bgeben durch
zum Frühſtüc
Martin f
Sie
NER
en!
rvi
or!
bare
n, den 27. A
in" längere Z
daß Ihr Nerv jahrelang dächtnisschwi ch keine Besse Verwendung andig gesund e Arbeit, die
Herzenslust e Ihr Präpan mat zurückk ungsvoll! R
annt.
z, den 28. A Zeit ausprob ngerer Zeit be einen unruhige abgespannt, bin ich wie w räften nachge einen besten D nten bestens Arians, Bah
rper. feld, den& 3 mir das, mat. Ich leide m ganzen Kl So groß, daß ic
gebraucht hab Schwindel sind ie ganze Nach ermit nebst G ar, Visnervin's
w. Gustav Mod
e.
er, den 26. A
mit jeden Tag s
s Bett legle,
er und schlim
tung„ Hann la
als letztes auch
" genommen
: Gott sei ged
tigen Dankes
gsvoll Frau
es wegen ko
te Anzahl v emerken aber, Dankschre orliegen, die
irgend eine
betonen aus
en freien Ge
ir wissen, da
würden, w abgedruckte
it dem Orig
stellen es
lbst die Orig
lassen.
irgendw
Snnten, sp
an Empfin
entspru
e ausgezei
rvin".
Gießener Zeitung
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen
-
-
oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.
Nr. 181.
Telephon: Nr. 362.
Die marokko- Verbandlungen. Augenblidlich macht durch die deutschen Blätter wieder eine Mitteilung der englischen und französischen Presse die Runde, wonach der Inhalt der grundsätzlichen Einigung sich dahin zusammenfassen läßt, daß Deutschland und Frankreich, soweit es überhaupt noch möglich ist, zu dem deutsch- französischen Abfommen von 1909 zurückkehren, und daß Deutschland für die durch Frankreich herbeigeführte Unmöglichkeit, das Abkommen in vollem Umfange wieder herzustellen, eine Gebietsentschädigung außerhalb Marokkos erhält. Frankreich bekommt in Marolto politisch freie Hand; Deutschland bekommt ein Stück von Französisch- Kongo und ohne Anschluß an den belgischen Kongostaat; daneben behält Deutschland die wirtschaftliche Gleichberechtigung in Marokko gemäß dem Abkommen von 1909, und es sollen Garantien geschaffen werden für die wirtschaftliche Freiheit und Parität.
Herzerhebend ist diese Mitteilung nicht. Das Stück Tropenland hinter Kamerun wollen wir nicht gerade ein Dankesgeschenk nennen; aber es sieht doch einem Rumpelkammergeschent etwas ähnlich. Wertvoll wären die Garantien für die Freiheit und die Gleichberechtigung des deutschen Handels und Unter nehmungsgeistes in Marokko, wenn es nur wirksame Garantien wären. Aber das ist ja gerade das heillos schwierige Problem, den Schikanen der französischen Machthaber und ihre marokkanischen Kreaturen gegen deutsche Waren und deutsche Unternehmungen einen Riegel vorzuschieben. Wenn Herr v. Kiderlen- Wächter und die beteiligten Reichsressorts diese Frage in praktisch und dauernd befriedigter Weise löst, so wollen wir den Scharfsinn hoch preisen. Aber erst schön nachprüfen! Bis dahin werden wir den Zweifel nicht los, ob sich ein wirtschaftliches Verhältnis zwischen Kaze und Hund in Marokko schaffen läßt.
So lange wir uns mit diesen„ Aussichten" begnügen müssen, bleibt natürlich die Stimmung matt und das „ geduldige Abwarten" ungemütlich. Die Regierung darf sich nicht verhehlen, daß die Enttäuschung über einen mageren Vergleich um so größer sein wird, je länger die Geduldsprobe dauert und je mehr Aergernisse die ausländischen und inländischen Eiferer und Hetzer noch anzustiften vermögen. Darum ist in der Tat die Bitte berechtigt: Nun laßt genug sein des langwierigen Spieles, bringt die Verhandlungen zum schnellen Absch I u ß, mag es biegen oder brechen! Sonst bringen uns die Begleiterscheinungen der andauernden Unsicher= heit mehr Schaden, als durch die voraussichtlichen Kompensationen ausgeglichen werden kann.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 8. August 1911.
Der Hassia bezirk Gießen hielt am vergangenen Sonntag im Lenz'schen Felsenkeller seinen Bezirkstag ab, der stark besucht war. Neu aufgenommen wurde der Verein der 116er in Gießen. Nach dem Bericht des Bezirksvorstehers wurde einstimmig beschlossen, dem verunglückten Kamerad Hamann in Biebesheim eine größere Summe aus den Bezirksbeiträgen zu spenden. Dazu wurde noch eine Sammlung veranstaltet, sodaß 135 Mark zusammengebracht wurden. Der Antrag des Vereins Klein- Linden, die Bezirksvereine möchten tunlichst die Kriegsveteranen durch Erlassung der Vereinsbeiträge und Errichtung von Ehrentafeln ehren, wurde dem Verein empfohlen. Das Bezirksfest für 1912 erhielt Allendorf a. d. L.
* Der„ Land- Kalender für das Großherzogtum Hessen", Ausgabe 1912, ist soeben im Gr. Staatsverlag zu Darmstadt erschienen und durch die in allen Städten und Gemeinden des Großherzog tums befindlichen Verkaufsstellen zum Preise von 25 Pfennig zu beziehen. Dieser„ Land- Kalender" ist einer der ältesten, wenn nicht überhaupt der älteste aller in Deutschland erscheinenden Kalender, denn er steht jetzt im 202. Jahrgang. Außer dem amtlichen Kalendarium für 1912 und dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahre der 1912 stattfindenden Messen und Märkte bringt Land- Kalender" noch zahlreiche jedermann nützliche Mitteilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie erstklassige Originalaufsätze unterhaltenden und belehrenden Inhalts. Als Kunstbeilagen erscheinen diesmal ein bisher noch ganz unbekanntes, reizendes Gruppenbild„ Die Großherzoglichen Herrschaften und ihre hohen Anver
"
=
der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei- Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83.
( Haus Brüder Schmidt.)
Dienstag, den 8. August 1911.
und ferner ein großes doppelseitiges Kunstblatt RheinAnsicht von Mainz". Eine Higperiode von so langer Dauer wie die jetzige, die am 18. Juli eingesetzt hat, ist noch selten verzeichnet worden. Seit diesem Datum waren sämtliche Tage sogenannte Sommertage, d. h. die Temperatur erreichte mindestens 25 Grad Celsius im Schatten. Ferner lieferte der 21. Juli bis 3. August einschließlich eine ununterbrochene Reihe von sogenannten Hitz oder Gluttagen, d. h. solchen, an denen ein Stand von 30 Grad erreicht wurde. Am 6. August wurde der 32. Sommertag gezählt, so daß zur Erreichung des langjährigen Durchschnitts von 43 jetzt noc 11 fehlen. Wie außerordentlich kühl die Sommer des Jahrzehnts 1901-1910 meist waren, geht aus der Tatsache hervor, daß nur 1904 und 1905 die Zahl der Sommertage den Durchschnitt überstieg, während der bezw. 22 betrug. Ausfall in den fühlen Jahren 1907-1910 12, 10, 23
*
Mit eigener Lebensgefahr rettete der Geschäftsdiener Arthur Pitz am Samstag vormittag den 10jährigen Karl Wagner im städtischen Freibade an der Lahn vom Tode des Ertrinkens.
Alkoholfreier Wein beim Abend= mahl. In Hessen ist kürzlich zum ersten Mal mit ausdrücklicher Genehmigung des Großherzoglichen Oberkonsistoriums bei einer Abendmahlsfeier alkoholfreier Wein verwendet worden. Es geschah dies bei einem Abendmahlsgottesdienst in Haus Burgwald bei Niederramstadt, der hessischen Heilstätte für männliche Altoholkranke.
-t Bettenhausen, 8. Aug. Die Maul- und Klauenseuche breitet sich hier immer mehr aus. Bis heute sind zirka 30 Gehöfte verseucht; vier Tiere sind an einem Tage gefallen.
-g= Buzbach, 6. Aug. Einem Hizschlag erlag ein Infanterist des Regiments 168.
-u- Friedberg, 8. Aug. Gegenüber den immer wieder auftauchenden Gerüchten von einem bevorstehenden Kuraufenthalt des russischen Kaiserpaares in Friedberg und Bad- Nauheim wird nach Informationen des Frankfurter Polizeipräsidiums mit aller Bestimmtheit versichert, daß diese Gerüchte jeder Grundlage entbehren, und daß der Besuch in Friedberg und in Bad- Nauheim für dieses Jahr aufgegeben ist.
*
Alsfeld, 8. Aug. Das seltsame Schauspiel einer Zebrajagd hatten verflossene Woche die Bewohner unserer Stadt und Umgebung. Das Zebra des Blumenfeld'schen Zirkus ging beim Verladen durch. Es entstand eine mehrstündige Jagd. Das flinke Tier konnte sich wiederholt seinen Verfolgern, die zu Pferde waren, entziehen. Mit Lassos wurde es schließlich eingefangen. in - Lauterbach, 8. Aug. Ein Einwohner Lanzenhain hatte in seinem Stall einen Stier, der eines Tages nicht mehr fressen wollte. Ein Nachbar gab seiner Ansicht dahin Ausdruck, daß der Stier jedenfalls in etwa 3 bis 4 Wochen schon wieder seine gewöhn= lichen Tagesrationen vertilgen würde, er habe einen gleichen Fall schon früher beobachtet. Nach 3 Wochen zeigte das Tier wieder verstärkten Appetit. Bei dem Besitzer begann sich aber schwarzer Argwohn gegen den Nachbar zu regen. Er glaubte nämlich, der letztere könne„ hexen", denn wie könnte dieser sonst die Dauer des Krankseins des Stieres vorhersagen? Er häufte eine Flut von Schmähungen auf das Haupt des ahnungslosen Nachbarn und beschuldigte ihn offen der Hererei. Und das Ende der verherten Geschichte ist bittere Feindschaft an Stelle des früheren freund nachbarlichen Verkehrs.
-0- Schotten, 8. Aug. Während des abgelaufenen Ferienmonats Juli war das nahe gelegene Lehrerheim Vogelsberg nicht nur vollständig besetzt, sondern es konnten sogar eine ganze Reihe von Anmeldungen keine Berücksichtigung finden. Von den Erholungssuchenden weilte eine ganze Anzahl zum wiederholten Male auf dem Heim, ein Beweis, daß der Aufenthalt allen berechtigten Anforderungen entspricht, die an einen Luftfurort gestellt werden.
-d- Nidda, 8. Aug. Während der Fahrt nach Gießen erlitt der Zugführer Schneider einen Hizschlag, sodaß er vollständig gelähmt wurde und die Sprache verlor.
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 15 Pfg.
die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellens gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 fg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.
*
Telephon: Nr. 362.
23. Jahrg.
| chlag betroffen, an dessen Folgen er bald darauf starb. Darmstadt, 8. Aug. Wegen Unregelmäßigfeiten in seiner Kasse und sonstiger Unordnung in seinen Verhältnissen hat sich Freitag nachmittag der in das Kasino des Feld- Art.- Regts. Nr. 25 abkommandierte Vizewachtmeister Bade von der 2. Batterie fraglichen Regiments einen Schuß in den Unterleib beigebracht. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.
Bingen, 8. Aug. Bei dem niedrigen Wasserstande des Rheines sind Schiffsunfälle im Gebirge und im Rheingau an der Tagesordnung. Zwischen Bingen und Mainz ragen die Sandbänke aus dem Wasser hervor, oder sie sind dicht unter dem Wasserspiegel bemerkbar.
-)(- Rodheim a. d. Bieber, 8. Aug. Am Sams= tag rannte oberhalb der„ Amtmannsmühle", wo Straße und Biebertal eine scharfe Kurve schneiden, der auf dem Gießener Braunsteinbergwerk beschäftigte Bergmann M. aus Frankenbach mit seinem Fahrrad so unglücklich mit dem Bähnchen zusammen, daß er in die Klinik gebracht werden mußte.
== Dornholzhausen, 8. Aug. An Mil 3- branderkrankung starb in der Klinik zu Gießen der 50 Jahre alte Wasenmeister A. Viehmann. Eine Kuh war an Milzbrand verendet. Beim Deffnen der Ruh verletzte sich der kräftige Mann leicht und alsbald zeigten sich Spuren des Milzbrandes. Die ebenfalls infizierte Tochter konnte gerettet werden.
== Dillenburg, 8. Aug. Dem von hier ge= schiedenen Landrat Oberregierungsrat v. Wussow ha ben die Kreisvertretung und die Bürgermeister des Kreises zur Erinnerung an seine verdienstvolle Tätigkeit im einer Dillkreise ein Geschenk zugedacht, bestehend in silbernen Relief- Tafel. Auf derselben befindet sich eine Ansicht des Kreishauses, ferner sind darauf verzeichnet die Namen der Kreisdeputierten, der Mitglieder des Kreis- Ausschusses, des Kreistages und sämtlicher Bürgermeister des Kreises.
Marburg, 8. Aug. Das hiesige JägerbatatlIon wird sich vom 7. bis 21. September an den Manövern des 11. Armeekorps beteiligen, die auch dies= mal wieder in Thüringen stattfinden.
* Marburg, 8. Aug. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Konsumvereins für Marburg und Umgegend, e. G. m. b. H., zu Marburg hat der Verwalter zur Deckung des in seiner Bilanz berechneten Fehlbetrags von 19 827,92 Mark eine Vorschußberechnung aufgestellt, nach der die von ihm namhaft gemachten 612 Genossen je 30 Mt. vorschießen sollen. Jetzt ist an sie die Aufforderung ergangen, diese Summe bis zum 15. August an den Konkursverwalter einzusenden. Von den Mitgliedern sind auch viele zugleich Gläubiger, weshalb sie doppelten Schaden haben. Ob die namhaft gemachten 612 Genossen alle bezahlen, ist kaum anzunehmen, da viele von ihnen unpfändbar sind oder gar nicht mehr hier wohnen.
Geschäftliches.
• Die Automobile der Adlerwerte vormals Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt a. Main, konnten bei den jüngsten automobilistischen Veranstaltungen wieder glänzende Erfolge verzeichnen. Auf der Wertungsfahrt des Anhaltischen Automobilklubs errang ein Adlerwagen den ersten Preis und Ehrenpreis der Stadt Schmiedeberg. Auf der Sternfahrt des Märkischen Automobilklubs fiel in der Klasse bis 5 PS. der erste Preis und die Pla= fette des Deutschen Rad- und Kraftfahrerbundes ebenfalls einem Adler zu; dieser kleine mit 4 Personen besetzte 5-11 PS.- Wagen fuhr mit einem Durchschnittstempo von 46 Kilometer. Auf der Sternfahrt des Anhaltischen Automobilklubs erhielt ein Adlerwagen den Ehrenpreis des Märkischen Automobil- klubs, und auf der großen zweitägigen Gesellschaftsfahrt des Kartells Bayerischer Automobil- Klubs Nürnberg- Koburg- Regensburg wurden von 15 beteiligten Adlerwagen 13 Preisträger. Außer diesen die Schnelligkeit und 3uverlässigkeit der Adlerautomobile beweisenden Erfolgen fand die Anerkennung ihrer außerordentlich ge= fälligen Form mehrfachen Ausdruck. Auf der von dem Märkischen Automobilklub veranstalteten Schön
*) Nidda, 8. Aug. Der Lokomotivfüörer Karl Hilgärtner wurde auf sein Nachsuchen wegen geschwäch- heitskonkurrenz wurden zwei Adlerwagen ausgezeichnet, ter Gesundheit in den Ruhestand versetzt.
Stodheim, 8. Aug. In Rohrbach wurde
und auf der„ Sächs. Kraftsternfahrt" trug ein Adlerwagen den Schönheitspreis des„ R.-Kl. Anna
wandten auf Schloß Wolfsgarten im Sommer 1910", der Landwirt Sauer auf dem Felde von einem Hizburg von 1900" davon.


