Ausgabe 
5.4.1913 Erstes Blatt
 
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Prinzessin Heinrich von Preußen. Prinz Adalbert von Preußen trifft am Samstag früh zum Besuch sei­ner faiserlichen Eltern in Homburg ein; er bleibt dort bis zum 14. April. Das Herzogspaar von Cumber= land, das am 10. April in Homburg eintrifft, wird etwa drei Tage am faiserlichen Hofe verweilen.

In der Budgetkommission des Reichstages hat Staatssekretär von Jagow eine Darlegung der deut­schen Politit während des Ballantrieges gegeben.

Der Schweizer Nationalrat ratifizierte den Gott­hard- Vertrag in namentlicher Abstimmung mit 108 ge gen 77 Stimmen. Der Ständerat wird den Vertrag in der nächsten Woche erörtern.

zu dem

| fursverfahren eröffnet, nachdem bereits vier Monate vor­her der Rechner Philipp Adam der Nieder- Modauer Kasse flüchtig geworden war. Jm Staate Ohio( Nord­amerita) wurde er verhaftet und gegen Ende des Jah­res 1911 ausgeliefert. Jm Verlaufe der Voruntersuch­ung tam man hinter ein ganzes System jahrelang fort geführter finanzieller Schwindelmanöver, so daß die Staatsanwaltschaft am 10. Februar 1912 die Verhaf­tung des früheren Rendanten der Kasse Bed und am 6. März die des Darmstädter Banfiers und Geldgebers 3fa af anordnete. Am 30. Dezember 1912 wurde auch der Direktor der Landwirtschaftlichen Genossen schaftsbank in Darmstadt, Jhrig, der auch zugleich

Von Wettingen zu Wettsingen ist das Interesse an der großartigen Veranstaltung, die jedes mal auch durch die Teilnahme des Kaisers ausgezeichnet wird, gewachsen. Während noch in Kassel die Beteiligung der deutschen Männerchöre ziemlich gering war, haben sich zum diesjährigen Wettstreit nicht weniger als 43 Vereine mit 10 600 Sängern angemeldet, gegen 34 Ver­eine mit 9000 Sängern im Jahre 1909. Der fleinste

Vergebun

Madftebende 2 meren Ausbau Seubauten eine Gießen follen ou

Juni 1893 und

teilnehmende Verein zählt 130, der größte 362 Sänger. en werden.

Sieger in den verschiedenen Kaiserpreiswettsingen waren abwechselnd der weltberühmte Kölner Männergesang rerein und der durch die Kaiserpreiswettsingen nicht min

Weißbinderarbe

der berühmt gewordene Berliner Lehrer- Gesangverein. Delfarben. Anstric

Die Nordd. Allg. 3tg." weist darauf hin, daß Direktor der Reichsgenossenschaftsbank A. 6. in Frank- Daneben haben sich vor allem die rheinisch- westfälischen os Il 3200 qm de

dingt beitragspflichtig sind nur mit ihrem in- Gesellschaft in Frankfurt war und daneben noch bei einer gezeichnet. Es ist deshalb auch kein Wunder, daß der Bartbögen, Wände ganzen Reihe von Unternehmungen im Aufsichtsrat saß, größte Teil der wettstreitenden Vereine diesmal von Errazzoarbeiten: 21

ländischen Grund- und Betriebsvermögen.

dem

In der medlenburgischen Verfassungsangelegen heit beabsichtigt die Schweriner Regierung, wie Lot.- Anz." telegraphiert wird, einen neuen Verfassungs­entwurf bem außerordentlichen Landtag in Schwerin

vorzulegen, der auf die Wünsche der Ritterzchaft zuge­schnitten ist. Um unter den Bürgermeistern Anhang zu gewinnen, hat sie mit ihnen Verhandlungen angeknüpft. Die medlenburgischen Bürgervereine planen Demonstra­fionsversammlungen, in denen über die Stellungnahme der Bürger zu der drohenden Verminderung ihrer Rechte gesprochen werden soll.

Ruhleben. Zur Ausbildung in der draht­losen Militär- Telegraphie soll hier eine unten schule gegründet werden, die mit der bereits bestehen­den Kavallerieschule vereinigt wird und ihr Heim in der bisherigen Rajerne der Infanterie- Schießschule Ruhleben erhält.

Desterreich.

Die Erhöhung der Friedensstärke des österreich­isch ungarischen Heeres wird nunmehr bestätigt, das Re­frutenfontingent joll stufenweise um je 25 000 des Frie densstandes, im ganzen also um 50 000 Mann erhöht

England.

London. In der Gartenvorstadt Londons Hamstead legten Suffragetten Feuer an die Kir­che der Frauengemeinde. Durch die Hizze schmolz das Bleirohr der Wasserleitung, und das ausströmende Wasser erstickte den Brand.

Aus Stadt und Land.

n Gießen, 3. April. Aufgefunden wurde von zwei jungen Burschen in einem Garten an der Lahn ein lebendes neugeborenes Kind. Die unnatürliche Mut­ter, die das Kind gleich nach der Geburt dorthin ge­bracht hatte, wurde ermittelt. Mutter und Kind muß­ten zunächst der Frauenklinik übergeben werden.

o Azenhain. Vom Scheunengerüste stürzte der 70 Jahre alte Auszügler Sehrt. Er verletzte sich so schwer, daß er am nächsten Tage starb.

o Friedberg. Dem Bahnschaffner Kohlmeier im Stadtteil Fauerbach ist dieser Tage ein Gänslein aus dem Ei gekrochen, das drei Beine hat. Das Tierchen ist das schönste und größte der Brut und ist sehr munter.

o Buzzbach. Am kommenden Dienstag rücken

Rheinland und Westfalen gestellt wird.

in Haft genommen, aber gegen eine Kaution von Mr. 50 000 am folgenden Tage wieder aus der Haft ent­lassen wurde. Diese vier Männer werden nun auf der Anklagebant Blaz nehmen müssen. Nach der Konturs- fanntlich in einer von Kaiser Wilhelm 2. gestifteten gol-.; 208 11 181

Der

bilanz betragen die Aktiven des Kreditvereins rund 900 000 Mart, die Passiven 2 500 000 Mart, so daß ein Defizit von 1 600 000 Mark zu decken ist. Kreditverein zählt 196 Mitglieder, die alle nach dem Ge­je zwar mit ihrem ganzen Vermögen hajtbar sind, aber gleichwohl bei ihren spärlichen finanziellen Kräften den Fehlbetrag nicht decken können. Nach den gesetz­lichen Bestimmungen muß die Haftsumme für jedes Mitglied ziffernmäßig gleich sein, und da nur ein Mit­glied 200 000 Mart besitzt, wurde dieser Betrag als solche festgesetzt. Alle diese 196 Betroffenen sind nun um ihr Hab und Gut gekommen und infolgedessen sind sämtlich Landwirte wirtschaftlich ruiniert.

es

Für die Verhandlung sind etwa 3 Wochen fest= gesetzt worden und über 100 Zeugen sollen vernommen werden. Der Fall Nieder- Modau, der ja leider nicht der einzige ist, weitere werden folgen, hat also schwere Schäden im Genossenschaftswesen aufge= deckt. Die Verhandlung wird auf die verschiedenen Prak­tilen der Angeklagten grelle Streiflichter werfen.

):( Dieburg. Jm 95. Lebensjahre starb im hiesigen Kapuzinerkloster der Senior der tirolischen und rheinisch- westfälischen Ordensprovinz, Pater Ingenu inus Paltzheimer, der seit 47 Jahren hier wirkte und Ehrenbürger der Stadt Dieburg war.

! Mainz. Der aus Weißenau gebürtige Brief= träger Eberhardt stürzte an der Köln- Düsseldorfer Lan­dungsstelle in den Rhein und ertrank.

! Mainz. Mit Genehmigung des Kaisers wer­den von den auf der anderen Seite des Rheins gele­genen Festungswerken von Mainz ansgelassen: die Lü­netten Erbenheim und Hochheim, sowie das Fort Groß­herzog von Hessen, außerdem noch auf der Petersaue die Redoute und der Kehlkopf nebst Verbindungslinie vom Kehlkopf bis zur Eisenbahnbrüde. Die Uebergabe an die Reichskommission ist in die Wege geleitet.

Eine Krisis der Darmstädter Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank.

Die bedauerlichen Eröffnungen, die in der Ver= sammlung der hessischen Landwirtschaftlichen Genossen­schaften über den Stand der Genossenschaftsbank und ihren Verlust von 290 000 Mart gemacht wurden, ha­ben bei manchem Teilnehmer die Erinnerung an

die

die 168er zum ersten Uniform, anläßlich der auf Dajarige Generalversammlung der Banachgerufen.

ten feld grauen

dem Vilbeler Exerzierplatz stattfindenden Besichtigung, aus ihrer Garnison.

s Darmstadt. Am 7. April beginnt vor der Straffammer in Darmstadt ein Riesenprozeß, dessen Vorgeschichte bereits weit über die Grenzen Hes­sens Aufsehen erregt hat, und dessen Verlauf nicht min­deres Interesse beanspruchen dürfte.

Am 19. Dezember 1911 wurde über den Spar- u. Kreditverein c. 6. m. u. 5. in Nieder- Modau das Kon

Bekanntmachung.

Es wird empfohlen zu fochen:

Knorr- Geflügelsuppe

7 Schwabensuppe ( Eierfiguren)

Knorr- Parisersuppe

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend

"

"

"

Sonntag

Weibertrensuppe

Kuorr- Spargelsuppe

Eierspätzlesuppe

Knorr Reissuppe

Jeden Tag für 10 Pfennig 3 Teller feine Suppe. Nach dem Urteil der Kenner find

Knorr- Suppen

-

die besten.

Damals Rechtsanwalt Hoffmann 2., der als Konkursverwalter des Nieder- Modauer Kredit=

beden. Blattenbe Plojailplatten, 123 Blättchen.- Schief bbedplatten.- Gl Ehreinerarbeiten: S Benfierdedbretter uf

Der Preis des Wettsingens besteht be denen Kette, die im Jahre 1909 vom Kölner Männer­

gejangverein, der vier Jahre vorher vom Berliner Leh- 58 qm tonnener 9 tergesangverein geschlagen worden war, zurückerobert schen Museum in Köln, wo sie von Dieben entwendet Türen von Lann wurde. Die Kette befand sich seit jener Zeit im städti bel Fußjodel und e und eingeschmolzen wurde, während die Juwelen ins befbretter, 78 qm Versazzamt gingen. Die Kölner haben die ihnen ange handleiften usw.; L tane Schmach damals tief empfunden und eine Zeitlang der in Asphalt. hieß es sogar, daß der Kaiser, mißgestimmt über das Vorkommnis, die Wettsingen überhaupt nicht mehr stattfinden lassen wolle. Die Tatsache, daß der nun mehrige 4. Wettstreit deutscher Männergesangvereine wie der endgiltig festgelegt worden ist, beweist das Gegen teil, und so wird in den Tagen vom 6.- 8.Mai wie­der um den Kaiserpreis gerungen werden, der in neuer Ausführung durch die Munifizenz des Kaisers in alter Form wieder hergestellt worden ist. Das Fest wird,

zuschlagen w zuschlagen uſw.; fem. schmiedeiferre deiten: 1184qm Lin 900 cbm Erdaushub, mohrleitungen, 11

Weißbinderarbei

wie ſtets, mit einem großen Begrüßungskonzert der n Dedenpug, 370 Frankfurter Sänger eröffnet werden, dessen Dirigent der af Wänden bezw. Senior der Frankfurter Männergesangschöre, Professor and Dedenpuz, 197 Maximilian Fleisch, ist. An das Begrüßungskonzert u Wänden bezw.

die

schließen sich dann an den folgenden drei Tagen Wettingen an, an die sich die feierliche Preisverteilung durch, den Kaiser reiht.

and Dedenputz, 240 Wänden und reiten: 133 qm 3 Blattenbeläge: 21

-

a tplatten, 115 q Nach den bisherigen, aber noch nicht endgültigen lättchen. Schi Anmeldungen ist die Beteiligung der Gesangver Fensterabdeckplatter eine am Wettstreit größer als zuletzt, nämlich 41 olzfenster uſw.; ( zuletzt 34) Vereine mit rund 8400( zuletzt 7030) Gän esgl. Sareinera gern. Durch zweckmäßigere Einteilung wird man jedoch Türen, Fußsockel, e mit der bisherigen Zeit für das Wettsingen austom innere Türen, men. So sollen am 1. Tage( 6. Mai) vor und nach handleisten, eichene mittags je neun Vereine, am 2. Tage( 7. Mai) por- türen, Fußsodel mittags neun und nachmittags 8 Vereine, am 3. Vor- udener Riemenparfe mittage( 8. Mai) die übrigen 6 Vereine singen. am weitesten von Frankfurt a. M. wohnenden Vereine haben zuletzt aufzutreten, sodaß wunschgemäß möglichst wenig Reisedauer beansprucht wird.

Die 1 66 Türen an ichlagen usw.; Lo dmiebeijerne Treb 1245 qm Linoleumb Erdaushub, 9 cbm itungen, 110 Ifem

Die Reihenfolge, in der die Vereine singen, ist vorläufig also geplant:

Dienstog vormittags die erste Gruppe: Ein­trocht Birmasens, Concordia- Karlsruhe, Concordia- Pir­majens, Sängerchor des Turnvereins Offenbach, Rhein­land- Koblenz, Liedertafel- Kreuznach, Grubscher Männer­

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Die Berdingur

traße 18, einzuseh er Borrat reicht, er

" bar"- Jbar, Männergesangverein Wiesbaden. Dein dloffen zum& bit Jdar" Nach mittags: Frohsinn- Düsseldorf- Grafenberg, Apollo- Bonn, Montag, den 2 Männergesangverein furt, Sanssouci Eſſen, Sänger bei uns einzureichen bund Krefeld, Männerquartett Mülheim a. Rh., Quar­tettverein Düsseldorf, Sängerbund- Solingen, Eintracht- Köln- Deutz.

vereins der Versammlung beiwohnte, die vorjährige Bi lanz, die mit einem angeblichen Gewinn von 112 000 Mart abschloß, in zwei Punkten beanstandet: es wurde beanstandet, daß die im Besitz der Bank befindlichen 500 000 Mart Aftien der Reichsgenossenschaftsbank zum vollen Nennwert in die Billanz eingestellt waren, ob­wohl sie im Jahre zuvor feine Dividende gegeben hat­ten. Es wurde ferner beanstandet, daß auch die For derung der Bank an den im Konkurs befindlichen Nie­der- Modauer Kreditverein mit 365 000 Mark voll in

die Aktien der Bilanz aufgenommen war. Damals hat die Leitung der Bank diese Beanstandungen für unbe­rech, igt erklärt und noch eine Dividende von 4 Prozent

Mittwoch, 7. Mai, vormittags, die 3. Gruppe: Concordia- Essen, Liedertafel- München- Gladbach, Froh finn- Menden( Sieg), Männergesangverein Dortmund,

Buidlagsfrist Gießen, der

Großh.

Männergesangverein Essen, Concordia- Aachen, Oberbar 0000000

mer Sängerhain- Barmen, Männergesangverein 1881­Gelsenkirchen und Barmer Sängerchor- Barmen. Nach­mittags: Schlägel und Eisen- Bochum, Männergesang­verein Köln, Männergesangverein Trier, Waffenflang= Erfurt, Arion- Mühlhausen i. Th., Sängervereinigung burg.

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JO

verteilt. Durch die Eröffnungen in der letzten Ver- Krefeld, Männerchor- Duisburg und Sängerbund Duis billig zu verkaufen

sammlung hat sich ergeben, daß diese Beanstandungen begründet waren. Der jetzt festgestellte Verlust von Mr. 990 000 jetzt sich im wesentlichen aus den seinerzeit be­anstandeten Bilanzposten zusammen; die 550 000 Mt. Attien der Reichsgenossenschaftsbank sind jetzt vollstän dig abgeschrieben; von der Nieder- Modauer Forderung find 200 000 Mt. sowie weitere 100 000. für den yan Nieder- Modau übernommenen Geschäftsanteil der Verwertungsgesellschaft abgeschrieben.

Der 4. Kaiser- Gesang- Wettstreit 1913

3u Frankfurt a. M.

Das seit dem Jahre 1900 stattfindende Wettingen deutscher Männerchöre um den Kaiserpreis lehrt in die­sem Jahre zum vierten Male wieder. Nachdem der erste Wettstreit im Jahre 1900 in der Residenzstadt Kassel abgehalten worden war, fanden die zwei weiteren Ver­anstaltungen dieser Art jedesmal in Frankfurt a. Main statt, dessen Bürgerschaft unter großen Mühen und Opfern inzwischen die gewaltige Sängerfesthalle hergestellt hatte, die auch in diesem Jahre wieder für die bedeutsame Veranstaltung benutzt werden wird. Wie in den letzten Tagen bestimmt worden ist, findet das diesjährige Wettsingen vom 6.- 8. Mai statt.

-

die

Am Donnerstag, 8. Mai, vormittags, fünfte und letzte Gruppe: Lehrergesangverein Posen, Sängerverein Berlin, Männergesangverein Potsdam, Lehrergesangverein Berlin, Männerchor Magdeburg und Erkscher Männergesangverein Berlin.

Erfreulicher Weise sind bereits eine Anzahl Ehren­preise gestiftet, weitere stehen in Aussicht.

Die Frankfurter Sängerkreise, die vom Wettstreit grundsätzlich ausgeschlossen sind, haben sich da­hin verständigt, daß der Sängerbund allein das Begrüßungs( Eröffnungs)-Konzert, dagegen die San­gervereinigung für sich bei Kommers und Preis­verteilung den gesanglichen Teil übernimmt. In diesen gesanglichen Programmen hat man auf das Regier­ungsjubiläum des Kaisers und auf die preußische Jahr­hundertfeier Rüdsicht genommen.

Wichtig für Jedermann.

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