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Bezugspreis 25 Pfg. monatlich

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( Renette Nachrichten)

Merteljährlich 75 g, vorauszahlbar, fret ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig. ausgabestellen viertelfährlich 60 Pfg.- Erscheint Mittwoche und Samstage. Redaktion: Selters. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag ber Gießener Zeitung" G. m. b. H.

weg 88.

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Nr. 102.

Telephon: Nr. 362.

Politische Rundschau.

Deutschland.

* Der Kaiser nahm im Neuen Palais in Pots­

Feinde erstrecken, um die Vorträge des Chefs des Generalstabes, Ge­den Weg zeigen, im Lebral der Infanterie v. Moltke und des Chefs des Mi­auf kurze Zeit erhalten därfabinetts, General der Infanterie v. Lyncker ent­

e, welche alsbald schre kostenlos.­

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auch Sie deshalb diese Ge.

Prinz Heinrich von Preußen ist im

er heilsgetreue Schilder gl. Schloß zu Berlin eingetroffen und hat daselbst

Ihnen eigenen Fähigk

Rat in wichtigen Angelohnung genommen.

st durchdringt, agen,

nn Sie Ihren vollen Name Jahr) angeben,( es ist be * Der Staatssekretär des Innern empfing im Bei­nd in Ihrer eigenen Hand des preußischen Ministers für Handel, Landwirt­jaft und Inneres mehrere Professoren der Ber­er Universität, welche namens der medizinischen Fa­täten der deutschen Universitäten der Regierung den ft mir wohl bringt, ringenden Wunsch ans Herz legten, bei dem Streit befragen? wischen Aerzten und Krankenkassen zu vermitteln. Der ollen, 50 Pfg.( in Briefmast tatssekretär erklärte sich bereit, Ausgleichsverhandlum­bühren usw. beifügen.­en zwischen den Aerzten und Krankenkassen herbeizu­gland 20 Pfg kosten.- S C. WALLACE, Dept ren, sofern beide Teile damit einverstanden seien. Lanes, London, N.( England Die Vertreter der medizinischen Fakultäten übernahmen mit den ärztlichen Organisationen in Verbindung zu

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5, Wins- Strasse 681

Tellen.

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Berlin, 19. Dez. Die Stadtverordnetenver­

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den gesuc denn auch Sie haben ve ammlung überwies geſtern den sozialdemokratischen An­gen Sie erbberechtigt sindrom, 500 000 Mark für die Unterstützung Arbeits ist ebenso gross, wie de oeser zur bewilligen, einem Ausschuß. Der Vertreter hte. Daher verfall. under größten Fraktion, Cassel, ließ feinen Zweifel darü­nbaum- Veri er daß er in dem Antrag nicht das geeignete Mittel ur Abstellung dieser zweifellos vorhandenen Not lict. Wenn es tatsächlich, wie die Sozialdemokraten ngreicher in einem elegante chorupteten, 83 000 Arbeitslose gebe und jeder mur 1 asjenige Material, welches ten täglich erhalten sollte, so würden die 500 000 in te und der damit verbund Zagen aufgebraucht werden. Dann würden von den g Aufklärung erteilt. Sozialdemokraten einfach weitere Mittel bewilligt wer= en Das sei ein Weg, den Berlin nicht gehen könne. . Der Oldenburger Landtag nahm mit apper Mehrheit einen Antrag des liberalen Vizeprä­benten Tanzen an, wonach die Regierung ersucht wird, MARen nächstjährigen Landtag ein Gesetz über die Pflicht­3ma bildungsschule vorzulegen.

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Die Vermögensverwaltung des Probe aisers, die bisher vom Bankhaus Delbrück, Schick­Co. geführt wurde, ist laut B. 3." auf die ohne eich s bank und die preußische Seehandlung über­Gebr. gorgen. Als Grund wird angegeben, daß nach dem Berlinlode des Banfiers Ludwig Delbrück in dem Bankhaus Oranis Vermögen des Kaisers im wesentlichen unter fran­The Kontrolle gelangt sei. Auf der Reichsbank und der Seehandlung wurde der Voss. 3tg." erklärt, über eine Aenderung in der Vermögensverwaltung 5 Raisers teine Auskunft gegeben werden könne. Französisches Lob für die deut­en Offiziere. Es wird erzählt, daß der durch

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auch neueste Formen u.

Raten- Kragen schon von

Expedition: Selters weg 83.

Samstag, den 20. Dezember 1913.

v. Forfiner 43 Cage Gefängnis.

Straßburg, 19. Dez. Leutnant Frhr. von Forstner vom 99. Infanterie- Regiment in 3abern hatte sich heute vor dem Kriegsgericht der 33. Division zu verantworten. Zur Anklage stand der Vorfall in Dettweiler, bei dem der Offizier dem Schuhmacher Blank mit dem Degen über den Kopf geschlagen hat, so daß er eine Wunde davontrug. Kurz vor 1 Uhr verkündete der Vorsitzende das folgende Urteil:

Leutnant von Forstner wird wegen gefährlicher

Körperverletzung zu 43 Tagen Gefängnis verurteilt.

Im Verlauf der Verhandlung wurde folgendes feſt­gestellt: Leutnant v. Forstner hatte am Morgen des 2. Dezember gegen 6 Uhr in der Dunkelheit bei nebli­gem Wetter mit einem kriegsstarken Zuge von 42 Mann Gebweiler passiert. Bei der Zornbrücke bemerkte der dicht an seiner Seite befindliche Fahnenjunker Wiß einen Mann, der v. Forstner erkannt haben mußte. Der Mann lief der Truppe voraus. Bald darauf hörte man beleidigende zurufe in den bekannten Aus­drücken. Durch die Zurufe wurden viele Neugierige her­beigelockt. Leutnant v. Forstner ließ einem Befehl des Obersten v. Reutter gemäß, feinerlei Beschimpfung der Uniform zu dulden, die Soldaten ausschwärmen, um die Schreier zu fassen und sie dem Bürgermeister zur Verantwortung zu übergeben. Der Fahnenjunker, der mit mehreren Leuten dem Befehl nachkam, hatte einen

Mann die Worte ſagen hören:" Warte, Junge, gleich wirst du gemet!" Er fragte den Leut­nant, ob er den Mann es war der Schuster Blank

festnehmen sollte, was er bejahte. Als Blank be­teuerte, daß er unschuldig sei, erklärte ihm Forstner, dann möge er sich ruhig zum Bürgermeisteramt führen lassen. Blant wehrte sich weiter und machte Anstreng ungen, sich zu befreien. Hierbei machte er einen Schritt nach vorwärts auf den Leutnant zu. Dadurch soll die­ser, was der Fahnenjunker und mehrere Musketiere be­stätigen, den Eindruck gewonnen haben, als wolle sich Blank auf Forstner stürzen. Um einem Angriff auf seine Person und dem Rock des Königs vorzubeugen, zog Forstner seinen Säbel, der stumpf war, und gab Blank einen Hieb über den Kopf, der eine 5 Zentimeter tiefe Wunde zur Folge hatte. Sie war jedoch ungefährlich und verheilte nach ungefähr 8 Tagen. Blant ließ sich dann ruhig abführen.

Es wird nicht bestätigt, daß Forstner auf dem Bür­germeisteramt mit geladener Pistole gestanden sei und feinen Gefangenen reklamiert habe, wie früher behaup­tet worden ist. In den Zeugenaussagen war wohl die eklatanteste diejenige des Obersten v. Reutter, der aussagte, daß die Offiziere in der gemeinsten und frech sten Weise schon wochenlang vorher beschimpft worden seien. Sogar mit Steinen habe man nach ihnen ge­worfen. Der Zeitungsflatsch habe verhetzend gewirkt, gemeine Karten und Briefe seien an ihn und Leutnant v. Forstner gerichtet worden. Es stehe niemandem das Recht zu, in solcher Weise einen deutschen Offizier zu beleidigen. In Anbetracht dieses gemeinen Benehmens habe er seinen Offizieren befohlen, auf keinen Fall die Uniform auf diese Weise beschimpfen zu

chnell ausserdem noch Riesen Automobilunfall während der letzten großen Ma­Ber- Sammelaufträg. Mas Der in Frankreich schwer verunglückte deutsche Militär- lassen. Er habe den Offizieren befohlen, eine ge

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Telephon Nr. 362.

25. Jahrg.

gen Befehl gegeben, unier feinen Umständen den Rock des Königs beschimpfen zu lassen.

Der Schuster Blank, ein fräftiger, stämmiger Bur­sche von 19 Jahren, wußte sich in der Hauptsache an nichts zu erinnern. Er behauptete, nur aus Neugierde den Soldaten nachgelaufen zu sein. Einen Angriff auf Leutnant von Forstner habe er nicht geplant.

Leutnant Freiherr v. Forstner hat gegen das Ur­teil Berufung eingelegt.

Hus Stadt und Land.

n Gießen, 19. Dez. In der letzten Stadtver­ordnetensitzung wurde dem jahrelangen Wunsche der Viehhändler nachgegeben und der Handel auch am Tage vor dem Markte, der sogenannte Vormarkt amtlich ge­stattet.

n Gießen. Am 19. Januar 1914 wird anstelle der jetzt bestehenden Reichsbanknebenstelle in Gießen eine Reichsbankstelle hierselbst errichtet, von der die Reichs­bani'nebenstellen in Friedberg, Marburg und Wetzlar abhängig sind.

o Michelau, 18. Dez. Der Brunnenmeister Kaufmann wurde beim Holzfällen von einem stürzen­den Baume so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit verstarb.

o Aus dem Vogelsberg. Jm Luppeschen Steinbruch zu Nidda wurde der Arbeiter Albus von einer abstürzenden Eisenschiene schwer verletzt; er mußte der Gießener Universitätsklinik zugeführt werden.

):( Friedberg, 18. Dez. Durch den infolge der Maul- und Klauenseuche gestern ausgefallenen Schweine­markt haben die hiesigen Geschäftsleute nach einwand­freien Schäßungen einen Schaden von rund 30000 Mr. erlitten. Auf diesem Markte pflegen die Bewohner der Wetterau in hellen Scharen zu erscheinen und nach dem Verkauf ihres mitgebrachten Viehes ihren gesamten Weihnachtsbedarf in den hiesigen Geschäften zu decken. Das ist in diesem Jahr durch das Marktverbot ber­eitelt worden.

o Schlik, 16. Dez. Baron von Egloffstein, der Vater des Gräft. Görz. Hofhaltungsdirektors, ist auf seinem Stammsih, Rittergut Laucha bei Bad Lausigt, nach längerem Leiden im 89. Lebensjahre verschieden.

o Offenbach, 19. Dez. In der letzten Nacht brannte hier die Schuhwarenfabrik von Dreschfeld voll­ständig nieder. Der Schaden ist bedeutend.

s Darmstadt, 18. Dez. Die Zweite Kammer beendete heute die Beratung der Lehrer- und Beamten­Besoldungsvorlagen. Das Besoldungsgesetz und der Tarif wurden genehmigt, letztere gegen die Stimmen einiger Bauernbündler. Die Kammer nahm alsdann einstimmig das Lehrerbesoldungsgesetz, in namentlicher Abstimmung an und stimmte der Erhöhung der Zivil­liste gegen die Stimmen der Sozialdemokraten zu un­ter Gutheißung des Vorschlags der Ersten Kammer, wonach die Kosten der Ordensauszeichnungen fortan nicht mehr als Einzelposten im Budget sondern als Zub schlag zur Zivilliste bestritten werden sollen. Weiter ge­nehmigte die Kammer die Regierungsvorlage betr. die

113 a. grat. Deutsche Daahee in Paris, Oberstleutnant v. Winterfeldt, ladene Pistole bei sich zu tragen. Er habe Gewährung einer Unterstützung an die Zentralfasse der

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nna, au in den Stunden der größten Schmerzen h seinen Humor verloren, und durch seine mann­ft Haltung die Bewunderung seiner gesamten Um­ung erregt habe. Ausdruck findet letztere in den Wor­ines französischen Staatsmannes, welcher äußerte: Bonn alle preußischen Offiziere so tapfer und unter den odhtbarsten Qualen so wizzig und geistes gegenwärtig de wie Herr von Winterfeldt, dann hat Deutschland men Feind zu fürchten."

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sie darauf aufmerksam gemacht, daß jede Nichtverteidig ung der Uniform ein ehrengerichtliches Verfahren nach sich ziehen würde. Oberst von Reutter machte weiter celtend, daß er kurz nach Uebernahme des Regiments aus den Akten festgestellt habe, daß Unteroffiziere und Mannschaften von Zivilisten angerempelt worden seien. Er habe darauf dem Bürgermeister geschrieben, daß er jedes Vergehen seiner Untergebenen unnachsichtlich be­strafen würde. Aber ebenso müsse er den Schutz der Zivilgewalt für das Militär verlangen. Er habe stren

landw. Genossenschaften. Im Einklang mit den Be­schlüssen des anderen Hauses beschloß die Kammer, der Zentralfasse ein Darlehen von einer Million und einen Kredit von zwei Millionen zu gewähren. Des weiteren wurde die Regierungsvorlage angenommen, welche der hessischen Landeshypothekenbank weitere Mittel zur Ver­fügung stellt.

s Darmstadt, 18. Dez. Bei der heute vorge­nommenen Ersatzwahl im hessischen Landtagswahlkreis Waldmichelbach für den verstorbenen Abgeordneten Dr.

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