Schrecken nicht dulden würde und sie eine begreifliche Furcht vor Zusammenstößen mit der bewaffneten Macht hatten. Wo es jedoch zu Zusammenstößen gekommen ist, da sind es die in den Versammlungen durch blutrünstige Reden aufgehetzten Massen gewesen, die sich gegen die staatliche Ordnung vergangen und die Polizei zum Eingreifen gezwungen haben. Deshalb muß von bürgerlicher Seite immer wieder darauf hingewiesen werden, daß die Angreifer bei diesen Zusammenstöße diejenigen sind, welche derartige Kundgebungen veranstalteten, und daß es eine Verdrehung von Tatsachen ist, wenn die Sozialdemokratie der Polizei die Schuld gibt.
Lokales.
Gießen, 22. März 1910. ** Parlamentarische s. Der soeben er= schienene Bericht des Finanzausschusses der Ersten Kammer über den Etat spricht in der Einleitung seine Befriedigung aus über das Entgegenkommen, das der Ausschuß der Zweiten Kammer bei den Vorverhandlungen bewiesen habe. Gerne habe der Ausschuß der Ersten Kammer die Gelegenheit wahrgenommen, die guten Beziehungen zwischen den beiden Häusern, für die er seither schon bemüht war, durch gemeinsame Beratungen zu fördern. Aus dieser friedfertigen Gesinnung heraus beantragt der berichtende Ausschuß die Einwilligung zu den sämtlichen Beschlüssen der Zweiten Kammer, nicht ohne allerdings zu betonen, daß durch die beschlossene Erhöhung der Vermögenssteuer deren Charafter vollständig verändert werde und damit zugleich die Grundlagen verschoben werden, die seither für das Staatssteuersystem maßgebend waren. Für die einzelnen Kapitel beantragte der Ausschuß im allgemeinen den Beitritt zu den Beschlüssen der zweiten Kammer. Auch die Dammbauvorlage, die im Vorjahre zu der Präsidialkrise führte, wird glait geschluckt. Nur über das Kapitel Bad Nauheim bestehen noch Differenzen. Nach allem ist anzunehmen, daß die Etatsdebatte in der Ersten Kammer ohne besondere Ueberraschungen verlaufen wird.
* Das hess. Justiz ministerium hat, offen bar, um eine raschere Abwickelung der Schöffengerichtsverhandlungen in unbedeutenden Fällen zu erreichen, an die Amtsgerichtsvorstände des Landes ein Zirkular gerichtet, in dem darauf aufmerksam gemacht wird, daß es nicht unbedingt nötig sei, daß sich das Gericht behufs Urteilsfällung jedesmal ins Beratungszimmer zurückziehe. Es sei nach dem Reichsgericht zulässig, daß Richter und Schöffen sich im Gerichtssaal in für die Zuhörer nicht verständlicher Weise über das Urteil verständigen. Allerdings komme dies nur in Frage, wenn es sich um einen einfach und klar liegenden Fall handelt und wenn im übrigen die Schöffen sich nicht dadurch behindert fühlen.
* Vom hess. Landeslehrerverein. Der Rechnungsabschluß des Landeslehrervereins für 1909 ist nicht besonders günstig; die Einnahmen betrugen 14 766 Mark, die Ausgaben 14 742 Mt., so daß nur 24 Mart Ueberschuß bleiben.
|
** Ludwigs- Gymnasium. Nach dem Bericht für das Schuljahr 1910 zählte die Vorschule des Ludwigsgymnasiums in ihren 3 Klassen 105 Schüler, von denen sich 77 zu dem evangelischen, 9 zum katholischen und 14 zu dem israelitischen Glauben bekannten. Das Ludwiggymnasium zählte am Schluß des Schuljahres 266 Schüler, von denen 210 evangelisch, 21 katholisch und 25 jüdisch waren. Beide Schulen wurden also am Schluß des Schuljahres von 371 Schülern besucht, während die Besuchsziffer am 15. Mai nur 356 betrug. Unter diesen 371 Schülern befanden sich 286 Einheimische und 70 Auswärtige. Die außerordentliche Reiseprüfung bestanden am 17. Juli drei Oberprimaner, während die Osterreiseprüfung am 23. Februar 23 Prüflinge zählte, die sämtlich bestanden.- Der Gesundheitszustand von Lehrern und Schülern war im aligemeinen nicht ungünstig; nur in dem letzten Vierteljahre traten in der Vorschule und in der Serta sehr stark die Masern auf. Das Faustballspiel wurde eifrigst gepflegt. Die freiwilligen Túrnstunden mußten im Sommer mangels einer geeigneten Aufsichtsperson leider ausfallen, wurden aber im Winterhalbjahre um so eifriger besucht, nachdem die Herren Referendare Dr. Knöllinger, Pfeiffer und KreuHer sich in dankenswerter Weise zu ihrer Leitung bereit erklärt hatten. Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 4. April 1910.
läßt. Die Aachener Zeitung schreibt u. a.:„ 6. städtisches Abonnementskonzert brachte uns Liszt's Es- dur- Konzert für Klavier und Orchester. Wir haben es in solcher Vollend ung seit Jahren nicht mehr gehört. Frl. Elisabeth Bockemeyer aus Berlin ist zweifellos den Besten unserer Großen, wie Risler, Busoni, Ansorge, beizuzählen. Wenn eine Künstlerin im jugendlichen Alter von 17 Jahren mit solcher Meisterschaft die Werte unserer Tonpoeten wiederzugeben vermag, dann ist sie mehr als ein Talent, sie ist ein Genie, ein Genie von Gottes Gnaden. Eine fabelhafte Sicherheit im technischen Sinne, ein inneres Erfassen, wie es eben nur eine goldechte Dichterseele vermag, ein Anschlag von bestrickendstem Ton. Was hätte man sich noch mehr wünschen können. Man darf kühn sagen, daß uns in dieser anmutigen Künstlerin eine zweite Teresa Carreno erstanden ist, daß Fri. Bockenceyer ein Stern erster Größe zu werden verspricht."
# Stadttheater. Auf die heutige Wiederholung von Hermann Bahrs„ Konzert" sei besonders aufmert sam gemacht, da das reizende Lustspiei bei seiner Erstaufführung am Freitag einen außerordentlichen starten Erfolg zu verzeichnen hatte.- Die Aufführung von„ Narziß" mordeutsche Bühnenmitglieder" statt; an den anderen 3 Wogen Mittwoch findet zu Gunsten der„ Wohlfahrtskasse für chentagen bleibt das Theater geschlossen.
** Vergebung von Fleischließerun= gen. Die kürzlich von dem Staate ausgeschriebenen Fleischlieferungen für die Kliniken haben ein auffallendes Ergebnis gehabt. Die Forderung der Metzger stellte sich nämlich um rund 16 Proz. niedriger als die Ladenpreise, während das gleiche Angebot in dem Vorjahre nur 6
Prozent unter dem Ladenverkaufspreise blieb. Damit dürfte sich für den Staat diesmal eine Ersparnis von etwa Mt. 20 000 ergeben. Bei dem Submissionstermin fiel die Fleischlieferung den Meßgermeistern Fr. Schreiner, F. Schlörb und H. Meister, sowie den vereinigten Innungsmeistern zu. == Brand. In der Nacht zum Sonntag um 3 Uhr brach in dem zum Kuderschen Grundstück auf dem Neuenweg gehörigen, in Fachwert aufgeführten Schuppen Feuer aus. Der Brand nahm von dem der Weidengasse abge= kehrten Teil des Baues seinen Ausgang, wo er in dem Sparrenwerk des Daches reiche Nahrung fand. Sicherlich würde das Feuer das ganze Gebäude in Asche gelegt haben, wenn nicht das rasche und umsichtige Eingreifen der beiden hiesigen Feuerwehren die Flammen auf seinen Herd beschränkt hätte. Ein Glück war es auch zu nennen, daß der Schuppen sich nicht an ein anderes Gebäude anlehnte, denn dann wäre der Schaden namentlich im Hinblick auf die in der Nähe befindlichen alten Häuser wohl ein größerer gewesen. Der Umstand, daß in dem Schuppen keine Feuerungs- und Lichtanlage vorhanden war, berechtigt dazu, an eine Brandstiftung zu glauben, zu deren Aufdeckung bereits seitens der Polizei die Untersuchungen im Gange sind. = h- Ertrunken. Am Sonntag, den 13. Februar, hatte die 10. Kompagnie des Kaiser- Regiments das Verschwinden des Musketiers Luz zu beklagen, dessen unauf geklärte Entfernung nun ihre Aufklärung durch die Auffindung seiner Leiche in der Wieseck gefunden hat. Der Aufenthalt des Musketiers Lutz in einer Wirtschaft kurz vor seinem Verschwinden hatte in weiteren Kreisen den Glauben an eine Fahnenflucht aufkommen lassen, welche zweifellos nicht vorlag. An dem betreffenden Abend mag der Wunsch in dem Toten aufgestiegen sein, die Kasernen auf dem fürzesten Wege zu erreichen, wobei er in die angeschwollene Wieseck geraten sein wird und seinen Tod gefunden hat.
= w= Stonzert Verein. Die Freunde unseres Konzertvereins wird es interessieren, über die jugendliche Pianistin, Frl. Bockemeyer aus Berlin, welche im Januar dieses Jahres in einem Konzerte hier zum ersten Male auftrat, eine Kritik über ihr Auftreten in Aachen, ge' legentlich eines Abonnementskonzertes unter Prof. Schwickerath, zu lesen, welche ihr Können im besten Lichte erscheinen|
Die Freundinnen.
Originalroman von Irene v. Hellmuth. 2) Nachdruck verboten. Gedankenvoll ging Herr Ferdinand Reinau an dem Tage, als seine Tochter die Ausfahrt mit ihrem Ponnygespann machte, in seinem Zimmer auf und ab, als ein bescheidenes Klopfen an der Türe vernehmbar wurde. Geräuschlos trai ein Diener Sher die Schwelle und überbrachte seinem Herrn auf fiberner Schale zwei Visiten Barten. Kaum hatte Reinau einen Blick darauf geworfen, als er auch schon lebhaft rief:
Herzlich willkommen, men alter Freund!" Zwei Herren, offenbar Vater und Sohn, waren dem Diener auf dem Fuße gefolgt und schüttelten nun dem ihnen entgegeneilenden Hausherrn kräftig die Hand.
Der Jüngere der Eingetretenen ließ seine Augen in ziemlich neugieriger Weise in dem vornehm eingerichte ten Raum umherschweifen, als suche er irgend etwas. G trug einen tadellosen Gesellschaftsanzug, war überhaupt sehr elegant, beinahe stuberhaft gekleidet und dennoch machte er auf den ersten Blick einen günstigen Eindruck. Die von hellen Wimpern beschatteten Augen schauten so nichtssagend und ausdruckslos darein, daß man sofort die UeberBeugung gewann, vieles Wissen war gewiß nicht seine Sache. Er drehte auch iezt mit linkischen, halb verlegenen Bewegungen den Hut zwischen den Fingern. Während die beiden älteren Herren sich lebhaft unterhielten, Starrte er nur immer auf die Türe, als erwarte er jeden Augenblick dort jemand eintreten zu sehen. Endlich plaßte er ganz unvermittelt mit der Frage heraus: Fräulein Maja ist wohl nicht zu Hause?"
Reinau, der den jungen Mann schon geraume Beit verstohlen beobachtet hatte, lächelte ein wenig malitiös:
Leider nein, Herr Stolze, meine Tochter ist zu ihrer Freundin nach Neunlinden gefahren, und ich fürchte, sie wird so bald nicht zurückkommen. Meine Kleine wünschte sich nämlich zu ihrem Geburtstag ein Bonnygespann mit dazugehörigem Wagen. Nun, gestern erhielt sie dasselbe und heute mußte es unter allen UmStänben der geliebten Fr undin vorgeführt werden. Ich
Aus Hessen und Nachbargebiet.
* Bad Nauheim. Die Gemeindesteuern für 1910 wurden nach dem Haushaltungsvoranschlage wieder wie im vorigen Jahre mit 123,6 Proz. festgesetzt."
* Mainz. Das Stehlen von Sparkassen büchern ist eben an der Tagesordnung. So machte ein Wirt in der Rheinstraße die Entdeckung, daß ihm aus einer verschlossenen Tischschublade ein Sparkassenbuch über 4000 Marf und eines auf einen niederen Betrag lautendes gestohlen worden sind. Das Geld steht auf einer auswärtigen Sparkasse. Nach den Ermittelungen der Polizei hat eine Frau von dem 4000 Mt.- Buch 850 Mt. erhoben. Die Frau konnte noch nicht ermittelt werden.
von
nachmittag im Sizungssaale des Oberlandesgerichts z4 Darmstadt zu einer außerordentlichen Sizung zusammen, die sehr zahlreich von Mitgliedern aus allen Landesteilen besucht war. Den Hauptgegenstand der Beratung bildete der Antrag der Vermehrung des Vorstandes von 9 auf 12 Mitglieder. Den Vorsiz führte Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch. Die Tagesordnung befaßte sich u. a. auch mit der Frage einer Gewerbesteuer für Rechtsanwälte. Der Vorstand betonte hierbei, daß er diese Steuer stets gemißbilligt habe. Der Vorsißende halte im Einvernehmen mit der Regierung diese Steuer für verwerflich und hat bereits vor 5 Jahren in der Zweiten Kammer ihre Ablehnung durchgesetzt. Bei der Aussprache über das Rechtskonsulenten- Unwesen erklärte der Vorstand, daß er diese Frage nie aus dem Auge gelassen habe, sie aber angesichts der bestehenden Reichsgesetzgebung nicht leicht zu lösen sei; er werde besondere Anregungen der Generalversammlung, soweit sie zulässig, gern entgegennehmen. Endgültige Beschlüsse wurden in dieser Frage jedoch nicht gefaßt.
* Mainz. Im Hof zum Gutenberg" fand zu Ehren des in Pension tretenden Gouverneurs v. Goßler und des zum Minister des Innern ernannten Provinzialdirek tors v. Hombergt ein Abschiedsessen statt, das 180 Personen besucht war. Außer den Spizen der Behörden beteiligten sich zahlreiche Stadtverordnete, auch Bischof Dr. Kirstein und Provinzialdirektor Dr. Breidert waren erschienen. Gestern ist als ein Geschenk des Großherzogs ein Dammhirsch hier eingetroffen, der für den Rehpark in der Anlage bestimmt ist.
mer
Darmstadt, 20. März. Die Anwaltskamfür das Großherzogtum Hessen trat am Samstag
habe allerdings auf Ihren angekündigten Besuch hingewiesen, allein leider half das gar nichts!"
Der junge Herr fuhr mit allen Zeichen des Entseßens empor. ,, Und- Fräulein Maja kutschiert selbit?"
,, Allerdings," lächelte Reinau belustigt.
womöglich
Sie hätten das unter keiner Bedingung zugeben dürfen!" rief der junge Mann ängstlich. Bedenken Sie doch wenn etwas passierte, so junge Tiere sind oft unberechenbar, das ist, das ist-
Er schien das rechte Wort nicht zu finden.
,, Leichtsinnig gehandelt, meinen Sie?" vollendete Reinau hell auflachend, beruhigen Sie sich, ich sebe meine Maja feiner Gefahr aus, sie hat ihren getreuen alten Friß dabei und die Tiere sind lammfromm, wie mir glaubwürdig versichert wurde."
Du läßt, wie mir dünkt, deiner Tochter zu viel Freiheit, mischte sich jetzt der ältere Stolze, der bisher geschwiegen hatte, in strengem Tone ein ,,, ich würde dergleichen nicht gestatten."
Gerichtsjuul.
Gießen, den 22. März 1910. Dem 25jährigen Kaufmann Hans Curt von Steldern aus Mainz sind mehrere Betrügereien und Diebstähle, die er mit seiner Frau verübt hat, zur Last gelegt. Des Angeklagten Vater, der Witwer war, hat sich mit einer jungen Frau, die im Alter des Angeklagten war, verheiratet, was den letzteren zum Haus hinaus trieb. Er fand sich mit seinem Vater ab, der ihm sein mütterliches Vermögen in Höhe von etwa 4000 Mt. auszahlte, aber dadurch jeglicher weiterer Unterstütung verlustig ging. Der Angeklagte verheiratete sich mit einer vorbestraften Kellnerin. Von dem Geld wurden Möbel gekauft und beide ließen sich in Wiesbaden nieder. Er bekam keine Stellung und die Eheleute reisten nach Berlin und als ihr Geld zur Neige ging, machten sie sich auf den Rückweg nach Mainz, in mehreren Städten sich Kost und Wohnung borgend, weshalb sie auch bestraft worden sind. In Kassel haben sie eine wirtin um die Zeche gebracht und in Gießen haben sie neben Zechprellerei einer Wirtin eine Reihe von Schmucksachen und auch Geld gestohlen. Da die Frau frank in der Klinik liegt, konnte nur der Mann abgeurteilt werden. Wegen eines Betrugs und eines Diebstahls wurde der Angeklagte zu 7 Wochen Gefängniß verurteilt, die durch die Unterſuchungshaft verbüßt sind, während in einem Fall Freisprechung erfolgte.
Du kennst eben meine Maja nicht," entgegnete Reinau gleichmütig. Die fragt nicht viel, ob man etwas gestattet. Sie ließ einfach anspannen, und hui,- war sie wie der Wind zum Tore hinaus, daß alles nur so flog. Der alte närrische Friß unterstüßt sie dabei nach Kräften. So war es schon immer."
Du kanntest aber doch ganz genau den Grund unseres Kommens," sagte Herr Stolze mit etwas gekränkter Miene. Es ist dir nicht unbekannt, daß mein Albert leidenschaftlich in deine Tochter verliebt ist, ich habe dir das deutlich genug zu verstehen gegeben. Leider ist mein Sohn zu schüchtern, um seine Sache allein zu führen, so mußte ich mich um ihn annehmen. Ich sagte dir auch schon, daß es mein höchster Wunsch wäre, wenn deine Maja sich entschließen würde, Alberts Frau zu werden. Sein Lebensglück hängt davon ab; es liegt mir sehr am Herzen. Der arme Junge ist ganz unglücklich, daß er Fräulein Maja nicht sprechen kann. Nicht wahr, Albert?"
Der Gefragte nickte melancholisch mit dem blonden Kopf
der
fem fleinen F
fein vollende
aller seiner 2 Leutnantstuge ung und nicht Spiels lönnen len ebenbürtig Leiftungen des Roter Robe" Hermann Bahr brud hinterlaffe
ebenjo gewiß großen Beifall bem Künstler i als ein weiter werden, welche lifum bereits e Inbezug a tünstlerisch voll zuheben sein, herauslehrende Ansprüchen der fiel Elly& it
Der vielfach vorbestrafte Taglöhner Daniel Gontrum von Ernsthausen hat seinem Dienstherrn zu Bad- Nauheim 8 Mart unterschlagen und in Kaichen seinem Mitfnecht einen Hut und ein Paar Stiefel entwendet, auch stahl er zu Buzzbach einem Knecht Rock, Hose, Schuhe, ein Wams und eine Urkette. Urteil: 1 Jahr 8 Monate Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Ein Monat Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet.
Stadttheater Gießen.
Montag, den 21. März Der Beilchenfresser.
Lustspiel in 4 Aften von Gustav v. Moser.
tommene Kunst von Erna& ü dasselbe schien fchaftlichkeit noc namentlich Cur ganzes Können Abend nach jed und es wäre n sen bewährte menden Spiel ften Benefiz e Der heutig Ronesty in rauf wir unsere machen. Medizin. und t Chemis
Der Veilchenfresser", das bekannteste Werk des vor etwa 7 Jahren in Görlitz verstorbenen Lustspieldichters G. v. Moser, ist ein Stück, das ehemals eine Hauptanzieh= ungshaft des Berliner Schauspielhauses bildete, aber diese Ehre nur seinem dem Leutnantsleben entnommenen Stoff verdankte, der gerade ein Gegenstück zu den Anklagedramen Beyerleins lieferte, ohne jedoch dadurch bedeutend zu werden. Denn gerade die Betonung der Lichtseiten des Offiziersberufes, so in dem Stück die fidele Arreststrafe des Leutnants, ist wohl eher dazu angetan, den Leutnantsberuf weiteren Kreisen lächerlich zu machen, als die von dem Dichter doch gewollte Achtung vor dem Offiziersberuf zu steigern. Das Stück hat hierorts bereits öfter Aufführungen erlebt und ist daher den Gießenern wohl nicht mehr unbekannt.
Dank der Regiefunst des Benefizianten ging die Aufführung im großen und ganzen glatt vor sich; auszusetzen wäre vielleicht höchstens nur, daß das bereits auf das Zimmer des Herrenhauses des Gutes der Frau v. Wilden heim herabgesunkene abendliche Dunkel in dem Gemach in folge des Hellen Rampenlichtes wenig oder gar nicht zu bemerken war, ein Umstand, der die bald darauf hereinge brachten Lampen so gut wie überflüssig machte. Mit die
Reeses
Puddingpulver
unübertroffen
und seufzte: Ach ja, Pava, sehr unglücklich." ,, Na, tröste dich, Junge, wir kommen wieder; hoffent lich paßt es dann besser und das gnädige Fräulein be quemt sich dann vielleicht, zu Hause zu bleiben."
Es flang eine unverkennbare Gereiztheit aus den Worten des älteren Herrn, aber Reinau schien durchaus nicht gewillt, dieselben ruhig hinzunehmen."
Es besteht wenig Aussicht, daß Maia deinen Sohn ie lieben wird," begann er in ruhigem Ton. ,, Weshalb?" fuhr Stolze wütend auf, während der junge Mann wie in heftigem Schrecken die Hand auf die Brust legte und ganz entsetzt und ratlos seinen Vater anstarrte.
Du hättest deiner Tochter klar machen sollen," fuhr Stolze fort, daß mein Albert der beste Mensch von der Welt ist, daß sie weit und breit keinen sanfteren, nachgiebigeren Mann finden wird!"
Hab' ich ja getan," nickte Reinau seelenruhig; doch unterdrückte er nur mit Mühe ein spöttisches Lachen, alles ist umsonst! Das eigensinnige Mädel" hter seufzte der Fabrikant recht tief und fuhr sich in komischer Verzweiflung durch sein dichtes. Haar,- ,, es stößt das Glück von sich, ich weiß es wohl, aber was will ich machen? Als ich ihr erklärte, daß sie heute unbedingt zu Hause bleiben müsse, weil nun, weil ein Freiersmann sich gemeldet habe, da lachte sie so übermütig, so recht lustig und rief mir zu: ,, Bitte, grüße mir meinen Freiersmann bestens und sage ihm, er möge sich das Warten nicht verdrießen lassen! Ich heirate noch nicht! Und Herrn Stolze schon gar nicht! Ich will bet meinem Vater bleiben!" Damit flog sie zum Tore hinaus und ließ mich stehen. Also es ist, wie du selbst einsehen wirst, wenig Aussicht vorhanden, daß Maja deinen Sohn erhören wird." Reinau sagte das alles mit einer halb spöttischen, halb überlegenen Miene; augenscheinlich belustigte ihn die Sache. Stolze Vater und Sohn waren gleichzeitig von ihren Sißen in die Höhe geschnellt.
( Fortsetzung folgt.)
Gegründet 1883 Klein und Grof
Ausschneiden
K
險 商 Auch für Profbelt
Wegen
verkaufe
He
Crava
3u fe
H
Mein
1910 ab
Die Markt
Gießener 8
Dafen
50 kg
alber
B
Schweine
bo.
Betreibepre
928eigen 100 kg
Roggen 100 kg


