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Die erste bentsche Fliegerin. Auf dem Flugplak Fohannisthal bet Berlin hat gestern früh zum ersten mal eine Dame einen Flug allein ausgeführt. Ste tenerte ohne Begleitung thres Lehrers Hirth einen Ctrich- Rumpler- Apparat zweimal um den Flugplaz und landete glatt.

Aus den Gerichtssälen.

Muß ein Buchhalter auch andere Kontorarbeiten machen? Die zweite Kammer des Berliner Kaufmanns­gerichts bejahte diese Frage in einem der letzten Etzung verhandelten Falle. Der Kläger. war als Buchhalter von dem beklagten Kaufmann&. angestellt worden, es ftellte sich aber schon nach wenigen Wochen heraus, daß. nicht die genügende Kenntnis von der Buchführung hatte, um felbständig die Bücher in Ord­nung zu halten, obgleich er sich als perfefter" Buch­halter ausgegeben hatte. Der Beklagte mußte schleu nigft eine Erfaskraft engagieren und wollte. bis zum Ablauf der Kündigungsfrist mit anderen Kontorarbet­ten beschäftigen. Der Kläger weigerte sich aber, diefe Arbetten zu verrichten, indem er erklärte, er habe das nicht nötig. Er habe dte Stellung als Buchhalter und nicht als Kontorist angenommen. Da die Beweisauf­nahme ergab, daß. tatsächlich die Bücher in große Unordnung gebracht hatte, und daß eine ganze Anzahl schwerer Buchungsfehler vorgekommen war, kam das Kaufmannsgericht zur Abweisung der Klage. Die so­fortige Entlassung des Klägers war berechtigt. Nach­dem sich feine Untauglichkeit zur Führung der Bücher ergeben hatte, konnte dem Chef nicht zugemutet wer den, etnem derart unbrauchbaren Buchhalter wetter dte Geschäftsbücher anzuvertrauen. K. mußte daher leich­tere Kontorarbeit annehmen.

Vermischtes.

Die andauernde Trockenheit hat in vielen Teilen des Reiches das Wachstum des Grummets, des Klees und der Weiden sehr erheblich beeinträchtigt. Auch dte Entwickelung der Hackfrüchte läßt vielfach sehr zu wün schen übrig. In manchen Bezirken muß bereits bes gonnen werden, mit Heu der diesjährigen Ernte aut füttern. Auf den Schlachtviehmärkten sind auch die Preise für sämtliche Gattungen von Großvteh infolge der Trockenheit im Wetchen. Es liegt deshalb die Be fürchtung nahe, daß die ueberwinterung der Biehbe= tände auf Schwierigketten stößt. Schon feßt Itegen aus Bayern Nachrichten vor, wonach Vieh verschleudert wird und die Viehbestände verringert werden. Das bayerische Ministerium des Innern hat daher die Kreisregierungen und die Distriktsverwaltungsbehör­den angewiesen, im Benehmen mit den landwirtschaft­Itchen Bereinigungen dte Landwirte über die großen wirtschaftlichen Nachtelle einer überstürzten Abgabe von Vieh aufzuklären und hiervor dringend zu warnen. Ein zwingender Grund zur Berringerung der Viehheſtände tegt zurzelt noch nicht vor. Durch balbigen Eintritt pon Regen und durch geeignete Maßnahmen der Vieh­halter kann die Futterknappheit immer noch überwun­ben werden. Bugleich ist Anweisung erlaffen, die Land­wirte über eine haushältertsche Etntellung der Futter­vorräte und über den Anbau von Ersatzfuttermitteln aufzuklären.

Sechs Feuerwehrlente bet Löscharbeiten erschlagen. In Wehren bet Bad Meinberg in Detmold hat sich Donnerstag nacht ein schweres Brandunglück ereignet, dem sechs Personen zum Opfer ftelen. Gegen einein­halb ihr nachts wurde ein Bauernhof durch Blitzschlag etngeäfchert. Gegen 3 thr nachts, nachdem das Innere des Wohnhauses beretts vollständig ausgebrannt war, ftitrzte der Vordergiebel nach vorn herüber und erschlug babet sechs Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr. Die Verunglückten waren sofort tot. Ein Augenzeuge der Katastrophe berichtet: Fm Schloßhotel des Bades Mein­berg fand eine Unterhaltung statt, als plöblich, gegen 1% Uhr, anhaltendes Alarmrufen ertönte. Als wir uns auf den Brandplaß begaben, waren bereits 20 bts 30 Personen, darunter die Mitglieder der Meinberger freiwilligen Feuerwehr anwesend. Die Mehrzahl der Anwesenden begab sich wegen eines herannahenden Ge­witters gegen 8 Uhr zu den eigenen Wohnhäusern zu­rick. Die für die Brandwache zurückbleibenden Per­sonen befanden sich etwa 15 Meter von der Vorder­front des Hauses entfernt, als plöblich der hohe Giebel nach vorn herüberftel und die ihm zunächst stehenden Personen unter den Trümmern begrub. Es war etn schauerlicher Anblick. Nachdem die ersten Augenblicke des Entsetzens vorüber waren, machte man fich daran,

zerstört. Auf demYangtse fpielen fich die erschlitterndsten Szenen ab. In den Fluten tretben Häufer, auf deren Dächer fich ganze Familien geflitchtet haben.

Gewaltige Feuersbrunft in Wien. Gestern abend brach in den ausgedehnten Holzlagern der Nordbahn ein Feuer aus, das in furzer Zeit einen riesigen Unt fang annahm. Die Feuerwehren von ganz Wien ste hen dem Brande machtlos gegenüber und beschränken sich darauf, die umliegenden Kohlen- und Petroleum­lager zu schützen. Das Feuer ist von einem entlassenen Schreiber angelegt, der sich selbst der Boltzet gestellt hat. Man hofft, daß die in der Nähe befindlichen Naph­ta und Petroleumlager verschont bleiben. Dagegen be­fürchtet man, daß auch die wett ausgedehnten Kohlen­lager der Nordbahn dem verheerenden Brand zum Opfer fallen. Ein elfjähriger Eisenbahnattentäter. Auf der Bahnlinie von Baroche nach Isle- sur- Serein in Frank­retch wurde gestern ein überaus schwerer Eisenbahn­frevel verübt. Der Führer etnes Personenzuges be­merkte fünf große Balten, die über die Schienen gelegt waren. Es gelang thm zum Glüd noch, seinen Bug rechtzeitig zum Salten zu bringen und so eine Kata­strophe zu vermeiden. Die Staatsanwaltschaft begab sich an Ort und Stelle und ermittelte ohne große Schwierig= fetten den Attentäter in der Person des elfjährigen August Thevenot, der ganz natv erklärte, er habe ein­mal fehen wollen, wie ein Eisenbahnunfall aussieht.

Der Wandertrieb des Deserteurs. Ein Fahnen­flüchtiger, der acht Tage hindurch gehungert hat, stand gestern in der Person des Füsillers Muhring vom Garde- Füfilter- Regiment vor dem Kriegsgericht der 1. Gardedivision in Berlin. M. war beim General von B. Bursche. Eines Tages führte er den Befehl eines Vorgeseßten nicht aus, und er befürchtete des­wegen bestraft zu werden. Am 16. Mat entwendete er aus der Sattelkammer des Generals einen Zivilanzug, begab sich nach der Tegeler Heide und kleidete sich dort um. Mühring schlug die Richtung nach seiner Hetmat ein und trieb sich acht Tage und acht Nächte auf der Chaussee herum. Während dieser ganzen Zeit nahm er nicht die geringste Nahrung zu sich und nur hin und wieder trant er einen Schluck Wasser aus einem Bach. In erschöpftem Zustande langte der Angeklagte schließ­lich in Rheinsberg an, wo er sich freiwillig der Behörde wieder stellte. Der als Sachverständiger vernommene Psychiater führte u. a. aus, daß beim Militär häufig derartige Wandertriebe beobachtet würden. Ohne recht zu wissen, was die Leute täten, entfernten ste sich trieb­artig aus der Kaserne, um dann nach einiger Zeit wie­der zurückzukehren. Der Trieb sei aber nicht so fran haft, daß bet den betreffenden Soldaten die frete feusbestimmung ausgeschlossen fet. Das ertegsgericht nahm bet M. nur erschwerte, unerlaubte Entfernung und Preisgabe von Gegenständen an und erkannte auf eine mehrwöchige Gefängnisstrafe.

Die größten Bahnhöfe der Welt. Neuyork besitzt bereits seit furzem den größten Bahnhof der Welt, den Bahnhof der Pennsylvania- Eisenbahn, der elf Hektar Raum für sich in Anspruch nimmt. Diese riesige An­lage wird aber trotz ihrer ungeheuren Ausdehnung an Großartigkeit von einer neuen Neuyorter Bahnan­lage übertroffen werden, über die in der Nature nä­Heres mitgeteilt wird. Es ist der Bahnhof von zwet Eisenbahngesellschaften, der 1915 fertiggestellt sein soll. Während der Pennsylvania- Bahnhof keine Wagen be­herbergen lann, wird die Zentralstation 1149 Wagen aufnehmen können. Zu der Erbauung dieses neuen Rie­fenbahnhofes werden 800 000 Tonnen Stahl verwendet, d. t. das Doppelte der Menge, dte bet demPennsylvania­Bahnhof verbraucht wurde. Die Anlage tostet gegen 800 Millionen Mark, und die Kosten würden noch um ein Beträchtliches größer fetn, wenn nicht die Gefell­schaften bereits% des Terains vorher beseffen hätten. Außerdem wird der Bahnhof etne ganze Reihe von Verbesserungen aufweisen. Die Güterwagen werden sogleich beim Eintreffen der Züge von den Bassagter­wagen getrennt. Die Reisenden finden beim Aussteigen Toilettenzimmer vor, in denen ste thre Kleidung wech­feln und ihre Toilette machen können; auf großen Bal­fons können die Freunde auf die Ankommenden warten und die Einfahrt der Züge beobachten. Der Bahnhof wird ganz unterirdisch angelegt, und über thm werden sich Wolkenkraber von 20 Stockwerfen er­heben, Hotels, ein großes Varteteetheater, sogar eine Kirche, sodaß für die in Neuyork Anlangenden sogleich in jeder Beztehung gesorgt tff.

bie Petchen unter den Trümmern Bervorzuboren. Bart Vom Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig.

nicht wieder zu erkennen war der Brandmetster, der völlig zerquetscht war, dem Ortsvorsteher war der Hin­terkopf vollständig gespalten. Der fofort herbetgeeilte Arzt konnte nur den Tod aller Verunglückten konsta= tren. Die Toten wurden sofort nach thren Wohnungen gefchafft. Ergreifend war das Weinen und Jammern der zahlreichen Familienangehörigen der Verunglückten. Die gemeinschaftliche Beisehung der Toten soll Sonn­tag erfolgen.

Um fich interessant zu machen. Ein nicht alltäg­licher Fall beschäftigt die Berliner Kriminalpolizei. Ein 18 Jahre alter Gelegenheitsarbeiter Mar Berger, der aus Stuttgart stammt, hat sich eines Raubmordes be­sichtigt, lediglich um sich interessant zu machen. Berger befand sich in einem Lokal in der Nähe des Alexander­platzes und begann dort ein Gespräch mit einem neben thm sitzenden Mann, den er für fetnesgleichen htelt, während es tatsächlich ein Beamter der Berliner Krt­minalpoltzet war. Diesem erzählte er aus fetnem Le­ben, schnitt furchtbar auf und verriet thm auch u. a., daß er einen Raubmord verübt habe, und daß er test Papiere brauche, um sich den Nachstellungen der Be­hörden entziehen zu können und die Flucht über das große Wasser anzutreten. Er bat den Beamten, ihm folche Papiere zit verschaffen. Der Beamte nahm ihn fest und brachte ihn auf das Polizeipräsidium. Bei feiner Vernehmung blieb Berger bei der Selbstbeschul­digung. Er will einen Rentter in Stuttgart ermordet, thm 3000 Mark geraubt, die Leiche in einen Sack ge­teckt und in die Donau( 1) geworfen haben. Zum Glüc Bergers verrteten schon seine geographischen Kenntnisse, idaß feine Selbstbezichtigung nicht zutrifft, da bet Stutt­mart nicht die Donau, sondern der Nectar vorbetfließt. Stne telegraphische Anfrage in Stuttgart ergab, daß bort von einem Raubmord an einem Rentter und von einer in einen Sack genähten Reiche nichts bekannt fet. Berger mußte einräumen, daß er tatsächlich den Raub­mord nicht verübt, sondern nur mit ihm geprahlt habe, um fich intereffant zu machen. Dagegen wurde von der riminalpolizet festgestellt, daß Berger Unterschlagun­gen begangen habe. Wegen dieser Verfehlungen wurde är in Haft behalten.

Ueberschwemmungen in China. Aus dem Yangtse­tal werden ungeheure Ueberschwemmungen gemeldet. In Hankow hat das Wasser den höchsten Stand seit Menschengedenken erreicht. Der Distrikt von Itschang it in einen Binnensee von mehreren Quadratmeilen Ausdehnung verwandelt. Der Tung- ting- See, der aus einen Ufern getreten ist und das ganze Land überflu

Der letzte Aufbau auf die Rüstung des Riesen­denkmals auf dem Leipziger Schlachtfelde tst jetzt vol­lendet; damit ist eine Höhe von 92 Metern erreicht. Man Hofft nun, die Bauarbeiten bis zum Herbste beendigen zu können, worauf der Bildhauer noch reichliche Arbett finden wird. Auch die Fertigstellung der Anlagen vor bem Denkmal schrettet rüstig voran. Um eine Waffer= fläche zu schaffen, wurden 30,000 kubikmeter Erdretch ausgeschachtet, und die die Wafferfläche umfäumenden Wälle, die amphitheatralisch zum Denkmal aufsteigen, sind beretts hergestellt.

Seit dem ersten Spatenstiche, der am 18. Oktober 1898 stattfand, wurden bis heute im ganzen 190,000 Kubikmeter Erde bewegt. um sich einen Begriff von bieser Erdmasse machen zu können, stelle man sich vor, fte set in Form einer Säule von 10 Metern Brette und 10 Metern Tiefe aufgeschüttet, so würde die obere Erd­fläche diefer Säule 1200 Meter über dem Boden liegen, also die Höhe des Brockens übertreffen. Vermauert wurden nahezu 12,000 Rubifmeter Beuchaer Grantt. Würde dieser Granit zu Borbschwellen normaler Grö­se verarbettet fetn, so würde man mit ihm 160 Kilome­fer Bürgersteig haben einfassen können, das entspricht der Entfernung von Cassel nach Hannover. Die größ­ten Bauftetne wogen 360 Zentner und fosteten 700 M. das Stück. Für die Fundamente, Gründungen und Eckpfeiler usw. wurden bisher rund 100 000 tubifme­fer Stampfbeton verarbeitet, woraus man eine Masse von Platten von 100 Metern Vänge, 100 Metern Breite und 100 Metern Höhe hätte herstellen können. Für die­fe Betonmenge wurden 240 000 Zentner 3ement ver­wendet, für deren Fortschaffung ein etwa 12 Kilometer langer Gitterzug erforderlich wäre. An Sand und tes find für diese Betonmenge 90 000 tubifmeter nötig ge­wesen, die als Kegel aufgeschüttet die stattliche Höhe von mehr als 41 Metern erreichen würden, bei einem Durchmesser der Grundflächen von annähernd 100 Me­tern.

Die Heranschaffung aller dieser Baumaterialten perursacht natürlich ganz beträchtliche Kosten, die aber dadurch eine gern begrüßte Verminderung erfuhren, baß gletch beim Beginn der Ausschachtungsarbeiten ein Ateslager aufgedeckt wurde, das fich gut verwenden Iteß und daß man in etwa 1% Kilometer Entfernung vom Bauplatz ein zweites Kieslager erwerben fonnte, das dann den ganzen Bedarf an Sand und Kies deckte. Um auch hier die Transportfostent auf das geringste zu be­schränken, wurde das Kieslager mit dem Bauplaz durch

tet, hat die Ernte weggewaschen. Zahlreiche Dörfer findetne Drahtseilbahn verbunden. Diese Hilfsanlage ist

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von besonderem Intereffe, da sie zeigt, daß bet derar­Higen Bauunternehmungen selbst umfangreichere Schwe bebahnanlagen von Vorteil sein können, trotzdem sie nur eine bestimmte Bett lang benutzt werden.

Wie die Bauarbetten test steben, fann mit großer Wahrscheinlichkeit darauf gerechnet werden, daß das Denkmal am 100jährigen Gedenktage der Schlacht bet Leipzig feine Weihe empfangen wird. Die Kosten des Bauwerkes belaufen sich auf 5% bis 6 Millionen Mark, eine verhältnismäßig geringe Summe, wenn man be ft, daß das soviel Kleinere Kyffhäuser- Denkmal 2%, Honen Mark verlangte. Das Gelände für den Rie im Werte von i Million Mark wurde von der Reinata gestiftet. Sur Vollendung des Denkmals

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Blatter in barbarischer Wetse. Wie der ärztliche Be fund ergab, waren dem Unglücklichen spizze Rohrfedern unter die Fingernägel getrieben worden, um von ihm die Namen der Loseverkäufer zu erfahren. Die grie­chische Regierung ladet die Botschafter der übrigen Mächte zu einem gemeinsamen Protest gegen die Ge­walttätigkeiten der Türket ein.

Berliner Getreide und Schlachtvichmarkt.

Am Weltmarkte hatte die Tendenz für Weizen in der am 26. Jult beendeten Berichtswoche eine leichte Befestigung erfahren, die lediglich der Preisbesserung in Rußland zuzuschreiben ist. Aus diesem Lande meh­ren sich die Nachrichten über eine teilweise Fehlernte, besonders in den mittleren Wolgadtstriften. Die rus­sische Regierung scheint durch Erhöhung der Bevorschus­sungsgrenze darauf hinwirken zu wollen, daß das Ge­treide möglichst im Lande bleibt. In Nordamerika da gegen zeigt sich reichliches Angebot. In Deutschland hegt man ernste Befürchtungen, daß infolge der lang­dauernden Dürre mit einem erheblichen Minderertrag an Kartoffeln und Futterfräutern zu rechnen sein wird. Weizen war am Berliner Markt fest, da vielfach Deck­ungen per Jult erfolgten, die zum Teil ihren Grund in der Unmöglichkeit hatten, bet der durch den niedrigen Stand der Wasserläitse sehr eingeschränkten Schiffahrt genügende Warenmengen herbeizuschaffen. Für ſpä­tere Termine wirften russische Rückkäufe auf die Preise, etwas steigernd. Roggen konnte sich wegen wachsenden Angebots neuer Ware nicht voll behaunten. Die Lofo­notterung stellte sich 2 Mart unter Julipreis. Eine Stüße gewährten die Besorgnisse wegen der ungültigen Entwickelung der Kartoffeln und die Festigkeit Ruß­lands. Die Qualität des diesjährigen Roggens wird allgemein gelobt. Hafer ist im Preise wesentlich gebes­fert mit Rücksicht auf die Werterhöhung in Mukland und nbefriedigende Aussichten für die inländische Ernte. Mats behauptet seinen Stand. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im September wie folgt: Weizen 199,25 M, Roggen 165,75 M., Safer 167,25 M. Mais 151,50 M..

Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Och­sen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwer­tes, ungejocht 81-86 M., b) junge, fletschige, nicht aus­gemästete und ältere ausgemästete 76-82 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 68-74 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 73-80 M., b) vollfleischige jüngere 71 bis 76 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte äl­tere 66-70 M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- bis M., 6) vollfleischige, ausgemästete süthe höchsten Schlacht­wertes, bis zu 7 Jahren 68-72 M., c) ältere ausgemä­stete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Fär­fert 65-69 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 58 bis 62 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 61 M, f) gering genährtes Jungvieh( reffer) M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 100-129 M 6) feinste Mastfälber 88-97 M., c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 77-87 M, d) geringere Mast- und gu­te Saugfälber 68-79 M, e) geringe Saugfälber 55 bis 69 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und füngere Mast­Hammel 79-82 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 66-72 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 58-74 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendge­wicht 59-61 M., b) vollfleischige Schweine 240 bis 300 Pfund 59-61 M., c) vollfleischige 200 bis 240 Pfund 59 bts 60 M., d) vollfleischige Schweine 160 bis 200 Pfund 57-60 M, e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfund 55-56 M., f) Sauen- bis- M..

Frankfurt, 27. Juli. Blehmarktpreise vom 27. Jult. Bretse für 1 Bentner Kälber: a) Doppellender, feinste Mast( Lebendgewicht) M ( Schlachtgew.) M. b) feinste Mast( Vollmilch- Mait) und beste Saugfälber ( Lebendgewicht) M. 55-60,( Schlachtgewicht) M. 91 bis 100, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber( Lebend­gewicht) M. 48-54,( Schlachtgem.) M. 43-47,( Schlacht­gewicht) 73-80. Schweine: a) vollfletschige Schweine von 80-100 lgr. Lebendgewicht( Rebendgewicht) Mark 48 49,( Schlachtgewicht) M. 62-63, 6) vollfleischige Schweine unter 80 Klgr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 47-49,( Schlachtgewicht) M. 60-62, c) vollfletschige Schweine von 100-120 lgr. Lebendgewicht( Lebend­gewicht) M. 48-49%,( Schlachtgewicht) M. 61-63, 5) voll­fletschige Schweine von 120-150 Klgr. Lebendgewicht ( Lebendgewicht) M. 48-49,( Schlachtgewicht) M. 60-63.