Einzelbild herunterladen

wägungen Offene Kanäle sind mit kleinstem Gefällverlust und so zu führen, daß die Summe der Erdbewegungen einen Kleinstwert erreicht. Ihre sorgfältigste Anpassung an das Ge­lände ist deshalb von Wichtigkeit.

Als geschlossene Kanäle kommen für Wasserkraftanlagen Rohrleitungen aus Eisenbeton, Eisen und neuerdings auch Holz, ferner Druckstollen in Frage. Bei ihrem Bau sind die geologi­schen und hydrologischen Verhältnisse eingehend in Erwägung zu ziehen. Die an diese Bauten zu stellende Hauptforderung ist unbedingte Wasserdichtigkeit. Bei Rohrleitungen kann sie er­reicht werden. Aber die Herstellung von einwandfreien Druck­stollen ist eine der schwierigsten Aufgaben für den Bauingenieur. Die Wahl eines geeigneten Dichtungsverfahrens perlangt ge naue Untersuchung des Einzelfalles, und nur das System wird zum Ziele führen, das alle natürlichen und fünstlichen Einflüsse solcher Stollen gebührend berücksichtigt. Selbst geringe Wasser­verluste sind imstande, je nach den Verhältnissen, eine schwere Gefährdung der Standsicherheit hervorzurufen; denn durch die Länge der Zeit ergeben sich bedeutende Wassermengen, die außer der Ueberschwemmung von Kellerräumen in der Nähe befind= licher Wohnhäuser und Versumpfung von Wegen und landwirt­schaftlichen Gründen auch eine Unterspülung des Baugrundes bewirken. Je nach Umständen können sie sogar Anlaß zur Ausbildung eines Rutschhanges geben.

Bei der Wahl der Turbinen ist die Charakteristik in Ver­bindung mit der spezifischen Drehzahl zu beachten. Die Cha­rakteristik( Darstellung der Wirkungsgrade in Abhängigkeit von Wasserführung und Drehzahl) tlärt das Verhalten der Ma­schine bei verschiedenen Betriebsverhältnissen. Besondere Be­achtung verlangen Niederdruckanlagen, bei denen die Absenkung des Oberwasserspiegels im Staubeden einen bedeutenden Teil des Gesamtgefälles beträgt. Die Forderung gleichbleibender Drehzahl bedingt in diesem Falle bei abnehmendem Gefälle Ver­minderung von Wassermenge und Wirkungsgrad, somit auch beachtenswerten Leistungsabfall. Das wirtschaftliche Erforder­nis eines hohen Materialausnügungsfaktors der Maschine ver­langt große Umlaufgeschwindigkeiten. Diesem Bedürfnis ent­sprechend hat die Turbinentechnik besonders in den letzten Jah­ren eine Reihe vorzüglicher Schnelläufer geschaffen, die eine weitgehende Anpassung der Turbinendrehzahl an die der elef­trischen Maschine ermöglichen. Erwähnt seien hier die Tur­binen von Kablan und Lawaczek mit spezifischen Drehzahlen von 700 bis etwa 1000, ferner auch die bemerkenswerten Fran­cis- Schnelläufer verschiedener Firmen mit solchen von 300 bis 600. Für die heute noch am weitesten verbreitete Francistur­bine liegen die Verwendungsbereiche der spezifischen Drehzahl für Hochdruckanlagen bei den Langsamläufern mit 100 bis 150, für Mitteldrudanlagen bei den Normalläufern mit 200 bis 300 und für Niederdruckanlagen bei den Schnelläufern. Jedoch ist zu bemerken, daß man im allgemeinen die Schnelläufigkeit nicht unnötig hoch steigern soll. Neuere Ermittlungen haben ergeben, das Francis- Schnelläufer bestimmter Ausführung nur für einen gewissen Gefällsbereich mit Vorteil zu verwenden sind.

Durch die Bestimmung der Maschinensäge einschließlich des elektrischen Teiles ergeben sich Raumeinteilung und Form der Krasthäuser und Nebenbetriebe. Sie sollen sich den örtlichen Verhältnissen besonders auch in ihrer äußeren Linienführung anpassen. Außerdem ist es von Wichtigkeit, daß bei ihrer Anlage entsprechende Möglichkeiten für Messungen vorgesehen werden. Hauptsächlich sind es Gefälle- und Wassermessungen, für die beim Bau der Anlage unschwer geeignete Vorkehrungen getroffen wer­den, deren Fehlen nicht nur die Durchführung der Abnahme­prüfung, sondern auch gelegentliche Betriebskontrollen erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Ihr nachträglicher Einbau kann oft nicht mehr so vorgenommen werden, daß die Genauigkeit der Messungen einwandfrei ist.

Außer den genannten technisch- wirtschaftlichen Ueberlegungen sind im Einzelfalle eine Reihe von Verhältnissen zu untersuchen, die auf den Ausbau einer Wasserkraftanlage bestimmenden Ein­fluß ausüben können. Nachstehend seien einige solche Umstände erwähnt, die nicht selten in Erscheinung treten.

Von den rechtlichen Verhältnissen sind die öffentlich- recht­lichen, vor allem die wasserrechtlichen, in jedem Falle zu klären. Aber es gibt auch privatrechtliche Verträge mit oft recht be­achtenswertem Inhalt. Häufig ist eine bestimmte Kraftlieferung zugunsten des Vorbesitzers ausbedungen. Es kommt auch vor, daß bestimmte Absatzgebiete durch die Konkurrenz gesperrt wer­den, so daß selbst bei Bedarf am Orte die erzeugte Energie

-

-

an entfernte Verbraucher geliefert werden muß. Auch die Auf­teilung von Bedienung einer Anlage einerseits, Instandhaltung anderseits unter Vertragsparteien findet sich vor und pflegt zu ständigen Reibungen Anlaß zu geben. Es ist daher wichtig, das Vorhandensein von Verträgen über eine auszubauende Wasser­kraft aufzudecken und die durch sie bedingten Beeinflussungen wirtschaftlich ungünstiger Art tunlichst zu beheben.

Häufig begegnet die Kapitalbeschaffung für den Ausbau einer Wasserkraftanlage erheblichen Schwierigkeiten. Die Ver­hältnisse des heutigen Geldmarktes mit seinen erdrückend hohen Zinsen werden sich leider auch in absehbarer Zeit nicht bessern. Es ist daher, wie bereits oben erwähnt, je nach Umständen wohl berechtigt, den Ausbau einer Anlage in Stufen vorzunehmen, wenn nur nicht die spätere Vollendung erschwert oder gar ver­citelt wird.

In engem Zusammenhangt damit steht heute oft die Frage der Energieverwertung. Die Durchführung wasserwirtschaftlicher Grundsätze stellt nämlich nicht nur die Aufgabe der Deckung eines vorhandenen Energiebedarfs, sondern gelegentlich auch ihre Um­fehrung: Wie kann die gewinnbare Energie verwertet werden? Besonders ist dies bei kleinen und mittleren Anlagen der Fall. Es lassen sich aber bereits heute vielfach geeignete Abnehmer für Dauerleistungen finden. Schwieriger ist zurzeit noch die Unterbringung von Spizenleistung und von Abfalleistung( aus den Nachtstunden nicht speicherfähiger Werke). Aber auch dafür dürften sich gegebenenfalls Mittel und Wege für die Verwertung ergeben. Erwähnt sei hier nur der Elektrodampfkessel und die von Dr. J. Ruths angegebene Wärmespeicherung, ferner die Aus­nugung der Nachtzeit für die Ladung von Affumulatoren.

Eine Frage von höchster Bedeutung ist die Bestimmung und Einhaltung furzer Bauzeit. Die zeitgerechte Fertigstellung einer Anleige ist meist infolge dringenden Energiebedarfes er­forderlich. Sie ist aber auch mit Rücksicht auf die Kosten wichtig, die bei Zielüberschreitungen steigen und damit die Wirtschaft­lichkeit des Unternehmens beeinflussen. Ganz abgesehen von den durch Streiks und Ereignisse höherer Gewalt bedingten Ver­zögerungen sind verspätete Bestellungen und Lieferungen, ja so­gar nachträgliche Planänderungen an der Tagesordnung. Oft liegt der Grund darin, daß die Bauleitung mit rein mechani­schen Arbeiten überlastet ist und daß entweder zu wenig oder zuviel organisiert wird. Merkwürdigerweise sind heute die mit der Aufstellung graphischer Arbeitspläne verbundenen Vorteile noch recht wenig bekannt. Einen sehr beachtenswerten Beitrag hierzu gibt Seidl, der beim Bau eines größeren Umspann­werkes mit dieser bewährten Arbeitsmethode den gewünschten Erfolg restlos erzielt hat.

In ganz ähnlicher Weise leisten graphische Betriebsentwürfe und Statistiken vorzügliche Dienste in der Aufstellung und Durch­führung eines wasserwirtschaftlichen Betriebsplanes. Jede An­lage soll so arbeiten, daß sie die verfügbaren Wassermengen tunlichst voll ausnügt. Sind die entsprechenden Vorkehrungen für Verwertung getroffen, so wird durch zwedmäßige Einteilung der Maschinen nach ihrer jeweiligen Belastung der Wasserhaus­halt einer Kraftstufe zum Ausgleich gebracht. Seine Durchfüh­rung verlangt dauernde Ueberwachung und eine klare Uebersicht, damit Fehler der Wasserbewirtschaftung rechtzeitig erkannt wer­den und die Vornahme von zweckdienlichen Aenderungen ermög­licht ist.

Die Tätigung des Ausgleichs zwischen den einzelnen Kraft­werken und den Verbrauchsstellen erfolgt durch Vermittlung der Ueberlandnezze. Die Belastungslinien bestehender Kraftwerke, die bekanntlich in den einzelnen Tagesstunden wie in den ver­schiedenen Jahreszeiten, ferner je nach Eigenart der angeschlos­senen Verbraucher, innerhalb weiter Grenzen veränderlich sind, weisen auf die Schwierigkeiten in der Lösung dieser Frage hin.

Beso

leist

Hau betr

und

Sum

seiti

an zwa

last

ten

veri

Mi

fähi

das

Zu

ma

Hie

Dr.

im

gip

Pa

lei 111

ve

ni

Sti

B G

ni

Te

E

G

31

m

e

ESHEA

27

di

D

11

1