Samstag, den 26. November
Zum Punkt Berschiedenes führt Herr Launspach aus, daß ihm in letzter Zeit häufig zu Ohren gekommen sei, daß hiesige Schornsteinfegermeister entgegen den Bestimmungen des Kreisamtes mehr als viermal im Jahre die Schornsteine fegten und sich natürlich auch bezahlen ließe. Demgegenüber sei feftzustellen, daß die Schornsteine nur zweimal im Winter( Dezem ber und April) und die Küchenschornsteine zweimal im Sommer zu reinigen sind, mehr brauche von feinem Hausbefizer bezahlt zu werden. Beschwerden über Mehrforderungen der Schornsteinfegermeister sind bei der Geschäftsstelle des hiesigen Hausbesigérvereins vorzubringen.
Es
Die letzte halbe Stunde der Versammlungszeit füllte ein Bericht des Herrn Schmidt über die vom Zentralverband des deutschen Hausbesites in Bremen abgehaltene Tagung, über die anderweitig schon berichtet wurde. Den äußerst interessanten Ausführungen sei aber doch folgendes entnommen. fehlt dem deutschen Hausbesitz die fefte Organisation in der Gesamtheit. Wenn heute erst 800 000 Sausbesitzer organisiert feien, so seien diese Zahlen recht wohl um ein Bedeutendes zu steigern. Politisch gesprochen verförpern diese Hausbesitzer mit ihrem Anhang etwa 3 Millionen Stimmen: Dieser Macht seien sich die Hausbefizer sowohl wie die politischen Parteien kaum bewußt, sie würden sonst manchesmal anders handeln. Derr Schmidt unterschied in den bürgerlichen Parteien zwei Schichten. Die Gebende- umfassend im weitesten Sinne des Wortes, die Wirtschaft und die Nehmenden, die Angestellten aller Art. Und unter Ausmühung des Wortes fozial" wird nun den Nehmenden alles bewilligt, wobei man vergißt, daß man damit unsozial gegen die handelt, die immer geben sollen. In Amerika, das reich, das glücklich und das etliche Male größer als Deutschland ist, braucht die Verwaltung insgesamt 3% Milliarden Dollar, das arme, verschuldete Deutschland 13 Milliarden Mart, also dem Geldwert nach das gleiche, der Inlands- Kauftraft nach bedeutend mehr. Und von diesen 13 Milliarden bringt der deutsche Haus- und Grundbesiz nicht ganz 5 Milliarden auf, bei einem Jahresmietaufkommen von 5 Milliarden vor dem Kriege. Der deutsche Hausbesig wird systematisch ruiniert. Viele Steuern seien derart hoch, mit Absicht hoch getrieben, daß man von bewußter Enteignung, von falter Sozialisierung sprechen müsse. Den politischen Parteien müsse man zurufen: Mit welchem Recht sind wir nur noch Objekt der Gesetzgebung? Gott sei Dank wissen die Kreise der Wirtschaft heute auch schon, daß der Kampf des privaten Hausbesitzes auch der ihre ist und hätten sich mit dem Hausbesitz verbündet. Deutlich zu spüren sei das aus den Reden der ca. 20 Vertreter anderer Organisationen in Bremen. Nachdem dem Herr Schmidt furz die beiden Hauptreferate dieser Tagung berührt hatte, schließt er seine beachtlichen Ausführungen mit den Worten: Treten Sie nach wie vor für die Interessen des Hausbesitzes ein, flären Sie die Lauen auf, sorgen Sie auch in den politischen Parteien für Aufklärung, Gie erweisen sich und der Allgemeinheit damit den besten Dienst.
In kurzen Worten streifte Herr Nicolaus noch die Gießener Wohnverhältnisse. Er forderte, da in der Stadt selbst kein einziger Wohnungssuchender für größere Wohnungen vorhanden ist, daß diese Wohnungen aus der Zwangswirtschaft herTue man dieses, dürfe man solchen ausgenommen werden. Gebäuden auch den städtischen Bauzuschuß verwehren. Sollte aber alles beim alten bleiben, dann müsse nach wie vor auch Häusern mit größeren Wohnungen der Bauzuschuß gewährt werden.
Um 11 Uhr konnte Herr Launspach die Versammlung schließen.
B.
Den Geschäftsleuten zur gefl. Beachtung!
Von meist auswärtigen Unternehmern werden von Zeit zu Zeit Inserate bei Hausbesitzern, Gewerbetreibenden, Handwertern usw. gesammelt, die in irgend ein demnächst erscheinendes Buch, Plakat und dergl. aufgenommen werden sollen. Es wird dann unter Vorweisung irgend einer Legitimation die Empfeh=
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Gießener Zeitung"
Nr. 48
unsere durch die jahrelange Erfahrung begründete Meinung ge sagt, weil wir das für unsere Pflicht halten. Jetzt kann jeder tun und lassen was er will. G. 3.
Samstag, den 26. November ingen, Richard Sturm, über„ Der Ver Deathlands und feine Verkehrstomm * Am morgigen Sonntag, den 27 Gießen- Stadt die Angestelltenverfid lt für jeden Angestellten, sich für heiden, die ihn nicht ins Lager des F er der Sozialdemokratie bringen le die bürgerlichen Vorschläge e A, oder des G. d. A., Liſte B, mmpunkten bei diefen Wahlen übe Forderungen find Verbesserung ung des Kindergeldes, Serabjegung ung der Wartezeit, Ausbau der ellem dauernde Sicherheit der Re el berechtigt nur der Besitz der gr Engelltenversicherung oder eine Bes Beef jeden Fall muß der Wä Eingefandt. S ausweisen fönnen.
Mietquittungsbücher, Hausordnungen u. a. Abgesehen davon,| Aquisitören auf die Gewerbetreibenden losgelassen. Wir haben daß es auch unehrliche Unternehmen gibt, die die Gelder für die Inserate einsammeln, das Injerat aber nie erscheinen laf sen, oder die die Bücher wohl druden lassen, aber den Druder nicht bezahlen, gibt es auch solche, die ihre Verpflichtung erfüllen, die Bücher, Plakate usw. druden lassen und sie dann in der Regel den Hausbesikervereinen zur Abgabe überlassen. Mit der Eintassierung der feinesfalls niedrig bemessenen Inseratgebühren, die in jedem Fall in gar keinem Verhältnis zu dem Wert der Reflame stehen, ist in der Regel die Tätigkeit des Unternehmens abgeschlossen. Der Hausbesitzerverein hat dann Tausende von Büchern auf seiner Geschäftsstelle sitzen und gibt sie an die Besucher, soweit diese die Entgegennahme nicht ablehnen, ab. Der geschäftliche Vorteil gebietet möglichst viei Inserate auf fleinstem Raum unterzubringen und damit an Drudtoften zu sparen. Der Raum, der zum Einschreiben be= nutzt werden soll, ist gewöhnlich so spärlich bemessen, daß man ihn unter all den Injeraten kaum herausfindet. Infolgedessen werden derartige Bücher, die man eigentlich nicht Mietquittungsbücher, sondern Inseratenbücher nennen müßte, von den Inter essenten ungern verwandt, jelbst wenn sie nichts kosten.
Daß derartige Geschäfte für die Unternehmer durchaus gewinnbringend sind, muß aus dem Umstand geschlossen werden, daß immer mehr Firmen auftauchen, die sich diesem Zwed widmen.
Aufgabe der Geschäftsleute ist es aber nicht, teueres Geld für derartige Reklame auszugeben, die dann zu Tausenden von Exemplaren jahrelang auf den Büros der Vereine herumliegt, weil die Firma, die ihr Geld hat, kein Interesse mehr an der Verteilung hat, und weil das Publikum die Verwendung der= artiger Reklamehefte ablehnt.
Teilweise werden Hausordnungen, Feuermelderanzeiger mit einem Kranz von Inseraten herausgegeben und den Leuten zu= gemutet, ihr Treppenhaus mit einem derartigen Riesenplatat zu vernageln und zu verunjtalten.
Die soliden Geschäftsleute tun am besten, wenn sie Empfehlungen für derartige Drucksachen stritte ablehnen.
Hausbesitz und Gewerbe müssen zusammenarbeiten, und wenn der eine jede Empfehlung ablehnt und der andere keine Injeratenaufträge mehr an derartige Institute gibt, wird dieses Inseratenunwesen bald ausgerottet sein. Man verdient nicht sein Geld, um es für unnüße Reflame auszugeben. Wenn eine Reflame sich bezahlt machen soll, dann muß sie da gemacht werden, wo sie viel gelesen wird, und in erster Linie von Leuten gelesen wird, die auch wirklich als Interessenten in Frag: fommen. Wie uns mitgeteilt wird, ist 3. 3t. wieder eine Firma aufgetaucht, die ein Interesse daran hat, die Hausbesitzer mit Plafaten in der Größe 50X34 cm zu versorgen, auf denen unter anderen Kleinigkeiten der nächste Feuermelder aufgedruckt ist. Dieses Plakat ist auf einem vorliegenden Muster mit nicht weniger als 12 Inseraten umrahmt. Um dem beliebten Wegschneiden der Reklamen vorzubeugen, enthält das Plakat den Aufdruck: Ausschneiden verboten. Mit welchem Recht, ist uns nicht erklärlich, auch wenn das Plakat den Vermerk enthält, es bleibe Eigentum des Verlegers. Jedenfalls lehne man es ab, daß jemand sein Geschäft damit macht, daß er von anderen die Placierung ihrer Inserate sich bezahlen läßt, dagegen den Hausbesitzern zumutet, ihr Treppenhaus zum Aushängen gratis zur Verfügung zu stellen. Was dem einen recht, ist dem andern billig.
Es werden demnächst jedenfalls wieder eine Reihe von
Warum ewig in Miete wohnen?
Wenn man durch Erwerb eines Bausparbriefes der G. d. J. für das Geld, das man Jonst jährlich an Miete zablt, fich ein freies Eigenheim Schaffen kann. Unkündbares Baugeld schon ju 4% 3ins. Sicherster Weg, um je nach den Leistungen des Sparers in kürzerer oder längerer Zeit, u. U. Schon in 1%, bis 2 Jabren, zum Eigenheim zu gelangen. Frage an bei der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot, Württ. Sofortige Darlehen werden nicht gegeben.
lung des örtlichen Hausbesitzer- oder Gewerbevereins nachgesucht, Feder Familie ein Eigenheim!
auf Grund deren dann das Einfangen der Inserenten von redegewandten Agenten beginnt. Derartige Inserate sind in der letzten Zeit gesammelt worden für Hauswirtschaftsbücher,
Grüner Rasen/ Blaue Wellen.
10. Fortsetzung.
Mit einem Aufflammen der Wangen erschrat jie, aber flüchtete nicht. Die Wärme rieselte noch in seine Hand, die an ihrer Hüfte blieb, während ihr Blick in seine Augen flirrte wie das Flimmern der schwülen Sonnenluft, in der ein Käfer brummte. Doch trat sie unsicher von einem Fuße auf den an= deren, als wollte sie die Berührung meiden und könne doch nicht. Also war Gerda ihm gut! Wenn er sie an sich zog, hatte er sie für immer gewonnen.
,, Schmetterlinge fangt ihr?" Elisabet trat auf die Veranda. Der Trauermantel taumelte aus Gerdas im Aufschrecken ge= öffneten Fingern in die sonnige Luft. Werner war, als schautele auf den noch unsicheren schwarzen Flügeln sein Glückstraum davon. Doch Elisabeths Mahnung, aufzustehen, gehorchte er schnell. Fast wußte er ihr Dank, denn ihr Kommen hatte eine Torheit verhindert. Des Vaters Stimme mahnte wieder: Du bist gar nicht mein Sohn! Noch durfte er kein Mädchen an sich fetten.
Der nächste Morgen brachte Antwort auf den Brief nach Breslau. Der Rechtsanwalt stand im Felde und schrieb darum so spät, daß der Vater sein fleines Vermögen dem Sohne vermacht und dem Testament einen versiegelten Brief beigelegt habe.
Das angekündigte Paket fam wenige Tage später. Werner las die in der Haft der Mobilmachungszeit eiligst geschrie benen Zeilen: Mein lieber Junge! Es ist nicht wahrschein lich, daß ein Divisionstommandeur fällt. Wenn ich aber den Tod finde, zeige diesen Brief Ontel Eberhard v. Drewih in Priedelsdorf. Er ist von seiner Verpflichtung, über Deine Herkunft zu schweigen, entbunden. Doch hoffe ich selbst Dich aufklären zu fönnen und denke, Du wirst meine Worte nie lefen
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Mit dem Bogen in der Hand trat Werner ans offene Fenster. Grau, nicht grün hingen die raschelnden Blätter der Barkbäume. Hinter ihren Kronen zitterte über flachem Land das braungelbe Gewoge von frühreifem, furzbalmigem Korn. Der trodene erste Kriegssommer drohte die Saat zu versengen. Mit allen Völkern der Erde schien auch der Himmel gegen das Reich verschworen und weigerte deutscher Erde den Regen, um den Millionen doch inbrünstig baten. Der Wettergott halte amerikanische Neutralität, meinte Ontel Karl. Doch heute wedte die Erinnerung an den Scherz tein Lächeln. Auch gegen den Sohn ohne Vater schien der Himmel verschworen und rief
3n 2%, Jahren an 1922 Bausparer 31,6 Mill. RM. zugeteilt.
die um das Geheimnis Wissenden aus dem Leben. Warum sollte es nicht in ihren Gräbern ruhen? Wenn er Gerda bat, ihm Frau zu sein, sagte sie wohl ja... bis der alte Kunzenberger starb. Dann mußte er das Majorat fordern oder seiner Frau bekennen, er sei tein Drewitz, sondern ein Findeltind und Niemandssohn! Also hieß es schweigen!
Auch nachmittags wußte er Elisabeth wieder Dank. Sie kam zum Ausgang zu dreien im kurzen Tenniskleid, schlug eine Partie vor und schien verführerisch schön, als das Spiel ihre Wangen rötete und die Muskeln ihrer Glieder straffte. Der Blick auf ihre vollen roten Lippen wedte die Erinnerung an den heißen Kuß von ihrem Mund. Doch schneller und heißer rieselte auch wieder das Blut, als er später auf dem Spazier gang unter den Tannen des Löwenbergs Gerdas Arm auf dem seinen spürte. Er war wirklich in beide Mädchen verliebt. Die vielleicht schönere Gerda war wohl besser als Frau und Mensch, aber die hübschere Elisabeth fröhlicher, gesprächiger und lustiger als Gefährtin. Antwort auf die Frage, welches der Mädchen ihm teurer sei, tam wohl erst während seiner Trennung, die nahe schien.
Drei Tage später stellte er sich in Berlin dem Arzt zur Untersuchung vor und berichtete abends den Kusinen in Priedelsdorf: In vierzehn Tagen gehe ich wieder raus."
Nach Tisch wanderten sie durch das Dämmern des langen Junitages ins Priedeltal. An Elisabeth schmiegte sich Tyras, die dänische Dogge. Der Vater hatte sie dem befreundeten Oberförster vermacht, doch der Hund schien an Heimweh zu franken. Ueber drei Meilen Landstraße lief er immer wieder nach Priedelsdorf und fragte an der Tür zu des Toten Arbeitszimmer. Da er dort seinen Herrn nicht fand, heulte er bald vor Elisabeths Zimmer im Obergeschoß. Wenn sie in den Korridor trat, hob er mit Freudengebell die Pfoten zu ihren Schultern und wollte ihr Gesicht leden. Dann war es nicht leicht, ihn wieder auf den Weg zu bringen. Sie erzählte, daß der Oberförster gestern auf das Tier verzichtet habe. Inras fresse schlecht und heule, statt zu schlafen, also sei er bei ihr besser aufgehoben. Gie fraute das borstige Nadenhaar:„ Armes, treues Hundchen!"
Als ob Tyras sich bedauert wisse, hob er die Schnauze und heulte das ewige Weh sprachloser Kreatur zum Himmel hinauf. ,, Als ob er verstünde", meinte Werner.
Stadtkind", lachte Gerda, wir auf dem Lande mit Tieren Aufwachsenden wissen, daß Pferde und Hunde den Menschen verstehen. Das Pferd begreift vielleicht nur mit dem Gefühl, aber ein von frühester Jugend unter Menschen im Haus aufgezogener Hund mit den Ohren. Unser unlängst verendeter
* Bon der Landesuniversität. Die Besucherzahlen dieses Wintersemesters haben sich, wie jetzt nach erfolgter Immatri fulation zu ersehen ist, faum gegen die des Sommerhalbjahres geändert. Die Zahlen für das laufende Semesters find, ordent fiche Studierende 1446, Hörer 25, Hospitantinnen 2, und Gast hörer 180. Am 10. Dezember werden die neuen Instituts räume des Landwirtschaftlichen Instituts ihrem Zwede übergeben. Die Einweihungsfeierlichkeiten, zu denen der Lehrkörper einladet, werden am Morgen durch einen Festakt in der Aula eröffnet, an die sich Besichtigung der neuen Räume, gemeinschaftliches Essen, Autofahrt und Besichtigung des Tierzuchtinstituts und Verfuchsgutes, Unterer Hardthof und abends ein Festball anschließt.
* Berbot öffentlicher Luftbarkeiten. Am Vorabend des 1. Advents( 26. November 1927) sowie in der ganzen Advents zeit dürfen öffentliche Tanzbeluftigungen nicht stattfinden. Auch find für den 1. Weihnachtsfeiertag und für den Vorabend des selben sonstige öffentliche Luftbarkeiten untersagt Theatre lische Ausführungen, Vorführungen in Lichtspielhäusern und Konzerte an den beiden letztgenannten Tagen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten oder belehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaẞt werden, ebenso rein sportliche Veranstaltugen, die ohne öffentliche Umzüge oder Musik stattfinden.
dieser Rubrik nenhmen wir oh Shriftleitung unserer Leser auf.) Wer gezwungen ist, die Bahnverbin Gießen und umgekehrt häufiger zu tigen lönnen, daß es ein Standal ist, Der Wagen 4. Klasse bei dem 2- Uhrzug Abfahrt des Zuges am Bahnsteig vo Seifende darf sich dann, abgesehen davo ind, in dide Staubwollen hineinsetzen angeheuerlichsten Portionen Batterien so nigung nicht vorher vorgenommen werd Tit engebeizt werden? Wir sind hie in Bofemudel, von dessen Eisenbahnver Trauriges erzählt.
* Die Stromabnehmer des Ueberlandwerkes Oberhessen, die in den Jahren 1922 und 1923 zum Ausbau der Ueberland anlagen Gelder darlehensweise zur Verfügung gestellt haben, werden darauf hingewiesen, daß sie ihre Forderungenn auf Auswertung spätestens bis zum 14. Januar 1928 unter Bor lage des Schuldscheins beim Kreisamt anzumelden haben. Nach diesem Termin eingehende Anmeldungen können unter feinen Umständen mehr berücksichtigt werden.
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Für Autofahrer. Die Straße von Frankfurt a. M. nach Gießen ist an folgenden Stellen gesperrt: Ofarben- Kloppen heim vom 24. Oftober bis auf weiteres. Umleitung: NiederWöllstadt- Jlbenstadt- Burggräfenrode Groß- Karben. Bilbel -Kloppenheim vom 26. September bis auf weiteres. Umlei tung über Ober- und Nieder- Erlenbach. Gießen- Reiskirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Annerod ist teilweise mit Erdaushubmassen und Materialen belegt. Vorsicht!
* Wegen Herstellung eines Kabelgrabens ist die Wolfen gasse bis auf weiteres für jeglichen Fuhrverfehr gesperrt.
Die Gewerbe- und Maschinenbauschule Gießen hat ihr Winter- Semester am 1. November begonnen. Der Schüleran drang war auch dieses Jahr sehr groß, sodaß allein drei untere Bauklassen eingerichtet werden mußten. Glüdlicherweise machte die Unterbringung der Schüler in diesem Jahr keine allzu große Schwierigkeiten, da die Stadt Gießen 7 große Schulsäle als provisorischen Erweiterungsbau der Gewerbe- und Maschinenbauschule errichtet hatte. Die nachfolgenden Zahlen beweisen jedoch am besten, daß auch dieses Provisorium mög lichst bald durch den geplanten Neubau abgelöst werden muß. Im ganzen wird die Anstalt im Winter- Semester besucht von 470 Schülern, außer den 835 Schülern der gewerblichen Fortbildungsschule. Auf die einzelnen Abteilungen verteilt sich diese Zahl wie folgt: Maschinenbauschule 115 Schüler, Bauabteilung 187 Schüler, Schreiner- und Malerfachklasse 63 Schü ler, Schuhmacherfachklasse 15 Schüler, in den Kursen 90 Schüler. Außer dem Leiter Anstalt, Herrn Gewerbeschulrat Dr. Bünnings, wirken an der Gewerbe- und Maschinenbauschule 30 Lehrkräfte einschl. der 3 Meister für die Lehrwerkſtätten.
* Aus Anlaß des 30jährigen Bestehens der Sektion Gießen im Verband reisender Kaufleute Deutschlands fand eine Jubi läumstagung statt, die zugleich mit einer Tagung der Ber fehrskommission Hessen- Thüringen dieses Verbandes verbun den war, Verbandsdirektor Dr. Raabe Leipzig sprach über ,, Das Konjunkturproblem der deutschen Wirtschaft und der rei sende Kaufmann" und der Vorsitzende des Gaues Hessen- Thü
Dadel war wasserscheu und kniff aus, wenn er ins Bad kom men sollte. Darum sagten wir dem Kutscher statt lid muß wieder baden" etwa lid muß dran glauben" oder Flicks Stunde hat heute geschlagen". Immer verstand das Tierchen und vertroch sich."
Elisabeth dachte die Dogge auf ihr Begreifen zu prüfen: ,, Tyras, du kommst wieder fort!" Der Hund heulte, und fie tröstete:„ Nein, du bleibst bei uns!"
In weiten Sprüngen umkreiste er sie mit einem Freuden geheul, in das schon Kläffen aus dem Garten der nahen För sterei flang. Dort setzten sie sich an einen runden Tisch, der bald faure Milch und ein Windlicht trug. Unter den hohen Tannen hing schon Dunkel. Am anderen, Ufer das Baches schimmerten Lichter aus den Villen auf der zum Wasserlauf fallenden Talsente. Der rote Schein von Berandalampen fiel auf fröhliche Menschen an gedecien Tischen. Das Echo ihres Lachens girrte weit in die abendliche Stille, aber es schwieg wie abgerissen, als eine Laute flimperte und eine tiefe, weiche Frauenstimme jang: O du mein holder Abendstern."
aus.
Elisabeth hob den Finger zum Himmel: Da tritt er her
Wenn die immer Lebhafte jo plötzlich sprach, flang es Werner, als tünde sie ein Ereignis an, und wirklich sah er ihr vom Windlicht erhellies Geficht in Erregung glühen. Die Nasenflügel bebten. Von fast wildem Temperament mußte das Mädchen fein.
Sein Blid nahm den Weg, den ihr Finger wies, und sah im Blaugrau den Abendstern. Da warf er den Raden über die Stuhllehne, stredte den Körper lang, verschränkte die Arme über der Brust und dehnte fich im töftlichen Behagen an dem Faulenzerleben eines Genejenden: Mädels, wie warm und freundlich Frau Venus doch unserer Heimat lacht. In Rußland schienen die Sterne immer falt, fern, grausam und er barmungslos."
Aus Nah und Som oberen Bogelsberg. Auf de em legten Sonntag die Kommission, Materium Verhandlungen über die Bogelsberg aufnehmen soll ,, neu zu wurden für den Kreis Schotten die S bhain, Fischer- Sichenhausen, Bürge ts, Stein- Stumpertenrod. Bürgerme Oberfeemen und Rühl- Schotten, fü Herren: Bürgermeister Greb- Er af Eichelhain, Bürgermeister Lind ner Lind- Grebenhain und Roos- B as dringend notwendig erachtet: 1. , 2. die Verlängerung des Notsta weiterer Erlaß der Steuern, auch
Steuerarten und 4. die Hilfe des Sta Thaften bei der als äußerst dringen von Aderbau auf Viehzucht.
Grünberg. Wegen Vornahme Londorfer Straße von der Gallus His auf weiteres für den Wagen iperrt.
Büdingen. 95 Jahre alt geword geb. Bolz, in Bellmuth. Sie fonn
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wieder seine Hand auf der Hüfte nen Augen das heiße Flirren wi Berlegen blidte sie in den Schoß andere Pianeten?"
Sie scheint uns heller, weil Don Gas oder feuchter dider Luft Und ich dachte gerade, daß d nen und auf uns heruntersehen", Ihre blanken Augen lachten noch liebe sie ihn wie alle Menschen i
Er freute sich, sie belehren zu Then nennen dürfen, ist fraglich. penbike von mehr als 50 Wärme
Ah!" stöhnte Elisabeth in Arme. Das lodende Rund unter dünne Blusenseide der Aermel: ,, D Sommer ist mir lieber als Winter ich mich schon längit, denn Heißes 3bre Rajenflügel bebten wieder, a Abenteuern und Geheimnissen. S andere, verschlang die Hände him ate träumerisch zu ihrem Ster , wenn es dort so warm ist. san. Jeht nach dem Abendbr en af Ruhebetten wie die Göt Fri Museum liegen; fleine 2 blätter, und die Männer gehen um Baben an das Meeresufer. ie eine Emberbowle, jüß und ta Karl. 3 finde die Venusmensche Elifabeth Ton als Sinn der Worte an der Gerda la innerte. Das wüle, lockende wärmte den Kopj mit Gedanken Mädchen ihrer Art gewiß zu vers willen, ob wohl die Damen auf d einen Stern wie die Menschen die Borläufig nicht! Doch mag Der Wollenhülle ihnen einen groß Der Benus, bringen. Dann zerreiß die Erde als mattrötlichen Stern Mondes daneben. Das Faulenzen auf. Auf den Sommer folgt Winte wohl auch fie von einem ormjeligen großen Weltkrieg."
Elisabeths blanke Augen lachten dem warmen Blinken droben, als wünsche sie sich den Stern. Gerda fragte: Warum heißt er eigentlich Venus?" Sin nend sah auch sie hinauf.
Rein und edel schien die schöne Seitenlinie ihres durch das Windlicht von unten erhellten Gefichts. Sein Sehnen et wachte wie neulich auf der Beranda, und seine Stimme flang unsicher, als er ihre Augen fuchte: Die Alten schwärmten für die Göttin mit lichtweiser Haut und gaben darum dem strah lendsten aller Sterne ihren Namen."
Die Betonung fagte, daß seine Worte ihrem eigenen blon den Weiß huldigten. Ihr Herz schlug schneller. Sie glaubte
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