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gewesen, und sein stürmisches Temperament hatte diesen Körper bald zugrunde gerichtet. Durch planmäßige Uebung stärkte er ihn ,,, und gewann durch eine solche Behandlung seiner Körperanlage einen genügenden Vorrat an Gesundheit und Kraft für die großen Arbeiten und Anstrengungen, denen er sich später unterzog." Wir finden in seinen Schriften den Satz:„ Einzig und allein die Uebung erhält den Schwung der Seele und die Frische des Geistes." Seine Stimme flingt noch heute über die Erde hin.
Ein Zeitgenosse Ciceros, Julius Cäsar, sah sich durch körperliche Unzulänglichkeit behindert und suchte im Kriegsleben ein Heilmittel für seine Schwäche; er war darauf aus, seinen Körper durch lange Märsche und einfachen Tisch zu kräftigen." Welchen Erfolg er hatte, ist bekannt.
Die gleiche Beobachtung machen wir in späteren Zeiten. Napoleon, der Cäsar der Neuzeit, war ,, ein Mann von Stein und Eisen, der es 16 oder 17 Stunden im Sattel aushielt und mehrere Tage nacheinander gehen konnte ohne Nahrung und Ruhe, ein Mann von der Schnelligkeit und Behendigkeit des Tigers". Maitland beschreibt ihn als einen außergewöhnlich starken, gut gebauten Mann, 170 Zentimeter hoch." Ein Ausspruch Napoleons war:„ Das erste Erfordernis für einen guten General ist eine gute Gesundheit." Sein großer Gegner, Wellington, aß wenig und ging viel.
Gladstone übte seinen Körper täglich, mit dem Erfolg, daß er in einem Alter, da seine Schulkameraden entweder tot waren oder mit einem kümmerlichen Rest von Leben auf den Tot warteten, eine Nation regierte. Die großartige Rede, welche die zweite Lesung der Home- Rule- Bill abschloß, hielt er mit 83 Jahren. Damals besaß dieser Greis noch ein Feuer, dem das Haus nicht widerstehen konnte. Gladstone bildete seinen Körper durch gehen und regelmäßige Uebung. Während seiner Tätigteit im Parlament ging er jeden Tag zwei Stunden spazieren, gleichgültig ob es regnete oder die Sonne schien. Mit 80 Jahren fällte er eine Eiche von 1,20 Meter Durchmesser. Er glaubte offenbar an die Wahrheit eines Ausspruches von Horace Gree ley:„ Die Art ist das gesündeste Werkzeug, das der Mensch je in die Hand genommen hat. Das gilt besonders für solche, welche beständig schreiben oder sonstwie sigend arbeiten. Sie wirft ihm die Schultern zurück, nimmt den Brustkorb auseinan der, weitet die Lungen. Wenn jeder Jüngling und jeder Mann zwischen 15 und 50 täglich zwei Stunden eine Art schwingen könnte, würden die Verdauungsstörungen aus der Welt verschwinden und der Rheumatismus würde entschieden seltener werden. Ich bin ein armer Holzhacker, aber die Art ist mein Arzt und mein Vergnügen. Sie gibt dem Geist gerade Beschäftigung genug, um nicht in Träumerei zu verfallen oder in schwere Gedanken zu versinken, während jeder Muskel des Körpers genügende, doch nicht überanstrengende Uebung bekommt.“
Das sind nur wenige aufs Geratewohl gewählte Beispiele, aber sie genügen, um zu zeigen, welche Rolle ein gesunder, frischer Körper spielt, wo es gilt, Macht über andere zu ge= winnen!
Die vorstehenden Stellen sind entnommen dem Werke ,, W. J. Lockington S. J.": Durch Körperbildung zur Geistestraft. Ein System der Körperertüchtigung zur Hebung und Stählung der geistigen Tatkraft. Deutsche Ausgabe von Ph. Küble, S. J., und zwar dem Kapitel„ Die großen Führer der Weltgeschichte". Der erste Teil enthält die Grundsätze für die Seelenbildung und der zweite das praktische Sy= stem für die Körperbildung. Das Buch umfaßt 180 Seiten und ist in der Verlagsanstalt Tyrolia Innsbruck- WienMünchen erschienen und zum Preise von 3,60 Schilling ( 2,40 Goldmark) durch alle Buchhandlungen zu beziehen.
Verschiedenes.
Im Klepperboot von Deutschland nach Afrika. Der bekannte Sportmann Karl Schott aus Neuburg a. d. Donau, Mitglied des Klepperbootclubs Rosenheim a. d. Inn, hat mit einem zerlegbaren Klepperboot allein, nur von seinem treuen Hunde„ Lumpi", einem Forterrier, begleitet, die ca. 10 000 Kilometer lange
Strecke von Bayern nach Aegypten paddelnd und segelnd zurüdgelegt. Er wurde in Kairo vorerst an seiner Weiterfahr verhindert, da er von der englischen Regierung infolge der Ermordung des englischen Militär- Gouverneurs vorläufig keine Weiterreisegenehmigung erhielt. Er ist inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt, um seine Ausrüstung zu vervollständigen und nach Erhalt der Weiterreiseerlaubnis nach dem Sudan und Abessinien vorzubringen. Schotts sportliche Leistungen fanden in allen Ländern, die er berührte, volle Anerkennung. Viele englische, türkische und sogar französische Zeitungen brachten Abbildungen des kühnen Sportmannes. Das von Schott benügte, zerlegbare Klepperboot, das bekanntlich eine deutsche Erfindung ist, erregte überall größtes Aussehen. Die Reiseroute Schotts war folgende: Neuburg a. d. Donau- Oesterreich- Ungarn- Serbien- Bulgarien Rumänien nach Sulina an der Donaumündung( 35 Tage) durchs Schwarze Meer nach Konstantinopel, durchs Marmarameer- Dardanellen- Aegäisches Meer überSmyrna an der Anatolischen Küste entlang, die Inseln Samos, Rhodos, Caselloryso berührend, zu längerer Rast in Adalia und Mercina; von dort fuhr er weiter nach Syrien- Palästina- Haisa- Jaffa, am Nildelta vorüber nach Alexandria. Von hier aus kam Schott durch den Muhmudie- Kanal zum Nil, auf dem er nach achtmonatlicher Fahrt Kairo erreichte.
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Geschäftliches.
Stiefelpugen und Abspülen.
wer schätzte es als Hausarbeit, und wer wäre nicht einem Hausgeist dankbar, der es einem abnähme? Da aber die Zeit der Heinzelmännchen endgültig vorbei ist und die Hausgehilfinnen auch immer spärlicher werden, bleiben auch die unangenehm sten Beschäftigungen im Haushalt an der Hausfrau hängen. Sie hält deshalb Umschau nach„ toten" Hilfsquellen, die vermöge der ihnen innewohnenden Reinigungskraft zu treuen, zeitsparenden Kameraden werden. Wer schnell blizblanke Schuhe und Stiefel haben und viel Zeit und Mühe sparen will, der ge= brauche zum Putzen derseben nur noch„ Büde TerpentinölCreme", das ausgezeichnetste Glanz und Konservierungsmittel für alles Schuhwerk. Wir dürfen in dieser Beziehung zwar nicht nur der eigenen Bequemlichkeit folgen und nur auf die Anpreisung irgendeines Blank- und Schnellputzmittels gehen, denn vor allem muß natürlich die Frau auf die Erhaltung der häuslichen Werte bedacht sein.„ Irgendein" Mittel darf sie nicht kaufen, sondern nur dasjenige, welches Qualität verbürgt und den Namen einer einwandfreien Firma trägt. Die ,, Büdo Terpentinöl- Creme" wird vermöge ihrer Zusammensetzung aus nur besten Rohmaterialien, vor allem ledererhaltend und gegen Feuchtigkeit imprägnierend und schützend. Sie gibt blitzschnell einen tiefschwarzen, dauernden Hochglanz, der nicht abfärbt und durch Nässe nicht vergeht, enthält keine äzende Bestandteile, die dem Leder schaden könnten und hält so an, daß, ohne frisch aufzu= tragen, mit wenigen Bürstenstrichen am nächsten Tage abermals schönster Hochglanz erzielt und viel an Creme gespart wird. Darum merken Sie sich:
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Immer für die Schuhe nehme." Hergestellt durch die bekannte Firma Büdowerk, chemische Fabrik, Schwenningen a. N. Büdo ist in allen einschlägigen Geschäften zu haben.
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