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Zweites Blatt 111.

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Gießener Zeitung

Expedition: Gießen, Seltersweg 83. 1602

Samstag, den 20. August 1910. nallow

aufträge fertigzustellen waren. Die Arbeitszeit ist allerdings Töne Musik dazwischenklingen, so daß man aus diesem er­

Haben die Kinder in der Volksschule früher in vielen Betrieben immer noch reduziert. Von den übri ſten Bande immerhin ein Bild von Speidels vielseitiger Ge­mehr gelernt als heute?

gen Branchen des Bekleidungsgewerbe 3 waren die Schneider schlecht beschäftigt und dürfte dieser stille Ge­schäftsgang auch noch einige Wochen anhalten. Ebenfalls im graphischen Gewerbe war der Geschäftsgang ein schlechter, höchstens bei den Schriftgießern war der Arbeits­markt ein besserer. Die Schriftsetzer und Buchdrucker hatten Beispiel zahlte der Bezirk Frankfurt a. M. des Verbandes der Deutschen Buchdrucker zirka 1000 Mt. Arbeitslosenun­terſtüßung mehr als im Vorjahre im selben Monat.

Es gibt nicht wenig Leute, die dem Lehrer von heute vorwerfen, daß er zwar viel mehr gelernt habe als sein Amtsgenosse von früher, daß aber die Leistungen der Schule nicht besser geworden seien, sondern die Leistungen der früh­eren Schule nicht einmal erreichen.besonders unter dem schlechten Geschäftsgang zu leiden; zum Was ist denn nun Wahres an dieser Behauptung? Die Korrespondenz" des Deutschen Lehrervereins beantwortet diese Frage in folgender Weise: Vor einem Menschenalter und etwas darüber hatte der Landlehrer überall und der Stadtlehrer wenigstens ftellenweiſe beſſeres Schülermaterial als heute, wo es mittlere und höhere Schulen fast in jeder Stadt, Vorbereitungsanstalten auf höhere Schulen und Pri­batbollsschulen mit höheren Zielen auch auf dem Lande gibt, und wo man meint, daß jeder etwas mehr als nor­mal begabte notwendig aus der Vollsschule hinaus und in eine höhere Schule hinein muß. Daß diese aus günstigen Berhältnissen stammenden Schüler manchmal mehr gelernt haben als heute der Durchschnittsschuler, mag schon richtig fein. p 8012: III 609,51

erfeits wa

Andererseits waren die äußeren Bedingungen für die Schularbeit damals doch auch viel ungünstiger. Auf dem Lande gab es die Dispensierschüler, die im Sommerhalb­jahr oft nur zwei halbe Tage in der Woche zur Schule oft nur per Woche lamen, und auch in der Stadt waren unentschuldigte Ver fäumnisse viel häufiger als jetzt. Für die Beurteilung einer Schule galten indes auch andere Gesichtspunkte als heute. Daß die große Masse der Schüler nicht viel wußte und fonnte, war in der Lagesordnung, und niemand nahm bas besonders übel. Wenn bei den Prüfungen einige wenige Helden sich tüchtig meldeten und die Ehre des Tages ret­teten, waren sowohl die Eltern wie zumeist auch die geist lichen Revisoren zufrieden. Ja, der Laie beurteilte den Stand der Schule oft genug nur nach den Leistungen eben dieser Examenrosse.

Ein zweites Charakteristikum der Schule von damals war die Bevorzugung einiger und die entsprechende Ver­nachlässigung anderer Unterrichtsgegenstände. Für die Lieb­lingsfächer des Lehrers stand immer ausreichend Zeit zur Verfügung und ihm schlug keine Ader danach, wenn er für ein solches Fach einmal eine Stunde nahm, die eigentlich einem anderen Fach gehörte. Daß dann in diesem Gegen flande die Kinder ganz besonders glänzten, ist selbstver ständlich. In anderen Unterrichtsfächern wiesen sie dafür aber auch flaffende Lücken oder eine vollkommene Leere auf.

aber

Ohne sich der Selbstüberhebung schuldig zu machen, darf der Lehrer von heute behaupten, daß der allgemeine Stand der Schule sich gehoben hat. Mögen früher einzelne be= gabte Schüler mehr gelernt haben als heute, weil der Leh rer sich mehr mit ihnen speziell abgab, heute lernt das Gros der Kinder mehr. Mag früher in einzelnen Lieb= lingsfächern des Lehrers mehr geleistet worden sein, heute wird eine gleichmäßige Leistung in allen Fächern erreicht. Diejenigen, welche behaupten, daß früher die Schule mehr leistete, find, sofern sie überhaupt die Volksschule besucht ha=

ben, in den Reihen jener Beſſeren zu finden gewesen, die noch in dankbarer Erinnerung haben, was der ſchule verdanken, aber vergeſſen, baß viele andere eine ſehr mangelhafte Vorbildung erhielten, und diese die Vorzüge überschätzende, die Mängel übersehende Erinnerung trübt ihr Urteil über den Wert der früheren und macht sie un gerecht gegenüber den Leistungen der heutigen Schule.

Der Arbeitsmarkt in Heffen und Nachbargebiet.

Im Metallgewerbe war eine langsame Besser­ung des Arbeitsmarktes zu beobachten, allerdings immer

noch nicht für alle 3hweige des Gewerbes. Ein Mangel an

Arbeitskräften hat sich bis jetzt nur für die Metallgießer­eien bemerkbar gemacht. In der Heizungsbranche und auch bei den Bauschlossern war es möglich, die vorhandenen Beute unterzubringen. Dagegen wurden Dreher wenig ver­langt und meistens Leute von auswärts bevorzugt. Auch bei den Mechanikern und Maschinenschlossern macht sich noch ein Ueberfluß an Arbeitskräften bemerkbar, der aber leicht zu erklären ist, da bei diesen Berufen die bessere Konjunktur felten vor dem Herbst einsetzt. Im allgemeinen fann gesagt werden, daß die Nachwehen der Aussperrungen im Bauge­werbe jetzt von dem Metallgewerbe so ziemlich überwunden find. Zu erwähnen wäre

ſhinenfabris in Frankfurt noch ein in einer größeren Ma­

a. M. ausgebrochener Streit, von von dem zirka 150-160 Mann betroffen sein sollen und zu deffen Beendigung wohl noch keine Aussicht vorhanden ist. de( Portefeuilleindustrie) hält der gute Geschäftsgang nun fchon fast das ganze Jahr an, und ist besser, wie um die­

per fb. 80-96 In der Lederwaren und Reiseartitelbran

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00 to 7.00-8.00 be 3eit im Vorjahre und auch besser als im Vormonat. Ctr. 6.00-8.00 Männliche Arbeitskräfte konnten allerdings bis jetzt noch im­Std. 0.20-0.3 mer beschafft werden, dagegen fehlte es sehr an Arbeiter­

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immen. Die Bauarbeiteraussperrung macht sich in der Holz­industrie wenigstens bei den Bautischlern immer noch

0.50-00) bemerkbar, da die meisten Bauten noch nicht so weit vorge­

2.50-2.00

20 schritten sind, daß die Schreiner Arbeit hätten. Die Möbel­branche war gut beschäftigt. Von Streits im Baugewerbe ift nur noch derjenige der Dachdeckergehilfen in Mainz zu

31 Uhr nachmittags

Beginn der Markt melden, es handelt sich um eine geforderte Lohnerhöhung en ber Marktzeit im on 10 Pfg. pro Stunde. In der Schuhfabrika

Den Die

Non biefer Beitung

tion fonnte gegen Ende des Monats die Produktion lang= Sam wieder etwas erhöht werden, da besonders die Herbst

Im Gastwirts gewerbe war die Lage des Ar­beitsmarktes, wie das ja durch die Reiſeſaiſon trop des verhältnismäßig ungünstigen Wetters erklärlich ist, eine gute zu nennen. Es macht sich allerdings schon seit einiger Zeit der Mißstand bemerkbar, daß immer mehr junge Leute von 16-18 Jahren verlangt werden, während es für ältere Leute immer schwieriger wird, feste Stellen zu erhalten. Für die ungelernten Arbeiter war der Arbeitsmarkt gegen den Vormonat und auch gegen das Vorjahr genommen, besser, obwohl die Vermittlungstätigkeit durch die Ferien­zeit und durch das fortgesette schlechte Wetter beeinträchtigt wurde. In der Landwirtschaft war natürlich, wie jedes

ahr, die Vermittlungstätigkeit im Juli eine rege zu nennen und konnten lange nicht alle Stellen besetzt wer­den. Frankfurt a. M. berichtet z. B. hierüber:" Daß 113 offene Stellen nicht besetzt werden konnten, liegt darin, daß die vorhandenen Arbeiter teils nicht mähen konnten, teila

hatten sie eine seleider; sie gandwirte ſehen in jüngster

Zeit immer mehr gutgekleidete Leute, aber leider sind viele Arbeiter in dieser Beziehung schlecht bestellt." Auch die Weinbergsbesitzer flagen, daß nicht genügend Arbeits= fräfte zu erlangen sind.

Von den Organen des Mitteldeutschen Arbeitsnachweis­verbandes wurden, soweit Meldungen von den kommuna­len, bezw. Kreisarbeitsnachweisen und Herbergen zur Hei­mat vorlagen, 10 096 Stellen vermittelt( gegen 9386 im Vormonat), darunter: Darmstadt( H. z. H.) 17, Wezlar 25, Gießen( H. 3. H.) 44, Gießen 100, Frankfurt a. M.( H. 3. H.) 128, Friedberg i. H. 171, Darmstadt 221, u. Frank­furt a. M. 4431.

manilaude Lokales. mamiblomladost

Gießen, 20. Auguſt 1910.

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* Der Kriegertag des Hassia Bezirks Gießen wird am nächsten Sonntag in unserer Stadt ab­gehalten werden. Zur Teilnahme haben sich gegen 38 Ver= eine gemeldet.

* Viehmarkt. Bei dem am 16. und 17. Aug. stattgefundenen Martte waren aufgetrieben: 1745 St. Rind­vieh und 354 Schweine. Der nächste Markt findet am 30. und 31. August statt, am letzteren Tage auch Krämer­martt.

* Fleischpreise. Die Gießener Meßger hielten vor kurzem Besprechungen ab, welche sich mit der Frage einer Erhöhung der Ladenpreise des Rind- und Ochsen=

Preissteigerung auf den Fleischverbrauch ohne Einfluß sein wird, vielmehr steht dann sicher auch ein Rückgang im Ver­fauf zu erwarten; wenigstens ist eine solche Abnahme des Konsums auch in anderen Städten nicht ausgeblieben.

Literarisches.bounts o

Der Landkalender für das Großher zogtum Hessen", Ausgabe 1911, ist soeben im Großh. Staatsverlag zu Darmstadt erschienen und durch die in allen Städten und Gemeinden des Großherzogtums be­findlichen Verkaufsstellen zum Preise von 25 Pfg. zu be­ziehen. Dieser Land- Kalender" ist einer der ältesten, wenn nicht überhaupt" der älteste aller in Deutschland erschei nenden Kalender, denn er steht im 201. Jahrgang. Die Ausgabe 1911 ist noch stattlicher und reichhaltiger als die vorjährige Jubiläumsausgabe, enthält sie doch 80 Seiten in Quartformat und so zahlreiche große und fleine Illustra tionen wie noch nie zuvor. Außer dem amtlichen stalenda rium für 1911 und dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahre 1911 stattfindenden Messen und Märkten bringt der " Land Kalender" noch zahlreiche jedermann nüßliche Mit­teilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie erstklassige Ori­ginalauffäße belehrenden und unterhaltenden Inhalts, da­ Die Kämpfe der Großh. Hess. Division im Kriege 187-71". runter an erster Stelle eine illustrierte Schilderung über Als Kunstbeilagen erscheinen diesmal die Porträts des Prin zen und der Prinzessin Heinrich, und ferner eine 18 mal 32 Zentimeter große Reproduktion des Hüntenschen Gemäl des: Die Hessen in der Schlacht bei St. Privat- Grave­lotte." Auch eine Eisenbahntarte ist dem Land- Kalender 1911 beigegeben, der alles in allem soviel des Schönen und Nüblichen bringt, daß teine hessische Familie seine bal­dige Anschaffung versäumen sollte. Die Ausgabe 1911 ist unstreitig die hervorragendfte, die der Land- Kalender seinen 201 Jahren erlebt hat.

jamttätigkeit gewinnen lann, die alle Gebiete des Literatur­und Kunstgebietes umspannte.

Am 1. April wird niemand geboren. Der Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens" ent­nehmen wir folgende hübsche Anekdote. Als die Zeit der Geburt des späteren Herzogs von M. nahe war man erwartete sie im März 1826 ward Professor Siebold von Göttingen befohlen, bei der Niederkunft der Herzogin an wesend zu sein. Er reiste mit seinem ersten Assistenten ab, aber sie famen einige Tage zu früh und vertrieben sich die Langweile so gut es ging. So hatten sie auch in der Nacht zum 1. April eine lustige Gesellschaft ins Hotel, in dem sie wohnten, eingeladen und tüchtig poluliert. Da fam, es war schon nach Mitternacht, ein Diener mit der Meldung, sie sollten sogleich zur Herzogin fommen." Herr Kollege", sagte Professor Siebold zu seinem Assistenten, gehen Sie. Ich bin nicht imstande, jetzt ärztliche Hilfe zu leisten." Herr weniger als Sie." Was war zu tun? Da dämmerte in Geheimrat", antwortete der Assistent, ich fann's noch viel seinem Weindunste eine Idee im Professor auf, und er sagte dem Diener:" Gehen Sie zu den Hoheiten und melden Sie, daß man ruhig noch weiter warten könne, denn am 1. April wird fein Mensch geboren". Und richtig ward der Junge Prinz erst am 2. April geboren, wobei Professor Sie­bold hilfreich tätig war. Da nahm der Herzog den Pro­fessor beiseite und sagte lachend zu ihm: Ist es also wirf­lich erwiesen, daß am 1. April feine Geburt stattfindet?" Siebold antwortete ebenfalls lachend: Hoheit haben's ja gesehen!" Er hat aber damals noch nicht gewußt, daß der größte Staatsmann Deutschlands, Fürst Bismarck, dcch am 1. April das Licht der Welt erblickte. elessl Landwirtschaftliches.

Dünner säen! tönnte man auch in diesem Jahr wieder manchem Landwirt raten, dessen Weizen schon nach den ersten starken Gewittergüssen des Sommers sich gelagert hatte. Gerade auf den besseren und besten Böden fommt Weizen häufig in die mit Stallmist gedüngte Klee­stoppel zu stehen. Er erhält also eine starte Stickstoffdüng­ung. Bei zu dichter Saat ist hier Lagerfrucht die natür- liche Folge. Man säe daher den Weizen möglichst dünn, gebe aber, um eine starte Bestockung hervorzurufen, neben dem Stallmist noch 2 bis 3 Zentner Thomasmehl pro Mor gen.

Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.

Am 8. Sonntag nach Trinitatis, den 21. August. Gottesdienst

In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Gehrich- Lollar. sormittags Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Nächstlünstigen Sonntag, den 28. August, wird Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Martus- Ge- meinde gemeinsam gehalten werden. Anmeldungen dazu werden im Pfarrhause Kirchstraße 1 erbeten. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst.

Pfarrer Ausfeld.

In der Johanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags Uhr: Pfarrer Adolph. Havas neb

Batholische Gemeinde

Samstag, den 20. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen heit zur heiligen Beicht.

Sonntag, den 21. Auguſt.

Ce 14. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: fatramentalische Bruderschaftsandacht. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.

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inlangivingedGeborene.

Aug. 9. Kaufmann August Peter Christophersen ein Sohn. 11. Gärtner Wilhelm Menge eine Tochter, Elisabeth Friederike.

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11. Photograph Karl Borst ein Sohn, Walter Wil­

helm. Karl Bo

12. Dreher August Müller ein Sohn, Ernst August.

12. Wagenwärter Martin Schepp ein Sohn, Johannes Martin.

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13. Diensttnecht August Hahn ein Sohn.

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14. Lokomotivheizer Wilhelm Pezold ein Sohn, Fried­rich.

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15. Briefteäger Ludwig Beck ein Sohn, Erwin Karl Johann.

15. Schlosser Gerhard Schepers eine Tochter, Gertrud. 15. Schreiner August Gäbisch ein Sohn.

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16. Arbeiter Johann Medynsti eine Tochter, Marie. 13. Installateur Heinrich Deeg ein Sohn.

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13. Stutscher Johannes Nicolai ein Sohn, Hans Hein­rich Ludwig.

Ludwig Speidels Schriften beginnen dem neubegründeten Verlage von Meyer und Jessen, Ber­lin SW. 11 soeben zu erscheinen. In weiteren Kreisen ist Speidel, der am 11. April 1830 in Ulm geboren und am 3. Februar 1906 in Wien gestorben ist, allerdings fast noch gar nicht bekannt, da er zu Lebzeiten nie zu bewegen war, eine Sammlung seiner Feuilletons zu veranstalten. Es ist darum aufs freudigste zu begrüßen, daß diese verborgenen Schäße nun endlich gehoben werden. Persönlich­feiten" ist der erste Band betitelt, der eben zur Aus gabe gelangt. Er enthält eine Reihe von Charalterbildern. Jedes dieser Stücke spricht von einem anderen Manne und schildert ihn, wie Ludwig Speidel, dieser Meister des deut­schen Wortes, zu schildern verstand. Und es ist eine Ge sellschaft von erlauchten Geistern, die sich da zusammenfin­det, Luther, Zwingli, Spinoza, Voltaire, Rousseau, Jatob Grimm, Uhland, Heinrich Heine, Döllinger, Börne, Gustav Freytag, um nur diese zu nennen. Michael Etienne, Ne­stroy, Daniel Spiter vertreten Wien, Laube und Dingel- stedt das Theater, Kaulbach, Leibl, Böcklin, Feuerbach, Nat­ter, Meunier die bildende Kunst, Franz Schubert die Ton­kunst, und auch Gustav Nottebohm läßt bescheiden ein paar

17. Fabritarbeiter Georg Zehner ein Sohn, Jean Karl.

Aufgebote,

Aug. 13. Karl Aßmann, Briefträger in Gießen, mit Berta Schnell in Hergersdorf.

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13. Heinrich Wagner, Telegraphenleitungsaufseher, mit Elisabeth Gebauer, beide in Gießen.

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16. Wilhelm Heil, Sergeant in Gießen, mit Frieda Lisette Zey in Utphe.

15. Ferdinand Lenz, Brauereibefizer in Herford, mit Elly Haubach in Gießen.

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17. Friedrich Karl Mooh, Hilfsheizer in Gießen, mit Berta Luz in Betzdorf.

16. Karl Schneider, Schneider, mit Lina Ferber, beide in Gießen.

17. Dr. Karl Klein, Spezialarzt in Gießen, mit Her­mance Marie Gazert in Marseille. Marie Ga

Gestorbene.

Aug. 13. Marie Geiler, geb. Kern, 37 Jahre alt.

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16. Marie Bräuning, 3 Jahre alt.

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18. Elisabethe Becker, geb. Oppermann, 58 Jahre alt.