Auch die Kartoffeln haben teilweise durch die Regen-| Mezgerinnung bekannt, daß das Ochsen- und Rindfälle gelitten.
* Selbsthilfe gegen den Obstdiebstahl empfiehlt den Obstzüchtern der Oberhessische Obstbau Verein in Friedberg, indem er u. a schreibt: Die Reife des Frühobstes, abgesehen von Kirschen, tritt jetzt ein. Die Obstzüchter müssen sich nun selbst gegen den Diebstahl thres mit großer Mühe gezogenen Obstes schützen. Wir bitten ganz dringend, jede Beobachtung von Obstdieb. stahl, und seien es auch nur einzelne Früchte gewesen, die gestohlen wurden, der Geschäftsstelle des Oberheff. Obstbauvereins in Friedberg mitzuteilen. Wir werden sofort die energischsten Schritte tun, um die Betreffenden zur Bestrafung zu bringen. Eine falsche Nachsicht führt nur dazu, die Frechheit, besonders der jugendlichen Obstdiebe, zu steigern. Jeder, der eine Anzeige unterläßt, begeht somit einen großen Fehler, der sich bitter rächt." * Die Haftpflicht des Landmannes illustriert folgendes Vorkommnis: Ein Händler besichtigte bei einem Landmann ein zum Verkauf stehendes Rind. Beim Betasten des Tieres schlug dieses aus, ohne den Händler zu treffen. Beim nochmaligen Versuch traf ihn das Tier aber derart, daß er schwer verletzt wurde. Der Händler forderte nun eine jährliche Rente von 3600 Mr. Das Reichsgericht sprach sich grundsäglich für die Hast barke' des Landwirtes aus. Da der Händler sich aber wiederholt in Gefahr begeben hatte, so Itege Selbstbecschulden vor, das die Haftpflicht aufhebe. Demnach wäre der Landwirt zum Schadenersaz berpflichtet gewesen, wenn das Tier den Hänoler beim erstmaligen Also Vorsicht! Schlagen getroffen hätte.
Hus Hessen vnd Nachborgebiet.
* Lauterbach. Der hiesige Volksbildungsverein plant eine Ausstellung alter Möbel 2c. als Verkäuferin für das demnächst zu eröffnende Heimatmuseum.
* Hungen. Der Landwirtschaftskammer- Ausschuß für Oberhessen wird in Hungen vom 16.- 18. August einen Obst und Gemüseverwertungskursus abhalten. Neben Belehrung über die Zusammensetzung, die Ernte und Ausbe' wahrung, sowie den Versand des Obstes soll in erster Linie seine Verwertung im Haushalt gelehrt und durch Vorführung der Fruchtsaft, Gelee, Marmelade, Mus- und Latwerge- Bereitung erlernt werden. Weiterhin wird das Einmachen von Obst, das Dörren von Obst und Gemüse und die Verwertung der Gemüsearten gezeigt werden. Anmeldungen sind baldigst bei der Bürgermeisterei zu be
wirken.
* Ruppertenrod. Die hiesige Kirche wird in diesem Jahre 200 Jahre alt. Sie wurde im Jahre 1710 im einfachen Renaissancestil erbaut. Bei dem großen Brande des Jahres 1884 schwebte sie in höchster Gefahr und nur den Anstrengungen der Löschmannschaften gelang es, das Feuer abzuhalten.
* Ruppertsburg. Nächsten Mittwoch sindet dahier Bürgermeisterwahl statt. Herr Bürgermeister Lehr befleidet sein Amt schon seit 27 Jahren. Für seine Beliebtheit zeugt es, daß er bei den beiden letzten Wahlen ein= stimmig gewählt wurde.
* Münzenberg. An Stelle des geflüchteten Bürgermeisters Meßler will man den Gemeinderechner u. Ortsgerichtsvorsteher Weil bei der Neuwahl aufstellen.
* Bad Nauheim. Während unsere BäckerJanung endlich mit einem Brotabschlag von 5 Pfg. für den Laib auf den Plan getreten ist, macht die
5)
Gerichtet.
Familienroman von Franz Wichmann.
Berstehe ich recht? Du hörtest das aus dem Munde dieses neuen Heiligen, des Apostels Hellborn, wie sie ihn nennen? Du hast ihn gesprochen?"
„ Zürne mir nicht, Vater," bat das Mädchen, ich habe es nicht gewollt, es geschah gegen meinen Willen!"
,, Was soll das heißen?" gvollte der Förster. Wenn die Weibsleute einen Mann begegnen, ist es niemals gegen ihren Willen!"
daß
„ Auch er wollte es nicht, der Zufall jedoch fügte es,
Der Zufall fügt nichts," fiel der Vater ihr ins Wort,„ es war Gottes Wille, der dich in Versuchung führen wollte, dein Herz zu prüfen, und du ich fürchte bist dem Bösen ins Netz gegangen!"
Klaras Augen leuchteten begeistert auf.
,, Nein, Vater, es ist das Wort Gottes, das er predigt, in neuem Gewande in junger Form, doch der ewige, alte Kern!" sagte sie.
In dem alten Förster flammte es auf.
„ Ich will keine Redensarten, du wirst mir sagen, was geschehen ist!" rief er aus." Augenblicklich stehst du mir Rede und Antwort! Und ohne Ausflüchte! Was ist da hinter meinem Rücken vorgegangen? Ich will- ich muß es wissen!" Die Frage und noch mehr die Art, wie der Vater sie stellte, ließ die Försterstochter keine Sekunde mit der Antwort zögern. ( Gerichtet 12 Nr. 8.) ,, Nichts Unrechtes, Vater, so wahr ich dein Kind bin!" erflärte sie offenherzig.
„ Nichts Unrechtes!" brauste der Förster auf.„ Das sagt auch jeder Spitzbube, weil ihm das Schlechte gut scheint! Du bist mit ihm zusammengekommen? Gestehe es!"
„ Ich konnte nicht anders!" stieß Klara jetzt hastig hervor. ,, Sein Kind-"
„ Was hattest du mit dem Rangen zu tun?" fiel der Förster ein.
„ Ich kam hinzu, als es spielend über einem Abgrund tändelte, dort drüben, nur wenige Schritte von unserm Hause, am Rande des Baches. Eine Minute später und die tief unten fließenden Wasser hätten es aufgenommen. Im letzten Augenblick noch vermochte ich es vom Sturz aus der Höhe zurückzuhalten!"
fleisch von heute an 5 Pfg. das Pfund mehr kostet.
* Bad Nauheim. Von einem Automobil totgefahren wurde hier der 32 Jahre alte ledige Heinrich Kremer aus Nieder- Mörlen. Der Chauffeur wurde in Haft genommen.
* Friedberg. Auf Anordnung der Behörde wurde der hier bestehende Spiel- Automat, dessen Unternehmer auch in Offenbach, Gießen und Mainz solche Geldspiel- Automa ten aufgestellt hatte, geschlossen. Hier war er drei Wochen in Tätigkeit.
Der Förster machte ein paar rasche Schritte durch das Rimmer. Er schien mit sich zu kämpfen. Aber sein Groll
*
Friedberg. Die Reichsbank hat pe 1. Oftbr. ein Haus in der verlängerten Bismarckstraße gemietet. * Büdesheim( Kr. Friedberg). Zum Bürgerme ist er wurde Betgeordneter Schaub mit 140 Stim men gewählt, der Gegenfundidat Wissenbach erhielt 98 Stimmen. Der seitherige Bürgermeister Otte hatte nach Dienstjahren eine Wiederwahl abgelehnt.
27
Warburg. Die ,, Arminta", die älteste Burschenschaft Maburgs, die im Jahre 1850 aus schon seit 1818 bestehenden studentischen Vereinigungen sich bildete, feierte ihr 60. Stiftungsfest und zugleich auch die Einweihung des im Arminiagarten am Werdaer Weg erbauten neuen hübschen Voheinshauses. Für Ende nächster Woche steht u. a. noch ein größeres Stiftungsfeft, das 85jährige Bestehen des Kos Tertonia", in Aussicht.
Aus aller Welt.
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Juli 23. G 23.5 24. 25. 61
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* Berlin. Der Staatssekretär des Reichskolonial amis v. Lindequist wandte sich an die Handelsfammern bon Berlin, Köln, Chemnitz, Nürnberg, Bremen, Mann heim und Hamburg um de Benennung von Mitgliederu für eine ständige Kommission zur Unterstützung der Ko lonialverwaltung in wirtschaftlichen Fragen, die der Staatssekretär näher bezeichnet. Hamburg und Berlin sollen je zwet, die übrigen Handelskammern je einen Vertreter wählen. Es ist beabsichtigt, die Kommiffion von Zeit zu Zeit zu gemeinsamen Sigungen unter dem Vorsitz des Staatssekretärs einzuberufen und auch in Einzelfällen Gutachten von den Mitgliedern zu erbitten.
Das 50 kilometer- Rennen hinter Mo torführung, welches am 24. d. Mts. in Gladbeck ausge fahren wurde, sah A. Stensizti vor Wilde und Wißmann als Ersten am Ziel. Der Sieger benutzte die Marke Bren nabor.
)( Bremen- Hamburg Bremen, eine vom Gau 2 veranstaltete Radfernfahrt über 212,6 Stlometer, brachte der Marke Brennabor am Sonntag, den 24. Juli, den 3. Platz.
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen
Geborene.
Juli 16. Schlossermeister Georg Guler eine Tochter. 18. Pflasterer Karl Gerhards eine Tochter, Alma. 18. Eisenbahn- Packmeister Peter Urrigshardt ein Sohn,
Heinrich.
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19. Postboten Andreas Fuchs eine Tochter, Karola Katharine Elise.
* Schwalheim. Bei der Gemeinderatswahl siegte zu wie durch die letzte Reichstagswahl nicht anders warten, die Liste der Sozialdemokraten.
* Frankfurt a. M. Im alten Senckenbergianum wurde eine eigenartige, nur bis zum 1. August währende, Ausstellung eröffnet, eine Vorführung aller hier vorkommenden eßbaren und giftigen Pilze in natürlichen Exemplaren. Durch besseres Kennenlernen der Pilze und ihrer unter= scheidungsmerkmale soll Vergiftungsfällen vorgebeugt wer
den.
* Darmstadt. Der Landesverband evangelischfirchlicher Frauenvereine, dem bis jetzt gegen 60 Vereine mit 6000 Mitgliedern beigetreten sino, gedenkt seine diesjährige Jahresversammlung am 7. September hier zu halten. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen wird die Krippelpflege bilden. Referenten sind die He, cen Dr. Heid und Inspektor Weimar in NiederRamstadt, wo schon der Anfang mit einem Krüppelheim gemacht ist. Neben dem gegenwärtigen Stand der Küppelfürsorge wird besonders auch die Frage behandelt werden:" Was kann seitens der Frauenvereine vorbeugend und helfend in der Krüppelfürsorge geschehen?"
* Vom Odenwald. Auch in unserem Gebirge werden die Ernteaussichten, die dieses Jahr bet uns so vielversprechend waren, täglich trostloser. Das Heu ist teilweise sehr schlecht heimgekommen, anderes steht oder liegt noch draußen. Das Getceide lagert sich und die reich behangenen Obstbäume wurden seither durch den Wind schon sehr geschüttelt. Se't zwei Tagen cber herrscht solch sturmisches Weiter, daß die Landwirte das Obst massenweise auflesen, so daß nun auch leider die so schönen Hoffnungen auf einen diesjährigen reichen Obstiegen geschwunden sind.
* Darmstadt. Die Kohlenlieferung für die sämt lichen staatlichen Behörden des Großherzogtums Hessen hat das Ministerium der Offenbacher Zweigniederlassung einer Mannheimer syndikatsfreien Firma ohne Submission übertragen.
gegen den Sonderling überwog das weiche Gefühl, das sich bei der Erzählung seines Kindes einen Augenblick in seiner Brust geregt hatte.
„ Das sind die Folgen seiner Torheiten," murrte er. Ohne Aufsicht läßt der Lump seinen Kleinen umherlaufen wie ein Landstreicher. Er verdient fein Kind!"
Klara wagte mit sanfter Stimme zu widersprechen:„ Er fonnte ja nicht da sein, Vater! Es ist schon drei Wochen her, er war in der Stadt vor Gericht wie heute, und er hat doch niemand, dem er sein Kind anvertrauen kann, niemand als den lieben Gott. Die Menschen alle hassen, verachten und verlachen ihn!"
,, Er will es ja nicht anders!" brummte der Förster. „ Weil er seiner inneren Stimme folgt!" erklärte das Mädchen.
,, Hat er dir das aufgebunden?" stieß der Förster heraus. ,, Verstehe schon: er möchte einen Heiligen, den Propheten spielen, aber es glaubt ihm niemand!"
,, So ist es noch allen Propheten ergangen, Vater!" sagte Klara ruhig.
Zornig hemmte der Förster den Schritt und blieb vor ihr stehen.
,, Um eine Antwort bist du nie verlegen! Aber ich will mich nicht mit dir in einen Streit einlassen. Mit der Zunge sind die Weiber uns Männern immer voraus. Gestehen sollst du, sonst nichts! Was geschah weiter? Was tatest du mit dem Buben?"
„ Ich brachte ihn dem Vater, das heißt, ich führte ihn nach seiner Hütte; ich kannte ja das Kind, und da-, wie ich anlangte, fam er eben aus der Stadt zurück."
,, Und sprach mit dir?" fragte der Förster scharf. ,, Er dankte mir, obwohl es dessen nicht bedurfte, denn ich tat nichts, als meine Pflicht!"
" Das gebe ich zu. Das Kind kann ja schließlich nichts für die Torheiten seines Vaters, und Mensch bleibt Mensch. Aber er hätte dir besser danken sollen, als daß er dir seine windigen Grillen in den Kopf setzte."
Klaras Ton wurde immer wärmer:
,, Er tat es auch nicht aus sich selbst, Vater! Ich fragte ihn, wie es ihm in der Stadt ergangen sei und dann noch manches andere, wie es so tam, und aus allem erkannte ich, daß er ein edler Mensch ist!"
Der Förster hatte sich ans Fenster gestellt und trommelte erregt mit den Fingern gegen die Scheiben.
Genug, genug," brachte er heraus,„ ich will nichts mehr hören! Es ist ein Glend um die Weibsleute; allem Fremdartigen laufen sie nach, den Fräcken und bunten Uniformen, den Narrenkleidern, Feßen und Lumpen, wenn nur ein Mann
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20. Kaufmann Louis Mendelsohn eine Tochter, Elisabeth.
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20. Schuhmachermeister Heinrich Müller eine Tochter. 21. Oberpostsekretär Karl Hedrich ein Sohn.
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22. Landwirtschaftslehrer
Heinrich Schmalbach ein
Sohn, Karl Heinrich.
Preis 1,2
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22. Taglöhner Wilhelm Ude eine Tochter, Thekla Wil helmine.
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23. Vizefeldwebel Ernst Heller ein Sohn, Karl Ernst.
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23. Schriftseter Richard Strohwig ein Sohn, Walter Franz Louis Wilhelm. Aufgebote.
Juli 22. Carl Trechsler, Postbote, mit Anna Wenderoth, beide in Gießen.
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22. Johann Bechte, Ingenieur in Hanau, mit Elise Braun in Gießen.
in Gießen.
28. Friedrich Böckel, Schneider, mit Margarete Schnei der, beide in Bermuthshain.
28. Heinrich Lenz, Profurist in Oelde, mit Elise Jung in Gießen.
Eheschließungen. Juli 23. Heinrich Hinkler), Kassenbeamter, Schulmeyer, beide in Gießen.
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mit Elisabetha
23. Ernst Weller, Ziegelmeister, mit Hedwig Schrader, beide in Gießen.
23. Friedrich Meifarth, Kaufmann in Lemgo, mit Johanna Hollmann in Gießen.
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darin steckt, und wär's der schlechteste Gesell auf Gottes Welt. Wenn sie einmal die Witterung haben, dann zum Teufel Ver nunft, Heimatsliebe und Tugend!"
Obwohl er die Worte nur zu sich selbst gesprochen, hatte Klara sie doch verstanden. Ihre schlanke Gestalt richtete sich auf, und frei sah sie ihm ins Auge.
Vater, so habe ich niemals gedacht! Das sind deine Ans sichten!" sprach sie fast hoheitsvoll.
Der Förster wandte sich ab.
,, Habe ich nicht recht?" grollte er. Freilich, mit dir kann man nicht darüber reden. Aber ich verbiete es dir, jemals noch ein Wort mit jenem Hanswurst von einem Menschen zu reden." ( Gerichtet 13 Nr. 8)
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„ Ich will tun, was ich kann, Vater!" sagte Klara leise. ,, Das ist keine Antwort!" erwiderte der Förster. wenn du es nicht fannst?"
Dann
werde ich es auch nicht tun, Vater!" Freches Ding," brauste der Förster auf, das wagst du mir zu sagen! Du wagst es, mir ins Angesicht zu trotzen?" ,, Ich will mich ja bemühen, deinen Willen zu erfüllen," antwortete das Mädchen, ,, mehr vermag ich nicht zu ver sprechen!"
Drohend streckte Lorenz Reiner die Hand aus.
,, Nun denn, so geh in dein Verderben! Aber das sage ich dir: ich will keinen Teil daran! Mein Haus hat in Ehren gestanden bis heute und soll rein bleiben von allem Makel. Wenn du jenem anhängst, verläßt du deine Mutter und mich! Was willst du? Wähle!"
Klara stand einen Augenblick stumm, ein heftiger Kampf durchwogte ihre Brust, in der es schluchzend wie ein ver haltener Tränenstrom heraufquoll. Und plötzlich warf sie sich laut aufweinend an die Brust des Vaters. ,, Vater, ich kann dich nicht lassen," brach es aus ihr her vor ,,, ich will tun nach deinem Willen!" Gerührt hielt der rauhe Mann das bebende Mädchen in seinen Armen; nur stoßweise kamen die Worte über seine Lippen: ,, Recht, meine Tochter, nun hast du dich wiedergefunden zu mir, zu deinen Eltern als unser Kind! Möchte auch Otto wieder werden wie du! Dann wäre alles gut!"
Ein hastiges, doch leises Pochen an der Tür unterbrach ihn Wer ist da?" fuhr er ärgerlich auf. Jekt in diesem Augenblick! Kann man denn niemals Ruhe haben?" Seine Arme lösten sich von Klaras Schultern. ,, Sei ruhig, Kind, es ist ja alles wieder in Ordnung jezt! sprach er. Herein!" gebot er dann auf das Klopfen.
( Fortsetzung folgt.)
Der
Direktion
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Gaftip
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