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der der Turnerschaft und langjähriger geistiger Führer der Deutschen Turnerschaft, Gegenstand besonderer Ovationen.
Familie zur Kur Trotz seines Greisenalters hielt er eine jugendfrische,
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tragen werden. 68 Uhr beendet
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Begeisterung aufgenommene Rede und sagte:
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6. Heinrich Beck, Glaser, mit Katharina Will, beide in Gießen.
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6. Viktor Geißner, Rechtsanwalt in Darmstadt, mit Luise Bieker in Gießen.
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6. Heinrich Drolsbach, Buchdrucker. mit Margareta Backhaus, beide in Gießen.
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6. Jakob Baum, Mechaniker in Frankfurt a. M., mit Marie Biedenkopf in Gießen.
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6. Johannes Sann, Taglöhner, mit Susanne Stumpf, beide in Gießen.
, 10. Georg Jung, Großh. Verwalter der chirurgischen Klinit, mit Lina Mäser, beide in Gießen. Gestorbene.
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9. Viktor Hugo Renz, 7 Monate alt.
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10. Adolf Johann Elm, 2 Monate alt.
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11. Rendant Edmund Wetter, Buchhalter und Rechner, 60 Jahre alt.
Gefahren entgegen, die unsere Sache bedrohen. Von tonfessioneller Seite fommt man uns feindlich entgegen und auch von politischer Seite sind uns Schwierigkeiten ge macht worden. Unserer Jugend hat man allerlei sprochen, um sie in politische Turnvereine zu drängen. Wir haben davor gewarnt, die Turnsache in den Dienst| der Partei zu stellen. Schrieb doch fürzlich eine Zeitung: Der deutsche Arbeiter habe in der deutschen Turnerschaft nichts zu suchen. Demgegenüber müssen wir immer tonen, daß unsere Sache eine Sache der Menschheit, und besonders eine deutsche Sache ist. Wer aber kein Herz für sein Vaterland hat, der ist kein echter deutscher Mann, mag er sich nennen wie er will. Aber auch einer anderen Gefahr gegenüber müs- Aug. 8. Anna Margarete Retter, geb. Hoffmann, 83 Jahr sen wir wachsam sein. Der Sport nimmt einen immer größeren Umfang. Wir müssen uns vor Augen halten, daß solche Liebhabereien nicht dazu dienen, deutsche Männer und eine gesunde Jugend zu erziehen. Man braucht nur hinzugehen, wenn sie Vorstellung geben, wie die Masse hinläuft und an Nichtigkeiten hängt. Wir wollen aber das Herz der Turner und nicht, daß sie in Kleinigkeiten aufgehen, daß sie kein Interesse für allez Große und Gute, für Kunst und Wissenschaft und das öffentliche Leben haben. Wir wollen überall dabei sein, wo es Großes und Gutes, Schönes und Sittliches zu erhalten und zu pflegen gibt. Also liebe Turngenossen, ich fann Euch nur ans Herz legen, bleibt deutsch und bleibt tre u. Nicht bloß im Rausche der Begeisterung für unsere Sache, sondern im ganzen Leben, dann erobern wir die ganze Welt, dann erziehen und erhalten wir gesunde und wackere Männer für Beruf, Leben und Familie. Nochmals Dank den Turnern des Kreises ein dreifaches Gut Heil!"
" Ich brauche nicht erst zu sagen, daß es mir eine herzliche Freude ist, hier anwesend sein zu können. Als mich die Pflicht nach Straßburg zur Ausschußsitzung der deutschen Turnerschaft rief, da kam mir auf dem Heimweg der Gedante, nach Kreuznach zu gehen. Die Kerla im 9. Kreis haben mir zwar manchmal den Kopf heiß gemacht,( Heiterkeit) aber es ist doch eine alte treue Schar. Einem Alten wie mir, der sich immer nach Muttern sehnt, wenn er draußen ist, fällt es nun aber doch schwer, unterwegs zu bleiben. Da tam mir zufällig eine Zeitung in die Hände, in der drinstand: Der alte Göz kommt nach Kreuznach; Was sollte ich da machen? Mein Reisebegleiter, dahinten sitzt er, der Verleger der„ Deutschen Turnzeitung", den mir meine Frau zur Aufsicht mitgegeben hat( Heiterkeit) war gar nicht einverstanden, aber ich habe ihn mit manchem guten Tropfen Wein und auch Pilsener Bier dahin gebracht, daß er erlaubte, daß ich nach Kreuznach gehe. Ich sagte mir nun, ehe du Kreuznach fährst, mußt du einmal nach Münster a. St. auf die Eberburg, da wo die Männer gesessen haben, die vor 400 Jahren zuerst für Deutschtum und deutsche Geistesfreiheit gekämpft haben.( Bravo, Beifall). Da mußt Juli 26. Händler Wilhelm Scheer ein Sohn, Friedrich Wil
nach
Du Dir den nötigen Schwung verschaffen, um in Kreuznach aus warmem Herzen sprechen zu können. Und jetzt bin ich nun hier, und wurde aufgenommen mit solcher Liebe und Herzlichkeit, wie es sich ein Mensch schöner nicht wünschen kann, besonders ein Mensch wie ich, der so ziemlich am Ende seines Daseins angelangt ist. Es
von Dewyork ist mir denn auch eine heilige Aufgabe am heutigen Abend dem 9. Kreis den Dank für die langjährige treue Arbeit, die er im Dienste unserer Deutschen Turnerschaft geleistet hat, im Namen der Deutschen Turnerschaft auszusprechen. Die Anfänge dieses Kreises reichen über 50 Jahre hinaus. Damals hat man das Samentorn gelegt, aus dem der Kreis zu einem mächtigen Glied der deutschen Turnerschaft entstanden ist. Die deutsche Turnerei hatte eine schwere Zeit durchzumachen. Unterdrückt, verfolgt und befämpft von allen Seiten, ist sie doch nicht tot zu machen gewesen und nach 50 Jahren können wir jetzt sagen: Wir haben das Heft in der Hand! Wir haben auch bewiesen, was wir leisten können. Ich habe es neulich in Koburg gesagt, die deutsche Turnerschaft ist sogar hoffähig gewor den. Da saß der Herzog dabei und er mußte mir zugeben, daß es so sei. Aber am Ziele sind wir noch lange nicht. Jahn hat schon gesagt, daß das deutsche Turnen zum breiten Strom, zum umfassenden Meere werden muß. Zum Meere sind wir noch nicht geworden, aber als breiter Strom rollen unsere Wogen durch das deutsche Vaterland. Wir wollen jedoch nicht verkennen, daß von allen Seiten Gefahren und Kämpfe uns noch drohen. Da heißt es festzustehen, fortzuarbeiten, vor allem der deutschen Turnsache treu zu bleiben bis zum letzten Augenblicke. Das ist keine Kunst, wenn man in der Jugend ist, für turnerische Bestrebungen Begeisterung zu hegen und mitzumachen in hoher Lust! Aber wenn Ihr einst selbst nichts mehr leisten könnt, so helft mit für an= dere sorgen. Das ist die Hauptsache. Wir gehen großen
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Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.
helm Robert.
Geborene.
Aug. 1. Schreiner Gottfried Seibert ein Sohn, Hans.
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4. Hilfslokomotivführer Adolf Braun ein Sohn, Friedrich.
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4. Diener August Velke eine Tochter, Marie.
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6. Farbmüller Friedrich Brück eine Tochter, Margarete Luise.
6. Oberstabsarzt Karl Ludwig Christian Plagge ein Sohn, Karl Ottomar.
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7. Monteur Ernst Laur ein Sohn, Ernst Ludwig Peter Kurt.
10. Schlosser Konrad Heisen ein Sohn, Wilhelm Karl. „ 11. Kaufmann Gustav Seybicke eine Tochter, Emma.
Aufgebote.
Aug. 5. Juda Rosenthal, Kaufmann in Gießen, mit Margarete Neufeld in Nordhausen.
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6. Adolf Jung, afad. geb. Lehrer in Frankenthal, mit Irmgard Weitbrecht in Wimpfen a. Berg.
8. Adolf Hörhammer, Wertmeister in Mehlem, mit Rosa Burrichter in Gießen.
8. Karl Schäfer, Bahnarbeiter, mit Martha Akına Stückrath, beide in Gießen.
8. Dr. Otto Friedrich Emil Johannes Ohly, praft. Arzt, Stabsarzt a. D. in Gießen, mit Maria Elisabeth Nickol in Daaden.
8. Wilhelm Horst, Landwirt, mit Ottilie Maria Geiß, beide in Leusel.
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9. Isaat Rubin, Schauspieler in München, mit Augusta Josefa Nebehosteny in Brünn.
11. Friedrich Wilhelm Gaul, Rohrformer in Weylar, mit Luise Röth in Heckholzhausen.
Eheschließungen.
Aug. 6. Karl Gerstenberg, Tapezier, mit Emma Schmidt,
beide in Gießen.
Bekanntmachung.
Am Montag, den 22. August 1910, vorm 10 Uhr findet in der Neuen Infanterie- faserne die öffentliche Versteigerung, ausgesondeter 370 wollen.r Decken statt, wozu Kaufluftige eingeladen werden. Garnisonverwaltung Gießen.
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Telefon 48.
Kirchliche Nachrichten für Gießen
Evangelische Gemeinde.
Am 12. Sonntag nach Trinitatis, den 14. Aug. Kollekte zum Besten der firchlichen Versorgung der evang. Deutschen im Ausland und in den überseeischen Ländern. Gottesdienst
In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Eck. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Hanstein.
Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Lukasgemeinde.
Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam. Anmeldung für beide Gemeinden bei Pfarrer Ausfeld, Südanlage 8, erbeten. Vormittags 11% Uhr: Kinderkirche für die Johannes- Gemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal.
Katholische Gemeinde
Samstag, den 13. August.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen- heit zur heiligen Beicht.
Sonntag, den 14. August.
13. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags 6% 11hr: Gelegenheit zur bl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion.
Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beicht.
Montag, den 15. August.
Fest Mariae Himmelfahrt.
Vormittags 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heilige Messe.
Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Vormittags 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Militärgottesdienst.
Nachmittags 2 Uhr: Festandacht mit Segen.
Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
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Marktberichte
Gießen, den 18 Auguft. Auf dem heutigen Wochenmartie fosteten
Bichien, ben 181190-125 Schweinefleiß der Wib
Butter per Pfb Hühnereier per Stud Käse per Stüd Kasematte 2 Stüd Tauben per Baar Hühner per Stüd Hahnen per Stüd Enten per Stüd Gänse per Pfd. Dienfieis per Pfd. Rint fletsch per Pfd. Bohnen per Pfd.
8-9
Pfd.
80-96 Schweinefletsch gef. p. fb. 96 86-88
6-8 Kalbfleisch per Bfb. 5-6 Hammelfleisch der Pfd Kartoffeln p. 100 Rilo 0.80-1.00 Zwiebeln per Ctr. 1.00-1.60 Weißtraut per Std. Kirschen, per Pfund Aepfel per 3tr. 00 Birnen per 3tr.
0.80-1.80 1.80-2.20
80-88 80-84 0.10-0.15
Nüsse 100 Stüd Milch per Liter Gurten 100 Std.
60-84
7.00-8.00
6.00-8.00
0.20-0 30 0.00
00.00-00.00 00.00-00.00 0.50-003 2.00-250
20
Tai er der Marktjeit von 7 Uhr morgene bis 1 Uhr nachmittags Georg Sörisch. Gegenstände des Wochenmarttverkehrs dürfen bis Beginn der Marktjei: überhaupt nicht und während breier Stunden der Marktzeit im Um entet en feilgeboten werden.


