Einzelbild herunterladen

Nr. 5. Sonnabend, den 1. Dezember 1928.

,, Gießener Zeitung"

en auszuführen mit Teer gefülltes Faß fing Feuer und die sich entwickelnden ordentlich empfänglich. Meistens breitet sich die Entzündung

Zahler den An

to ein, da lie Röhl von den umherfliegenden Holzteilen tödlich verletzt wurde.

Gase drückten den Boden des Fasses mit solcher Wucht aus, daß

nicht, wie das

uf fünfzig Mart

Kirchhain. Wie wir hören, ist der Landrat von Gilsa in Kirchhain, dem Vorwürfe wegen seiner Amtsführung gemacht

rag der Anlage werden, zur Disposition gestellt worden.

is dreißig Mart werden, ebenso ohnung oder in

im Falle eines

30 Mart wird

legen läßt, hai ihren zu zahlen rtzwanzig Mart

Weilburg. Der Kreistag des Oberlahnkreises lehnte einen Dom Kreisausschuß eingebrachten Antrag zur Erbauung eines Kreissparkassengebäudes ab, bezw. setzte die Astimmung auf sechs Monate aus. Der Bau erfordert einen Kostenaufwand

Don 205 000 Mark.

Frankfurt a. M. Bei der Aufführung von Hasenclevers ,, Chen werden im Himmel geschlossen", die am Mittwochabend hier stattfand, hat sich ein seltener Theaterstandal er­eignet. Bereits vor der Vorstellung wurden vor dem Schau­spielhaus Flugblätter verbreitet und verteilt, die von den Frankfurter Pfarrern Manz und Schumann unterzeichnet waren und einen flammenden Protest gegen das Stüd enthielten. Nach dem dritten Akt stand in einer Balkonloge einer der Protestler

detages. meister Dr. Völ auf und hielt eine Ansprache an das Publikum, das sich aber Oberhessen des ablehnend verhielt. Der herbeieilende Direktor der Städtischen eine diesjährige Bühnen, Seckel, konnte durch gütiges Zureden den Redner ent­mehrere hunder fernen. Daraufhin wurde das Stück zu Ende geführt.

den verschieden

Koblenz. Die Besatzungsbehörde hat jetzt die von ihr be­

Provinzialver nutzten, seit zehn Jahren beschlagnahmten Räume im Rat­

nej, die Kreis rtreter vertreten

haus freigegeben. In der Stadtverordnetenversammlung erklärte der Oberbürgermeister, damit sei jetzt das Gefühl der

den Geschäftsbe Unfreiheit und Unabhängigkeit von der Stadtverwaltung ge=

des Ueberlands

erg über Die

neinden".

r Graef hervor

Fern.

ert, das von dem Jahres veranstal n. Dazu ist das gts. Gießen aus

nommen worden.

Der böse" Finger.

e Provinz Ober art bedeute, den mmen habe. Ein Kleine Verletzungen, wie sie beim Hantieren im Haushalt en, daß der Vor und Beruf so häufig vorkommen, bilden oft den Beginn von inzialverwaltung schmerzhaften, langwierigen und bei falscher Behandlung bis= arifs verhandeln weilen lebensgefährlichen Eiterungen im Bereich der Finger Oberg über ,, Die und der Hand. Durch einen Stich mit der Nähnadel, durch und Bürgermei Wundscheuern beim Waschen, durch Einrennen eines kleinen flichtversicherung Splitters und vieles andere wird der schützende Abschluß der den kleinere An Haut durchbrochen. Eitererregende Bakterien, die in großen Mengen an den Gegenständen und an unserer Haut haften, werden ins Gewebe verimpft. Hier entspinnt sich ein Kampf zwischen den Bakterien und den bakterienfeindlichen Gewebs­träften. Erweist sich das Gewebe als stärker ,, so werden die Bat­terien vernichtet und die Verlegung heilt, wie das glücklicher­weise meist der Fall ist. Sind die Bakterien aber besonders giftig, oder der Widerstand des Gewebes ist herabgesetzt, so kommt es zur Entzündung. Diese äußert sich frühestens nach sechs Stun­den, oft aber auch noch später in einem Gefühl der Schwere, Rötung der Umgebung und leichten Schmerzen. Nach weiteren Stunden werden die Erscheinungen stürmischer. Besonders der Schmerz, der entsprechend dem Pulsschlag klopfenden Charak­ter annimmt, wird unerträglich und raubt dem Befallenen jeden Schlaf. Die Heftigkeit des Schmerzes, der für die Fin­gerentzündungen so typisch ist, wird bedingt durch den zuneh­menden Druck der Entzündungsflüssigkeiten, die sich nirgends Luft schaffen können. Nach außen hindert der Durchbruch die dide Hornschicht der Fingerhaut, nach der Seite straffe Binde­gewebskulissen, die von der Haut senkrecht zum Knochen ziehen und der Fingerhaut ihre Unverschieblichkeit verleihen. In eini­gen glücklichen Fällen gelingt es dem Eiter nach Tagen, in denen der Kranke durch die fortwährenden heftigen Schmerzen, die Schlaflosigkeit und aufgehobene Nahrungsaufnahme sehr heruntergekommen ist, die millimeterdicke Hornschicht von innen durchzunagen. Es erfolgt der Durchbruch nach außen in Form ciner kleinen Fistel, die noch wochenlang eitern kann. In zahl= reichen Fällen erfolgt aber der Durchbruch nicht nach außen, sondern nach innen in die Sehnenscheiden. Darunter versteht man feine Häutige Hüllen, von denen die Beugesehnen der Finger umscheidet sind, in denen die Sehnen hin und her glei­ten. Diese Räume, die beim Daumen und Zeigfinger bis über das Handgelenk hinaufreichen, sind für die Infektion außer­

Von Dr. med. Carl Neller Altona.

gvereins ,, Sän biläums stiftete iger Widmung chossen wurde in Shilippi. Da di

war, dürfte der eine eingehende

erschwunden wat Jezt ist aus der des Verjchollenen Irbeit suchte, den

gen ein were gepflanzten Dbf ronen vollständig

ist in Stein

getommen. Gin

as Midden, das nettes Ding, nur

hte Mund stand

gen Gesicht. So

Gabriel Mar

Ditische, aber aud

pitulanten" Wi t, ging er imm

ftern, bewunder

s hieß soviel al

zwar etwas m

infche- er nam ohl Herr Wün

eiter und ich ni

fonft immer be

zum Stalldie

aubt. Da ich n

mit dem Gabri

rt weden tönn

fugen zuzuwende Doch fie erflä

e einfach warte

briel- Max- Mädchen, mir zum Wächter und Wecker bestellt, fielen die Augen zu

Als wir erwachten, schmetterten draußen schon die Trom­peten zum Ausrücken. Die Wirtin, die, voll Schreden um mich, geklopft hatte, wies voll empörter Strenge Eva aus dem Para­diese.

Ich blickte zum Fenster hinaus und sah eben noch den Be­titt um die Ecke verschwinden. Zitternd kleidete ich mich an, türmte hinab und sprang auf mein Pferd, mit dem ein mit­leidiger Trompeter vor dem Hause gehalten hatte. Dann ging es Galopp über das Pflaster, daß die Funken stoben und ver­schlafene Bürger verstört ans Fenster stürzten. Zu spät kam ich aber doch an.

Ob ich nun von den neuen Lebenserfahrungen ermüdet war oder jener Kopf von Gabriel Mar mir nicht aus dem Sinn wollte, genug, das Exerzieren ward mir an diesem Morgen jauer. Das Reiten in der wogenden, drängenden, galoppieren­den Schwadron mußte jedem Eindruck machen. Damit beim Einschwenken die Linie beieinanderbliebe, fand stets ein gewis­jer Druck von den Flügeln aus statt. Und diese Preßwurſt" nahm bisweilen so abenteuerliche Formen an, daß die Reiter in der Mitte, förmlich aus dem Sattel gehoben, über dem Pferde zu schweben schienen.

e fie ja dann aus

log ich, mich wa

gab es aber do

um night in der

erwachen glaubt

Ich träumte, de

ftlid felbft mix

Dingen, nur bun einem unerfah

befchämenden,

Auch dem

Das war mir anfangs beinahe beängstigend, vor allem, wenn etwa bei Schwenkungen in Schwadronsfront der Druck im dritten Zuge, in dem ich ritt, derart wuchs, daß man erwarten mußte, der Gaul würde, durch die Luft getragen, erst beim Nach­lassen solcher Gewalt den Boden wiedergewinnen. Es beseligte mich so, daß ich laut schrie, wie denn überhaupt in der Schwa= dron beim Exerzieren unglaublich geflucht wurde; übrigens durchaus ungefährlich, denn bei dem Höllenskandal der sechs= hundert den Boden schlagenden Hufe, dem Klirren und Klappern der Säbelscheiden und Bügel hörte niemand einen Ton. Man verstand ja auch oft, vor allem im Galopp, die Kom­mandos nicht; erst recht nicht, wenn der Boden hart und trocken Dax. Dann konnte man kaum atmen, und Reiter wie Pferde husteten und prusteten. Die Hand vor Augen sah man nicht.

in kürzester Zeit auf die ganze Sehnenscheide aus; die Schmer­zen werden noch stärker, die kleinste Bewegung des Fingers ist unmöglich, es tritt hohes Fieber auf, das Allgemeinbefin= den ist erheblich gestört, turz, es besteht ein schweres Krant­heitsbild. Sehr bald ist die im Eiter schwimmende Sehne zer­stört, womit die endgültige Versteifung des Fingers besiegelt ist. Tritt auch jetzt noch keine sachgemäße Hilfe ein, so geht die Eiterung von den Sehnenscheiden auf die Hohlhand und den Unterarm über und breitet sich in dem lockeren Zellgewebe sehr rasch aus. Auch vielfache Einschnitte vermögen es oft nicht, der nunmehr äußerst lebensbedrohlichen Infektion Herr zu wer den, und nicht selten muß der Arm abgesetzt werden, um die allgemeine Blutvergiftung zu verhindern. Diese lettere kann übrigens in jedem Stadium der Infektion, schon im ersten Be­ginn, auftreten. Das Alarmsignal bilden jene bekannten roten Streifen, die sich an der Beugeseite des Arms bilden sowie die Schmerzhaftigkeit und Anschwellung der Achseldrüsen. Jm Publi­fum werden die roten Streifen häufig als Blutvergiftung" bezeichnet. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Entzündung der abführenden Lymphgefäße und Lymphdrüsen, die bei sach­gemäßer Behandlung des ursprünglichen Infektionsherdes bald abflingt.

Bei wenigen Erkrankungen ist die möglichst frühzeitige ärzt­liche Behandlung so ausschlaggebend wichtig wie beim bösen Finger". Leider ist diese Tatsache beim Publikum noch wenig bekannt, und immer wieder muß der Arzt mit Bedauern fest­stellen, daß wertvollste Zeit mit allen möglichen, teilweise un­sinnigen Maßnahmen vertan wird. Hat man sich verletzt, so betupfe man die Stelle mit etwas Jodtinktur, die in keinem Hause fehlen sollte, mache sich einen kleinen Schutzverband und schone den Finger. In der Ruhe wird das Gewebe am besten mit ben eingedrungenen Bakterien fertig. Treten die ersten Symp­tome der Entzündung auf, Rötung und leise Schmerzen, so fann man noch versuchen, durch einen feuchten Verband mit ver­dünntem Alkohol die Infektion zu unterdrücken. Werden aber die Schmerzen stärker, so gehe man unverzüglich zum Arzt. Die ärztliche Behandlung kann bei festgestellter Eiterung vernünf­tigerweise in nichts anderem bestehen, als im Freilegen der Eiterung durch einen kleinen Einschnitt. Hierdurch werden die entzündlichen Flüssigkeiten abgeleitet, der Durchbruch in die Sehnenscheiden wird verhütet, der quälende Schmerz ist mit einem Male behoben. Das Gewebe wird jetzt am besten der Infektion Herr, die Erkrankung auf die kürzestmögliche Zeit be­schränkt und volle Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit der Finger gewährleistet. Vor diesem kleinen Eingriff braucht sich heute kein Mensch mehr zu fürchten. Jeder Arzt ist in der Lage, die kleine Operation in einem kurz dauernden Rausch oder in örtlicher Betäubung völlig schmerzlos zu gestalten und damit Schmerzen und größte Gefahren zu bannen.

Nene Bücher.

von

Hilfe! mein Zwerchfell! 1000 Wize und Anekdoten Ernst Warlig. 292 Seiten. Preis geb. Mt. 3.50, Bart. Mt. 2.50. Max Hesses Verlag, Berlin- Schöneberg 1. Das ist der wahre Grillentöter, der uns allen gefehlt hat. Man muß lachen, ob man will oder nicht. Und mag Warlig auch bei dieser oder jener Pointe ein Auge zugekniffen haben er wahrt überall die Form, tut niemanden etwas zuleide und ist und bleibt geist­reich.

-

Bevor Sie mit Ihren Weihnachtseinkäufen beginnen, las­sen Sie sich durch die Elegante Welt" beraten, deren neuestes Heft soeben als erste Weihnachts- Sondernummer erscheint. Es bietet Ihnen wertvolle Anregungen und Belehrung bei Aus­wahl der Geschenke für die Dame und den Herrn. Preis 1 Mt.

André Maurois, Bernhard Quesnap. Roman. Ein­zig berechtigte Uebersetzung von Lina Frender. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin- Char­lottenburg. 2. Maurois gilt mit Recht als eine Persönlich­keit der jüngsten französischen Dichter. In diesem Roman schil­dert er das Leben einer großen Wollspinnerei, ihrer Inhaber,

mettere ab, wenn in

Jmmer mußte man sich sagen, wenn jetzt ein Graben droht, fo liegen wir da wie hingemäht. Unbegreiflich, wie die klugen Tiere den Boden fanden! Noch unfaßlicher, daß, in die Staubwolken hinein ein Signal schmetterte und man in er= höhter Gangart aufmarschierte, die vier Züge überhaupt noch beisammenblieben. Das größte Rätsel aber schien dieses: so­bald der Staub sich verzogen, stand die Schwadron da, wie mit dem Lineal gerichtet.

Nach dem Absigen mußten meiner Nummer achtzehn immer die Gurte nachgezogen werden, da sie beim Satteln sich aufzu= blähen pflege, wie mancher eitle Pinsel auch. Dann kam erst der Flügelunteroffizier und sah nach dem Eisen, später der Zugführer, schwarz von Sonne, Dredpagen und Staub. Damit nicht genug, erschien auch noch der Rittmeister. Der sah mehr als alle andern zusammen.

So durchgesiebt, gingen wir über die Hindernisse. ,, Philipp" auf der Spinne" vornweg. Dann aber: Trompeter an die Tete!" und eingerückt. Mein Zuspätkommen schien vergessen.

So hätte der Tag denn, so gefährlich er begonnen, noch gut enden können, wäre nicht das Mädchen mit den verglasten Augen und der jähen Liebe verschwunden gewesen. Die ge­strenge Wirtin hatte das arme Ding unverzüglich hinausgesetzt.

Was sollte ich tun? Ich kannte nicht einmal ihren Namen. So habe ich mich, wie Dichter nun einmal sind, viele Jahre später von dem Erlebnis entlastet in einer kleinen Geschichte, die ich ,, Das Glück" nannte. Dort, wo du nicht bist, ist das Glück!"

Zum Trauern hatte ich damals feine Zeit. Das Leben drängte vorwärts, oder wie es jetzt hieß: der ,, Königliche Dienst". Er ließ mich nicht, bis ich endlich abdampfte nach Berlin, um die Fähnrichprüfung nachzuholen.

Bald darauf kam denn auch die Belohnung. Herr Wünsche fonnte mich nicht mehr Herr Umtita", sondern mußte mich ,, Herr Unteroffizier" nennen, und meinem Aufstieg lag damit nichts mehr im Wege.

Nr. 95.

ihrer Direktoren, Angestellten, Arbeiter und Arbeiterinnen. Ein interessantes Gegenstüd zu Gustav Freytags Soll und Haben."

-

*

Maria Karlweis, Amor und Psyche auf Reisen. Roman. Mit einem Begleitwort von Jakob Wassermann. Volks­gemeinschaft der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. S., Berlin- Charlottenburg 2. Marta Karlweis hat einem Stoff von Modernität eine dichterische Form gegeben. Aus tiefem Ver­ständnis für die Wirrnis der heutigen Zeit wächst klare, über­legene Gestaltung. Das Begleitwort Jakob Wassermanns gibt wesentliche Ausschlüsse über die künstlerische Behandlung eroti­scher Probleme.

*

-

Bernhard Shaw, Künstlerliebe. Roman. Uebersetzt von Wilhelm Cremer. Volksverband der Bücherfreunde, Weg­weiser- Verlag G. m. b. H., Berlin- Charlottenburg 2. Der Gegensatz zwischen echtem Kunstgefühl und bloßem Kunstbetrieb wird hier in Schilderungen des Lebens der guten englischen Ge­sellschaft, der Welt der Theaterleute, Musiker und Maler, zur Darstellung gebracht. Der kultivierte Geist, die Ironie, der scharfe With Shaws zeigen sich in diesem spannenden Roman von ihrer liebenswürdigsten Seite.

,, Sonnenschein Freude für Alle". Familienausgabe der bekannten Monatsschrift Im Wartezimmer", Verlag Gustav Thomas, Bielefeld. Das reich und gut illustrierte Heft enthält eine große Anzahl flott geschriebener, furzer Beiträge, heiteren und ernsten Inhalts. Preis des Heftes 60 Pfennig.

-

Reichssteuer- Lexikon. Von Armin Grosse. Verlag Waldemar Kathan, München, Karlstraße 21. Preis Mt. 2.75. Diese Broschüre bringt in leicht verständlicher Weise unter Be­rücksichtigung aller bisherigen Aenderungen sämtliche Reichs­steuergesetze mit vielen Beispielen. Das Werk ist besonders des=

wegen zu empfehlen, weil es aus der Füllel der Geſche, Durg, führungsbestimmungen, Verordnungen usw. nur das bringt, was für den Steuerpflichtigen praktische Bedeutung hat. Es ist ein Buch aus der Praxis für die Praxis.

Karten- Auskunftei des Arbeitsrechts", herausgegeben von Amtsgerichtsdirektor Dr. A. Kallee unter Mitarbeit hervorra­10. gender Praktiker und Wissenschaftler des Arbeitsrechts. Jahrgang. Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart, Pfi­zerstraße 7. Jede Karte 7 Pfg.

Geschäftliches.

Zulassung der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde, Gemeinnüßige G.m.b.H., Wüstenrot( Wttbg.) als Abtretungsstelle.

Durch gemeinsamen Erlaß des Württ. Innenministeriums und des Württ. Finanzministeriums vom 8. ds. Mts. ist die Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde als Abtretungsstelle im Sinne des Beamten- Heimstättengesetzes vom 30. 6. 1927 und der§§ 2 und 3 der Verordnung zur Durchführung dieses Ge­setzes für die württ. Landesbeamten und für die Beamten der der Aufsicht des Landes unterstehenden öffentlich- rechtlichen Kör­perschaften zugelassen worden. Die durch diese ministerielle Zulassung zum Ausdrud kommende Anerkennung der bisherigen Leistungen der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde iſt durchaus verständlich, denn dieses auf gemeinnügiger Grundlage aufgebaute Unternehmen hat in der Zeit seines 3% jährigen Be­stefans nun schon für 4351 seiner Bausparer die Mittel zum Erwerb von Eigenheimen im Gesamtbetrage von mehr als 67 Millionen Reichsmart zur Verfügung gestellt.

Jeder kluge Geschäftsmann

benuge die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen.

Luftige Ece.

Was übrig blieb.

Zu seinem Kommandeur tam ein Leutnant. ,, Was haben Sie denn auf dem Herzen, mein Lieber?" fragte der Oberſt, der gleich sah, daß den Herrn der Schuh drückte.

,, Ich möchte Herrn Oberst um einen Rat bitten," stotterte der Leutnant und kam dann schließlich mit seinem Anliegen her­aus: er wolle sich verloben.

Der Oberst bekam den üblichen Schreck. Mit wem?"

,, Mit einer Amerikanerin."

,, 5m!

Hat der Engel Geld?"

Der Leutnant strahlte: Der zukünftige Schwiegervater be­säße große Farmen mit riesigem Viehbestand.

Hm! ich will Ihnen mal was sagen, mein lieber Freund." Der Oberst klopfte dem Leutnant auf die Schulter. ,, Als ich so jung war wie Sie, da verlobte sich auch ein Leutnant mit einer Dame, deren Vater ebenfalls in Amerika enorme Rinderherden besitzen sollte. Nach der Hochzeit blieb von diesen Rinderherden nur ein einziger Ochse übrig, und das bleibt aber unter uns - der war ich."

-

%

-

Profefforchen.

Professorchen führte seinen Zug über den Haselhorster Plaz. ,, Marschrichtung die Birke!"

Stimme des rechten Flügelmanns: ,, Das ist' ne Erle, Herr Leutnant!" ,, Na schön, Marschrichtung die Erle." Zwei Minuten später:

,, Auf die Pappel schwärmen marsch- marsch!" Stimme des Flügelmanns:

,, Das ist' ne Rüster, Herr Leutnant!"

,, So so", sagt das Professorchen. ,, Sind Sie vielleicht ein Kollega von der Botanik?"

,, Nee, Herr Leutnant,

Besenbinder."