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kann, so treffen die Soldaten erst am frühen Morgen des 20. Mai ein.

* Kiel, 14. Mai. Die Hohenzollern" geht heute Abend durch den Kanal nach Vlissingen, wo das Schiff Kaiser Wilhelm zur Fahrt nach London aufnehmen wird. Auf der Ueberfahrt nach England wird das Schnellboot Sleipner" die Hohenzollern begleiten.

* London. Die für den deutschen Kaiser bestimm ten Zimmer im Schlosse Windsor sind die, welche er bei seinem letzten Besuche innehatte. Die französische Mission wird nicht von Herrn Loubet geführt, sondern umfaßt au­ßer dem Minister des Auswärtigen Pichon einen General und einen Admiral. Ob Roosevelt neben dem amerikani­schen Botschafter den Auftrag zur Vertretung der Vereinig­ten Staaten erhält, scheint noch unbestimmt.

Parlamentarisches aus Hessen.

Der Finanz ausschuß der 3 weiten Kam= mer beschäftigte sich am Donnerstag zunächst mit einer Vorstellung der Zündholzfabrikanten um Steuerkreditierung. Auf Antrag des Ausschußberichterstatters Abg. Dr. Osann, wurde beschlossen, die Regierung zunächst um nähere Aus­funft darüber zu ersuchen, welche Grundsäße in anderen deutschen Bundesstaaten inbetreff der Kreditierung u. Steu­ge= erfreiheit für die ersten drei Monate in Anwendung bracht würden. Den Antrag Pennrich u. Genossen, betreff end die Errichtung einer Rheinbrücke bei Bin= gen, beantragt der Ausschuß für erledigt zu erklären. Es soll aber an die Regierung das Ersuchen gerichtet werden, bei den Behörden, Gemeinden und sonstigen Interessenten Ermittelungen darüber anzustellen, in welcher Weise sie sich zu eventuellen Beitragsleistungen bereit erklären wür­den. Zu der Vorstellung, betreffend die Erbauung einer Bahnlinie Bensheim- Lindenfels, wurde mitgeteilt, daß der Kreisausschuß das bezügliche Angebot der Firma Lenz u. Co. in Berlin abgelehnt hat. Der Kreisausschuß wird versuchen, mit anderen Unternehmern zwecks Erzielung eines günstigeren Angebotes in Verbindung zu treten. Inbetreff verschiedener Anträge und Vorstellungen über Gehaltsver­besserungen 2c.( Berichterstatter Dr. Osann) beschloß der Ausschuß, sämtliche diesbezüglichen Eingaben der Regierung zur Berücksichtigung bei der bevorstehenden Revision der Besoldungsordnung zu überweisen.

Der Gesehgebungsausschuß der zweiten Kammer hielt an demselben Tage ebenfalls eine Sihung ab. Zunächst wurde der von dem Abg. Fulda verfaßte Be­richt über den Antrag Pagenstecher betr. Artikel 74 des B. G.-B. und den Antrag Schmitt hierzu verlesen und ge= nehmigt. Zur Vorstellung des Hess. Landesvereins betr. die Toteneinäscherung wurde beschlossen, die Regierung um Vorlegung der Eingaben zu ersuchen, die die Antragsteller eingereicht haben, in denen die Rechtszustände der übrigen Staaten dargelegt sind. Der Antrag Noack betreffend die Einführung zweijähriger Butgedperioden, der Antrag Gläs­sing betr. die Kosten für Eigentumsveränderung aus Grün­den des öffentlichen Wohles, sowie die Vorstellung des li­beralen Vereins Nidda betr. die Wahl freiseinteil ung, wurden zurückgestellt.

Das Großh. Staatsministerium hat an die von der Ersten und zweiten Kammer gewählten Mitglieder und die Ersatzmänner für die gemeinsam mit Regierungsvertretern zu bildenden Kommission zur Reorganisation der Staatsverwaltung die Einladung zu einer Be­ratung ergehen lassen, die am Dienstag, den 31. Mai, im Sigungssaale der Ersten Kammer stattfinden soll.

Der Kampf im Baugewerbe.

Der Kampf im deutschen Baugewerbe dauert in un­verminderter Schärfe fort. Die Arbeitgeberverbände von Berlin und Hamburg, die ihrerseits mit den Arbeitern Frie­den gehalten haben, unterstützen nicht nur die allgemeine Aussperrung durch Beiträge, sondern sorgen auch dafür, daß bei ihnen kein ausgesperrter Arbeiter Beschäftigung fin det. Die Arbeitgeber, welche die Zahl der Ausgesperrten auf 200 000 beziffern, während die Arbeiter nur von etwa 130 000 Ausgesperrten wissen, rechnen bereits damit, daß die Bautätigkeit in diesem Jahre überhaupt nicht mehr auf­genommen wird. Die Arbeiter- Organisationen sind bemüht, die Zahl der zu unterstützenden Ausgesperrten möglichst zu verringern; sie suchen darum die beschäftigungslosen Bau­arbeiter in anderen Berufen, namentlich auch in der Land­wirtschaft, unterzubringen. Außerdem sollen die Arbeits­losen veranlaßt werden, sich Armen- Unterstüßung zu ver­schaffen und damit die Gemeindeverwaltung vor die Not wendigkeit zu stellen, den arbeitslos Gewordenen Beschäf= tigung nachzuweisen.

München, 13. Mai. Der Kgl. Gewerbedirektor Dr. Brenner hat an das Staatsministerium des Aeußern das Ersuchen gerichtet, bei der Reichsregierung unverzüglich da hin wirken zu wollen, daß das Reichsamt des Innern in fürzester Frist den beteiligten Zentralorganisationen seine Vermittelung zur Beilegung des Kampfes im Baugewerbe anbietet. Die Eingabe ist ausführlich begründet. Wie man hört, wird das Ministerium sofort im Sinne der Eingabe bei der Reichsregierung vorstellig werden.

Auf unsere

Preisaufgabe

in Nr. 62 ist eine Anzahl von Lösungen eingelaufen, doch konnte ein Teil von vornherein bei der Bewertung nicht in Betracht kommen, weil die vorgeschriebenen Bedingun gen nicht erfüllt waren, andere Lösungen waren nicht voll­kommen richtig und andere schließlich ganz falsch. Voll­femmen richtig war nur eine einzige Lösung, nämlich die des

Herrn cand. phil. Otto Arnold.

Die Redaktion hat daher dieser Lösung den Preis zu­erkannt.

Die richtigen Lösungen waren

1. des Buchstabenrätsels:

Teufels lust gärtchen,

2. des Rösselsprungs:

Lahn, du bestrickende Tochter des Rheins, Wie bist du so herrlich vor allen!

Dir flingen die Becher des duftenden Weins

In Hütten und fürstlichen Hallen.

Dich preisen die Lieder mit Jubelgetön

Im fröhlichen Wechsel der Tage.

Dat sonnige Lahn, o wie bist du so schön Umwoben von Märchen und Sage!

***

Wir beabsichtigen, in nächster Zeit ein neues, grö­ßeres Preisausschreiben mit zahlrei= chen Prämien zu erlassen und verträsten die diesmal leer ausgegangenen Bewerber auf diese Gelegenheit.

Die Redaktion der ,, Gießener Zeitung".

warm.

Lokales.

Gießen, 14. Mai 1910. (:) Wetterbericht: Fortdauernd heiter, trocken u. ** Der Großherzog tritt am 17. Mai seine Reise nach England zu den Beiseßungsfeierlichkeiten des Königs Eduard an.

== Vom Regiment. Am Donnerstag nahm der von den Soidaten unseres Kaiser- Regiments freudig be­grüßte bis zum Mittwoch währende Pfingsturlaub seinen Anfang, der diesmal in besonders großem Umfange in­folge des schönen Wetters zu Ausflügen in die Heimat be­nußt wurde.

** Ernannt wurde am 11. Mai der Schreibge­hilfe Johannes Ernst Gebauer- Alsfeld zum Registra­tor bei dem Amtsgericht daselbst.

** Verseßt wurde am 11. Mai der Lehrer Karl Benner- Butzbach an die Ernst- Ludwigs- Schule zu Bad= Nauheim mit Wirkung vom 1. Juli 1910.

Vortrag. In der oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde hielt Prof. Dr. Martert einen Vortrag über Kometen, der infolge des Erscheinens des Halieyschen Kometen natürlich recht zahlreiche Wißbegierige in der Neuen Aula versammelte. Der Redner wußte seinen зи Zuhörern das Wesen der Kometen äußerst eingehend schildern und namentlich über den Halleyschen Kometen wertvolle Aufschlüsse zu erteilen, welche denn auch Schluß den lebhaftesten Beifall ernteten.

am

-ke- Die den Veteranen der Feldzüge 1870-71 zum Besuch der deutsch- französischen S- ch I a chtfelder für können dieses Jahr zugebilligten Fahrpreisermäßigungen auch Frauen, die im Besitze der Erinnerungsmedaille für Nichtkombattanten sind und die zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung vorgeschriebenen Bedingungen erfül­len, gewährt werden.

Verschwunden ist seit einigen Tagen ein äl­terer in Gießen wohnender Tagelöhner. Das in den letz­ten Tagen sich zeigende schwermütige Wesen des Vermiß­ten berechtigt zu glauben, daß er einen freiwilligen Tod gesucht habe.

* Heu und Strohmarkt. Auf dem Heu- und Strohmarkt auf Oswaldsgarten wurden folgende Preise ge­zahlt: 1 Zentner Heu 4,30-4,45 mf., 1 Zentner Stroh bis 2,80 Mt. Handdrusch 3,20 Mt. und 1 Zentner Maschinenstroh 2,50

Hus Hessen und Nachbargebiet.

* Nidda. Eine Versammlung von Gläubigern des in Konkurs befindlichen Vorschuß- und Kreditvereins zu Ober- Mockstadt, die unter Vorsiz des Lehrers Schäfer von Reichelsheim in Nidda stattfand, war der Ansicht, daß die Beitreibung der Ausstände des Vereins und die Auszahl­ung einer weiteren Abschlagsrate etwas schneller hätte er= folgen können. Es wurde beschlossen, beim Konkursgericht um Einberufung einer Gläubigerversammlung zu bitten, in der der Gläubigerausschuß Bericht über seine bisherige Tä­tigkeit erstatten soll.

* Friedberg, 13. Mai. Im vorigen Jahre fand an unserer Obstbauschule zum ersten Male ein Gartenbau­tursus statt. Er hat so viel Anklang gefunden und war so gut besucht, daß sich die Direktion entschlossen hat, auch in diesem Jahre vom 23. bis 28. Mai wieder einen der­artigen Kursus abzuhalten.

* Frankfurt a. M., 14. Mai. Die Eröffnung der Ausstellung für Sport und Spiel erfolgte heute mittag durch einen feierlichen Akt.

* Darmstadt. Zu der Verhandlung in Sachen Erbach- Erbach vor der 1. Zivilkammer war auch die frühere Gattin des Grafen Erasmus geladen. Sie verweigerte aber die Aussage. Die Sache wurde vertagt, da noch weitere Zeugen vernommen werden sollen.

* Darmstadt, 13. Mai. In dem kleinen Dörf= chen Dorndiel bei Groß- Umstadt wurde ein Raubmord ver­übt. Der 36 Jahre alte Spezereihändler Wilh. Bachmann wurde um ½ 3 Uhr von einem unbekannten Täter durch einen Schuß in die Brust getötet. Der Täter, der die Ladenkasse ausraubte sie enthielt den Betrag von 10 Mark, da die größere Kasse sich im oberen Stock befand entiam. Es handelt sich anscheinend um einen mit den lokalen Verhältnissen vertrauten Menschen. Bachmann hin­terläßt Frau und 2 Kinder.

* Darmstadt, 13. Mai. Die Zentralgenossen- schaft der hess. landw. Konsumvereine hielt unter dem Vor­sitz des Defonomierat Schmitt- Guntershausen seine 20. or­dentliche Generalversammlung ab, an der sich 60 Vertreter beteiligten. Auch die Regierung hatte einen Vertreter ge­sandt. Nach dem Jahresbericht wurde ein Umsatz von Mk. 1 675 000 erzielt, der einen Reingewinn von zirka 60 000 Mark eraab. Die Mitgliederzahl beträgt zurzeit 140.

Ma in 3, 13. Mai. Die Landes- Versammlung der hess. Bürgermeister tagte hier unter dem Vorsitz von Bürgermeister Meger- Langen. Es waren 200 hess. Orte vertreten. Nach der von Schäfer erstatteten Rechnungs­ablage betrugen die Einnahmen 432 Mt., die Ausgaben 350 Mt., das Vereinsvermögen 681 Mt. Es wurde be­schlossen, die nächste Hauptversammlung in Darmstadt abzu­halten. Bei der Vorstandswahl wurden die bisherigen Mit­glieder wiedergewählt. Neu fam in den Vorstand für Jo­chem Laubach Bürgermeister Krom me- Schotten, für den zurückgetretenen Bürgermeister Kleisinger: Saal wäch= ter Nieder Ingelheim. Es wurde dann über den Antrag des Kreises Oppenheim verhandelt, nach welchem die Beglaubigung der Bürgermeister bei der Unterschrift der Rentenempfänger der Invalidenversicherung wegfallen soll. Die Versicherungsanstalt hat erklärt, daß sie von dieser Be­glaubigung nicht absehen könne. Es wird ein Antrag Saalwächter angenommen, der dahin geht, eine neue Eingabe zu machen, in der gefordert wird, daß der Bürgermeister nur zu bestätigen hat, daß der Rentenempfänger noch am Leben sei. Ein weiterer Antrag des Kreisverbandes Oppenheim betraf die Auf= hebung der Kolportage für Waisenhäu ser in den Gemeinden. Es wurde vorgeschlagen, daß die Gemeinden einen festen Betrag hierfür an den Kreis ab­führen. Der von Christ- Wörrstadt und Ha u ck- Gensin­gen unterstützte Antrag wurde angenommen.

* Worm 3, 13. Mai. Für den vom Mainzer Schwurgericht wegen Ermordung des Lehrers Kruger zum Tode verurteilten Hausdiener Selzer von hier hat jetzt ein dessen Verteidiger, Rechtsanwalt Phil. Meininger, Begnadigungsgesuch beim Großherzog eingereicht. Die Revision Selzers gegen das Ürteil hat das Reichsge­richt bekanntlich vor einigen Tagen verworfen.

* Worms, 13. Mai. Der Kreistag des Kreises Worms stellte die Wohnungsinspektorin Fräulein Dr. Kröhne unwiderruflich an, nachdem bezeichnender Weise von ländlichen Vertretern erklärt worden war, neun Zehntel der Landbevölkerung seien über die Anstellung einer Kreis­wohnungsinspektorin durchaus nicht erfreut".

* Marburg. Ein Hessendentmal in Gestalt eines mächtigen Felsblocks ziert jetzt die städtischen Anlagen un­weit des Schlosses. Alte und junge Marburger stifteten dasselbe zur Erinnerung an die aus Marburg und der Um­gegend stammende Männer, welche 1809 zu Kassel durch französische Kugeln starben.

Das Unwetter am Mittwoch.

Pai 6. Dr. Will mit Gertr 7. Otto beide in 7. Wilhelm

beide in Heinrich S Anna 9. Karl M Haberme 9. Julius beide in 10. Philipp

mit Ma 11. Mar P

beide in

12. Peter M mit Ling 12. Jatob

in Wies

in Gieß Mai 7. Wilhelm

Die uns nachträglich zugegangenen Mitteilungen zeigen, daß das Unwetter am Mittwoch einen weit größeren Scho Day den angerichtet hat. Durch den Sturm wurde das eines Schuppens auf dem Rangierbahnhof abgedeckt. Auch die Straßenbahn hatte unter dem Wetter zu leiden. Auf der Wieseckbrücke fiel ein Ast auf die elektrische Leit ung, es entstand Kurzschluß, der von 9-10 Uhr den Be trieb ſtillegte. Unter dem Sturm löste sich ein an dem Hotel Viktoria befindliches Schild, das einen an dieser Stelle gerade vorbeigehenden Briefträger traf und erheb lich verletzte. Er wurde in die Klinik gebracht. Auf der Marburgerstraße fiel ein Dienstmädchen infolge des Un wetters in Krämpfe. Die Kranke wurde in die Klinik ge­bracht. Ganz besonders hatte auch der Stadtwald unter dem Unwetter zu leiden. Viele Bäume wurden entwur zelt, so daß die Alleen ein trauriges Bild der Zerstörung zeigten.- Auch in der Hohl an der Wilhelmstraße wurden Bäume entwurzelt und der Gartenzaun umgeworfen. In der Umgegend richtete das Gewitter ebenfalls großen Schaden an. Es liegen darüber folgende Meldungen vor: * Großen Linden. Hier wurde an der Ma­schinenhalle des Zimmermeisters Wat das Dach abgehoben, ja die ganze Halle zerstört, es blieb nichts stehen als die Maschine. * Klein- Linden. Das Wohnhaus des Schrei ners Kehl wurde zum Teil abgedeckt. Die Straße nach Lüßellinden war durch mehrere gestürzte Obstbäume gesperrt. Bei Heuchelheim und Kinzenbach wurden viele wertvolle Aepfelbäume abgebrochen. An der Margaretenhütte bei Gie ßen wurde ein Fabritschuppen vollständig abgedeckt, zum Teil zerstört. An der Straße nach Klein- Linden wurden 5 und mehrere Schornsteine an den Kliniken zerstört. Mächwendung von tige Obst- und Waldbäume wurden bei Schiffenberg ent wurzelt.

Hofman 7. Jatob mit Se 7. Erich Wi

Nur 5

Telegraphenmasten umgebogen, zahlreiche Dächer beschädigt um 2-3 Liter g

* Frankfurt a. M., 13. Mai. Infolge des vor­gestern Abend niedergegangenen Gewitters mit starkem Re gen ist der Main hier um einen Viertelmeter gestiegen. Da der wolkenbruchartige Regen auch in Bayern, in der Rhön und im Odenwald geherrscht hat, sind die von der Obermaingegend kommenden Nebenslisse des Mains start angeschwollen und bringen große Wassermengen.

Aus aller Welt.

* Köln. Das Mülheimer Eisenbahn- Unglück hat jetzt sein 23. Opfer gefordert. Der Schaffner Schmidt aus Dort mund, der bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen er litten hatte, sodaß ihm ein Bein amputiert werden mußte, starb in einem Kölner Hospital.

* Bonn, 13. Mai. Das am 9. April gegen die Mitglieder des Korps Borussia, Konrad Graf Find zu Finckenstein und Hans Werner v. Quistorp, gefällte Schöf­fengerichtsurteil, das wegen gemeinschaftlichen, gegen den Einjährigen- Unteroffizier Feith begangenen Hausfriedens­bruchs auf 14 Tage Gefängnis lautete, wurde auf Antrag des Staatsanwalts von der Straffammer in eine ein wöchige Gefängnisstrafe umgewandelt.

)( St. Tönis Goch St. Tönis, ein Straßen­rennen über 100 Kilometer endete am 8. Mai mit dem Siege eines Brennaborfahrers, der den ersten Preis davontrug. Einen weiteren Erfolg hatte Brennabor in Pfastatt zu ver zeichnen, wo die drei ersten Preisträger im Prämienfahren, 2. Klingelschmidt, A. Tschumperly und A. Müller, diese Marte benutten.

Ans dem Gerichtssaal.

Strafkammer.

Von der Straffammer ist am Dienstag ein Toter freigesprochen worden. Das Schwurgericht hatte am 16. Juni 1906 bekanntlich den Dachdeckermeister 6 ar le Bald nach seiner Einlieferung verschied der Gefangene an wegen Brandstiftung zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. den Folgen einer schweren Gehirnerweichung. Aus diesem Grunde beantragte die Witwe die Wiederaufnahme des Ver­fahrens, dem das Gericht in anbetracht der so geschaffenen veränderten Sachlage stattgab. Da infolgedessen eine Ünzu rechnungsfähigkeit des Carle bei Begehung der Tat anzu nehmen war, erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung. Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatstaffe zur Last. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.

Geborene.

Mai 6. Wagenführer Ernst Noll ein Sohn, Heinrich Ernst. 6. Fuhrmann Peter Trechsler eine Tochter, Elisa­bethe.

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6. Gendarmerie- Wachtmeister Eduard Wulff eine Toch ter, Herta.

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7. Lehrer Otto Grünebaum ein Sohn, Kurt.

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8. Hilfsbremser Heinrich Herbert ein Sohn, Heinrich Ernst.

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8. Hausburschen Johann Weiershäuser eine Tochter, Marie.

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9. Betriebsleiter Anton Wenzel ein Sohn, Albert Richard.

11. Telegraphenarbeiter Heinrich Reinhard Rockel ein Sohn, Georg.

Die Welt

im Pfingstschmuck

lacht uns entgegen. Mit fröh­lichem Sinn nehmen wir teil an der schönen Feier und er­höhen uns den Festgenuss durch den Duft der feinen Cigarrette:

Salem Aleikum"!

Salem Aleikum- Cigaretten sind ausser zu 31/2, 4, 5 Pfg. das Stück auch in Luxusqualitäten zu 6, 8 u 10 Pfg. erhältlich. Diese Cigarette wird nur ohne Kork, ohne Goldmundstück in einfachster Verpackung verkauft. Bei diesem Fabrikat sind Sie sicher, dass Sie Qualität, nicht Konfektion bezahlen Echt mit Firma: Orien­talische Tabak- und Cigarettenfabrik

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