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Haben Sie denn keine Ohren? Herr Rosenfeld ist ansgegangen; es spricht für ihn Herr Ringsdorf in Vertretung!"
Lassen Sie mich in Ruhe mit Ihrem dämlichen Heringsdorf! Es ist mir ganz schnuppe, ob Ihr Prinzipal dort Vertretung hat oder nicht! Wer ist denn am Telephon?" „ Hier Herr Ringsdorf! Ich heiße so!"„ Ach so, Ste heißen Heringsdorf- jetzt klärt sich die Sache auf!" " Sie machen mich noch nervös- Nicht Heringsdorf Ringsdorf!" Sagten Sie nicht Heringsdorf?" sagte Herr Ringsdorf!" Wie, was? Warum Herr? Glauben Sie vielleicht, ich würde Sie mit einem Säugling oder einer Waschfrau verwechseln? Am Telephon legt man -„ Was sich keine unnötigen Ehrentitel bei, verstanden?"
Eine Lektion am Telephon. Der junge Buchhalter Gregor Ringsdorf war über alle| Maßen eingebildet. Er trug die höchsten Stehkragen, die auffallendsten Krawatten und benutzte Spiegel und Bürsten in der ausgiebigsten, unnötigsten Weise. Wenn er aus der äußeren Rocktasche sein duftendes Reklametaschentuch zog und entfaltete, und das tat er sehr oft, so geschah es stets mit einer Ziererei, die jedem ein mitleidiges Lächeln entlockte. Dazu war er unter seinesgleichen ein schlechter Kollege, der hochnäsig, ohne jede Berechtigung immer einen gewissen Abstand betonte. Da er auch den harmlosesten Schmerz, zu mal wenn er seine Person anging, nicht vertragen konnte, Seine so machte er sich im Kontor einfach lächerlich. Kollegen hatten es satt, sich mit ihm abzugeben; sie hätten sich auch nicht im mindesten um den„ parfümierten überpinsel," wie sie ihn mit Vorliebe zu bezeichnen pflegten, gefümmert, wenn sie nicht in letzter Zeit eine Entdeckung gemacht hätten, die ihre Lach- und Sportlust aufs höchste reizte. Sie hatten nämlich bemerkt, daß Ringsdorf, der sich gerne am Telephon reden hörte, jedes Gespräch mit den Worten: Hier Herr Ringsdorf, wer dort?" begann. Herr Ringsdorf!!! Donnerwetter, das war großartig! ,, Kinder," sagte der dicke Buchhalter Faßbrenner, darauf gehört ein ordentliches Bescheidenheitspflaster, da kann mal eine kleine Lektion nicht schaden!" Am Abend drauf wurde in der„ Blauen Amsel" ein lustiger Plan ausgeheckt, mit dessen Ausführung man einen früheren Angestellten der Firma, einen gewißten, stets schlagfertigen Menschen beauftragte. Am andern Tage der Chef war gerade abwesend flingelte es im Kontor an. Sehn Sie doch, bitte, mal nach, Herr Ringsdorf, was es gibt!" sagte der Prokurist sanft. Ich verstehe immer so schwer! Sie haben ja darin das geübteste Ohr!" Ringsdorf lief geschmeichelt zum Tesephon. Das Gespräch begann! Hier Herr Ringsdorf, wer dort?"-„ Was? Heringsdorf? Da bin ich ja falsch verbunden!"„ Nein, nein, Sie irren, Sie verstehen mich nicht: Hier Herr Ringsdorf in Firma Rosenfeld!" Wie? Herr Rosenfeld ist in Heringsdorf? Das ist aber fatal, ich brauchte" ,, Was Sie nur wollen?
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* Nörgelei.**
De Gneiben sein Sie nich viel nüdze.. Dord wärd das dimmste Zeigk gequadschd. De Brieder gommen in de Zidze- Was wärd schbäckdakeld und gegladschd! Nich jeder gann Sie Schbaß verdragen; A eenz'ges Wort nimmd mancher krumm.
De besden Freunde sich verklagen: Das Bier macht bloß de Leite dumm.
Der Vader nimmd ofd mid de Ginder, Er läßd sie drinken aus den Glas.
Se schlingen bald wie Bärschdenbinder, Se wolln schadd än'n Schnidd" ä„ Maß". Dann fälld den Gärlchen schwär des Lärnen; Nach Hilfe sichd sich niemand um. Dem Unverschdande muß mer zärnen: Das Bier machd bloß de Leite dum.
Mer gann sich von'n Lokal nich drännen,
Mer„ schmedderd" merschdendeels noch eens. De Mäß'gen so was" Saufen" nännen
Wenn Gäld sie" winschd, dann hat" er" geens.
Die Zunge is Sie schwär geworden,
Der Mann is miede, madd und schdumm.
Mer gann Sie's heeren allerorden:
Das Bier machd bloß de Leite dum.
Der Pantoffelheld.
A.:,,Es ist entscßlich, man mag sagen, was man will, die Frau behält doch immer das letzte Wort!"
B.:( Pantoffelheld, seufzend): ,, Ach, Du Glücklicher! Wenn es bei meiner Frau je das letzte Wort wäre!"
„ Ich
was unterstehen Sie sich? Wer sind Sie?"" Hier Christian Schulze, Prokurist bei Müller& Co! Geben Sie mir nun endlich Ihren richtigen Namen an, sonst werde ich mich bei Ihrem Chef beschweren! Also wer dort?"- „ Ningsdorf!"„ Na also, das konnten Sie doch gleich Unverschämtheit! Frechheit! Was wollen sagen!" Sie denn eigentlich?"" Was ich will? Ich wünsche dringend, daß Sie sich am Telephon nicht wieder Heringsdorf nennen, das ist allemal ein Zeichen von Dummheit! Schluß!" Mit zusammengefniffenen Lippen und hochrotem Kopf nahm Ringsdorf an seinem Pulte Platz. Was gab's denn?" fragte der Prokurist mit geheucheltem Geschäftsernst, indem die anderen tiefgesenkten Hauptes eifrig weiter schrieben. So ein Esel! War falsch verbunden!" stieß Ringsdorf wütend hervor und griff nach der Feder. So, so," nickte der Prokurist leichthin.„ Ste waren falsch verbunden, na, das ist ja kein Beinbruch!" Der eitle Buchhalter ahnte, wem er diesen Streich zu verdanken hatte, zumal in diesem Augenblicke von allen Pulten eine kräftige Lachsalve ertönte. Er bemühte sich, seinen grenzenlosen Ärger in einigen gurgelnden Lauten zu ersticken, um nicht noch mehr Spott zu ernten.— Ans Telephon ging er von jetzt ab nur im Auftrage seines Chefs, und dann nannte er sich schlicht
Richtig.
Ringsdorf.
Trott.
,, Gestern traf ich" Meier?- ,, Nein, Lehmann ,, Nicht doch, er ,, Sah schlecht aus?"
und der
ſagte mir"" Er habe in der Lotterie gewonnen?" „ Nein, ſeine Frau"" Sie ist ihm durchgebrannt?
,, Auch nicht, aber
- ,, Wäre ihm krank geworden?"
Mensch, willst Du die Geschichte erzählen oder ich?"
Von den Besitzverhältnissen einiger europäischen Staaten.
1) Österreich- Ungarn hat vier Häuser",
2) England besitzt deren nur zwei( Ober- und Unterhaus),
3) Frankreich muß sich mit einer ,, Kammer" begnügen,
4) Die Türkei hatte nur einen„ Diwan" und
5) Der Papst hat gar bloß einen„ Stuhl".
J9
Renommage.
Fremder: Nun, habt Ihr denn auch viel Rebhühner bei Euch?"
Förster: ,, Bei uns? Bei uns da hocke alle Beem voll!" Fremder: Aber die Rebhühner fliegen doch nicht auf die Bäume!"
Förster: Ha! Wo solle se denn hinhocke, wenn uf'm Bode' scho' alles voll hockt!"
Zuvorkommend.
Bewerber: Ich bitte Sie um die Hand Ihrer Tochter?" Vater: ,, Welcher?"
Bewerber( gemütlich):„ Na, welche sind Sie denn am liebsten los, Herr Meyer?"
Immer Fachmann.
Professor der Mathematik( der eben in die Küche tritt, als ein Grenadier die Köchin an seine treue Soldatenbrust preßt):„ Ah, mein Lieber wollen Sie gefälligst so fort diese Klammer auflösen!"
Auf eigene Rechnung und Gefahr. Richter: Hatten Sie Mithelfer bei dem Einbruch?"
„ Nein, Herr Präsident, seit zwei Jahren arbeite ich ganz selbständig."
Ein Genügsamer. Mutter:„ Sie wollen meine Emma Heiraten?
Gott, ich habe aber nur die eine Tochter!"
,, Genügt mir vollständig, Frau Müller."
Betrachtung.
Alle Kinder werden in die Welt gesetzt, aber nur wir Mädchen bleiben siken, und wenn wir dann sißen, nennt man uns alleinstehende Damen.
G
Unter Gaunern.
Erster Einbrecher: ,, Was macht denn Dein Sohn?"
Zweiter Einbrecher: " Ich danke; der hat vorgestern seinen ersten Probediebstahl geleistet."
modern.
Frau X. erhält am Tage der silbernen Hochzeit von ihrem geschiedenen Gatten ein wunderbares Geschenk mit einigen überaus herzlichen Worten zur Erinnerung an die fröhlichen Stunden, die er ohne sie verbracht hat.
Alles zur Ordnung.
Nachtwächter!„ Entschuldigen,
Herr Schulze, haben Sie den Schirm vielleicht gefunden?"
" Ja, aber der gehört meinem Papa."
Eben deshalb. Theaterdirektor( zu einem Herrn, der das Theater verläßt):„ Aber bitte, es kommen ja noch zwei Akte!“ Besucher:„ Nun eben, deshalb geh' ich ja!"
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Hus der Zeit.
Sie rufen auf die ganze Welt
Zum Kampfe wider den Schmuz;
Doch hilft das wenig, findst Du nicht
In Dir den besten Schutz.
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Unter Backfischen.
Warst Du schon einmal
heimlich verlobt, Rosa?"
,, Nein, aber ich bin schon einmal mit Erfolg durch einen Tunnel gefahren.."
Huf der Hauptwache. Posten vor Gewehr: Rrrau ― s!"
( zu
Wachthabender einem einj.- freiw. dienenden Schauspieler):„ Na, dalli
" Deswegen frage ich eben. Nämlich Ihren Papa habe ich Einjähriger, denken Sie an vorhin gefunden und zuhause abgegeben."
Frische Hummer
O
Ihr Zivilverhältnis!"
* Dummertücke. r
Leitche
Indes Herr Spärlich um Melonen handelt, Der Männe sinnend um die Körbe wandelt.
Es schwebt sein Schwoof vergnüglich wie im Spiele Db grimmer Hummern flachem Domizile.
Und ehe man dem Unheil konnte wehren, Nahm ihn ein Hummer zwischen seine Scheren.
JF
„ Nu aber los! Was soll mich das Gefackel?" Zum Deibel, pfeifen Sie doch Ihrem Dackel!" „ Sie seh'n den Fall in schiefer Perspektive, Das Hummertier ergriff die Offensive! „ Es liegt mir ferne, Ihnen vorzugreifen; Drum bitt' ich Sie, dem Scherenvieh zu pfeifen."
Spezial- Werkstätte für feinere Polstermöbel und Dekoration.
Stuttgart( Untertürkheim).
LUVI
Schnurgasse 28.
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