Einzelbild herunterladen

eten!

abatt

Rabatt

Sießener Zeitung

Bezugspreis 25 Pfg. monatlich

( Neueste Nachrichten)

teljährlich 75 Pfg., vorauszahlbar, frei ins Haus. geholt in unserer Expedition oder in den Zweig­Erscheint gabeftellen vierteljährlich 60 Pfg. ittwoche und Samstags. Redaktion: Selters.

-

-

8 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung cht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. rlag der Gießener Zeitung" G. m. b.§.

tr. 56.

"

Telephon: Nr. 362.

Rabatt Jom neuen Balkankrieg.

Haus

inf

ube

Bien, 11. Juli. Die rumänischen Trup­haben gestern nachmittags 4 Uhr die bulgarische e überschritten.

Die rumänische Armee hat Silistra be­

Sofia, 11. Juli. Die bulgarische Regierung hat Truppen befohlen, den Rumänen feinen Wi­entgegenzusetzen.

sofia, 9. Juli. Die bulgarische Regierung be­le 10. und 11. Jahresklasse zu den Fahnen. Es Schweinfurt. Dies Männer über 65 Jahre und Dispensierte, unter welchen Bedingungen sie dispensiert wor d.

Tafelsenf

IJ

ukarest, 11. Juli. Der bulgarische Gesandte alinfow erhielt von seiner Regierung den Auf­n Bukarest zu bleiben.

elgrad. Die Stägige Schlacht an der Brigal­ndete hier eingetroffenen Nachrichten zufolge mit

Kopfs Weinessigolligen Niederlage der Bulgaren. Diese letzten SFAHR( Rheinland, die die Geschichte seit langem fennt.

ugliche Fabrikale. Allseitig anerkan

Erhält in de nesten holo

in Mazedonien sind die blutigsten und furcht­elgrad. Jstip wurde von serbischen Truppen Die bulgarischen Truppen ziehen sich in eilige lucht zurück.

Der serbischen Heeresleitung ist es gelungen, ng mit den Griechen zu gewinnen. Belgrad, 9. Juli. Die Griechen haben Ser­ngenommen. Ihre Flotte bombardiert Kavala. nialwaren- Orogen- und the n. Es kann als sicher gelten, daß das ma­Delikatessen Geschäften che Gebiet zwischen Wardar und Strymen voll­von feindlichen Truppen gesäubert ist. ofia. Hier sind schwere Unruhen ausgebrochen, gegen die Regierung richten. Die meisten der fia erscheinenden Zeitungen sollen suspendiert wor­in.

rat.

wünscht m. charaktervolle

Stadt Süddeutschl, im lands on ſtantinopel, 11. Juli. Die Pforte rich­Res.- Offz. der ber. Truppochmals an die bulgarische Armee eine Note, wo­3. vornehm. zielbew. Charakte auffordert, unverzüglich die Marmaraküste und m. Ehe einzug. Mitgift nichebiete bis zur neuen Grenze Enos- Midia zu verm. unbed. verb. anonym. zuges. u. verlgt. Nichtkon­gebote unter M. W. 2529 be ler A.-G., München.

Politische Rundschau.

Deutschland.

Bergen, 11. Juli. Der Kaiser besuchte möbl. Zimmer zu ormittag den Regenschirmfabrikanten Eriksen mieten. Walltorftr. hr um 12% Uhr mit Gefolge nach Fjoesanger, dem Konsul Mohr das Frühstück eingenommen

Rino- Salbe hat eine lang hartnäckige Flec schnell geheilt. Verbindl. Da Werde sie jedermann empfeh E, 13. 11. 11. E. P., Girte

Meinen offenen Faß hat! Rimo- Selbe schon gehell, A

andere hat nichts geholfen,

Ich

Rino- Salbe Aberall empfehlen. St. G., 8. 12. 11.

Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank. ( Nachdruck verboten.)

enn es mir gelingt, ihre Liebe zu gewinnen, so Ca ich Pflichtgefühl genug haben, sie nie fühlen zu lelden, Flecheinen Urlaub hatte er vor allem dazu benützen Handleiden, offenen Wanden, t, sich mit allen Zweigen der Landwirtschaft bekannt

Rino- Salbe bewart bel Be daß nur ihr Geld mich zur Wahl bestmmt hat.

gesprungenen Händen zu haben in allen Apothekes

In Dosen von Mk. 1.15 md aachen. Mit einem wahren Feuereifer verlegte er Achten Sie beim Einkauf und das neue Gebiet. Aber gar bald erlahmte sein Rich Schubert& Co., Walaböhla- Dread Garnison der Gamaschendienst gelangweilt hatte. Man verlange ausdrückl. ,, Ris er alles laufen wie es lief, nahm die Büchse auf

Luckner

Leipzig

anstalten

merkannt.

stellte.

tücken und durchstreifte die weiten Wälder. Und merkte Graf Warminski, daß sein Herz gar wohl ebe fähig set. er lernte den Wald lieben. Doch er ja nicht tagaus tagein den Wald durchstreifen; mal überfam ihn ein förmlicher Hunger nach Ge­ft und Frohsinn. Dann ließ er den Wagen an­en und fuhr auf eines jener Güter in der Nach­aft, wo immer etwas Ios" war; denn wenn auch eisten der polnischen Magnaten gleich Warminski manziellen Nöten geplagt waren: Die Geselligkeit runter nicht. Mindestens einmal in der Woche an irgendwo zusammen, und es wurde dann meist lustig. Am Schlusse machte man ein Spielchen, allzu hoch, weil man ganz unter sich war. n einem dieser Tage war es.

raf Warminski war erst lange im Zweifel, ob er Culnow fahren sollte. Heute waren alle Edelleute aden, es war ein richtiges Fest, natürlich wurde etanzt, und er hatte noch tiefe Trauer. Schließlich er es doch nicht übers Herz bringen, einsam und in Krzemien zu ſizen: Ich brauche ja nicht zu !" dachte er.

fünfzehn Minuten stand der Wagen mit den trabern vor dem Schloßportal. Warminski kam

Expedition: Seltersweg 83.

Samstag, den 12. Juli 1913.

Von der Absicht des Kaisers, Mitte August dem Cumberländer Hofe in Gmunden einen mehrtägi­gen Besuch abzustatten, ist, wie aus Berlin gemeldet wird, bis jetzt noch nichts bekannt.

*

Luckenwalde, 11. Juli. Bei der Reichs= tagsstichwahl erhielt Ewald( Soz.) 17 130 und von Derken( Reichspt.) 16 197 Stimmen. Ewald tann als gewählt gelten; er ist dann der 111. Sozialdemo­frat im Reichstag.

Frankreich.

* In einer der letzten Sitzungen der Deputierten­tammer hat der Sozialist Brizon ein Plaidomer für die Friedensliebe Deutschlands gehalten. Auch Kaiser Wilhelm haber, während seiner 25jährigen Regierung Beweise aufrichtiger Friedensliebe bekundet. Zu den Na­tionalisten gewendet, sagte der Redner: Jhr wißt ganz gut, daß im Falle eines Krieges Elsaß- Lothringen wie­der der Schauplatz der Kriegsgreuel wäre.

Aus Stadt und Land.

3ur Nationalspende zum Kaiser- Jubiläum für die evangelischen Missionen in den deutschen Kolo­nien und Schutzgebieten haben die Sammlungen in Hessen eine Gesamteinnahme von 61 766,28 Mark ge­bracht. Nach Abzug der Kosten für Porto, Druckkosten usw. im Betrage von 106,93 Mt. ist ein Reinertrag von 61 659,30 Mt. verblieben, der an die Hauptsam­melstelle des Zentralkomitees, das Bankhaus Delbrück, Schickler u. Cie. in Berlin überwiesen worden ist. Die von den Gebern bestimmten Missionen zugewendeten Spenden, werden diesen zugeführt werden.

*

Auszahlung von Renten durch die Post. Die Landesversicherungsanstalt Großherzogtum Hessen" in Darmstadt bittet uns, ihre Rentenempfänger darauf aufmerksam zu machen, daß die zur Erhebung Postamt auszufertigen ist, einerlei, ob es sich um die der Rente, nötige Nummerfarte stets vom zuständigen erstmalige, oder die wiederholte Ausstellung einer solchen handelt. Die Rentenempfänger tun jedenfalls gut da­ran, wenn sie die Nummerkarte nicht nur sorgfältig verwahren, sondern die Nr. ihrer Karte sich auch genau merken bezw. anderweit notieren, damit bei evtl. Ver­lust das zuständige Postamt nach Angabe der Nummer die betreffende Stammtarte finden und die Erneuerung der Nummerkarte alsdann vornehmen kann.

Arbeiterurlaubsreise. Der Rhein= Mainische Verband für Volksbildung veranstaltet im Herbst dieses Jahres, voraussichtlich am 14. Septem­ber beginnend, eine Arbeiterurlaubsreise durch das Nek­

rasch aus seinem Zimmer und die Fahrt begann. Der Graf war nicht bei Laune und achtete nicht auf die Schön­heiten, die ausgebreitet zu beiden Seiten des einsamen Weges lagen. Nur manchmal wandte er hastig den Kopf nach jener Richtung, aus der ein verdächtiges Knacken und Rascheln geflungen. Fliehendes Wild brach durch das Unterholz, und Warminski blickte ihm mit den Au­gen des begeisterten Jägers nach.

Im Schlosse traf Warminski schon einige Gäste. Er kannte sie alle. Da war Nikolaus Tefiersti mit Frau und Kindern. Man munfelte von ihm, daß er nur mit= tels gewisser Kunstgriffe sich über Wasser hielt. Das be­einträchtigte aber feine gute Laune keineswegs. Jovial klopfte er dem Grafen auf die Schulter und redete auf ihn ein; Warminski brauchte nichts zu erwidern, denn jede Lücke des Gesprächs füllte Tesiersti mit einem schal­lenden Lachen aus." A propos!" rief er plötzlich, ich habe Ihnen ja noch gar nicht meine Aelteste vorgestellt, die eben aus Krakau nach Hause gekommen ist." Mit unruhigen Gesten wies er auf eine junge Dame, die während der Unterhaltung ein wenig zurückgetreten war und jetzt sich wieder näherte. Warminski wunderte sich wirklich, wie er Else Tesiersti gegenüberstand. Er er­innerte sich ihrer, wie sie noch ein kleines wildes Mädel war, mager, eckig aber mit heißen, lodernden Augen. Und jetzt stand sie vor ihm so groß und vornehm; das Gesicht war ein wenig unregelmäßig und trotzdem von vollendeter Schönheit, und aus diesem Gesicht sprühten und loderten die dunklen Augen. Keine ihrer Schwe­stern konnte sich an Schönheit mit ihr messen, ihnen fehlten die lebenden Augen; denn wenn man Else mit den anderen Damen verglich, dann war es einem zu­mute, als ob nur ihre Augen lebten, die der übrigen starr, tot seien.

Bald rollte Wagen auf Wagen heran, zahlreiche Gäste, alt und jung, Damen, Herren und Kinder füllten die Säle, und Graf Warminski plauderte bald mit die­sem, bald mit jenem. Aber immer und immer stand ez

"

|

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg.

W

die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Die 90 mm breite Reklame Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. aieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitveibung ober bef Konkurs in Wegfall. Plazvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsbruckerei, Albin Mein.

Telephon Nr. 362. 25. Jahrg.

fartal, die so gedacht ist, daß die Teilnehmer sich so­wohl auf die Dauer von 4 Tagen, als auch von acht Tagen anschließen können. Die Reise soll mit förper= licher Erholung, mit den Gemüssen der schönen. Land= schaft auch geistige Förderung verbinden. Die Zusam­mensetzung der Reisegesellschaft wird, wie bei den Volks­akademien, so sein, daß Leute aus den verschiedensten gesellschaftlichen Schichten teilnehmen. Teilnahmslustige Personen werden gebeten, sich bei den Vorständen der Ortsgruppen des Rhein- Mainischen Verbandes Wohnorte melden zu wollen. Wo solche nicht bestehen, wolle man seine Meldung direkt an die Geschäftstelle des Rhein- Mainischen, Verbandes, Frankfurt a. M., Stiftstraße 32, bis spätestens 1. August richten. Auch Arbeitgeber, die Leute ihres Betriebes anmelden wollen, werden gebeten, sich an die gleiche Stelle zu wenden.

ihrer

n Gießen. Die Vereinigung Alte Burschenschaf= ter feierte am Dienstag mit den 3 Gießener Burschen­schaften die Erhebungsfeier von 1813.

n Gießen. Dreißig Gießener Studenten haben dieser Tage unter Führung mehrer Professoren eine Reise nach Salzschlirf unternommen, um die neuen Ein­richtungen des Bades kennen zu lernen.

n Gießen. Bei dem am 8. und 9. Juli d. Js. abgehaltenen Viehmarkt waren 1672 Stüd Rindviel und 134 Schweine aufgetrieben. Der nächste Markt fin­det am 22. und 23. Juli ds. Js. statt.

n Gießen. In die Klinik wurde ein junger Mann aus Dauernheim gebracht, der an einem Mast der elektrischen Ueberlandleitung emporkletterte und den Draht anfaßte. Er erlitt einen schweren elektrischen Schlag, fiel herunter und brach ein Bein.

n Gießen. Die Sperre des Fußweges von der Alicestraße nach der Bleichstraße ist wieder aufgehoben worden.

n Gießen. Morgen findet ein vom Rad- Klub , Germania" veranstaltetes Radrennen auf der Rad­rennbahn an der Hardt statt.

o Friedberg. Der Einzug unseres neuen B a- taillons ist auf den 26. September festgesetzt.

o Bad Salzschlirf. Es sind bis jetzt 3738 Personen hier zur Kur eingetroffen.

o Schotten. Der Flottenverein im Großherzog­tum Hessen hält seine diesjährige Hauptversammlung Ende August hier ab.

):( Marburg. Die tägliche Kraftwagen- Ver­bindung Josbach- Marburg a. 2. ist wieder aufge= nommen worden.

):( Herborn. Zum erstenmale wird hier am 3. Auguſt die Wörthfeier und der Regiments appell ehemaliger 88er stattfinden. Um den Regimentskamera­

im Banne dieses einen Augenpaares, das mit seinen lodernden Blicken seine Seele seltsam entfacht hatte. Und immer wieder zog es ihn zu ihr, die in einem Kreis junger und älterez Herren die alten sahen aus der Ferne schmunzelnd zu- die Straft ihrer Augen er­probte. Das tat sie mit einer solchen Grazie, mit einer Mischung von Herzlichkeit und Humor, daß ihr Sieg über die Herzen der jungen Männer ein geradezu glänzender war. Auch Graf Warminski war besiegt. Ein fieberhaftes Verlangen erfüllte ihn, die Liebe dieses Weibes zu erringen. Er vergaß in diesem Augenblick alles, seine Aussichten, seine Pläne, das alles trat zurück vor dem heißen Gefühl, das seine Seele durchzuckte und aufwühlte. Die Augen, diese rätselhaften Augen hatten es ihm sofort angetan, und er gab sich keine Mühe, gegen dieses süße, beseligende Gefühl anzufämpfen.

Und auch Else Tesierski schaute hier und da zu dem stolzen schönen Savalier, der in jeder Beziehung alle seine Standesgenossen, die sich hier eingefunden hatten, überragte. Er war ihnen überlegen an Eleganz, Schön­heit und Geist. Sie hatte für solche Vorzüge ein feines Auge. Sie hatte aber auch wahrgenommen, welchen Eindruck sie schon jetzt auf ihn gemacht hatte, und all die anderen Herren waren ihr plötzlich gleichgültig. Bald hatte sie alle ihre Bewunderer abgeschüttelt, und nun stand sie mit Warminski in einer Nische des großen Saales. In feenhafter Schönheit lag der Park mit sei­nen ungezählten Blüten vor ihnen. Goldener Glast, ein Flimmern und Schimmern, ein Sprühen und Fun­feln überall. Wortlos schauten sie hinab auf all die Schönheiten. Ihre Herzen waren bewegt. Darum das Schweigen. Dann schmiegt sich seine schmale Hand an die ihre. Ein Liebkosen eigener Art liegt darin. Sie blicken auf. Aus beiden Augen schimmert verhaltenes Sehnen, seliges Bekenntnis liegt in diesen Blicken. Das ist, als ob jeder des Herzens und der Seele Flügeltüren weit geöffnet hätte und nun jubelnd rief: Komm, nimm Besitz! Für dich, nur für dich bin ich geschmückt!" ( Fortsetzung folgt.)