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fragen bis in das fleinste beantwortet und sich dadurch den Verein so verpflichtet, daß wir nicht umhin können, ihm unseren aufrichtigsten Dank für seine vielseitige Tätigkeit auszusprechen.

Nach dem von dem Vereinsrechner Röhr erstatteten Kassenbericht betrugen die Einnahmen 1689,27 Mt., währ­end die Ausgaben die Höhe von 2245,32 Wit. erreichten, so daß das in dem vorhergehenden Geschäftsjahre 2786,60 M. betragende Vereinsvermögen auf 2230,55 Mt. zusammen schmotz. Dieser auf den ersten Blick hin vielleicht ungün­stig erscheinende Rechnungsabschluß findet seine Erklärung in den verhältnismäßig hohen Ausgaben für den Automat an dem Bahnhofe, der die Vereinskasse nicht wenig belastete.

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Da nach den Statuten die Herren Helm, Homberger, Kaiser, Keller, Kindt, Klingspor, Leun, Petri 2., Reizel, Röhr, Schwieder und Winn aus dem Ausschuß ausscheiden, so war Neuwahl notwendig, welche die einstimmige Wie­derwahl der Ausschußmitglieder ergab. Die Vorstandswahl wird demnächst vorgenommen werden. Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit dem Ausdruck des Dantes ge­gen die Erschienenen, um gleichzeitig noch einmal den Wunsch auszusprechen, daß dem Verkehrsverein immer mehr Freunde und Förderer erstehen möchten.

der

Lich wacht, feierte vergangene Woche, reich beschenkt, seinen 79. Geburtstag. Mit seinem goldenen Wächterjubiläum hofft der rüstige Alte im nächsten Jahr seine goldene Hoch­zeit zu feiern.

* Lich. Unter dem Vorsitze des Seminardirektors Dr. Schäfer von Friedberg fand am 7. und 8. März die Entlassungsprüfung an der hiesigen Präparandenanstalt statt. Die Schüler werden dem Lehrer- Seminar- Friedberg über­wiesen.

| er noch dem zweiten Garderegiment an, 1866 dem vierten Garderegiment, ohne ins Feuer zu kommen, 1870 führte er die vierte Kompagnie der Franzer und bei Sedan das erste Bataillon. Er kam dann als Major nach Schwerin zum 89. Regiment, als Oberstleutnant und Oberst nach Mainz, zum 88. und nach Darmstadt zum 115. Regiment, dann als Brigadebefehlshaber nach Kassel, wo er 1896 zur Disposition gestellt wurde. Ein Buch von ihm Bei Hofe und im Felde" erschien 1902 im Verlag von Jügel.

* Frankfurt a. M. Wahlrechtstund geb­

* Lich, 14. März. Gestern morgen ertränite sich in der Wetter der in ganz Oberhessen bekannte Posamentierung. Von der sozialdemokratischen Partei waren für Sonn­Heinrich Schmidt. Schon seit einiger Zeit wurden bei ihm vorübergehend Spuren von Geistesstörung bemerkt, und ist als sicher anzunehmen, daß Schmidt in solch einem Anfall den traurigen Schritt beging. Mit ihm stirbt das Posa­mentiergewerbe sowohl hier als in der ganzen Umgegend vollständig aus.

* Höhere und Erweiterte Mädchen schule. Die Höhere Mädchenschule hatte nach dem Jah­resbericht für das Schuljahr 1909-10 einen Anfangsbestand von 419 Schülerinnen; während des Schuljahres troten 14 ein, 21 aus, mithin verblieben am Schlusse 412. Der An­fangsbestand der Erweiterten Mädchenschule war 337; im Laufe des Schuljahres traten 11 ein, 13 aus, so daß der Schlußbestand 335 Schülerinnen betrug. Im Höchstbestand ( 780) ist die Schule gegen das Vorjahr( 751) um 29 ge­wachsen. Kleinere Störungen des Unterrichts durch Erfrant­ungen von Lehrern oder Lehrerinnen blieben auch in die­sem Jahre nicht aus. Auch der Gesundheitszustand Schülerinnen ließ zu wünschen übrig. Namentlich in den unteren Klassen waren viele Schülerinnen an Masern und Keuchhusten erfrantt. Von den Unterrichtsfächern verdient das Turnen hervorgehoben zu werden, dem die Schule in dem abgelaufenen Schuljahr größere Beachtung schenkte. Da nämlich der Körper zu einem ersprießlichen Turnen seiner völligen Bewegungsfreiheit bedarf und weil ferner das gefährlichste und schädlichste Hindernis das Korsett ist, so ging das Bestreben der Direktion dahin, alle Mädchen zum Tragen der Turnkleidung aufzufordern. An anderen höheren Schulen hat sich diese Turnkleidung sehr rasch ein­gebürgert. Das neue Schuljahr beginni Montag, den 4. April um 10 Uhr.

* Aus dem Kreise Gießen. Zu den weni­gen Gemeinden des Kreises, die noch nicht im Besitz einer neuzeitlichen Wasserleitung sind, gehörte bis jetzt auch Lang- Göns, das jedoch zur Zeit nicht allein die Wasserleitungsarbeiten, sondern auch gleichzeitig die Kana­lisation des Ortes ausführen läßt. Die Kosten sind zu 118 000 Mt. veranschlagt. Mit der Ausführung der Ar­beiten ist die Firma Panse in Wehlar beauftragt worden.

* Lehnheim. Einer der dienstältesten Bürgermei­ster ist das Ortsoberhaupt Seng in Lehnheim, der fast 36 Jahre Bürgermeister ist. Da er noch sehr rüstig ist, so wird er bei der bevorstehenden Neuwahl voraussichtlich zum fünften Male gewählt.

-e- Am 12. ds. Mts. hielt die Freiw. Gail'sche Feuerwehr ihre diesjährige ordentliche Hauptversamm­lung ab. Nach Begrüßung der Erschienenen durch den er­sten Hauptmann brachte die Wehr auf Se. Kgl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, den Protektor der hessischen Feuerwehren ein dreifaches Hoch aus, wonach zur Erledigung der Tagesordnung geschritten wurde. Aus dem Jahresbericht ging insbesondere hervor, daß die Wehr wieder an Mitglieder zugenommen hat, daß sie in diesem Jahre drei mal alarmiert wurde und immer zur Stelle war. Auch bei dem letzten Alarm, der nur durch Telephonruf erfolgte, rückte die Wehr, obwohl auf stillen Alarm unvorbereitet sofort aus. Ausgezeichnet wurden sei­tens der Wehr für 30jährige Dienstzeit Jean Arnold, für 20jährige Heinrich Enders und Paul Richter, für 10jährige Heinrich Heuser, Wilhelm Fischer und Arthur Münch, für 5jährige Andreas Erhardt, Jakob Kunz, Carl Reuter, E. Borrmann, Heinrich Schmidt, Philipp Hof, Karl Linden­struth, Karl Walter und Karl Schwengber.

* Buzzbach. Das hiesige Bataillon beabsichtigt am 22. d. Mts. im Gelände Hoch- Weisel- Münster( Schußricht­ung von Höhe 294 zwischen den vorgenannten beiden Or­ten gegen den Haus- und Brüler Berg) gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition abzuhalten. Vor dem Betreten des abgesperrten Geländes wird ge= warnt.

* Büdingen. Die Gemeinde hat die Erbauung einer Gasan st alt beschlossen. Das renovierte Rat haus soll am 30. März, dem Geburtstag des Fürsten Wolfgang von Isenburg- Büdingen, eingeweiht werden.

* Mainz. An Stelle Dr. Pagenstecher( nat.- lib.) wurde von den National Liberalen und Zentrums- Wahl= männern Hauptlehrer Bach zum Landtagsabgeordneten für Mainz gewählt.

tag Mittag 23 öffentliche Wahlrechtsversammlungen in der Stadt und den Vororten einberufen worden, in denen Re­ferate über das Thema Vor der Entscheidung im preußi­schen Abgeordnetenhause" erstattet wurden. Zum Schluß for­derten die Referenten zur Teilnahme an einem Massenspa­ziergang nach dem Stadtwald auf. Unter Hochrufen auf das allgemeine Wahlrecht zogen die Massen dem Walde zu. Dort hielt Dr. Quarck eine Ansprache, in der er betonte, wie man anständige Leute behandeln müsse. Die Rückkehr die Arbeiter hätten heute der Polizei eine Lehre erteilt, erfolgte auf drei verschiedenen Wegen, ohne daß es zu zwischenfällen kam.

* Mainz, 13. März. Gestern wurde die hessische Landes- Gepflügelausstellung eröffnet. Der Besuch der Ausstellung war ein außergewöhnlich starter. Aus allen Teilen des Hessenlandes sind die Züchter und Liebhaber mit ihren Tieren vertreten. Der Landesverband der hessischen Geflügelzüchter und die drei Provinzialver bände hielten ihre Vorstandssitungen ab, später fand eine Geflügelzüchterversammlung statt. Als Ort für die nächst= jährige Landesausstellung wurde Darmstadt gewählt.

** E v. Arbeiterverein. Die Baugenossen= schaft des evangelischen Arbeitervereins hatte bekanntlich zwecks Erlangung von Entwürfen für Wohnhäuser für min derbemittelte Leute einen Wettbewerb veranstaltet. Darauf sind nun 27 Entwürfe eingegangen. Die Preisrichter, un­ter denen sich u. a. auch Oberbürgermeister Mecum, Bau­cat Diehm und Stadtbaumeister Braubach befanden, zeich­neten mit dem 1. Preis die Architekten Mahr und Mart­vort in Darmstadt aus. Der 2. Preis wurde dem Archi­tetten Hans Meyer in Gießen zuerkannt, während der 3. Preis Kreisstraßenmeister Georg Mohr in Gießen zu= fiel. Die Baugenossenschaft faufte ferner die Pläne der Ar­chitekten Hamann- Gießen, Kugel- Darmstadt und Schmidt= Gießen an. Jedenfalls dürfte das Preisausschreiben zur genüge bewiesen haben, daß die Baugenossenschaftsleitung in jeder Hinsicht bestrebt ist, ihr ganzes Können in den Dienst der Gemeinnüßigkeit zu stellen und dem Arbeiter­stande einwandsfreie Heime zu schaffen.

Gerichtssaal.

Strafkammer.

Gießen, 15. März 1910. Infolge Krankheit seiner Frau wollte der Müller Hein­rich Köhler die bei Willofs liegende Trockenmühle vertau­sen. Er besprach sich mit dem Ackersmann Medardus We­ber in Dorsborn, der ihm später den Spengler Fr. Jöckel aus Frankfurt a. M. als Güteragent und gut ſituierten Geschäftsmann vorstellte. Köhler forderte 14 000 Mart und die 1500 Mark Hypothek sollte übernommen werden. Nach den Angaben Köhlers hat Jöckel bare Zahlung verspro chen. Die Sache wurde nicht perfekt und später erklärte sich Weber zum Kauf bereit und wollte das Objekt auf seine Frau überschreiben lassen, da er in getrennten Vermögens­verhältnissen lebt. Als Zahlung sollte ein Anspruch auf eine Hypothek über 12 000 Mt. zediert werden, diese war aber bei einer Zwangsversteigerung ausgefallen und wert­los; das andere sollte bar oder in Wechseln bezahlt wer­den. Jetzt kam Jöckel wieder zu Köhler und zeigte ihm ein Schriftstück vor, nach welchem das ganze Vermögen des Weber ihm( Jöckel) überschrieben worden sei und Weber wurde von ihm als Lump bezeichnet. Jöckel kaufte nun wieder das Gut und gab Weber Nachricht, wann die Ueber­schreibung statisinden sollte. Bei Gericht einigten sie sich wieder, daß Frau Weber und Jöckel das Gut kauften; Frau Weber gab an, sie habe wirklich einen Anspruch auf die Hypothet, und diese sei auch gut; eine diesbezügliche Bescheinigung wollte sie nachbringen und Jöckel ließ wert­lose Gewerkschaftspapiere als Zahlung auf Köhler über­schreiben und letzterer gab eine Quittung, er sei befriedigt. Nach einigen Tagen erkundigte sich Köhler bei Gericht, wel­chen Wert die Zahlung habe und als die Auskunft un­günstig lautete, ließ er eine Sicherungshypothef eintragen. Hätte nicht der Schlitzer Ober- Amtsrichter zur rechten Zeit Sie Situation erkannt, so wäre Köhler um seine Mühle ge­wesen, ohne eine Gegenleistung erhalten zu haben. Es wurde gegen Köhler ein Enimündigungsverfahren eingelei­tet, um ihn vor dem Ruin zu bewahren, denn die Käufer sind alle ohne Vermögen und schlecht beleumundete, vorbe strafte Menschen. Nach 12stündiger Verhandlung, wurde die Sache auf Donnerstag mittag vertagt.

* Mainz, 13. März. Der 24jährige Hausbursche Franz Selzer aus Pfeddersheim wurde am Samstag Nachmittag durch Spruch der Geschworenen schuldig er­tannt, in der Nacht zum 11. November den Lehrer Krüger ermordet zu haben. Das Gericht verurteilte den An­geklagten zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust. Der Angeslagte nahm das Urteil ziemlich gefaßt auf. Er wurde gefesselt und unter Bedeckung durch das spalierbildende Pub­fitum nach dem Untersuchungsgefängnis gebracht. Es war Uhr, als der fast 3 Tage währende Prozeß zu Ende war. Das Publikum hatte sich so zahlreich eingefunden, daß schließlich das Justizgebäude gesperrt werden mußte. Viele Hunderte standen stundenlang auf der Straße.

* Frankfurt a. M. Der Verband der Detail­listen Vereine im Großherzogtum Hessen hält heute Donnerstag hier eine Ausschußsizung mit folgender Tages­ordnung ab: 1. Bericht des Vorsitzenden, 2. Beitritt des Verbandes zum Hansa- Bund, 3. Der neue Gemeindesteuer­gesehentwurf, 4. Anschluß an die Interessengemeinschaft, 5. Regelung des Ausverkaufswesens im Großherzogtum Hessen, 6. Vergebung staatlicher Lieferungen unter Umgeh­ung des Zwischenhandels, 7. Kaufmännische Fortbildungs­schulen, 8. Offenhalten der Postschalter und Zollabfertig­ungsstellen an Großherzogs- und Kaisergeburtstag, Verbandsorgan, 10. Verbandstag 1910.

- Gernhardt'scher Zither und Man­dolinen cho r. Ein genußreicher Abend wurde den Be­suchern des am Sonntag im Felsenkeller" veranstalteten musillitischen Unterhaltungsabends bereitet. Hat der Chor, der über eine große Anzahl guter Kräfte verfügt, bei seinen früheren Gelegenheiten gezeigt, daß er es mit seiner Auf­gabe, etwas Gutes zu bieten, sehr ernst nimmt, so lieferte die letzte Veranstaltung den Beweis, daß die Leistungen des Chors unter Leitung seines rührigen Dirigenten immer Aus dem reichhaltigen mehr an Bedeutung gewinnen. Programm, daß sehr abwechselungsreich zusammengestellt war, seien ganz besonders erwähnt:" Konzert- Ouverture Nr. 3 C- dur" von Swoboda, Waldesrauschen", Reverie v. Joh. Pugh und Im Schloßpart", Idyll von Burda. Letz­teres wurde auf Wunsch wiederholt. Allerliebst waren auch die beiden Tiroler Lieder mit Zitherbegleitung Zillertal, du bist mei Freud'" und" Schaut der Jäger in das Tal", die ebenso wie die Zugabe" Darf ich's Dirndl liabn" gro­ßen Beifall fanden. Den Schluß der Veranstaltung bildete ein gemütliches Zusammensein.

Hus Hessen und Nachbargebiet.

von

* Lich. Der Turmwächter Johann Adam Schmidt, der jetzt 49 Jahre lang über das Wohl und Wehe

Haltet das Blut rein.

9.

* Frankfurt a. M. Der Finanzausschuß der " Fla" hat beschlossen, auf die Garantie- Zeichnungen eine Quote von 20 Prozent einzurufen. Die endgültige Schluß­abrechnung bleibt vorbehalten. Diese kann erst in einigen Monaten erfolgen, da noch eine Reihe von Prozessen schwebt.

* Bad Nauheim, 12. März. Der Badebetrieb in den staatlichen Badehäusern begann an dem heutigen Tage und es werden Thermal und Sprudelbäder vorerst im Badehaus 8 von vormittags 8 Uhr bis 1 Uhr nach­mittags abgegeben.

* Frankfurt a. M. In der Konferenz der höh­eren hessischen Polizeibeamten unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Dr. Sutor- Alzey wurde eine längere Tagesordnung erledigt, über deren Inhalt nichts verlautet. Zum Schluß wurde noch die allgemeine Einführung der Polizeihunde und die Errichtung einer Zuchtstation für Hessen befürwortet. Ferner wurde die Bewaffnung der Schußleute als ungenügend und verbesserungsbedürftig be­zeichnet und beschlossen, gegen den Mißbrauch der Hypnoſe Maßnahmen zu ergreifen. Die nächste Tagung ist in Offen­bach.

Dieses ist die erste Grundbedingung zu guter Gesund­heit. Wird das Blut korrumpiert und dadurch dessen 3ir­tulation beeinträchtigt, isß der Organismus unzähligen Krankheiten ausgesetzt. Es entstehen Rheumatismus, Haut­ausschläge, Herzstörungen, Kopfleiden und ist der Körper ernsten Krankheiten sehr leicht ausgesetzt. Als Blutreinig­endes Mittel, und um Verstopfungs-, Verdauungs- und Le= berstörungen sowie alle daraus entstehenden Beschwerden zu beseitigen, besitzen wir ein einfaches aber sicheres Mittel in Dr. gener's Thee. Eine Tasse davon morgens und abends getrunken, korrigiert den Magen und die Leber, be­seitigt Verstopfung und reinigt das Blut.

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Otto Schaaf, Gießen,

Das Neueste vom Tag.

-h Berlin, 17. März. Der Reichstag erledigte ge= stern Abend in zweiter Lesung das Reichs- Kontrollgesetz durch dessen Annahme. Donnerstag Vormittag 10 Uhr: Dritte Lesung des Glats. Schluß Uhr.

= h Berlin, 17. März. Wegen der blutigen Vorfälle in Neumünster am 13. Februar ist, wie der Vorwärts" meldet, gegen 10 Personen, darunter zwei Frauen Anklage erhoben worden und den Angeklagten die Antlageschrift zu gestellt worden. Während es früher hieß, daß die Anklage auf Aufruhr und Landfriedenbruch lauten soll, ist sie nur auf Ueberschreitung des Vereinsgesetzes und Widerstands ge­gen die Staatsgewalt gestellt.

* Frankfurt, 12. März. Im 72. Lebensjahre ist Generalleutnant v. Chap puis, eine hier bei vielen öffentlichen Anlässen hervortretende Persönlichkeit, gestorben. Hermann von Chapputs war am 26. Dezember 1838 in Wahlstatt in Schlesien geboren, wo sein Vater Komman­deur des Kadettenhauses war. Er wurde mit 17½ Jahren Leutnant im zweiten Garderegiment. Bei Düppel gehörte

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= h= Berlin, 17. März. Der Bundesrat ist bekannt­lich der Frage näher getreten, Elsaß- Lothringen zu einem selbständigen Bundesstaat zu erheben. Darüber erfährt der Berliner Korrespondent des Matin" folgendes: Elsaß- Loth­ringen dürfte jedenfalls wie die Bundesstaaten eine Ver­tretung im Bundesrat erhalten und zwar in Gestalt von 3 bis 4 Bevollmächtigten, denen der Statthalter genaue Instruktionen erteilen wird. Die Gesetzgebung, welche bis­her durch den Reichstag erfolgte, wird in Zukunft, wie in dem Plane vorgesehen sein soll, von den gefeßgebenden Körperschaften der Reichslande ausgeübt werden und zwar will man eine Art Oberhaus in Form eines Senats schaffen.

Geschäftliches.

* Panther Stiefel. Die selbst in den fein­

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Auch für

Prospekt

- Einn. Buchacker, Jakob

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Dany,

Ramspeck. In Wetterfeld bei: Wilh. Bley.

In Giessen zu haben bei: Kgl. P In Alsfeld bei: Kgl. Pr Lott.- Einn. B

ſten Geschäften nur selten vorrätigen Panther- Stiefel sind nun auch in dem Schuhwarenhaus C. Waldschmidt, Friedrichstraße 3, erhältlich, dem einzig und allein in Gie­Ben der Verkauf dieser erstklassigen Marte zusteht. Dieses bei dem Gießener Publikum äußerst beliebte Geschäft hat dadurch von neuem bewiesen, daß es seinen Kunden mur einwandsfreie Ware liefert, denn die Panther- Stiefel zeich­nen sich durch große Elastizität, durch dauerhaftes Leder und nicht zum mindesten auch durch Dichtigkeit aus und werden deshalb ganz sicher dazu angetan sein, dem Ge­schäft viele neue Freunde zuzuführen.( Näheres siehe In­serat.)

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