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freiungshalle bei Stelbeim stattfinden soll. Sie wird im Geifte meiland König Ludwigs 1. gehalten sein, dessen glühende Baterlandsliebe sich in dieser stolzen Halle ihr Denkmal gesetzt hat. Wie aus Berlin ge meldet wird, wollen der Staiser, die Bundesfürsten und die Vertreter der freien Städte dieser Einladung des Prinzregenten Folge leiften.

Dresden, 10. März. Heute Vormittag erfolgte die Abreise der bayerischen Fürstlichkeiten vom Hauptbahnhof, wo auch der König sich zur Verabschte. bung eingefunden hatte.

** Berlin, 10. März. Für den Entwurf eines Patentgefeßes finden nach Berliner Blättern in die­sen Tagen fommissarische Beratungen zwischen den bes teiligten Ressorts statt.

England.

* London. Der Prinz von Wales reist am tommenden Mittwoch nach Deutschland.

Aus aller Welt.

= die Aussperrung im Malergewerbe die in vielen Städten des deutschen Reiches in den letzten Tagen infolge der Beschlüsse des Hauptverbandes der Arbeitgeberberbände im Malergewerbe erfolgte, hat im Frankfurter Bezirk doch nicht den Umfang genommen, den man ursprünglich befürchtete. Von 17 Lohngebiete:: haben nur acht ausgesperrt, nämlich Staffel, Darmstadt, Hanau, Mainz, Offenbach, Höchft, Worms und Frank­furt mit zusammen 1370 Ausgesperrten.

Krefeld. Wie in Berlin und Hanau, ist auch in Strefeld die Errichtung einer Diamantschleifschule beabsichtigt.

:: Köln, 11. März. Pfarrer Jatho ist heute abend 7.15 Uhr nach langwieriger Krankheit, 62 Jahre alt, infolge Blutvergiftung, die er sich beim Aussteigen aus einer Droschke in Halle a. S. zuzog, ge sterben.

Aus Stadt und Land.

* Die Großherzogin hat am 11. März, als am Geburtstage der verstorbenen Prinzessin Elisabeth, fol­gende Ehrenzeichen für langjährige treu geleistete Dienste in ein und derselben Familie an folgende Dienstboten

berliehen:

Oeffentlicher Sprecblaal.

Wanderkurse der Großherzoglichen Zentrale für Mutter:| bäude waren illuminiert. Herr Oberbürgermeister Troje und Säuglingsfürsorge in Hessen. hielt eine Ansprache. Während der Feier wurde mit Der 12tägige Kursus, den die Wanderlehrerin der allen Gloden gelavet, der Staiser Wilhelms Turm anf Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge Epiegellun erstrahlte in bengalischer Beleuchtung und über die Pflege und Ernährung des Kiudes in den bei. von der Bismardsäule leuchteten die Flammen weithin den ersten Lebensjahren in Heppenheim abgehalten ins Lahntal. hat, ist am 20. Februar beendet worden. Der Stursus erfreute sich eines lebhaften 3nspruchs von den Frauen und Mädchen Heppenheims. Der Andrang war so stark daß zahlreiche Frauen und Mädchen, die an ihm teil­nehmen wollter, nicht zulassen werden fonnten, obwohl der Kursus in zwei Abteilungen eingeteilt war. Am Nachmittag nahmen 113 Mädchen der verschiedensten Altersstufen daran teil. Die Zahl der Teilnehmerinnen an dem abends ftattfindenden Frauenfurjus betrug 150. 90 Frauen und 72 Mädchen konnte eine Bescheinigung über regelmäßige Teilnahme an dem Kursus ausgestellt werden. Zurzeit findet ein Wanderkursus in Lauterbach statt, Für den März ist ein Kursus in schotten borgesehen. Aus allen Teilen des Großherzogtums sind der Großh. Zentrale so zahlre che Gesuche um Veran staltungen von Wanderkursen zugegangen, daß die Zen trale demnächst eine zweite Wanderlehrerin anstellen muß.

Das Goldene Kreuz mit Brillanten u. a. an: Elisabetha Bingel aus Lollar, 40 Jahre bei Frau Professor Dr. Dölb, Witwe in Lollar.

Das Goldene Kreuz u. a an: Statharina Briegel aus Garbenteich, 25 Jahre bet Frau Georg Mair, Witwe in Gießen.

n Bießen. Der Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Ufinger hat einen dreiwöchigen Urlaub angetreten.

n Gießen. Der Provinzialtag für Oberhessen findet am 31 März im Regierungsgebäude statt, um den Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Jahr ent gegenzunehmen und den Voranschlag zu beraten.

n Gießen. Die bölferkundliche Ausstellung der Baseler Mission wird in den Tagen vom 6. bis 27. April auch in unserer Stadt in den Räumen der alten Stiinik, die von der Stadtverordnetenversammlung dazu bewilligt wurde, gezeigt werden.

n Gießen. Wegen Kindesmordes wurde das Dienstmädchen Rühl aus Ulrichstein von der Straf fammer zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. Sie hatte im Walde zwischen Stockhausen und Grünberg einem Stinde das Leben gegeben und das Neugeborene

Gießen, 10. März. Zu den angenehmsten, bolts. tümlich fünstlerischen Veranstaltungen vor Ostern ist seit langen Jahren das Konzert des Bauer'schen Ge sangvereins mit zu rechnen. Wer dieses Konzert schon besucht hat, weiß daß er in demselben herrliche Lieder von einem tüchtig geschulten Männerchor hört. Der Dirigent Otto Görlach hatte dieses Mal wieder mit funstverständiger Berechnung ein Programm zu sammengestellt; das als es bekannt worden war wohl auch mit Veranlassung war für den so überaus guten Besuch. Die neue Aula war voll besetzt und in ihrem akustischen Raum ballten die Lieder so eindrucks­boll, daß die Anwesenden andächtig lauschten. Die ein zelnen Aufführungen hier zu besprechen wird uns zu umfangreich( eine ausführliche Rezension wird in der ,, Algem. Sänger und Dirigenten Zeitung" veröffent licht), nur sei besonders erwähnt, daß der Nachtge­sang" von Abt mit seiner geradezu meisterhaften stom­pofition( Abt hat befanntlich sehr viele schöne Lieder bertont) wunderbar schön eiklang, so daß der Verein eine Wiederholung geben mußte. Schön einrangiert zwischen die Männerdöre waren Sologesänge des be­fannten Frankfurter Tenoristen Albert Münch und Musikstücke am Klavier des Gießener Pianisten Julius Hahn. Beide Mitwirkende haben sowohl im Zusam menspiel, wie auch jeder ini Einzelauftreten den Ec­wartungen boll und ganz entsprochen; besonders ge­fiel mir dieses Mal Herr Hahn als Meister am Kla

vier bei dem Chopin'schen Scherzo in b- moll" und

Herr Münch mit seinem Lenau'schen Lied ,, Stille Sicher

beit". Wie ich höre, hat der Verein neben dem muß, auch einen finanziellen Gewinn mit diesem Ron

fünstlerischen Erfolg, wozu ohne Neid gratuliert werden

zert errungen.

f

im Walde sofort beseitigt.

Die Zeit naht jetzt wieder, wo die Meisten von uns mehr als bisher in die freie Natur zu gehen pile­gen, und da richten sich unsere Blide auch wieder auf die in Gießens Umgebung aufgestellten Ruhe bänke. Wenn wir nun überlegen, in welchem Maße ihre Zahl gerade in den letzten Jahren gewachsen ist, so müssen wir der Tätigkeit des Verschönerungsvereins und der zuständigen Behörden unbedingt Anerkennung zollen und uns darüber freuen, selbst wenn wir, wie ich, viel­leicht zu denen gehören, die beim Ruhen im Freien auch ganz gut ohne Bänke auskommen fönnen und die sonst nicht dafür sind, das natürlich gewordene Land­schaftsbild allzuviel zu kultivieren". Es möge aber heute einmal darauf hingewiesen werden, daß es trog der vielen Neuaufstellungen in den letzten Jahren Plätze um Gießen gibt, die früher Bänke hatten, dagegen heute ohne solche sind, ohne daß für den Un­eingeweihten ein Grund ersichtlich wäre. Vielleicht läßt sich der Schaden gelegentlich einmal wieder gut machen, oder es erfolgt Aufklärung über die Gründe.

n Gießen, 10. März. Bestern tagte hier der Gauturntag des Turngaues Hessen. Im abgelou: fenen Jahre vermehrten sich die Zahl der dem Gau an­gehörenden Vereine um 11 auf 125, die Zahl der Mit glieder von 11 571 auf 12581. Die Jahresrechnung zeigt eine Einnahme von 3046.78 M., eine Ausgabe bon 2861.63 Mr. Die Bezirksturnfahrten werden auf den 1. Juni festgelegt, für den ersten Bezirk in Bladen bach, den zweiten in Heuch Iheim, den dritten und bierten in Schlitz, den fünften in Dornassenheim. Das Gaufeft 1913 findet am 5. bis 7. Jult in Franten berg statt. Das Gaufest 1914 erhält der Turnverein Kirchhain. Dem Antrag Schotten entsprechend, wird auf dem Hoberodskopf ein Bergturnfest abgehalten. Stadtrat Helm, der bisherige 1. Goubertreter, hatte eine Wiederwahl abgelehnt; an seine Stelle wurde Fa­brifant Metzler Marburg mit 78 Stimmen gewählt. Rechtsanwalt Kaufmann erhielt nur 51 Stimmen und Redakteur Heß sogar nur 20 Zum Gauspielleiter wurde Hermann Fischer Marburg bestimmt

Kathreiners Malzloffen schmeckt gut, ist gesund und billig.

Der Gehalt macht's!

o Langsdorf. Die gestern durchgeführte Gesamt prüfung der Kasse der Spar- und Darlehnskasse zn Langsdorf ergab einen Fehlbetrag von 627390 Mark, sodaß der Zusammenbruch der Genossenschaft und damit der wirtschaftliche Ruin von vielen Bauern und Handwerkern unabwendbar scheint. Der Rechner Roth wurde schon vor Monaten wegen einer Unterbi lanz von etwa 35 000 Marf verhaftet.

(:) Marburg, 10. März. Die Jahrhundert­feier nahm hier einen prächtigen Verlauf Sie begann mit einer Reveille der Jägerkapelle. Der Parade schloß sich ein Kommers der Kriegervereine in den Stadtsälen an. Auch in sämtlichen Schulen und Lehranstalten wurden entsprechende Gedächnisfeiern abgehalten. Am Abend fand auf dem Marktplatze ein Festakt statt. Das altertümliche Rathaus und sämtliche umliegenden Ge­

Wichtig für junge Mädchen.

Da ist zunächst die Baumanlage in der Nähe der Liebigshöhe, früher Fuchs ba u genannt, jetzt zum größten Teil durch den Schliefplatz abgesperrt. Auf dem nicht abgesperrten Teil stand noch vor 10 Jahren eine Bank, was durch den schönen Blick nach den Höhen im Westen, insbesondere nach unseren Burgen, sicher gerechtfertigt war. Nun hat ja allerdings eine Kom pagnie dort ihren Zielplatz, aber hierdurch würden wohl feine Unannehmlichkeiten entstehen. Man könnte ja die Bant etwa am einen Ende des Platzes aufstellen, und das Publikum würde wohl so taktvoll sein, die militä rischen Uebungen nicht zu stören. Andererseits würden auch die auf der Bank Ruhe suchenden Leute sich nicht

zu

beklagen haben, da ja das Zielen im allgemeinen nicht allzulange dauert und sich mit größerer Ruhe ab­zuwideln pflegt als manche anderen Uebungen. Im übrigen wäre aber gerade dieser Platz als besonders ruhig anzusprechen, da er etwas abseits vom Haupt­wege liegt.

Mein zweites Beispiel betrifft wieder einmal eine wenn auch geringfügige Zurüdsetzung des Nordviertels, worüber ja so oft geflagt wird. Ich will jedoch gleich bemerken, daß mich keine persönlichen Interessen mit dem Norden verbinden. Wohl die wenigsten Gießener tennen den Fürstenbrunnen. Am besten erreicht man ihn vom Wiesecker Weg aus, indem man den vor der Moser'schen Gärtnerei nach rechts abzweigenden Feldweg ein paar Schritte hinausgeht. Man sieht dann in einiger Entfernung zur Rechten zwei Pappeln, un ter denen sich ein ausgemauertes Wasserloch) befindet. Drei alte Steine, wohl die Grundpfeiler einer ehema ligen Bank, geben uns Kunde, daß sich hier frühere Geschlechter ausruhten von des Tages Last und Hize. Aber lange muß das schon her sein, denn als ich den Platz zum ersten Male sahes mag vor etwa 20 Jahren gewesen sein da sah die Bank" schon ge­radeso aus wie heute. Nur der Brunnen machte einen besseren Eindruck, da das Wasser sein säuberlich einem Röhrchen entströmte. Man wird mir vielleicht entgeg nen, die umgebende Landschaft rechtfertige hier nicht die Aufstellung einer Bank. Nun gebe ich zwar gerne zu, daß sich die Aussicht mit der vom Fuchsbau nicht messen kann, daß auch beispielsweise der Anblick des Gefängnisses nicht besonders wohltuend ist, aber ich meine doch, es läßt sich in dem ganzen Bild von dem Philofophenwald zur Linken bis zum Stadtkirchturm zur Rechten auch manches Schöne herausfinden. Und schließlich ist es ja auch bedeutend zweierlei, ob es sich bei Aufstellung einer Bank darum handelt, einen neuen Platz auszusuchen, oder einen alten, der nun einmal da

Wenn die Jungfrau in die Jahre der Reise angelangt ist, Stellen sich oft Störungen ein; sie wird bleich, matt und abge­spannt, Kopfschmerzen u. Schwin­Delanfälle treten auf; Verdau­ungsbeschwerden und Rücken­schmerzen machen sich bemerk­bar. In dieser Periode ist es

wichtig, Leciferrin( Ovolecithineisen) zur Blut bereichert, die Zirkulation Hand zu haben, welches das

befördert, die Verdauung und Assimilation reguliert und fri­ſches gesundes, Aussehen schafft.

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-

ist, vor dem nicht durch zwingende Gründe gerechtfer das Brünnchen bald wieder in einen Zustand kommen, der seinem stolzen Namen mehr Ehre macht! chen, daß andere Mitbürger, vor allem solche, deren Er innerung noch weiter zurückreicht als die meinige, diese

tigten Verfall zu bewahren. Möge insbesondere auch

Zum Schluß möchte ich noch den Wunsch ausspre

Anregungen fortsetzen möchten!

Erklärung!

Ich nehme hiermit die gegeu Herrn J. Maier am Mittwoch Mittag auf dem Bahnhofspl.ausgesprochene Beleidigung, er sei ein Affe, weil er am hellen Werk­tage in Ladschuhen herumlaufe, als Verleumdung öffentlich zurück. Herr Maier bewies mir, daß er nur Erdal Schubcreme berwende, welches aber gerade so glänzte wie Lack. E. Quatscher, Privatier.

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