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Zweites Blatt
№ 57.
Die Kometennacht.
Von Wilhelm Bölsche.
Gießener Zeitung
( Nachdruck verboten.)
Das Jahr des Heils 1910 wird als großes Kometenjahr in der Erinnerung fortleben. Schon hat es auch eine gar beträchtliche Kometenliteratur hervorgebracht, in der sich, wie in den meisten menschlichen Dingen, Gutes und Uebles wunderlich mischt. Einen dauernden Platz in dieser Literatur aber wird die treffliche Schrift behaupten, die der allgemein bekannte und geachtete Wilhelm Bölsche unter dem Titel Romet und Weltuntergang" demnächst bei Eugen Dieterichs in Jena herausbringt. Mit gründlicher Kenntnis des Gegenstandes und bekannter Meisterschaft des Stils wird in dieser Schrift die Geschichte unseres Wissens von den Stemeten, und insbesondere unseres Wissens von dem Hallenschen Kometen, auf ebenso anmutige wie interessante Weise vorgetragen, auch das merkwürdige Kapitel der Kometenfurcht und des Einflusses der Kometen auf die menschlichen Dinge geistvoll und vielseitig erörtert. Durch die Freundlichkeit des Verlages können wir aus diesem schönen Werte Bölsches schon jetzt einen Hauptabschnitt mitteilen, einen Abschnitt, der besonders interessant ist, weil er ge= wissermaßen die Gesamtergebnisse, zu denen der Verfasser gelangt, in Kürze summiert.
(**
*
Welches wird unser Los in der kritischen Nacht vom 18. zum 19. Mai sein?
Nach der vorläufig besten und neuesten Berechnung liegt die eigentlich bedeutsame Nachtstunde für uns in Deutschland genau zwischen morgens 3 Uhr 22 Min. und 4 Uhr 22 Minuten. Sie gehört also nach unserer bürgerlichen Datierung bereits dem 19. Mai an, wäh= rend der Astronom sie nach seiner Berechnungsart noch zum 18. Mai zählt. Ueber eventuelle Verschiebungen des engeren Termins werden im letzten Momente ja noch alle Beitungen wie bei einer wichtigen Theaterpremiere berich
fen.
In dieser Stunde also geht der Komet genau zwischen der Sonne und unserer Erde durch, In Australien, in der Südsee und in Ostasien wird man dirett beobachten können, wie der Kometenkopf scheinbar in die Sonnenscheibe eintritt, um sie erst nach einer ganzen Stunde des Vorbei= passierens wieder zu verlassen.
Während dieser Stunde aber wird die Erde selbst durch den Kometenschweis gehen, und wenn dieser Schweif angetan wäre, wirklich unsere Atmosphäre mit irgend etwas Schrecklichem zu versetzen, so würde sich dieses Schreckliche dann alsbald unaushaltsam durch unseren gesamten Luftfreis verbreiten müssen.
Was ist nun in Wahrheit zu erwarten?
Da uns nicht ein Kometentopf berührt, sondern nur der Ausläufer eines Kometenschweises, ist es nicht wahrscheinlich, daß wir direkt noch meteorischen Staub von der Stärke in unseren obersten Amosphäreschichten erhalten, daß ein Sternschnuppenregen auftritt; schade, denn dieses Schauspiel wäre ebenso ungefährlich wie schön, und es lohnte, daß man eine Nacht darum aufbliebe.
Ausgeschlossen sind nach aller bestehenden Theorie sowohl fatastrophenhäfte Stoßerscheinungen, wie Gefahren durch explosible oder giftige Stoffe.
Dentbar wäre dagegen zu dem kritischen Termin eine bestimmte Sorte irdischer Feinwirkung, die wir diesmal zum erftenmal genau feststellen könnten, weil wir zum erstenmal die nötigen Apparate dafür zur Verfügung haben. Auch ihr geht jeder fatastrophenhafte, uns und unsere Technik ge= fährdende Charakter as, dagegen handelt es sich um die Möglichkeit von sowohl wissenschaftlich wie technisch wertvollen Feststellungen.
Es wäre nämlich immerhin möglich, daß der Kometenschweif gewisse feine elettromagnetische Störingen auf unserer Erde hervorriefe.
Bekanntlich gibt es auf unserem Planeten höchst eigentümliche zeitweise Störungen und Stürme innerhalb der geheimnisvollen Kraftbetätigungen, die wir elektromagnetische nennen und deren Wirksamkeit wir erst in neuerer Zeit genauer zu erforschen und zu verwerten begonnen haben. Unjere Magnetnadeln geraten dabei in mehr oder minder lebhafte Unruhe. In stärkeren Fällen durchsausen gewaltige elektrische Erdströme die Oberflächenschicht des Planeten u. bringen alle unsere Telegraphenleitungen für eine kurze Weile in heillose Unordnung, ja außer jeglicher brauch= baren Funktion. Zugleich wird bis in Gegenden, wo man an dergleichen nicht gewöhnt ist, eine völlig ungefährliche, aber sehr auffällige Lichterscheinung unserer Atmosphäre merkbar, die sich sonst auf eine gewisse Nähe der magnetischen Pole unserer Erde beschränkt: nämlich das sogenannte Polarlicht oder( für unsere Nordhalbkugel) Nordlicht.
Obwohl diese oft plötzlichen und für unsere modernen Verkehrsapparate mindestens momentan lästigen elettromagnetischen Unwetter" zunächst durchaus irdische Phä nomene sind( auch mit Einschluß des Nordlichts), so hat man doch allmählich gelernt, daß bei ihnen irgend ein weiterer kosmetischer Zusammenhang zweifellos auch noch besteht.
Sie fallen nämlich durchweg zeitlich genau zusammen mit bestimmten Erscheinungen auf der Sonne.
Die Sonne zeigt an ihrer Oberfläche gelegentlich gewisse Anzeichen, die auf eine lebhaftere eruptive Tätigkeit
Veralteten Husten auszurotten
ist eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon einmal Lange mit einem bösen Katarrh gekämpft hat, kann davon ein Lied singen. Mit Hustenbonbons und Pastillen ist da ebenso wenig etwas auszurichten, wie mit allerlei kleinen Hausmitteln. Einen gewöhnlichen Erkältungshusten mag man wohl mit derartigen harmlosen Mittelchen beeinflus en können, aber die Beseitigung eines bereits chronisch gewordenen Hustens, der bei dazu Disponiertem gar oft den Anfang der Lungenschwindsucht bedeutet, erfordert weit ernstere Mittel, die den Feind sozusagen im Innern seines Ragers aufsuchen und ihn dann von innen heraus" vertreiben.
Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch gewordener Katarrhe mit ihren Fol gezuständen( alter Husten, Verschleimung, Asthma, Bronchialtatarrh, LungenspitzenEatarrh 2c.) galt im ganzen Orient schon seit jeher der naturreine Harzsaft eines an den Küsten des Roten Meeres wachsenden Balsambaumes, der sogenannte Arabische oder Utu- Balsam. Troßdem diesem so ausgezeichnet wirkenden and dabei doch absolut unschädlichen Mittel von den älteren Aerzten wahre Wunderdinge nachgerühmt werden, ist das fast unbekannt geblieben. Schuld daran trug seine verhält mismäßig große Seltenheit und der dadurch hervorgerufene,
lert, werden schn felbe bisher nur wenig nach Europa gekommen und hier
rei Albin Klei
Seltersweg 83.
Expedition: Gießen, Seltersweg 83.
Samstag, den 16. April 1910.
schließen lassen. Als sichtbarlichstes Geb de gehören( in; tromagnetischen Feinapparaten arbeitete. Wie jung diese irgend einem Zusammenhang, der an sich noch nicht völlig geflärt ist) hierher die Sonnenflecken. Diese Sonnenflecken freten in bestimmten Perioden stärker und dann wieder| schwächer auf; bald ist die Sonnenscheibe von ihnen fast bedrohlich besetzt, bald wieder scheinen sie so gut wie ganz zu verschwinden.
Mit großer Sicherheit hat man nun eine elfjährige Periode dieser Art feststellen können, in der einmal eine Steigerung bis zu einem Marimum eintritt, dann aber wieder ein ebenso konsequentes Sinten folgt.
Ganz genau die gleiche elfjährige Periode beobachtet man aber auch in einem bestimmten Schwanken unserer Magnetnadeln. Hier muß ein Zusammenhang bestehen.
Ja
Bei bestimmter Häufung und Größe einzelner Sonnenflecken wird dann auch eine unmittelbare Wirkung deutlich. Mit dem Auftreten des Fleckenfeldes auf der Sonne, noch enger genau mit dem Moment, da es sich innerhalb der Sonnenrotation unserer Erde senkrecht gegenüberstellt, pflegt bei uns ein erhöhtes elektromagnetisches Gewitter ( mit wilden Magnetnadel Ausschlägen, abnormen elektrischen Erdströmen und starken Nordlichtern) einzutreten.
Die Sonne ist von uns rund 20 Millionen Meilen entfernt. Trotzdem ist es, als greife von ihr in solchem Moment etwas unsichtbares wie ein Scheinwerferstrahl bis zu uns herüber und störe unsere Apparate.
Man hat wirklich an solche Wursstrahlen gedacht. Bei den Sonnenfinsternissen sieht man einen sonst unsichtbaren Kranz ungeheurer Stoffstrahlen, die leuchtend weithin von der Sonne auszufließen scheinen, die sogenannte Korona. Es könnte sein, daß bei großen Eruptionen dort solche Strahlen stärker aufschießen und bei bestimmter Einstellung bis zu uns kommen. Unendlich feine Materie jedenfalls, haben sie nichts zu tun mit jenen erwähnten wirklichen glühenden Wasserstoff- Protuberanzen der Sonne, die nie entfernt so weit reichen könnten. Ihre einzige Wirkung, die sie bei uns tun können, ist offenbar nur eben jene ganz feine elektromagnetische, die sich in Magnetnadelschwankungen, Nordlichtern und( nur in unseren feinen Apparaten merkbaren) Erdströmen andeutet. Arrhenius denkt auch hier an feine Stoffteilchen jener fritischen Größe, die, durch engere Sonneneruptionen zunächst hochgeschleudert und ver streut, dann zum Teil vom Strahlungsdruck bis in die Planetenräume hinausgetrieben und so auch bis zu uns gebracht würden. Die elektrische Ladung dieser Teilchen würde dann die Erdphänomene erklären.
Wie man sich das nun im einzelnen ausmalen mag: jedenfalls gibt diese Kette offensichtlicher elektromagnetischer Zusammenhänge zwischen Sonne und Erde und ihre Wirtung bei uns einen vagen Anhalt, was auch ein Kometenschweif als irgendwie elektrisch tätiger„ Scheinwerfer" bei uns erzeugen könnte.
Nehmen wir an, auch er enthält elektrisch erregte Teilchen, so wäre es immerhin denkbar, daß auch sie bei ihrer Mischung mit unserer Erdatmosphäre, wenn denn sonst bei ihrer Winzigkeit absolut nichts, so doch einen gewissen„ elettromagnetischen Sturm" erregten, also unsere Magnetnadeln aubschlagen ließen, unseren elektrischen Betrieb momentan durch unkontrollierbare Erdströme stärten und( als sinnfälligsten Effekt) vielleicht bis in unsere dichtesten Kulturbreiten hinein brillante bunte Nordlichter ausflammen ließen.
Wenn ein besonders großer Sonnenfleck das kann, indem er uns vielleicht über 20 Millionen Meilen fort einen besonders langen elektromagnetisch geladenen, aber sonst für uns ganz unsichtbaren Koronasstreifen zuschickt, bei dessen Berührung hier unten alles der genannten Kraft Untertanene zittert, wie toll verkehrt klingelt und endlich den Himmel mit zuckenden magnetischen Strahlen rötet: warum soll das nicht der Komet auch vielleicht vollbringen? Vielleicht! Bewiesen ist es noch nicht.
Möglich ist ja, daß solcher Komet in seiner Sonnen= nähe wie eine Art Konzentrierer und Kondensator der ausfließenden Sonnenkraft selber wirkt. Nach Arrhenius würde er massenhaft in nächster Sonnennähe elektrisch geladenen Koronastaub der Sonne direkt an sich ziehen und nachher im Strahlungsdruck konzentriert wieder auspulvern gegen die Planeten hin; hier wirkte er also tatsächlich wie eine Art Scheinwerfer für Sonnenenergie.
Es ist auch bereits behauptet worden, daß die Kometenschweise sich stärker entwickelten in Jahren der Sonnenflecken Marima, sei es, daß sie dann mehr direkten Gruptionsstaub der Sonne zu ihrem Eigenmaterial noch hinzuerhielten, sei es, daß die dann ohnehin stärker ausströmende elektrische Wirkung sie bloß auf stärkere Strecken hin zum elektrischen Leuchten brächte und so den Schweif größer erscheinen ließe.
Ein Grund aber, sich diese problematische elektromagnetische Wirkung abnorm groß vorzustellen, liegt jedenfalls wieder nicht in dem ganzen Sachverhalt.
wie gewiß ist, daß wir früher schon so und so oft durch Wenn es im höchsten Grade wahrscheinlich, ja so gut Rometenschweise hindurchgegangen sind je der Komet, der für uns vor der Sonne herging und einen langen Schweif hatte, kommt ja historisch dafür in Betracht), so haben wir damals eben überhaupt nie etwas gemerkt( es sei denn Nordlichter, die man früher aber irgendwo ein zuregistrieren wußte und deshalb durchweg überhaupt nicht registrierte), einfach, weil unsere Technik noch nicht mit elef
enorm hohe Preis. Die Schwierigkeiten, die lange Zeit hindurch der Gewinnung des Utu- Balsams in größerem Maßstabe im Wege standen, gelten indessen jetzt als be ſeitigt und heute kann die so eminent wichtige Droge schon zu einem Preise in den Handel gebracht werden, der ihre Anwendung auch Minderbemittelten ermöglicht. Zahlreiche Patienten, die Gelegenheit hatten, das hervorragende Mittel zu gebrauchen, sind des Lobes voll über seine, in vielen Fällen geradezu verblüffende Wirkung. Am auffälligsten zeigt sich dieselbe in denjenigen Fällen, wo neben dem quälenden Husten mehr oder weniger starter Auswurf vorhanden ist. Schon nach kurzer Zeit, während welcher der Utu- Balsam in diesen Fällen regelmäßig eingenommen wird, verflüssigt sich der Auswurf, um mit der Zeit ganz zu verschwinden. Gleichzeitig hört dann auch der Hustenreiz und damit der Husten selbst auf und das Allge= meinbefinden bessert sich infolge der günstigen Einwirkung des Balsams auf die Verdauung von Tag zu Tag.
Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg bisher bereits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eige nen Interesse wenigstens noch einmal einen Versuch mit dem Utu- Balsam machen und lasse sich zu diesem Zwecke eine durchaus kostenfreie und zu nichts verpflichtende Probe kommen. Wir fügen dieser Probe, die wir franto versenden, ebenfalls unentgeltlich, eine aus der Feder des prattischen Arztes Dr. Laszky stammende, hochinteressant geschriebene Bro schüre über den Ütu- Balsam fostenlos bei. In vielen, selbst verzweifelten Fällen kann diese Probe nebst der belehren-|
Arbeit ist, lehrt flärlich wohl die kleine Reminiszenz, daß bei der vorigen Wiederkehr des Halleyschen Kometen 1835, eben zwei Jahre verflossen waren, seit zum erstenmal und zunächst rein als Privatexperiment zwei Göttinger Gelehrte, Gauß und Weber, zwischen der Sternwarte und dem phy sikalischen Kabinett ihres Göttingen eine elektrische Tele= graphenverbindung primitivsten Stils hergestellt hatten.
Wichtig ist aber auf jeden Fall, daß auf diese Symp tome, und seien sie noch so geringfügig, ge a chtet werde. Nicht als Angstobjekt, sondern als willkommenes kosmisches Experiment sollen wir diese Kpmetennacht verstehen und werten.
Von der schönen Treptower Volkssternwarte, die gewiß zu den edelsten Errungenschaften kulturell ersprießlicher Wissenschaft gehört, die wir in den 76 Jahren seit dem letzten Halley- Termin gewonnen haben, wird dabei besonders aufgefordert, es möchten doch in der Nacht vom 18. zum 19. Mai und tunlichst schon etwas vorher auf der Erde alle Versuche mit den Apparaten der elektrischen Wellentelegra phie unterbleiben, damit sich eventuelle elektrische Wirkun= gen des Kometen als solche von den sein gestimmten Empfangsapparaten ablesen ließen.
Und so gibt es noch mehrere andere Punkte, auf die auch gerade von dort her besonders aufmerksam gemacht worden ist als auf Dinge, die sorgsam zu beachten wären. Ob eine abnorme Aufhellung des Himmels eintrete. Ob sich besondere bunte Dämmerungserscheinungen hin terher geltend machten, die auf das Eindringen allerfeinster Staubteilchen in unsere oberen Luftschichten deuten fönnten.
Ob Aenderungen an dem sogenannten Zodiakallicht, einem für gewöhnlich schon recht rätselhaften Lichtkegel, der sich gelegentlich am Abend- oder Morgenhimmel zeigt, merkbar würden.
Ob„ leuchtende Nachtwolken", d. h. ungewöhnlich silberglänzendes Cirrusgewölt, das in außerordentlichen Höhen schwebt und mit dem es auch irgend eine ganz aparte Bewandtnis zu haben scheint, sich gerade jetzt wieder sehen ließen.
Bei fast allen diesen Dingen kann auch jeder Laie registrieren helfen.
Auch wenn es nicht wahrscheinlich ist, daß der Kometenschweif selber diesmal vermehrtes Sternschnuppenmaterial liefert, so sollten doch auch Sternschnuppen und größere meteorische Feuerkugeln mit größter Sorgfalt nach Zeit und Art aufgezeichnet werden, und es sollte das Material, auch wenn es wirklich noch so geringfügig erscheint, einer Sternwarte zugesandt werden.
Arbeit, kleine Arbeit gilt es da mitzutun. Aber aus solcher Arbeit, Stein um Stein und seien sie klein wie Meteorstäubchen, baut sich die Forschung nicht aus vergänglichen Sensationen.
Ob ein vielleicht zu erwartender elektromagnetischer Kleinsturm auch auf unsere Witterung einen bescheidenen Einfluß haben könnte? Ob eine bestimmte jähe barome- trische Luftdrucksänderung wenigstens ein schwacher Hilfsanlaß zu dem einen oder anderen etwas intensiveren lokalen Vulkanausbruch oder Erdbeben werden kännte? Anhalt haben wir gerade dafür nicht.
Ein Einfluß jener elfjährigen Sonnenfleckenperiode auf unsere irdischen Witterungsverhältnisse ist bisher nicht sicher nachgewiesen. Daß wir im ganzen heute auf eine Epoche stärkeren Vultanismus wie( im Zusammenhang mit vielleicht wieder einseßender Gebirgsbildung) stärkerer Erdbeben losgehen, ist an sich wahrscheinlich( daher Martinique, Messina 2c.), es fragt sich aber durchaus, ob da der Barometerstand des Augenblicks wirklich im größeren Sinne mitspielen kann, und abermals fragt sich, ob elektromagnetische Erdstörungen nun wieder diesen Barometerstand beeinflussen.
Schließlich: hier überall könnten wir nur lernen, und wir wollen lernen. Gibt die Kometenkrisis einen besonders heftigen Wettersturz, so wäre das eine lehrreiche Tatsache. Wahrscheinlich nach dem bisher Vorliegenden ist sie nicht, aber dieses Vorliegende" ist stets nur ein„ Vorbericht". Unfehlbar ist sein Votum nicht.
Ja: unfehlbar!
Hier wollen wir natürlich nicht ins Uebertriebene fallen.
Alle Forschungsergebnisse bis heute sind nur ein Annäherungswert.
Es kann schlechterdings Unbekanntes geben, das die Erde, das Sonnensystem, die ganze Firsternwelt in diesem Moment, da diese Zeile gelesen wird, in unfaßbaren Hißegraden zu Gas verflüchtigt. Es tann. Die Forschung gibt ihre Argumente, zu mehr ist sie nicht verpflichtet. Der Arzt fann einen Menschen untersuchen und für ferngesund sterben. Die Erde tann im Moment, da wir auf den Koerklären und er tann im nächsten Moment am Herzschlag meten warten, durch eine unzusammenhängende Katastrophe, die von Alpha Zentauri über acht oder zehn Billionen Meilen zu uns herübergreift, vernichtet werden. Jeder von uns tann in Monte Carlo die Bank sprengen; damit zu rechnen ist aber nicht empfehlenswert, obwohl diese Wahrscheinlichkeit sicherlich sehr viel geringer ist, als daß eine Welt, die seit hundert und mehr Jahr- Millionen ohne tosmische Katastrophe sich glatt weiterentwickelt hat, gerade uns Eintagsfliegen dieser lebenden Menschengeneration den Gefallen tun sollte, unterzugehen.
den Broschüre noch unberechenbaren Nußen stiften. Man schreibe entweder eine Postkarte oder schneide den angehängten Bestellzettel aus, den man in einen offenen, mit 3 Pfg. frantierten Briefumschlag steckt.
Den Herren Arzten stellen wir zu Versuchszwecken ein größeres Quantum des Balsams kostenfrei zur Verfügung. Morgenländische Drogen- Import- Gesellschaft Jaffa( Palästina) und Berlin W. 15. ( Korrespondenzen aus Deutschland erbitten wir ledtglich an die Berliner Adresse.)
Senden Sie mir eine Probe Utu- Balsam nebst der Broschüre des Dr. med. Laszfy kostenlos u.portofrei zu.
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