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Samstag, den 5. Mai 1928.

Lofales.

Sonntagsgedanken.

In diese Welt ist von Anbeginn an ein mächtiger Zwiespalt gesetzt. Ueberall, wo Leben ist, da ist Kampf, da ringen Gegen­sätze um die Macht, siegen und unterliegen. Gottes Natur zeigt uns den Zwiespalt, ehe wir tiefer schauen wollen in Men­schenherzen.

Da ist der Frühling mit seinem Blütenregen, mit seiner herrlichen Farbenpracht über Wiesen und Wälder, jenes sprie­Bende Leben voll Schönheit und Wunder. Aber gleich neben dieser Herrlichkeit zieht sich tiefer Schatten hin, es gibt eine Dede, eine trostlose Weite. Und dieses Nebeneinander von Schönheit und Wüste ist aber nicht Gesetze. Der Sturm greift oft mitten hinein ins blühende Leben. Ueberall ist Kampf, Verfolgung, Vernichtung. Das zeigt uns die Natur in jeder Stunde, und Menschenmächte werden ewig machtlos bleiben gegen dieses ewige Gesetz.

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Schauen wir nun hinein in die Menschheitsgeschichte welche Gegensätze, wie viel Erhabenes, Edles, Großes, und wie viel grausige, bluttriefende Blätter in diesem tausendjährigen Jahrbuch! Und das alles hat seinen geheimnisvollen Ursprung im Garten Eden.

Und diese dunkle Macht hat den Weg gefunden in jedes Menschenherz. Es gibt auf Erden keine friedliche, kampflose Entwicklung.

Straßensperrungen,

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Km. 6-6,3, im Straßenzug Limburg- Koblenz, bis 7. Mai 28; Umleitung über Diez.

Km. 0,4-0,8, im Straßenzug Marburg- Beltershausen, bis 12. Mai 1928; Umleitung über Cappel. Niederhörlen- Oberhörlen, im Straßenzug Niedereisenhausen­Eibelshausen, bis 10. Mai 28; Umleitung: Niederhörlen― Oberdieten.

Gießener Zeitung"

65. Lebensjahr. Der Entschlafene entstammte einer alten Hessi­schen Familie und wurde im Jahre 1863 in Michelstadt i. Odw. geboren. In der breitesten Oeffentlichkeit hat er neben seinem richterlichen Amt besonders verdienstvoll gewirkt als Vor­sitzender des Roten Kreuzes in Gießen, wo er zu Anfang dieses Jahrhunderts die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz gründete, deren Leitung er etwa 25 Jahre innehatte. Auch während der Kriegszeit hat er sich auf dem Gebiete der Kranken­und Verwundetenpflege im Rahmen des Hessischen Roten Kreu­zes außerordentliche Verdienste erworben. Der Verstorbene, der kurz vor seiner Pensionierung stand, wird für viele Gießener um viele Jahre zu früh abgerufen sein, weil die in ihm schlum­mernden Kräfte noch so sehr viel Gutes hätten schaffen können. Man wird ihn so schnell nicht vergessen und seiner stets in Ehren gedenken.

* Eine Versammlung der oberhessischen Frauenvereine findet am kommenden Dienstagnachmittag im Café Leib statt.

* Ein neues Krankenkassengebäude beabsichtigt die Allge­meine Ortskrankenkasse Gießen zu errichten. Ein Ideenwett­bewerb ist zur Erlangung von Vorentwürfen für den Neubau ausgeschrieben.

* Der Oberhessische Kunstverein ladet zum Besuch der Sonn­tag morgen beginnenden Ausstellung von Delgemälden Mün­chener Meister ein; dieselbe ist veranstaltet durch den, Aussteller­Verband Münchener Künstler" und zu den üblichen Besuchs­zeiten geöffnet.

Oberdieten Oberhörlen, im Straßenzug Niedereisenhausen- kassenrechner Becker- Kesselbach, daß die bis jetzt eingegange­Eibelshausen, vom 11.- 25. Mai 28; Umleitung: Nieder­und Oberhörlen- Simmersbach.

* In den Ruhestand wurde versetzt der Volksschullehrer Michael Wörner.

* Ernannt wurde von der Regierung der Forstassessor Friz Köhler aus Gießen zum Oberförster.

* Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten ist im April mit 150,7 gegenüber dem Vormonat( 150,6) nahezu un­verändert geblieben.

* Kein städtisches Baugeld. Die Stadtverwaltung gibt öffentlich bekannt, daß es bei der Knappheit der ihr in diesem Jahre zur Verfügung stehenden Mittel vollkommen zwecklos ist, Gesuche um Bewilligung von Baudarlehen einzureichen, bevor die Verwaltung selbst hierzu nicht besonders auffordert. Die Verwaltung weist ferner darauf hin, daß die noch aus dem Jahre 1927 vorliegenden Gesuche um Bewilligung von städti­schen Baudarlehen größtenteils ebenfalls keine Berücksichtigung finden können.

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* Auf der Straße herumlaufende Hühner, Gänse usw., wie es vielfach in Dörfern zu beobachten ist, sind wenn sie über­fahren werden nach dem Gesetz nicht zu ersetzen! Bei dem zunehmenden Autoverkehr kommt es vor, daß von dem die Dorf­straßen bevölkernden Geflügel ein oder mehrere folcher Tiere direkt in das Gefährt hineinlaufen und überfahren werden. Da herrscht die Ansicht, daß die getöteten Tiere dem Besitzer ersetzt werden müßten. Das ist aber nicht der Fall. Die Straße ist für den Verkehr da, und der Geflügelbesitzer, der sein Geflügel auf die Straße laufen läßt, tut dies auf eigene Verantwortung. * Landgerichtsdirektor Wiener gestorben. An den Folgen einer Blinddarmoperation verstarb in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hier der Landgerichtsdirektor Karl Wiener im

Billige und wirksame Reklame.

Von Diplom- Kaufmann H. Droescher.

Viele Handwerksmeister scheuen sich noch immer vor der Anwendung einer richtigen Reklame, da sie einen hohen Kosten­aufwand befürchten. Wie viel Reklame kann aber im Hand­werksbetrieb noch ohne sonderliche Reklameaufwendungen ge­macht werden! Was ist allein schon an Werbewirkung durch ein Mehr an Sauberkeit und Pünktlichkeit zu erreichen!

Es ist falsch, wenn behauptet wird, daß die Sauberkeit als Werbemittel nur für die Lebensmittelgewerbe in Frage käme. Auch alle anderen Gewerbe haben irgend ein Gebiet, auf dem der Kunde die im Betrieb herrschende Sauberkeit beurteilen tann und auch zur Beurteilung des Betriebes heranzieht. Die Wirkung der Sauberkeit nach außen zeigt sich auf die verschiedensten Weisen:

Jeder Handwerksbetrieb hat ein mehr oder minder großes Firmenschild. Ist es nun nicht selbstverständlich, daß nicht nur die Art und Aufmachung seine Wirkung ausmacht, sondern, daß auch der Grad seiner Instandhaltung, seiner Sauberkeit, seine Werbekraft mitbestimmt? Gerade diejenigen, Mittel, die sich an den Passanten, an jeden, der noch nicht Kunde ist, wenden sollen, müssen doch einen empfehlenden Eindruck hervorrufen. Wie kann aus dem gleichgültigen Passanten ein Kunde werden, wenn der einzige Gedanke bei dem Anblick eines Firmenschil des ist: Der könnte sich auch mal wieder um sein Firmenschild fümmern!" Wie wenig manche Handwerksmeister sich über diese Fragen Gedanken machen, das beweist, daß es noch Ma­Termeister gibt, deren Firmenschild alles andere als ein Be weis einer tüchtigen Leistung ist.

Was für das Firmenschild gilt, das gilt doppelt und drei­fach für das Schaufenster des Handwerkers.. Die Handwerks­betriebe, die ein Schaufenster besitzen, sind garnicht so gering in der Anzahl, wie gemeinhin angenommen wird. Deswegen tann nicht oft genug auf die Wichtigkeit der Ausgestaltung des Schau­fensters hingewiesen werden. In diesem Zusammenhange soll aber nur gesagt sein, daß das bestdekorierte Schaufenster keine Wirkung haben bann, wenn der erste Eindruck des Beschawers nicht der der peinlichsten Sauberkeit ist. Ein Schaufenster, in

* Lahngau- Sängerbund. Vor einigen Tagen hatte der engere Vorstand des Lahngau im Hessischen Sängerbund im Hotel Kobel seine erste Sitzung. Aus den Verhandlungen her­aus war zu erkennen, daß schon jetzt eine etwas straffere Or­ganisationsarbeit geleistet wird. Der Vorsitzende, Amtsgehilfe Emil Koch, teilte mit, daß zu den bereits dem Gau ange= hörenden 62 Vereinen mit den neuhinzugekommenen 10 Ver­einen des alten Oberhessischen Sängerbundes der Lahngau mit seinen 72 Vereinen, der an Vereinszahl stärkste Gau im Hessi­schen Sängerbund ist. Von der vom Schriftführer Albin Klein eingerichteten Gau- Statistik wird dankbar Kenntnis genommen, ebenso von der Mitteilung des Gaukassierers, Spar­nen Gelder zinsbringend angelegt sind. Gelegentlich des 50­jährigen Stiftungsfestes des Gesangvereins Seiterkeit" Gießen anfangs September ds. Js. werden die Sänger des Lahngaues zum ersten Male unter der Leitung des neugewählten Gau­chormeisters, Herrn Musikdirektor Kasten- Gießen, auftreten und einen oder zwei Massenchöre singen.-- Der mit anwesende Provinzialvorsitzende im H. S. B., Lehrer Gengnagel­Grünberg, erhielt in der sich anschließenden Dirigenten- Versamm­lung des Lahngaues, in welcher die Wahl des Gauchormeisters einstimmig auf Herrn Kasten fiel, auch die gewünschten Unter­lagen, welcher unter den Dirigenten und musikfachverständigen Herren als Provinzial- Chormeister gewonnen werden möchte. Die Gründung einer Chordirigenten- Bereinigung für den Be­zirk Gießen und Umgegend ist erfolgt und als Vorsitzender Lehrer Blaẞ- Gießen( bis vor kurzem noch in Großen- Linden) gewählt worden.

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dem in erster Linie die mangelnde Sauberkeit auffällt, ist eben fein ,, Schau" sondern ein Scheu"-fenster. Wegen eines solchen Eindruces gehen manchem handwerklichen Betriebe Kun­den verloren, ohne daß sich der Meister ein Erklärung dafür ge­ben kann. Die Erklärung wird ihm um so schwerer zu finden sein, je mehr im Innern seines Betriebes Ordnung und Sau­berkeit herrscht. Denn es ist ja meistens nur Nachlässigkeit, wenn das Schaufenster durch mangelnde Sauberkeit schlechten Ein­druck macht. Aufgabe der Meisterin muß es sein, auf solche Dinge zu achten!

Während das Schaufenster in erster Linie auf die Passan­ten werbend wirkt, wirkt das Innere des Ladens auf die Kun­den. Die Kundenerhaltung ist aber für den Betrieb ebenso wichtig, wie die Kundenwerbung. Die Ansicht, daß der Kunde dauernd umworben werden muß, muß das Handwerk von den Kauf- und Warenhäusern übernehmen. Die einfachste und da­bei doch wirkungsvollste Werbung ist aber doch die durch Sau­berkeit. Kann es für einen Betrieb ein besseres Werbemittel geben, als das, daß alle Kunden der Ueberzeugung sind:

Der Laden sieht aus, wie ein Schmuckkästchen. Bei vielen Handwerksbetrieben tritt an die Stelle des Ladens die Werkstätte. Dann gilt naturgemäß dasselbe wie für den Laden. Der Kunde wird einen umso besseren Eindruck von dem Betriebe haben, je mehr Ordnung und Sauberkeit vorherrschen. Doch auch in den Betrieben, bei denen der Kunde in der Regel keinen Einblick in die Werkstätte hat, ist Sauber­feit eine wichtige Forderung. Die Sauberkeit in der Werkstätte wirkt sich einmal auf die Werkstätte selbst aus und zum anderen beeinflußt sie auch den Arbeitenden selbst. Die Arbeitsfreu­digkeit wird größer sein in einer sauberen, ordentlich gehalte­nen Werkstätte, als in einer Werkstätte, die durch ihr unfreund­liches Aussehen abschreckt. Natürlich gibt es Gewerbe, deren Werkstätte nicht blendend weiß gehalten sein kann, aber auch in solchen Werkstätten ist durch größere Sauberkeit häufig ein freundlicherer Eindruck zu erzielen.

An die Stelle der Werkstattarbeit tritt für viele Gewerbe die Außenarbeit. Sauberkeit bei ihr verbindet die oben ge­schilderten beiden Wirkungen der Sauberkeit, Werbewirkung auf den Kunden, Hebung der Arbeitsfreudigkeit des Arbeiten­

Nr. 37.

Aus Nah und Fern.

Aus Oberhessen. Ein weit über die Grenzen des Hessen­landes bekannter oberhessischer Landwirt und Tierzüchter, Deko­nomierat Hofmann, feiert am 7. Mai mit seiner Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit. Schon seit Jahrzehnten ist er durch seine Schweinezucht bahnbrechend auf diesem Zuchtgebiet geworden. Infolge seiner hervorragenden Leistungen auf die­sem Gebiete ist er seit Jahren Vorsitzender der Schweinezucht­abteilung der D. L. G., die sich über ganz Deutschland erstreckt. Seit 20 Jahren ist er Vorsitzender des Klubs für Landwirtschaft Frankfurt a. M.

Allendorf. Beim Wenden stürzte auf einer noch nicht frei­gegebenen Straße ein hiesiges Fuhrwerk. Die Insassen, z. T. Kinder, sind teilweise schwer verletzt.

Langsdorf. Am 8. Juli findet hier eine Wiedersehensfeier des Bezirkes Lich des hessischen Artilleriebundes unter Betei­ligung einer ganzen Reihe bekannter alter Artilleristen statt.

Bad Nauheim. Der kleine Bühnensaal des Kurhauses, der neu hergerichtet ist, zeigte bei der Eröffnung der Theathersai­son durch das Hessische Landestheater", daß er für Auge und Ohr reizvoller geworden ist.

Vor etwa 6 Wochen wurde die Eisensteingrube der Bergwerksgesellschaft ,, Luise Jlsdorf" bei Stockhausen wegen Unrentabilität des Be­triebes stillgelegt. Aus dem gleichen Grunde hat nunmehr auch die Gewerkschaft Louise" in Weickartshain bei Grünberg am 30. April den Betrieb ihrer Erzwäscherei eingestellt und sämt­liche Arbeiter entlassen.

Grünberg. Stillgelegte Eisensteinbergwerke.

Büdingen. Ein junger Mann spielte mit einer Spreng­tapsel, als diese explodierte und ihm die rechte Hand zerriß. Alzey. Ein Handwerker geriet mit der Hand in die Kreis­säge. Er wurde schwer verletzt.

Darmstadt. Ehrung Schulrat Hassingers durch die Turner­schaft. Auf einstimmigen Beschluß der Darmstädter Turnerschaft wurde der rege Förderer der Turnsache, Schulrat Sassinger, Leiter der Zentralstelle für Volksbildung, zum Ehrenmitglied der Darmstädter Turnerschaft ernannt.

Mainz. Studienrat Heinrich Werlé von der hiesigen städti­schen Musikhochschule hat eine Berufung als staatlicher Hochschul dozent nach Leipzig erhalten. Vor 22 Jahren fam er als junger Schulverwalter nach Mainz- Kastel; 1908 bezog er als Staats­stipendiat der hessischen Regierung das Hoch'sche Konservatorium in Frankfurt a. M., um Musik berufsmäßig zu studieren. 1911 kehrte er in den Schuldienst zurück, studierte 1921 am Musiksemi­nar in Frankfurt a. M. und machte 1922 an der Akademie in Charlottenburg als erster unter 40 Teilnehmern das Staats­examen. In fünf Jahren vom Volksschullehrer zum Hochschul­dozenten ist jedenfalls ein seltener Aufstieg.

Offenbach. In der letzten Sigung der Stadtverordneten­versammlung wurden die Besoldungsverhältnisse der städtischen Beamten der Reichsregelung angepaßt. Demnach erhalten fünf­tig der Oberbürgermeister 20160 M, die Bürgermeister 17 728 M und die Beigeordneten 15 728 M.

Marburg. Der 3000. Student hat sich zur Immatrikulation für das Sommersemester 1928 gemeldet.

Limburg. Der Vorstand der Bezirksbauernschaft hat be­schlossen, den 9. Nassauischen Bauerntag, der am 7. und 8. Juli in Freiendiez stattfinden sollte, ausfallen zu lassen, und zwar wegen der Not der Landwirtschaft.

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Der Straßenbahnerstreif in Frankfurt und

Offenbach beendet.

Frankfurt a. M. Die Verhandlungen vor dem Reichsar­beitsminister in Berlin haben zur Einigung geführt. Ein Kom­promiß ist von beiden Seiten anerkannt worden. Die Tätigkeit wird heute nachmittag wieder aufgenommen werden.

den. Jeder Handwerker, der eine Arbeit in der Wohnung des Kunden auszuführen hat, kann seine Gesellen und Lehrlinge nicht oft genug darauf hinweisen, daß jede Arbeit mit dem ge­ringstmöglichen Schmutz getan werden soll, und daß der unver meidliche Schmutz nicht in der Wohnung des Kunden zerstreut liegen bleiben muß. Jede Hausfrau wird einen guten Ein­druck von dem betreffenden Handwerker haben, wenn er bei einer Arbeit, bei der Schmutz unvermeidlich ist, um einen Be­sen bittet und den Schmutz so zur Seite fegt, daß er nicht un­nötig herumgetragen wird. Gerade vor dem Schmutz, den die | Handwerker im Hause verursachen, haben die Hausfrauen ja die größte Furcht. Erreicht es nun ein Handwerker, durch Aufmerksamkeit verhältnismäßig wenig Schmutz zu machen, so wird diese Tatsache die Hausfrau so erfreuen, daß sie ihren Freundinnen dies wohl bald berichten wird. Diese Reklame von Mund zu Mund wollen die großen Firmen durch ihre kost­spieligen Reklamefeldzüge erreichen! Durch sie versuchen sie mit einem großen Aufwand an Mitteln, ihren Umsatz zu steigern. Durch Sauberkeit allein schon läßt sich für viele Handwerker dieselbe Reklamewirkung, durch Aufwand von Aufmerksamkeit und einiger Minuten Zeit, also durch einen geringen Kosten aufwand, erreichen. Vereinigt sich nun die Sauberkeit noch mit guter Qualität der Arbeit und mit Pünktlichkeit, so wer der diese Faktoren sich durch einen steigender: Umsatz bald be merkbar machen. Die Stammkundschaft bleibt dem Betriebe erhalten und wird infolge ihrer Zufriedenheit auch für neue Käufer sorgen.

Mit Recht wird jeder Kunde von einer sauberen Werk stätte, von sauberem Laden, Schaufenster oder Außenarbeit schlie­ßen, daß dem Handwerksbetrieb ein gewissenhafter Meister vorsteht, und daß in ihm eine gewissenhafte Meisterin auf Sauberkeit sieht. Denn gerade für die Sauberkeit in Schau­fenster und Laden zu sorgen, ist eine der Aufgaben, die die Meisterin erfüllen kann. Ist der Kunde aber von diesen Ei­genschaften des Handwerkers überzeugt, so wird er stets ein treuer Kunde sein. Macht der Betrieb durch seine saubere Wirkung nach außen hin einen wirklich guten Eindruck, so wird mancher Passant zum Kunden, die Umsatzsteigerung durch

Sauberkeit ist erreicht!

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