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Bum Barenbesuch in Friedberg.

Am Samstag besuchten der 3ar, das Großherzogspaar, die Prinzessin Heinrich von Preußen und die Großfürstin Olga den Tennisplatz in Bad Nauheim, wo sie sich eifrig dem Spiele widmeten. Im Verlauf des Nachmittags hatte der Tenniswart Lang die hohe Ehre, von dem Zaren als Partner in einem Herren- Doppelspiel gegen den Großherzog und einen Herren des Gefolges gewählt zu werden. Große Freude machte es dem Zaren, als er das Spiel gegen sei­nen Schwager, unseren Großherzog, gewinnen konnte.

Am Sonntag, vormittags, besuchten der Zar und die drei Großfürstinnen den Gottesdienst in der russischen Kirche zu Bad Nauheim. Am Nachmittag machten die Herrschaf= ten einen Ausflug nach dem Winterstein.

Am Montag, vormittags 11 Uhr, trafen der Zar mit den vier Großfürstinnen, der Großherzog von Hessen, Prinz Waldemar von Preußen, die Fürstin Lich und eine würt­tembergische Prinzessin in Automobilen in Frankfurt ein und begaben sich in den 3oologischen Gar= ten. Ein offizieller Empfang und ein ebenso offizieller Rundgang waren abgesagt worden. Die Herrschaften hiel­ten sich besonders lange vor den Affenkäfigen auf, wo ein Wärter zum Vergnügen der kleinen Prinzessinnen die Affen ibre- Runststücke zeigen ließ, an denen die kleinen Damen viel Vergnügen zu haben schienen der Groß­herzog, der wiederholt in lautes Gelächter ausbrach. Dann wurden das Aquarium und das Dickhäuterhaus besichtigt. Das Aquarium war während dieser Zeit für das Publikum geschlossen, um in den engen Räumen Belästigungen in der Passage zu vermeiden. Nach etwa zweistündigem Aufent­halt verließen die Herrschaften den Zoologischen Garten u. nahmen das Frühstück im Englischen Hof" ein.

Lokales. mane Lokales.

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Gießeu, 27. September 1910.

** Der Großherzog ernannte nachstehende Be­amte zu Mitgliedern der Prüfungskommission für den höh­eren Finanzdienst im Nebenamt: Geheimerat Dr. Becker ( Vorsitzender), Professor Bier mbr, Hauptstaatskasse- Di rektor Derheimer und die Oberfinanzräte Weißenbruch und Frenz.

** Empfangen wurden am Samstag vom Groß­herzog der Generalmajor v. Derßen, Kommandeur der 25. Kavallerie- Brigade( Gr. Hess.) und der Oberlehrer Dr. Frhr. von Gall- Gießen.

* Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen befaßte sich am Samstag u. a. mit der Bürger­meisterwahl zu Wohnbach, Kreis Friedberg, bei der Her­mann Krab mit 74 Stimmen gewählt wurde. Sein Ge­genfandidat& i chelmann vereinigte auf sich 65 Stim­men. Der letztere legte gegen die Wahl Berufung ein, wo bei er behauptete, daß der Bürger Emmel ein Fäßchen Bier kurz vor dem Wahltage zum Besten gegeben habe und daß alles dafür spreche, daß diese Spende von Kraz stamme. Auf Antrag des Kreisrats von Friedberg erklärte der Kreis­ausschuß hierauf die Wahl für ungiltig. Auf Beschwerde des Kratz gelangte die Angelegenheit nunmehr vor dem Provinzial- Ausschuß zur Verhandlung. Diese endete damit, daß die Gültigkeit der Wahl des Krah von neuem ausge= sprochen wurde mit der Begründung, daß die Zeugenver nehmung feine Spur von Beeinflussung der Wähler durch Krab ergeben habe.

* Aus der Schule. Die hessischen Kreisschulkom­missionen haben angeordnet daß der vom November bis Ende Februar in allen Gemeinden des Großherzogtums stattfindende Unterricht der obligatorischen Fortbildungs= schule spätestens bis abends 7 Uhr beendet sein muß. Die Eingabe des Bundes der Landwirte" und der hessischen Landwirtschaftskammer um Verlegung des Unterrichts auf die Spätabendstunden ist von der Regierung abschlägig be schieden worden.

* Die jungen Rekruten, die demnächst beim Militär eintreten, tun gut, wenn sie späteren Unannehm­

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Und für die Bösen, daß ste erleuchtet und gut werden," setzte Klara hinzu.

Langsam glitt von des Försters Wange die Büchse herab. ,, Und vergib uns unsere Schuld!" sprach er leise, gesenkten Hauptes vor sich hin und dem Kinde nach.

Hellborn legte die Gartenschere beiseite. Feierabend!" sprach er. Nun wollen wir ruhen von unseren Werken!"

Hellmut erhob sich von seinen Knien und sprach zu ſeinem Bater: ind

Ein Förster möcht' ich auch werden, im Walde mit der Büchse

Ein Förster möchte er werden!" wiederholte Lorenz Reiner hinter seinem Baume. Welch ein herziges Kind!"

Förster," sprach Hellborn, es ist wohl auch ein gutes Leben, aber nicht wie das unsere. Der Mutter Erde im Schweiße unseres Angesichts das tägliche Brot abringen, das ist das natürlichste und beste."

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( ,, Warum, Vater?" erfundigte der Kleine sich. mon Weil es uns zu unserm eigenen Herrn macht!" belehrte ihn der Vater. Trägheit und Lurus machen die Menschen zu Sklaven; nur die Arbeit macht sie frei!"

,,, ich fühle mich so frei und wohl bei dieser Arbeit!" rief Klara, sich glücklich an den Gatten schmiegend.

Der Förster vermochte sich vor Staunen nicht zu fassen. Sie beten und arbeiten! Klara, Klara," murmelte er mie betäubt, wenn sie sehend gewesen wäre und ich blind! D, es wird Licht vor meinen Augen!"

Hellborn, der gern seinem übervollen Herzen in Worten Luft machte, fuhr fort:

Saben wir nicht auch alles, was das höchste, einzige Glück auf Erden ausmacht: Arbeit und Liebe?"

Ja, alles!" antwortete Klara und doch hob ein leiser Seufzer ihre Brust. Wenn nicht eins fehlte!"

Du denkst an deinen Vater?" fragte Hellbron. Kann ich denn anders?" erwiderte sie traurig. Immer und immer muß ich an ihn denken und an das einzige, was uns zur vollen Glückseligkeit fehlt: den Segen des Vaters, den wir für immer entbehren müssen!",

Das ist nicht wahr!" klang da plötzlich hinter ihnen eine Stimme, daß sie erschrocken nach der Pforte, der sie den Rücken gewandt hatten, herumfuhren. Das sollst du von deinem Vater nicht sagen müssen!"

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lichkeiten entgehen wollen, auf folgendes zu achten: Alle Steuern( Staats- und Gemeindesteuern) sind vor dem Uebertritt zum Militär zu entrichten. Nicht bezahlte Steu­ern werden beim Militär eingezogen, und von der ohne­hin schon knappen Löhnung in Abzug gebracht. Ferner muß darauf geachtet werden, daß das Krantenkassen­buch richtig quittiert und mit dem genauen Datum des Arbeitsaustrittes versehen ist. Die Invalidenkarte sprechend Marken geklebt worden sind. Befindet sich die ist zu kontrollieren, ob genau den geleisteten Beiträgen ent­Invalidenkarte in Ordnung, so ist sie der zuständigen amt­lichen Stelle zur Aufrechnung vorzulegen und die dafür er haltene Bescheinigung gut aufzubewahren.

* Kaffee wird teurer! Infolge teilweiser Mißernten sind Rohkaffeepreise seit der letzten Zollerhöhung, also seit einem Jahr um zirka 18 Pfg. pro Pfund gestie­gen, was für gerösteten Kaffee pro Pfund zirka 23 Bfg. ausmacht. Infolgedessen wollen die Detailleure, so wird uns geschrieben, diesen Mehrpreis von den Konsumenten nehmen, was umso bedauerlicher ist, als Kaffee ein Ge­nußmittel besonders für die ärmere Bevölkerung ist, die ohnehin heute unter den allgemein hohen Lebensmittelprei sen schon sehr zu leiden hat.

** Die Obsternte in der Gemartung Gießen beträgt: Tafeläpfel 900 Doppelzentner, Wirtschaftsäpfel 30, Tafelbirnen 80, Wirtschaftsbirnen 6, Zwetschen und Pflau­men 3 Doppelzentner; in der Gemarkung Schiffenberg: Ta­feläpfel 200, Wirtschaftsäpfel 25, Tafelbirnen Doppelztr. Der Durchschnittspreis für den Doppelzentner beträgt für Tafeläpfel 15 Mt., Wirtschaftsäpfel 8 Mt., Tafelbirnen 12 Mark, Wirtschaftsbirnen 8 Mt., sowie für Zwetschen und Pflaumen 15 Mart.

* 4 Blumenpflege. Im Monat März wurden an eine größere Anzahl von Schülerinnen der Stadt- Mäd­chenschule Blumen zur Aufzucht verabfolgt. Vor kurzem fonnten nun gegen 100 Mädchen für ihre hierbei erzielten Erfolge mit Auszeichnungen bedacht werden.

* Stadttheater. Die Abonnementskarten sind von nun a ab täglich von 10-1 Uhr an der Kasse des Stadt­theaters zu haben. Die sogenannten Abonnementsscheine, welche als Ausweis der bestellten Abonnements dienen, sind hierbei vorzulegen.

2* Das Museum des Oberh. Geschichtsvereinsist soeben wieder durch mehrere Sehenswürdigkeiten bereichert worden. Es sind dies bei Eberstadt gefundene Kunstgegen­stände aus der römischen Zeit.

* Zur Lahnkanalisierung. Bekanntlich fand vor kurzem eine Besprechung zwischen Vertretern der preu ßischen und hessischen Regierung statt, welche damit endete, daß die preußischen Abgesandten erklärten, ein fanalmäßi ger Ausbau der oberen Lahn würde sich nicht verzinsen und müsse dementsprechend bis auf weiteres aufgeschoben werden. Der nach Pantanalverein hat deshalb eine Hauptversammlung einberufen, um seine Mitglieder über die genannten Verhandlungen zu unterrichten und gegebenen= falls zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen.

* In dem Konkursvefahren über den Nachlaß des ver­storbenen Sattlermeisters Kuhne in Gießen ist seitens des Gr. Amtsgerichts zur Prüfung der nachträglich angemelde­ten Forderungen und zur Abnahme der Schlußrechnung der Schlußtermin auf Mittwoch, den 19. Oftober 1910, 9 Uhr, anberaumt worden.

vorm.

* Gestohlen wurde in der Nacht zum Sonntag

aus einer Wirtschaft und Metzgerei an der Kaiser- Allee der Inhalt der Ladentasse im Betrage von 5-6 Mark.

* Der Bombenattentäter Werner wurde vor kurzem durch den Oberstaatsanwalt Lang in Anwesenheit des Gerichtschemikers Dr. Pop p- Frankfurt a. M. verhört. Den Gegenstand der Vernehmung bildete namentlich die Herſtell­ungsweise der Bomben, über welche das Gericht neue An­haltspunkte gewann. Das Verfahren gegen Werner konnte bis jetzt noch nicht eröffnet werden, weil die Untersuchung des Amtsgerichts Zweibrücken bezüglich des Diebstahls in der Pulverfabrit St. Ingbert noch nicht zum Abschluß ge­langt ist. stasiu

,, Vater, water!" jubelte Klara auf. Ist es denn möglich, - du kommst her? Du kommst zu uns? Endlich, endlich!" Hellborn trat dem Förster entgegen.

Ich wußte es, daß die Stunde noch schlagen würde!" fagte er einfach.

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,, D, willkommen, tausendmal willkommen!" brach Klara von neuem aus. Du kommst in Liebe, nicht im Haß zu uns?" Hellborn streckte dem Förster die Hand hin.

,, Liebe heißt die Losung, die jedem Menschen unsere Tür öffnet!" sprach er. Unser Haus soll ein offenes Menschen­heim sein! Verweigern Sie uns Ihre Hand nicht mehr?"

Nein," sprach Lorenz Reiner ergriffen, ich nehme sie an, um mit diesem Druck meiner Rechten um Verzeihung zu bitten für das Unrecht, das ich Ihnen getan habe! In dieser Stunde habe ich gesehen, daß das Glück dort ist, wo die Menschen sich nicht fürchten, glücklich zu sein. Mut haben ist alles!"

Vor Freude zitternd, hielt er Hellborns und Klaras Hände in den seinen. bun

Gesegnet diese Stunde!" rief Klara. Wenn doch auch Otto, aus dem Kerker entlassen, einst dieses Weges käme und mit uns ein Mensch würde" rod

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Sie brach ab und blickte voll Schrecken den alten Mann an. Was iſt dir, Vater?" fragte fie angſtvoll. Du wirst bleich? Du zitterst?"

Der Förster löste seine Hand aus der ihren.

Es ist zu spät," entgegnete er, er fann nicht mehr fommen!" ded

Seine Antwort machte Klara noch bestürzter.

Mein Gott, Vater," stammelte sie, wie du das fagft,- und wie du dabei aussiehst!"

Es ist doch fein Unglück geschehen?" fragte Hellborn besorgt. ( Gerichtet 51 Nr. 8.) Der Förster vermied die Blicke beider. Er schien einen Augenblick zu schwanken, ob er die Wahrheit bekennen sollte. Dann aber mit einem raschen Entschluß erwiderte er:

,, Glaubt ihr, ich wäre sonst hierher gekommen? Es sollte mein erster und mein letzter Weg zu euch sein! Ehe ich Ab­schied von allem nahm, wollte ich mit eigenen Augen sehen, wie es hier stand, und wenn ich es anders gefunden hätte Er stockte, da er Klaras Augen fragend auf sich ges richtet sah. Vater, du erschreckst mich!" entbebte es ihr. " Ja, ich kam mit finsteren Gedanken hierher!" stieß er heraus.

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Ich weiß, daß Sie mich haßten!" fiel Hellborn ein. Aber Haß ist oft nur verkannte Liebe!"

Der Förster neigte das Haupt, wie von schwerer Schuld erdrückt.

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* Festgenommen wurde in Gießen ein stellen loser Arbeiter wegen Drohungen. Da sich später jedo bei dem Verhafteten Spuren von geistiger Störung zeigten, wird der Mann wahrscheinlich einer Frren- Anstalt überwi sen werden.

Hus Hessen und Nachbargebiet.

beutfchen Bant fielle gefchaffen, foliden Bantgen belämpfen foll. * Chem neralversammlun Koelpich Dresde tan fich Begrif lirchlichen Beho der Führer der Oberhaupt ber bie Ziele des Brüf gannen geftern Underberg berrhein erhielt berg- Boonetam Auszeichnung rechtem Stolze die Jury durch borragende, lei der deutschen& ebrenvoller We * Auz

* Großen- Buseck. Am Sonntag fand hier das Jahresfest des Gießener Zweigvereins der Gustav Adolf Stiftung statt, wobei Pfarrer Groth- Rödgen die Festpredigt hielt. Nach dem Festgottesdienst fand im Saale des Her Brück eine Nachversammlung statt, wobei Ansprachen über die Gustav Adolf- Vereinssache von Pfarrer Bechtolsheimer Gießen und Böchner- Trais gehalten wurden.

hier statt.

tato 13 heim. Die Gemeinderatswahl findet heute * Strebendorf. Ein schweres Unglück trug sig hier zu. Mit seinem schwerbeladenen Müllerwagen fuhr Hch. List die steile Kreisstraße bei Romrod herunter, die Pferde scheuten und gingen durch, der Fuhrmann stürzte vom Wagen und wurde von dem schweren Fuhrwert auf der Stelle getötet.

* Kaichen. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Karl Roth mit 116 Stimmen wie dergewählt. in a suns

* Lauterbach. Der Stadtvorstand beschloß die Ausführung des von der Kulturinspektion Gießen aufge stellten Kanalisationsprojektes für die gesamte Stadt. Die Baukosten sind von obiger Behörde, welcher auch die Bau leitung übertragen wurde, auf rund ¼ Million Mark ver anschlagt.

* Alsfeld. Die projektierte Nebenbahn Alsfeld­Nieder- Aula, deren Bau im nächsten Jahre in Angriff ge nommen werden soll, wird eine Abzweigung nach Schli erhalten. Nach dem Plan der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. soll diese Seitenlinie von dem projektierten Bahnhof Nieder Jossa abzweigen und durch die hessischen Gemartum gen Unter- Wegfurth, Ober- Wegfurth, Rimbach, Queck, Sand lofs, Hußdorf und Schlik, sämtlich im Kreis Lauterbach, 19000! führen.

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* Friedberg. Im großen Saale des Prediger seminars fand die Herbstentlassung statt. Direktor D. Eger richtete herzliche Abschiedsworte an die Scheidenden. Vertreter der obersten Kirchenbehörde war Herr Konsisto­rialrat D. Petersen bei

die Feier schloß sich ein Festessen im Hotel Trapp. du med * Friedberg. Werner wurde zur Konfron tation mit den Studenten, mit denen er im Burghotel ver tehrt hatte, hierher transportiert.

eine Anſpräche hielt. der Feier anwesend, der ebenfallz

* Ockstadt. Am 18. Oftober findet hier die Ein weihung der größten fatholischen Kirche Oberhessens statt. Der Bischof von Mainz wird am Vorabend eintreffen, am Kinder firmen.

18. die Weihe vollziehen und am 19 alliberalen Vertrau

* Darmstadt. ensmänner- Versammlung wurde auf Vorschlag der Jung­liberalen Dr. Osann einstimmig zum Reichstagskandida ten proklamiert.

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Die Gröff erfolgte mit

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* Ostheim. Dieser Tage wurde dahier eine Schä ferei- Genossenschaft gegründet, welcher bis jetzt zirka Mitglieder angehören.

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sind bei dem diesjährigen Ma

nöder die außerordentlich zahlreichen Beschre/ ungen der

Mannschaften wegen Urlaubsüberschreitung und ähnlichen Vergehen. Das hiesige Garnisongefängnis ist z. B. über füllt, so daß laut Gouvernementsbefehl vorerst nur die " alten Mannschaften", die den Hauptteil können.

len, im Gefängnis untergebracht werdener Bestraften stel­

Aus aller Welt.

* Berlin. Bankdirektor Otto Sattler wurde auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft von der Berliner Kri­minalpolizei wegen Betrugs verhaftet. Um ähnliche Schwin­deleien in Zukunft zu verhüten, hat der Zentralverband des

" Jetzt weiß ich, daß Sie die Wahrheit sprachen," sagte er. Was Sie auszusprechen wagten, war ia im Grunde in mir jelbst: der Kampf mit der Verderbtheit der Zeit! Aber Sie fleideten es in eine neue Form, die ich nicht verstand und die meinen Troß erregte. Ich kämpfte wider mich selbst, ohne es zu wissen, denn im Herzen waren wir eins. Und nun haben Sie mich bezioungen!"

Aber Klara beruhigte feine Antwort nicht. " Du verschweigst noch es was," sprach sie ,,, fage alles! Was hatteſt du vor, Bater?" as alum

Der Förster sah mit bedeutungsvollem Blick auf die Büchse in seiner Hand.

Rechenschaft wollte ich verlangen von dem da, der mir mein Kind genommen hat!" sprach er schwer.n

,, Das stand bei einer höheren Macht!" versetzte Klara mil einem Blick nach oben.bilitat zocblour#

Und wenn es anders gewesen wäre?" fuhr der Förster fort. Mir hätte nichts daran gelegen, auch hier Gericht zu halten, ich es dort getan habe!"

de Frau blickte ihn befremdet an.

" Dort?"( prach sie ihm nach Was sollen deine dunklen Worte bedeuten? Du ängstigst mich! Ist der Mutter etwas geschehen?" ( Gerichtet 52 Nr. 8.)

Eine schwüle Stille entstand.j Die Stimme Lorenz Reiners rang nach Festigkeit, als er endlich antwortete: 01/

Ja, ein großes Herzeleid! Das größte für ein Mutter herz! Es weint und klagt daheim!" and

,, So laß uns zu ihr eilen, Klara!" rief Hellborn. ,, Nein, bleibt!" wehrte der Förster ihnen jedoch. Meine Beit ist kurz, und ihr könnt doch nicht helfen. Der Anblick ist nicht für euch!"

,, Welcher Anblick, Vater?" and

Der eines Toten!" tam es dumpf von des Försters Lippen. ,, Allmächtiger Gott, welch ein Gedanke!" schrie Klara auf.

Otto?"

Mit gepreßtem Atem stieß der Förster schwer und abge brochen die Worte heraus: wie er gelebt im Augen

In Schmach und Schande blick, da er die Hand erhob- wider Mutter und Vater Eine furchtbare Vermutung durchzuckte Klaras Hirn. s Gott im Himmel, verstehe ich recht? Du hast Sie haben sich verteidigt?" fiel Hellborn ein. haben-"

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Die junge Frau schauderte, wie von einer eisigen Hand berührt, zusammen.

( Fortsetzung folgt.)

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