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Sonnabend, den 1. Dezember 1928.

Lofales.

Sonntagsgedanken.

Es muß Nacht werden, wenn man die ewigen goldenen Sterne sehen will; es muß Winter werden, kalt und dunkel, wenn man lernen soll, wie wir der Sonne Leben, Licht u. Wärme danken; die Völker müssen durch Kriege, Jammer und Not hindurch, müssen in Sünde und Schuld versinken, wenn sie wie­der empfinden sollen, was Advent und Weihnachten, was der leuchtende Stern über Bethlehem für sie bedeutet.

Wieder läuten die Adventsglocken als erste Grüße dem Fest des Herrn der Welt.

Adventszeit!

Einst, in glücklich- sorgloser Zeit, Tage froher Erwartung. Da fuhren Kinderhände auf dem Wandkalender ungeduldig hin und her und zählten Tage und Stunden. Der verlorene Sohn wurde daran erinnert, daß jetzt die Zeit der Blüte des Heimat­gefühls, die Zeit der Sehnsucht nach der Familie, die Zeit der tinderfrohen Erwartung beginnt.

Und heute?

Müde, ohne freudigen Glanz in den Augen, gebeugt von der Schwere der Sorgenlast, gehen heute noch viele unseres Volkes dem Weihnachtsfeste entgegen. Ja die Nähe der heiligen Zeir bedrückt diese mehr, als daß sie sich von ihr erhoben fühlen. Und erst wenn Kinder um sie stehen, verfolgen sie mit Bangen den steigenden Zeiger der Preise. Arm wie jenes Kindlein im Stalle zu Bethlehem sind viele unserer Kleinen geworden. Wo ist die schöne, stille, heimliche Zeit des Advents? Selbst für viele unserer Kinder sind diese Tage der Erwartung ihres Zaubers entkleidet. Der kindlichen Vorstellung bleibt bald kein Winkelchen mehr, um über das Rätsel der Weihnacht versonnen zu träumen.

Es muß Nacht werden, wenn man die ewigen goldenen Sterne sehen will.... Darum flaget nicht! Auch die Nacht ist Gottes Zeit. Immer tam wieder ein Morgen.

So läuten Adventsglocken durchs Land, und wo ihr ein armes Menschenkind findet, da läutet ihm Trost ins Herz, bis es sich ihm öffnet und ihm glaubt. Und einmal wird dann wie­der eine Weihnacht kommen, wo wahr wird der heilige Sat: ,, Ein Licht geht auf in der Finsternis, und aufs neue leuchtet über den Völkern sein Heil.

Der Sonntagsschreiber.

*

* Von der Landesuniversität Gießen. Dem Leiter des Uni­versitätsversuchsguts, Dr. Willy Pfaff, wurde durch den Mi­nister für Kultus und Bildungswesen mit Wirkung vom Win­tersemester 1928-29 ab ein Lehrauftrag für landwirtschaftliche Betriebslehre, Agrarwesen, Buchführung und Tarationslehre erteilt.

Beratungsstelle für Insektenbekämpfung. An unserer Landesuniversität ist jetzt unter Leitung von Professor Ding­ler eine, Abteilung für Forstzoologie und Schädlingsbekäm­pfung im Rahmen des Forstinstituts der Landesuniversität ins Leben gerufen worden. Die Einrichtung dient der Erfor­schung und Bekämpfung tierischer Schädlinge, sowie der Bera­tung und Begutachtung in Schädlingsangelegenheiten.

*

Von der Hessischen Landesversicherungsanstalt. Zu den Pressenachrichten über Unregelmäßigkeiten beim Verbande der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten in Deutschland wird uns von amtlicher Seite mitgeteilt, daß die Hessische Brand­versicherungsanstalt dem Verbande nicht angehört und in keiner Weise durch jene Unregelmäßigkeiten berührt ist.

* Ein Postbuch bearbeitet das Reichspostministerium. Es wird in nächster Zeit erscheinen. Nach dem Stande vom 1. No­vember enthält es die wichtigsten Bestimmungen über die Be­nutzung der Einrichtungen, die Versendungsvorschriften und die Gebühren für den Verkehr nach dem In- und Ausland.

* Diebstähle. In letzter Zeit wurden wiederholt in einem Caféhaus Toilettenspiegel entwendet und die noch vorhandenen zertrümmert. Die Spiegel waren aus geschliffenem Glas, hat= ten weiße Rahmen und waren etwa 40 mal 40 cm groß.

Aus meiner Husarenzeit.

Schluß.

In meinen jungen Jahren wäre eine Dame, in deren Gegenwart man ,, Luder" gesagt hätte, glatt umgefallen. Es gab eine Geschichte, die der König Albert von Sachsen gern lachend erzählte. Auf einem Jagdhaus spielt er einmal am Abend vor der Pirsch mit seinem Flügeladjutanten und dem Förster Stat. Dieser, die ganze Hände voller Trümpfe, haut sie auf den Tisch mit den Worten zum König: ,, Schwarz werd't ihr, ihr Ludersch!" Das war kein Mangel an Ehrerbietung, sondern die ihm gewohnte Ausdrucksweise. Nicht anders bei unsern Leuten. Oder hätte sie ihr Vater als Jungen etwa mit ,, Du

,, Gießener Zeitung"

Nr. 95.

Auf dem Sportplage des Männerturnvereins wurde am 8. 11.| nächsten Jahres vermutlich soviel Neuanlagen auszuführen nachmittags einem Schüler eine silberne, dicke Taschen| haben, wie sonst nur während Jahresfrist.

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uhr mit der Nr. 8540 entwendet. Am 26. 11. wurde einem 6jährigen Jungen in der Sentenbergerstraße, Ece Ostanlage, von einem größeren Jungen ein Roller entwendet. Derselbe hat schwarzlackierten Metallrahmen, gelbliches Holztrittbrett und ist mit Gummirädern versehen. In der Zeit vom 24. bis 26. 11. wurde in der Bahnhofstraße der Aushangkasten der Volkshochschule Gießen gewaltsam abgerissen und entwendet. Derselbe ist 40 mal 70 cm groß, hat gelben Farbenanstrich, ist mit Glasscheibe versehen und trägt die Aufschrift Volkshoch= schule". In der Nacht zum 22. 11. wurden aus einem Hofe im Leihgesternerweg von einem dort stehenden Kinderwagen zwei Daunenkissen und eine Daunende de entwendet. Der Ueberzug war weiß( Hohlsaumbezug). In der Nacht zum 22. 11. wurde in der Schulstraße, Ede Wagengasse, ein neuer Mülleimer( Nr. 1334) und einige Tage vorher im Weg­larerweg ebenfalls ein solcher mit der Nr. 489 entwendet. Personen, die zu den vorstehenden Diebstählen über die Täter­schaft und über den Verbleib des Diebesgutes Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, die Kriminalpolizei in geeig­neter Weise zu verständigen.

* Schutz den Verkehrszeichen. Wie in allen anderen Städten und Orten ist auch nun Gießen auf Grund der Verkehrsord­nung mit den neuzeitlichen Verkehrsschildern versehen. Diese Schilder dienen der Erleichterung des öffentlichen Verkehrs und somit der Sicherheit des Publikums. Es ist unverständlich, wie solche Einrichtungen hier in Gießen in auffallender Weise zahl= reich und oft beschädigt, zerstört und entwendet werden. Es ergeht der Ruf an alle ordnungsliebenden Einwohner, diese Verkehrsschilder zu schützen und Personen, die bei Beschädigun gen betroffen werden, zur Anzeige zu bringen. Nach der Ver­fehrsordnung ruhen hohe Strafen auf der Beschädigung solcher Schilder.

An unsere Altveteranen, Schwerkriegsbeschädigten und Krieger­hinterbliebenen soll der Reingewinn verteilt werden von dem am kommenden Sonntag, abends 28 Uhr, im Café Leib stattfindenden großen Wohltätigkeitskonzert des Kriegervereins Gießen. Mehrere, als Vortragskünstler bestens bekannte Mitglieder des Gesangvereins Heiter­teit" werden dem Abend die heitere Note geben. Das Programm umfaßt 16 Nummern. Es stehen also abwechs= lungsreiche und schöne Stunden den Besuchern bevor. Ein volles Haus verdient der Zweck des Ganzen.

* Eine passende Aufschrift für das neue Finanzamt hat ein Spaßvogel erfunden, der den Vorschlag macht, über das Por­tal des nahezu vollendeten Gebäudes die Worte zu setzen: ,, Wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöhet werden."

* Gießener Reichswehr nach Berlin. Am Mittwoch verließ die 1. Kompagnie des hiesigen Bataillons unter Leitung von Hauptmann von Stockhausen unsere Stadt um in der Reichs­hauptstadt dem Wachtkommando auf ein Vierteljahr ange­gliedert zu werden.

*

Ab 1. Januar Telephonanlagen auf Abzahlung.

Die Reichspost führt vom 1. Januar an eine Art Teil­zahlungssystem für Telephonanlagen ein, mit der Maßgabe, daß Anträge auf Anlage von Fernsprechanschlüssen, die erst nach dem 1. Januar erfolgen sollen, schon jetzt bei den zuständigen Fernsprechämtern abgegeben werden können.

Diese durchaus den modernen kaufmännischen Prinzipien entsprechenden Methoden der Reichspost haben bereits den größten Erfolg gehabt. Bis jetzt liegen schon mehr als zwanzig­tausend Anträge auf Abzahlungstelephone" allein bei den Berliner Fernsprechämtern vor.

Täglich gehen Dutzende von Neuanträgen ein, immer mit der Bemerkung: Aber nur, wenn der Betrag in Raten gezahlt werden kann." Die Post wird in den ersten Monaten des

Jugenderinnerungen von Georg von Ompteda. Mein neuer Gaul hieß Nummer achtzehn. Die Schwadrons­pferde wurden nämlich damals in Sachsen nicht mit Namen benannt wie in Preußen, sondern numeriert. Ließ sich nun er­warten, daß etwa der Husar Miersch im Stalle seiner Stute um den Hals fiel: Ach du süße Nummer einhundertundsieben­undzwanzig"? Hätte er sie Aurora oder Mieze nennen dürfen, würde er sie gewiß noch einmal so gut gewartet haben.

Meine Nummer achtzehn nun folgte mehr ihrem als meinem Kopf. Das tam mir beim Ererzieren zustatten. Sie kannte nämlich die Signale ebensogut wie ein Trompeter. So hielt sie, galoppierte an oder schwenkte ein ganz von selbst. Nichts

denn noch Pferde in der Schwadron hatten, die den Krieg von 1870 genau so mitgemacht hatten wie unser Rittmeister, der sich als Fähnrich das Eiserne Kreuz verdient hatte.

böser Knabe du! ermahnt? Um unsern Kerls verständlich zu als lange Gewohnheit, denn sie war eine ältere Dame, wie wir sein, mußte man seine Wendungen aus der Volkssprache holen. Wir hatten im Regiment einen Rittmeister, einen feinge­bildeten Menschen, der ernste Bücher las und im Theater sich nur das Erlesenste ansah. Dieser haßte Roheiten. Nie wäre ein derbes Wort über seine Zunge gekommen. Seine Husaren verstanden ihn nicht. Ihr Herz würde er dagegen gewonnen haben, hätte er sich nur ein einziges Mal ausgedrückt, wie die Ermahnung lautete in jenen Versen, die ich im großen Kriege bei einer Division über dem Fernsprecher las:

Laß dich von keinem Fernspruch

Je aus der Ruhe bringen,

Dent' immer an den Kernspruch Des Götz von Berlichingen!

., Philipp" dagegen, außerhalb des Dienstes für Leben und Leben lassen, war bei der Schwadron sehr beliebt. Er schenkte einem, der sich irgendwie schneidig bewiesen hatte, einen Taler, wie man damals von der Zeit der alten Währung her noch gern für drei Mark sagte. Beim Schwadronsball hielt er seine Unteroffiziere frei und tanzte nicht allein mit der Frau, Wacht­meestern", sondern mit jedem netten Mädel, das einer der Hu­saren mitgebracht hatte. Dann sagten unsre Kerls aber auch: ,, Philipp is nich stulz!" Und das war gut für den Geist der Armee.

Da für das Ererzieren die Kenntnis der Signale wichtig war, so wurde Signalstunde abgehalten. Dabei blies ein Trom­peter vor der Front, und der Unteroffizier fragte die Husaren, was das bedeute. Nun waren die alten Leute aber, ja sogar die Rekruten, die doch schon seit dem Herbst dienten, darin natür­lich erfahrener als ich. So bestimmte der Rittmeister einen Trompeter, der mir gegen ein Glas Bier abends nach dem Stalldienst auf meinem Zimmer vortuten mußte. Ich wohnte mitten im Städtchen, unweit vom Marktplatz und, was wich­tiger schien, taum fünfzig Schritt von meinem Beritt, wo ich noch immer das Strohbett meiner geliebten Nummer achtzehn vom Stoffwechselumsatz säubern mußte.

Ich hatte eine ganz nette, vor allem nicht kostspielige Woh­nung, obwohl Miete wie Morgenkaffee immerhin ein Loch in meinen Geldbeutel rissen. Im Erdgeschoß lag die Bierstube" mit bescheidenem Verkehr, während ich ein kleines zweifenstriges Stübchen im ersten Stod bewohnte, das zum Ueberfluß noch einen Nebenraum hatte. Nicht gewohnt, mit Geld umzugehen, hatte ich in der ersten Zeit zu viel verbraucht; so bestand mein Abendbrot jetzt immer nur aus Tee und ein paar Zwiebäcken.

Dieses nach angestrengtem Tage für einen jungen Menschen

Sonnabend, den 1. D

nit Teer gefülltes Faß

baje drückten den Boden

jederzeit die Möglichkeit hat, einem säumigen Zahler den An­schluß einfach zu sperren. Uebrigens wird nicht, wie das Publikum vielfach annimmt, der gesamte Betrag der Anlage in Monatsraten eingeteilt, sondern nur der auf fünfzig Mart ermäßigte Apparatebeitrag. Die auf zwanzig bis dreißig Mark zu beziffernden Anlagekosten müssen bar bezahlt werden, ebenso die Einrichtungsgebühr für weitere in der Wohnung oder in dem Büro befindliche Steckdosen. Auch die im Falle eines Umzuges zu erlegende Umlegegebühr von etwa 30 Mark wird nicht auf Raten verteilt.

Die Reichspost selbst geht ja kein Risiko ein, da sie ohl von den umherflieg

Wer also nach dem 1. Januar ein Telefon legen läßt, haf sofort etwa 25 Mart bis 30 Mark Anlagegebühren zu zahlen, während bisher sofort hundertzehn bis hundertzwanzig Mark zu zahlen waren.

Tagung des hessischen Landgemeindetages. Unter Leitung seines Vorsitzenden, Bürgermeister Dr. Völ­

Kirchhain. Wie wir

in Kirchhain, dem Vorwü

verden, zur Disposition

Weilburg. Der Krei Kreisausschuß einge Kreisspartaffengebäudes

COTI

fuchs

Monate aus. Der Ton 205 000 Mart. Frankfurt a. M. 2 Chen werden im Simm

hier stattfand, hat sich eignet. Bereits vor der pielhaus Flugblätter v Frankfurter Pfarrern M and einen flammenden dem dritten Akt stand in af und hielt eine Ansp

sing- Alsfeld, hielt der Provinzialverband Oberhessen des lehnend verhielt. Der hessischen Landesgemeindetages hier gestern seine diesjährige ihnen, Sedel, fonnte d

Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder aus den verschieden=

Koblenz. Die Bejat

Daraufhin wurd sten Orten Oberhessens erschienen waren. Die Provinzialver- mkten, seit zehn Jahr

waltung war durch Provinzialdirektor Graef, die Kreis­ämter durch ihre Kreisdirektoren oder Stellvertreter vertreten.

Bürgermeister Dr. Völsing erstattete zunächst den Geschäftsbe­

richt des Vorstandes. Dann sprach der Leiter des Ueberlands­werks Oberhessen, Direktor v. Stadler- Friedberg über ,, Die Elektrizitätsversorgung der oberhessischen Gemeinden".

In der Aussprache hob Provinzialdirektor Graef hervor, daß die Einführung des neuen Tarifs für die Provinz Ober­hessen jährlich einen Ausfall von 600 000 Mark bedeute, den man nur im Interesse der Gemeinden übernommen habe. Ein­stimmig wurde von der Versammlung beschlossen, daß der Vor­stand des Provinzialverbandes mit der Provinzialverwaltung wegen einer Abänderung des jezigen Stromtarifs verhandeln soll. Nachdem Regierungsrat Dr. Grein- Friedberg über Die Durchführung der Fürsorgepflichtverordnung" und Bürgermei­ster Alexander- Gonsenheim über Die Haftpflichtversicherung der hessischen Gemeinden" gesprochen hatte, wurden fleinere An­gelegenheiten in lebhafter Debatte erledigt.

Aus Nah und Fern.

Lich. Das alljährliche große Militärkonzert, das von dem hiesigen Kriegerverein im Winter jeden Jahres veranstal tet wird, soll am 13. Januar 1929 stattfinden. Dazu ist das gesamte Musikkorps des 1. Batl. 15. Jnf.- Regts. Gießen aus­ersehen.

Nidda. Zum Gesangswettstreit des Gesangvereins ,, Sän gertranz" anläßlich dessen 90jährigen Jubiläums stiftete der Reichspräsident sein Bild mit eigenhändiger Widmung. Ruppertenrod. In der Dorfstraße angeschossen wurde in der Dunkelheit der 19jährige Arbeiter R. Philippi. Da die Einschußstelle am Oberarm schwarz umrändert war, dürfte der Schuß aus der Nähe erfolgt sein. Es wurde eine eingehende Untersuchung eingeleitet.

Freiensteinau. Seit Januar spurlos verschwunden war ein hier gebürtiger 21jähriger junger Mann. Jetzt ist aus der französischen Fremdenlegion der erste Brief des Verschollenen eingetroffen. Er ist in Westfalen, wo er Arbeit suchte, den Agenten in die Hände gefallen.

Freiensteinau. Hier wurde von Rohlingen ein schwerer Baumfrevel verübt. Sie brachen den frisch gepflanzten Obst= bäumen, die ohnedies hier selten sind, die Kronen vollständig ab.

Dillenburg. Unter seltsamen Umständen ist in Stein­perf im Dillkreis der Maurer Köhl zu Tode gekommen. Ein

gewiß nicht übertriebene Mal brachte mir das Mädchen, das unten in der Bierstube bediente. Es war ein nettes Ding, nur wagte es niemals, mich anzusehen. Der feuchte Mund stand halb offen in dem wachsfarbenen, bleichsüchtigen Gesicht. So erinnerte sie an jene Gestalten, wie sie damals Gabriel Max zu malen liebte, alle mit einem Stich ins Mystische, aber auch Ungesunde.

Nun hatte ich jetzt einen Puzer, den ,, Kapitulanten" Wün­sche, bekommen. Wenn er ins Zimmer trat, ging er immer zuerst zum kleinen Spiegel zwischen den Fenstern, bewunderte sich eine Weile, bis er fragte: Un nu?" Das hieß soviel als: Gibt es was zu reinigen? Mir erschien das zwar etwas un­erzogen, doch was sollte ich machen? Herr Wünsche- er nannte mich nämlich Herr Umtita, so daß ich wohl Herr Wünsche sagen durfte, also Herr Wünsche war Gefreiter und ich nicht. Also besagter Herr Wünsche, der mich sonst immer beim Morgengrauen aus meinem eisernen Schlaf zum Stalldienst zu wecken pflegte, war auf zwei Tage beurlaubt. Da ich nun keinen Wecker besaß, fragte ich das Mädchen mit dem Gabriel­Max- Gesicht, ob mich nicht vielleicht der Wirt weden könnte. Doch sie antwortete, ohne mir die verglasten Augen zuzuwenden, sie wolle es selbst tun.

Gut; wenn sie es aber nun verschlief? Doch sie erklärte, die Bierstube bliebe lange offen, sie würde einfach warten, bis es Zeit zum Wecken sei; am Morgen könne sie ja dann aus­schlafen.

Jch nahm das Opfer an. Trotzdem beschloß ich, mich zwar zu Bett zu legen, jedoch wachzubleiben. Nun gab es aber da­mals noch kein elektrisches Licht, und ich ließ, um nicht in der Dunkelheit einzuschlafen, die Kerze brennen.

Natürlich nickte ich dennoch ein. Als ich zu erwachen glaubte, war es finster. Somit träumte ich also nur. Ich träumte, das Mädel stünde an meinem Bett, aber, offensichtlich selbst müde, sank es neben mich. Unter dem Nahen von Dingen, nur dunkel geahnt, überkam mich eine große Angst, gleich einem unerfahre nen Mädchen. Und über all der neuen, halb beschämenden, halb beglückenden Seligkeit schlief ich wirklich ein. Auch dem Ga­

haus freigegeben. ellärte der Oberbürger Unfreiheit und Unabhän

nommen worden.

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Von Dr. med. Kleine Verlegungen und Beruf so häufig v femerzhaften, langwieri milen lebensgefährliche und der Hand. Durch Mundscheuern beim W Splitters und vieles a haut durchbrochen. Ei Mengen an den Geger werden ins Gewebe ve zwischen den Bakterien triften. Erweist sich das terien vernichtet und d wise meist der Fall giftig, oder der Widersta es zur Entzündung. Die der, oft aber auch noc Ritung der Umgebung Stunden werden die Shmerz, der entspreche ter annimmt, wird u jeden Schlaf. Die Sef gerentzündungen so to

menden Drud der E Luft schaffen können. dike Hornschicht der gewebstulissen, die vo und der Fingerhaut i gen glüdlichen Fällen denen der Kranke dur die Schlaflosigkeit un fruntergekommen ist, drzunagen. Es erfol

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Dron beim Eperzieren Durdaus ungefährlich, hundert den Boden schla

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Man verstand ja a mandos nicht; erst recht

Dat. Dann tonnte ma

Buteten und pruiteten.