei veranstaltet, findet morgen mittag, halb 12 Uhr, im Saalbau eine würdig vom vorbereitete Generalintendanten Ebert vom Landestheater Trauerfeier für den verstorbenen Minister Henrich statt.

Darmstadt. Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte den Bau eines Stahlhauses System Baudirektor Blecken der Stahlhaus G. m. b. H. in Duisburg- Meiderich. Dieser Bau enthält sechs Wohnungen, davon fünf zu drei Räumen und eine zu zwei Räumen, er ist 32,20 Meter lang und 8,05 Meter breit. Das Dach wird mit roten Ziegeln( Biberschwänzen) abgedeckt, der Bau wird halb unterkellert und erhält Gas-, Wasser- und Elektrizitätsanschlüsse sowie Aborte( mit Spülung) innerhalb des Hauses. Der Preis für den schlüsselfertigen Bau beträgt 31.750 R.-M. zuzüglich 7.250 R.-M. für Defen, Herde und Bau­foster außerhalb des Baues, im Ganzen also 39.000 R.-M. Die Bauzeit beträgt zirka sieben bis acht Wochen.

Mainz. In wenigen Monaten wurden auf der Strecke Mainz- Holland 467 Tote aus dem Rhein gezogen.

Wezlar. Auf der Provinzialstraße Wetzlar- Groß- Rechten­bach überrannte ein Radfahrer in schnellem Tempo eine Heb­amme aus Oberkleen, die, zu Boden geschleudert, schwere Ver­letzungen an Kopf und Armen erlitt. Der Radler konnte un­erkannt entkommen. Andere Passanten veranlaßten die Ueber­führung der Verunglückten in ihre Wohnung.

Rodheim v. d. H. Hier wurde bei der Bürgermeisterwahl Bürgermeister Rohrbach mit 800 Stimmen wiedergewählt, der sozialdemokratische Gegenkandidat Wagner erhielt 38 Stim­

men.

Frankfurt. Am Mittwoch wurde im Theaterbetrugsprozeß der ehemalige Geschäftsführer Müller- Wieland zu 7 Monaten Gefängnis und 800 Mark Geldstrafe verurteilt.

Frankfurt. Die Handwerkskammer Frankfurt hat beschlos sen, morgen, Sonntag, den 11. November 1928, vorm. 10 Uhr, im Großen Saal des Zoologischen Gartens eine Protestver­semmlung abzuhalten. Diese richtet sich in der Hauptsache gegen die bei den staatlichen und städtischen Behörden eingerichteten Regiebetriebe. Schlossermeister Francois, M. d. R., und Syndikus Bouveret- Ffm. sind als Redner vorgesehen.

und Zuwinken der erntenden Bauersleute eilten wir weiter. In der Ferne stiegen die Ketten der Alpen auf. Hinter Lambach fuhren wir an einer Waldkapelle vor­bei, die abseits im Walde lag und die lebhaft an das bekannte Bild von Schwind erinnert:

Ein Häuschen mit dem Heiligenbild, davor eine offene Laube mit säulengetragenem Dach, darunter eine Ruhebank und rundum des Waldes Frieden und Gottnähe.

2. Entmündigte

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Unser Weg stieg weiter ins Salzkammergut hinein. Das war mit den Salzburger und Berchtesgadener Al­pen der überragend schönste Teil unserer ganzen Fahrt. Wir alle waren bis ins Tiefste ergriffen vor soviel eng zusammengedrängter Schönheit, mit der dieses Schatz­fästlein so reich, so überreich gesegnet ist. Grüne Hügel, dunkle Hochwälder, wildzerklüftete, riesige Berge, mäch tige Gebirgsketten, von Ferne leuchtende Gletscher, lieb­liche, blaugrün strahlende Alpseen, schöne und altehr­würdige Städte, trauliche Dörfer und friedsame Einzel­höfe. Immer und immer wieder taten sich entzückende Blicke von überwältigender Schönheit vor uns auf. Wir sahen den Traunfall mit dem großen Elektrizitätswert, die Papierfabrik Steyrermühle, vor Gmunden die schö­nen Wege in Wald und Flur, auf denen Sommergäste und Sängerscharen sich ergingen. Beim Anblick der Sängermützen und der Wiener Festabzeichen schlug un­ser Herz höher, und jubelnd flogen Heilgrüße herüber und hinüber. In Gmunden bot sich unsren aufnehmen­den Augen die einzigartige lange Strandallee. Das Strandbad mit seinem bunten Leben und Treiben, das Schloß Orth im Traunsee, durch einen langen Steg mit dem Ufer verbunden, der herrliche See, auf dem viele Boote fuhren. Als Hintergrund bildet der hochragende Traunstein die herrlichsten Malermotive. Nun konnten wir es verstehen, daß außer anderen bedeutenden Män­nern ein Lenau, Hebbel und Schubert sich hier gerne aufhielten und den Worten und Tönen lauschten, die

Seburtshaus vo

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Berg. Wir tam

uchtigen und Sennhütten, we Siefblice auf ucheljee erlebte

Dorbei und gen

Den Alpenbergen

Betterwolfen, u mupten, wurden Bald erreichten t für eine Weile