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Hessischer Landlag.

Der Landtag setzte am Donnerstag seine Beratungen fort. Der Ausschußreferent Abg. Moithan begründete die Ausschußbeschlüsse in längerer Rede und betonte, daß sich der Ausschuß fast einstimmig auf dem Boden der ab­geänderten Regierungsvorlage gestellt habe und bemerkte, daß die Entscheidung über die Annahme des Entwurfs in der Ersten Kammer liege, die auch für die eventuelle Ab­lehnung die Verantwortung tragen werde. Der Ausschuß sei darauf bedacht gewesen, nicht nur das Interesse einzel= ner Berufstlassen, sondern aller Berufsstände gleichmäßig zu wahren. Zum Schluß forderte der Redner zur einmütigen Annahme der Vorlage auf. Abg. Reinhart dankte dem Finanzminister für seinen am Mittwoch dargelegten aus führlichen Bericht und drückte die Hoffnung aus, daß die Vorlage in beiden Kammern zur Verabschiedung kommen werde. Nach einer Frühstückspaule nahm Abg. Ulrich das Wort. Er führte aus, daß sich das Prinzip der Leist ung und Gegenleistung bei der Gemeindesteuer nicht einfach durchführen lasse. Der jetzt vorliegende Entwurf verfolge den Zweck, die Besitzenden zu entlasten und die Minderbe­

mittelten zu belasten.

Die Generaldebatte über den Gemeindesteuer- Geseßent­wurf wurde gestern zu Ende geführt. Der Abg. Brauer verwies auf die Schwierigkeiten der ganzen Steuervorlage. Die von den Sozialdemokraten so start betonte Abziehung der Schulden und die stärkere Heranziehung des Kapitalis mus seien wohl sehr schöne Agitationsmittel, in der Pra­ris aber nicht durchführbar. Er warnte vor einer zu star­fen Heranziehung des Kapitalismus, da sonst sehr leicht eine Abwanderung der kapitalkräftigen Einwohner erfolgen könnte. Die neue Vorlage bringe wesentliche Verbesserungen. Mini­sterialdirektor Dr. Beder hat die feste Ueberzeugung, daß die jetzige Vorlage eine große Mehrheit finden wird. Die Die Ausgaben der Gemeinden seien von Jahr zu Jahr ge= stiegen, und so könne es nicht weitergehen. Eine jahrzehnte länge Arbeit liege der jetzigen Vorlage zu Grunde.

Nach Wiederaufnahme der Situng gab Abgeordneter Dr. Osann noch den Empfindungen aller Parteien, außer der Sozialdemokratie, dahin Ausdruck, daß durch die Rede des Geheimrats Dr. Becker dem Abg. Ulrich eine Nieder­lage bereitet worden sei, wie noch nie. Die Besitzenden würden durch die Vorlage in erhöhtem Maße herangezo­soll Ausfall decken, der

Tierschutzverein Gießen.

Am Donnerstag fand abends in der Restauration Spud in der Nordanlage die diesjährige Generalversammlung des Gießener Tierschutzvereins statt. Rechnungsablage, Jahres­bericht, Vorstandswahl und ein Vortrag standen auf der Tagesordnung. Dieselbe bot mithin genug des Schönen und Belehrenden namentlich in anbetracht des Umstandes, daß der Vortrag sich mit den Vorkommnissen d. h. Unzu träglichkeiten befaßte, welche seinerzeit sich in einem be freundeten Verein zugetragen hatten und dem hiesigen Ver­ein als Warnung dementsprechend auch dienen konnten.

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Der Vorsitzende, Hauptlehrer Knauß eröffnete recht gut besuchte Versammlung, indem er die Erschienenen im Namen des Vorstandes willkommen hieß.- dem Schriftführer Lehrer Straub erstattete Jahres= bericht bewies, daß der Verein auch in dem abgelau­fenen Jahr für die Sache des Tierschutzes rege tätig wesen war. U. a. bezog er in dem genannten Zeitabschnitt 4500 Tierschußtalender, während als Prämien für beson ders gute Behandlung von Tieren 355 Mt. bewilligt wur­den. Strafanträge wegen Tierquälereien wurden im gan zen 57 gestellt. Dem Berliner Tierschutzverein überwies der Verein 10 Mt. als Beihilfe. Andererseits wurden dem Ver­ein seitens der Bürgerschaft auch in diesem Jahre wieder besondere Liebesgaben zugedacht. So bewilligte die Be­zirkssparkasse für die Förderung des Tierschußes 100 Mr. Der Mitgliederstand des Vereins betrug am 1. April 1909 im ganzen 425 Personen, von denen im Laufe des Jahres 22 durch Krankheit, Tod 2c. ausschieden, während 60 neu hinzutraten, so daß augenblicklich 463 Tierfreunde dem Ver­ein angehören. Die von dem Vereinsrechner Prokurist L. Wolff erstattete Rechnungsablage ergab in dem Rechnungsjahr eine Einnahme von 2000,20 Mt. und eine Ausgabe vpn 1996,23 Mt. Das Vereinsvermögen betrug am 1. April 1910 2399,24 mt. Diese Rechnung war von dem Kassenrevisor geprüft und richtig befunden worden. Es wurde dem Rechner deshalb Entlastung erteilt. Da aus dem Vorstand alljährlich ein Drittel der Mitglieder aus­scheidet, so war in diesem Jahre Ne u wa h I folgender Herren notwendig: Rentner Heil, Prof. Koch, Ober bürgermeister Mecum. Gleichzeitig mußte für den nach Alzey versetzten Polizeiamtmann Reinhart eine Ersatzwahl stattfinden. Sämtliche neu zu wählenden Personen wurden Rein=

gen. Die Warenhausſteuer le feinen Geschäfte infolge der durch Buruf wiedergewähltür Bolizeiammagi

ungünstigen Geschäftslage weniger konkurrenzfähig seien. Der Redner trat zum Schluß warm für die Vorlage ein und empfiehlt deren Annahme. Abg. Wolf erklärte, nach gründlichem Studium der Vorlage sei er zu der Ueberzeug ung gekommen, daß sie besser und gerechter sei, als die frühere. Abg. Gutfleisch teilt die Freude mit, die an­dere empfunden. Auch der alte Entwurf habe große Vor­züge gehabt. Nächste Sitzung ist Dienstag vormittag 10 ühr.

Lokales.

Gießen, 25. Juni 1910.

rat Gebhardt vor, der hierauf auch gewählt wurde. Ueber die abgeänderten Satzungen erstattete recht aus= führlich der Vorsißende Bericht, welcher darauf hinwies, daß deshalb eine Neugestaltung der Sabungen notwendig geworden sei, weil die von dem Verein bekanntlich ange­nommenen Saßungen des Tierschutzvereins für das Groß­herzogtum Hessen für die hiesigen Verhältnisse einer Er= gänzung bedürfen. Die Abänderung wurde bereits in der Ausschußsizung durchberaten, aus welchem Grunde sich die Versammlung einstimmig mit der Neugestaltung einverstan­den erklärte. Besonderes Interesse erweckte ferner die Mit­teilung des Vorsitzenden, daß die Firma Armin Hirt in Württemberg dem Verein mehrere Dosen einer Salbe über­sandt habe, welche als Heilmittel für Insektenstiche bei Tie­ren nach der Angabe der Firma sich ganz gut bewährt ha ben soll.. Von den übrigen Angaben des Vorsitzenden ver­dient besondere Erwähnung, daß der Verein in dem abge­laufenen Jahr mehreren Metzgerburschen für die besonders milde Behandlung von Tieren bei der Schlachtung Belohn­der Vorstand, sondern auch die Mitglieder ihr ganzes Kön­nen in den Dienst des Tierschutzes stellen, bewies die Be­mertung eines Mitgliedes, daß in den städtischen Anlagen die Vogelnester nicht wenig durch das Besprißen der Baum­tronen leiden, was wohl nur einem scharfen Beobachter auf­fallen tann. An die Verhandlungen schloß sich ein Vor­über die Verhältnisse in einem befreundeten Verein, dem trag an, den Lehrer Karl Müller, wie schon erwähnt, Wiesbadener Tierschutzverein, hielt, welche infolge des Auf­tretens einer Gegenpartei den dortigen Vorstand schließlich zur Abdankung nötigten.

** Provinzial- Ausschuß. Kommenden Mitt­woch, vormittags 9 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial Ausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tages Ordnung ftatt: 1. Beschwerde des Stadt­baumeisters i P. Zörb zu Friedberg wegen Heranziehungen von 3-6 Mt. zuerkannte. Daß aber nicht nur ung zu den Straßenreinigungskosten. 2. Rekurs des Herm. Fischer zu Bad Nauheim gegen einen Polizeibe­fehl Großh. Kreisamts Friedberg. 3. Heranziehung des Pachters Jakobi zu Utphe zu den Kreisstraßen- Unter­haltungskosten 4. Hilfsbedürftigkeit des Heinrich Kaiser bon Orleshausen. 5. Klage des Ditearmenverbands Darmstadt gegen den Landarmenverband Friedberg wegen Unterstützung des Joh. Baptist Ochs von Böttingen. * Städtisches. Auf die kürzlich von der Stadt ausgeschriebene Weißbinderarbeiten an den Marktlauben liefen im ganzes 10 Angebote ein, unter denen Weiß­bindermeister Eduard Kohlermann mit 201,77 Mark Mindestfordernder blieb.

* 75. Geburtstag. Am Donnerstag vollendete der ordentliche Professor der Universität, Geheimrat Heß, welcher sich bekanntlich am 1. Oktober in das Privat leben zurückzieht, das 74. Lebensjahr.

* Häute und Fett verwertungs Genossen schaft. Das Jahr 1909 brachte der Häutes und Fett­verwertungs Genossenschalt eine Gesamtetunahme von 25 000 Mr., von der ein Reingewinn von 2000 Mark verblieb.

* Viehmarkt. Bei dem am 21. und 22. Juni stattgefundenen Markte waren aufgetrieben: 1760 St. Rind­vich und 241 Schweine. Der nächste Markt findet am 5. und 6. Juli d. Is. statt., am letzteren Tage auch Krämer­markt.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

* Grünberg. Der Johannismarkt" nahm troß des Gewitterwetters, das ihn begleitete, einen guten Verlauf. Der Schweinemarkt zeigte sehr gute Auffahrt. Dieser entsprach die Nachfrage nicht, und so herrschte eine gedrückte Handelsstimmung. Die Preise wiesen nicht mehr den seitherigen abnorm hohen Stand auf, waren aber immerhin noch hoch genug. Man bezahlte für das Paar Ferkel geringster Socte 40 bis 50 Mark.

* Schliß. Ein Unfall, der leicht schlimme Folgen haben konnte, ereignete sich an dem Bahnübergang an der Staatsstraße nach Pfort. Der Landwirt Hühn aus Hem­men wollte die Schienen mit dem Milchwagen überfahren, hatte aber den herannahenden Zug trotz vieler Signale übersehen. Die Maschine traf den Wagen gerade in der Mitte und zertrümmerte ihn vollständig. Der Fuhrmann wurde vom Bock geschleudert und erlitt einige unbedeutende Verlegungen; auch die durchgehenden Pferde haben wenig Schaden genommen.

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der

* Wächtersbach. Hier fand die Trauung Prinzessin Marie von Isenburg- Büdingen mit Dom Do­mingo Aloisi in der Marienkapelle durch den Bischof Jo­seph aus Fulda statt. Die ganze Stadt hatte Festschmuck angelegt. Die hiesige Bürgerschaft ehrte das Brautpaar durch einen Fackelzwg.

)( Lutterbach- Sulzbach, ein Straßen- Ren­nen über 40 Kilometer, endete am Sonntag, den 19. Juni, mit dem Siege von E. Ingold, der auf seinem leichtlan fenden Brennaborrade als Erster durchs Ziel ging.

)( In Elberfeld wurde J. Niederau am 19. dl Mts. im Verfolgungsrennen Erster. Niederau destreitet seine sämtlichen Rennen auf Brennabor.

In seinem Schlußwort warf der Vorsitzende noch ein­mal einen Rückblick auf die Vereinstätigkeit in dem ver­flossenen Geschäftsjahr, wobei er den Mitgliedern für die rege Anteilnahme an den Bestrebungen des Tierschutzes

dankte.

Jedenfalls zeigt der Verlauf der Versammlung, daß in dem Verein warme Herzen für die besonders in dem Win­ter notleidende Tierwelt schlagen, was uns Anlaß gibt, alle unsere Leser auf den hiesigen Tierschutzverein aufmert­sam zu machen, der nur einen Jahresbeitrag von 1 Mt. verlangt, also auch minderbemittelten Tierfreunden zugäng­= h= lich ist.

Ans dem Gerichtssaal.

Strafkammer.

Gießen, 24. Juni 1910.

Die am Dienstag unterbrochene Verhandlung über den Einsturz des Neubau es an der Veterinäranstalt wurde fortgesetzt. Einige Zeugen, die unwesentliches aus­sagen konnten, wurden gehört, worauf die Vernehmung der Sachverständigen begann. Revisionsbeamter Grünig war der Ansicht, der Bau hätte gehalten, wenn die Witterung nicht zu schlecht gewesen wäre und die Arbeiten nicht so rasch erfolgt wären. Der Frost habe sehr viel Schaden an gerichtet. Die Einziehung eines Trägers, der an Stelle eines Pfeilers, der zerdrückt worden ist, weil er nicht sach­gemäß ausgeführt war, habe Gefahr für den ganzen Bau gebracht, da dadurch das Mauerwerk gelockert worden sei. Aus seinen Angaben muß entnommen werden, daß er alle für verantwortlich hält. Der städtische Bautechniker Grote glaubte, daß es dem Angeklagten Stern an Kenntnissen mangelt. Es haben alle Momente mitgewirkt. Der Bau­leiter hätte sich über die Gefahr klar sein müssen. Sachver ständiger Winn war der Ansicht, daß die Katastrophe vermieden worden wäre, wenn die Sache nicht so rasch vor sich gegangen worden wäre und das Mauerwerk hätte austrocknen fännen, doch seien die ganzen Grundmauern schlecht ausgeführt worden. Architekt Hamann hielt es für zulässig, daß sich der Bauleiter durch einen Techniker veetreten läßt, während Architekt Rocker beck angibt, es sei einer auf die Gewissenhaftigkeit des andern angewiesen. Es hätte vor Bestellung eines anderen Bauleiters nicht wei­tergearbeitet werden dürfen. Architekt Huhn sagt, daß bei solchem Wetter nur bestes Material verwendet werden darf und eine gute Behandlung erforderlich ist. Baurat Becker gibt an, es habe dem Bau der Zusammenhang gefehlt. Bei guter Ausführung hätte beim Einziehen des Trägers nicht der ganze Bau nachfallen fönnen. Seuling hätte energischer vorgehen müssen und Pfaff hätte sich die Sache mehr angelegen lassen sein müssen. Der Staatsan­walt führte aus, daß insbesondere bei dem ungünstigen Wetter alle darauf hätten bedacht sein müssen, daß die be= stehenden Regeln befolgt worden wären. Er hielt alle 3 Angeklagte für schuldig. Gegen Pfaff beantragte er 200, gegen Seuling 150 Wit. Geldstrafe und gegen Stein vier Wochen Gefängnis. Das Urteil wird Freitag, den 1. Juli vormittags 8 Uhr verkündigt.

Der Bombenanschlag in Friedberr.

Der Polizei- Präsident von Frankfurt a. M. Hat unter Verweisung auf das Frankfurter Bomben- Attentat am 15. Juni bezüglich des Friedberger Anschlags ein Ausschreiben erlassen, in dem u. a. folgendes gesagt wird: Der Unbe kannte, welcher sich nach dem Einbruch in die Reichsbank selbst tötete, ist ungefähr 25 Jahre alt, 1,80 Meter groß, und trug einen auf den Namen Anton Burkenstein lauten­den Befähigungsnachweis bei sich. Das Ausschreiben bringt gleichzeitig in der Annahme, daß das obige Aus­weispapier gefälscht ist, vier Photographien der Leiche, um die Personalien des Unbekannten festzustellen. Als weiteren mutmaßlichen Täter bezeichnet das Schreiben einen etwa 20-23 Jahre alten, 1,60 Meter großen, blassen und bart­losen Mann, der einen dunkelblauen oder grauen modernen Sadanzug trug, sich in dem Burghotel Reisender Schmidt aus Darmstadt nannte und nach der Tat die Flucht ergriff. Besonders interessiert die Behörde der Verbleib eines schwar­zen Muster- Handkoffers, wie ihn Reisende bei sich führen, der im Besitze der beiden Täter gesehen wurde. Für et­waige Ermittelungen in der Angelegenheit sind 300 Mt. als Belohnung ausgesetzt.

Das Friedberger Bombenattentat hält noch immer das allgemeine Interesse gefangen. Die beiden Bomben, welche die Friedberger Attentäter zurückgelassen hatten, warden durch den Frankfurter Kriminalkommissar Dr. Neuber in Begleitung des Gerichtschemifers Dr. Popp von Friedberg nach der Hanauer fgl. Pulverfabrik gebracht, wo sie auf maschinellem Wege geöffnet wurden. Der Inhalt ist eine Nitro- Glyzerin- Lösung, also das stärkste Sprengmaterial. Die eine Bombe wurde auch auf ihre explosive Wirkung untersucht. Mit derselben wurde ein schweres Artilleriege­schoß von etwa 40 Zentimeter Länge mit einer Zenti meter dicken Wand glatt in zwei Teile gesprengt. Die Friedberger Polizei hat im hiesigen Bahnhof ein Paket be­schlagnahmt, das einem der Attentäter gehört. Es enthält Kleidungsstücke und als wichtigstes Beweisstück mehrere Lar­ven. Noch etwas wurde vorgefunden: mehrere in fremden Sprachen abgefaßte Briefe, welche die Vermutung nahe­legen, daß die Friedberger Attentate von Ausländern aus­geführt worden sindl Die Bomben, welche die Attentäter verwendet haben, sollen angeblich in einer Pulverfabrik in Dortmund gestohlen worden sein.

Standesamt- Magrieten der Stadt Gießen.

Geborene.

Juni 15. Fuhrmann Karl Becker eine Tochter, Luise. 15. Schneider Karl Synofzit eine Tochter, Gertrud Marie.

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16. Obermaschinenpuzer Heinrich Günther eine Toch­ter, Margarete Anna Katharine. 17. Lokomotivführer Rudolf Potyka

Martha Emilie.

eine Tochter,

" 18. Kaufmann Robert Siegel ein Sohn, Bruno. 18. Lokomotivheizer Friedrich Martin ein Sohn, Fried­rich.

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20. Fuhrmann Wilhelm Jakob eine Tochter, Karoline.

18. Arbeiter Karl Schmidt ein Sohn, Albert Hermann. 18. Wagenführer Heinrich Völpel ein Sohn.

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20. Hilfsbremser Johann Kaspar Mahr ein Sohn.

20. Schlosser Peter Schmidt eine Tochter, Elisabethe Jalobine Berta.

Aufgebote.

Juni 18. Ferdinand Graiff, Maschinist in Gießen, mit Luise

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Falt in Ranstadt.

22. Georg Wilhelm Weidmann, Schlosser, mit Maria Bott, beide in Offenbach a. M.

23. Georg Wilhelm Lerch, Gr. Geometer in Gießen, mit Maria Minna Hach in Weitershain. Eheschließungen.

Juni 18. Heinrich Sach, Buchbinder, mit Emma Ullrich, beide in Gießen.

18. Wilhelm Wagner, Steinmeß, mit Elise Ubrich,

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beide in Gießen.

21. Wilhelm Fendt, Landwirt in Frankfurt a. M.- Nie­derrad mit Marie Lenhardt in Gießen. Gestorbene.

Juni 18. Konrad Junker, Privatier, 69 Jahre alt. 20. Anna Schneider, 14 Jahre alt.

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20. Johannes Braun, Lehrer i. P., 76 Jahre alt. 22. Margarete Henn, geb. Kämmerer, 39 Jahre alt.

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23. Georg Deibel, 7 Monate alt.

23. Lina Schleuning, 14 Jahre alt.

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23. Marie 3inßer, geb. Weck, 67 Jahre alt.

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empfehl

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Ausse

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24. Heinrich Schäfer, Schuhmacher, 65 Jahre alt.

Mirchliche Piedrimien jur Gießen. Evangelische Gemeinde.

Am 4. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Juni. Kollekte für die ev. Gemeinde in Rinderbügen. Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Adolph. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Adolph.

In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vermittags 9% Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Vormittags 11 Uhr: spinderfirche für die Lukasgemeinde Pfarrer Bechtolsheimer. Hatholische Gemeinde Samstag, den 25. Juni.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht.

Sonntag, den 26. Juni. 6. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Montag abend um Uhr ist apologetischer Vor­trag des Herrn Professor Schwarz über Glaubensgnade u. Glaubensgefahren".

Donnerstag abend ist Beichtgelegenheit. Freitag um 6 Uhr ist Segensmesse.

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