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Von Haus zu Haus

wird die Gießener Zeitung" jetzt gebracht und wiederum sind von vielen Seiten uns Nachrichten zugegangen, daß Einteilung und Inhalt derselben auch die Annoncen!- mit großem Interesse durchgesehen werden. Einige Inserenten bestätigten uns, daß ihre bei uns aufgegebenen Annoncen von großer Wirkung waren.

Der Verlag.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

(*) Vom Lande.( Winterarbeit auf dem Lande.) Schaut man jetzt in die Bauernhöfe, so findet man allent­halben leere oder gering besetzte Miststätten und leere Jauchegruben. Es ist soweit alles hinausgeschafft und auch schon untergeackert und somit ist die Düngung für die Früh jahrsbestellung vollzogen. Die milde Winterwitterung ließ fast ununterbrochenes Hantieren im Felde zu. Die Dampf maschine hat die Dreschstegel und die Fegmühle verdrängt, infolgedessen hat der Bauersmann auch während der Win­termonate Zeit, den Feld-, Wiesen- und Obstbauarbeiten nachzugehen.

* Münster bei Lich. Ein großes Basaltwerk entsteht gegenwärtig an der Steinmühle. Die Wetterauer Kalf- und Stein- Industrie hat ausgedehnte Basaltlager am Bahneinschnitt an der Wetter, die beim Bahnbau entdeckt wurden, von der Gemeinde auf 10 Jahre gepachtet.

* Butzbach, 14. Febr. In der letzten Sizung der Handelskammer Weylar wurde hinsichtlich des Bahnbaues Weblar Butzbach einstimmig beschlossen, die von der Wetz= larer Stadtverordnetenversammlung gewählte Eisenbahnsom­mission zu bitten, auf die Firma Lenz u. Co., welche die Projektarbeiten vertraglich übernommen hat, in dem Sinne einzuwirken, daß sie alle noch fehlenden Projektunterlagen liefert, damit eine vollkommen einwandfreie Beurteilung der Rentabilität und der Zweckmäßigkeit der Linienführung ge­währleistet werde.

jährlich nehmen sämtliche Buchhandlungen und Postanstalten entgegen. Gratisprobenummern bei ersteren und dem Ver­lag John Henry Schwerin, Berlin W. 57.

* Hausen bei Gießen, 13. Febr. Sein 30. Stift­ungsfest begeht nächsten Sonntag unser Krieger- Verein. Die Gründer des Vereins sollen zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Geschäftliches

Das Technikum Mittweida ist ein unter Staatsausicht stehendes, höheres technisches Institut zur Aus­bildung von Elektro- und Maschinen Ingenieuren, Techni­fern und Werkmeistern und zählt jährlich zirfa 3000 Stu­dierende. Der Unterricht sowohl in der Elektrotechnik als auch im Maschinenbau wurde in den letzten Jahren erheb=

* Friedberg, 12. Febr. Die Feier ihres sünf- zigjährigen Seminarabganges wollen die Lehrer- Veteranen Hessens, welche 1860 das hiesige Lehrerseminar verließen, am dritten Ostertag hier begehen. Auch die Seminarabi­turienten von 1870, 1880 und 1890 wollen sich hier und in Frankfurt Stelldichein geben.

Gießener Lesehalle- Verein.

Montag, den 21. Februar 1910, abends 81/ lthr Ordentliche Mitglieder- Bersammlung im Hotel Schüß. Tages: Ordnung.

1. Geschäftsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstantes.

3. Verschiedenes.

Vergebung.

Der Borftand.

Für die Großh. Klinik für psychische und nervöse

lich erweitert und wird durch die reichhaltigen Sammium Um zahlreiches Erscheinen bittet gen, Laboratorien für Elektrotechnik und Maschinenbau, Werkstätten und Maschinenanlagen 2c. sehr wirksam unter= süßt. Das Sommersemester beginnt am 14. April 1910, und es finden die Aufnahmen für den am 30. März be ginnenden, unentgeltlichen Vortursus von Mitte März an wochentäglich statt. Ausführliches Programm mit Bericht wird fostenlos vom Sekretariat des Technikums Mittweida Arankheiten in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1910 ( Königreich Sachsen) abgegeben. In den mit der Anstalt verbundenen, zirka 3000 Quadratmeter bebaute Grundfläche auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben umfassenden Lehr- Fabrikwerkstätten finden Volontäre zur werden: praktischen Ausbildung Aufnahme. Auf allen bisher be- 1. Die Lieferung von: schickten Ausstellungen erhielten das Technikum Mittweida bezw. seine Präzisionswerkstätten hervorragende Auszeich­Backwaren, nungen. Industrie und Gewerbe Ausstellung Plauen: die Fleischwaren, Ausstellungsmedaille der Stadt Plauen für hervorragende Spezereiwaren und Leistungen". Induſtrie- und Gewerbeausstellung Leipzig: Verbrauchsgegenständen, die Kyl. Staatsmedaille für hervorragende Leistungen im technischen Unterrichtswesen". Industrie Ausstellung Zwickau: Milch, Bier, Eis, die goldene Medaille für hervorragende Leistungen". In Butter und Giern, ternationale Weltausstellung Lüttich: den Prix d'honneur. Emaillewaren,

Groß- Steinheim. Zwecks Abwendung von Arbeiterentlassungen läßt neuerdings eine hiesige bedeutende Zigarrenfabrik ihre Arbeitskräfte abwechselnd 14 Tage pau­sieren.

* Mainz, 13. Febr. Der Großherzog hat das Pro­tektorat über die 4. Landes- Geflügel- Ausstellung, die vom 12. bis 14. März in der Stadthalle stattfindet, übernom men und einen wertvollen Ehrenpreis zur Verfügung stellen lassen. * Gau- Algesheim. Hier feierte der Erfinder des Carbolineums, Kommerzienrat Richard Avenarius, un­ter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung seinen 70. Ge­burtstag.

Die preußische Sahlrechtsvorlage

hält fortgesetzt die großen Massen des werktätigen Volkes in Preußen und auch anderen deutschen Staaten in unlieb­samer Stimmung. Es liegen wieder folgende Meldungen von Straßendemonstrationen vor:

-h Mülheim( Rhein), 16. Februar. Die gestrige Reichstags- Ersabwahl Mülheim- Gummersbach ergab Stich­wahl zwischen Zentrum und Sozialdemokraten.

Grohe Botschaft

aus dem Morgenlande!

Ein hervorragendes Mittel gegen

Hals- Lungenleiden.

Die Morgenländische Drogen- Import Gesellschaft in Jaffa( Palästina) und in Berlin W. 15 bringt unter der Kontrolle eines gerichtlich beeidigten

Sachverständigen eine in Europa faft unbekannte,

Bürstenwaren und Toilettengegenständen,

im ganzen Orient indessen schon seit alters her als das vorzüglichste Mittel gegen Hald und Langenleiden bewährte Droge in den Handel und gibt davon bis auf weiteres Probes tostenlos ab.

Porzellan und Glaswaren, Schreibmaterialien, Kleidern und Schuben für Scante und Personal, Formularten,( für 3 Jahre), ca. 7000 3tr. Hüttenbrechs­foaks und

ca. 80 3tr. Nußkohlen.

2. Das Reinigen des Küchenherdes und der Defen. 3. Das Leerfahren der Senfgruben und das Fort­schaffen des Kehrichts.

4. Die Ab jabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen und des Gespüls.

Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, nachm. bon 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau zur Einsicht­nahme offen.

Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen bis zum Eröffnungstermin:

Samstag, den 12 lärg, vorm. 1130 Uhr auf dem oben genannten Bureau abzugeben.

Der Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, den 10. Februar 1910. Groth. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Kraufbeiten.

Sommer.

Bergebung von Bauarbeiten.

Die für den Schulhaus Aukau zu Nainhards= hatu erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Erd- und Maurer, Steinmek, Zimmer, Dach­decker, Spengler, Schloff-, laser, Schreiners, Weinbinder- und Tapezierarbeiten, sowie die Trägerlieferung sollen im Wege öffentlichen Ange­bots bergeben werden.

Als das vornehmste Produkt des Pflanzenreiches" und das denkbar beste Mittel gegen chronische Erkrankungen der Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amts­Atmungsorgane( alter Husten, Verschleimung, Bron­chialkatarrh, Bronchial Asthma usw.) galt schon im zimmer des Unterzeichneten( Zimmer Nr. 18) während fernsten Altertum der Harzsaft eines in Arabien hei- der Dienststunden zur Einsicht offen. mischen Balsambaumes, des Balsamodendron Opobalsamum. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, Die Bibel gedenkt mehrfach dieses heilkräftigen Saftes, dessen antiseptische und sekretionsbeschränkende Wirkung die alten sind verschlossen und postfret bis spätestens Aegypter schon ebenso zu schäßen wußten wie später die Freitag, den 25. Februar 1910, nachm. Nhr Aerzte der Griechen und Römer. Wiederholt brachten ihn Kreuzfahrer und fromme Pilger als die" Medizin der Me­dizinen" nach dem Abendlande, wo er dann wie eine Re liquie gehütet und nur angewandt wurde, wenn die Arznei­kunst am Ende ihres Könnens angelangt war. Auch heute noch bringen die Pilger, die nach Mekka zum Grabe des Propheten wallfahren, die edelste aller Arzneien" in kleine Bleifläschchen eingeschlossen mit in die Heimat, bewundert und beneidet ihres wertvollen Schapes. In den seltenen Fällen, wo das kostbare Mittel früher in den Handel kam, galt sein Preis das mehrfache seines Gewichtes in Gold.

-h- Berlin, 16. Febr. Gestern Nacht 11 Uhr zog eine mehrere hundert Köpse zählende Menge durch die Friedrichstraße und veranstaltete unter Hochrufen auf das allgemeine, direkte, gleiche Wahlrecht Demonstrationen. Ue­lephonisch von der Revierwache herbeigerufene Polizeibe­amte zerstreuten die Demonstranten. Eine zweite Demon­stration wurde bald daraul in der Wilhelmstraße veran­staltet. Ein großer Trupp, der aus Moabit tam, wollte zum Reichskanzler- Palais ziehen. Das Polizeipräsidium, das schon vorher verständigt war, hatte eine Abteilung beritte­ner Schußleute ausgesandt, die die Wilhelmstraße und die Behrenstraße absperrten und die Demonstranten zerstreuten. -h- Kassel, 16. Febr. Heute Nacht tam es aus Anlaß einer sozialdemokratischen Wahlrechts- Versammlung zu erregten Straßen- Kundgebungen. 5000 Personen zogen unter Absingung der Arbeiter Marseillaise vom Gesellschafts­hause aus über verschiedene Straßen nach dem Friedrichs­platz und der Nähe des neuen Theaters, wo eine Ansprache gehalten wurde, der ein Hoch auf die Internationale folgte. Da die Demonstranten fortgesetzt durch Neugierige Zuzug erhielten, schritt die Polizei mit einem Aufgebot von etwa 300 Beamten ein. Aus der Mitte der Demonstranten fielen fortgesetzt Rufe wie Bluthunde", Pfui 2c. Eine Anzahl junger Burschen wurde daraufhin verhaftet, nach Feststell­ung ihrer Personalien aber wieder frei gelassen. Die De­monstration dauerte etwa drei Stunden.

h Kiel, 16. Febr. In Neumünster tam es gestern Abend zu großen Straßendemonstrationen, die den Kieler Neuesten Nachrichten" zufolge einen sehr ernsten Charakter annahmen. Nach Schluß von zwei Versammlungen, in denen das Vorgehen der Polizei am Sonntag scharf friti= siert wurde, kam es zu Kundgebungen vor dem Rathause, wo die Menge johlte und pfiff. Die einschreitenden Schutz­leute wurden mit Wurfgeschossen empfangen. Auch zwanzig Schüsse wurden aus der Menge abgegeben. Die Polizei ging darauf mit der blanken Waffe gegen die Menge vor. Auch das 163. Infanterie- Regiment wurde zu Hilfe ge= rufen. Der Hauptmann ließ scharf laden und unter Trom melwirbel gegen die Mende vorgehen. Diese ergriff die Flucht. Zahlreiche Personen wurden in der Nacht verhaftet.

Literarisches.

auf Großh. Bürgermeisterei Rainhardshain einzu­reichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa er­schienener Bewerber erfolgt. Frete Wahl unter den Be­werbern bleibt vorbehalten.

Gießen, den 12. Februar 1910. Der Großh, Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. J. V. Knö II.

Nach Beseitigung zahlreicher Schwierigkeiten ist es end- Vergebung von Wasserleitungs­

und Kanalisationsarbeiten.

Die zur Herstellung der Wasserversorgungs- und Kanalisationsanlage für die Gemeinde Alten- Buseck er­forderlichen Arbeiten und Lieferungen und zwar:

lich gelungen, ein Quantum der so berühmten, heilsamen Droge zu beschaffen, welches groß genug ist, um ihre Ein­führung vorerst in Deutschland wagen zu dürfen. Mit Rück­sicht auf eine möglichst rasche Verbreitung ist der Preis so niedrig wie nur möglich bemessen, so daß sich heute auch der Minderbemittelte von ihrer unvergleichlichen Heilkraft überzeugen tann. Die Wirkung der Droge ist in erster Linie auswurfbeseitigend und hustenstillend. Durch ihre außer ordentliche desinfizierende und wundheilende Kraft kann sie Los 1. Quellfassungsarbeiten aber auch als ein wirksames Unterstützungsmittel bei der Los 2. Hochbehälter im Stampfbeton mit 200 cbm Nutz­Behandlung der Lungenschwindsucht nicht genug empfohlen inhalt werden. Dies um so mehr, da sie weder die Magen noch Los 3. Maschinenhaus Darmtätigkeit stört, sondern appetitanregend und äußerst wohltuend auf die Verdauungsorgane wirkt. Ganz beson Los 4. Ortsnez- Röhrengräben, Rohrlieferungen und Ver­ders zu empfehlen ist sie bei chronischen Bronchial- Katarrhen, wo sie die Schleimabsonderung schon nach furzer Zeit be­deutend herabseßt. Für ihre Reinheit und Echtheit über­nehmen wir jede Garantie. Der gesamte Ein- und Verkauf untersteht der ständigen Kontrolle eines bei den Berliner Ge- sollen richten als Sachverständiger beeidigten Chemikers.

Wer sich über den augenblicklichen Stand der Mode informieren will, der greife nach der neuesten, geradezu blendend ausgestatteten Nummer des tonangebenden Welt­modenblattes Große Modenwelt" mit bunter Fä­chervignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 57, das zugleich lehrt, wie auch die Unerfahrenste sich das ele­ganteste Kostüm für wenig Geld selbst herstellen kann. Abonnements auf" Große Modenwelt" mit bunter Fächer­vignette( man achte genau auf den Titel) zu 1 Mt. viertel­

legungsarbeiten. Für Wasserleitung, Guß- oder schmiedeeiserne Röhren, für Kanalisation, Ton­röhren

durch schriftliches Angebot bergeben werden. Pläne und Bedingungen find bet dem Unterzeichneten( 3immer Um vorerst jedem Gelegenheit zu geben, sich von der Nr. 24) einzusehen, woselbst auch Angebotsvordrucke ab­prompten Wirkung des Mittels zu überzeugen, senden wir gegeben werden. bis auf weiteres

Die Angebote sind verschlossen und postfrei bis Dienstag, den 1. März 1. Js., vormittags 10 Uhr auf meinem Geschäftszimmer einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart der erschienenen Bieter statt­

vollständig gratis eine Probe teens

an jeden, der seinem Ersuchen 20 Pfg. für Porto 2c. bei fügt.( Man adressiere: An die Morgenländische Drogen- Importgesellschaft, Berlin W. 15) findet. Jeder Probe wird die interessante Proschüre eines pratti­schen Arztes kostenfrei beigefügt, die ebensoviel Wissenswer­tes über die Droge selbst wie auch manche wertvolle Fin­gerzeige für Hals- und Lungenkranke enthält.

Möge jeder Kranke, im besonderen derjenige, der bereits

Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Februar 1910.

andere Mittel und Methoden erfolglos angewandt hat, in Der Großh. Kreisbaninspektor des Kreiſes Gießen.

seinem eigenen Interesse von diesem Angebot Gebrauch machen! Er wird den kleinen Versuch, der ihm nicht einmal etwas kostet, gewiß nie berenen.

J. V.: Knöll.

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