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türkischen Gebiet. Es wünscht ein Abkommen, durch das den Kuzowallachen dieselben unter der türkischen Herr schaft gebotenen Freiheiten, vor allem der Gebrauch ihrer Heiniatsprache und die Religionsfreiheit auch durch die Ballanverbündeten gewährleistet werden.

geworfen an Belöstigungsgeld je 42 Pfg. und für die Fleischportion rund 26 Pig. Das geringste Beföstig ungsgeld mit 41 Pfennigen für den Mann und Tag und 25 Pfennigen für die Fleischportion wird in den Garnisonen Biebrich, Wiesbaden und Worms gewährt. Bularest, 3. Jan. Anläßlich der Beisetzungen Garnijonsorte im Bereiche des 18. Armeekorps,

des Staatssekretärs v. Riderken Wächter wurde gestern ein feierliches Requiem abgehalten, wozu auch der König und der Thronfolger Bertreter entfandt hat ten. Aukerdem war die Regierung und das diploma­

tische Korps vertreten.

Vom Balkan. Konstantinopel, 2. Jan. Die Blätter mel den einen neuen Erfolg der Türfen vor Glu­tari. Die Montenegriner wurden danach mit gro Ben Verlusten zurüdgeworjen; 300 Montenegriner wur­den zu Gefangenen gemacht. Auf türkischer Seite sind 3 Goldaten getötet und 45 verwundet worden.

Ronstantinopel, 3. Jan. Hiesige türkische Blätter berichten, daß der Kommandant von Adria nopel erflärt habe, er werde die Frage der Berpro piantierung der Festung auf einfache Weise lösen. Er habe die Bulgaren aufgefordert, ihm einen Teil des Prorients, der mit der Eisenbahn über die Station Adrianopel befördert wurde, zu überlassen. Andernfalls würde er den Bahnhof und die Strede durch Artillerie befdießen lassen. Daraufhin sollen die Bulgaren seinem Ersuchen stattgegeben haben.

21hen. Die aus 2000 Mann bestehende türkische Besatzung der Insel Chios hat sich ergebent.

Aus Stadt und Land.

n Gießen. Nach den vorläufigen Reisedisposi tionen des Kaisers wird Raiser Wilhelm an der vom 13.- 15. Juni in Gießen stattfindenden Zentenar feier des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 teilnehmen und zu diesem Behuse am Morgen des 16. Juni in Gießen eintreffen und am Abend dessel­ben Tages nach Potsdam zurüdlehren.

n Gießen. Der ordentliche Professor der Wa­thematik an der Technischen Hochschule zu Darm stadt, Dr. Jafob Horn, hat einen Ruf in gleicher Eigenschaft an die Universität Gießen als Nachfol­ger von Geh. Hofrat Professor Dr. Netto erhalten. Dr. Horn( geb. 1867 zu Rehbach im Odenwald) siedelte mit Beginn des Wintersemesters 1907-08 nach Darm stadt als Nachfolger des Geh. Hofrates Professor Dr. Gundelfinger über.

Gießen. Der Großherzog hat am 28. Dezbr. 1912 den Bauinspektor Karl Schön zu Gießen auf Nachiuchen mit Wirfung vom 1. Januar 1913 aus dem Staatsdienste entlassen.

wenn nicht für die Standorte Homburg v. d. H. und Offenbach, für welche die Feststellung des Belöstigungs­gewährt werden sollte. Es sei noch angeführt, daß in gelves vorbehalten worden ist, eine höhere Vergütung den Rosten der Tagesbeföstigungsportion der Betrag für die Fleischportion mitenthalten ist.

Bestellung nur gegen Gegenbe stellung. Der Ausschuß des Deutschen Handelsta ges gab am 12. Dezember folgende Erklärung ab: Der Ausschuß des Deutschen Handelstages erblickt in dem von ihm namentlich in der Eisenindustrie, der Ma­schmerindustrie und dem Baugewerbe festgestellten Ge brauch der Gegenbezugsverpflichtungen, welcher immer betentlichere Formen anzunehmen droht, einen im In­tereise eines soliden und moralischen Geschäftsverkehrs auf das schärffte zu bekämpfenden Mißstand. Von dem durchaus zu billigenden Brauch ausgehend, bei Ded­ung des eigenen Bedarfs freiwillig zunächst die Kunden zu berüdjichtigen, gehen diese, vor allem bei schärferen Ronkurrenzverhältnissen, bedauerlicherweise immer mehr dazu über, Aufträge nur gegen vertraglich gebundene Geçenbestellungen bei ihnen oder befreundeten und fi nanziell jie interessierenden Unternehmungen zu erteilen, welche oft den Betrag der von ihnen vergebenen Lie­ferungen erreichen oder sogar noch überschreiten. Die ses Verhalten der Kunden wird nicht selten auch durch die sich anbietenden konkurrierenden Lieferanten selbst veronlaßt und verstärkt. Dazu kommt noch, daß häufig difierten Preis ohne Rücksicht auf die gleichwertige und der Gegenbesteller zum Bezug für einen bestimmten, ihm billigere Konkurrenz verpflichtet wird, daß er in einer bestimmten Zeit annehmen muß, während der andere Teil bezüglich der Lieferzeit entsprechende Verpflichtun­folge solcher oder ähnlicher Machenschaften namentlich gen nicht übernimmt. Es liegt auf der Hand, daß in­tleinere und mittlere, weniger fapitalfräftigere Betriebe zur Webernahme von Verpflichtungen verleitet werden, welchen sie mindestens nicht ohne empfindliche Entschä digung nachkommen fönnen. Auch im Hinblick hierauf, bejenders aber aus den Erwägungen grundsätzlicher Art hält es der Ausschuß des Deutschen Handelstages für eine unabweisbare Pflicht der gesetzlichen und son­stigen Vertretungen von Handel und Industrie, die be­tciligten Kreise, soweit es irgend in ihrer Macht steht, zur Ausmerzung der gekennzeichneten Unjitte im Wege der Selbsthilfe aufzufordern."

Ernannt wurde der Sekretär der Land- u. forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Groß­herzogtum Hessen W. Pieper zum Generalsekretär der Berufsgenossenschaft und Haftpflichtversicherungsangen wandern, ausgerüstet mit umfangreichen Schlüssel­stalt, der Assistent und Buchhalter K. Weis zum Se kretär und Abteilungsvorsteher.

Das Belöstigungsgeld für die Gar nist nen des 18. Armeekorps für die Zeit vom 1. Ja muar bis 30. Juni 1913 ist vom Kriegsministerium wie folgt festgesetzt worden: Als höchster Satz mit 44 Pfg. für Mann und Tag lommen die Garnisonen Gie hen, Hanau und Weilburg in Betracht. Für die täg liche Fleischportion des Mannes sind für diese drei Standerte rund je 28 Pfennige angesetzt. Für die Gar­nijouserte Babenhausen, Darmstadt und Frankfurt sind an Beföftigungsgeld für den Mann und Tag 43 Pig., für die Fleischportion rund 27 Pfg. berechnet. Für die Standorte Butzbach und Mainz sind für den Tag aus­

Das Glückskind.

Noman von Irene von Hellmutb. ( Nachdruck verboten.)

Auf dem sonnenbeschienenen Wege, der vom Gar­ten zum Hause führte, wandelte eben ein junger Mann im grauen Sommeranzug, den Strobbut well aus der Stirn nach hinten geschoben.

Mit einem Jubelruf stitrate Röschen auf denselben au. Waldemar, Du hier, ist das eine freudige Heberraschung!"

Bruder und Schwester bletten sich eng um schlungen.

Dann begann der erstere mit glücklichem Gesicht: " Ich babe noch jemanden initgebracht, den Du recht lieb baben sollst."

Dabei zog er die Schwefe nach der Laube, wo ein junges, ljebliches Mädchen jaß, das beim Naben der Geschwister von der Bank aufsprang.

-Bier, Fräulein Leonore Frant, meine Braut," - stellte Waldemar vor.

Röschen war sprachlos. Sie vergaß sogar auch den üblichen Glückwunsch, und der Bruder weidete sich an dem Staunen, das sich so dentlich auf dem Gesicht der Schwester malte.

Deine Deine Braut, sagst Du davon wußte ich ja gar niches," kam es endlich zögernd von ihren Lippen.

" Ja, ich bin gekommen, Dir selbst die Mitteilung von dem, wie ich boffe, glitcklichen Umschwung meiner Verhältnisse zu machen," begann der junge Mann, nach­dem alle Plas genommen.

Aber lieber Waldemar," unterbrach ihn Röschen, Du bist noch viel au jung zum Verloben, Du- ein ar­mer, fast mittellofer Student, wie fonntest Du nur

Der Bruder fiel ihr in die Rede: Das ist's ja eben,

der menschlichen Bergeßlichkeit predigt der 5 Gießen, 2. Jan. Ein Kapitel von soehen erschienene Jahresbericht des Gießener Wach­und Schließ Instituts, dessen Wächter nun schon seit fast 7 Jehren zu Nutz und Frommen der Geschäftsleute u. Hausbesitzer in Gießen nächtlicher Weile durch die Stra­brnden, Seitengewehre, Hunden und Kontrolluhren. Laut Rapportzettel wurden nicht weniger als 8998 offene Haustüren vorgefunden, von denen 8566 sofort geschlossen, bei den übrigen das Schließen veranlaßt winde. 7758 offene Hof- und Gartentore, sowie 223 offene Waschküchen und 63 offene Kellertüren wurden geschlossen. Bei 158 offenen Lagerräumen, Werkstätten, Fobrilen 2c., sowie bei 37 offenen Läden und offenen Fenstern wurde das Schließen sofort veranlaßt. Ferner wurde in 712 Fällen das Auslöschen brennen­der Lichter veranlaßt, oder teils gelöscht, 3 offene Gas­hähne vorgefunden, 138 stedengebliebene Schlüssel fonn ten den Abonnenten sofort wieder zurückgegeben werden. In 4 Fällen wurde Feuer von den Wächtern selbst ge­

löscht. Ferner wurden noch 34 offene Wasserleitungen bezw. Rohrbrüche, 4 offene Schaufästen und 49 losge= leppelte Pferde in den Ställen vorgefunden. Daß die Wachter des Wach- und Schließ- Instituts auch eine Er­gänzung der Schutzmannschaft bilden, geht daraus her­vor, daß sie 23 Personen bei Sachbeschädigungen tarpten, 6 Personen aus den Häusern entfernten, 6 Diebe festnahmen und 4 Einbrüche vereitelten. Jm gan zen hatten die 7 Wächter 27 178 Fälle von vorgefun denen Unforrektheiten zu erledigen.

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fonders erfreul die Polizei lei einige Anzeig wurden erstatt Protektorat der enden Vereins Oberit von B Januar, einen Aussichten der n Gieß ter, der währe weife beschäftig unterfchlu

n Gießen, 2. Jan. Dle Neujahrsnacht ist hier, wie in den letzten Jahren recht friedlich verlaufen. Be­

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was ich erzähler wollte; las mich doch endlich zu Worte tommen, Du fleine Moralpredigerin."

Até armer, mittellofer Student," wie Du mich nemist, dürfte ich natürlich an feine Verlobung den­fen, id doch liebte ich mein Bräutchen schon lange, wenn auch beimlich, nicht, Lorchen?" nidte er lächelnd und zärtlich dem Mädchen an seiner Seite zu.

Also höre weiter," fuhr er zu Röschen gewendet, fort: Wie Du weißt, erteilte ich, um meiner allezeit schlecht bestellten Rasse ein wenig aufzuhelfen, in meiner freien Zeit noch Privatstunden. Ich batte mich mit Eifer dem Studium der fremden Sprachen gewidmet, so daß ich nach und nach englisch, französisch und spanisch so welt beherrschte, um andere darin unterrichten zu fön­nen. Da lernte ich einen jungen Mann namens Robert Buchholz fennen, der ein großes Material- und Farb­warengeschäft befigt, und feine Waren vorwiegend nach dem Ausland verschickt. Derfelbe nabut bei mir franzö fifchen Unterricht und wir wurden Freunde. Unser Ver balinis geftaltele sich immer inniger und berzlicher. Robert lud mich oft zu einem Glafe Wein ein, was ich dankend annahm, weil ich selbst mir ein solches Bene" nicht leisten konnte.

Da mein Freund stets mit Arbetten überhäuft ist, so übernahm ich zuweilen die auswärtige Korrespon dena, um ibn ein wenig zu entlasten. Robert hatte sich nun so an mich gewöbut, daß er mir vor einiger Zeit anbot, ganz und gar in fein Geschäft einzutreten und mich zu bestimmen fuchte, meine Studien aufzugeben. Ich trug natürlich Bedenken, und die Sache schien nach und nach in Vergessenheit geraten zu sein. Ich sprach nicht mehr darüber bis beute vor acht Tagen. Da eröff nete mir Robert, daß er entschloffen set, mich zu seinem Kompagnon und Geschäftsteilbaber zu machen, sofern ich nie wollte. Daß ich mich nun nicht mehr lange be­fonnen babe, ist flar. Das großmütige Anerbieten wurde mit Freuden argenommen und ein paar Fla­

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schen Selt zur Feier des Tages geleert. Es ist alles no­tariell geregelt, fünfzig Prozent des Reingewinns flie­Ben in meine Tasche, ich führe alle schriftlichen Arbeiten, Robert besorgt die Einkäufe und gedenkt dadurch das Geschäft noch viel weiter auszudehnen. In etlichen Jah­ren hofft er die Einkünfte auf das Doppelte des jetzigen Standes gebrach zu haben, weil gerade diejenigen auswärtiger Staat' n, mit denen er wegen seiner Un­fenntnis der Sprache bis jetzt nicht in geschäftliche Be ziehungen treten tonnte, ein großes Abjabgebiet bilden werden. Na, Schwesterchen, was sagst Du dazu?"

" Daß wir ein paar ausgemachte Gilidslinder find, Waldemar!" rief Röschen, die mit freudigem Etaunen dem Bericht des Bruders getauscht hatte. Caß ich mich sehr freue, branche ich Dir ja wohl nicht erst zu ver fichern."

Nein, das ist auf Deinem lachenden Geficht deut lich genug ausgedrückt."

" Natürlich," fuhr Waldemar nach furzer Pause fort, gibt es nun wieder sehr viele, die mir mein Glüd nicht gönnen, und die doch selbst mit beiden Händen zugreifen würden, sobald sich ihnen was ähnliches böte; diese sogenannten guten Freunde rieten mir dringend ab, auf Roberts Vorschläge einzugehen, sie mißtrauten ihm und dichten ihm allerlei Falschheiten und Hinter listigkeiten an, die Robert nach meiner Ueberzeugung vollständig fern liegen, denn er gab mir schon so viele Beweise seiner Anhänglichkeit und Treue, daß es Sünde wäre, in diesen Menschen Zweifel zu feyen, die durd nichts gerechtfertigt werden fönnten. Den besten Be weis feiner Liebe aber gab er mir damit, daß er fogar auf den Besitz Lorchens verzichtete, die er sehr liebte als er aber merkte, daß sie ihn nicht wollte, tra' er fre willig zurüd."

( Fortsetzung folgt.r

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