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14. April 1910 Postsekretär Klasse des Va

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Fort. folgt.)

Nidda zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Nidda.

** Uebertragen wurde am 8. April dem Leh­rer Georg Heinrich Seibert zu Eichenrod eine Lehrerſtelle an der Gemeindeschule zu Hain Gründau und dem Schui­amtsaspiranten Heinrich Dern aus Rockenberg eine Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Nieder- Ohmen.

* Professor Drews. Wie man uns mitteilt, wird in weiteren Streisen der in Darmstadt für nächsten Samstag angefündigte Redner Professor Arthur Drews mit dem früheren Professor der Theologie an unserer Landes universität, D. Paul Drews, jetzt an der Universität in Halle a. d. S., verwechselt. Wir werden ersucht, diesem Irrtum entgegenzutreten.

* Veranlagung der direkten Staats­steuern für 1910. Nach dem Finanzgesetz vom 24. März d. Js. ist an direkten Staatssteuern für das Etats­jahr 1910 insgesamt der Betrag von 17 552 615 Mt. 30 Pig. veranlagt worden, der sich mit 4 368 816 Mt. 30 Pfg. auf die Vermögenssteuer und mit 13 183 798 Mr. 95 Pfg. auf die Einkommensteuer verteilt. Von den 37 Finanz­ämtern des Landes haben die höchsten Veranlagungen zur Vermögenssteuer: Darmstadt 1 mit 553 968 Mt. 75 Pig., Mainz 1 455 742 Mt. 55 Pfg. und Offenbach 1 283 100 Mart; die Einkommensteuerveranlagung beträgt u. a. in den Finanzämtern Darmstadt 1 1 932 031 Mt. 63 Pfg., Mainz 1 1996 653 Mt., Offenbach 1 1501 300 Mt. 85 Pfg., Gießen 917 081 m. 70 Pfg. und Worms 1 937 573 Mart 15 Pfg.

* Ersparnisse im Gefängniswesen sol­len bekanntlich dadurch erzielt werden, daß man das Ge­fängnis für jugendliche männliche Gefangene, das mit dem Provinzial Arresthaus Darmstadt vereinigt ist, in die Zel­lenstrafanstalt Butzbach verlegt und die Weiberstrafanstalt Mainz aufhebt. An der leßteren Anstalt wirken nämlich 1 Verwalter, 1 Defonom, 3 Aufseher und 6 Aufseherinnen, während der Gefangenenstand zwischen 30 und 40 schwankt. Die Aufhebung der Weiberstrafanstalt Mainz würde jeden­falls eine wesentliche Ersparnis für den Staat bedeuten, zumal die geringe Zahl von Gefangenen in anderen An-| stalten untergebracht werden könnte. Auch die Beamten könnten bei der Besetzung von anderen Stellen Verwend­ung finden.

-ph- Nachtrag. Unsere in der letzten Nummer ge­brachte Notiz von der plöblichen Entlassung zweier Ange­stellten der Gewerbebant tönnen wir heute dahin ergänzen, daß der Hauptgrund zu der Maßregelung in Unregelmä­Bigfeiten" bei Erledigung von Kassenangelegenheiten zu suchen ist. Uebrigens hat es der eine von den beiden Sün­denböcken für gut befunden, gleich nach der Katastrophe " auszuwandern". Der andere soll, wie in der Stadt allgemein behauptet wird, sich ebenfalls auf Reisen begeben" haben und zwar mit Damenbegleitung. Wir geben diese Behauptung aber hier ohne jede Verbind­lichkeit wieder.

h= Rudergesellschaft. Die Gießener Ruder­gesellschaft hat zur Ausbildung ihrer Mannschaften den be­rufsmäßigen englischen Ruderlehrer J. Arlett aus Henley angestellt. Es war vorher der Wunsch der Rudergesell= schaft gewesen, für diese Stellung einen deutschen Ruder= lehrer auszuersehen, leider hat der schon fast für diesen Posten ausersehene Ruderlehrer Götz ein späteres Angebot des Dresdner Rudervereins angenommen. Wie wir hören, wird sich der nächste deutsche Rudertag mit der Ruderleh= rer Frage befassen.

Vom Angeln. Der hiesige Angel- Klub hat das Angelrecht in dem Launsbacher Wasser der Lahn erworben.

* Wochenmarkt. Auf dem Wochenmark am Dienstag stellte sich je ein Pfund Butter auf 1.20 Mart, Schweinefleisch auf 85-90 Pfg., Rindfleisch auf 70 Pfg., Kalbfleisch auf 80 Pfg. und Hammelfleisch auf 70-80 Pfg. Ferner erzielten die Gänse für das Pfund 60-70 Pfg., die Enten für das Stück 2 Mt., die Hühner für das Stück 1,30 Mr. und die Tauben für das Paar 0.80-1.00 Mt.

-h Unfall. Das schon so oft gefährlich gewordene Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Wagen hat dieser Tage bei der Straßenbahn einen auswärtigen Fahrgast so zu Falle gebracht, daß derselbe bewußtlos lie­gen blieb. Nicht genug fann daher die Oeffentlichkeit vor einem derartigen Verlassen der Straßenbahn gewarnt wer­den. Möge dieser Unfall die Straßenbahn- Verwaltung ver­anlassen, die auf derartige Vorkommnisse bezugnehmenden Verbote noch mehr zu verschärfen.

* Verhaftung. Am Dienstag erfolgte in Gre ßen auf Veranlassung der Frankfurter Sicherheitsbehörde die Festnahme eines Schuhmachers, welcher sich der Not­zucht schuldig gemacht hatte.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

* Allendorf( Lahn). Hier findet die 5. große Bundesausstellung des mitteldeutschen Kaninchen- und Ge­flügelzüchterverbandes vom 23.- 25. April statt. Unter den gestifteten Preisen und Ehrenpreisen befinden sich auch solche der Landwirtschaftskammer.

* Bußbach. Der von der hiesigen Stadtverwalt­ung gestellte Antrag auf Aufhebung der höheren Mädchen­schule zum 1. April 1911 gab der Ministerialabteilung für Schulangelegenheiten Anlaß, angesichts der start verminder­ten Schülerinnenzahl die Aufhebung einer Lehrerſtelle be­reits zu diesem Ostertermine zu verfügen. Deshalb erfolgte die Versetzung der bisherigen Lehrerin Göckel nach Büdin­gen. * Hungen, 12. April. Ein fetter Prozeß, der schon jahrelang zwischen zwei Einwohnern geführt wird und be­reits einige Tausend Mart gekostet hat, fand soeben sein

Veralteten Husten auszurotten

ist eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon einmal Lange mit einem bösen Katarrh gekämpft hat, kann davon ein Lied singen. Mit Huftenbonbons und Pastillen ist da ebenso wenig etwas auszurichten, wie mit allerlei kleinen Hausmitteln. Einen gewöhnlichen Erkältungshusten mag man wohl mit derartigen harmlosen Mittelchen beeinflus sen können, aber die Beseitigung eines bereits chronisch gewordenen Hustens, der bei dazu Disponiertem gar oft den Anfang der Kungenschwindsucht bedeutet, erfordert weit ernstere Mittel, die den Feind sozusagen im Innern seines Lagers aufsuchen und ihn dann von innen heraus" ver­treiben.

Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch gewordener Katarrhe mit ihren Fol gezuständen( alter Husten, Verschleimung, Asthma, Bronchialtatarrh, Lungenspiben­ratarrh 2c.) galt im ganzen Orient schon seit jeher der naturreine Harzsaft eines an den Küsten des Roten Meeres wachsenden Balsambaumes, der sogenannte Arabische oder Utu- Balsam. Troßdem diesem so ausgezeichnet wirkenden und dabei doch absolut unschädlichen Mittel von den älteren Aerzten wahre Wunderdinge nachgerühmt werden, ist das­selbe bisher nur wenig nach Europa gekommen und hier fast unbekannt geblieben. Schuld daran trug seine verhält nismäßig große Seltenheit und der dadurch hervorgerufene,

Ende. Es handelte sich um die Ein- und Ausfahrt zu den betreffenden Hofreiten, die bisher auf einem Wege ausge­führt wurden. Nachdem im Laufe der Jahre 16 Termine stattgefunden hatten, wurde jetzt nach nochmaliger gericht- licher Inaugenscheinnahme der Sachlage ein Vergleich her­beigeführt, durch den beide Teile ihre früheren Ein- und Ausfahrtsrechte wieder erhalten.

* Langsdorf, 11. April. Beim Hinausschieben eines mit Heu beladenen Wagens aus der Köhler'schen Hofreite in Langsdorf auf die nebenan befindliche Fuhr= wertswage zog sich der Abg. Köhler- Langsdorf eine Zer reißung von Muskelfasern an der rechten Wade zu, so daß er auf einige Wochen hinaus des Gehens unfähig sein wird. Es wird ihm infolge dieses Umstandes nicht möglich sein, vor Pfingsten an den Verhandlungen des Reichstages und Landtages teilzunehmen.

* Ulrichstein. Hier nächtigten fürzlich zwei von Hersfeld kommende Handwerksburschen in der Bauhütte des Steinklopfmaschinenbesitzers Heinrich Müller 11 aus Ru dingshain. Nachdem sie die Vorhängeschlösser an zwei in der Hütte befindlichen Kisten gesprengt hatten, durchsuchten sie die Hütte nach Brauchbarem, fanden jedoch nur 1,20 Mart an Bargeld. Der Gendarm Kessel aus Ulrichstein verhaftete beide und führte sie dem Amtsgericht Nidda vor. * Mainz. Hier fand im Stadthaus der 25. hess. a. Gehei­Handelskammertag statt, welchem u. mer Oberregierungsrat Wagner und Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert beiwohnten. Syndikus Mees­mann referierte über die Reichsversicherungsordnung, die er als unzweckmäßig scharf kritisierte. Nach eingehender De batte wurde den Ausführungen des Referenten zugestimmt| und ein entsprechender Antrag Stroh angenommen Syndi­tus Stahl- Friedberg sprach über die Fernsprechgebühren. Leider habe sich die Regierung dem Vorschlag des Deut schen Handelstages nicht angeschlossen. Nachdem noch über eine Auskunftsstelle für den Außenhandel debattiert war, wurde zum Vorort der hessischen Handelskammern wieder einstimmig Mainz gewählt.

* Darmstadt, 12. April. Der 36 Jahre alte Di rektor des Heppenheimer Tonwertes, Joseph Seitenlinder, hat sich der hiesigen Staatsanwaltschaft gestellt und be= schuldigte sich selbst, Unterschlagungen von Hypotheken und Wechselfälschungen in Höhe von 25 000 Mt. begangen zu haben. Die Summe dürfte jedoch bedeutend höher sein. Geschädigt sind in der Hauptsache Darmstädter und Mann heimer Banken.

* Frankfurt a. M. Die Tagung der Privatbe amten in Hessen und Hessen- Nassau wurde hier im lauf­männischen Vereinshause durch eine öffentliche Versamm lung unter dem Vorsitz von Karl Ludwig Schäfer- Frant furt a. M. eröffnet. Der Referent Karl Fischer- Offenbach a. M. erstattete Bericht über die neuerlichen Verhandlun= gen im Reichsamt des Innern, welche darin gipfelten, daß nunmehr im Herbst dem Reichstag eine Gesezesvorlage zu­gehen soll, die eine Sonderversicherung der Privatbeamten vorsicht. Hierauf fand eine Resolution, welche das baldige Erscheinen der Gesetzesvorlage mit Genugtuung begrüßt, einstimmige Annahme.

* Wetzlar, 12. April. Die hiesige Polizei ist ge= genwärtig damit beschäftigt, die Täter eines Ueberfalles zu ermitteln, der auf dem Wege zwischen Westernohe und Rennerod auf einen Bahnbeamten aus Westfalen verübt worden ist. Der Bahnbeamte wollte seinen im Sterben lie­genden Vater besuchen. Auf dem Wege dahin wurde er im Walde von hinten ins Genick geschlagen und schwer verletzt. Infolgedessen begaben sich Polizeikommissar Blady und Polizeisergeant Jakob mit Polizeihunden nach Rennerod.

* Marburg, 12. April. Der Kurhessische Verein für Luftschiffahrt wird Ende dieses Monats mit seinen Ballonfahrten beginnen. Der Preis für die Fahrt beträgt bei drei Passagieren für jeden 100 Mark.

Aus aller Welt.

* Mannheim, 11. April. Die organisierte Ar­beiterschaft hat gestern den Bierboycott beschlossen, weil der Bierausschlag weit über die Steuererhöhung hinausgehe.

* Mülheim a. Rh. Der frühere Finanzminister Dr. Gnauth ist vom Aufsichtsrat der Felten u. Guil­leaume- Lahmeyer- Werte A.-G. zum Generaldirektor wird seine Tätigkeit am 15. Mai beginnen und seinen der Gesellschaft ernannt worden. Der neue Generaldirektor Wohnsiz in Mülheim a. Rh. nehmen, wo zukünftig die Verwaltung des gesamten Unternehmens vereinigt sein wird. Mit der Verpflichtung Dr. Gnauths dürften die Lahmeyer Werke einen guten Griff getan haben. Dr. Gnauth bringt für den Posten nicht nur ein entschiedenes Talent als Ver­waltungsbeamter mit, sondern auch ein reiches Wissen in technischen Fragen, da er ja aus der Technik hervorgegan

Medizin. und techn. Drogen, Chemikalien, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener Fabrikation.

Otto Schaaf, Gießen,

Gegründet 1883. Seltersweg 39. Fernspr. Nr. 45. Klein und Großhandel. Auskunft über chem. technische Fragen.

Die Tuch- und Modewaren- Fabrik Otto Schwe tasch in Görlitz hat der Stadtauflage heutiger Num mer einen Prospekt über Bezug der neuesten Herrenstoffe beilegen lassen, der der allgemeinen Beachtung zu empfeh­len ist.

enorm hohe Preis. Die Schwierigkeiten, die lange Zeit hindurch der Gewinnung des Utu- Balsams in größerem Maßstabe im Wege standen, gelten indessen jetzt als be­seitigt und heute kann die so eminent wichtige Droge schon zu einem Preise in den Handel gebracht werden, der ihre Anwendung auch Minderbemittelten ermöglicht. Zahlreiche Patienten, die Gelegenheit hatten, das hervorragende Mit­tel zu gebrauchen, sind des Lobes voll über seine, in vie len Fällen geradezu verblüffende Wirkung. Am auffälligsten zeigt sich dieselbe in denjenigen Fällen, neben dem quälenden Husten mehr oder weniger starter Auswurf vorhanden ist. Schon nach kurzer Zeit, während welcher der Útu- Balsam in diesen Fällen regelmäßig ein­genommen wird, verflüssigt sich der Auswurf, um mit der Zeit ganz zu verschwinden. Gleichzeitig hört dann auch der Hustenreiz und damit der Husten selbst auf und das Allge= meinbefinden bessert sich infolge der günstigen Einwirkung des Balsams auf die Verdauung von Tag zu Tag.

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Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg bis­her bereits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eige nen Interesse wenigstens noch einmal einen Versuch mit dem Utu- Balsam machen und lasse sich zu diesem Zwecke eine durchaus kostenfreie und zu nichts verpflichtende Probe kommen. Wir fügen dieser Probe, die wir franko versenden, eben­falls unentgeltlich, eine aus der Feder des praktischen Arz­tes Dr. Laszky stammende, hochinteressant geschriebene Bro schüre über den Ütu- Balsam fostenlos bei. In vielen, selbst verzweifelten Fällen kann diese Probe nebst der belehren­

gen ist. Er selbst wird als Vorstand eines umfangreichen technischen Betriebes sein Ministerportefeuille sicher nicht be­dauern, weder in finanzieller Hinsicht, noch was die un bequemen Kritiken anlangt, die ein Minister nun einmal über sich ergehen lassen muß.

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* Mülheim a. Rh., 11. April. Der bei dem Mül­heimer Bahnunglück gleichfalls schwer verletzte Zugführer des Militärzuges, der gegenwärtig noch im Krankenhause liegt, erklärte, daß er, alsbald nachdem er zu sich gefom­men sei, alle Kräfte zusammengenommen habe und der Stätte der Katastrophe einem Schnellzuge entgegenge laufen sei, der, von Opladen kommend, bereits von Mül­heim aus sichtbar war. Es sei ihm gelungen, diesen Zug furz vor der Unfallstätte zum Halten zu bringen. Da die Gleise voll von Soldaten standen, die soeben den verun­glückten Zug verlassen hatten, so wäre ein weiteres namenloses Unglück herbeigeführt worden, wenn nicht der Zugführer trotz seiner schweren Verletzungen dem Zuge entgegengeeilt wäre. Alsbald nach der erreichten War­nung des Zuges brach der Beamte ohnmächtig zusammen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

)( In Dresden siegte D. Peter am letzten Sonn­tag im Handikap auf Brennabor und die Brennabor- Tan­dempaare Peter Pawke, Kendelbacher Ganzevoort belegten im Tandemrennen die beiden ersten Plätze.

)( Berliner Rennen. In Treptow gewann H. Przyrembel das 50 und 25 Kilometerrennen am Sonntag und in Zehlendorf sichert sich E. Waßmuß an demselben Tage sowohl den Eröffnungspreis, wie den Frühjahrspreis. Beide bestreiten ihre sämtlichen Rennen auf Brennabor.

Ans dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 12. April 1910. Am Gießener Güterbahnhof hing der Taglöhner Karl Burkhardt 2. von Gießen von einem Wagen eine La­terne ab und versuchte sie zu verkaufen. Der vielfach be strafte Angeklagte wurde wegen Diebstahls zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

In einer Wirtschaft am Seltersweg zu Gießen wollte der Fensterputer Philipp Bruchmann von Ermen­traud am ersten Weihnachtsfeiertag das Orchestrion spielen lassen. Da dies an jenem Tag nicht zulässig war, fing er mit dem Wirt und den Gästen Streit an, er warf Tisch und Stühle um, zerschlug Gläser, schlug eine Scheibe im Werte von 20 Mr. ein und zertrümmerte ein Gewehr im Werte von 40 Mt.; auch verließ er trotz mehrmaliger Aufforder­ung das Lokal nicht und schoß mehrfach auf die Straße mit einem Revolver und bedrohte Wirt und Gäste. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen Hausfrie­densbruch und Sachbeschädigung zu 4 Wochen Gefängnis. Der Angeklagte legte Berufung ein, indem er sich auf sinn­lose Trunkenheit berief. Da dies nicht der Fall war, er­solgte Bestätigung des Urteils.

Literarisches.

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Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

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| den Broschüre noch unberechenbaren Nußen stiften. schreibe entweder eine Postkarte oder schneide den angehäng­ten Bestellzettel aus, den man in einen offenen, mit 3 Pfg. frantierten Briefumschlag steckt.

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