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Nr. 20

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Mittwoch, den 7. März 1928.

Fußball.

,, Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und Spiel.

Um die westdeutsche Meisterschaft.

Der W.S.V. hat bekanntlich 7 Bezirke. Demnach bestrei­ten auch 7 Bezirksmeister die Runde um die Verbandsmeister­schaft. An den Spielen um die Deutsche Meisterschaft nehmen 3 Vereine teil; nämlich ohne weiteres der Verbandsmeister und der Tabellenzweite aus der Bezirksmeisterrunde. Der Ta­bellendritte dieser Runde muß erst noch mit dem Meister aus der Trostrunde um die Berechtigung fämpfen. Die Trostrunde wird ausgetragen von den 7 Vereinen, welche in den 7 Bezir­fen den 7 Bezirksmeistern unterlegen sind. Diese 7,3weiten" sind also gleich wie die Bezirksmeister in ihrem Bezirk auch Meister einer Gruppe gewesen( eine Ausnahme bildet Süd­westfalen, dessen Bezirksklasse 1 nur eine Gruppe umfaßt.) Die Spiele der Bezirksmeister um die Verbandsmeisterschaft wer­den nach dem Einrundensystem ausgetragen, so daß im ganzen 21 Spiele erforderlich werden, wenn alles glatt verläuft; dazu tommt dann das Entscheidungsspiel des Tabellendritten gegen den Meister der Trostrunde. Letzteres soll nach dem Pokal­system, bei dem der Unterlegene jeweils ausscheidet, durchge­führt werden. Das macht also nur 6 Spiele nötig, die gleich zeitig mit der Meisterrunde ausgetragen werden.

Wie heißen nun die 7 Meister und die 7 Zweiten"? Bis aur Stunde stehen erst je 6 fest. In dem Bergisch- Märkischen Bezirk wurde nämlich erst am 26. Februar der zweite Grup­penmeister ermittelt: T. u. S.V. 95- Fortuna- Düsseldorf. Dieser hat nun noch mit dem anderen Gruppenmeister, Sportfreunde Schwarz- Weiß- Barmen, um die Bezirksmeisterschaft zu spielen. Einer davon muß Erster, der andere Zweiter werden. Auf die übrigen 6 Bezirke verteilen sich die Meister und Zweiten" folgendermaßen:

Hessen- Hannover:

Am 19. 2. Meister: SV.- Kurhessen- Kassel, Zweiter: SC.- 03 Kassel;

Ruhrbezirk:

Am 26. 2. Meister: FC. 04- Schalke, Zweiter: SC. 00- Schw.­Weiß- Essen;

Westfalenbezirk:

Am 29. 1. Meister: SC. 08- Borussia- Rheine, Zweiter: VfB. 03- Bielefeld;

Rheinbezirt:

Am 5. 2. Meister: Spielvereinigung Köln- Sülz, Zweiter: VfR.- Köln;

Niederrhein- Bez.:

Am 26. 2. Meister: FC. 95- Preußen- Krefeld, Zweiter: Duisburger- Spielverein;

-

Durchbrüche von beiden Seiten, die in den Hintermannschaften endeten. Also: da war nichts zu machen vielleicht anders­wo. Go ging es 10 Minuten hin und her. Marburg, das leicht überlegen war, glaubte in der 12. Minute schon das erste Tor buchen zu können, Brambach hielt den Ball. Marburg drängte wieder. Die erste Ecke des Tages fiel den Ein­heimischen zu. Bis dann in der 14. Minute Diefenbach das Leder unhaltbar in Gießens Tor senden konnte.( 1: 0 für Mar­burg.)

15 Minuten Spielzeit! Ein schriller Pfiff des Schiris. Wie steingeworden standen die Spieler. Der Ball rollte lang= sam übers Feld. Und entblößten Hauptes gedachten die ein­einhalb tausend Menschen derer, die vor Jahren mit ihrem gan­zen Sein die Heimat vor Kriegsnot und Verwüstung bewahrten.

Gießen, das sich erst nicht richtig zueinander fand, besinnt sich langsam. Vor allem die Stürmerreihe besserte sich. Der Erfolg blieb nicht aus; in der 25. Minute hatte Adelberger sich durchgespielt und konnte mit schönem Schuß das Spiel unent­schieden stellen( 1: 1). Das Spiel wurde zusehends lebhafter. Loren konnte eine ganze Reihe Strafstöße verteilen. Einen gefährlichen Ball verwandelte Marburg schnell in eine Ecke, so daß auch das Eckenverhältnis um die dreißigste Minute unent­schieden, 1: 1, war.

Einige kleine Fehler in der Aufstellung der Gießener Mann­schaft drohten jetzt zum Verhängnis zu werden. Glitsch ver­paßte einen eingeworfenen Ball. Marburg stürmte. Brambach warf sich. P. Will schoß in die Luft und Marburgs Rechsaußen trat den Ball leicht ins Tor.( 2: 1 für Marburg.) Und wie ein Unglück selten allein kommt, so konnten die Einheimischen zwei Minuten später in der 40. Minute noch einmal den Ball ins Heiligtum der Gießener treten.( 3: 1 für Marburg.) Marburg versuchte noch einige Male, so fortzufahren, aber Brambach hielt. Auch nahm Gießens Stürmerreihe den Ball einmal wie­der an sich und verteilte das Spiel wieder ein wenig. Ja, Adel­berger schoß sogar noch zweimal kurz hintereinander, Marburgs Torhüter hielt aber beide Bälle.

Halbzeit 3: 1 für Marburg, Ecken 1: 1.

Bei Wiederbeginn des Spieles durften die Zuschauer ein selten schönes Spiel erleben. Mit einem beispiellosen Elan nahm Gießens Stürmerreihe den Ball auf und bewegte denselben eine Viertelstunde lang vor Marburgs Tor. Wenn all die schönen Chancen verwandelt worden wären! Noch keine drei Minuten dauerte es, da stand das Edenverhältnis 4: 2 für Gießen. Henrich schoß 3: 2 für Marburg. Eine Minute später machte Adelberger aus dem 3: 2 ein Unentschieden.( 3: 3.)

Adelberger konnte noch ein Tor treten, hoch über die Latte flog der Ball. Erst nach 15 Minuten bekommen die Marburger wieder mehr vom Spiel. Eine Reihe Strafstöße und viele Ecken kennzeichneten jetzt das temperamentvolle Spiel um das Am 26. 2. Meister: T. u. SV. 72- Hagen- Eckesey, Zweiter: siegbringende 4. Tor. Aber Brambach und Orisch taten ihre Spielvereinigung 1911 Hagen- Eppenhausen. Pflicht.

Südwestfalen Bez.:

Die Spiele werden wahrscheinlich am 18., vielleicht schon am 11. März beginnen. Wenn man sich die Namen der Teil­nehmer betrachtet, so vermißt man verschiedene ,, altrenomierte" Vertreter, teils in der Meisterrunde( Duisburger Spielverein), teils sogar ganz( Arminia Bielefeld, Turu- Düsseldorf, Sport­freunde Siegen u. a.). Dafür haben sich einige neue Namen in das Konkurrentenverzeichnis eingetragen.

-

Die Lahnkreis- Liga. Nachdem das Vorspiel Frohnhausen Kirchhain am 27. Rovember mit 4: 1( 1: 0) für den Platzverein ausgegangen war, drehte bei dem Rückspiel am 26. Februar Kirchhain als Platzverein den Spieß um und schlug Frohnhausen mit 6: 3 ( 2: 1). Für Frohnhausen war es das letzte Spiel der Serie. Kirchhain hat am 11. März noch einmal Herborn zu Gast; dann sind alle Termine der Lahnkreisliga ausgespielt. Das Treffen am 11. März hat nur noch eine untergeordnete Bedeu­tung: Ein Sieg Kirchhains bringt diesen Verein vor Frohn­hausen auf den 5. Platz und beläßt Herborn am Tabellenende. Ein Unentschieden macht Kirchhain und Frohnhausen einerseits fowie Butzbach und Herborn andererseits punktegleich. Eine Niederlage Kirchhains sichert Frohnhausen den 5. und Herborn den vorletzten Platz. Wenn die seinerzeit erlassene Bestimmung nicht geändert, also etwa eine Vergrößerung der Lahnkreisliga vorgenommen wird, müssen die beiden letzten Vereine zur A- Klasse absteigen.

Die Tabelle stellt sich jetzt so dar:

Soucle aew. unent.

122221132

verl. Tore Punkte

2 76:23 27: 5

4

48:24 22:10

5

30:40 20:12

6 37:35 18:14

8 44:51 14:18

BFB- K. Marburg

16

13

Spvgg. 1900 Gieß n

16

10

S. V. We la

16

9

F. V. Ockershausen Frohnhausen( D)

16

8

16

15

16

5

16

3

10

15

B.. B. Kirchhain

Sessen- Frant nberg V. F R. B Bbach Sportv. Herborn

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Marburg

666666

8 37:41 13:17 10 23:32 11:21

30:46 9:23 10 20:53 8:22

Gießen 3: 3( 3: 1).

Eden 8: 8( 1: 1).

Lachender Sonnenschein vom strahlendblauen Himmel, der herrliche Blick auf die schöne Lahnstadt und 1500 geputzte Men­schen auf dem Universitätsstadion, das war als erstes vom gestrigen Spiel der beiden Städtemannschaften zu registrieren. Kurz vor 3 Uhr betraten die Marburger den Plaz. Hände­flatschen! VfB.- Kurhessen fehlte! Dann kamen, auch begrüßt, die Gießener. Aufstellung. Marburg; Orisch- Germ. Merlau Germ., Wolf- Ockershausen Schneider- Odersh., Weiden­hausen- Odersh., Sapp- Germ. 3immermann­

-

Ockersh., W. Wagner- Germ., G. Diefenbach- Ockersh., Adarf Germ., H. Wagner- Germ.

Gießen: Luft 1900, Henrich- VfB., Böttiger- VfB., Adelberger 1900, Kleinke- VfB.

V

-

=

P. Will­Bingel VFB.,

1900, reß VfB., Glitsch= 1900 Schneider 1900 Brambach 1900. Punkt 3 Uhr pfiff Lorey Kassel das Spiel an. Marburg tritt an. Ein vorsichtiges Abtasten beider Mannschaften, schnelle

In der 21. Minute bot sich den Gießenern eine sichere Chance, die der Linksaußen verdarb. Ein dauerndes Hin und Her bewegte die beiden Stürmerreihen, die als die weitaus Besten der Mannschaften spannende Kämpfe lieferten. Luft fonnte in gewohntem Tempo noch einmal mit dem Ball durch­gehen, aber vorm Tor vergaß er das Schießen.

Es half alles nichts. 4,40 Uhr war die Schlacht geschlagen und die alten Rivalen mußten sich mit einem Unentschieden trennen.

Die Mannschaften waren gut. Wir glauben feststellen zu dürfen, daß selbst die ,, Kanonen" der VfB.- Kurhessenelf nicht viel am Resultat hätten ändern können. Marburgs Innensturm ar­beitete sehr gut. Happ in der Läuferreihe war ganz gefährlich. Der Tormann war gut. Der linke Verteidiger erlag zum Schluß dem Tempo des Gießener Rechtsaußen, auch brauch man nicht, wenn ,, Holland in Not" ist, den Ball regelmäßig ins ,, Aus" zu spielen. Insgesamt lieferte Marburg ein sehr schnelles Spiel und war immer sofort am Ball. Es spielte in der ersten Halb­zeit leicht überlegen, fiel zu Beginn der zweiten Spielhälfte et­was ab, um zum Schluß mit Gießen als gleichwertiger Gegner um den Sieg zu ringen.

Aus der Aufstellung der Gießener Mannschaft dürfte die Gauleitung für die Zukunft wohl einige Lehren ziehen. Will, der noch nie rechter Läufer spielte, gehörte nicht auf diesen Posten. Kleinte dürfte zu ersetzen sein. Wenn Glitsch glaubt, mit ,, Publikumsspiel" als Läufer seine Pflicht zu tun, so irrt er sich entschieden. Ist das zu tadeln, so kann man im übrigen mit der Mannschaft zufrieden sein. Böttiger hatte seinen In­nensturm sein in der Hand. Kreß hielt, vor allem in der zweiten Halbzeit, jeden Ball auf. Bingel und Schneider in der Ver­teidigung arbeiteten sicher und zuverlässig. Brambach hatte einen sehr guten Tag. Zusammengefaßt: In der ersten Halb­zeit fehlt der Mannschaft die Geschlossenheit, später lief der Sturm bei gutem Zuspiel zu ganz hoher Form auf. Auf beiden Seiten waren einige Torchancen ausgelassen.

Der Schiri Loren Kassel war gut.

=

Ein schönes Spiel... ein Spiel, das auch Geld in die Kas­sen gebracht zu haben scheint. Ein Scherflein für das Jugend­heim des Westdeutschen Spielverbandes.

Das prächtige Wetter wird die Marburger, die turmhoch gewinnen wollten, wohl versöhnt haben und dann bis Gießen zum nächsten Spiel ist's ja nicht weit.

-

*

Heuchelheims großer Tag.

B.

Herrliches Frühlingswetter begünstigte die Veranstaltung des WSV. in Heuchelheim. So konnte es kaum verwundern, wenn zirka 500-600 Zuschauer nach dem schön gelegenen Heu­chelheimer Sportplat pilgerten, um Zeuge zweier interessanter Spiele zu werden.

Zunächst waren es die Schüler der Gießener Bewegungs­spieler und des Gastgebers, die den Anwesenden ein schönes Spiel vorführten. Heuchelheim stellte diesmal die bessere Elf und gewann verdient 2: 1.

Als Herr Willer- Weglar das Zeichen zum Beginn des Hauptspieles gab, hatte der Gau folgende Leute zur Stelle: Sad( 1900), Hohmann( 1900), Kreß( VfB.), Herrnbrodt( Buz­bach), Langsdorf( 1900), Hausrath( VfB.), Schäfer( VfB.),

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Neuweiler( VfB.), Jädel( 1900), Schneider( VfB.), Balser ( VfB.)

Demgegenüber stand Heuchelheim mit folgender Mannschaft: Genandt, Schäfer, R. Rinn, Güttner, Schlenbeder, Kreiling, L. Schäfer, Arnold, Bach, Christ. Schleubecker.

Sofort legten die Plazbesitzer ein ungeheures Tempo vor und vermochten die ersten 15 Minuten überlegen zu gestalten. Allmählich konnten sich auch die Auserwählten" etwas finden und leiteten recht hübsche Angriffe ein. Ueberraschend kamen die Heuchelheimer zu ihrem ersten Erfolg. Hohmann nimmt den Ball unnötiger Weise mit dem Kopfe, statt ihn ins Aus gehen zu lassen. Einige Heuchelheimer besorgen das Weitere. Die Freude war natürlich groß im Lager der Vorstädter. Nur allzuschnell stellten sich innerhalb der Gaumannschaft einige recht schwache Stellen heraus. Vor allem war es der Links­außen Schäfer, der keinesfalls den Ansprüchen genügte. Auch Schneider stand auf verlorenem Posten. Nach dem Wechsel gab die Gauelf unbedingt den Ton an, Heuchelheim schien vollkommen erledigt zu sein. Neuweiler schaffte den Ausgleich und nach langem Hin und Her mußte sich der vorzügliche Genandt zum zweiten Male geschlagen bekennen. Allgemein war der Tip auf einen hohen Sieg der Gauelf vorherrschend, doch Heu­chelheim verstand es, in den letzten 10 Minuten eine Schwäche der Gießener Hintermannschaft geschickt auszunuzen und den Ausgleich und den siegbringenden Treffer zu erzielen. Beide Tore waren für Sack, der zum ersten Male spielte, kaum zu halten.

Heuchelheim verdankt seinen Sieg in erster Linie Genandt, sowie Schleenbecker, der als Mittelläufer seine Mitspieler weit­aus überragte. Aber auch die Stürmer verstanden es, aus allen Lagen zu schießen und trugen so wesentlich zu dem schö= nen Erfolge bei.

mer.

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Auf Seiten der Gauelf sind in erster Linie Balser, Herrn­brodt und Langsdorf zu nennen. Jäckel ist absolut kein Stür­Hohmann war entschieden besser als sonst, ohne jedoch überragend zu sein. Kreß war schon viel besser. Sad eine Neuerscheinung der 1900er ließ sich ganz gut an, nur muß er sich das lange Ballhalten abgewöhnen. Schiri Willer leitete zufriedenstellend. Alles in Allem, das Spiel war in jeder Beziehung ein Erfolg, sowohl für die sympathischen Heu­chelheimer, als auch für den Veranstalter.

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Jugendopfertag in Weklar.

Bei schönstem Sonnenschein und guten Bodenverhältnissen fand die Veranstaltung von zirka 50 Zuschauern( meist aus­wärtigen, wo blieben die Weglarer?) im Stadion Spilburg ihren reibungslosen Verlauf. Dis Spiel

Weglarer Sp.V., 1. Igd, Ehringshausen, 1. Jgd eröffnete den Reigen. Beide Mannschaften lieferten ein eifri­ges Spiel, das Resultat 3: 3( 3: 0 für Wezlar) dürfte als ge­rechte Belohnung der sich mächtig anstrengenden Jugend von Ehringshausen gelten. Sodann betraten die beiden Auswahlmannschaften

das Spielfeld, und zwar: A- Mannschaft: H. Roob( VFB.- Aßlar), W. Plenk( Weilburg), W. Jlge( VfB.- Burgsolms), Otto Schmidt( VfR.- Biskirchen), Becher( VfB.- Aßlar), Hubert( VfR.- Aßlar), Otto Heine Edmund Heine( FC.- Burgsolms), Schindler( WSpV.), Daniel( VfR.- Biskirchen), H. Röchen( FC.- Weilburg.). B- Mannschaft: Lenz( VFR.- Aßlar), Herm. Becher( FC.- Burg­solms), Encho( WSpV.), Wieland( WSpV.), Bernhardt ( VfR.- Aßlar), Josef Klein( Weilburg), Stab( WSpV.), Metz( FC.- Burgsolms), Benner( WSpV.), D. Plenk( Weil­burg), Pfaff( Nieder- Girmes).

Anfangs beherrschte die B- Mannschaft das Feld, man hielt sie allgemein für die stärkere, doch sorgte Schindler oft dafür, daß auch die A- Mannschaft zur Geltung kam. Der Spielver­lauf war weiterhin stets abwechselnd, die körperlich bedeutend schwächere A- Mannschaft wurde immer besser und konnte einen verdienten 4: 2 Sieg herausholen, nachdem das Treffen bei Halbzeit noch 2: 2 gestanden hatte. Zur Kritik sei kurz bemerkt, daß die Spieler der A- klassigen Vereine durchweg gute Lei­stungen boten, die an die unserer Bezirksklasse 2 unbedingt yeranreichen. Besonders gut gefiel der Mittelläufer Becher­Aßlar, der ein großes Spiel mit gutem Verständnis lieferte. Feller- Ehringshausen leitete einwandfrei.

Der Gesamteindruck darf als sehr gut bezeichnet werden. Beide Mannschaften spielten sehr fair, nur schade, daß der äußere Rahmen, wie bereits erwähnt, nicht den Erwartungen entsprachen; hier fehlte die Unterstützung des Platzvereins. Den Herren des Ausschusses, Feller- Ehringshausen, Schönber ger- Nieder- Girmes, Berghäuser- Burgsolms, sei auch an dieser Stelle für ihre Mithilfe bestens gedankt.

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BB. 1920- Gießen Spielverein Trupbach 3: 2( 1: 0). Ein Privatspiel aus Anlaß des Jugendheim- Opfertages. Der pekuniäre Zweck dürfte aber kaum erfüllt worden sein, weil 75 Prozent der Zuschauer es vorzogen ,, sich das Spiel von außen anzusehen, wozu der Universitätssportplag leider immer Leiber noch die beste Gelegenheit bietet. Dagegen steht die Wirkung des Werbespiels außer Frage; ein Verdienst beider Mann­schaften unter gelegentlicher Beihilfe des Schiedsrichters ( Böcher- Gießen). Der BV. brachte eine neue Aufstellung her­aus, die wohl noch an einigen Stellen verbesserungsfähig und auch bedürftig ist, aber im allgemeinen berechtigte Hoffnun= gen auf eine erfolgreiche Zukunft erweckt hat. Die Gäste leider nur mit 10 Mann führten ein gutes Spiel vor, das manchmal das Niveau der A- Klasse überstieg. Nur einen Feh­ler hatten beide Vereine: Sie spielten meistens den Ball zu hoch, ein Uebelstand, der sich auch bei den Torschüssen bemerk­bar machte. Zu Beginn der ersten Halbzeit hatten die Gieße= ner das Heft in der Hand, zu Beginn der zweiten die Gäste; dann glichen sich die Angriffe jedesmal aus. Gegen Schluß drängte wieder Trupbach, um wenigstens auszugleichen, was aber nicht gelang. Das Tempo. mit dem das Treffen durchgeführt wurde, ließ nichts zu wünschen übrig, und der Momente, die die Spannung der Zuschauer wachhielten, gab es genug, so daß man mit dem Gebotenen vollauf zufrieden sein konnte.