Nr. 19. Sonnabend, den 7. Mai 1927.
h stärkerem Ausmaß fortjeße, ist gerade im
ultate gezeitigt hat. Daß diese Entwidlung muß der Geschäftsmann, der Fabrikant und Handwerksmeister des in der Form der Kreditgenossenschaft des Strebens nach sparsamstem Haushalten in allen Ausgaben, rtschaftlichen Interesse gelegen; die finan ugeffett zu erzielen. Auf die Werbe- und Reflamearbeit an Der Gesamtwirtschaft und damit zur Besser billigste Weg zum Käufer ist, um ihm zu sagen, die und die
roßer Bevölkerungs- Schichten wird mit bei
Einzelnen.
jag' ich's dem Käufer?
ifanischen Zeitungsverleger teilte in einem
auch darauf sehen, mit dem geringsten Einjah den größtmöglichen
gewandt, ist es längst erwiesene Tatsache, daß die Anzeige der
Ware habe ich in gediegener Qualität und besonders preiswürdig anzubieten. Amerika, ein Land, das alle Reklamearten, auch die modernsten, erprobt hat, fehrt immer wieder zu der alt= bewährten, stets jungen, stets wirtungsträftigen Form der Re
mit, daß im Jahre 1925 in ameritanischen hier der billigste, wirfjamste und einzig vollen Erfolg verPropaganda- Direktor der Vereinigung tlame zurüd, der Zeitungsanzeige. Denn es hat erkannt, daß n für 2900 Millionen Mark Anzeigen er heißende Weg zum Käufer liegt.
ind.
irtschaftsepochen war der Grundjaz vor
Waren zu erzeugen, wie der Marti tat onnte. Im Gegensatz zu dieser ledigli rf eingestellten Produktion erzeugt in der
Weltwirtschaft jedermann soviel er will
Polizeiverordnung
zur Sicherung des Verkehrs während des Kavalleriftentages
in Gießen.
e davon ist ein Ueberangebot an Waten ordnung betreffend, vom 8. Juni 1911 und der Vermögens as fertige Produtt restlos an den Mann ftrafenverordnung vom 6. Februar 1924 wird für den 8. Mai
Auf Grund des§ 129b II 3iffer 2 des Gesetzes, die Städte
iufer wird mit nimmermüder Zähigkeit Einsatz der modernen Reklamekunft um
1927 für den Bereich der Stadt Gießen folgendes angeordnet:
lich ist es möglich geworden, durch wir gen, soweit sich durch sie der Festzug bewegt, für die Dauer des t das Ueberangebot in Waren den Käufer Feftzuges für jeden Verkehr mit Kraftwagen, Kraft- und
§ 1. Bon 1½ Uhr nachmittags ab werden folgende Stra
ndene Reklame läuft auf die Frage hin
em Käufer? Dieser muß, bevor er zum eitet, wissen, woher fie stammt, in welcher
und zu welchem Preise sie feil ist. Der
Fahrrädern und Fahrzeugen jeder Art gesperrt:
Reustadt, Bahnhofstraße, Westanlage, Seltersweg, Kreuzplay, Sonnenstraße, Brandplay, Marktlauben, Walltorstraße, Ost- und Südanlage, Bleichstraße, Ludwigstraße und Kaiferallee.
er diese den Käufer zunächst intereffieren. Während dieser Zeit ist es auch verboten, daß Fahrzeuge jeder u schaffen, gibt es viele. Von der primis Art in den oben genannten Straßen halten.
ufens, Ausschreiens der Waren auf Jahr
§ 2. Die Kaiserallee darf von der Abzweigung der Licher
,, Gießener Zeitung
4
Das Leben ist die Zeit der Aussaat, die Ewigkeit ein endlos glüdstrahlendes Erntefeft. am Lebensabend wird die Sichel vom göttlichen Sämann angelegt. Das ist die Stunde der Ernte. Frühling it's, die Zeit der Saat. Lassen wir über sie die Sonne scheinen, daß jedes Körnlein reise der ewigen Ernte
is zum Aushängeschild des Kaufmanns straße bis zu der Abzweigung der Straße Gießen- Reiskirchen m einfach ausgeführten Ankündigungs Don 1% Uhr nachmittags ab bis 10 Uhr abends von KraftfahrEtteten Werbeblatt und Katalog bis hin Rilometer in der Stunde befahren werden. allen Vorzügen und Effekten moderner zeugen jeder Art nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10
sschichten berührenden Anfündigung im
ung, welch' ein vielgestaltiges, tausend- und Pferdebroschten darf nur auf der rechten Seite der Straße
§ 3. Die Aufstellung der fonzessionierten Kraftdroschken
Werbemitteln im Dienste der modernen Absakgewinnung.
Am Kugelberg"( Fahrtrichtung Kaiserallee) erfolgen. Die Aufstellung von Privatfahrzeugen jeder Art darf nur
En beispiellose Erfolge auf technischem auf der rechten Seite der Kaiserallee jenseits der Restauration
ebiete Deutschland zur Nacheiferung die Schützenhaus" stattfinden.
lame vorbildlich geworden. Dieses Land Propagandamöglichkeiten erwogen und nutzbar gemacht, es hat aber schließlich und Absatzerhöhung auf dem Wege der gegeben. Wir erwähnten bereits ein in einem einzigen Jahr allein für Zeis illionen Mark verausgabt hat, es ist das märchenhaft anmutende Summe, daß fie n und Wirkungsweise der Anzeigenrellame
f diese Weise insbesondere auch dem deut andwerker, Gewerbetreibenden vollgültige ge: Wie sag' ich's dem Käufer?" Die In der Tat dasjenige Werbemittel, das zu evölkerungsschichten allen gewerblichen und sen dringt, also überall dorthin, wo nur zutreffen sind. Sie ist universell, allum de andere Reklameart, und nicht nur dies eutigen Zeit der geldlichen Knappheit und
en
Teilzahlung Presto
erhalten Sie ein
* Fahrrad.*
Es ist
allerbeste Qualität, zu billigster Preis. Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83.
enigegen.
Hinaus ins Freie!
Nr. 19.
bund" Griesheim unter Herrn Egolds bewährter Leitung, erklärte der 1. Bundesvorsitzende, Ober- Regierungsrat Dr. Siegert, den Bundeslängertag mit herzlichen Begrüßungsworten für eröffnet und erstattete für das abgelaufene Geschäftsjahr den Jahresbericht, aus dem sich ergab, welche ungeheure Arbeit für dis Bundesfest in Mainz u. den Ausbau des Bundes geleistet werden mußte. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurden Organisationsfragen und andere Angelegenheiten von internem Interesse erledigt.
Gesellschaft für Volksbildung. Die Gesellschaft für Volks,
Dieser Ruf fann jetzt nicht laut genug gerufen, nicht oft genug befolgt werden! Nach langer Winterhaft soll der Frühbildung veranstaltet am 14. und 15. Mai ihre Hauptversamm
ling auch für den Städter ins Land gezogen sein, und zwar nicht nur als Blumenspender und Amfelbringer in den Gärten, sondern doch in der Hauptsache als neuer Farbens, Lieder und Freudenbringer in Feld und Weld. Also hinaus aus den Steinhausen und aus der Schornsteinatmosphäre! Das Leben ist so furz, und so wenig Frühling enthält ein Menschenleben! Die Mütter bringen ihre Kinder viel zu wenig vor die Tore der Stadt. Männer aber, die sich mit ihren Jungen und Mädels außerhalb der Stadtgrenze ein wenig umsehen, trifft man wochentags fast gar nicht. Sie sind sehr beschäftigt". haben keine Zeit, umherzubummeln" und was dergleichen Einwände mehr sind. Aber diese Einwände geuen nicht! Sind wir nicht zunächst Menschen, fühlende, für die Natur geschaffene Menschen? Warum unternehmen die tagsüber so hart an das dumpfe Geschäftslokal, Büro oder die Werkstatt gefesselten Her ren der Schöpfung feine Morgenspaziergänge, um wenigstens vor den Tagesmühen ein wenig vom Frühling zu genießen? Solch ein Morgenspaziergang mit seinen tauglitzernden Wiesen und Lerchenjubel ist noch einzig schön!
§ 4. Der Seltersweg wird für den Durchgangsverkehr mit Kraftwagen, Kraft- und Fahrrädern( nicht Krankenrädern) für die Zeit von 8 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends gesperrt. Die Sperre gilt nicht für Fahrten zur Erledigung geschäftlicher oder privater Angelegenheiten in den Seltersweg.
§ 5. In gleicher Weise wird die für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen und Krafträdern überhaupt gesperrte Mäusburg für den Durchgangsverkehr mit Fahrrädern gesperrt.
§ 6. Die angeordneten Sperren gelten nicht für Dienstfahrten der Polizei, der Feuerwehr, des Militärs, der Post und des Sanitätsdienstes.
§ 7. Zuwiderhandlungen gegen diese Polizeiverordnung werden mit Geldstrafe bis zu 90 Mark bestraft.
Lokales. Sonntagsgedanken.
lung in Köln. Hervorgegangen aus den geistigen Bewegungen der ersten siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hat sie sich in den verflossenen Jahrzehnten immer mehr zu einem Mittelpunkte der freiwilligen Volfsbildungsarbeit entwidelt. Notwendig ist es, die Einheit unserer Kultur auch in ihrer volks. tümlichen Ausgestaltung und ihrer vollserzieherischen Verwertung festzuhalten. Das hat die Gesellschaft für Volksbildung jederzeit erstrebt und darin fucht sie auch gegenwärtig und für die Zukunft ihre staats- und voltserzieherische Bedeutung.
* Der Vogelschugverein für Hessen- Darmstadt ruft seine Mitglieder zur diesjährigen Hauptversammlung für Samstag, den7. Mai ds. Js. nach der Landskrone zu Oppenheim a. Rh. Von der Erkenntnis getragen, daß praktischer Vogelschutz nicht nur aus Liebhaberei, sondern aus rein wirtschaftlichen Erwägungen eine unbedingte Notwendigkeit für unsere Landund Forstwirtschaft, sowie für unseren Obst und Weinbau ist, haben es Freunde der Vogelwelt verstanden, die Mitgliederzahl des Vereins wieder weit über den Friedensstand zu brin gen. Auch für die diesjährige Hauptversammlung hat der Vorstand des Vereins einen prominenten Vertreter für einen öffentlichen Vortrag über praktischen Vogelschutz gewonnen. Nachmittags 3 Uhr wird in dem Versammlungslokal Forstmeister Ha en el von Bamberg über ,, Praktischer Vogelschutz in Weinbaugebieten" sprechen. Möge der Versammlung ein voller Erfolg beschieden sein.
Die Sonn- und Feiertage aber sollten jetzt zu größeren Fußzwanderungen benutzt werden. An einem schönen flaren Sonntagsmorgen mit dem Gefolge von munteren Kindern ins Land hinein zu wandern, sollte doch ein ganz besonderes Vergnügen für alle Familienväter sein, deren Herz noch allen Lebenstücken zum Trotz frisch und jung schlägt. Natürlich wird man sich bei größeren Partien gleich von vornherein ein be= stimmtes Ziel setzen. Die seinerzeit aufgekommenen Quellenwanderungen sind z. B. außerordentlich für solche Sonn- und Feiertagsausflüge geeignet. Sie verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen, indem die Jugend( und ihr Führer selbst) den Lauf des heimatlichen Baches oder Flusses kennen lernt und somit praktische Geographie treibt. Traurig ist es ja, wie wenig wir von der Entstehung und dem Lauf der Gewässer wissen, die Tag für Tag durch das Gebiet unseres Ortes rauschen und die Mühlen unserer Heimat drehen. Darum: die Rudsäde gefüllt und beim Hahnenschrei frühmorgens hinaus. auf nächsten Wegen den als Wegweiser dienenden Bach entlang! Auch unseren Lesern sei das Quellenwandern als praktischer Anschauungsunterricht für die Jugend warm ans Herz gelegt: die Jugend kann nicht früh genug mit dem heimatlichen Gelände bekannt gemacht werden. Vom Wasser haben wir's ge= lernt. Also, auf frohe Wanderschaft!
Frühjahr ist's, die Zeit der Saat. Ueber das acerland Schreitet der Sämann und streut die Körner aus. An jedes Rörnlein fnüpft sich der Wunsch, daß es aufgehe, wachse, blühe und gute Früchte trage. Im weiten Aderlande des Garten Gottes ist jeder Mensch ein Sämann. Denn all unser Schaffen und Arbeiten ist ein Säen. Jedes Wort, jede Tat ist ein Körnlein der Saat, das in der Saatfurche einer Seele teimt, aufgeht, und im Sonnenschein oder Regen reift, zur guten oder bösen Tat. So ist unser ganzes Leben die Tat der Saat. Streuen wir gutes Saatgut aus, dann können wir uns wie der Landmann auf den Herbst freuen. Wer reiche und kostbare Ernte will, darf zuvor die Mühen der Aussaat nicht scheuen. Wer goldene Aehren und reifes Korn einfahren will, darf aber auch nicht steln, Dornen und Unkraut säen. Oft reist im Menschenleben das Saatforn, das wir am Morgen ausgestreut, schon bis es Abend wird. Aber auch das ganze Leben gleicht einem Erntejahr. Was Eltern und Lehrer uns gaben, ging im zarten Reimbeet der Jugend geheimnisvoll auf und wuchs weiter durch's ganze Leben. Und war es gute Gaat, dann kann ein jeder Tag zum Erntefest werden und solcher Menschen Früchte werden auf goldenen Wagen in die ewigen Scheunen gefahren.
* Achtung! In letzter Zeit sind in Italien wiederholt deutsche Reichsangehörige bestraft worden, weil sie die strengen italienischen Anmeldebestimmungen nicht beachtet haben. Ausländer sind nach dem italienischen Gesetze verpflichtet, sich in nerhalb von drei Tagen nach dem Grenzübertritt bei der örtlich zuständigen Polizeibehörde persönlich zu melden und zwar ohne Rücksicht darauf, wie lange der Aufenthalt dauert. Diese Anmeldung ist grundsätzlich bei einem Wechsel des Aufenthaltsortes innerhalb Jtaliens zu wiederholen. Von der wiederhol. ten Anmeldung sind nur solche vorübergehend in Italien sich aufhaltenden Fremden befreit, die sich ausweislich ihrer ersten Anmeldeerklärung nicht länger als zwei Monate nur zu Erholungszwecken in Italien aufhalten wollen. Die Verpflich= tung zur persönlichen Anmeldung besteht auch dann, wenn der Ausländer im Hotel wohnt. Er kann sich dann allerdings der Vermittlung des Hotelpersonals bei der Erfüllung der Anmeldepflicht in der üblichen Form bedienen.
Schwindler. Festgenommen wurde hier der wegen Betrugs mehrmals vorbestrafte Kaufmann Mathias Schlömer, geboren am 25. 7. 1890 zu Siegburg, weil er sich auf dem Bür germeisteramt in Alsfeld unterstützen ließ, indem er um Fahrgeld nach Gießen ersuchte und auch solches erhielt unter dem Vorgeben, er habe Leder in Fulda gekauft und sein Auto ( Lastauto) habe vor Alsfeld eine Panne erlitten und dergl. mehr. Diese Angaben erschienen nachträglich bedenklich, weshalb seine vorläufige Festnahme durch die Gießener Polizei erfolgte. Durch Anfrage bei der Kriminalpolizei Siegburg wurde festgestellt, daß Schlömer wegen mehreren erneuten Be trügereien gesucht wird und als Betrüger nach Landstreicherart im Lande umherreist, worauf er in Untersuchungshaft genommen wurde.
* Hessischer Sängerbund. Am 30. April fand in Darmstadt im Bahnhofshotel eine Sigung des Gesamtvorstandes des Hes= sischen Sängerbundes statt, welche die für Sonntag, den 1. Mai, 10 Uhr vormittags, in dem Saal des Rummelbräu einberufene Jahreshauptversammlung( Bundessängertag) einleitete. Beschlossen wurde die Anstellung eines befoldeten Geschäftsführers für den Bund, sowie die Ehrung über 25 Jahre tätiger Chor= meister und Vorstandsmitglieder u. a. Die am folgenden Tage stattgehabte Jahreshauptversammlung brachte eine über Erwarten große Sängerschar aus allen Teilen des Hessenlandes nach Darmstadt. Nach Vortrag zweier stimmungsvoller Chöre der Vereine Liederzweig" Darmstadt und„, Sänger
* Warnung vor einem Tierquäler zum Nachteil von Hundebesigern. In letzter Zeit treibt ein Rohling sein Unwesen, indem er in der Nähe des Philosophenwaldes Hunde von Spaziergängern, anscheinend durch eine läufige Hündin, anlodt und einfängt. Nachdem er das Tier hat, schneidet er den Hunden offenbar mit einem Taschenmesser die Geschlechtsteile heraus und läßt dann die Hunde wieder laufen, wodurch diese erheb liche Schmerzen erleiden und meistens eingehen. Am 3. Mai erhielt die Kriminalpolizei von dem Vorgang Kenntnis, worauf die Ermittelungen sofort aufgenommen wurden. Die herausgeschnittenen Teile wurden im Walde in Papier einge wickelt gefunden. Die Ermittelungen nach dem Täter dürften alsbald von Erfolg sein.
auf Hassan und sagte zu ihm mit liebevollem, aber ernſtem Ausdrud in seiner Stimme: Und du selbst, Hassan?" Der Neffe beugte sein Haupt und ging still fort; aber in seiner Familie wurde es schnell anders, ohne daß er es nötig gehabt hätte, alle die strengen Maßregeln gegen die anderen zu er= greifen.
* Wem gehört der Anzug? Vor einiger Zeit verkaufte ein Mädchen im Alter von etwa 21 Jahren einem hiesigen Althändler eine fast neue gestreifte Hose mit dunkelbraunem Rod und Weste, unter dem Vorgeben, sie sei hier bedienstet und von ihrer Herrschaft zu dem Verkauf beauftragt. Der Althändler, welcher nach dem Ankauf Bedenken hatte, stellte fest, daß die Angaben der Verkäuferin nicht zutreffend sind. Diese ist bei der betreffenden Herrschaft unbekannt, ebenso auch die verkauften Kleidungsstüde. Wo sind solche Kleidungsstücke gestohlen? Sachdienliches hierzu nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen.
* Wem gehört nachstehendes Fahrrad? Bei der Kriminalpolizei Gießen, 3immer 2, ist ein Fahrrad, Marte ,, NaumannGermania", Fabritnummer 849 770, sichergestellt. Der rechtmäßige Eigentümer wird ersucht, sich mit der Gießener Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen.
* Spareinlagen bei den hessischen Sparkassen im Monat März 1927. Der Monat März hat den hessischen Sparkassen wieder einen bemerkenswerten Zuwachs an Spareinlagen gebracht. Der Bestand der Einlagen stieg um rund 4,2 Millionen
mal nachsehen, mir fommts immer vor, als wenn Ihr MusterLoffer aufgegangen wäre,"
Frühlingsanfang.
aus der Kinder Mund läßt die Eltern alle Sorge und Mühe| Lange blickte der weise Onkel mit seinen flaren, flugen Augen| Kunstdüngerreisenden:„ Ach, Herr Schulz, wollen Sie nicht einvergessen, und ein Wort der Güte hilft den Kindern über den Berg hinüber. Dieses alles wird bewirkt durch das Wunderöl der echten Liebe. In manchem Hause fehlt der Wunderbalsam gegen Brand, Schnitt und andere Wunden nicht, aber der Seelenbalsam, das Del der Liebe, mangelt, und darum knirschen die Räder und pfeift der Umgang. Manchmal merken wir das felber gar nicht so. Da ist es gut, wenn man sich gegenseitig sagt: Dein Delfläschchen ist leer geworden.
rn und verschmähe auch den Alkohol nicht Falle nicht als Feind oder Enthaltsamkeits werden, der das Kind mit dem Bade aus ipt nicht mitzureden hätte- aber ich sage, ser Hinsicht geleistet wird, überschreitet ß des Anständigen. Ich habe manche Ver ranstaltung mitgemacht, daß einem r übergingen. Ich sage: alles mit Majd age! Man schaffe wenigstens das viel ohol ab, dann springt schon ein ganz ErGustav Hildebrant. pflege heraus!
einen Tropfen Del
geht nicht mehr so leicht und spielend wie mag es liegen? Nur eine Kleinigkeit eilen wieder in geräuschloser Eile dahin. tag Wunder wirken, aber er tut es nicht iebe der Maschine Del ist das Geheimnis Familienlebens, des Zusammenlebens im ebe sänftigt die Geister, Del der Freund
Und du selbst?
-
Von dem weisen Scheif Omar ben Nahib wird etwas erjählt, worin ein jeder eine Lehre für sich finden kann. Eines Tages fam sein Neffe Hassan zu ihm und flagte:„ Meine Fa milienverhältnisse sind sehr wenig zufriedenstellend. Die Jungen wollen nicht gehorchen, und alles geht, wie es unter solchen Umständen möglich ist." ,, Das habe ich schon lange ge= jehen," antwortete der Alte ernsthaft. ,, Aber nun soll es anders werden." Ja, das ist auch die höchste Zeit! Aber was willst du machen, damit das geschieht?"- ,, Gerade dess halb fomme ich zu dir, um dir es mitzuteilen. Meinen Erftgeborenen will ich zu deinem Sohn in die große Stadt am Strand senden, damit er dort Gehorsam lernen kann. Die beiden Jüngeren sollen meine eigene harte Hand zu fühlen be= tommen, wie sie es brauchen. Und was meine Mädchen anbetrifft, so hoffe ich, daß du, erfahrener Scheit, ihnen ein VerStändnis für das beibringen wirst was ihre Pflicht ist..."
e Schritte, Del der Vergebung heilt die der milden Beurteilung stärkt das Vermilder Worte läßt die Reibungen des BerGlädjelig das Haus, in dem jedes ein hat und den notwendigen Tropfen zu rech n Wort der Anerkennung ist für die Seele Hier ein Balsam, ein Wort des Dankes
Ist die Geschichte Hassans nicht ein Beispiel für viele, viele Familien?... Manchmal tlagen Eltern darüber, daß ihre Kinder so ungehorsam und ungezogen sind. Sind die Kinder allein daran schuld? Oder sitzt der Schaden tiefer?
Klagst du vielleicht über deine Familienzustände, dann frage dich zuerst, wie es mit dir selbst steht. Bedenke: Christus ist für uns alle gestorben, damit wir, die wir leben, hinfort nicht uns selbst leben, sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist. Das muß uns einmal so durchs Herz gehen, daß wir es nicht mehr los werden können. Ueberhaupt ist das die große Hauptsache: Stimmt es in irgend einer Sache nicht, dann fuche die Schuld nicht bei andern, was man so gern tut, prüfe zuerst dich selbst, ob du nicht die größte Schuld hat.
Humoristisches.
Zwei Geschäftsreisende siyen im Abteil sich gegenüber, sie stellen sich gegenseitig vor.„ Mein Name ist Müller", sagt der eine ,,, ich reise in wohlriechender Seife und Parfüm."- Da sagt der andere:„ Mein Name ist Schulz," ich reise in Kunstdünger." Eine halbe Stunde später sagt Müller zu Schulz, dem
Von Morgentau behangen, liegt friedlich Wald und Flur, Und feierlich umfangen von Glüd ruht die Natur. In Rebelgrau geborgen liegt meiner Heimat Feld; Verlor'n in sel'gem Horchen lausch ich der Frühlingswelt. Und sieh, am Firmamente, hell Morgenröte grüßt, Ins taufrische Gelände sie ihren Glanz ergießt; Und von dem Wind dem linden, der säuselnd mich umschwebt, Nun rasch die Nebel schwinden und froh und neubelebt.
Sch ich zum Licht, dem hellen, zum strahlenden empor, Das dort in Flammen- Wellen am Himmel bricht hervor; Und lächelnd von den Höhen in sonnigem Gewand Sch ich den Frühling gehen herab ins deutsche Land.
Vorüber ist das Schweigen, das auf der Erde lag; Und Jubeln ohnegleichen erflingt aus Flur und Hag: Dahin sind nun die Stunden der langen Winterszeit, Erlösung hat gefunden die Welt nach Not und Leid.
Bon all der Freud umilungen mein Herz zum Gang auch drängt, Und grüß den Lenz, den jungen, der neu der Welt geschenkt. Und dank in Wort und Lieder, Gott, dem die Ehr' gebührt, Dem, der aus Dunkel wieder die Welt zum Licht geführt.
Philipp Trautmann, Landwirt, Reichenbach i. Odw.


