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Telefon 16
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1910.
Höflich.
Steuer- Exekutor( unter der Türe eines ausgeleerten Bimmers): ,, ch habe die Ehre hier eine Pfändung vornehmen zu müssen!"
Herr: ,, bitte, das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite!" Des Seebelden Reiterstandbild.
Ein Kenner. Lebemann: ,, Daß meine unglückliche Ehe mit der Baronin zustande kam, daran ist nur der Banfier John schuld! Dieser Elende!"
Freund: Ja.. warst Du dem gar, so viel schuldig?"
Vom klugen Huber.
In der Sommerfrische beim Huberbauern weilt die Frau Baronin mit ihrer Gesellschafterin. Eines Tages muß der Huber die Damen in seinem Wägele. spazieren fahren. Auf der Landstraße stopft er die Pfeife und fängt arg zu qualmen an. Der Wind weht der Baronin den Rauch des schlechten Tabaks grad ins Gesicht. Sie hüstelt, sie hustet start; aber der Huber versteht den Wink nimmer. Als man an ein Wirtshaus kommt, läßt die Baronin halten und kauft von den besten Zigarren, die zu haben sind. Davon schenkt sie dem Huber die Hälfte. Er bedankt sich schön, steckt die Zigarren ein und qualmt aus der Pfeife weiter. Nun gibt ihm die Baronin auch die andere Hälfte der Zigarren und sagt: ,, Da Huber, tun Sie die Pfeife weg und nehmen Sie von den Zigarren."
,, Ah na, Frau Baronin," antwortet der Huber verschmitzt lächelnd. Dös tät sich nit schicke. Dö Zigarrn rauch ich dohoam bei mei'm Resel!"
Ur. 17.
Seitere Slätte
für
Gießen.
für Abonnenten der„ Gießener Zeitung" kostenlose Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag: Albin Klein.
Ein Admiral aus fürstlichem Geblüt War heimgegangen kürzlich zu den Ahnen.
Ihm sollte nun wie es ja ſtets geschicht.
Starb so ein Großer zu mahnen,
um daran
Was er, der schied, gewesen unsrer Erden,
Ein herrlich Denkmal aufgerichtet werden.
malitiös.
Es mußte sein ein Reitermonument, Denn Fürsten stellt man dar doch nicht zu Fuße.
Wie man des Seehelden Bedeutung könnt'
Am Reiterstandbild zeigen, fand in Muße
Ein Künstler ohne viele Schwierig feiten:
Der Admiral mußt' auf' nem Nilpferd reiten!
A.:,,Abends, wenn ich aus der Kneipe komme, springt mir meine Frau schon entgegen, nimmt mir Hut und Stock ab..."
B.:,,Donnerwetter, mit dem dicken Knüppel möchte ich nicht geprügelt sein."
Moderne Vorsicht. Fahrradhändler: Statt für Sie und Ihre Frau je ein Rad zu kaufen, könnt' ich Ihnen doch zu einem Tandem raten!"
Herr: Und was macht man mit einem Tandem, wenn man sich mal scheiden läßt!"
Verschnappt.
Sellnerin: ,, Sie gleichen aufs Haar einem Herrn, der mir mal mit fünf Mark durchgegangen ist; besonders der blonde Spitbart
Gast: Da sehen Sie, daß Sie sich irren, Fräulein; damals trug ich einen Vollbart!"
Douche.
( Alle Rechte für sämtliche Bilder und Terte vorbehalten. Abdrud verboten.)
Das verkannte Blumenmädchen.
Summarische Behandlung.
Buchhalter:„ Herr Redakteur, soeben tst Ihre Schneiderrechnung gekommen!"
Redakteur: Was, Schneiderrechnung? Schreiben Sie: Jch bedaure von dem mir gütigst übersandten Manuskript keinen Gebrauch machen zu können und sende Ihnen selbes daher in der Anlage mit bestem Danke zurück!"
Unverbesserlich.
Richter( zu einem schon vielfach borbestraften Wilderer):„ Sie sind zu einem Monat Gefängnis verurteilt, haben Sie noch etwas zu bemerken?" Angeklagter: ,, Wenn ich bitten dürfte, Herr Richter, ich möchte die Strafe während der Schonzeit abſizen.
"
Dilemma.
,, Steh mal, welch modernen Hut dies Mädchen aus dem Volk hat!"
,, Du mußt Gedankenleser sein." Frauchen?"
H. Finco?
,, Wieso denn, liebes ., Eben denke ich nach, der Lüderjahn könnte doch schon da sein, da trittst Du durch die Türe."
Boshafter Onkel.
Ein Reicher setzte seinen Neffen zum Erben seines ganzen Vermögens ein unter der Bedingung, daß sich derselbe alljährlich am Sterbetage seines Dheims einen Zahn ziehen lasse und so mit ungeheucheltem Schmerze an den Tod seines Berwandten denke.
LWALFRID.
Der Löwe( brummend): Wenn ich jetzt bloß lesen fönnte! Ist das nun eine Auszeichnung, eine Gesundheitsbestätigung oder ein Pfandsiegel!"
Unmöglich.
Er( in seine Hosentaschen greifend): ,, Wo ist denn mein Geldbeutel?"
Sie: Ich habe ihn vorhin herausgenommen." Er( ärgerlich): ,, Du, nimm Dir nur nicht zu viel heraus!" Sie: Ach!' s ist ja nichts d'rin!"
Verantwortlicher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Berlin. Drud und Verlag von Georg E. Nagel in Berlin- Schöneberg.
nach dem Examen.
Stud. juris: Wie doch die Zeit bergeht! Schon wieder durchgefallen!"
„ Ein Blumensträußchen gefällig, meine Herrschaften?"


