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daß

verwaltung mit der Bitte um den Beitritt der Stadt Gie­ßen zu der historischen Kommission gegen einen Jahresbei­trag von 1000 Mt. und Sitz und Stimme in der Vereinig ung gewandt.- O.- B. Mecum: Die Geschichte der Stadt Gießen hängt weit mehr mit dem hessischen Hinterland als mit dem Großherzogtum Hessen zusammen. Da die histo rische Kommission für Hessen- Waldeck nur einen Jahresbei trag von 50 Mt. verlangt, so bin ich der Meinung, wir am besten tun, wenn wir das Gesuch der Darmstädter Kommission ablehnen.- Stadtv. Ebel: Der geschichtliche Ausschuß für Hessen- Waldeck hat für das Großherzogtum Hessen nichts weiter geleistet. Wenn in Darmstadt eine Kommission für unser engeres Vaterland gebildet wird, so ist es eine Ehrenpflicht der hessischen Städte, einen Beitrag zu leisten. Wenn die Darmstädter Vereinigung Zuschüsse unter 1000 Mt. annehmen sollte, was der obige Sat, daß die Stadt sozusagen erst bei einer jährlichen Unterstüßung von 1000 Mt. Mitglied werden könne, meiner Meinung nach schon andeutet, würde es sich empfehlen, vielleicht einen Zuschuß von 100 Mt. zu gewähren. Nach weiteren Be­merkungen der Stadtverordneten Troß, Wallenfels und Krum m, welche den an die Darmstädter Kommission zu entrichtenden Beitrag für zu hoch hielten, nahm.- B. Mecum nach Ablehnung der 1000 Mt. noch einmal das Wort, um folgenden Antrag zu stellen: Sollte die Kom­mission geneigt sein, geringere Geldsummen anzunehmen, so soll der Beitrag zu den Arbeiten der hessisch- waldeckschen und der Darmstädter Kommission je 100 Mt. betragen. Die Versammlung beschloß für die Großh. hessische Gruppe in diesem Falle 150 Mt. und für den Geschichtsausschuß des Hessischen Hinterlandes nach wie vor 50 Mt. zu bestimmen.

17. Punft: Ein Gesuch der Vereinigung für staatsbürgerliche Erziehung in Köln wurde mit der Begründung abgelehnt, daß dieser Verein nur po­litische Ziele verfolgt.

18. Punft: Der Gießener Fußballklub hatte die Stadt um Gewährung eines Zuschusses zur Anlage eines Spielplates gebeten. Die Versammlung sprach sich auf Antrag der Kommission gegen die Bewillig= ung der Unterstüßung aus, da die Anlage des Plates selbst nicht als eine ausreichende Begründung des Gesuches angesehen wurde.

Puntte 19-21 waren Wirtschaftsgesuch e. Das Gesuch des Johannes Cüsters im Hause Ludwigstraße 55 wurde mit der Bedingung genehmigt, daß die Konzes­sion nicht auf den an der Straße befindlichen Hof ausge­dehnt wird. Ein Bedurfnis der von Heinrich Decker in dem Grundstück Crednerstraße 34 beabsichtigten Wirt­schaft vermochte die Versammlung nicht anzuerkennen. Die darauf bezügliche Eingabe wurde daher abschlägig beschie­den. Dem Gesuch des Karl Pfeil um Genehmigung zur Weiterführung des Wirtschaftsbetriebes in dem Metro­pol- Restaurant, Plockstraße 5, wurde stattgegeben.

In der nichtöffentlichen Sizung beschäftigten sich die Stadtverordneten u. a. mit der vorgeschlagenen Wiederwahl des Beigeordneten Ge orgi, dessen Amtszeit im September ihr Ende erreicht. Die Versammlung stimmte der Wiederwahl auf die Dauer von 6 Jahren zu.= h₂

Lokales.

Jet Gießen, 23. Juli 1910.

* Nach dem Vorlesungsverzeichnis für das kommende Wintersemester der Universität, welches vor furzem erschienen ist, nehmen die Immatrikulationen am 17. Oftober ihren Anfang, während der Beginn der Vorlesun= gen auf den 24. Oktober fällt.

tt Stadttheater. Als 9. Abonnementsvorstell ung geht am kommenden Dienstag Millöckers reizende Ope= rette Der arme Jonathan" in Szene. Die Operette ist vielleicht die musikalisch wertvollste des berühmten Bet­telstudent"-Komponisten und wird deshalb auch auf zahl­reichen Operettenbühnen gegenwärtig wieder mit großem Erfolg in den Spielplan aufgenommen. Die Eigenart un­serer Künstler ermöglicht übrigens eine besonders glückliche Besehung des Wertes.

B)

Gerichtet.

Familienroman von Franz Wichmann.

Wen hast du denn da?" wandte der Förster sich an Otto und wies auf den fremden jungen Mann, der sich noch immer im Hintergrunde hielt.

Ach, entschuldige, Papa, daß ich in der Freude des Wiedersehens vergaß-"

Das Gesicht des alten Forstmannes verdüsterte sich wieder zusehends; er ließ den Sohn nicht aussprechen.

Papa Papa!" ahmte er ihm nach. Seit wann bin ich denn nicht mehr dein Vater?"

Aber das sagt man doch heutzutage nicht mehr, Papa!" wollte der Sohn wissen.

Willst du besser sein als deine Muttersprache?" grollte

der Alte.

Die Försterin kam ihrem Liebling zu Hilfe.

" In der Hauptstadt wäre das gewiß zu gewöhnlich!" meinte sie.

Auch Klara mischte sich ein.

Wir sind hier eben noch nicht gebildet!" sagte sie. Der Bruder warf einen raschen Seitenblick auf sie. Ah, mein schönes Schwesterlein kann auch boshaft sein?" Lachte er.

Sein Begleiter fand es jetzt an der Zeit, nicht länger stumm zu bleiben; ein wenig vortretend meinte er galant: ,, Geistreich, mein Fräulein, entzückend geistreich!" Doch Klara hatte nur eine fühle Antwort.

Ich bedaure, nicht zu verstehen, was Sie damit sagen wollen. Was ich äußerte, war nur meine vielleicht recht un­maßgebliche Meinung!"

Der Förster wollte ungeduldig werden, und Otto, das be­merkend, stellte endlich seinen Begleiter vor, indem er sagte: Verzeiht! Mein Freund, Robert von Hohlen, Studien­genosse, Gelehrter und Künstler. Mein Papa, meine Mama Bardon: Vater und Mutter, und dort ma soeur, Fräulein Klara Reiner."

Die Försterin reichte sogleich dem Gaste die Hand. Herzlich willkommen in unserm bescheide: en Hause!" sprach sie. Wenn Sie vorlieb nehmen wollen" Robert von Hohlen verneigte sich und füßte ihr galant die Hand. ( Gerichtet 5 Nr. 8.)

Buviel Ehre!" näselte er. Geschäftig fuhr die Försterin fort:

stock!"

Aber so legen Sie doch ab, Ihren Hut, Ihren Spazier Sie nahm ihm beides dienſtfertia aus der hand.

= h= Gewitter. Gestern ging gegen 11 Uhr abends über Gießen ein schweres Gewitter nieder. Gleichzeitig er­hob sich ein orfanartigee Sturm, welcher vielen Dächern Schaden zufügte und von den Balkonen die Blumentöpfe herabschleuderte. Hart mitgenommen wurde auch die Um­gegend von Geßen. Durch die großen Wassermassen la­gerte sich das Korn von neuem, welches sich von den Re­gengüssen des Juni etwas erholt hatte. Auch die Kartof­feln wurden in Mitleidenschaft gezogen.

* Spielautomaten. In den letzten Tagen wurde auf der Bahnhofstraße eine Ausstellung von auto­matischen Vorrichtungen für Glücksspiele veranstaltet, deren Inanspruchnahme allen erwachsenen Besuchern gestattet war. Da diese Automaten dazu angetan sind, den Leuten das Geld aus der Tasche zu locken, so beschlagnahmte das Ge­richt am Donnerstag sämtliche 10 Apparate. Gegen den Aussteller wird Anklage wegen gewerbsmäßigen Glücks­spiels erhoben werden. = r Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 19. und 20. ds. Mts. stattgefundenen Marte waren 1887 Stüd Rindvieh und 424 Schweine aufgetrieben. Der nächste Markt findet am 2. und 3. August d. Js. statt, am letzten Tage auch Krämermarkt.

)( Das 24 Stunden- Rennen in Frankfurt gemannen am 17. Juli in Frankfurt a. D. Hauptmann­Heinrich auf Brennabor. Heymann, der dieselbe Marke fährt, fonnte mit seinem Partner den 2. Platz belegen. )( Straßenfahrten. Den Kleinen Straßen preis von Hannover", der am 17. d. Mts. in einer 209 Kilometerfernfahrt bestritten, wurde von W. Bernhardt auf Brennabor gewonnen; im Vorgabefahren sieg, e F. Althoff, der mit seinem Partner auch das Tandem- Hauptfahren ge­

wann.

Ans dem Gerichtssaal.

Strafkammer.

Gießen, 22. Juli 1910. Gegen den in Münzenberg angestellten Lehrer Friedr. Rockel aus Schlechtenwegen, der zuletzt in Lanzenhain tätig war, ist Anklage wegen Körperverlegung in Ausübung sei­nes Amtes erhoben. Er hatte einen Jungen aus Lanzen hain, weil er ihn des öfteren belogen hatte, so gezüch= tigt, daß das Gesäß anschwoll und blutunterlaufene Strie­men wahrnehmbar waren, so daß der Junge mehrere Tage die Schule nicht besuchen konnte. Der Angeklagte behauptet, er habe das Züchtigungsrecht nicht überschritten und berief sich auf den Arzt, der den Jungen gesehen hatte. Zwecks Ladung dieses Zeugen, wurde die Sache auf nächsten Diens­tag vertagt.

er=

Der Schachtmeister Friedrich Elles aus Ober- Kassel und der Steinbrecher Hermann Hau aus Schotten stehen wegen Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz unter Anklage. Hau hat in der Neujahrsnacht in Schotten zwei Donaritpatro­nen zur Explosion gebracht, wobei in einer Wirtschaft sämt= liche Fensterscheiben zersprangen und die Leute in große Aufregung gerieten. Die Patronen, welche er längere Zeit in der Tasche nachgetragen hatte, will er von Elles halten haben, was dieser aber bestreitet. Da fein Grund vorlag, daß Hau den Elles gegen besseres Wissen beschul­digen sollte, glaubte man seinen Angaben, was zur Folge hatte, daß auch dieser, der dadurch gegen die Vorschriften des Sprengstoffgeseßes verstoßen hat, für schuldig erkannt wurde. Es wurde jeder mit der Minimalstrafe von 3 Mo­naten Gefängnis belegt.

Gegen den früher in Gießen wohnhaften Kaufmann F. Ferdinand Walter aus Düsseldorf, welcher wegen Vernicht­ung von Urfunden angeklagt ist, aber zum Termine nicht erschien, wurde Haftbefehl erlassen.

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen

Geborene.

Juli 12. Kaufmann Johann Reinhardt ein Sohn, Kurt. 12. Taglöhner Heinrich Friedrich Bernhardt eine Toch­ter, Katharine Margareta.

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12. Privatdozenten Dr. Anton Enno Thies ein Sohn, ,, Klara, was stehst du noch da? Wo bleibt der Kaffee, der Suchen? Geschwind!"

Das Mädchen eilte ins Nebenzimmer.

,, Gleich, Mutter," antwortete fie, es ist ja alles fertig!" Die Försterin suchte sich noch immer dem Freunde des Sohnes diensteifrig zu zeigen.

,, Sie sind zu liebenswürdig, wirklich gar zu liebenswürdig!" meinte der junge Mann.

Ei, wir wissen nur die Ehre zu schätzen!" versetzte sie süßlich.

Lorenz Reiner, der das überfreundliche Gebaren seiner Frau mit unwilligen Blicken betrachtete, fügte in fühlerem Tone hinzu:

Wenn Sie ein wahrer Freund unseres Otto sind, soll Ihr Besuch uns freuen. Stehen Sie ihm zur Seite und be hüten Sie ihn vor allen Jrrwegen!"

Gewiß, gewiß!" beeilte Herr von Hohlen sich zu erwidern. ,, Können mir glauben, daß ich nicht verfehlen werde, mein Ehrenwort darauf!"

Er wollte dem Förster die Hand reichen. Das braucht's nicht," meinte dieser, ein Mann, ein Wort!"

Robert von Hohlen wurde ein wenig verlegen. Das war ihm noch nicht vorgekommen.

Ja so, entschuldigen Sie, Herr Förster, ich dachte nur-" Lorenz Reiner achtete nicht weiter auf sein Gefasel. Er trat ans Fenster, blickte nach dem in heißer Stille brütenden Fichtenwald hinüber und trommelte mit den Fingern an die Scheiben.

Und da die Försterin noch immer mit der Anordnung des Kaffeetisches beschäftigt war, fanden die Freunde Gelegenheit, sich leise einige Bemerkungen zuzuflüstern.

,, Nun, was sagst du?" meinte Otto, indem er den Freund an das andere Fenster zog und ihm scheinbar die Gegend zeigte.

1156

Der Gefragte zuckte ein wenig die Achseln. Ländlich sittlich!" spöttelte er.

,, Das habe ich dir ja zuvor gesagt! Für deinen Geschmac ist das nichts!" versetzte der Försterssohn.

,, Warum nicht?" meinte der andere jedoch. Ich finde solch eine Abwechselung ganz interessant!"

Er klemmte den Zwicker fester auf die Nase und musterte neugierig das Zimmer.

,, Kann dir nur versichern, daß ich mich föstlich amüsiere!" sagte er.

,, Mag sein, weil dir das alles neu ist!" erwiderte Otto. ,, Ein paar Stunden hält man's schon aus. Aber länger hol's der Teufel! Drei Jahre bin ich ausgewichen und fand immer

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Johann Heinrich.

13. Schlosser Karl Wadenpsuhl ein Sohn, Wilhelm.

14. Postschaffner Karl Gümbel ein Sohn, Karl Wil­helm Adolf.

14. Fuhrmann Ludwig Becker ein Sohn.

16. Artisten Heinrich Enders ein Sohn, Wilhelm An­dreas.

17. Geschäftsführer Heinrich Konrad Christian Schmidt ein Sohn, Karl Heinrich.

18. Oberpostschaffner Philipp Marr eine Tochter, Jo­hanna Anna Maria.

19. Glaser Wilhelm Wadenpfuhl ein Sohn.

Aufgebote.

Juli 15. Ernst Balfe, Kaufmann in Gießen, mit Klara Lydia Rudolph in Frankfurt a. M.

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18. Ernst Klinterfuß, Zimmermann in Hohenlimburg, mit Anna Luise Goß in Gießen.

18. Otto Wilhelm Karl Stang, Schreinermeister Schotten, mit Mathilde Theis in Gießen.

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20. Wilhelm Schwarz, Lehramtsassessor, mit Augufte Frech, beide in Gießen.

20. Franz Karl Entholzer, Kellner in Homberg v. d. H., mit Adelheide Münzer in Frankfurt a. M. 20. Otto Allgeyer, Schmied, mit Karoline Ganzen­müller, beide in Oberdorf. Eheschließungen.

Juli 16. Justizrat Friedrich Mügel, Rechtsanwalt in Saar­brücken, mit Auguste Doering in Gießen.

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16. Ostar Anacker, Tapezier, mit Anna Kaus, beide in Gießen. Gestorbene.

Juli 17. Eduard Rupp, Kaminfegermeister, 47 Jahre alt. 20. Katharine Giesler, geb. Sippel, 49 Jahre alt.

Kirchliche Nachrichten für Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Am 9. Sonntag nach Trinitatis, den 24. Juli. Kollekte für die innere Mission. In der Stadtkirch e.

6111

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderfirche für die Lulasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Katholische Gemeinde

Sonntag, den 24. Juli.

10. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur bl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

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, Still! Man hört uns!" warnte er ihn.

Die Försterin war in die Nähe der beiden gekommen und schnell gefaßt, meinte er laut:

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einen Vorwand, die Ferien über in der Stadt zu bleiben. Aber jetzt ging's nicht anders, der alte Waldläufer wollte mich durchaus einmal hier haben!"

Robert neigte seinen Mund an das Ohr des Freundes. Ist nur ein Glück, daß wir die Mädels aus der Stadt­Otto warf ihm einen bedeutsamen Blick zu.

" Ja, Mama, Robert von Hohlen ist ganz entzückt von unserm idyllischen Heim!"

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Wahrhaftig, gnädige Frau," fiel Robert von Hohlen ein, " Ihr Haus liegt wie eine Perle in der Muschel des Waldes gebettet.

,, D, klein und bescheiden!" erwiderte die Försterin ge schmeichelt. Aber was stehen wir denn da und vergessen die Hauptsache? Die Herren werden Hunger und Durst haben, - es ist alles bereit,- Lina wird sogleich-"

,, Es pressiert nicht, Mama," unterbrach Otto fte, wir haben in der Hauptstadt vor unserer Abreise nod, bei con bei Taubmann gespeist, mein Freund hier ist Gourmand und Kenner in solchen Dingen!" ,, Schmeichle mir in der Tat," stimmte Herr von Hohlen

ein superbes Diner, sage ich

in seiner affettierten Art bei, Diner war wirklich genial!" Von dem gezierten Ton des jungen Menschen unangenehm berührt, wandte der Förster sich um. ,, Da wird Ihnen unsere einfache Kost freilich taum schmecken!" meinte er trocken.

Frau Adelheid tat, als habe sie die Bemerkung nicht gehört. Aber so laßt uns doch wenigstens erst einmal Blaz nehmen," sagte sie. Lorenz, hörst du? Lina, Lina!" Der Förster folgte wenn auch unwillig der Auf­forderung und Otto und von Hohlen setzten sich ebenfalls. Auf den Ruf der Mutter trat Klara mit Kaffee und Kuchen ein.

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Da bring' ich schon alles selbst," sagte sie.

Aber, Mädchen, wer wird denn selbst?" zischte die Försterin ihr entrüstet ins Ohr. Das paßt sich nicht in feiner Gesell­schaft!"

,, Aber die Lina hatte doch im Stall zu tun und ihr solltet nicht warten!" versetzte Klara.

Frau Adelheid wollte aber davon nichts hören. Still, schäme dich!" gebot sie energisch.

Dann, von dem Mädchen gefolgt, an den Tisch tretend, ( Gerichtet 6 Nr. 8)

fragte sie:

( Fortsetzung folgt.)

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Der Leiter

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