Ausgabe 
10.9.1910 Erstes Blatt
 
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zugegen. Die Galerie war zum Teil mit Damen besetzt. Justizrat Dr. Alberti- Wiesbaden eröffnete die Tagung mit einer Begrüßung der Gäste und dankte namentlich den zahlreichen Vertretern der Behörden für ihr Erscheinen. U. a. waren als Vertreter der hessischen Regierung Geheimrat Best, Provinzialdirektor Dr. Usinger, Kreisrat Schliep­hale und Landesökonomierat Müller erschienen. Der Vor­sitzende betonte in seiner Begrüßungsrede, daß der Genos= senschaftstag schon jetzt zum dritten Male im Westen Deutsch­lands seine Tagung abhalte und daß die Verhandlungen stets eine zunehmende Beteiligung aufzuweisen hätten. Er gedachte dann des Seniors des deutschen Genossenschafts­wesens, Geh. Rat Proebst- München, dessen 80. Geburtstag die Genossenschaft in freudigster Weise feiern konnten und dem als äußere Anerkennung von der Universität München der Ehrendoktortitel verliehen worden sei. Geh. Rat Best begrüßte als Vertreter der Regierung und zugleich im Na­Ver= men sämtlicher anderer behördlichen Vertreter die sammlung und betonte, daß in Hessen die nach Delißsch Schulze gegründeten Genossenschaften die erste Stelle ein­nehmen, wie er mit Freuden fonstatieren könne. Die Stürme des Erwerbslebens hätten sich immer komplizierter gestaltet und deshalb müßte die Gründung der Genossenschaften be­sonders begrüßt werden. Darauf wurde in die Tagesorde nung eingetreten. Zunächst erstattete der Anwalt Prof. Dr. Crüger den Jahresbericht. Nach demselben bestehen 23 309 Genossenschaften in Deutschland, dem Allgemeinen Verbande gehören an 1363 Genossenschaften, diese leisteten einen Umsaß von 12% Milliarden. Die gesamten Genossen schaften setzten um 20 Milliarden; der Löwenanteil fällt also dem Allgemeinen Verbande zu. Das eigene Vermö­gen der Genossenschaften ist auf 573 Millionen Mart zu schäßen, davon entfallen auf den Allgemeinen Verband 314 Millionen Mart. Direttor Oppermann erstattete Be' richt über die Jahresrechnung: Einnahmen 77 493 Mt., Aus­gaben 77 485 Mart, Vermögensstand 125 473 Mart. Der Verband der Baugenossenschaften von Niedersachsen wurde als Unterverband des Allgemeinen Verbandes anerkannt. Stettin wurde als Ort des nächsten Verbandstages ein­stimmig gewählt.

Bad Nauheim, 7. September. Heute Vormittag wurde die Beratung der gemeinsamen Angelegenheiten aller Genossenschaften fortgesetzt. Bezüglich des Scheck- und Quitt­ungsstempels erkannte der Genossenschaftstag die Bestrebun­gen der Reichsregierung an, die Kreditgenossenschaften vor den nachteiligen Wirkungen des Quittungsstempels nach Mög lichkeit zu schüßen und spricht die Erwartung aus, daß Scheck und Quittungsstempel keine Erneuerung erfahren werden. In der hierbei stattgefundenen Diskussion führte Genossenschaftsanwalt Professor Dr. Crüger aus, die Regierung suchte mit einer Statistit zu beweisen, daß der Scheckverkehr durch den Scheckstempel nicht beeinträchtigt wor­den sei. Diese Feststellung bedürfe doch nur einer Nach- prüfung. Nach einer Statistik der Auskunftsstelle des Han sabundes haben die Einnahmen aus dem Scheckstempel in den letzten drei Monaten noch nicht die Hälfte der veran­schlagten Summe ergeben. Direttor Malz- Frankfurt von der Dresdener Bank führte an Hand einer Statistik über den Giroverkehr an der Bankstelle inFrankfurt den Nachweis, daß seit der Einführung des Scheckstempels ein rapider Rück­gang der Schecks stattgefunden habe, der bis zu 33 Proz. betrage.

Bad Nauheim, 8. Sept. In der heutigen lez­ten Hauptversammlung erstattete zunächst der Verbandsan­walt Professor Dr. Crüger ein eingehendes Referat über die langfristigen Kredite. Er führte aus, es sei eine Vermin­derung der Hypothefentreditgewährung anzustreben und es müsse der Grundsatz gelten, daß den Kreditgenossenschaften die Pflege des furzsichtigen Personalkredits obliegt. Die in diesen Ausführungen sich bewegenden Leitsäße des Verbands­anwalts werden mit einigen unwesentlichen Abänderungen angenommen. Der Verbandsanwalt berichtete sodann über die Pflege des Güterhandels 2c. und empfahl die Annahme folgender Leitsäße:" In den fortgesetten Bestreb ungen, die Kreditgenossenschaften für die Frage des Güter­handels und der Anteilnahme an der inneren Kolonisation zu gewinnen, erblickt der Genossenschaftstag eine ernste Ge­fahr für die Kreditgenossenschaften." Der Antrag wurde ge= gen wenige Stimmen angenommen. Ebenso wurde der aus Anlaß des Zusammenbruches der Niederdeutschen Bank von Direttor Peter- Karlsruhe begründete Antrag des Verbandes der unterbadischen Kreditgenossenschaften: Der Genossen= schaftstag empfiehlt wiederholt den Genossen, ihre Jahres­bilanzen so aufzustellen und zu veröffentlichen, daß sie ein flares Bild über die Liquidität geben. Für größere Kredit­genossenschaften erscheint es zweckmäßig, entsprechend dem Vorgehen der Großbanken Zwischenbilanzen zu veröffent= lichen", einstimmig angenommen. Die Tagesordnung war hiermit erschöpft und der Kongreß wurde mit den üblichen Dantesworten geschlossen.

* Groß- Karben. Am 1. und 2. Oktober findet hier eine Bezirks- Ackerbau- und Obstbau Ausstellung des Landwirtschaftskammerausschusses für Oberhessen statt. Es ist ein Saatgutmarkt der hessischen Saatbaustellen, eine Orts­schau der Simmentaler und Saanenziegen und eine öffent liche Versammlung damit verbunden.

* Bürstadt. Das Kreisamt wünscht der Gemeinde Bürstadt einen Berufsbürgermeister zu geben und wird von einem Teil der Gemeinderäte unterſtüßt, während die üb­rigen dagegen sind, da sie in dem Vorgehen des Kreisamts einen Eingriff in das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde erblicken. Landtagsabgeordneter Uebel hat deshalb eine Interpellation an die Regierung gerichtet, um zu erfahren, ob dem Kreisamt das Recht zusteht, so zu verfahren, wie es geschehen ist.

Gegenwärtig wird hier die * Stangenrod. Kirche renoviert. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die alten Gewölbe und Rippenansäße werden stilgerecht er­neuert, die Gemälde an Brüstungen und Emporen werden neu hergestellt.

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* Aus dem Kreise Schotten. Einiges Be­fremden erregt in Lehrer- und Organistenfreisen ein Rund­schreiben der Kreisschulkommission die Schulvorstände, wonach diese ihre Ansicht darüber abgeben sollen, ob eine Aufhebung des§ 50 des Schulgesetes Trennung des Lehramts vom Organistendienst wünschenswert ist.

* Schlitz. Eine Versammlung der Bürgermeister des Schlißerlandes fand hier unter dem Vorsitze des Kreisrats von Bechthold statt. Sie beschäftigte sich mit der Beteilig­ung des Schlißerlandes an der landwirtschaftlichen Kreis­schau des Kreises Lauterbach. Nach den Angaben der Bür­germeister werden die Landwirte des Schlißerlandes sehr zahlreich ausstellen. Es wurde auch beschlossen, sich an dem Festzug zu beteiligen und Wagen und Gruppen in der schmucken Schlißerländer Tracht auszurüsten.

* Lauterbach. Die Metzger haben die Kon­junktur ausgenußt und mit der Einquartierung die Preise erhöht; Rind-, Kuh- und Schweinefleisch loftet 95 Pfennig pro Pfund. Wurst eine Mart. Besonders unberechtigt ist der hohe Preis des Schweinefleisches, da die Meßger selbst nur 65 bis 67 Pfg. für das Pfund Schlachtgewicht zahlen. * Darmstadt. Die Ausführung des Backes- Dent­mals des hessischen Landeslehrervereins wurde dem Bild­hauer W. Go e te übertragen. Die Porträtplakette wird von Bildhauer Scholl gefertigt, der auch die Totenmaske von Rektor Backes abgenommen hatte.

* Darmstadt. Nach den bis jetzt vorgenommenen amtlichen Erhebungen beziffern sich die im Ried( Starken­burg) angerichteten Hochwasserschäden auf rund 2 300 000 Mart.

** Darmstadt. Eine Pferdeauftion importierter belgischer und oldenburgischer Zuchttiere fand auf dem hie­gen Pferdemarktplaße auf Veranlassung der Landwirtschafts­fammer statt. Zur Verbesserung der einheimischen Zucht läßt bekanntlich die Landwirtschaftskammer durch etne Kom­mission auf Bestellung von Reflettanten geeignete Zuchttiere ankaufen und trägt hierfür die Kosten des Transportes, der Kommission und der Versteigerung; außerdem erhalten die Steigerer noch bis zu 20 Prozent Zuschüsse zu den An­taufstosten. Sämtliche Tiere, darunter solche im Werte von über 2000 Mart, fanden Liebhaber.

** Rodheim a. d. B., 10. Sept. Gestern wurde das alte Schulgebäude auf Abbruch meistbietend ver­steigert. Maurermeister Steinmüller hat mit seinem Gebot auf 200 Mark( gewiß sehr billig. D. Red) den Zuschlag bekommen. Dtreft hinter der alten Schule er hebt sich der stattliche Neubau, welcher nach Schluß der Herbstferten seiner Bestimmung übergeben wird.

* Mainz. In einer Versammlung von Milchhänd lern wurde die Erhöhung des Milchpreises von 22 auf 24 Pfg. für das Liter abgelehnt. Auch der südwestdeutsche Milchhändlerverband hat sich gegen eine Verteuerung des Milchpreises ausgesprochen.

* Aus Rheinhessen. Im Selztale und über­haupt in der westlichen Ecke der Provinz ist die Lese der Frühburgundertrauben im Gange. Sie wird schnell genug beendet sein, denn von allen Seiten kommen Klagen über einen sehr geringen Ertrag. In Freiweinheim stellt sich das Viertel( 18 Pfund) Frühtrauben aul 4,14 Mart, in Ober- Ingelheim wurden für den Zentner Frühburgunder trauben 22 Mart bezahlt, doch sind die Forderungen be­reits im Steigen begriffen. In Büdesheim stellte sich der Zentner Frühburgundertrauben auf 24-25 Mt., in Spons= heim und Dietersheim auf 24 Mt. Auf alle Fälle sind diese Preise erheblich höher als die der vergangenen Jahre, abgesehen von 1909, in welchem Jahre sie fast gerade so hoch waren.

* Frankfurt a. M. Der russische Minister des Aeußeren, Iswolski, hatte im Carlton Hotel eine zweistün­dige Konferenz mit dem serbischen Minister des Aeußeren, Dr. Milowanowitsch. Nach der Besprechung reiste der ſer­bische Minister nach Wien ab. Der russische Botschafter in London, Graf Benckendorff, trifft heute hier ein.

* Frankfurt a. M. Für den Ausbau des hiesi­gen Osthafens sind bis jetzt 7 Millionen Mart aus­gegeben worden; der weitere Ausbau, erster Bauabschnitt, wird sich auf 12 Millionen Mark stellen; im ganzen wird das Osthafenprojekt 39½ Millionen Mark kosten.

* Frankfurt a. M. Bei jeder geringfügigen Sache nimmt man jetzt den Polizeihund zu Hilfe. Dem Feldhü­ter in Niederhosheim wurden etwa 50 Pfund Aepfel ge­schüttelt. Sofort wurde der allwissende" Polizeihund, dies= mal aus Frankfurt, verschrieben. Der Hund fam, lief einigemal um den Baum herum, nahm die Spur auf und verfolgte sie bis an ein- Mauseloch. Das Späßchen ver­ursachte dem Besteller eine Ausgabe von 24,50 Mt. für Hund und Begleitung; Wertobjekt der Aepsel etwa 3-4 M.

* Marburg. Wie Retchstagsabgeordneter Böhme erklärt, wird er in seinem hiesigen Wahlkreis wieder fan­didieren. Böhme will mit seinem Bauernbunde also gegen seine bisherigen Anhänger, auch von der deutsch- sozialen Reformpartei, vorgehen, die ja bereits als Kandidaten Rupp aufgestellt haben.

* Marburg. Der am Sonntag hier aufgestiegene Freiballon ging in der Gegend von Beraun in Böhmen nieder. In der Gondel des Ballons befanden sich Professor Dr. Brauer- Marburg, Regierungsrat Kicke- Kassel und Do­zent Dr. Wegener- Marburg. Die höchste vom Ballon er= reichte Höhe betrug 4200 Meter, die zurückgelegte Strecke 400 Kilometer.

* Hanau. Die Stadtverordneten Versammlung un­serer Stadt wählte eine fünfgliedrige Kommission, die den Auftrag erhielt, in Gemeinschaft mit dem Magistrat eine an die Regierung zu richtende Eingabe mit dem Ersuchen um Minderung der Fleischteuerung auszuarbeiten.

Aus aller Welt.

* Berlin. Demnächst werden im Eisenbahn- Mini­sterium Beratungen üaer die Signaleinrichtungen der preu­Bisch- hessischen Staatsbahn stattfinden.

* Berlin. Die Berliner Stadtverordneten nahmen einen Antrag an, wonach in einer gemischten Deputation schleunigst über Maßnahmen gegen die Fleischteuerung be­raten und die Reichsregierung ersucht werden soll, alle zur Milderung der Fleischteuerung sofort durchführbaren Mitte! unverzüglich zu ergreisen.

* Stralsund. Die Generalversammlung des Gu­stav Adolf- Vereins wird dieses Jahr in der Zeit vom 20. bis 22. September in Stralsund abgehalten, in der Stadt, die Gustav Adolfs Hilfe zuerst in deutschen Landen erfah= ren hat.

)( Dreimal geschlagen wurde der Lokalmata­dor Humann am 4. d. Mts. wiederum von dem Brenna­borfahrer Huybrechts. Letzterer gewann auf der Hardau beide Läufe des 60 Kilometer- Rennens um den silbernen Kranz von Zürich und das 10 Kilometer- Rennen um den Preis vom Hardt. Huybrechts verbesserte sämtliche Bahn­refords. Aus dem Hauptfahren ging E. Rohmer, der gleich­falls Brennabor fährt, als Erster hervor.

)( Jean Böschlin kann jeden Sonntag neue Siege auf Brennabor melden. Er gewann am 4. d. Mts. in Bo­cholt in einem 50 Kilometerrennen den Großen Bocholter Industriepreis und in einem 25 Kilometerrennen das Gol dene Rad von Bocholt. Im Amerikanischen 50 Kilometer­Rennen wurde A. Stensitzky auf Brennabor Zweiter.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 9. September 1910. Das Urteil in der vor 8 Tagen verhandelten Sache ge­gen den Kaufmann Markus Schleimer von Grünberg we­gen unlauteren Wettbewerbs, lautete auf 500 Mart Geld­strafe bezw. 50 Tage Gefängnis. Es wurde für festgestellt erachtet, daß der Angeklagte in den Annoncen tatsächlich unwahre Angaben gemacht hat, um das Publikum zu täu­schen, wie dies aus den Angaben des Sachverständigen, der die Rechnungen und Bücher geprüft hat, mit Sicherheit her­vorgeht.

Der Taglöhner Ludwig Roß aus Butzbach bekam vom Schöffentgericht wegen Vernachlässigung seiner Familie vier Wochen Gefängnis, auch sollte er in das Arbeitshaus. Er focht das Urteil an und wollte glauben machen, er sei lei­dend und fänne nicht arbeiten, trotzdem habe er gearbeitet. Es stand fest, daß er dem Trunte ergeben ist und der Ar­beit aus dem Wege geht, so daß seine Familie durch die

Stadt unterstützt werden muß. Das Urteil wurde bestätigt.

In Wölfersheim gab es in letzter Zeit häufig Schlä gereien. Eine solche verübte der Taglöhner Heinrich Rieß 3. als man auf dem Heimweg von einer Wirtschaft war. Er brachte seinem Gegner, der ihn allerdings auch mit einem Schlagring geschlagen hatte, mit einem Messer nicht weni ger als 8 Verletzungen am ganzen Körper bei, von denen zwei hinter den Schulterblättern sehr erheblich waren und großen Blutverlust verursachten. Der Angeklagte wurde zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt.

Der Kassierer eines Gießener Geschäfts Georg Nitsche aus Kassel hat seinem Prinzipal annähernd 300 Mt. un terschlagen und die eingegangenen Beträge versäumt zu bu chen. Der bereits vorbestrafte Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt.

Ein rohes Verhalten legte der Schuhmacher J. Wilh. Scharmann von Kestrich seiner Frau gegenüber an den Tag. Er warf ihr einen Topf mit Milch an den Kopf, daß sie eine schwere Verlegung, die bis auf den Knochen ging, davontrug. Das Schöffengericht erkannte gegen den als Truntenbold bekannten Angeklagten auf 5 Tage Gefängnis. Infolge Berufung wurde die Strafe in eine Geldstrafe von 40 Mark umgewandelt.

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Internatio

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen Weber Ignatz Betz aus Schimborn, der zuletzt in Grünberg wohnhaft war, wegen Blutschande an seiner Stieftochter, verhandelt. Das Urteil lautete auf 3 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Es werden ihm 2 Monate Untersuch­ungshaft in Anrechnung gebracht.

Geschäftliches.

( Das Emaille- Verkaufsgeschäft C. Dorp aus Elber­feld ist wieder hier angekommen. Die Riesen- Massen- Ver­täufe finden wie früher im Hofe der Restauration Solm­ser Hof", Bahnhofstraße 31, statt.

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geboren e.

Aug. 29. Eisenbahnassistenten Jakob Petry eine Tochter, Maria Else.

31. Kaufmann Johann Heinrich Driesch eine Tochter, Elfriede Ottilie Else.

Sept. 1. Eisenbahnschaffner Johannes Honig eine Tochter,

Fabrikzelcher

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31. Eisendreher Karl Martin Schäfer eine Tochter, Marie.

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Marie Elisabethe.

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1. Dachdecker Wilhelm Hedderich ein Sohn, Wilhelm.

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3. Handelsmann Alexander Baum eine Tochter, So­phie.

5. Hilfsbremser Wilhelm Müller eine Tochter, Anna Margarete Wilhelmine.

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2. Anlagearbeiter August Gramlich ein Sohn. Aufgebote.

Sept. 2. Heinrich Hillgärtner, Taglöhner, mit Katharine Bepler, beide in Klein- Linden.

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2. Reinhold Welcker, Apotheker in Allendorf a. d. Ld. mit Helene Sievers in Gießen.

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3. Louis Wassmann, Ingenieur in Düsseldorf, Elisabeth Pfeiffer in Gießen.

3. Rudolf Petry, Gr. Finanzassessor in Darmstadt, mit Friederike Kühn in Gießen.

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5. Karl Keizer, Gerichtsschreiber- Aspirant, mit Emma Schreiner, beide in Gießen.

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5. Wilhelm Aßbach, Gr. Geometer 1. Kl., mit Anna Mulch, beide in Gießen.

5. Heinrich Kammer, Registrator in Darmstadt, mit Henriette Nagel in Gießen.

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6. Wilhelm Johanning, Kaufmann in Bielefeld, mit Anna Gilbert in Gießen.

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6. Karl Heinrich Reh, Tapezierer in Gießen, Elisabethe Gregorius in Büdesheim.

6. Franz Hermann Steingoetter, Theaterdirektor, mit Pauline Balz, beide in Ems.

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7. Heinrich Decher, Bahnbediensteter in Burg, Louise Krauskopf in Gießen.

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7. Hermann Weiß, Schneider, mit Minna Unverzagt, beide in Gießen.

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8. Heinrich Nagel, Fabrikant in Gießen, mit Marie Jung in Klein- Linden.

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8. Karl Becker, Schmied in Gießen, mit Maria Eu­ler in Heblos.

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9. Friß Großmann, Vizefeldwebel in Biebrich, mit Marie Heller in Gießen.

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Telegraphenleitungs- Aufseher,

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7. Wilhelmine Lehrmund, 4 Monate alt.

6. Balthasar Rockel, Bahnwärter i. P., 63 Jahr alt.

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Sept. 3. Heinrich Wagner,

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mit Elisabetha Gebauer, beide in Gießen.

3. Adolf Hörhammer, Werkmeister in Mehlem, mit Rosa Burrichter in Gießen. Gestorbene.

Sept. 2. Eva Kremer, geb. Weishahn, 97 Jahre alt. 3. Walter Strohwig, 1 Monat alt.

Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.

Am 16. Sonntag nach Trinitatis, den 11. Sept. Gottesdienst

In der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schwabe.

In der Johanneskirche. Vermittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer, Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Lutasgemeinde.

Vormittags

Abends 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Johannessa a 1: Versammlung u.

Bibelbesprechung.

Nächstkünftigen Sonntag, den 18. September, findet in der Johanneskirche Beichte und hl. Abendmahl für die Lu fas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Both filde Gemeinde Samstag, den 10. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen heit zur heiligen Beicht.

Sonntag, den 11. September. 17. Sonntag nach Pfingsten. Fest Mariae Geburt. Vormittags Uhr: Gelegenheit zur bl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der heiligen Rommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Andacht mit Segen.

Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

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