Sonderbelastung des Gastwirtegewerbes. Durch die Erhöhung des Stempels vom Mindestsaße von 50 Pfg. auf mindestens 4.50 Mt. ist es den Wirten unmöglich, ihre mit bedeutenden Kosten angelegten Lokalitäten durch Veranstaltung von musikalischen Darbietungen auch nur annähernd erfolgreich zu verwerten, und bedeutet diese Verordnung eine schwere Schädigung die schon mit einer Reihe von Sonder- und Doppelsteuern belasteten Gast wirtegewerbes und kann schwere Eristenzschädigungen nach sich ziehen, um so mehr als schon durch die letzte Reichsfinanzreform und sonstigen Belastungen das Gartegewerbe sich in äußerst gedrückten fast trostlosen Verhält
nissen befindet.
Im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit hoffen die Wirte zuversichtlich, daß Gr. Ministerium auf den einmütigen Protest des gesamten Gastwirtegewerbes Hessens hin, diese Verdes ordnung berücksichtigt und beauftragen den Vorstand Rhein- Main Gastwirteverbandes in Darmstadt sogleich die erforderlichen Schritte einzuleiten und diesbezüglich bei Gr. Ministerium vorstellig zu werden.
* Der Meter Hessenverein wird zu Ehren der hessischen Kriegsteilnehmer im Hofbräu zu Metz am 15., 16., 17. und 18. August kleinere Feiern veranstalten, worauf namentlich die Gießener Besucher der Schlachtfelder aufmerksam gemacht sein.
* Die Festnahme eines Erpressers ge= lang dieser Tage der Gießener Polizei. Ein hiesiger wohlhabender Bürger war von unbekannter Seite brieflich aufgefordert worden, im Fernewald 200 000 Mt.(!) niederzulegen; im Falle der Nichtbeachtung des Schreibens war dem Adressaten ein Bombenattentat angedroht worden. Nachdem noch ein zweiter Brief mit dem gleichen Inhalt eingetroffen war, ließ die inzwischen benachrichtigte Polizei den Fernewald beobachten, in welchem bald darauf der Absender, ein Schreinergeselle namens Hec aus Gießen, verhaftet werden konnte.
!! Manöver- Postsendungen. Aus Anlaß der bevorstehenden militärchen Herbstübungen machen wir auf die Wichtigkeit der Anwendung richtiger und deutlicher Aufschriften bei den Manöverpostsendungen aufmerksam. Zur genauen Aulschrift gehören: Familienname( möglichst auch Vorname, unter Umständen Ordnungsnummer), sowie Dienstgrad und Truppenteil( Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Abteilung, Batterie, Kolonne 2c.) und der ständige Garnisonsort, eintretendenfalls mit dem Zusatz „ oder nachsenden". Die Angabe eines Marschquartiers als Bestimmungsort empfiehlt sich in der Regel nicht.
Aus Hessen und Nachbargebiet.
fand ift den Un
* Lauterbach. Hier tagte die Kreislehrerkonfe-| der 24er Dragoner schließt sich die Gefechtsübung unmittelrenz unter dem Vorsitze des Kreisrats v. Bechtold. nahmen über 100 Lehrer teil. Vorträge hielten Kreisarzt Dr. Heinrici über die Schußpockenimpfung und Hauptlehrer Dr. Köhler über Jugendschriften und Bekämpfung d. Schund
Es bar an. Nach der Gefechtsübung versammeln sich die Ge- weilen tein Anla
nerale und Regimentskommandeure, sowie sämtliche bei der
terfuchung mit R
literatur durch die Schule; Lehrer Rinner erstattete Bericht Kaisers. Während der Kritik, erfolgt die Bereitstellung der Die Aerzte halten Gefechtsübung beteiligten berittenen Offiziere zur Kritik des Anschlagen an be
über die Kreislehrerbücherei. Schulrat Andres gab aus der Statistik der Volksschulen des Kreises bekannt, daß in den 63 Schulorten 110 Lehrkräfte wirken. Die Schülerzahl beträgt rund 5300, davon sind 340 katholisch und 45 israe litisch. Die Zahl der Fortbildungsschüler ist 750.
* Lindenstruth. Gr. Ministerium hat den 1. August 1910 als den Tag bestimmt, an dem mit dem Anlegungsverfahren des hiesigen Grundbuchs und des Berggrundbuches zu beginnen ist.
* Kesselbach. Hier wurde vom Kriegerverein ein Kriegerdenkmal für die Veteranen von 1866 und 187071 eingeweiht. Lehrer Schmidt hielt die Begrüßungsrede, Pfarrer Rabenau- Kondorf die Weiherede, Bezirksvorsteher Ranst- Grünberg brachte das Kaiserhoch aus.
* Homberg a. d. O. die älteste Einwohnerin von Reis, im Kreise ihrer Kinder,
Ihren 90. Geburtstag feierte Deckenbach, die Witwe K. Enkel und Urenkell
* Bad Nauheim. Der Sultan von Sansibar, der einige Wochen von Bad Nauheim abwesend war, ist wieder mit Gefolge zum weiteren Kurgebrauch eingetroffen und im Kaiserhof abgestiegen. Die hiesigen Hotels- und Pensionsbesizer haben sich bis jetzt den Anordnungen der Badedirektion gefügt und fein Ludwigswasser mehr geholt. Jede Familie darf täglich acht Flaschen Wasser an der Ludwigsquelle füllen.
* Friedberg. Der Zar tommt für die bedeu tenden Kosten der Herrichtung des Friedberger Schlosses selbst auf. Mithin würde das hessische Budget dadurch keine Belastung erfahren.
* Wöllstein. Hier feierte Lehrer Vogel sein 50jähriges Lehrerjubiläum.
* Ech ze l l. Die oberhessische Provinzialausstellung für Geflügel, Vögel und Kaninchen findet am 29. und 30. Oktober hier unter Mitwirkung der Landwirtschaftsammer statt.
* Kassel. Der diesjährige Aufenthalt der Kaiserlichen Familie wird bis zum 19. August dauern. Die Abreise von Wilhelmshöhe erfolgt voraussichtlich in der Nacht zum 20. August.
* Frankfurt. Der Aviatiker Erich Lochner führte einen prächtigen Ueberlandflug mit seiner neuen Eulerflugmaschine aus. Er startete auf dem Griesheimer Ererzierplay und flog über Schwanheim, Kelsterbach, Raunheim nach Rüsselsheim, zog mehrere elegante Schleifen über der Opelschen Fabrik, machte noch einen furzen Flug, sandeinwärts und kehrte dann auf dem gleichen Wege nach Frankfurt zurück. Die Landung erfolgte gla, t vor seinem Schuppen auf dem Griesheimer Ererzierplatz. Die GesamtflugDie Gesamtflug
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richten lönnen.
am
Truppen zum Parademarsch. Jedenfalls wird vor dem Parademarsch der Kaiser die Truppen abreiten.
* Mainz. Das Großherzogspaar trifft schon Montag nachmittag im Mainzer Schlosse ein. Erbgroßherzog Georg und Prinz Ludwig kommen nicht nach Mainz. * Mainz. Die Staatsanwaltschaft Mainz hat die von ihr angeordnete vorläufige Konfistation der Geldautomaten auf ihren ganzen Amtsbezirk, die Provinz Rheinhessen, ausgedehnt. Die Unternehmer ziehen es aus diesem Grunde vor, die Automaten vor der polizeilichen Beschlagnahme in Sicherheit zu bringen.
* Wiesbaden. Großfürst Peter Nikolajewitsch hielt sich hier zwei Monate infognito mit Familie zur Kur auf.
* Worm 3. Nach einer Verfügung dürfen von nun ab in den Landorten des Kreises Worms nach acht Uhr vormittags feine Wecken mehr ausgetragen werden. Das Austragen derselhen muß bis spätestens 8 Uhr beendet sein.
Aus aller Welt.
* Berlin. Ueber den Beitritt Hollands und De sterreichs zur Durchführung der Schiffahrtsabgaben auf deutschen Flüssen liegt nunmehr ein im Reichsamt des Innern ausgearbeiteter besonderer Staatsvertrag vor, der für Holland und Desterretch bedeutende Vorteile bringt und nach Annahme der leitenden Reichsstellen den Beitritt der beiden Staaten zum Schiffahrtsabgabengesetz sicher stellt. Eine endgültige Vereinbarung auf Grund bes Vertragsentwurses ist erst nach Annahme des Gesetzes im Reichstag möglich. * Brüssel. Der Besuch des Kaiserpaares auf der Brüsseler Weltausstellung ist für die Zeit vom 17. bis 20. Oftober in Aussicht genommen.
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Goes- Leipzig,
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)( In Plauen eroberte A. Schulze den Großen Preis der Plauener Industrie in einem 100 Kilometerrennen und P. Damm siegte im 40 Kilometerrennen um den Kleinen Industriepreis. Beide benutzen die Marke Bren
nabor.
)( Straßenfahrten. Am Sonntag, den 7. d. Mts., wurde das 50 Kilometer- Straßenrennen Bochum von A. Kno, das 30 Kilometer- Straßenrennen Biesdorf- Tasdorf Biesdorf von H. Hamann und die 230 Kilometerfernfahrt Neustrelit- Waren- Wittstock von F. Hauptmann auf Brennabor gewonnen. Auch beim 85 Kilometer- Rennen des Gau 4 Düsseldorf- Emmerich siegte ein Brennaborfahrer.
zeit betrug 1.30 Stunden. Es iſt vies der langſte bis jest Ein Anschlag auf den Bürgermeister von Yewyork
in Deutschland erzielte Ueberlandflug.
* Darmstadt. Die Fleischpreise sind nach einer Veröffentlichung der Kommission der hiksigen Mezgermei statt 86 mun 90 Pfg., das Rindfleisch 84 Pig. Und dabei wurde seit 1. Oktober das Oktroi in unserer Stadt aufgehoben.
* Bei den drei hessischen Präparandenan sta l- ster gestiegen; danach kostet das Pfund Ochsenfleisch jetzt ten in Wöllstein, Lindenfels und Lich ist die Schüler= zahl gegen das Vorjahr von 270 auf 244 zurückgegangen. In den drei Lehrerseminarien in Alzey, Bensheim u. Friedberg ist ein Rückgang von 480 auf 467 Schüler festzustellen. Trotzdem wird in der letzten Zeit kein Lehrermangel, wie er seit Jahren in Hessen bestanden hat, zu erwarten sein.
* Aus Oberhessen. Das Nassauische Feldartillerie- Regiment„ Oranien" hält am 27. August im Gelände zwischen Vorheim, Södel, Wölfersheim, Münzenberg, Rodenberg, Steinfurth und Schwalheim Scharfschießen ab.
11)
Gerichtet.
Familienroman von Franz Wichmann.
„ Alles, der Papa und die Mama. Heute abend gehe ich in Elitekonzert bei Bauli; Rehberg und Hochstein kommen auch." „ Aha, der Baron und der Graf!" machte Robert ver ständnisvoll.
" Ja, wie ich der Alten aufgebunden habe. Du wirst dich doch auch einfinden?"
Während sie, an das Fenster getreten, im Flüsterton weiter sprachen, redete die Försterin ebenfalls leise, doch heftig aut ihre Tochter ein:
,, Was stehst du wieder da wie eine Wachspuppe? Siehfi ja aus, als ob du kein Wort reden könntest! Ist das ein feines Benehmen?"
„ Ich denke, es ist schicklich, zu schweigen, wenn man nicht gefragt wird, Mutter," erwiderte Klara.
Höre doch endlich auf mit dem ewigen Widerspruch! Be greifst du denn gar nicht, wie du Otto schadest? Herr von Hohlen kann ihm noch sehr nützlich sein. Er sieht dich gern, ich habe es wohl bemerkt; du könntest dein Glück machen, wenn du nicht so ein einfältiges Ding wärest. Hast du denn gar keinen Verstand? Eine adelige Partie, einen-"
Klara verlor bei dem Geschwätz der Försterin ihre ge wohnte Ruhe.
„ Mutter, du beleidigst mich! Du weißt sehr gut, daß ich mich nicht verhandeln lasse!"
Vor Erregung bebend, nahm sie rasch das Kaffeegeschirr auf und entfernte sich aus dem Zimmer.
Die Försterin folgte ihr in die geöffnete Tür. „ Schäme dich! Dieser Ausdruck!" rief sie ihr leise nach.
„ Es ist meine Pflicht als Mutter-"
Sie brach ab, da Herr von Hohlen eben den Zwicker auf, setzte und spöttisch lächelnd herübersah.
,, Ah, eine kleine Szene, wie es scheint, zwischen Mutter und Tochter!" sagte er zu Otto. Er machte eine kurze Pause und schien nachzudenken, dann fuhr er fort:„ Weißt du, daß dein Schwesterlein eigentlich ein reizendes Ding ist mit ihrem Trotz und Eigensinn? Sie hat etwas, das einen toll machen könnte!"
Otto zuckte mitleidig die Achseln.
„ Wenn sie nur ein wenig vernünftiger wäre!" Da er sah, daß die Mutter auf sie zufam, setzte er mit lauterer Stimme hinzu: Apropos, gehst du wirklich nicht mit?"
Die Försterin hatte die Bemerkung gehört.
„ Sie werden Otto nicht begleiten, Herr von Hohlen?"
fragte sic.
* Mainz. Der Kaiser trifft am Dienstag mit Son derzug um 8 Uhr vormittags am Großen Sand ein und wird dort zu Pferde steigen. Zum Empfang des Monarchen wird das Großherzogspaar und andere Fürstlichkeiten anwesend sein. Zum Ordonnanzoffizier ist Oberleutnant von Penz( Ernst) vom Inf. Rgt. Nr. 116 befohlen worden. Das Dragonerregiment Nr. 24 hat um 8 Uhr in Regimentsfolonne mit dem Trompeterkorps auf dem rechten Flügel zum Ererzieren bereit zu stehen. An das Ererzieren
„ Muß wirklich bedauern, gnädige Frau, bin heute verhindert, habe eine Einladung zum Klub der Wahrheitsfreunde erhalten, da kann ich nicht fortbleiben, ohne die Gesellschaft zu beleidigen. Ich kam nur, um Otto zu sagen, daß er mich nach zehn Uhr im Reſtaurant Gillnitzer treffen kann. Ich komme bestimmt dorthin."
,, Ach, wie schade," beteuerte die Försterin, das tut uns Herzlich leid!"
„ Nun mußt du mich mit Klara begleiten," wandte Otto sich an seine Mutter.
„ Zu Lerchenfelds? Aber wo denkst du hin? Ich bin doch nicht eingeladen!"
„ Ach was," erwiderte Otto, ich gehe ja gar nicht dorthin. Das war nur des Vaters wegen. Ihr müßt doch auch ein
Der Bürgermeister von New- York Gaynor wurde, als er auf dem Lloyddampfer„ Kaiser Wilhelm der Große" nach Europa abreisen wollte, durch einen Revolverschuß verwundet. Der Täter wurde verhaftet. In dem Augenblicke, wo das Attentat erfolgte, stand Bürgermeister Gaynor auf dem Oberdeck des Dampfers in Unterhaltung mit mehreren Freunden. Die Kugel drang in die linke Kopfseite ein. Der Täter heißt Jule Gallaghar und war Wächter des städtischen Hafenamts. Er gab als Grund an, der Bürgermeister habe ihn um sein Brot gebracht. Ein Lloydbeamter schlug den Angreifer nach der Tat nieder. Gaynor, der beabsichtigt hatte, auf einen Monat zur Erholung nach Nordeuropa zu reisen, war wegen seiner durchgreifenden Resormen wiederholt Drohungen ausgesetzt. Bürgermeister Gaynor ist in das Krankenhaus gebracht worden. Sein Zu
„ Ich hoffe es! D, es war schon immer mein Wunsch, seil wir in der Stadt sind! Und die Leute sind hier so liebenswürdig, so zuvorkommend, sie gewähren jeden Kredit, wenn fie wissen, daß man die Frau eines Staatsbeamten ist!"
,, Wie wäre es auch anders möglich?" fiel von Hohlen ein „ Jedes Geschäft muß es sich ja zur Ehre anrechnen-" Wenn nur auch Klara Vernunft annähme," meinte di Försterin,„ Frau Larose würde sofort-"
Otto ließ sie nicht ausreden.
„ Es ist wirklich eine Schande, in was für Kleidern die Schwester herumgeht!"
„ Ja, ja, sie könnte Aufsehen machen," fiel Robert ein ,,, ihr Wuchs, ihre Figur, eine vollendete Aristokratin!"
Bergnügen haben, und ich sagte dir ja vorhin schon, daß ich die Försterin.
ins Elitekonzert gehe. Ich weiß ja, du schwärmst für das Baulische Etablissement. Bavon Rehberg und Graf Hochstein sind sicher auch dort."
Das Gesicht der Försterin erhellte sich.
" Ins Konzert?" wiederholte sie.„ Das ist ja herrlich! Ja, ia, Pauli, das ist mein Geschmack! Die feine Welt, die Eleganz, die neuesten Moden, alles sieht man dort!"
„ Der Vater wird wie gewöhnlich vor elf Uhr nicht heimkommen," fuhr Otto fort,„ da kannst du dir Zeit lassen, alles zu genießen!"
Frau Adelheid wandte sich noch einmal an Robert: „ Wenn Sie uns doch auch begleiten könnten! Ich werde heute etwas ganz Besonderes haben; es trifft sich herrlich, daß es gerade fertig geworden ist. Ach, das müssen Sie sehen!" Sie eilte stolz lächelnd an den Schrank. Otto stieß den Freund heimlich an.
,, Mama hat ein neues Kleid, von Frau Larose gefertigt, das allermodernste, das wird dir gefallen!"
Während Robert ihm verständnisvoll zulächelte, führte er ihn an den Schrank.
„ Von Frau Larose?" rief Herr von Hohlen.„ Allen Respett! Die erste Damenschneiderin der Hauptstadt wird es sich zur Ehre anrechnen
„ Ach, ia, es ist teuer genug gewesen," unterbrach die Försterin ihn, indem sie die Tür des Kastens öffnete.„ Aber,
was will man machen? Man muß sich doch unter anständigen Leuten sehen lassen können! Schauen Sie nur!"
Sie nahm ein prächtiges, grünseidenes Kleid hervor und zeigte es mit befriedigter Miene den beiden jungen Leuten. „ In der Tat, äußerst geschmackvoll," bewunderte Robert, ,, moosgrüne Seide, das Allerfeinste; es wird Sie klei den gnädige Frau!"
,, Ach, Gott, bei dem Mädel ist alles umsonst!" jammerte pid ,, Still, sie kommt!" mahnte Otto.„ Aber heute muß sie mitgehen, ich habe es den Freunden versprochen!"
„ Klara, höre!" wandte Frau Adelheid sich an die Eintretende.„ Wir gehen ins Konzert, nur bis der Vater kommt. du mußt dein blaues Sonntagskleid anziehen!" „ Ich werde zu Hause bleiben, Mutter!" erklärte das Mädchen sofort.
-
„ Was fällt dir ein?" rief die Mutter. Du hast aber auch nicht den geringsten Sinn für Musik, für Kunst!"
Das Mädchen ließ sich nicht irre machen. „ Ich spiele lieber ein wenig für mich allein auf der Zither, und überdies weiß ich, daß der Vater es nicht gern steht!" „ Er soll's auch nicht wissen!" bemerkte Otto.
,, Er ist jetzt so nervös geworden," bemerkte die Försterin, ,, die geringste Kleinigkeit bringt ihn auf; da ist es besser, man vermeidet jeden Anstoß und sagt ihm nichts!"
Klara machte sich am Nähtisch zu tun. „ Wenn ihr gehen wollt_"
,, Tu' mir wenigstens auch einmal einen Gefallen, Schwester!" bat Otto. ( Gerichtet 23 Nr. 8.) „ Dir? Deinen Freunden, den faden Gecken, willst du wohl sagen, die darauf warten, denen du es versprochen hast? Ich bin dir einmal gefolgt, jest nie mehr!"
Der Student ſpielte den Gekränkten.
" Du bist wirklich findisch!" tadelte er. In jedem Vergnügen, in jeder heiteren Unterhaltung siehst du eine Sünde! Ürger konnte es der Pastor in Grünwald auch nicht machen!" „ Laß sie, wenn sie nicht will!" mischte die Mutter sich ein. „ Man hat doch nichts als Ärger davon! Mag fie das Haus hüten, bis wir zurückkommen! Ich will mich gleich fertig machen! Sie entschuldigen schon, Herr von Hohlen!"
( Fortsetzung folgt.)
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ft mir denn dem 9. Kreis die er im Die hat, im Name Die Anfänge aus. Damals der Kreis zu nerschaft entsta Schwere Zeit d fämpft von all gewesen und n haben das He was wir leist gefagt, die der
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