Einzelbild herunterladen

in die Geschichte dieser Truppenteile ein. Bei der Pa-| rade war die heroische Gestalt des Herrn die erste, die vor seinen Grenadieren an seinem kaiserlichen Vater vor­überzog. Und Generalfeldmarschall von Moltke leitete die späteren Uebungen. Seitdem sind die hohen Herren da­hin gegangen und sind für uns historische, heroische und von der Sage umwobene Gestalten geworden. Aber nicht dahin gegangen ist der Geist, den diese Männer in die preußische Armee und in das hiesige Korps eingepflanzt haben. Hochgehalten und gepflegt werden nach wie vor die alten Traditionen von den Regimentern, die mit ihren Wurzeln teilweise bis in die turbrandenburgische Geschichte hineinreichen. Das Armeekorps, welches ich nochmals zu seiner vorzüglich gelungenen und schönen Parade beglückwünsche, hat mir am heutigen Tage gezeigt, daß es sich seiner Tradition und seiner Geschichte voll bewußt ist, und beim Anblick seiner Reserven und der Kriegsveteranen, von denen über 14 000 Mann hier er­schienen waren, wird uns die Geschichte der Leistungen des Korps in dem letzten Kriege wieder deutlich vor Augen geführt. Wenn ich im Frühjahr von meinem Be­sitz bei Mezz die Felder durchstreife, so tomme ich an den Gedenksteinen der Regimenter vorüber, die sich dort un

ter den Augen des Prinzen Friedrich Karl geschlagen ha ben, und die Hammerschläge taten für die Basis, auf der das Deutsche Reich aufgebaut werden sollte. So verbin­den sich Vergangenheit und Gegenwart, beide gewährlei­sten uns den Ausblick in die Zukunft. Das Armeekorps, das ich heute in so tadelloser Disziplin und so vorzüg­licher Paradehaltung gesehen habe, gibt mir die Gewähr, daß, wenn es notwendig ist und ich den Appell an seine Waffen stelle, es seine Pflicht tun wird wie zuvor unter meinem Großvater und seinen großen Führern."

Lokales.

Gießen, 25. August 1910.

** Ernannt wurde vom Großherzog der außer­ordentliche Professor in Freiburg i. Br. Dr. med. Karl v. Eicken zum außerordentlichen Professor bei der medizi­nischen Fakultät der Landes- Universität mit Wirkung vom 1. Oftober 1910 an.

* Bestätigt wurde der von dem Herrn Fürsten zu Stolberg- Roßla Ortenberg auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder- Seemen präsentierte Schulamts= Aspirant Hugo Maurer- Heuchelheim, Kr. Büdingen, für diese Stelle.

** Uebertragen wurde dem Lehrer Johann Diehl zu Gedern eine Lehrerſtelle an der Gemeindeschule zu Ober- Schmitten und dem Lehrer Friedrich Konrad We st= þhal zu Wölfersheim eine Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Wieseck.

* Von den Kliniken. Die zuständigen Be hörden beschäftigen sich augenblicklich wieder mit der Frage einer Errichtung von besonderen Universitäte­kliniken für Ohren-, Haut- und Geschlechtskranke. Hoffentlich erhält in absehbarer Zeit die Universität diese für ihr Aufblühen notwendige Bereicherung ihrer wissen­schaftlichen Hilfsmittel.

** Städtisches. Der Abbruch der in der neuen Fluchtlinie der Sandgasse, welche die Neustadt mit der Kirchstraße verbinden soll, gelegenen Baulichkeiten ist nunmehr ausgeschrieben worden. Damit wird einer der ältesten Teile von Gießen der modernen Bebauung ec. schlossen. Auch auf der anderen Seite der Neustadt verschwindet binnen furzem ein Stück Alt- Gießen, als dort die städtischen Gebäude Tiefenweg Nr. 18 und Neustadt Nr. 5 ebenfalls niedergerissen werden, um die Durchführung des für den Tiefenweg aufgestellten Flucht lintenplanes zu gestatten.

17)

Gerichtet.

Familienroman von Franz Wichmann.

,, Nein, nein, du kommst nicht aus dir selber zu mir," stieß sie aus ,,, du hast mir diese Blumen nicht aus dir selber ge­brochen, dich schickt dein Vater!"

Ich habe sie gepflückt für dich," sprach das Kind ,,, und der Vater hat gesagt, das sei recht, denn ich müsse dir dank­bar sein!"

,, Sie kommen von ihm," sagte Klara halb zu sich selbst, ,, ich kann sie nicht nehmen, auch nicht aus diesen Händen, die rein sind! Geh, nimm deine Blumen, trage sie zurück,- ich will nichts nichts von ihm!"

Und mit leidenschaftlicher Bewegung schob sie den Knaben von sich.

Dem Kinde traten Tränen in die Augen.

Was hab' ich dir getan, daß du mir böse bist?" fragte es. Ehe das Mädchen etwas antworten konnte, hatte Hellborn sich erhoben und war ebenfalls an den Tisch herangetreten.

,, Fräulein Reiner," sagte er mit seiner milden, versöhnenden Stimme, verzeihen Sie, daß ich auf diesem Wege den letzten Abschied von Ihnen zu nehmen suchte. Ich dränge mich Ihnen nicht auf. Sie weisen das Kind, dem Sie einst das Leben retteten, von sich. Sie dürfen tun, was Ihnen recht dünkt, das Kind wird Ihnen dennoch zeitlebens dankbar sein, wie ich es bin!"

Klara wandte sich ab und erwiderte kühl:

Ich denke, Herr Hellborn, daß Sie trotz Ihrer modernen Anschauungen die alten Gesetze des Anstandes bewahren und eine Bekanntschaft, die nur der Zufall fügte, in dem Augenblic als abgebrochen betrachten werden, wo ich von Ihrem Kinde diese Blumen annehme, wenn Sie es denn wollen als Zeichen der Dankbarkeit!"

In raschem Entschluß nahm sie dem Knaben die Blumen ab und legte sie vor sich auf den Tisch.

,, Aber, Klara," tadelte Frau Baumert, was ist das für ein Benehmen? Stelle mir den Herrn doch vor!" Das Mädchen warf ihr einen zornigen Blick zu. Wenn du es wünschest!" sagte sie. Also: Herr Hellborn meine Tante, Frau Baumert."

-

,, Dürften wir Sie nicht ersuchen, ein wenig bei uns Platz zu nehmen?" ergriff die Leztgenannte schnell die Initiative. ,, Aber, Tante!" stieß Klara hervor.

Ich danke für Ihre Freundlichkeit," erwiderte Hellborn. Ihre Einladung, Frau Baumert, widerspricht der feindlichen Gesinnung Fräulein Reiners, die mir vorläufig einen Plat

* Die Manöverzeit wird mehrere fremde Truppenteile nach Gießen führen. Es werden in unserer Stadt weilen: 7.- 9. Sept. das 21. Pionierbat., 8. Sept. 2 Kompagnien der Unteroffizierschule zu Biebrich a. Sch., 12. Sept. das 1. und 3. Bataillon des 88. Inf.- Regt. Während die Mannschaften in den Kasernen einquarttet werden, nehmen die Offiziere in den Gasthäusern Wohnung.

* Die Landestrrenanstalt an der Licher Straße wird am 1. April 1911 ihrer Bestimmung über­geben werden können, da die Einzelbauten im äußern schon fertiggestellt sind. Sie sind bis auf das Maschinen­haus im Darmstädter Landhausstil gehalten. Die

* Grünberg. Der hier stattgefundene Ludwigs markt nahm, obgleich die Erntearbeiten noch im Gange sind, einen recht lebhaften Verlauf. Der Schweinemarkt hatte eine sehr starke Auffahrt. Die seitherigen hohen Preise wie sen aber einen Rückgang auf. Der geringe Ausfall

der

Kartoffelernte und der übrigen Hachgewächse sind hierbei ihre jorgenlofe

was die prach Lage anbetriff der Barin und

das Prinzeffin

geblieben, wie

am nördlichen

werk höher gel

fämtliche Für

Wohnung ne berg mit ihre Sabalierbau U

von großem Einfluß. Da die Verkäufer von ihren seitheri gen hohen Preisen nicht leicht ablassen wollen, so ging der Handel gedrückt. Bezahlt wurde für das Paar Ferkel ge bis 58 Mr. Die beste Sorte war am begehrtesten. Det Rindviehmarkt war wie gewöhnlich schwach besetzt. Hier herrschten hohe Preise und flotter Handel, Erscheinungen die den Fleischpreis von 85 Pfg. für das Pfund, wie iezt auf dem Lande bezahlt wird, erklärlich machen.

ringster Sorte 28-32 M., mittlerer 35-40 M., bester 55 bäude, dem so

et

* Alsfeld. Die sechste Mitgliederversammlung

Krankenhäuser erheben sich im Wald, eine Anordnung, der ersten oberhessischen Kornhausgenossenschaft tagt herrnbau wer

welche auf die Heilung der Kranken den günstigsten Einfluß ausüben dürfte. Die Anstaltsleitung wird außer­dem besonders geeignete Insassen zwecks Leschleunigung ihrer Herstellung auf den benachbarten, ebenfalls dem Sto Staat gehörenden Feldern mit Landarbeit beschäftigen.

* Reichstagsersazwahl. Jm sächsischen Wahl­freise Marienberg- 3schoppau im Erzgebirge hat die Er­sagwahl für den verstorbenen Abg. Zimmermann statt­gefunden. Sie ergab den glatten Steg der Sozial­demokraten. Nach der endgültigen Feststellung erhielten Fritsche( Reformpartei) 4630. Brodauf( Freis.) 4717 und Göhre( Soz.) 14831 Stimmen. Nach einem Bericht des Vorwärts" wurde die Taktik befolgt, in jeder bürgerlichen Wahlversammlung sozial­demokratische Redner auftreten zu lassen.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

r Rodheim a. d. Bieber, 26. Aug. Die dies­jährige letzte Generalversammlung der hiesigen Spar­und Darlehnskasse wurde am Mittwoch unter dem Vorsitz des Direktors Heyniann auf dem hiesigen Rathaussaal abgehalten. Die Kasse ist zu einem ge­waltigen Institut angewachsen und erstreckt sich weit über den Bezirk Rodheim auch auf die Nachbarkreise Wezlar und Marburg. Der erzielte Reingewinn wird auch jetzt wieder ausschließlich für gemeinnützige Zwecke bereit gestellt. Verdanken wir doch der Kasse untere Straßenbeleuchtung, zu deren Ausbau 150 Mt. zur Ver­ügung gestellt werden. Außerdem werden der Schwester­station, dem Gewerbeverein der freiwilligen Feuerwehr und dem Verschönerungsverein je 100 Mt. zu ihren Zwecken bewilligt. Der Verschönerungsverein, durch Behrer Kloes gegründet, sucht unsern emporblühenden Ort als Luftkurort auszubauen. Auch für die zu er richtende Schwesterstation Krumbach- Frankenbach wurden von der Generalversammlung 100 Mt. bewilligt. Die hiesige Sparkasse wird vom 1. Januar 1911 ab in eine Verbandssparkasse umgewandelt.

* Buzzbach. In dem Vogt'schen Anwesen an der Hochweiselerstraße brach in den Hintergebäuden Feuer aus. Durch die Feuerwehr wurde der Brand auf seinen Herd beschränkt.

* Grünberg. Nachdem die Arbeiten für die Er­weiterung des hiesigen Bahnhofes fertiggestellt waren, konnte am Donnerstag die landespolizeiliche Abnahme im Beisein Eisenbahndirektion stattfinden. Die Arbeiten dauerten etwa der Vertreter des Ministeriums, des Kreisamtes und der

zwei Jahre.

Frau Baumert erschrak jetzt denn doch wirklich. Das hatte fte nicht erwartet.

Entsetzlich!" rief sie. Nach Recht und Gesetz? Und das sagen Sie selbst?"

Hellborn lächelte schmerzlich.

Ich muß es wohl," antwortete er. Auch ich, wenn ich Richter gewesen wäre, hätte mich verurteilen müssen. handelte sich um einen Milchdiebstahl!"

Ea

au Ihrem Tisch verbietet. Lassen Sie mich daher stehend noch einige Worte hinzufügen."

Er zog den Knaben an seine Seite, dann fuhr er fort: Sie berufen sich auf die Regeln des Anstandes, Fräulein Reiner, vor den Ohren meines Kindes. Es ist nicht um mich, daß ich Ihnen darauf eine Antwort erteile, sondern um eben dieses Kindes willen, denn ich gehöre nicht zu denen, die An­stand und Sitte aus der Welt geschafft haben wollen. Werden Sie mir gestatten, eine Erklärung zu geben, die ich früher, als ich Ihnen allein gegenüberstand, unterließ?"

Seine imponierende Festigkeit machte das Mädchen verlegen. ,, Warum unterließen Sie es?" fragte sie leise.

,, Weil Sie es nicht verlangten, die traurige Geschichte, um die es sich da handelte, zu hören, und weil ich meinerseits es für genügend hielt, den Tatbestand zuzugestehen!" versetzte er mit der ihm eigenen Offenheit.

,, Sprechen Sie!" sagte Klara hastig.

Ehe er antworten konnte, mischte Frau Baumert sich ein: ,, Verzeihen Sie eine Frage. Meine Nichte hat mir vieles von Ihnen erzählt und mich über alles unterrichtet. Ist es wirklich wahr, daß Sie in Paris verurteilt wurden?" Ich wurde es!"

Ein Gefühl der Beschämung stieß in Klaras Seele auf. Sie überwand sich und sagte mit unsicherer Stimme:

Dürfen wir Sie bitten, sich zu ſczen? Die Leute achten und horchen bereits auf uns!"

Wenn Sie es wünschen!" erwiderte Hellborn, jedes Wort betonend.

Ich bitte darum!" sagte Klava leiſe. Hellborn zögerte nicht länger. Er setzte sich und zog den Knaben zwischen seine Knie.

,, Gestatten Sie, Herr Hellborn," sagte Frau Baumert, daß auch ich Zuhörerin bei dieser gewiß seltsamen Geschichte bin, die, wie ich glaube, auf der Verurteilung eines Unschuldigen beruht?"

Hellborn verneigte sich.

Sie irren, Frau Baumert," antwortete er, es war ein ganz gewöhnlicher Diebstahl. Und ich wurde nach Recht und Gesetz wegen eines solchen verurteilt."

( Fortseßung folgt.)

hier. Direktor Zobel erstattete den Rechenschaftsbericht Sternberg ne Die Genossenschaft zählt 856 Mitglieder mit 1572 Se denen Hofcha

schäftsanteilen und 314000 Mt. Haftsumme. Es traten

Kommando fo

26 Mitglieder bei. Der Gesamtumsag ist 717000 Mleuten der ru

zu

der Reingewinn 4752 Mt. Die beiden Kornhäuser Alsfeld und Niedergemünden stellen einen Wert von 44745 Mt. dar.

cuffifchen Geb fahmude. Di

Friedberg

* Aus dem Lumda ta l. Die Regulierung der fleißig, um d Lumda ist bereits von mehreren Gemeinden, z. B. Lollar, einem angeneh Daubringen, Mainzlar ausgeführt. Jetzt haben auch die Gemeinden Odenhausen und Geilshausen die Geradelegung des Flüßchens beschlossen, um dadurch die alljährlichen Ue berschwemmungen des Tales zu vermindern.

* Münster b. Lich. Die Erbauung der Wasserleit larer Unternehmer vergeben. Die Ausführung geschieht nach ung und Kanalisation wurde dieser Tage an einen Web den Plänen der Kulturinspektion Gießen, die Kosten sind zu 23 000 Mt. veranschlagt. Die Wasserleitung wird an das staatliche Wasserwerk Lauter- Bad- Nauheim angeschlossen und soll bis Herbst vollendet sein.

* Ulfa b. Nidda. Hier starb der langjährige Bür germeister und Standesbeamte Döll im hohen Alter von 80 Jahren.

* Burgsolm s. Hier fiel beim Mähen der Kriegs veteran Lot in die Sense, so daß ihm das Kniegelent durchschnitten wurde. Nachdem der Unglückliche 2 Stunden hilfios im Feld gelegen hatte, wurde er gefunden und in die Klinit nach Gießen verbracht.

liche Gebäude,

Verwaltungsg

ufw. werden i

prangen.

Das Gro

Ben

Das Main beffischen Zentru ung zur Re Beitartikel eine teilung. Man tagswahl in W nalliberalen mi wahlunterstützun jene Parteien 3 gleichwertiger G deren Worten, i tad- Groß Gera ten unterſtüßen, Offenbach- Diebu

* Marburg. Der Ballon Marburg" ist auf seiner letzten Nachtfahrt unter Führung des Oberarztes Dr. Diet und Kausmann Weyland aus Kassel bei Wronte, Provinz rich aus Kassel, mit den Herren Apotheker Calließ von hier Posen, glatt gelandet. Er legte in nicht ganz 12 Stunden, in der Luftlinie gemessen, eine Strecke von rund 600 Kilo metern zurück. meister Moscherosch zum vierten Male einstimmig zum Bür- den.

* Burg- Gräfenrode. Hier wurde Bürger­germeister wiedergewählt.

zu bieten, den Zentrum auszul Nationalliberale

Sirali

Am 14.

* Darmstadt. Eine Anzahl Gemeinderechner der Provinz Startenburg weigert sich, die Beiträge für die Land­wirtschaftskammer, welche schon einige Zeit fällig sind, zu erheben, da die Hebelisten unvorschriftsmäßig statt von dem Vorsitzenden der Landwirtschaftskammer von dem Generalsekretär unterzeichnet sind und sie die Verant Vormittags 8 wortung nicht übernehmen wollen. Es werden voraussicht lich neue Hebelisten anzufertigen sein, was eine weitere Hin ausschiebung der ohnedies schon wesentlich verzögerten und einen namhaften Zinsverlust bedeutenden Erhebung Beiträge zur Folge haben dürfte.

Zugleich C Matthäusg

der

Grum

Dienstag,

* Offenbach. In der Stadtverordnetensitzung brachte Bürgermeister Dr. Dullo die Denunziation des Bei­geordneten Walter durch Angestellte der Baupoltzei zur Sprache. Nach Kenntnis des Aftenmaterials dürfte,

wie

der Vorsitzende ausführte, aus der gerichtlichen Untersuch ung so gut wie nichts herauskommen. Bis zur Entscheid ung sollen in dieser Angelegenheit alle weiteren Schritte vorbehalten werden.

* Offenba ch. Der Am: sniederlegung der Arbeit geber- Vorstandsmitglieder der hiesigen Ortskrankenkasse ist von der Aufsichtsbehörde die Genehmigung versagt worden. * Offenbach. Gegen den Beigeordneten Walter, den Chef des Bauamtes und der Baupolizei, dem man lage des Kanalneßes zum Vorwurf macht, ist von der Staatsanwaltschaft Untersuchung eingeleitet.

foll das Gru

stelle des Gro Weise versteige Wiesen

Die Zui

eine schwere Schädigung der Stadt durch die verfehlte An- bäude auf der

* Mainz. Die bei der Minensprengung am ver gangenen Freitag betäubten 4 Offiziere und 10 Soldaten sind alle wieder hergestellt.

* Mainz. Der am 13. und 14. September dahier stattfindende Verbandstag der pfälzischen, badischen u. hessi schen Raiffeisenvereine beginnt am Dienstag, den 13. Sep tember, mit einer geschlossenen Versammlung der Rechner und Vorstände.

Aus aller Welt.

* Stuttgart. Bei dem in Stuttgart abgehalte­nen Wettschreiben des Deutschen Stenographenbundes Ga­belsberger fonnten von den 2300 Wettschreibern 1719 mit Auszeichnungen bedacht werden. 38 Wettschreiber vom Hess­Nassauischen Stenographenverband wurden mit Ehrenprei­sen ausgezeichnet, u. a. bei 200 Silben Hans Roloff Gießen.

* Kiel. Die Zeppelinsche Vorerpedition nach den arktischen Gebieten ist an Bord des Lloyddampfers Mainz" hierher zurückgekehrt.

)( Walter Rütt geschlagen. O. Fuchs wurde am Sonntag, den 21. d. Mts., im Vorgabefahren in Leip­zig Erster vor Lüdecke, Scheuermann und Rütt und gewann auch die Meisterschaft des Leipziger Rennfahrer- Verbandes. Im Stundenrennen siegte W. Ebert, der wie Fuchs die Marte Brennabor fährt. In Barmen gewann T. Hall auf Brennabor vor Stellbrink, van Gent und Hoppe den Preis vom Wuppertal.

)( Straßenfahrten. Am 21. Auguft gewannen der Weltrekordmann F. Hauptmann die 300 Kilometer lange Straßenfahrt Berlin- Spremberg- Berlin, R. Schirmer die 60 Kilometer lange Fernfahrt Berlin- Heegermühle und A. Wagner das Straßenrennen Hamburg- Kiel- Hamburg. Die genannten drei ersten Preiträger fahren die Marke Bren nabor.

Bum Barenbesuch in Friedberg.

Fürst Orloff, der Chef des Militärkabinetts des Zaren, sowie Oberst Rutschkin haben vorläufig im Hotel Carlton in Frankfurt mit Gefolge Wohnung ge nommen. Fürft Orloff ist während des Aufenthalts des Zarenpaares im Friedberger Schlosse zum persön lichen Dienst des Zaren als Adjutant abfommandtert worden.

Im Schlosse sind folgende Dispofitionen getroffen worden: Im ersten Stock liegen die Gesellschaftsräume, von denen der Burggrafensaal der schönste ist, sowohl

Gieße Neubaubure

hat Ge

Vellchense

seinen hubs

Einkauf gen

Allein.