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Besuches des Rönigs Peter am Wiener Hofe berühren werde. Man hofft in Belgrad, daß nun- mehr die Besuchsfrage eine günstige Erledigung finden wird und daß der Besuch im Spätherbst stattfinden

tann.

Petersburg. Jn maßgebenden Kreisen der Diplomatie, die über den Stand der Ballan- Angelegen heiten gut informiert sind, heißt es, die Türken haben das ganze Gebiet jenseits der Mariza geräumt bis auf eine Brüde, die noch in ihrem Besize ist.

zei in den letzten Wochen gemeldet waren. Einige ge stohlene Gegenstände fonnten den Eigentümern bereits zurüdgegeben werden.

n Gießen. Bei dem am 19. und 20. August 1913 abgehaltenen Viehmarkt waren 1534 Stüd Rind­vich und 185 Schweine aufgetrieben. Der nächste Markt findet am 2. und 3. September statt; an letzterem Tage auch Krämermarkt.

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Defanats Mainz sprach Pfarrer Mari- Darmstadt, Bingern von früherer Wirksamkeit am Plaze her woh­

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belannt, über Luthergeist in den Freiheitskriegen". Jichen Ba I wieder fromm, deutsch und frei. Der Erzieher zur Fröngungen 31

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Luthers Sinn wurde vor hundert Jahren unser Vol migkeit wurde vor allem Ernst Moritz Arndt, der als die wichtigste Betätigung der Religion in der Zeit da Knechtschaft den Kampf um die wertvollsten Güter des ährige Haup Geistes lehrte: Gewissensfreiheit, Ehre, Unabhängiglei Das Verständnis für den Wert deutscher Eigenart heitsfänger; sie gaben dem deutschen Volk den Glau ben an sich selbst und seine hohe Bestimmung für die

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Bukarest, 26. Aug. Trotz aller Bemühungen funden. Es haben die beiden Töchter des Fabrikan wedten, die großen Dichter und Denker und die Freiweider der We

der Behörden gelang es bisher nicht, der Verbreitung 60 der Cholera Einhalt zu tun. Gestern wurden neue Erkrankungsfälle gemeldet, von denen 40 tötlich verliesen.

Ronstantinopel, 26. Aug. Das Preßbureau der Pforte meldet über Adrianopel: In der Nähe von Oftafor wurden 600 Muhamedaner aus Papatdere er­mordet aufgefunden. Sie sollen von bulgarischen Sol­baten abgeschlachtet worden sein.

Politische Rundschau.

Deutschland.

Friedrichshafen. Dem langjährigen Mit­arbeiter des Grafen Zeppelin, Dr. Hugo Edener, ist der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden.

Ragnit, 24. Aug. Bei der Reichstags- Er­jazzwahl im Wahlkreise Ragnit- Pillfallen wurden abge­geben für Gottschall( fonservativ) 9452, für Venzi( nt.) 5983 und für Hofer( S03.) 3241 Stimmen; 11 Gtim­men sind zersplittert. Gottschalt ist somit gewählt.

Oesterreich.

Der österreichische Kaiser verlieh dem russi­schen Botschafter v. Giers das Großkreuz des Ste­phansordens und überreichte ihm in der Audienz die Auszeichnung persönlich. Zugleich teilte der Kaiser mit, daß er mit seiner Vertretung bei der Enthüllung des Bölkerschlachtdenkmals und der Einweihung der russi­schen Rapelle in Leipzig den Erzherzog Franz Fer­dinand betraut habe.

Laibach, 25. August. Auf dem gestern ab­gehaltenen froatisch- slowenischen Ratholitentag fam es zu einer eindrucksvollen Rund gebung der Kroaten und Slowenen für die Habsburger Dynastie. Es waren ungefähr 20 000 Teilnehmer anwesend. Der Landes= Hauptmann von Krain, Reichsrats- Abgeordneter Schu sterschitsch, erklärte unter brausendem Jubel: Das Kai­serhaus Habsburg fann auf alle Kroaten und Slowe­nen jederzeit rechnen. Wir werden dorthin gehen und fämpfen, wohin uns der Kaiser schickt. Sein Feind ist unser Feind.

China.

* Bei Nanking haben in den letzten 10 Ta­gen heftige Gefechte stattgefunden. Nach den letz­ten Nachrichten schließen die nordchinesischen Truppen unter General Changshun die Stadt ein. Sie sind jetzt endgültig im Besitze des Purpurberges, der den Schlüs­sel zu Nanking bildet.

Aus Stadt und Land.

Landwehrleute und Reservisten seien wegen der jetzt stattfindenden militärischen Uebun­gen daran erinnert, daß sie für die Monate, in denen sie zur Uebung bei der Truppe eingezogen sind, keine Steuern zu entrichten haben. Wenn auch nur ein ein­ziger Uebungstag in den Monat fällt, so bleibt der ganze Monat steuerfrei. Eine Steuerbefreiung tritt je doch ohne besonderen Antrag nicht ein, weshalb die Personen nach Ableistung ihrer Uebung unter Vorleg­ung des Militärpasses sich bei der Gemeindebehörde ihres Wohnsizes, melden und die Befreiung von den Steuern beantragen müssen.

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Eine reiche Kartoffelernte steht nach den amtlichen Feststellungen der Vertrauensleute einzelnen Landwirtschaftskammerbezirle in Hessen Nassau und Hessen für dieses Jahr bevor. Auf fallenderweise sind die Knollen trotz der langwödyigen regnerischen Witterung durchaus gesund und wohl schmeckend. Hoffentlich trägt die Preisgestaltung diesen Verhältnissen bald Rechnung.

- Gießen. Der hiesige Ortsgewerbe verein unternimmt am 1. September einen Ausflug nach der Edertalsperre. Abfahrt von Gießen er­folgt früh 7.16 mit dem D- Zug nach Wabern, von dort nach erfolgtem Umsteigen 9.18 Uhr weiter mit der Neben­bahn nach Buhlen, der der Edertalsperre nächstgelegenen Station. Die Beteiligung an dem Ausflug kann nur empfohlen werden.

n Gießen. Aus Anlaß des Ludwigstages tru­gen am Montag die öffentlichen Gebäude Flaggen schmuck. a

n Gießen. Die Polizei nimmt jetzt auch Stell­ung gegen das Tragen von hervorstehenden Hutnadeln. Sie gibt im Kreisblatt Nr. 68 vom 26. Auguft drei Baragraphen bekannt. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark geahndet.

n Gießen. Leizten Freitag wurde wieder ein Einbrecher, dem mehrere Fälle zur Last liegen, von Schutzmann Klös verhaftet. Bei der Haussuchung stellte es sich heraus, daß der mun Seßzhafte" mehrere Gold und Silbergegenstände, Uhren und Uhrketten im Besitz hatte, die von Diebstählen herrührten, die unserer Poli­

Großen Linden. Vor wenigen Tagen hat hier eine außergewöhnliche Doppelhochzeit stattge- ten Gutermuth je einen Oberlehrer geheiratet; aso zwei Männer ein und desselben Standes haben Frauen aus ein und derselben Familie heimgeführt.

o Grünberg. Die Kreisstraße Grünberg- Röth­ges ist seit gestern bis auf weiteres für Automobile und Fuhrwert gesperrt.

o Lich. Sehr zurüdgegangen ist seit diesem Jahr. der Besuch des Vorseminars, der ehemaligen Präparan­denanstalt. Die beiden Klassen zählen jetzt zusammen nicht mehr als 40 Schüler, während in den letzten Jah ren, als hier die Parallelklassen noch eingerichtet wa­ren, oft bis zu 150 Besucher die Anstalt frequentierten. o Offenbach. Hier wurde in einer Herberge ein Arbeiter namens Runkel, der sich im Bett versteckt hatte, festgenommen. Man hat ihn im Verdacht, mit dem Raub mord an dem Holzgroßhändler Brecher in Verbindung zu stehen.

s Darmstadt. Wie die Darmstädter 3tg." mitteilt, sind auf Grund der von dem Großherzog aus Anlaß des Regierungsjubiläums des Kaisers am 18. Juni d. Js. gewährten Amnestie etwa 270 Perſo­nen Freiheits- und Geldstrafen teils unbedingt, teils un­ter der Bedingung mehrjährigen Wohlverhaltens lassen oder in eine mildere Strafe umgewandelt wor­

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! Mainz. Ein allgemeiner Veteranen- Appell für Hessen findet 1915 hier statt.

! Oppenheim. Hier wurden zwei Werber der Fremdenlegion festgenommen. Sie wollten Handwerks­burschen zum Eintritt verleiten.

):( Bechtheim. Jm Alter von 78 Jahren iſt hier eine Frau Marg. S ch mitt gestorben. Ihrem Sarge folgten 34 Entel und 10 Urenkel.

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):( Auerbach. Hier lebt als jetziger Senior der Körner Familie, aus der der Freiheitssänger T. Körner hervorging, ein Kämpfer aus den Jahren 1870­71, dessen Brust das Eiserne Kreuz ziert, Herr Major a. D. Richard Körner.

):( Frankenberg( 5.-N.). In verschiedenen Gemartungen unseres Kreises tritt durch die nasse Wit­terung das sogenannte Mutterkorn auf, welches be­fanntlich für Menschen und Vieh sehr schäd­lich wirkt. Viele Unglückliche( Blödsinnige usw.) sind noch in einzelnen Gemeinden des Kreises vorhanden, welche ihre Leiden auf den Genuß des Mutterkorns in den Jahren 1879 und 1880 zurückführen müssen. Auf dieses starke Gift wird daher nochmals besonders auf­merksam gemacht und vor dem Genusse gewarnt. Die Mütter haben die Pflicht, das zu mahlende Korn einer strengen Prüfung zu unterziehen.

):( Kassel. Geh. Oberpostrat Emil Hoffmann, Leiter der Oberpostdirektion Kassel, ist heute abend in Bad Brückenau gestorben.

Hessischer Hauptverein des Evangelischen Bundes. Bingen, 24. Aug. Am Mittelrhein, die Ger= mania auf dem Niederwald vor Augen, links die Eli­senhöhe, die demnächst das Denkmal des Schöpfers der deutschen Einheit tragen soll, nicht fern der Stelle, wo vor hundert Jahren Blücher den Strom überschritt, da­mals Deutschlands Grenze, das ist der echte Hinter­grund für eine evangelische Bundesfeier im Jahr 1913! Und auch das in der Mehrheit seiner Bewohner katho­lische Bingen und die Rochuskirche auf ragender Höhe stören den Gesamteindruck des Bildes nicht; denn auch die katholische Frömmigkeit weiß der rechte Bundesmann zu würdigen und zu ehren, wie der Festprediger des Morgens, Stadtpfarrer Vogel von Darmstadt, treffend ausführte. Er sprach von dem guten Kampf, den wir fämpfen sollen. Die Seele unseres Kampfes bleibt der Glaube, unser Führer Jesus Christus!" Damit können auch unsere Mitchristen, die einem anderen als dem evan­gelischen Bekenntnis angehören, verstanden sein, wenn anders sie wirklich Christen sind!

Aber natürlich will man sich beim evangelischen Bundesfeste 1913 in erster Linie auf den Anteil pro­test antischen Wesens und protestantischen Geistes an der Befreiung des Vaterlandes und der Wie­dergeburt unseres Volles in den letzten hundert Jahren besinnen. Dem sollte die große Voltsversammlung am Nachmittag Rechnung tragen und sie hat es in wahrhaft erhebender Weise getan! Die stattliche neue Festhalle am Rhein, am Eingang mit dem Standbild des unvergeß­lichen Hessenfürsten Ludwigs 4. geschmückt, war über füllt von Besuchern, die nicht aus der Stadt allein, son­dern dem ganzen Hessenland von der Lahn bis zum Neckar, aus dem Rheingau, aus dem Nahetal und vom Hunsrüd her in hellen Haufen gekommen waren.

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Hingabe von Gut und Blut, äußere Freiheit durch das ten, wurden Schwert, freiheitliche Verfassung durch die Gesetzgebung Steins,' den Arndt den politischen Luther des deutscher ich um den Bolles" nannte. Pfarrer Beder- Neunkirchen a. d. Saar lieferte das Gegenstück: Luthergeist im neuen Reiche Nächst der Reformation und den Befreiungstriegen die Errichtung des Reiches das größte Ereignis in der Brandt, der neueren vaterländischen Geschichte. Der Luthergeist deni protestantischer Gewissensfreiheit und Gebundenheit, derungen des die Männer der Befreiungstriege erfüllte, wehte aué brochen, soda in den Gründern des neuen deutschen Reiches, Bismanam aufsuche voran. Luther und Bismard find Helden profestant birite vorläuf Scher Gottesgewißheit und deutschen Selbstbewußtseins Gin beides nicht engherzig, sondern weitgefaßt im treuer Vaterlandsliebe aufrichtigen Gottsuchens und Grundlage des Lebenswertes Beider ist ihr lebendig Gottesglaube, der sich in religiöser, sozialer und natis naler Beziehung auswirkte. In allem diesem Betrad sind die Vorbilder für uns und unsere Zeit. In from mem und freiem Luthergeist sollen wir unserem Bel und unserer Kirche dienen, duldsam gegen jede Art, di in Demut Gott suchen und Gott dienen will, unduldsam aber gegen jede Art hochmütiger Intoleranz. Ein furzes Schlußwort von Reftor Professor Wenzel- Bingen faßte die gewonnenen Eindrücke noch einmal zusammen, we rauf die glänzend verlaufene Versammlung mit gemein samem Gesang geschlossen wurde.

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Auf ein Begrüßungstelegramm an Se. Königlic Hoheit den Großherzog lief noch während der Versammt wurden lung die Antwort ein, die Freude über das ernen en Verdacht Treugelöbnis und Dank aussprach. Sie wurde mit graft. hem Beifall von der Versammlung entgegengenommen

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::: Heidelberg, 25. Aug. Der 3tigme hr, der wegen des Müllheimer Eisenbahnung feinerzeit zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt welche Strafe aber auf Grund eines Gnadenges schon vor einiger Zeit auf zwei Monate herabge war, ist mun durch den Amnestie- Erlaß des Grof 30gs ganz begnadigt worden. Er hatte die S noch nicht angetreten.

Sie alle brachten schon Stimmung mit, die durch die ausgezeichneten Darbietungen in Wort und Lied bis zu der Höhe der Begeisterung entfacht wurde. Nach ::: Hönningen a. d. Ahr, 24. Aug. Beim herzlichen Begrüßungen durch den ersten Ortsgeistlichen, Pfarrer Reinhardt, den Vorsitzenden des Hess. Hauptbruch der hiesigen alten Ahrbrüde stürzte gestern mittag der lekte noch stehende Bogen plötzlich ein vereins, den Präsidenten des Ober- Konsistoriums, den Vertreter des Kreisamts und der Stadt, den Dekan des erschlug 4 Arbeiter.

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