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Zweites Blatt
№ 69,
Grünberger Zeitung
Sparsamkeit im Staatshaushalt.
Zur Verminderung der Kosten der Staatsverwaltung bas Staatsministerium an die Behörden und Beam folgenden Erlaß gerichtet:„ Die an sich schon meist knapp tanschlagten Ausgabefredite des Entwurfs des Hauptvor mschlages für 1910 sind durch die landständischen Beschlüsse del sach noch herabgesetzt worden. Es ist dieses namentlich et Fall bei den sogenannten allgemeinen Fonds für Ver retungs-, Aushilfe, Reisekosten 2c. Andererseits sind die Insätze für die Einnahmen gegenüber dem Entwurf zum Teil nicht unerheblich erhöht worden. Bei der hiernach gebotenen äußerst sparsamen Ausführung des Voranschlags müssen sich sämtliche Stellen gewärtig halten, daß die ihnen Verfügung gestellten persönlichen und sachlichen Aus gabe kredite nicht nur nicht überschritten werden dürfen, daß vielmehr ihr Streben dahin gehen muß, die Kredite nicht völlig aufzubrauchen. Nur dann wird es möglich sein, die Rechnung des laufenden Jahres demnächst ohne Fehl betrag abzuschließen. Im einzelnen sollen folgende Grundjäße gelten: 1. Gesuchen um Aushilfe bei den on Joh. Seb üblichen Beurlaubungen und aus ähnlichem Anlaß wird
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für die Folge nur noch ausnahmsweise und bei dem Vorliegen besonderer Gründe entsprochen werden. 2. Die Dienstreisen müssen auf das notwendigste beschränkt und mit möglichster Sparsamkeit ausgeführt werden. Hierbei tommt insbesondere das Zusammenlegen mehrerer Geschäfte auf einen Tag und das Vermeiden teurer Wagen fahrten in Betracht. 3. Die im Hauptvoranschlag vorge= on Friedrich ebenen Bauzulagen und besonderen Vergütungen werden nur noch an diejenigen Beamten ausbezahlt, die sich bereits in deren Bezug befinden. 4. Die uebertagung von Krediten wird fünftig nur noch oristischer auf Ben Nachweis der dafür sprechenden besonderen Umchlager fände zugelassen werden; im übrigen werden aber für nicht geniigend begründete Ueberschreitungen der Kredite die anweisenden Beamten haftbar gemacht werden.
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Der„ Sparerlaß" des Ministeriums ist sicher nur zu begrüßen, und dabei zu wünschen, daß er nicht nur auf n von Job beim Papier bleibt, sondern auch zur Durchführung fommt. Es gibt in der Staatsverwaltung Gelegenheiten genug, an benen Einsparungen erfolgen fännen, und der obige Erlaß berührt nur einige der wichtigsten, die auch bei den Kammerdebatten angeschnitten wurden, wie insbesondere die Aushilfen. Wir hätten es gerne gesehen, wenn auch noch auf eine allgemeine Vereinfachung und Verbilligung des Verwaltungsbetriebes hingewiesen worden wäre. Hier müßte rtschaft nach den Grundsäßen eines modernen Geschäftsbetriebes gearbeitet werden und manches unnüße Schreibwerk Untonbrane manche Arbeit könnte da gespart werden. Es ist manchmal e Sandmach tatsächlich unglaublich, über welche Nebensächlichkeiten oft zur Verfügun noch Attenstücke vollgeschrieben werden, obwohl sich mit cinem telephonischen Gespräch die ganze Angelegenheit im J. Dall Handumdrehen erledigen ließe. Auch gedruckte Formulare ließen sich in viel ausgedehnterem Maße verwenden, ganz ück, 7. hä: abgesehen von sonstigen Vereinfachungen. Wer hätte z. B. nicht schon den Kopf darüber geschüttelt, daß er, als er u Steuererklärung aufgefordert wurde, mit gleicher Post drei verschiedene Anschreiben- jedes eigens adressiert und verschlossen erhielt, durch die er je mit einem besonderen, aber gleichlautenden Briefe aufgefordert wird, jeime steuerbaren Einfünfte aus Gehalt, Vermögen, Grundbesitz 2c zu deklarieren. Das ließe sich doch alles in einem einzigen Brief erledigen mit einem Drittel von Arbeit und Kosten! Das ist ein Beispiel von vielen, das wir nur erwähnen, weil es jedem Steuerzahler bekannt ist, und um zu zeigen, daß es auch noch andere Gelegenheiten zum Sparen gibt als die in dem oben erwähnten Ministerialerlal genannten. Wer suchet, der findet heißt es auch hier, und in Interesse der hessischen Staatsfinanzen ist es dringend geboten, daß man in Darmstadt weiter„ sucht".
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Expedition: Gießen, Seltersweg 83.
abhebt. Die Zahl der hessischen Bauvereine, die Schönes in obigem Sinne geschaffen haben, ist damit noch nicht erschöpft. Es wären hier noch zu nennen Homberg a. d. O. und Nidda, aber auch von den meisten anderen Bauge nossenschaften gilt dasselbe, und jedenfalls ist sicher, daß feine unter ihnen ist, die der Führung des Zentralwohn ungsvereins, feinem Bestreben, neben den gesundheitlichen, sozialen, sittlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch die ethische Seite, die Schönheit, nicht zu vergessen, nicht willig gefolgt wäre. Daß eine Baugenssenschaft auch in fleinen Landstädten Tüchtiges leisten kann gute und tatfräftige Leitung vorausgesetzt beweisen diejenigen in Nidda und Homberg a. Ohm. Beide verfügen über eine verhältnismäßig große Mitgliederzahl, sie haben bereits eine umfangreiche Bautätigkeit entfaltet und nach jeder Richtung hin gemeinnüßig und mustergiltig gewirkt. Auch einige großindustrielle Firmen haben wiederum Wohnungsfürsorge für ihre Arbeiter betrieben.
Die Geld mittel für den gemeinnüßigen Wohnungsbau sind fast ausschließlich von der Landesversicherungsanstalt Großherzogtum Hessen bereitgestellt worden, Die Summe beläuft sich auf 371 470 Mark. Die Landestreditkasse hat Darlehen nicht bewilligt, dagegen wurden von ihr aus Bewilligungen früherer Jahre 34 000 Mart ausgezahlt. Der Bericht gibt dem Wunsche Ausdruck, das Wohnungsfürsorgegesetz möchte in einer Weise ausgestaltet werden, daß eine stärkere Inanspruchnahme der Landes treditkasse für den gemeinnüßigen Wohnungsbau ermöglicht würde. Die Landes- Hypothekenbant hat 1909 zu klein= wohnungsbauten 594 388 Mart an Darlehen bewilligt.
Lokales.
Gießen, 14. Mai 1910.
p- Fußsteige frei! Wir verweisen auf die Bestimmungen über den Straßenverkehr ins Gedächtnis zu heutige Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts, die einige rückruft, gegen welche gar oft gefehlt wird. Es ist näm lich im Interesse der Ermöglichung des ungehinderten Fußsteige mit Fuhrwerken jeder Art( auch Handwagen und gängerverkehrs auf den Fußsteigen das Befahren der FußFahrräder) ausgenommen, soweit hierdurch der Fußgängerberfehr nicht gehindert wird, die Beförderung von Kindern und Krantenwagen bei Strafe verboten. Außerdem ist untersagt das Stehenbleiben, wodurch der freie Verkehr gehemmt, sowie das Tragen von Gegenständen, die geeignet sind, andere zu belästigen( z. B. Mezgerbol len, Marktkörben 2c.). Gerade diese Rücksichtslosigkeiten sollten ebenso wie das lästige Ausschütteln von Teppichen 2c. auf die Straße nicht erst durch Strafanzeigen verhindert zu werden brauchen.
!!! Der Halleysche Komet ist jetzt mit einem guten Feldstecher( achtfache Vergrößerung) morgens um 3 Ühr am nordöstlichen Himmel nahe dem Horizont gut zu erkennen; er erscheint als Nebelfleck mit hellem Kern. Er steht jetzt etwa 4 Grad unter dem Stern, der am Morgenhimmel die untere linke Ecke des großen Stern Rechtecks des Pegasus bildet. Bei stärkerer Vergrößerung ist auch der allerdings kurze Schweif des Kometen zu sehen, der sich nach den Rechnungen des Wiener Astronomen Holetschef um den 17. bis 21. Mai nicht nur schmal und gerade, sondern auch in besonderer Länge zeigt. Am 19. Mai findet der Durchgang der Erde durch die Ebene der Kometenbahn statt, und um die Zeit des Durchgangs ist natürlich Schweif als solcher nicht sichtbar. Nach dem Vorübergang vor der Sonne wird der Komet sich mit großer schein= barer Geschwindigkeit von dieser entfernen und am Abendhimmel zu sehen sein. Er wird den größten Glanz vermu.lich um den 21. bis 25. Mai entwickeln, soweit nicht das Mondlicht stört, da am 24. Mai Vollmond ist.
der
h Kreisziegenzuchtverein. Nach dem in der letzten Generalversammlung des Vereins erstatteten Kas
Wohnungspflege in Hessen im Jahre 1909. fenbericht betrugen die Jahreseinnahmen im Jahre 1909
Soeben ist der Jahresbericht des Großh. Landeswohn ungsinspektors für 1909 erschienen. Der Bericht enthält wiederum eine Fülle von Material über die Entwickelung des Wohnungswesens in Hessen und ist deshalb für die Frage der Wohnungsreform nicht nur für Hessen, sondern allgemein von Interesse.
Die Ermittelungen über die Zahl der leerstehenden Wohnungen in den größeren Gemeinden haben ergeben, daß bei 14 von diesen sich die Zahl der leerstehenden Wohnungen vermehrt hat, während bei 18 eine Abnahme zu verzeichnen ist. Besonders bemerkenswert ist die Abnahme der leerstehenden Wohnungen in Darmstadt, dagegen hat sich das Wohnungsangebot in Mainz und Offenbach wesentlich erhöht, während in Worms und Gießen die Erhöhung eine geringe ist. Stellt man das Wohncbladen, li ungsangebot von 1909 in Vergleich zu dem von 1908, so ist im allgemeinen eine weitere, wenn auch nur fleine Ver ringerung gegen das Vorjahr festzustellen. Es ist jedoch zu bemerken, daß bereits von 1907 auf 1908 eine Verringerung von erheblicherem Umfange stattgefunden hat.- In einer Anzahl Gemeinden sind 1909 Steigerungen der Miet preise eingetreten, sie betragen 5-20 Prozent. Aus vier Orten wird ein Sinten der Mieten berichtet.
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Was die Beschaffenheit der KleinwohnFentlaufen, ingen und die Wohnungsverhältnisse in diesen anbelangt, Dem derselben so darf gesagt werden, daß die Verbesserung der WohnRückgabe gengsverhältnisse allmählich Falle der schreitet. Die Wohnungsaufsicht fördert diese Bewegung in
wenn auch langsam- fort
476 Mt., denen aus Ausgaben 311,60 Mt. gegenüberstanden; das Vermögen belief sich auf 636 Mt. Der Voranschlag für 1910 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 725,40 Mt. ab. Der Verein gliedert sich in 13 Ortsgrup Rodheim, Langd und Trais- Horloff neue Ortsgruppen gepen mit 727 Mitgliedern. Demnächst werden in Steinheim, gründet werden. In diesem Jahre soll wieder in Gießen ein Ziegenmarkt mit Prämiierung stattfinden, da der im gebnis hatte. vorigen Jahre abgehaltene Markt ein äußerst günstiges Er
Aus aller Welt.
* Berlin. Der Deutsche Reichstag hat sich bis zum 8. November vertagt.
!! Schwerin. In Mecklenburg geht folgende Geschichte um: Die Gadebuscher wollten in dem Ausdruck der Freude ihres Herzens über die glückliche Geburt des Erbgroßherzogs hinter der Residenz Schwerin nicht zurückstehen und auch ihre 101 Kanonenschüsse zum Salut des aller= höchsten Stammhalters verfeuern. Der Königschußmörser wurde also hervorgeholt, und Schuß auf Schuß donnerte über Gadebusch dahin. Allein die Bedienungsmannschaft hatte die Ladungen wohl etwas fräftig bemessen 93. Schuß war ihr plößlich das Pulver ausgegangen, und nun war Gadebusch in Not. Kein Körnchen Pulver war in der ganzen Stadt aufzutreiben. Der findige Stadtmusi fus fand endlich einen Ausweg. Er eilte mit der großen
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spart blieben, wie denn lettere auch nicht selten erst durch die Wohnungsinspektoren zu Verbesserungen bewogen werden konnten, die sie den Mietern verweigert hatten. Auch Die Kreisärzte bestätigen das Fortschreiten in der Besserung der Wohnungsverhältnisse. Von belonderem Interesse sind die Ermittelungen über die Verteuerung der Bau= to sten. Dieselben haben in den letzten Jahren eine Erhöhung von durchschnittlich 30 Proz. erfahren.
Die gemeinnüßige Bautätigkeit ist im Berichtsjahre in der Hauptsache von den Bauvereinen be arieben worden. Sie haben bis Ende 1909 insgesamt hergestellt 658 Wohnhäuser mit 1425 Wohnungen im Herstellangswert von 7,1 Millionen Mart. Hiervon entfallen auf 1909 62 Häuser für 78 Familien im Herstellungswerte von aund ½ Million Mark.
Von der Bubbacher Baugenossenschaft ist nur gutes zu sagen. Ihre am Fuße der Ausläufer des Taunus errichtete Wohnungsko onie bildet in ihrer Gesamtheit eine trauliche Stätte mag man auch mit der Ark Ww ditektur des einen oder anderen Hauses nicht genset noen sein-, die sich lieblich von der sanst ansteigenden Höhe
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auf das Kalbsfell wurden die vorschriftsmäßigen 101 nonenschläge vollzählig gemacht.
* Hamburg, 13. Mai. Die Aerzte, in deren Behandlung sich der ehemalige Reichstagsabgeordnete Sch a c befindet, haben jetzt ein psychiatrisches Gutachten fertigge stellt. Die Begutachter kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, daß die Schack s. 3t. zur Last gelegten Schreibereien in einem Zustand vorübergehender frankhafter Stör ungen der Bewußtseinstätigteit begangen sind und daß Schack für den Inhalt der Briefe weder rechtlich noch moralisch berantwortlich gemacht werden kann.
* Allenstein. In dem Prozeß gegen Frau von Schoenebeck, die jetzige Schriftstellersgattin Weber ( Charlottenburg), ist der Verhandlungstermin vor dem Allensteiner Schwurgericht nunmehr definitiv auf den 6. Juni festgesetzt worden. Die Verhandlungen werden voraussichtlich unter völligem Ausschluß der Oeffentlichkeit vor sich gehen. Man rechnet damit, daß der Prozeß etwa 10 Tage in Anspruch nehmen wird.
* Lemberg, 11. Mai. Auf dem hiesigen Bahn= Statthalter von Galizien, Dr. Bobrzynski wollte sich nach hofe ereignete sich ein Aussehen erregender Diebstahl. Der Wien begeben und gab auf dem Bahnhoſe ſeinem Diener seine Reisetasche mit dem Auftrage, sie streng zu bewachen.
Samstag,
den 14. Mai 1910.
Auf bisher unaufgeflärte Weise wurde dem Diener die Tasche gestohlen, welche hochwichtige politische Schriststücke und Urkunden enthielt.
* Madrid. Die Gebrüder Mannesmann sind im Begriff, die Bergwerksarbeiten in den Bergwerksbezir fen bei Melilla in größerem Maßstabe wieder aufzuneh men. Otto Mannesmann findet bei der einheimischen Be völkerung das größte Entgegenkommen. Die Ausbeutung wird sich auf die Mannesmannsche Erzgerechtsame Halbinsel Tresforcas erstrecken, wo eine holländische Firma, wie es heißt, ohne Rechtstitel hierfür zu besitzen, in letter Zeit Abbau betrieb.
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* Paris. Das kennzeichnende Merkmal der jetzt stattgefundenen Stichwahlen zu der Deputiertenkammer sind die Erfolge der Geeinigten Sozialisten, die im ganzen 20 Mandate gewannen, und zwar zumeist auf Kosten der Ra dikalen. Nach der letzten Feststellung verloren die Radika len und die Sozialradikalen im ganzen 28 Mandate; die Republikaner der Linken gewannen 8, die gemäßigten Republikaner 3, die Konservativen und Nationallisten 1 Man dat, die Unabhängigen Sozialisten verloren 1 Mandat. Die newe Kammer, die 597 Deputierte zählt, wird 264 Radithle und Sozial- Radikale, 70 Republikaner der Linken, 25 Unabhängige Sozialisten, 77 Geeinigte Sozialisten, 66 Gemäßigte Republikaner( Progressisten), 69 Konservative und 16 Nationallisten zählen.
)( Rennsiege auf Brennabor erstritten am Sonntag in Straßburg i. Els. A. Schulze und E. Rohmer. Ersterer gewann das 25 Kilometer- Rennen um den Münsterpreis, letzterer das Prämienfahren, das Verfolgungs fahren und und mit seinem Partner das Tandemrennen. In Jumet in Holland belegte J. Böschlin im 10, 20 und 30 Kilometer- Rennen den ersten Platz und in Chemnitz siegte H. Przyrembel als Erster in beiden Läufen von je 50 Kilometer um den großen Saronia Preis über Bruni, Humann und Samson.
)( Vor Schipke und Salzmann gewann N. Scheuermann am 8. d. Mts. den Großen Frühlingspreis von Magdeburg in beiden Läufen( 75 Km.) auf Brenna bor. D. Peter, der vor Stabe und Kudela den ersten Preis im Hauptfahren davontrug und Bruno Wegener, der vor Schürmann und Carapezzi den Preis von Crakau eroberte, fahren gleichfalls Brennabor und besiegten als erstes Paar im Tandemfahren u. a. Schwab- Schürmann und SaldowGroßmann auf dieser Marke. In Treptow versuchte sich W. Hamann auf Brennabor als Steher und gewann das 15 Kilometer- Rennen glänzend.
Vermischtes.
Vom Turnen im Alter.
Gelegentlich einer Zusammenkunft der Altersriegen vom Niederrhein in Düsseldorf hielt der dortige Kreisarzt Dr. Hofacker einen Vortrag über den Wert des Turnens im höheren Lebensalter. Der Redner betonte unter Zugrunde legung des Wortes:„ Wer rastet, der rostet", daß das, was der Jugend nötig sei, das Alter in noch viel höherem Maße gebrauche. Alt wird jeder, jung bleiben kann jeder, wenn er nur die turnerischen Leibesübungen mitmacht. Die durch das Turnen hervorgerufene Muskeltätigkeit und die durch Acbeit der Atmungsorgane bedingte Erhöhung der Ver= mehrung des Stoffwechsels fördern naturgemäß die Ge sundheit und Bewirken die Verhütung von Krankheitserscheinungen. Wenn für einen vierzigjährigen Mann die Teilnahme am Rudersport und Fußballspielen wegen der außerordentlich großen Inanspruchnahme der Herzmuskel ausgeschlossen ist, so innen Turnübungen ruhig selbst dann aufgenommen werden, wenn sie in der Jugend nicht betrieben wurden. Jede Uebermüdung muß indessen dabei vermieden werden, wogegen eine gesunde Ermüdung durchaus nichts schadet. Freilich muß man dabei auf die Herztätigkeit achten. In jedem Beruf und bei der Arbeit werden nur gewisse Muskelpartien ausgebildet, andere dagegen verkümmern auf Kosten der Gesundheit. Einen richtigen Ausgleich führt hier das Turnen herbei; daneben aber soll man auch das Wandern und Schwimmen beibehalten.
Geschäftliches.
Arbeitslo 3, d. h. ohne jede Mühe und ArPersil. Dieses ideale, vollkommen selbsttätige Wasch= beit vollzieht sich der Waschprozeß bei Anwendung von mittel in höchster Vollendung ist von geradezu wunder= Bürsten der Wäschestücke, die durch derartige rauhe Behand barer Wasch- und Bleichkraft. Kein mühsames Reiben und lung in der Faser geschwächt werden, ist erforderlich, sondern es genügt ein einmaliges, etwa halbstündiges Stochen in Persillauge( ohne Zusatz von Seife und Soda), um die Wäsche blütenweiß, frisch und duftig zu machen, sie erscheint dann wie auf dem Rasen gebleicht. Die Ersparnis an Zeit und Arbeit ist somit enorm, abgesehen von den verringerten Kosten durch Fortfall aller sonstigen Zutaten, Mindergebrauch an Feuerung 2c. Dabei muß ausdrücklich erwähnt werden, daß Perfil absolut unschädlich für die Wäsche uno völlig gefahrlos im Gebrauch ist, weil darin feine scharfen oder giftigen Stoffe, wie Chlor 2c. enthalten sind. Hierfür leisten die Fabrikanten( Henkel u. Co., Düs seldorf) weitgehendste Garantie!
Böden, die von Natur nicht zu tro= den sind, können auch jetzt noch zu Futterrüben, Wru fen 2c. mit gutem Erfolg eine Thomasmehldüngung er: halten. Für Thomasmehlabruse im Mai wird bekanntlich eine Extravergütung von 7,50 mt. pro 10 000 Kilogramm eingelaufen ist. gewährt, wenn die Bestellung spätestens bis zum 25. Mai
Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
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