nnt die b eutfchlands
oh! lagen iswahl für
maßgebende
Il iſt es, Grundrißu. n Massen liche für die
mit einer
tujes für
wer.Win it ihr Brot affende Be
wegen ihrer und bitet
Jes Ro at Dr. Wi
erufswahl
d die bei
nd, sowi
Gießener Zeifung
Bezugspreis 25 Pfg. monatlich
( Neueste Nachrichten)
vierteljährlich 75 Bfg., vorauszahlbar, fret ins Saus. abgeholt in unferer Expedition oder in den Zweig.
ausgabeſtellen vierteljährlich 60 Big. Erscheint
-
-
Mittwoche und Samstags. Mebattion: Selters. weg 83. Für Aufbewahrung oder Müdiendung 1 verlangter Manuskripte mird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung". m. b. S.
Nr. 83.
"
Telephon: Nr. 362.
erfeiner Zur Einweibung des VölkerschlachtDenkmals in Leipzig.
mte in
und Aust en im Stads
Erpedition: Seltersweg 83.
Mittwoch, den 15. Oftober 1913.
mer wieder: die Forderung eines Denkmals der großen Zeit. In der Ebene von Leipzig, wo die Völkerschlacht geschlagen war, sollte das Denkmal stehen, eine mächtige Pyramide, wie es Ernst Moritz Arndt schon 1814 gewünscht hatte. Aus allen Aufrufen, Begründungen und Entwürfen, die damals an die Deffentlichkeit traten, schmecken wir dieselbe Befangenheit der künstlerischen Einbildung, dieselbe symbol- und beziehungsfreudige Formengelehrtheit, dieselbe Blutarmut der gestaltenden Potenz. Mit teutonisch- wuchtiger Gebärde wurde der Erbfeind wieder und wieder zerschmettert. Aber man merkte nicht, daß die Quellen, aus denen sich das plastische Unsterblichkeitssehnen der Vaterlandsfreunde speiste, nicht weniger in dem Klassizismus entsprangen, den die Akademien predigten, als in dem architektonischen Ideal, das dem„ Drachen auf dem güldenen Stuhl" seine Tempel gebaut hatte, im Empire. Man mochte sich drehen und wenden, mochte alle Heidengötter der Edda und alle Heroen des Mittelalters zitieren, man mochte sich an den rollenden Perioden der Hermannsschlacht begei stern und die deutschen Eichen in den feierlichsten Hymnen rauschen lassen. Kam es zu einer gebauten oder gemeißelten Versinnlichung alles Sehnens und Eiferns, landete man immer wieder im Hafen des Parthenon und des Pantheons. Alles Gewaltige und Freie, alles wahrhaft Nationale und Ideale schien noch immer in der goldenen Schale geborgen, die in edler Einfalt und stiller Größe die klassische Welt gebildet hatte.
Prof. E. Haenell beschreibt in der„ Deutschen Arerulswahl mei( Monatsschrift, Verlag Prag 1., Palais Clamuf Grund des callas, vierteljährlich mit Postgeb. fürs Deutsche Reich Schulrat 3.50) diesen Kolossalbau wie folgt: Mart, gebu sanstalt Em Die geistige Erwedung, die dem deutschen Volk durch e Befreiungskriege geschah, hat in Werken der Kunst en unmittelbaren Ausdruck gefunden. In der GeDr. jur. Rühte der Kultur des Sichtbaren bietet sich kaum eine Mahn- une riode, wo eine große Gesinnung so arm an ästhetiund Einzcher Zeugenskraft war wie die Zeit Steins, Fichtes und gerichten unlichers. Man braucht nur die Stilgeschichte anzuI mit alle en, um den Grund dieser Erscheinung zu begreifen. en sowie Nas war das Zeitalter des Empirestils, des Stils der den gesehlid apoleonischen Sehnsucht nach Cäsarenpracht und römirmots. Der Strenge und Reinheit der Form. Aus der ReakLaufend. Prom auf den süßen Zauber des sterbenden Rokoko war i. Verlagsn unter den letzten Bourbonen der Klassizismus, Dr zögernd und mit allen Zeichen der akademischen nufruchtbarkeit, aber seiner Ziele leidlich bewußt heraus1. faen. Das laue Griechentum des Louis 16, das n Kunstgewerbe seine echtesten Erfolge zeitigte, erzten merta cazte vor der Energie des neuen faiserlichen Geschmackstelle als bluibile docx. Aber auch das Empire blieb trotz aller Anstrengneue Aröfte fitten eine Kunst der inneren Raumausstattung, der eich rofine angen loration und der Repräsentation.
ich erschöpfenden zu heben. ber wiffenschaf international
ver=
Als man in Deutschland der Ketten ledig war, die Korse geschmiedet hatte, wurden sich doch wohl weau von denen, die in den Sieges jubel einstimmten, Medaille and ßt, daß die Gefangenschaft des Geistes damit noch dit überwunden war. Er ist euch doch zu groß, hatte alte Goethe gesagt. Nun loderten die Siegesfeuer ff den Bergen, aber die stolzen und erhabenen Worte, lesie usmrauschten, verhallten, wie der Rauch sich im etter verlor, und nichts als ein Häuflein Asche blieb rid. In den Reden und Proklamationen der neu im Seiste verbundenen Patrioten fehrt ein Verlangen im
beim Eintau
ficher von: Ren.
Aufbe
Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 15 pig.
die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Vig Die 90 mm breite Reklame Zeile 30 Biennia Frirabeilagen werden nach Gen und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles Tage). bei gerichtlicher Beitreibung oder Souture in Wegiall. Vlapvorschriften ohne Verbindlichten. Druck der Gießener Verlagsdruckerci, Albin Klein
Telephon Nr. 362.
25. Jahrg.
er=
gen Erinnerungsfeier der Leipziger Schlacht wurde der Grundstein zu einem Nationaldenkmal bei Leipzig gelegt. Damals wie 25 Jahre später erfuhr die Deffentlichkeit auch von sorgfältig durchgearbeiteten architekto= nischen Entwürfen, die den Denkmalsgedanken in die Tat umzusetzen unternahmen. Die friegerischen Ereig nisse der sechziger Jahre ließen jenen Grundstein allmählich im Sande der Vergessenheit versinken. Aber der Plan selbst blieb an der Oberfläche, und wirkte im Stillen weiter. Aus allen Gutachten und Projekten löste sich als fester Kern damals schon die Ueberzeugung heraus, daß nur die Architektur ein solches Mal zu schaffen berufen sei. Die Bavaria auf der Theresienwiese und die Germania auf dem Niederwald hatten ihre Schuldigkeit getan: zu beweisen, daß die Plastik zur Bewäl tigung von Aufgaben wie der vorliegenden nicht die Strafi besaß. Es soll hier das Kapitel von der Unbrauchbarkeit der figürlichen Skulptur für große monumentale Wirkungen in der freien Landschaft nicht örtert werden. Genug, daß man begreifen gelernt hatte, es sei die Masse hier nur durch die Masse zu zwingen, verlangte, nur durch die abstrakte Kunstform des ge= der riesige Maßstab, den ein Denkmal in der Ebene schichteten Steines zu erreichen. Durch mehr als zwei Jahrtausende ist, wie ein berufener Betrachter der heutigen Kunst einmal bemerkt, das Wichtigste in der Denkmalbaukunst die Anwendung der Masse um ihrer selbst millen, vernachlässigt worden. Man glaubte, alles durch die Gestalt bewältigen zu können und hatte dafür immer ein großes Vorbild vor Augen, das der Griechen. Sie haben von allem Anfang an darauf hingearbeitet, die Masse als solche aus der Kunst zu verdrängen und dafür die Figur, das sinnvoll und organisch Gegliederte, zur Geltung zu bringen. Diese Art Griechentum sputt noch in der Gegenwart nach, wenn wir etwa in der mitte eines Plazes eine überlebensgroße Denkmalfigur aufstellen und glauben, damit eine künstlerische Leistung im Sinne der Monumentalkunst geschaffen zu haben. In den Entwürfen aber, die in den Jahren 1895 und 1896 der, von dem kurz vorher gegründeten deutschen
Diese hellenischen Phantasien, aus literarischen und artistischen Anregungen und Vorstellungen geboren, haben nirgends ein Denkmal von wirklicher Kraft und Größe entstehen lassen. Wir denken darum von der Generation nicht geringer, in deren Köpfen sie lebten. Denn wir wissen, daß der Boden unserer nationalen Kultur damals viel zu rissig und uneben, zu sehr von heimlichen vulkanischen Kräften aller Art durchwühlt war, als daß ein vaterländisches Denkmal darauf hätte erwachsen können. Die Sehnsucht freilich nach einem solchen steinernen Siegel auf die ungeschriebene Verfassung des neuen Reiches verstummte nicht. Zur fünfzigjähri
nzend bewährle den hartnäck, F
Discr. Nachna atlus, Berlin
Färberei Gebr. Röver
Gießen, Marktplatz 18
Frankfurt a. M.
und Färberei Hugo Luckner( Inh. Gebr.
Röver)
Leipzig
chemische Waschanstalten
Chemisches Reinigen und Färben von Damen-. Herren- und Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portieren Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen. Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte.
Ten
eicht!
g 83
862
39)
Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank.
( Nachdruck verboten.)
Da wurde ihr das Zimmer zu eng. Es trieb fie hinaus in den Park. Die Blume neigten ihre Spfchen, und Bienen und Falter umkreisten sie. Jad
i ga beugte sich nieder und pflückte einen Strauß farbenprächtiger Blumen. Dann wanderte sie durch den Part. Während des Pflückens der Blumen, war ihr der Gedanke gekommen, die Ruhestätte der Mutter und Se alte Familiengruft zu besuchen. Diesen Entschluß Filbrte sie sogleich aus. Die Gruft der Warminski lag amitten des alten Friedhofes in der Nähe des chloßportes. Jadwiga war von früher her gewöhnt, Spaergänge allein zu unternehmen. Dieser Gewohnheit leb fie auch in Krzemien treu. So wanderten sie den it Pappeln eingefaßten Weg, der nach Krzemien führte. Sie war noch nicht lange gegangen, da hörte sie hinter ih rasche Schritte. Das störte sie allerdings nicht im ringsten. Bald hörte sie rufen: Komtesse! Komfe!" Nun blieb sie stehen, denn sie hatte den Ruer erkannt, es war Dr. Sojka. In diesem Augenblick pfand sie die Vertraulichkeit des Arztes doch als etas Unschickliches, und sie nahm sich vor, ihn dafür rechtzuweisen. Langsam ging sie weiter, und als Sojka endlich an ihrer Seite war, erwiderte sie feinen ehrerbietigen Gruß mit einem stolzen Reigen De Sauptes. Das verwirrte augenscheinlich den Arzt. Jer er schwieg viößlich, und eine dunkle Röte deckte an Geficht. Doch bald hatte er sich gefaßt und er gte:" Verzeihen Sie, Komtesse, daß ich es wagte, Ihnen aufzudrängen. Ich wollte das Interesse Schloßherrin von Krzemien," er verbeugte sich bei fen Worten für einige@ronte im Dorfe erreux" er le Roc tam sammen.
jühlte des Arztes bewundernde Blicke auf sich ruhen. Merkwürdig, diese Vertraulichkeit war ihr unangenehm und sie bereute schon, daß sie durch ihr Benehmen am heutiger Morgen ihm ein Recht zu solcher Vertraulichkeit gab. Sie lag ja weniger in den Worten, als in Blick und Geste. Jadwiga war entschlossen, dieser Art von Verkehr ein Ende zu machen. Darum sagte sie: „ Die Kranken werden sich immer meines Interesses zu erfreuen haben. Ich bitte um gelegentliche Nach= richt, was ich in dieser Beziehung tun fann."
Sie nickte kühl und wollte sich zum Gehen wenden, als eine Staubwolfe sichtbar wurde, und aus dem Staub erblickte mar zwei fable Pferde. Es war Baron Kappel. Er futschierte selbst. Mit einem Ruck brachte er die Pferde zum Stehen grüßte sehr höflich und ertundigte sich nach dem Befinden der Komtesse. Sie dankte kühl mit einem feinen ironischen Unterton, der auch dem Baron nicht entging. So empfahl er sich rasch und Jadwiga wandte sich zum Kirchhof.
Mit raschen Schritten eilte sie zur Gruft. Das war ein alter, verwitterter Bau aus behauenen Granitsteinen in Form einer abgeſtumpften Pyramide. Der Weg zur Gruft war mit alten Zypressen eingefaßt, die griesgrämig auf sie herniederstarrten. In der Gruft stand ein hohes Kreuz aus schwarzem Marmor, von dessen Dunke sich der blendend weiße Körper des Hetlandes seltsam abhob. Das Kreuzbild war das Werk eines jungen Künstlers, der hoffnungsvoll begonnen, dann aber verdorben und gestorben war. Es fehlte nicht an Blumen, offenbar hatte der Gärtner wegen der Rückkehr der Herrschaften hier alles in Ordnung gebracht. Jadwiga öffnete die schwere Gitterpforte und trai in den düsteren Raum. Ihr war es weich ums Herz. Leise sprach sie: Mutter, Mutter, ich bin bet Dir!" Und sie beugte sich nieder zu der Stätte, wo Ste utter rihte und alle thre Gedanken waren in den Tag der Kindheit. Dann brachte sie thren Blumen
strauß in einer der Vasen unter. Schon wollte sie gehen. Da fiel ihr Blick auf einen Kranz, der an der Wand hing und eine der Tafeln verdeckte, die die Namen der Schläfer enthielt. Verwundert betrachtete sie den duftigen Gruß. Er unterschied sich von den anderen Kränzen, war aus Maiglöckchen und tiefdunklen Rosen gewunden. Jadwiga erinnerte sich nicht, im Park eine so schöne Rose gesehen zu haben. Wohl aber war ihr im Garten des Barons dieses Prachtexemplar aufgefallen. Und sofort tam ihr der Gedanke: Sollte der Baron der Spender dieses Kranzes sein? Sie wollte Gewißheit ha= ben. Heute noch wollte sie den alten Gärtner fragen, danr erfuhr sie es sicher!
Eigentümlich bewegt verließ sie die Ruhestätte der Toten. Ihre Gedanken bildeten einen Zirkel; Ausgangspunkt und Endpunkt war der Baron! Was der Arzt von ihm sagte, das fonnte sie sich mit dem stolzen Wesen dieses Mannes nicht zusammenreimen. Wenn er doch anders wat als sie glaubte? Wenn sie, die sich so viel auf ihren scharfen Blick zugute tat, gerade ihn falsch einschätzte?-
Inzwischen schickte sich die Sonne zum Schetden an. Jadwiga eilte durch den Part. An einem Blumenbeet arbeitete der alte Gärtner Pospiech. Er zog feine Kappe und richtete sich vor Jadwiga stramm auf. Ste blieb stehen. Der Kranz in der Gruft fiel thr ein. Ste wollte Gewißheit haben. Darum fragte ste:„ Von wem ist der Kranz in der Gruft?"
" Halten zu Gnaden, Komteffe," gab der alte Mann zur Antwort, ich weiß es nicht, aber er soll wohl aus Kochanow gekommen sein. Gesehen habe ich es nicht, aber die Leute fagten, daß Seine Gnaden der Herr Bas ron dieser Tage auf dem Kirchhof waren."
( Fortsetzung folgt.)


