Einzelbild herunterladen

Deutscher Reichstag.

Die Verfassung der Reichslande.

der Marine, Admiral Prinz Heinrich von Preußen, seine Beförderung zum Großadmiral.

Als Nachfolger des in den Ruhestand tretenden deut­schen Botschafters in Totio Mumm von Schwarzenstein ist der Gesandte in Peking Graf von Rex in Aussicht genom­men. Dessen Nachfolger wird der gegenwärtige Vertreter des Reichs in Siam, Frhr. Konrad v. d. Golz.

Der zweite Tag der Beratung über die Verfassung für Cllah- Lothringen am Sonnabend brachte auch den Reichs­Zanzler auf den Plan. Er nahm nicht sogleich das Wort, fondern l' dem konservativen Abgeordneten Winckler den Vorrang, der sich dem geplanten Vorgehen der Regie­rung sehr bedenklich und skeptisch gegenüberstellte, dagegen anerkannte, daß die Verfassungsverhältnisse in Elsaß- 20­thringen ein Uebergangsstadium darstellen und daß das Biel sein muß, diesem Lande die bundesstaatlichen Rechte zu geben. Reichskanzler v. Bethmann- Hollweg be< fonte zunächst, daß die Stimmung, die vor einem Jahre eine sehr günstige gewesen sei, inzwischen steptisch geworden set. Der Stillstand in den letzten Jahren, den Deutschland ge­genüber den Reichslanden zeigte, müsse für manche uner freuliche Erscheinungen in Elsaß- Lothringen verantwortlich gemacht werden. Eine Politik der Nachgiebigkeit und des Entgegenkommens gegen die Elemente, die den Anschluß an Deutschland bekämpfen, habe uns rückwärts gebracht. Diese Elemente müßten die Hand der Regierung fühlen. Bestrebungen, wie sie in Meh vorgekommen feten, dürften nicht geduldet werden. Die Gesetzesvorlage soll, so führte der Kanzler weiter aus, den Rahmen abgeben, in dem sich die elsaß- lothringische Bevölkerung weiter entwickeln kann. Die Vorlage bedeute selbst in ihrer jetzigen Form einen großen Fortschritt für Elsaß- Lothringen. Das Wahlrecht fönne feineswegs so gestaltet werden, daß die Masscs die Herrschaft über die Regierung unb bie Partamente erhal­ten würden. Der Reichskanzler schloß mit den Worten: Dem Lande, sus des Landes ist, und dem Reiche, was des Reiches ist."

Cine bemerkenswerte Kaisersgeburtstagsrede hat der preußische Gesandte beim Vatikan von Mühlberg gehal­tenten. Er wies auf die Krise im vergangenen Jahre hin und betonte, daß der konfessionelle Friede in Deutschland sowie die Beziehungen seiner Regierung zum päpstlichen Stuhl bedroht schienen. Man befinde sich in Rom in ei­nem Irrtum, wenn man behaupte, daß die katholische Re­ligion in Deutschland verfolgt werde. Die Ansprache des Kaisers im Kloster Beuron enthalte eine so flare Aner­fennung des Wertes des Glaubens für das deutsche Volk, daß darüber bei jedem Patrioten die trennenden Punkte in beiden Konfessionen verschwinden und nur die Momente hervortreten, die die beiden christlichen Konfessionen einen und zusammenschließen sollen zu einer gemeinsamen Ar­beit für das Vaterland und zum Schutz der kulturellen In­teressen.

Gegen die drohende Ausrottung der deutschen Schrift hat in Berlin eine vom Allgemeinen deutschen Sprach­verein einberufene stark besuchte öffentliche Versammlung Scharfen Protest eingelegt. Die Petitionskommission des Reichstages hat fürzlich unter Zustimmung des Regie­rungsvertreters einer Petition, daß die Schulkinder sämt­licher Schulen in den ersten drei Jahren nur lateinische Schrift zu lernen und zu üben haben, zugestimmt und sie dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen.

werden. Ein Bergmann war tot, sechs schwer und vierzehn leicht verwundet.

Zwei schwere Verbrecher schlugen auf der Strecke Mys­lowiß- Breslau in einem Etsenbahnwagen den Aufsehei nieder. Dann sprangen sie aus dem fahrenden Zuge und entkamen. Einige andere Verbrecher versuchten ebenfall zu entfliehen. Ihre Flucht mißlang jedoch. Die beiden Flüchtlinge sind gefährliche Verbrecher.

Einen Mordversuch auf seine Wirtin, eine Witwe, mach­te in Reckenthin bei Osnabrück der Arbeiter Garbe. Er versuchte die Frau zu vergewaltigen, was ihm aber nicht gelang, und verwundete sie dann durch mehrere Messerstiche in den Hals schwer.

Aus dem Zuge gestürzt ist am Sonnabend auf der Strecke Dresden- Berlin in der Nähe von Luckenwalde ein zwölfjähriges Mädchen aus bisher unbekannter Ursache. Der Zug wurde sofrt angehalten und das schwer verletzte Kind aufgehoben. Es dürfte kaum mit dem Leben davon­kommen.

Siebzig Gier in 25 Minuten verzehren zu können, hatte in einer Wirtschaft in München ein Schreinermeister gewet­tet. Er ließ die Eier hart kochen, schälen, zerstampfen und ohne Mehl mit Butter zu einem nicht allzu großen Eier­kuchen zubereiten, den er innerhalb 22 Minuten vertilgte. Die überraschten Gegner des Siegers wollten diese Umgeh­ung der Wette nicht gelten lassen, und es entstand eine große Rauferei, bei der der Schreinermeister jämmerlich zugerichtet und schwer verletzt wurde.

Im Interesse der Eisenbahnarbeiter weist der preußi­sche Eisenbahnminister von Breitenbach in einem Erlasse darauf hin, daß es für die Lebenshaltung der Arbeiter von großem Nutzen sei, wenn sie ein Stück Land zur Be­wirtschaftung pachten könnten. Es ist daher, so heißt es in dem Erlaß weiter, den Wünschen der Arbeiter auf Ver­pachtung von eisenbahnfiskalischem Gelände nach Möglich­feit zu entsprechen. Soweit solches Gelände nicht zur Ver= fügung steht, lege ich es den föniglichen Eisenbahndirek­tionen nahe, den Arbeitern eine andere Landpachtung zu vermitteln und zu erleichtern, wo sich günstige Ge­legenheit bietet. Vor allem wird es sich um solche Arbeiter handeln, die nach dem Stande ihrer Familien einerseits der Landbenutzung bedürftig sind, andererseits die Bear­beitung des Landes durch Familienmitglieder besorgen können, ohne selbst dem Interesse des Dienstes entzogen zu werden.

Dem Kanzler folgte als Redner der demokratische El­fäßer Preiß, einer der Führer der nationalistischen Agt­tateren. Er bezeichnete die Vorlage als ein Gelegenheits­produkt und betonte, niemand in Elsaß- Lothringen wolle von einer Monarchie etwas wissen. Redner forderte einen lebenslänglichen Statthalter, ferner das allgemeine gleiche Wahlrecht und lehnte das Ernennungsrecht der Krone zur ersten Kammer ab. Ganz das Gegenteil forderte der Abg. Liebermann von Sonnenberg( W. Vg.), der aus den Ausführungen des Abgeordneten Preiß den Schluß zog, daß das Land für eine solche Vorlage noch nicht reif set. Redner lehnte die Vorlage vollständig ab und hält die Einführung der geplanten Verfassung für eine gefährliche Sache, weil der nächste Krieg hierdurch in größere Nähe rücke. Staatssekretär Delbrück stellte fest, daß der Abg. Preiß durch seine Rede die Sympathien für seine weitge= henden Forderungen nicht gestärkt habe und daß dessen Aus­führungen nicht der Mehrheit der elsaß- lothringischen Be­Der Staatssekretär äußerte die völkerung entsprechen. Hoffnung, daß die Verhandlungen in der Kommission und im Plenum der Auffassung der Regierung Recht geben. Abg. Freiherr v. Hertling( 3.) war mit den Ausführungen der Abg. Preiß und von Liebermann, die von Versöhnung wenia merfen ließen, nicht einverstanden, und betonte, eine elsaß- lothringische Frage gebe es nicht mehr, weder als deutsche noch als internationale Frage. Auch das Zentrum reflamiere für seine elfaß- lothringischen Freunde, Träger des deutschen Gedankens zu sein. Seine Partei sei prin­zipiell für die Einführung des Reichstagswahlrechts auch in den Reichslanden. An den von der Regierung vorge­schlagenen Einschränkungen werde seine Partei die Vor­lage nicht scheitern lassen. Der Sozialdemokrat Böhle und der Freisinnige Dove wiederholten im wesentlichen die Gedankengänge, die schon die ersten Redner ihrer Frat­tion vorgebracht haben. Böhle behauptete, der Klerus set es gewesen, der die elsaẞ- lothringische Bevölkerung lange in dem Glauben erhalten habe, daß einst der Tag kommen werde, der Elsaß- Lothringen wieder mit Frankreich ver­einen würde. Abg. Dove wünschte einen weiteren Ausbau der Vorlage. Zum Schluß hielt der elfäffische Zentrumsab geordnete Dr. Wetterle eine scharfe Rede vom nationalt= stischen Standpunkte. Ihm antwortete der Staatssekretär 3orn von Bulach, der diese Angriffe als übertrieben zurückwies. Hierauf schloß die Debatte. Die Vorlage wur­de an eine Kommission von 28 Mitgliedern verwiesen..

Rundschau vom Cage.

Politisches.

Zu argen Erzessen fam es gestern nachmittag im Ge­fängnis des Krakauer Landgerichts. Zahlreiche Gefangene, die sich gerade im Hofe befanden, erhoben plötzlich ein furcht­bares Geschrei: Gebt uns Brot! ermordet uns nicht!" Der Lärm war so groß, daß er bis auf die Straße gehört wurde. Die Exzedenten zerschlugen viele Scheiben. Daraufhin ließ der Gefängnisdirektor Militär requirieren, das die Ruhe wieder herstellte.

Heftige Schneestürme richteten in Kaukasien große Ver­heerungen an. Mehrere Menschen sind umgekommen. Einige Züge find in den kleinen Stationen oder auf freiem Felde im Schnee stecken geblieben. Die ausgesandten Schneepflüge können nicht durch den Schnee dringen. Das Schicksal einiger mit Lebensmitteln ausgesandter Züge ist unbekannt.

Vergiftet, weil er sein Testament zu ungunsten seiner Frau ändern wollte, wurde in einem Orte bei Bozen ein alter Bauer von seiner jungen Frau und deren Liebhaber.

Ein britisches Eingeständnis. Der Londoner Daily Telegraph meldet in einem Artikel über die Befestigung Vlissingens, niemand könne bezweifeln, daß Holland völ­ferrechtlich absolut zu ihr berechtigt sei, ebenso begreiflich sei aber, daß sie den Westmächten sehr unliebsam sei. Und warum? Weil sie jeden englischen Versuch ernstlich hin­dern würde, im Kriegsfall mit Frankreich zu kooperieren." Das Blatt gesteht faktisch zu, daß eine Verlegung der holländischen Neutralität durch England im Kriegsfall nicht unwahrscheinlicher wäre als eine Verlegung der bel­gischen durch Deutschland, die England ja als bestimmt voraussetzt. Was die geplante Kooperation mit Frank­et reich betrifft, ſo versichert ein elftiger engliſcher Partei­gänger der Tripelentente, während der Marokkokrise sei die Abmachung gewesen, daß England, wenn es zum Bruch läme, schnell hunderttausend Mann über Vlissingen nach Antwerpen werfen und von da auf die Maaslinie mar­schieren lassen sollte. Er setzt hinzu, wenn das englische Kabinett die Sperrung dieses Einfalltores nicht verhin= dere, dürfe man auf einige interessante Resignationen ge= faßt sein!

Die Würde des Großadmirals, dessen Rang und Titel, wie gemeldet, dem Staatssekretär des Reichsmarineamts, Admiral von Tirpik, verliehen worden ist, entspricht der= jenigen der Generalfeldmarschälle der Armee, und wurde erst im Jahre 1900 geschaffen. Zunächst nahm nur der Kaiser diese Rangstellung ein, bis sie 1905 während der ,, Kieler Woche" auch dem damaligen Chef der aktiven Schlachtflotte und Generalinspekteur der Marine, Admiral v. Koester, verliehen wurde, der auch nach seinem Rück­tritt in den Ruhestand auf Befehl des Kaisers in der Ma­rine- Rangliste fortgeführt wird. Dann erhielt auch im Herbst 1909, bei seinem Rücktritt vom Kommando der Hochseeflotte, unter Ernennung zum Generalinspekteur

Zahlreiche Fälle von Secräubereien sind an der Küste von Niederländisch- Indien neuerdings vorgekommen. So sind allein im letzten Monat sieben Schiffe von Seeräubern überfallen worden. Die Räuber haben es besonders auf chinesische Waren abgesehen. Die chinesischen Händler haben sich zusammengeschlossen und sind bei der holländischen Re­gierung vorstellig geworden, damit sie zum Schutz des Hau­dels mehrere Kriegsschiffe in die niederländischen Gewässer entsendet.

Eine Reichstagskandidatur des ehemaligen Gouver­neurs Leutwein. Die Konservativen und der Bund der Landwirte haben dem ehemaligen Gouverneur Leutwein die Reichstagskandidatur für Karlsruhe- Bruchsal ange= tragen; Leutwein hat angenommen. Das Zentrum hat

ſich bereit erklärt, Leutwein, deſſen Bruder evangeliigher Pfarrer in der Nähe von Freiburg ist, zu unterstützen. Der Kreis wird gegenwärtig von dem Sozialdemokraten Ged vertreten, der in der Stichwahl gegen den Freisin­nigen gewählt wurde.

Kleine Nachrichten.

Von einem Eingeborenen ermordet worden ist auf einer deutschen Pflanzung in Deli auf Java der Deutsche Arnold. Der Mörder wurde festgenommen.

T

Aus den Gerichtssälen.

Das Oberpofto Don 95 00 Seit dem affiftent S Bonn ein tet hat, i mordgeba fich durch

bas er no

übrigen f

nichts von lich hat d

des Flücht Der i Seil wide ift Johan Nationalt

fit zu eine

Schwindel dortigen

den Chrift

Operette d von Wiene

Der Räuber Karl Mohr vor dem Schwurgericht. Der Tischler Karl Mohr in Berlin hatte sich am Sonnabend vor dem Schwurgericht des Landgerichts 2 zu verantworten. Von den zahlreichen Straftaten, die ihm zur Last gelegt werden, ist das schwerste Verbrechen ausgeschieden. Wie erinnerlich, stand er auch unter dem Verdacht, ein Pastoren­ehepaar auf Rügen ermordet zu haben. Diesen Verdacht konnten jedoch die Ermittelungen nicht zu einer Auflage verdichten, deshalb mußte das Verfahren wegen dieses Ver­brechens gegen Mohr eingestellt werden. Bei den jetzt zur Anklage stehenden Fällen handelt es sich in der Mehrzahl um Straßenraub, versuchten Straßenraub, Bandendiebstahl und Unterschlagung. Der schwerste Fall ist die dem Mohr zur Last gelegte Anstiftung und Beihilfe zum versuchten Mord, bei der es sich um den mißglückten Ueberfall auf den Küster Rösener in Friedenau handelt. Auf Befragen ge­steht Mohr verschiedene Diebstähle und Anstistungen dazu, sowie Pompadourräubereien ein. Dagegen bestreitet er, der Anstifter zu dem Mordversuch auf den Küster Rösener gewesen zu sein. Das Urteil gegen Mohr lautete auf 15 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust.

Eine heftige Explosion schlagender Wetter entstand am Sonnabend abend auf der Zeche Deutscher Kaiser" bei Hamborn in Westfalen. Die herbeigeeilten Hilfsmannschaf= ten fuhren sofort in die Grube ein und retteten zunächst Die zehn Bergleute, die fast alle leicht verletzt waren. übrigen zwanzig Berglente. Die noch eingeschlossen waren, konnten in den späten Abendstunden zutage gefördert

Wallutjeffs. wüfter Lärm und Geſchrei. White umspannte den Revol­

Der Famillenschmuck der Wallutjeffs.

19)

Roman von Baronin G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) Sie trennten sich für heute. Auch zum Geschäftshause der Lebensversicherung fuhr White. Mit leichter Mühe wurde er als Valantär für die Equitable" angenommen. Er gab vor, daß er das Geschäft gründlich erlernen wolle, um später in Europa eine Agentur der Gesellschaft zu übernehmen. Den Rest des Tages benutzte White, um den Plan der Stadi gründlich zu studieren und sich in ihr umzusehen. Am nächsten Tage verbrachte er die Vormit­tagsstunden im Bureau, und später besuchte er die Mu­seen und Sehenswürdigkeiten Neuyorks.

In der Nad mittecszeitung stand unter den vielen Inseraten ein einer Stern, für den Nichteingeweihten leicht zu übersehen, aber für Whites scharfe Augen so­gleich sichtbar.

Mit Ungeduld sehnte er die elfte Stunde herbei. Er zog den Havelod an, der seine schlanke Gestalt viei breiter erscheinen ließ, jegie einen großen, schwarzen Filzhut auf, und auf der Straße angekommen, trat er in einen dunk­len Hof Als völlig verwandelter Mensch verließ er ihn. Ein brauner Lippen- und Bollbart, ein Zwider von rauch­farbigem Glase ließen ihn ganz verändert erscheinen. White hatte vom Echiff her einige Bekannte, welche jetzt in Neuyork weilten, es lag ihm viel daran, auf seinem Gange nicht erkann. zu werden.

ver in seiner Tasche fester. Er war entschlossen, sein Le­ben teuer zu erkaufen, falls er von einem Raufbolde be­lästigt werden sollte.

Ein feiner, sonderbarer Pfiff ließ sich hören; er glich dem des Regenhuhnes, das in den Wäldern Nord- Ame­ritas nistet.

Die Gravenstreet lag im Norden der Stadt, in der Nähe der Friedhöfe. Das hatte sich White in seinem Plan eingezeichnet. Er nahm die elektrische Bahn und fuhr fase dreiviertel Stunden. Dann stieg er aus und wagte sich in das Gemirr kleiner Winkelgassen, die schlecht beleuchtet waren. Hier mußte die ärmste Bevölkerung wohnen. Duntie Gestalten huschten eilig über den schma­len Fußsteig, schlecht gekleidete Weiber und betrunkene Männer zanften sich. Aus einer Kellerkneipe erflang

,, Nr. 6", las White über der Tür eines niederen, scheinbar halb in die Erde gesunkenen Hauses, dessen Lä­den verschlossen waren.

,, Knight, jind Sie es?" fragte Robert leise, als er eine dunkle Gestalt sich von der Wand lösen sah.

Ja, aber nennen Sie meinen Namen nicht," flüsterte Jim ,,, ich heiße in diesem Stadtteil anders, Long, Fred Long, zu Ihren Diensten."

Ich werde es mir merken."

Eine Giftmischerin freigesprochen. Die Wiener Ge­schworenen fällten am Sonnabend einen sensationellen Freispruch. Angeflagt war die 53jährige Frau Berta Kaste­letz, die im Juni vorigen Jahres ihre Kusine, der 60jähri gen Frau Laura Morawet, zum Geburtstag Schokoladen­bonbons gesandt hatte, die mit Sublimat gefüllt waren. Frau Morawet, die von den Bonbons, wurde bald da rauf von Heftigem Unwohlsein befallen. Doch richtete das Gift weiter feinen Schaden an. Die Angeklagte beging die Tat, um der Notwendigkeit enthoben, zu sein, Zinsen von einem Betrage von 12 000 kronen zu zahlen, die Frau Merawetz der Mutter der Angeklagten vor Jahren gegen das Versprechen geschenkt hatte, den Betrag zu verzinsen. Diese Pflicht war mit dem Erbe auf Frau Kastelet überge gangen, die mittlerweile in finanzielle Notlage geraten war. Trotzdem die Angeklagte der Tat geständig war, sprachen sie die Geschworenen einstimmig fret.

Der junge Detektiv zog White durch einen langen, bunteln Gang mit sich in einen kleinen Pavillon, der im Garten lag. Euch hier waren die Läden fest verschlossen; fein Späher fonnte in das achtedige, nur notdürftig aus­gestattete Gemach hineinsehen. Sorgfältig schloß Jim die Zür hinter sich ab. Er zündete eine Diebslaterne an und deutete auf einen wackligen Stuhl.

Beide Geheimpolizisten sahen sich an und lachten. Trefflich mostiert!" rief White, der einen alten, graubärtigen Monn vor sich sah, statt des glatten pfiffi­gen Jungengesichtes seines Gehilsen, Sie verstehen Ihr Sandwerk, lieber Freund."

,, Und Sie nicht minder," gab Jim zurück, beim flüch= tigen Begegnen auf der Straße hätte ich Sie nicht er­fannt."

Hotels Nachforschungen zu machen haben, auch bei den Juwelieren sehen Sie sich die Auslagefenster genau an. Ich glaube bestimmt, daß Meyer das Perlenkollier nicht mit den Brillantsternen und Ohrgehängen zusammen ver­kauft hat, vielmehr die einzelnen Stüde an verschiedene Juweliere. Hier ist die Zeichnung des Schmuckes, den ich Ihner: schon genar beschrieben habe. Sprachen Sie Kapitän Robran, der die Maud" führt, selbst?"

,, Was haben Sie mir zu sagen," fragte White,, haben Sie die Maud" gefunden?"

Ja, sie liegt weit drunten auf der linken Hafen­sette, schon vor vier Tagen ist das Schiff eingetroffen." Das erschwert die Sache," meinte White verstimmt, ,, wer weiß, ob Meyer noch hier ist. Sie werden in den

,, Nein, ich wandte mich an den Steward( Schiffs= diener) und fragte ihn aus. Als Vorwand gab ich an, daß der Reisende hier einen Onkel habe, der erst vor zwei Tagen von seines Nessen Ankunft erfahren habe, und mich hergeschickt hätte, um zu hören, welches Absteigequartier er wohl gewählt habe. Aus der Antwort des Stewards erfuhr ich folgendes: Meyer nannte sich während der Ueberfahrt Bergmann und sagte, er sei Handlungsrei­sende. Seine Papiere waren in Ordnung. Ich denke es mir so, daß er wohl in Marseille oder Toulon den Baß eines Herrn an sich brachte, der den angegebenen Namen führte."

Aber Sie wuzien es nicht; wie fingen Sie es an, dem Steward die richtige Persönlichkeit zu bezeichnen?" fragte White.

durch norm freilich au

und durch Verhä Szomor in Da sie Gel einem Gaf fer brachte

Rimmer u

,, Sehr einfach. Ich wußte durch Sie, daß nur noch einige Fahrgäste mit der Maud" gereist wären: zwei Frauen und ihre halbwüchsigen Söhne, und ein alter Mann. Durch geschicktes Fragen brachte ich den arglosen Diener dazu, mir den Namen zu nennen."

rauben. A

Sahudamm

Dann fchli

und ermor Mus unert Lagerstätte der Fremd

jeiner jahre dem fehlt Millio

In Aarhus Viggo Rah

Nun gut, und was sagte der Steward aus? Wie benahm sich der Reisende während der Fahrt?" Er trank viel und schlies bis in den Tag hinein. Wenn er wach wurde, schien eine rastlose Ungeduld ihn hin und her zu treiben. Er ging auf und ab, beklagte sich über die langsame Gangart der Maud" und über das Wetter. Oft saß er da und grübelte vor sich hin, oder starrte ins Wasser." Der Mann machte einen zerfahres nen Eindruck", so erzählte mir der Steward.( F. f.)

fälldung v angefehene den Kontu gerichtlicher reits vor Banten for

falsche Bud

einem jähr

deleien bel

nen. Die has größte

flottes Let

horti, der

büft.

Aiching

gersen B

Aschinger,

Lungenentz frantheit

so geschwä raffte. Au aus Nürnb 20 Jahren

Instinkt far

der Million rants vorha fich schnell

Imbiß start

zulassen un

entstand in

erite Aichin

Das neue U

und Enden

Dor. Der

verhältnism vergrößerte

fern große

zentralisiert Wurftlerei Aftichgefelt

Standen zu nehmens.

Ueber

her Stuffa und dann

tenbach wa

in einen 2

dai Breite

Frau einsch zuschneiden

fid trok de

und unter e

bach, der to

laufen, gin

Hier erfaßte

4 Kinder,

und fie der

Frau, die u

wohnt hatte

wo fie schwe

barsleute un brangen in

nem Bettpfo

Das Kranten

ten nach fein

Rinder brad Todeswa ameritanijch

Todeswarnu anjaliiger G

Spiritistischen

in furzer 3e

in einer Bi

Mann zwei Spiritistischen

Don einer

fernten Sta

will, daß ma

bisher in T

Daß amei fe