Nr. 12.
n gemacht und Verbejjerungen vorgenommen sich einmal flar, welche Summen deuten Serfügung stehen, um damit einen einigez Sportbetrieb durchzuführen, und man wird sehr der Vergleich zuungunsten Deutschlands
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thoven. Ein Roman von Feliz Hu ugendbildnis Beethovens und einer Ansicht und des späteren Wohnhauses seiner Eltern und Anhang. Einfach gebunden 3,50 t.
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Die Tragödie Wilhelms II. 100 Ottap Mt. Sonderdrud der Grünen Briefe. 3 ommissionsverlag von Fr. Foerster, Leipzig. ition der Grünen Briefe in Berlin Stegli
3 auch denjenigen reizen, der verschiedene über den meistgenannten Herrscher ber
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Erscheint: Samstags.
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
40. Jahrg.
Kein Aufwertungsbegehren.
Der Reichsminister des Innern hat auf Beschluß der Reichsregierung den von der Reichsarbeitsgemeinschaft für Aufwertung und den Mieterorganisationen gestellten Antrag auf Zulassung eines Bolts begehrens zugunsten eines Gesetzes über die Wiederherstellung des Bolfsvermögens abgelehnt.
Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.
Samstag, den 26. März 1927.
Der Finanzausschuß des hessischen Landtags hat am Dienstag die Beratungen des Staatsvoranschlages unterbrochen, um eine Reihe dringender und wichtiger Angelegen heiten, die noch vor dem 1. April auch im Plenum verabschiedet werden müssen, zu beraten.
Regelung der Ausweisungsfrage in Oberschlesien. Eritredung des Finanzgesetzes auf die etften drei Monate des
Gesandter Rauscher hatte eine Unterredungmit dem polnischen Außenminister Zalesti. Hierbei teilte ihm der Minister mit, daß die polnische Regierung dem in Genf zwischen den Außenministern Deutschlands und Polens getroffenen Abmachun gen zugestimmt habe. In der Frage der Ausweisungen ist somit eine zufriedenstellende vorläufige Regelung erzielt worden.
Eröffnung einer deutsch- evangelischen Kirche in Paris.
Die vor etwa einem Jahre von der französischen Regierung freigegebene deutsch- evangelische Kirche in Paris wird demnächst wieder eröffnet werden. Die Verwaltung der Kirche hat der evangelische Kirchenausschuß in Berlin übernommen, von dem auch der Pfarrer gestellt wird.
* Der Erste Deutsche Bismard Tag, der am 2. und 3. April in Hannover stattfindet, erfreut sich des lebhaftesten Interesses weitester Kreise. Die Anmeldungen laufen zahlreich ein. Die Leitung der Haupttagung am 3. April hat Oberbürgermeister Dr. Jarres übernommen. Anmeldungen sind zu richten an die Geschäftsstelle des BND.- Vereins, Köln, Hansaring 11.
Desterreichs Kriegsopfer!
( Gießener Tageblatt)
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Zunächst wurde ohne Debatte der Gesezentwurf betr. die Rechnungsjahres 1927 angenommen. Die Regierungsvorlage über den Entwurf eines Steuervorauszahlungsgesetzes für das Jahr 1927 ist begründet durch die Tatsache, daß die Verabschie dung der der Regierung vorgelegten Steuergesetze bis 1. April nicht möglich ist. Damit aber die Regierung in der Lage ist, Steuern zu erheben, ist ein solches Vorauszahlungsgesetz not wendig geworden. Damit verknüpft waren die Bestimmungen über die Verteilung der 10prozentigen Mieterhöhung, die am 1. April in Kraft tritt und die Aussprache befaßte sich fast nur mit dieser Frage. Der Landbund trat dafür ein, die Mieterhöhung von 10 Prozent ganz dem Hausbesik zu überlassen, die Deutschnationalen beantragten dem Hausbesitz 8 Prozent zu überlassen und 2 Prozent wegzusteuern. Die Regierungsvor lage sieht 2 Prozent für den Hausbesig vor und will 8 Prozent wegsteuern, während ein sozialdemokratischer Antrag verlangt, daß die vollen 10 Prozent weggesteuert werden sollen. Die Regierungsvorlage, auf deren Boden sich die Demokraten und das Zentrum stellten, hatte ihre Begründung in der Tatsache, daß für die Mieterhöhung am 1. Ottober die umgekehrte Verteilung vorgesehen ist, so daß also die beiden Erhöhungen je zu 10 Prozent verteilt sind.( Hausbesitzer und öffentliche Hand je 10 Prozent.)
In den letzten Tagen wurden sämtliche österreichische Kriegsopfergesetze abgeände, die bisherigen Renten wurden erhöht. neue Bestimmungen aufgenommen und viele andere Vorschriften neu gefaßt. Die Organisation der österreichischen Kriegsopfer, der Reichsbund der Kriegsopfer Desterreichs", Wien I Sofburg, hat diese Gesetze( Invaliden Entschädigungs- und Invaliden Beschäftigungsgesek) gesammelt herausgegeben und ist auch gerne bereit, jede gewünschte Auskunft in allen Kriegsopferbelangen zu erteilen.
Nr. 13.
mietete Eigenhäuser handelt' m Steuermert von nicht mehr als 10 000 Mart, deren Eigentümer im Jahre 1926 nicht mehr als 100 Mart Einkommensteuer zu zahlen hatten und dessen sonstiger Grundbesitz nicht mehr als 10 000 Mark Steuerwert hat.
Danach erhöht sich der Steuersatz für den Staat um 8 Bro., gleich 40 Pfennig pro hundert Mark Steuerwert, Ler im seitherigen Verhältnis zu dem Steuerwert, der im seitherigen Verhältnis zwischen Gemeinde und Land geteilt wird. Es erhält die Gemeinde 7 Pig. und das Land 33 Pfg. Im Verhältnis zu dem Steueranjas von 1926 bedeutet dies eine Erhöhung von 26 Prozent.
Die Abstimmung über diese Punkte hatte folgendes Ergebnis: Der sozialdemokratische Antrag wurde gegen die Stim men der Antragsteller abgelehnt, der Antrag der Deutschnatio nalen wurde mit 9: 4 Stimmen abgelehnt, ebenso wurde abge lehnt der Antrag des Landbundes mit 9: 4 Stimmen. Die Regierungsvorlage fand mit 9: 4 Stimmen Annahme. Außerdem wurde eine Entschließung der Regierungsparteien angenommen, die folgenden Wortlaut hat:
Die Regierung wird ersucht: Der Zuschlag zur vorliegenden Sondergebäudesteuer für 1927 ist auf Antrag bis zur endgültigen Veranlagung zu stunden, wenn es sich um nicht ver
Auf der Warte.
Die Kantonesen haben ihr Ziel erreicht: Schanghai, der wichtige Ausfuhrhasen Chinas, ist in ihren Besitz gefallen. Die Wichtigkeit des Platzes wird erst recht deutlich, wenn man erfährt, daß die Hälfte der Ausfuhr Chinas durch diese Stadt geht, jährlich etwa 70 Millionen Mark Zölle hier erhoben werden. Während dort im fernen Osten ein unseliger Krieg schon jahrelang tobt, dessen Ende noch nicht abzusehen ist, wächst in Europa die Kriegsgefahr. Kaum ist die Spannung Italien- Frankreich beseitigt, entsteht ein neuer Konflitt zwischen Italien und Jugoslawien. Das expansionslustige Italien möchte in Albanien, das an Jugosla= wien grenzt, eine Vorherrschaft erringen, wenn nicht sogar das Land in seine Botmäßigkeit bringen. Da werden die Nachbarn mißtrauisch! Es ist schon zu erregenden Zwischenfällen gekommen. Wieder liegt es an den Völkerbunds Großmächten, nach jener Seite hin einen Drud auszuüben, damit sich der Konflikt nicht weiter entwidele. Nur traurig, daß das Druckmittel jeweils die im Hintergrunde befindliche Kriegsmacht des intervenierenden Staates sein muß! Aus Japan tommt die bedeutsame Meldung, daß in Kürze die christlichen Religionen der japanischen Staatsreligion gleichgestellt werden sollen. Ein evangelischer und ein katholischer Vertreter haben bei der Ausstellung des Gesetzes mitgewirkt. Die Handelsvertrags- Unterhandlungen
Wer noch keine Lose der
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hat, der decke sich schnellstens ein, da in den ersten Tagen des April hier der Losverkauf eingestellt wird!
tagskaften Furter Melle märz
Familie Bismard.
präsident oder als Reichstanzler in seine heimische Sommerfrische kommt, um auszuspannen und nach vollbrachten Ferien dann den Dienst frisch gestärkt" wieder aufzunehmen und„ treu" und pflichtbewußt" bis zum nächsten Urlaub durchzuhalten, son dern, daß er in sein eigentliches Element zurüdtaucht, aus dem er hervorgegangen ist: in das adlige Bauerntum, das auf der Scholle die Urarbeit des Menschen verrichtet, die Arbeit um Schaffung von Nahrung für sich und andere, für die Familie. „ Wir sind der Urstand", sagt Onkel Bräfig. Alles, was Westphal an Belegen Bismardscher Verwaltungstätigkeit herbeibringt, gibt Zeugnis davon, daß der Fürst in erster Linie Bauer war, Bauer von höchstem Adel, Erbbauer und Erbauer des Landes, das ihm die erweiterte deutsche Familie mit dem Ge samtlandesvater, dem König, an der Spitze, war. Daher fällt denn hier auf dem Land alles Repräsentative weg; es ist ihm einerlei, ob er auf einer ladierten Staatsfutsche oder auf einem Stellwagen fikt, der seine verschiedenen Umwandlungen nicht leugnen fann; und einerlei, ob er hoch oder plattdeutsch spricht
Ich hatte Ernst Westphals Erinnerungen an Bismard gelesen, Bismard als Gutsherr", als sich mir dieser Ausdrud Familie Bismard" ungesucht zur Kennzeichnung des ganzen Lebenstreises einstellte, der hier vorgeführt wird.( Ernst Westphal, Bismard als Gutsherr, Erinnerungen eines Barziner Oberförsters. Leipzig, K. F. Köhler.) Was wir ans, uni hin einzukommen, vielfach als Ausdrud unseres Strebens zurecht gelegt haben, indem wir von Lebensgemeinschaft oder von Arbeitsgemeinschaft sprechen, das tritt uns hier fertig entgegen. Das Gut mit seinem ganzen Umfang, mit Forst- und Landwirtschaft und mit der angeschlossenen Industrie( Holzschleiferei, Papiermühle) ist der Hintergrund. Es gibt für Bismard und seine engere Familie die Bindung an das, was auch alle andern bindet: den Boden und das Wetter, Arbeit im Feld und Ausfall der Ernte, und was für Sorgen immer des Landmanns Herz bewegen. Man hat, von diesen Varziner Schilderungen aus, das wohltuende Gefühl, wenn Bismard von Berlin fommt, so kommt er endlich mal wieder nach Haus und der befracte Empfangslandrat mit der weißen Binde ist nichts als eine Fortsetzung des ewigen Berliners Aergers, der hier auf die Nerven fällt und dem Anlaß wird, den Aerger austochen zu lassen auch Aelteren ist's also erlaubt, sich mal Luft zu machen, bis ihn der Erfolg einer jungen Aufforstung beschwichtigt. Was Beruf, was Amt, was Pflicht, hier ist Heimat, da er dem Terzett von Taube, Reiher und Weiher lauschen, im einsamsten Forst sich unnahbar und wohl fühlen und den Baumnarren" in ihm füttern tann. Nun, das könnten ja alle andern Gutsbesiger auch so haben wir alle, die wir irgend im Land zu Haus sind und, wenn auch nicht seine Aecker und Wiesen, so doch seine Schönheit und Sorgen mitbesitzen. Was die Sache bei Bismard aber bedeutungsvoll macht, das ist, daß er nicht als Minister an seinem treuen Oberförster aus, er ist aber so groß, daß er,
Guthig ab Samstag mittag 12 Uhr Rückreise muß Montag früh 9Uhr angetreten sein
FIM
Man sollte also nicht sagen, solche Schriften wären ,, AuchBismard- Literatur" von mehr sentimentalem als wissenschaftlichem Wert. Es ist eher umgekehrt. In seiner politischen Gedankenarbeit tönnte doch eigentlich nur ein Bismard Bismard folgen und alles in seinem Sinn verstehen und auslegen. Aber hier ist er menschlichem Verstehen zugänglicher als sonst irgendwo, hier ist er sozusagen unreflektiert, einfach Element, Natur, der wir uns mit aller schuldigen Ehrfucht vor solcher großen Natur nähern. Darum sage ich, daß Westphals Buch eine der wichtigsten Quellenschriften zu Bismards Geschichte ist: sie gibt die elementare Umwelt seines Zuhause, und gibt auch ganz unmittelbar aus dieser Umwelt heraus Einblid in Bismards Borarbeit zu Gesetzen. Ein Kapitel erzählt, wie er damals, als er das Spiritusmonopolgesetz vorbereitete, selbst in den Barziner Dorffrug ging, sich einen Kartoffelspiritusschnaps einschenken ließ, austrank und fragte:„ Wie teuer ist der Schnaps, wieviel Proz. Alkohol enthält er und wieviel Schnäpse gehen auf einen Liter?" Da nun der Wirt die beiden letzten Fragen nicht beantworten kann, so stellt der Fürst die Schnäpjezahl in Liter gleich selbst fest, den Alkoholgehalt und die Bezugsmenge des Wirtes aber durch die Gutsverwaltung und verwertet die Daten dann im Reichstag. Aehulich liegt's beim Dampftesselrevisionsgesetz, beim Freizügigkeitsgesetz und bei dem Gesetzvorschlag über ein Recht auf Arbeit", das ja leider nicht zustande gekommen ist. Das war die Heimatwurzel in seiner politischen Arbeit, Anschauung und Erkenntnis, die am grünen Tisch nicht gewonnen werden konnten und ihm die gelassene Sicherheit des Urteils gaben, die in dem Wort an Westphal liegt:„ Westphal, ich bin doch der einzige Minister, der da weiß, wie es auf dem Lande eigentlich zugeht."( S. 46.) Wenn Oberförster Westphal, der selbst aus einfachsten Verhält= nissen sich herauf gearbeitet hat, selbst ganz ,, aus dem Bolt" war, das alles so aufzeichnen tann, dann liegt es dran, daß hier Bolts Familientum für beide, Herrn und Diener, das Gemeinsame ist die deutsche Natur. Dr. Th. Scheffer.
vielmehr ist auch das Element der Heimat und verbindet ihn am unmittelbarsten mit der Gutsfamilie, den Mitarbeitern und Tagelöhnern. Er ist zu Haus und er lebt in der Anschauung und in der Erkenntnis seiner Heimat, die ihm für seine andern Aufgaben da draußen furchtbar wird. Das alles ist aber nur möglich, weil Bismard als Persönlichkeit in feinem Vorurteil Don Stand, Beruf und Würde befangen ist; er ist Gutsherr, und als Gutsherr Familienvater, Familienvater aller Gutsangehörigen; seine Frau also auch die Mutter, die sich bis auf Rödchen und Höschen um das Wohl der ganzen Gutsfamilie fümmert. Selbst die Verehrungsgeschenke werden familienhaft geteilt und nicht minder Laune und Verftimmung. Bismard badet da wohl manchen Groll und mancherlei vom Klima städtisch- staatlichen Lebens aus der Welt politischen Mißtrauens wenn's drauf ankommt, um Entschuldigung bittet und ,, revociert".


