Nr. 44
nur finden in
räge aus Billig en Staatssteuer men werden:
on den Finan
n, wenn die für lungen auf die
is 1927 vorgele einzelnen Fall
veg ergangenen st dann sind die Borauszahlungen igt worden, weil den wäre, wenn zugestanden hät
die endgültige Stenerlast füh oweit es berech en auch die aus
nur gestundeten
h diejenigen ge
Sondergebäude
n günstigere Be vom Frühjahr Hessischen Land igt worden sind. , wird erwartet render Rüdsicht roffenen Steuer
Betriebskapital nn erlassen wer Tegenden Vermö mach zu verglei Inlage- und Be er 1923 mit dem
1926 vom Ertrag ssen, wenn nach er Geschäftsjahr Ertrag das ge Einkommen und richtigung gemäß wurfs eines Ge Sei der Entscheid beachten sein, ob oder sonstwie of in Gewerbeertraj
teht er aber außer o wird maßgebend verbeertragssteuer ch belasten wür r gewerbliche Er
jein. Der Erlah
ig berechnen.
t gestundeten Ge
zunächst ausgesezt
9 des Steuervor Voraussetzungen erbesteuer- Voraus besteuerschuld für
e Vorauszahlung
f Grund eines zu chnungsjahr 192 ußfassung vorliegt das Rechnungs n und um minde für 1927 in Söh rechnung auf di
ieder in der Ur sich selbst, sei nnen. Die A Tage mit hei
r. Sie haben e
5 binnendeutsc
eit hinter ihne
iedenen Arbeits
1s, in welchem die der Weiterarbeil Auslandsdeutigen
ort. Die einzelnen atungen zusammen
uses und der Er orgearbeit und Lie De zufällt und di
weithin werben
er, denen in de bare Wege sich ge Te Leiter und Ver halten ihre Gon ietet sich die Mög
Meinungen einzu
ie ja fast alle des Volksschuhe Lebenswelt.
Pfingsten besonders Brüderlichkeit und
t vollendet ist,
von Herzen, Han Des Saffes und un
Wo unferem Boll
ihn aufgenomme
rendeutfchtums wit Itsdeutschen Pfing
gesprochen: ohnen,
Babenbied
Gamstag, den 2. Juni 1928.
laufenden Staatssteuern
von Amtswegen zu vergüten. Die endgültige Gewerbesteuerschuld für 1928 kann und muß sonach erst nach Inkrafttreten des in Vorbereitung befindlichen Gewerbesteuergesetzes für 1928 im Wege ordnungsmäßiger Veranlagung ermittelt werden. Erst nachdem diese rechtskräftig feststeht, kann die Frage entschieden werden, ob die alsdann noch verbleibende Gewerbesteuerschuld 1927 auch noch im Billigkeitswege weiter ermäßigt oder ganz erlassen werden kann. Für dieses Erlaßverfahren sind die für die Gewerbesteuer 1926 vom Anlage- und Betriebskapital sowie für diejenige für 1925 oder 1926 vom Ertrag gegebenen Richtlinien sinngemäß anzuwenden.
Die Gefahren der Ausstellung ungededter Schecks.
Klagen des Bankgewerbes über das Vorkommen ungedeckter Schecks haben dem Preußischen Justizminister Veranlassung gegeben, auf das Gefährliche solcher Handlungen hinzuweisen. Abgesehen von offenbaren Scheckschwindeleien gibt es Leute, die einen vordatierten Scheck ausstellen und hoffen, bis zur Vorzeigung des Schecks noch die nötige Deckung auf ihr Bankkonto bringen zu können. Auch in solchen Fällen kann Bestrafung wegen Betruges erfolgen, wenn der Aussteller eines ungedeckten Schecks dem Empfänger nicht entsprechende Mitteilung gemacht hat und wenn er nicht nachweisen kann, daß er mit der Möglichkeit rechnen durfte, rechtzeitig Deckung zu beschaffen. ErKonto zwar noch besteht, Zahlungen aber seit längerer Zeit schon nicht mehr darauf eingegangen sind. Mit Rücksicht auf die besondere Bedeutung der in Frage stehenden Straftaten hat der Minister angeordnet, daß Strafverfahren wegen Scheckschwindels regelmäßig nicht durch die Amtsanwaltschaften, sondern durch die Staatsanwaltschaften bei den Landgerichten zu bearbeiten sind.
Lokales.
Eine sehr gut besuchte Versammlung
hielt der hiesige Hausbesigerverein gestern im Cafe Leib ab, um gegen die von der Stadtverwaltung geplanten Erhöhungen des Wassergeldes, der Grund- und Gewerbesteuern zu protestieren. Nach kurzen Begrüßungsworten durch Herrn Stadtverordneten Launspach, referierte Herr Stadtv. Nikolaus in sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen über die beabsichtigten Steuererhöhungen und die Stellung des Hausbesitzes im besonderen und die des selbständigen Mittelstandes im allgemeinen zu denselben. Eine rege Aussprache, die dem Stadt. Nikolaus vollauf zustimmte, schloß sich dem Referat an.
Die äußerst wirkungsvoll verlaufene Versammlung trennte sich, nachdem man einstimmig folgende Resolution, die dem Oberbürgermeister zugehen wird, angenommen hatte:
,, Die heute abend, am 1. Juni 1928, im Kaffee Leib verjammelten Gießener Haus- und Grundbesitzer und die anwesenden Interessenten aus dem Stande der Gewerbetreibenden erheben hierdurch schärfsten Protest gegen die von der Stadt Gießen geplante Erhöhung des Wassergeldes und der Grund- und Gewerbesteuer. Wir lehnen diese untragbare Mehrbelastung ab, weil
1. sie nur aus der Substanz bestritten werden kann; 2. dadurch Mittel hinweggesteuert werden, die zur Ich diejenigen Weit Erhaltung des Hauses und der Wohnungen unbedingt notwendig sind;
3. viele der Hausbesitzer dadurch in ihrer Existenz aufs schlimmste bedroht werden."
* Straßensperre. Wegen Ausführung von Dachdeckerarbeiten am Turm der Stadtkirche ist die Kirchstraße ab Mittwoch, Den 30. Mai, bis einschl. Dienstag, den 5. Juni 1928, zwischen Kirchenplatz und Burggraben für allen Verkehr polizeilich gejperrt.
* Bon der Universität. Die Gesamtzahl, der an unserer Universität im laufenden Semester immatrikulierten Studieren
Pfingsttagung des Vereins für das
,, Gießener Zeitung"
den beträgt 1627, darunter 86 Frauen. Der a. o. Professor für Haut- und Geschlechtskrankheiten Dr. Stephan Rothmann ist zum Abteilungleiter an der ungarischen staatlichen Landesversicherungsanstalt in Budapest ernannt und von der Uninersität auf ein Jahr beurlaubt worden.
* Vor tierärztlichem Studium wird gegenwärtig ernsthaft gewarnt. Der Berufsstand ist überfüllt und für viele Jahre ist der Abgang reichlich gedeckt.
* Hofrat H. Steingoetter †. Wie aus Wendlingen in Würitemberg gemeldet wird, ist dort der frühere Intendant des hie= sigen Stadttheaters, Hofrat Hermann Steingoetter, nach längerem Leiden gestorben. Er hatte erst Anfang dieses Jahres sein 25jähriges Direktionsjubiläum gefeiert und sich dann nach Uebernahme der Theaterleitung durch den neugewählten Intendanten Dr. Prasch in den wohlverdienten Ruhestand in seiner württembergischen Heimat zurückgezogen. Hofrat Steingoetter hat sich in dem Vierteljahrhundert seiner Gießener Tätigkeit um den Ausbau des Stadttheaters große Verdienste erworben.
* Erholungsaufenthalt für Kinder an der See. Das städti= sche Wohlfahrtsamt weist darauf hin, daß an der diesjährigen Kur im Ostseebad Arendsee- Brunshaupten vom 3. Juli bis 14. August Kinder teilnehmen können, deren Eltern die Kosten selbst zu tragen bereit sind.
* Die Feriensonderzüge 1928 hat die Reichsbahn in einem Uebersichtsheftchen zusammengestellt, das für 20 Pfg. an der Bahn zu haben ist.
* Eine Grünlandjohrt durch Oberhessen will am 15. und 16. Juni die Landwirtschaftskammer gemeinschaftlich mit dem Verein zur Förderung der Grünlandwirtschaft abhalten. Insbesondere sollen dabei einige Betriebe in der Nähe von Gießen und Büdingen besichtigt werden.
* Die Tannen blühen. Nur in jedem dritten Jahr pflegen die Tannen so reich zu blühen, daß ihre Blüte auch denjenigen in die Augen fallen muß, die nicht gewohnt sind, auf alle Vorgänge in der Natur zu achten. In diesem Jahr blühen sie so reich, daß auch der Unaufmerkſamste die Blüte gewahr werden muß. Die grünen Tannen haben sich in einen roten Mantel gehüllt, unter den Bäumen liegt der Blütenstaub wie eine braune Decke. Nur wenige Tage dauert das seltene Schauspiel.
* Nach kurzer Verzögerung treten jetzt die Schnaken in ziem= licher Zahl auf. Bekanntlich soll dieses Jahr ein Schnakenjahr sein und für die Sommermonate ist eine wahre Landplage der Schnaken vorausgesagt. Wirksame Bekämpfung sollte jetzt schon einsetzen.
Aus Nah und Fern.
Oberhessisches Bich auf der deutschen Landwirtschafts- Ausstellung.
Die Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Leipzig wird nächsten Dienstag ihren Anfang nehmen. Die Provinz Oberhessen wird in der Abteilung Viehzucht mit 10 Stück Vogelsberger Rotvieh und 25 Stück der weißen hessischen Edelziege vertreten sein.
Steinbach, Landwirt Kepler 1. und Frau feierten am 1. Juni in voller Rüstigkeit das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Die Jubilare sind 86 bezw. 81 Jahre alt.
Bad Nauheim. Zu den neuerdings von hier aus viel besuchten Ausflugsorten gehört auch das im Usatal gelegene Dorf und Schloß Ziegenberg, das verschiedene Erinnerungen an Goethe birgt. Die sog. ,, Goethe- Räume" sind den Besuchern zugänglich. Im Schloßpart ist ein Denkmal aufgestellt, das von Goethe entworfen wurde.
Schotten. Am Mittwoch besuchte der Minister für Arbeit und Wirtschaft, Korell, die in der Turnhalle untergebrachte Gewerbeschau des Ortsgewerbevereins Schotten, die Beweis von der Rührigkeit der Geschäftsleute und Gewerbetreibenden Schottens und des hohen Vogelsberges ablegt.
Lauterbach. Beim Neubau der hiesigen Sparkasse ist ein
Deutschtum im Ausland( V. D. A.) in Süthwohl- Darmstadt und zahlreicher Lehrer und Lehrerin
Gmunden( Desterreich).
Von Dr. Götz- Darmstadt.
=
Wie alljährlich, so fand auch in diesem Jahre zu Pfingsten die Hauptversammlung des Vereins für das Deutschtum im Ausland statt. In den letzten Jahren ist diese Tagung für alle Deutschen, die sich zur Gemeinschaft ihres Schidſals und ihrer Kultur über staatliche Grenzen hinweg bekennen, ein Höhepunkt des Erlebens. Die immer steigenden Teilnehmerzahlen der Tagungen in Kufstein, Hirschberg, Goslar und jetzt Gmunden beweisen dies ebenso, wie die begeisterte Anteilnahme unserer Jugend, die in vielen Tausenden aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes und der auslandsdeutschen Gebiete herbeigeeilt, um sich zu erwärmen an der Glut, die von diesen großdeutschen Zusammenkünften ausströmt. Das ganze Deutschtum soll es sein! heißt hier die Losung, fürwahr ein Ziel, für das die größte Begeisterung gerade groß genug ist. Die Wesenserhaltung und Bestandssicherung des deutschen Volkes steht im Mittelpunkt der Werbe- und Schutzarbeit des V. D. A., eine Aufgabe, die mit den Pflichten unserer auslandsdeutschen Landsleute gegenüber ihrem eigenen Staat feineswegs in Konflikt zu treten braucht, so lange der Gaststaat Verständnis und Duldsamkeit gegenüber dem kulturellen Eigenleben seiner Minderheiten zeigt. Konflikte, entstehen erst dann, wenn dieses Eigenleben von der im Grunde wesensfremden Majorität des Gastvolkes aus Gründen, die für die lebenswichtigen Interessen des Gaststaates nicht wesentlich sind, unterdrückt wird( vgl. Südtirol). Schon aus diesen Feststellungen ergibt sich die überragende Bedeutung der Volkstumsarbeit des V. D. A. für das Volksganze.
Kein Wunder, daß auch bei uns in Hessen sich weite Kreise, mamentlich unserer Jugend, begeistert für die Arbeit am Volkstum einsehen. Und gerade die Pfingsttagungen stellen nach außen hin eine mächtige Kundgebung in dieser Richtung dar. Wlljährlich werden schon monatelang die Vorbereitungen zur Pfingstfahrt getroffen und am Freitag vor dem Fest rollt dann deer Extrazug Hessen mit etwa 1000 Jungen und Mädels in
ferne Gauen. So fuhr auch heuer die hessische Jugend mit we henden Wimpeln, unter der bewährten Führung von Prof. nen gen Südosten zu dem Brudervolk Desterreich, nach Gmunden im Salzkammergut, neuem Erleben entgegen.. Gmunden, das liebliche Städtchen am Traunsee, hat sich
Nr. 44
wertvoller Münzfund gemacht worden. Man stieß auf einen Topf voll Silber- und Goldmünzen aus den Jahren 1301 bis 1650. Etwa 1000 Stück oder noch mehr sind geborgen worden; einige tragen das Bildnis des Kaiser Karl V. Man hat den Fund im Kreisamt verschlossen und den Denkmalpfleger telegraphisch gerufen.
Gelnhausen. Die bekannte Mühle Ringshausen ist mit den Maschinen, sowie mit allem Inventar und Vorräten bis auf die Umfassungsmauern durch ein Großfeuer vernichtet worden. Die Entstehungsursache ist unbekannt.
Brand im Darmstädter Krankenhaus.
Darmstadt. Freitagnachmittag wurde die Berufsfeuerwehr nach dem Städtischen Krankenhaus gerufen, wo ein größerer Dachstuhlbrand ausgebrochen war. Die Feuerwehr griff mit zwei Schlauchleitungen ein und konnte das Feuer nach halbstündiger Tätigkeit auslöschen, so daß sich die Aufregung unter den Kranken wieder legte. Glücklicherweise ist nur Schaden an Material und am Dachstuhl entstanden.
Wiesbaden. Am Dienstag, den 29. Mai, besuchte der hessische Staatspräsident und Kultusminister Adelung mit Gattin die Ausstellung„ Das Deutsche Porzellan".
Wieviel Autos gibt es in der Welt?
Es gibt zur Zeit ca. 27 Millionen Autos in der Welt. Hiervon kommen allein 23 Millionen auf Amerika; von den bleibenden 4 Millionen entfallen je eine Million auf England und Frankreich und der Rest auf die übrigen zivilisierten Länder.- Auf wieviele Einwohner eines Landes kommt zur Zeit ein Auto? In Amerika auf je fünf, in Kanada auf je 10, in Neuseeland auf je 12, in Australien auf je 16, in Frankreich auf je 43, in Argentinien auf je 44, in Groß- Britannien auf je 45, in Dänemark auf je 53, in Deutschland auf je 54, in Belgien auf je 60 in Rußland 1 auf je 7000.-
Was die Produktionsleistung anbetrifft, so marschiert auch hier Amerika an der Spitze. Dort werden jährlich 4 Millionen Autos hergestellt; es folgt Frankreich mit 200 000 Wagen, England mit 190 000 Wagen, Italien mit 64 000 und Deutschland mit 54 000 Wagen.
Neue Bücher.
Deutschland als Einheitsstaat. Vortrag gehalten im Auftrage der Leipziger Messe von Professor Ernst Horneffer aus Gießen. Verlag G. D. Baedeker. Geheftet Mt. 2,-. Für die deutsche Staatsbildung sind vor allem leitende Ideen erforder= lich, die der bekannte Staatsphilosoph der Gießener Universität, Professor Ernst Horneffer, in dieser kurzen Schrift mit überzeugender Kraft vorträgt, eine der bedeutendsten wirtschaftlichen Mächte Deutschlands. Die Leipziger Messe hatte bei der diesjährigen Frühjahrsmesse Horneffer zu diesem Vortrag über das so wichtige Problem des deutschen Einheitsstaates eingeladen. Der gleiche Vortrag wurde fürzlich auch vor den Großhandelstreisen Kölns gehalten u. hat beide Mal die tiefste Wirkung ausgeübt. Der besondere Vorzug aber dieser Schrift ist, daß zugleich auch die Wege aufgewiesen werden, aus der geschichtlichen Notwendigkeit, wie die ausgesprochenen Ideen zu verwirklichen sind. Der neue Reichstag wird der Aufgabe der Reichsreform nicht ausweichen können, vielleicht auch nicht wollen. Deshalb wer den alle politisch Interessierten in jeder der Parteien und an allen verantwortlichen Stellen dieser mutigen und durch= greifenden Schrift Beachtung schenken müssen.
Geschäftliches.
Künstliche Augen. Wir machen darauf aufmerksam, daß die bekannten Augenkünstler F. Ad. Müller Söhne aus Wiesbaden am 11. und 12. Juni 28 in Gießen, Universitäts- Augentlinit, sich aufhalten werden, um künstliche Augen in Anwesenheit der Patienten anzufertigen und einzupassen.( Siehe Anzeige:) Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Bauernvolt im Burgenland, vom Voltskampf in Südsteiermart, den Freiheitskämpfen in Kärnten. Daneben tam aber auch reichsdeutsche Grenznot durch berufenen Mund zum Vortrag: Frau Staatssekretär Brugger sprach über die Leiden der Rheinländer und Frau von Vopelius- Sulzbach über die Saarfrage. Am
empfangen. If hirat die pielen Taufende deutscher Brüder zu Arbeitsgebiete der Frauenarbeit behandelt. Die eigentlichen
Ueberall wehende Fahnen in deutschen und österreichischen Reichsfarben, Girlanden und Pflanzenschmuck, fröhliche Gesichter und gastliche Ausnahme. Leider macht der Himmel zunächst ein trübes Gesicht: Es regnet seit einigen Tagen Bindfaden, aber einer frischen Jugend macht diese Ungunst des Wetters nichts aus. Sie ist zunächst auch erholungsbedürftig nach der langen Bahnfahrt und benutzt den Samstag zur ausgiebigen Ruhe in den Quartieren, für deren Bereitstellung für Hessen Prof. Dr. Breidenbach Darmstadt treff= lich gesorgt hatte. Und siehe, schon am Pfingstsonntag, an dem wir diese Zeilen schreiben, hat der Regen aufgehört, und schon wimmelt es von Scharen deutscher Jugend in den Gassen und am See, der blaue V. D. A.- und die Landeswimpel wehen, und die zahlreichen Schülerkapellen schmettern ihre Märsche in den Maientag. Heilrufe ertönen allenthalben: Das alte Pfingsterlebnis des V. D. A. tritt auch dieses Jahr ein und verheißt einen gewaltigen Höhepunkt für den Haupttag, den Pfingstmontag.
In den voraufgehenden Tagen aber ist inzwischen ernste und erfolgreiche Arbeit in zahlreichen Sondertagungen und Sigungen, vor allem in der Hauptversammlung selbst geleistet worden. Hierüber sei heute kurz berichtet:
Die Tagung begann auch in diesem Jahre mit einem Begrüßungsabend der Frauen, bei dem Frau Dr. Thalmann= Wien einen geistvollen Vortrag über den„ österreichischen Menschen" hielt. Am Freitag fand die Frauentagung unter dem Vorsitz von Frau Pazelt Wien statt:„ Wir wollen nicht Auslandsdeutsche sein! Wir sind Deutsche voll und ganz", dieses von einem Teilnehmer geprägte Wort zog sich als Grundmotiv durch all' die zahlreichen Referate dieser Sitzungen. Oesterreichs Grenznot war der Mittelpunkt für eine Reihe wertvoller Vorträge. Man hörte von den Gefahren durch das in Wien und Niederösterreich vordringende Tschechentum, vom
bildung der Mädchen( Frau Kunkel- Berlin), das Kinderheim Crossen( Frau Straub- Frankfurt), Studienfahrten( Frau KleinKarlsruhe), Studentensürsorge( Frau Rabl- Leipzig) und Berichte über die Frauenarbeit in Desterreich waren Gegenstand von Referaten und Aussprachen. Aus allen Vorträgen gewann man den Eindruck, von welcher Bedeutung gerade die stille, zähe Arbeit der Frauen für die Bolkstumarbeit des V. D. A. iſt. Am Freitag Abend fand eine Hauptverstandssigung statt, die der Vorbereitung der Hauptversammlung galt.
In der Frühe des Samstag trafen dann von allen Seiten die Extrazüge ein, aus Breslau, Nürnberg, Halle, Hannover, Kassel Dresden, Kiel, Mainz, Berlin, Stettin, Frankfurt. Auch unser hessischer Extrazug rollte in den Bahnhof und die hessische Jugend wurde dort trog einstündiger Verspätung von dem ge= schäftsführenden Vorsitzenden des L. V. Hessen, Dr. Diemer, und den Damen der Frauenortsgruppe Darmstadt unter Füh rung von Frau Dr. Köpte begrüßt.
Um 9 Uhr begannen bereits die Beratungen des Hauptausschusses, an denen vom L. V. Hessen der 1. Vorsigende, Staatsrat Block, und der geschäftsführende Vorsitzende Dr. Die= mer, sowie das Hauptausschußmitglied Frau Dr. Köpke teilnahmen. Gegenstand der ersten Aussprache waren interne Vereinsangelegenheiten, vor allem die Wahl des ersten Vorsitzenden, für die die Kandidaturen vom Reichsminister a. D. Dr. Külz und dem Gesandten a. D. von dem Bussche einander gegen= überstanden. Nach eingehender Aussprache erklärte fiu, die Versammlung mit 51 gegen 47 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen für Herrn von dem Bussche. Vor den eigentlichen Berhandlungen des Hauptausschusses nahm die Versammlung einen inhaltsreichen Vortrag von Prof. Eibl- Wien über das Thema ,, Der Desterreicher im Gesamtdeutschtum" entgegen. ( Fortsetzung.)


