Jerluften
buch
informiert
und die
in das
buch
Biessen
age 21.
MEN
ERIKA ASIEN RALIEN
Perseron- und mit eigenen nerkannt vorzüg Ingung u. Verpfle
ende allerKlassen gepäck
cherung
wakunft durch
EUTSCHER
OYD
EMEN Vertretungen
eodor Loos, Kirchen
t
nig
icht
Leder
G. Mainz.
Gießener Zeifung
Bezugspreis 6,- mk. monatlich
( Neueste Nachrichten)
vierteljährlich 18,- Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 15,- Mr. Redaktionsschluß Dienstag, Donnerstag u. Samstag. früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein.
-
Nr. 33. Telephon Nr. 1362.
Die Persönlichkeit im Wahlkampf.
Das neue Reichstagswahlgesez, das jetzt dem Reichscat zugegangen ist, beschränkt sich auf die Bildung des Wahlkreisverbandes Berlin und eine Reihe mehr techni. cher Einzelheiten. Es muß aber bet dieser Gelegenheit die Frage aufgeworfen werden, ob nicht das bisherige provisorische Reichswahlgesez vom 27. April 1920 einer umfaffenderen Nachprüfung unterzogen werden muß. Beizubehalten find die Grundlagen des bisherigen Ver hältniswahlrechts, das automatische System, wonach auf je 60 000 Stimmen ein Abgeordneter entfällt, und die Aufrechnung aller Reststimmen durch das ganze Reich hindurch. Aber in der praktischen Ausgeltaltung des Systems treten von Wahl zu Wahl deutlicher Mängel hervor, denen ohne Aenderung des Grundcharakters des Befches abgeholfen werden kann.
Die jetzigen sogenannten Wahlkreise sind für die Bearbeitung viel zu groß. Ste umfassen halbe oder ganze Provinzen und Länder, und es ist den Kandida ten dadurch eine Arbeitslast zugemutet, die sie einfach nicht bewältigen fönnen. Es ist ihnen unmöglich, auf bie kleineren Plätze, namentlich auf das platte Land zu tommen; fie arbeiten extensiv, nicht aber intensiv, sie lernen Band und Leute nicht fennen; und diese Art der Wahl begünstigt in unerfreulicher Weise die mit allge meinen Rebensarten arbeitende Agitation.
Das jetzige System geht von der Vorauslegung aus, baß das ganze riefige Gebiet eines solchen Wahlkreises" mit seinen Hunderttausenden von Stimmmen als ein einheitliches Ganze zu betrachten set, und daß daher die bielen von der Partei auf einmal aufzustellenden Kan didaten für das ganze Gebiet zu gelten hätten. Was war die Folge davon? Alle einzelnen Gegenden der Wahlkreise, alle Berufsgruppen meldeten ihre Ansprüche auf Kandidaturen an und drohten den Parteileitungen mit Sabotage, falls sie nicht berücksichtigt werden wür den. Der kleine Lokal und Berufsegoismus schlug hohe Wellen. Auf die Kandidatenliste famen Persönlichkeiten, die als Einzelbewerber nie aufgestellt worden wären, die aber in der großen Lifte, an 5. oder 8. Stelle, mit durchgeschleppt wurden. Politischen Persönlichkeiten, na mentlich hoffnungsvollem Nachwuchs, der aber feine beruflichen oder lokalen Beziehungen hatte, wurde es immer schwerer, zu aussichtsvollen Kandidaturen zu golangen. Die Gefahr wuchs, daß gecade in einem Zeit alter, in dem die Staatssoubareaität vom Volke und durch die Volkswahl in hohem Maße vom Reichstage ausgeübt wird, das Reichsparlament ein Saal der mittelmässigkeiten wurde und sich im Laufe einer längeren ft. henden Kandidaten mehr und mehr von dem Ideai entfernte, das die Weimarer Verfassung gesezt hat. Diese gefahrdrohende Entwicklung aber scheint eine unentrian bare Folge des ungeteilten Wahlkreises und der dadurch bedingten langen Liste von Kandidaten zu sein.
Sigungsperiode infolge des Nachrückens der auf der Bifte
Warum fommt man nicht auf die einfache Idee, diese großen Wahlkreise zwar an sich zu belassen, wie sie sind, aber sie zum Zwecke des Wählens in kleine Stücke zu zerlegen, in denen dann immer nur ein Stardidat der verschiedenen Parteten kandidiert? Die Verhältniswahl bedingt als solche große Wahlkreise; denn nur in solchen tann sich der verhältnismäßige Anteil der Barteten vernünftig auswirken. Die Verhältniswahl be dingt aber nicht, daß dieses große Stimmgebiet als ein untetlbares Ganzes betrachtet und behandelt wird; man fann es für die Zwecke der Wahl in Stücke zerlegen und dann für die Ausrechnung des Wahlresultats diese Stücke wieder zusammenfügen. Die Kandidatenhäufung auf einer und derselben Lifte führt zu ungesunden und auf die Dauer unerträglichen Verhältnissen. Die ersten
Expedition: Gießen, Südanlage 21.
Samstag, den 19. August 1922,
bezitten am besten abgeschnitten haben.. Der Bewerber mit den meisten Stimmen unter den Bewerbern seiner eigenen Partei erhält das erste der Partet zufallende Mandat usw. Stirbt ein Abgenordneter im Laufe der Sigungsperiode, so rückt derjenige Kandidat nach, der mit seiner Stimmenzahl an der nächsten, bisher noch nicht berücksichtigten Stelle steht. Glaubt eine Partet, daß fie mehr Kandidaten braucht, als im Wahlkreis Stimmbezirke vorhanden sind, so bleibt es ihr unbenom men, neben den cinzelnen Bewerbern noch eine weitere Liste aufzustellen.
Im Wesen bleibt es also ebenso wie beim bisherigen System: eine Partei stellte im Wahlkreis eine Bifte bon 10 Personen auf, die angeblich die Kandidaten des ganzen Wah freifes waren; jetzt soll dieselbe Partet, wenn sie will, ebenfalls zehn Kandidaten für denselben Wahlkreis bringen, nur mit dem Unterschied, daß jeder einzelne diefer zehn fein besonderes Arbeitsgebiet für fich hat und nur dort für sich und damit gleichzeitig für die Gesamtpartet- Stimmen wirbt. Eine Partet, die infolge ihrer Größe glaubt, eine Lifte mit 15 Kandida ten bringen zu müssen, besezt nunmehr die zehn Einzelstellen ebenfalls mti je einem Kandidaten und bringt darüber hinaus noch eine kleine Liste von fünf Persön lichkeiten.
Also in der Theorie dasselbe im Effett ein ges waltiger Unterschied! Denn die Persönlichkeiten in den Ginzelstimmbezti fen müssen nun wirklich wieder Persönlichkeiten sein; sie sind mehr oder minder auf sich selbst gestellt, sie haben die Grundsäge der Partet im Wahlkampfe zu vertreten, sie haben die Angriffe der Gegner abzuwehren. Es leuchtet ohne weiteres ein, daß die Parteten unter diesen Umständen gezwungen sind, ihre wirklich führenden Persönlichkeiten aller Berufe und alles Gegenden als Bewerber in den Einzelb. zirken aufzustellen. Diese Männer und Frauen fönnen intensiv arbeiten, sie fönnen sich unter Umständen mit eigener Kraft ein Mandat zimmern und damit zugleich der Gesamtpartei nutzen
Wir glauben, daß es Sache aller Parteien wäre, in der Frage des endgültigen Wahlrechts voranzugehen und sich für Grundsäße zu erklären, die sich ungefähr in der Richtlinie der obigen Darlegungen bewegen. Wir fürchten auch, daß ein Fortbestehen des jetzigen Systems mit seinen langen Kandidatenlisten einer aumählichen, aber stetigen Zunahme der Wahlmüdigkeit führt. Der Wähler will bei der Ausübung feines höchsten Staatsbürgerrechts nicht eine Liste, sondern eine Persönlichkeit.
Hessen als künftiger Kriegsschauplatz.
Mainz. In jedem Heft der„ Revue Miletaire Francaise", der„ Revue d'Infanterie", der„ Revue d'Actillerte" und anderer ähnlicher Zeitschriften werden die Ergebnisse des großen Krieges besprochen und ausge wertet. Ein besonders deutliches Beispiel der neuen französischen Militär- Schriftstellerei enthält ein Aufsatz in der„ Revue Militaire Francaise" vom 1. März 1922, eine„ Studie über ein System der Artillerie" des Oberst leutnant Mussel, der sich mit den Erfahrungen des Weltkrieges in Bezug auf die Verwendung der verschiedensten artilleristischen Systeme beschäftigt und zu einem auch für Deutschland interessanten Ergebnis fommt. Muffel gelangt zu dem Schlusse, daß die französische Artillerie noch dreierlei Ergänzungen nötig habe: Gine Begleitartillerie, ein langes Geschütz und eine leichte Feldhaubize. Die Notwendigkeit dieser leichten Feld
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 4,20 Mk.
die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 6,00 Mt. Die 90 mm breite Reklame 3eile 12,00 Mark. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Seonkurs in Wegfall. Plazvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" in Gieken.
Telephon Nr. 1362.
35. Jahrg.
über dem Können einseitig wie, t, tritt eine Stagnierung ein. Dieser Gefahr ist das 19. Jahrhundert vielfach unterlegen. Man verlor das Verständnis für das Entstehen der Dinge und fümmerte sich nur um ihre äußere Erscheinung.& 8 fam beispielsweise bei einem Schrank weniger auf die Qualität und werkgerechte Behandlung des Materials an, als vielmehr darauf, daß sein Zier. rat historischen Sentimentalitäten oder der Sucht zu modischen Neuerungen gehöcig Rechnung trug. Der Entwurfszeichner wurde über den Meister gesetzt. dieser ästhetisierenden Einstellung, welche die letzten und feinsten Fragen des Geschmacks vorwißig an den An. fang stellte, hatte vor allem der Handwerker zu leiden. Statt Arbeit zu würdigen, die auf der gediegenen Grundlage technischen Könnens zu höchster Durchbildung und Vollendung gelangt, wollte das Publikum Schnörkel und Betwerk.
-
Unter
Heute hat sich eine Aenderung durchgesetzt. Wir sehnen uns wieder nach handfestem Können und begret fen, daß nicht das" Was" der Ornamentit, sondern das Wie" der Arbeit den Wert eines Stüdes ausmacht. Auch sieht man ein, daß auch dem Großbetrieb Meisterarbeit nötig ist, weil der Handwerker als Hüter und Entwikler von Können und Materialkenntnis der beste Lehrer des Nachwuchses ist. Man begreift auch, daß man erfolgreich nur da typifteren und normieren fann, wo die experimentelle Acbeit des erfahrenen Handwerkers borausgegangen ist. Man begreift also, daß die Echaltuug der Tradition und damit die Erziehung eines gesunden Nachwuchses davon abhängt, ob sich das Handwerk wieder zu fünstlerischer Gesinnung durchringt. Es will scheinen, als ob wir aus der Periode heraus wären, in der das Handwerk sich genötigt sah, die Industrie zu untecbieten. Das Handwerk muß bewußt nach Höchstletftung ftreben, denn infolge der Erfahrungen der letzten Jahre dringt im Publikum die Einsicht durch, daß ein handgearbeitetes Stück bereits prinzipiell mehr wert ist als ein Maffenartikel. Nicht zuletzt rbreitete die Auffuffung der Künstler sowie die Tätigt.it der Sammler und Forscher ein neues Verständnis für die geheimnis. volle caft des handgefertigten Stückes wie für das Geheimnis der Lebenswärme, die nur aus der Hand, nicht aber aus der Maschine zum Menschen zu strömen vermag. Das Streben der kommenden Zeit geht daher nicht nach einer Vermengung von Industrie und Handwert, es geht nach flarer Scheidung. Norm und Typus sind die Forderungen, die wir an die Industrie steden. Höchste Wertsteigerung des Materials, Beseelung und inneres Leben aber werden mehr als je vom Handwerfer erwartet.
Diese Gesundung führt gleichzeitig zu einer Abrech nung init den Verfallserscheinungen des Handwerks. Vor allem warnt sie jeden Meister davor, mehr Verkäufer als Gestalter sein zu wollen und die Verbindung mit dem Küustler und dessen schöpferischem Willen nur als Festdekoration, nicht aber als ernste Verpflichtung auf. zufassen. Wir brauchen die Abkehr des Handwerkers von der materiellen Auffassung, die ihn seine Arbeitsmetho3wischenhändler werden ließ. Wir brauchen Handwerker, den zu sehr auf Verkauf einstellen und damit zum kleinen die bewußt und stolz das können ihres Volkes in festen Händen über die Krisen der Zeit hinüberretten, Männer also, die ihren Arbeitsbetrieb nicht als Laden, sondern als Werftatt auffassen, und die darum ein Recht haben, sich " Meister" zu nennen.
Verantwortlich: Ibin Alein, Gießen.
Leute auf der Lifte find unter allen Umständen gewählt, haubige wird damit begründet, daß der nächste Krieg, Wir retten Ihre Haare!
In dem
felbst wenn ihnen weite Kreise der Wählerschaft der eigenen Bartet fremd oder gar ablehnend gegenüberstehen; was später fommt, ist Ballast, und die Wähler fühlen sich verspottet, wenn an dieser Stellen jemand steht, für den sie sich mit Wucht einsehen möchter, der aber nach Lage der Dinge doch nie gewählt sein kann. jetzigen Syftem liegt daher ein undemokratischer Zug. Man tann aber die volle Demokratie herstellen, wenn man den grofzen Wahlkreis in kleine handliche Einzelstimmbezirke zerlegt und jedem dieser Bezi fe nuc einen Kandidaten gibt. Die Stimmen allec Kandidaten der Partet in den verschiedenen Bezirken werden dann zusammengezählt, durch die automatische Ziffer- also jezt 60 000, diese Ziffer fönnte wohl bleiben geteilt, und die dann der Partei zustehenden Mandate fallen an diejenigen Bewerber, die für ihre Partei in den Einzel
den Frankreich zu führen habe, voraussichtlich Hessen, die Pfalz, der Taunus, den Odenwald, den Hunsrück und die Ardennen zum Schauplatz haben werde, und daß das heutige französische 75 Millimeter- Geschütz wegen feiner zu großen Nasanz für diese Kampfgelände nicht geeignet sei; die gestreckte Flugbahn würde es nicht er lauben, hinter die stärker geböschten Anhöhen zu fassen, die in jener Gegend häufig sind und sogar erhebliche Steilabfälle aufweisen.
Der Wert der Handwerksarbeit. Von Reichskunstwart Dr. Edwin Redslob.
Gute Arbeit wird nur geleistet, wo Wissen und Können sich die Wage halten. Sobald das Wissen gegen
Senden Sie sofort zur mikroskopischen Untersuchung unter fachmännischer Leitung Ihre ausgekämmten Haare. Darauf erhalten Sie von uns genaue Vorschrift für Ihre Haarpflege. Unt.rsuchung und Vorschrift kostenlos.
Kur- und Heilanstalt Schloß Falkenberg Grünau( Mark) F. 147. Bedeutendstes Institut für Haarwissenschaft.
QQQQ
Kassebücher mit Spezialeindruck für jedes Handwerk stets vorrätig in der Druckerei Albin Klein.


