Jollei
er Dar
ter ge
ng als er Ein
zu bez.
beit!
1922 pont
Te
ehr per St.
rwaren. te Herren er Kunden möglichkeit
ben
ufliebhaber
Häufer
Angebote
ern. Verlag
undbefit" Schillerhof.
indiges
jen
ten gejudit. rth, Köln,
aße 13.
h
in
I
inz
Gießener Zeitung
-
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 4,- mk. monatlich vierteljährlich 12,- Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig. ausgabestellen vierteljährlich 9,- Mr. Erscheint Dienstag, Donnerstag u. Samstag. Redaktionsschluß früh& Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdsenbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Drnd der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein.
Nr. 10.
Telephon Nr. 1362.
Der ebemals gesicherte Lebensabend. Es war immer das Ziel fleißiger Menschen, sich durch ihren Lebensberuf so viel zu erübrigen, daß fie den Reft ihrer Tage ruhig, gesichert vor wirtschaftlicher Not verbringen konnten. Dieser Traum von der Ge. borgenheit vor den Nöten des Lebens ist zerronnen vor der Wirklichkeit; was die mühselige, pflichtbewußte Arbeit an Kapitalien und Spargroschen erübrigte, es ift durch die Geldentwertung und die Leuerung zu sammengeschrumpft zu unzulänglich fetten, denen die Alten und nicht mehr Erwerbsfähigen hilflos gegen überstehen. Ein Bild zerrütteter Lebenshoffnungen, ein Daseinstampf von grausamster Härte, das ist heute das Los der alten Beute aus dem Kleincentner und Altpensionärftande, zusammengebrochene Griftenzen, doppelt beklagenswert, weil sie nicht mehr die physische und die moralische Straft der Gegenwehr gegen die Unerbittlichkeiten eines Zustandes befizen, in den fie schuldlos die Revolution und die wirtschaftliche Ent widlung hineingestoßen. Es ist eine erschütternde Tragit, die über den Hunderttausenden schwebt, die the Leben lang gearbeitet haben und die nun auf ihre alten Tage bitterstem Giend preisgegeben find, doppelt tragisch, weil das soziale Gewiffen, das doch eigentlich durch ethische Säfte einer fittlichen Revolution hätte geschärft werden müssen, fein Erbarmen zu fennen scheint. Wenn diese Beute, die den gesündesten Kern des deutschen Volkes ausmachten, von der Verzweiflung gepackt werden, dann ist es nicht nur der Verlust ihrer matertellen Lebensarbett, es ist das niederdrückende Gefühl der Verlassenheit; sie sind zu einer Proletarifierung berurteilt, die wie eine furchtbare Jronie gegen über den Versicherungen wirft, die man vor drei Jahren öffentlich lesen fonnte, daß die Revolution die Befreiung von wirtschaftlicher Not und sozialem Elend bedeute. Wie haben sich diese Phrasen verwirklicht. Der Veteran der Arbeit, der alte Beamte, der kleine Geschäftsmann, der Handwerker und fleine Hausbesizer, die Witwen und Nuznießer kleiner ersparter und mühsam erarbeiteter Bermögen oder Renten,- was ist aus ihnen geworden! Die Entwicklung der Dinge geht wie der Wagen des Dschaggernaut über ihre Leiber hinweg; wer nicht mehr arbeiten fann, für den ist in dem nach revolutionären Deutschland kein Plaz mehr. Verfciecht cuch wie franfe Tiere, tragt euer Glend, aber kommt der Oeffentlichkeit nicht damit, denn die Deffentlichkeit hat heute Wichtigeres zu tun als sich um die Alten zu fümmern, die berelenden, dabei aber trotzdem noch betsteuern sollen zu den finanziellen Laften des Volks. Wir fönnen uns den Lurus von Leuten, die leine Werte mehe schaffen, nicht mehr leisten! So lieft und hört man von Zeit zu Zeit. Daß aber diese armfeltgen Menschentrümmer, die ihre Hoffnungen längst begruben, einst diejenigen waren, die an dem Glück und Wohlstand Deutschlands mitarbeiteten, daß fie Anspruch haben auf ein Ding, das Achtung vor dem Alter heißt, daß ihre Lebensarbeit in den Werten steckt, von denen auch diejenigen zehren, die kein Verständnis und nur ein theoretisches Mitgefühl mit der Not der Wirtschafts. und Geldentwertungsopfer haben, das wird nicht bedacht. Der Traum vom gesicherten Lebensabend, von dem Ausruhen von der Lebensarbeit, ec ift zerronnen; ein neuer unerbittlicher Daseinskampf hat eingesetzt, stumme Not, verschämte Armut berbergen Tragödien, die nur gelegentlich, wenn ein altes Ehe paar den Gashahn offen läßt, an dem vielgerühmten 1ozialen Gewissen rütteln.
Jetzt endlich hat sich der Staat aafgerafft zu einem Opfer. Für die Rentner der Invaliditäts- und Angeftelltenversicherung soll eine Milliarde aufgewandt werden, für die Kleinrentner 100 Millionen Mart. Ein gewiß bedeutsamer Aft öffentlicher Hilfe, aber er fommt zu spät. Es sind Unterstüßungsbeiträge, mit denen jezt nicht mehr allzuviel anzufangen ist, weil die Geld entwertung zu weit vorgeschritten ist und weil die Teuerung selbst dieses Milliardenopfer bei der nach Hunderttausenden zählenden Schar der Hilfsbedürftigen ganz gewaltig zusamm nschrumpfen läßt. Aber die
Expedition: Gießen, Sadanlage 21.
Samstag, den 11. März 1922,
Sleinrentner wollen gar keine Almosen, fie verlangen nichts als soziale Gerechtigkeit. Wenn man alte Leute trog anerkannter Notlage zwingt, von ihren entwerteten Kapitalbeträgen, die sie fortwährend angreifen und da durch im Zinserträgnis schmälern müssen, auch noch Vermögenssteuer und Reichsnotopfer zu zahlen, so ist das eine gesetzgebertsche Härte, die durch Geldzuschüsse nicht gut gemacht werden kann. Beute, die kaum noch etwas zu essen haben und die früher für wohlhabend galten, müssen von fiftiven Werten Reichsnotopfer zahlen; greise Witwen, die nichts befizen als ein längst nicht mehr rentierendes Haus, müssen, weil dieses Haus heute einen höheren Sach- und den sogen. Goldwert hat, diesen Wert versteuern. Wo sie die Tausende, die ihnen das Finanzamt abverlangt, hernehmen sollen, wiffen sie nicht.
Steuerlicher Schuß ist in diesem Falle der einzige wirtschaftliche Schuß, den die alten Leute verlangen; fie wollen feine Almosen, fie glauben nur Anspruch darauf zu haben, daß man ihnen in ihrer grenzenlosen wirtschaftlichen Not hilft und daß man nichts Unmög liches von ihnen verlangt. Diese Hilfe wird aber nicht mit Geldzuweisungen geschaffen, die sich in geringfügige Summen auflösen, ste wird nur auf gefeggeberischem Wege geschaffen, und daß hier noch ein weites Feld nationaler Fürsorge offen ist, daß großzügige Schußmaßnahmen getroffen werden müssen, davon ist man auch in parlamentarischen Streisen überzeugt. Leider aber war alles, was bisher geschah, nur unzureichender Notbehelf und Stückwerk. Die Sicherung des Lebens. abends der nach heutigen Geldwerten gering oder gar nicht bemittelten Bevölkerungsschichten ist eine moralische Erfüllungspflicht, der sich das deutsche Volt nicht länger entziehen kann und darf.
Invalidenmarken für Hausangestellte.
Immer wieder kommen aus Hausfrauentreisen Anfragen, wie bei der Invaliden- und Altersversicherung für Hausangestellte geklebt werden muß. Seit 2. Januar 1922 gelten folgende gefeßliche Bestimmungen: Hausangestellte, die neben freter Station eine monatliche Entlohnung von nicht mehr als 49 Mark erhalten, find wöchentlich versicherungspflichtig mit 5,50 Mart,
bet über 49 Marf bis zu einem Monatslohn von 215 Marf bri freter Station 6,50 Mart wöchentlich, bet Löhnen von 215 bis zu 382 Mart wöchentlich 7,50 Mart.
Lokales.
* Die französische Besatzungsbehörde bat am 4 März unerwartet wieder in Mainz die Ponüberwachung eingeführt und Kontrollstellen bet den Post. ämtern daselbst eingerichtet. Für Absender von Briefen u. s. w. nach dem besetzten Gebiet erscheint es dringend geboten, in ihren Mitteilungen alles zu vermeiden, was im Falle einer Durchsicht ihrer Sendungen ihnen selbst und insbesondere auch den Empfängern zum Nachteil gereichen könnte.
** Schutz den Weidenkähchen. Belanntlich geht die Gesamtentwickelung der Bienenvölker und die Höhe des Eitrages in der Bienenzucht Hand in Hand mit einer rechtzeitigen Frühjahrsentwickelung. Sie ist abhängig von der im zeitigen Frühjahr den Bienen zu Gebote stehenden Nahrung. Als Nahrungsquelle find in ausgiebiger Menge zu dieser Zeit nur die Weide und Haselnußblüten vorhanden. Somit find diese Sträucher zur Schaltung der Bienenzucht von äußerst großer Wichtigkeit. Für den Kreis Gießen besteht eine Polizeiverordnung, welche das Fellbieten und den Verkauf von Weidenfäßchen becbtetet und Zuwider. handlungen mit Geldstrafe bis zu 300 Mark bedroht. Ausnahmen können von dem Minifterium für Arbeit und Wirtschaft, Abteilung für Ernährung und Land. wirtschaft zugelassen werden. Anträge auf Erteilung der Erlaubnis sind bei dem Kreisamt Gießen unter Beifügung des Stempelbetrags von 1,50 Marf einzu
|
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 120 Pfg.
die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 1,50 Mt. Die 90 mm breite Reklame 8eile 4,50 Mark. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Sonkurs in Wegfall. Plasvorschriften ohne Berbindlichkeit. Berlag der ,, Sickener Beitung" in Sichen.
Telephon Nr. 1362.
35. Jahrg.
reichen. An die Bevölkerung ergeht die Bitte mitzu helfen, daß die den ersten Blütenstaub spendenden Sträucher, wie Weide, Haselnuß usw., in wettgehend. stem Maße vor der Vernichtung und oft auch mutwilligen Zerstörungen geschont werden.
feit der für das Jahr 1921 ausgestellten Viehhandels. ** Viehhandelserlaubniskarten. Die Gültig. erlaubnisfarten ist gemäß der Bekanntmachung des für Ernährung und Landwirtschaft vom 1. März 1922, Heff. Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, Abteilung wiederum um 2 Monate und zwar bis zum 30. April d. 38. verlängert.
** Bautätigkeit im Jahre 1922. Allenthalben mehren sich die Anzeichen füc etse vermehrte Bautätigkeit in diesem Jahre. So erfreulich dies für unser Wirtschaftsleben und die Volksgesundheit ist, so bedauerlich find aber auch die Tatsachen, daß neben der Frage der Geldbeschaffung die Frage der Baustoffbeschaffang nicht in dem Make der Nachfrage gelöst werden wird. Eine Neuregelung des Darlehensverfahrens ist im Gange, auch find schon Schritte getan, den Baustoffmarkt durch Erhöhung der Produktionen der Baustoffwecke zu be leben. Die sprunghaften Erhöhungen der Baustoffpreise werden jedoch mehr wie je besonders die privaten Bauluftigen zur Selbsthilfe greifen lassen, um dadurch eine Verbilligung der Bauten herbeizuführen. Und es kann beim Bauen sehr viel gespart werden, aber nur dann, wenn sich die Bauluftigen vorher über alle Möglichkeiten der Verbilligung des Bauens genau unterrichten. So können z. B. durch entsprechende Verwendung Erwerbsloser bei der Herstellung verschte. dener Baustoffe und Verrichtung verschieden r Bauarbetten Zuschüsse aus der produktiven Gewerbelosenfücforge gewährt werden, wodurch sich die Baukosten e.heblich verringern. Es ist jedoch von größter Wichtigfeit, für alle dte, die durch Selbsthilfe bauen wollen, über die Möglichkeiten der Verbilligung der Bauten durch sparsames Bauen, der Verbilligung der Baustoffe, 3. B. der Schlackenfteine, Betonhohlsteine usw. selbst und über vorteilhaften Bezug der für diese Herstellungen notwendigen Materialten und Maschinen, der Mischungsverhältnisse usw. unterrichtet zu sein. Die Erfahrung hat gelehrt, daß gerade in der Herstellung von Ersazbaustoffen sehr viel Zeit und Geld nuglos vergeudet worden ist, weil dem Betreffenden die nötige Erfahrung und Anleitung fehlte. Die Staatliche Baustoff. beschaffungs- und Beratungsstelle, Siz Frankfurt a. M., Obermain straße 51, Fern. ruf Amt Hansa 7734 hat die Erfahrungen, die gerade in Bezug auf die Spar- und Ersazbauweisen gemacht wurden, gesammelt und ist in der Lage, über alle diesbezüglichen Fragen Auskunft zu geben. Die Auskunft erfolgt im allgemeinen Intereffe, daher foftenlos. In Vorbereitung ist eine Ausstellung von SparStelle, die ab 10. März d. Js. wochentäglich vormit. und Ecsazbauweisen in den Büroräumen der genannten tags besichtigt werden kann.
Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
Pfeiffer& Diller
& D
Da
as Geheimnis, warum es mancherorts fo feinen billigen kaffee gibt: Man kocht mit der echten Pfeiffer& Dillers Kaffee- Effenz Machen Sie ebenfalls einen Deríuch! Originaldofen
u. Silberpakete Zu haben in den Geschäften!
FLATAX- PRALINEN
regeln den STUHLGANG.
On Apotheken und Drogerien.
Alte Reserve
Winkelhausen
die deutsche Weinbrandmarke
Z.


