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132.

Gießener Zeifung

Der Kampf um die Gründung der Universität Berlin.

Eine Skizze zu ihrer Hundertjahrseier am 10. Oktober. [ Nachdruck verboten.]

,, Der deutsche Geist wird schließlich den französischen besiegen; ich glaube schon einige Anzeichen dieses Ausganges zu sehen", so schrieb der Franzose Charles de Villers in den Unglückstagen, als Alexander I. von Rußland das Bündnis von Bartenstein preisgab, und Napoleon nur aus Rücksicht auf Seine Majestät den Kaiser aller Reußen" dem König von Preußen im Frieden von Tilsit einen Teil seiner Länder zurückgab". Und als Na­poleon auf St. Helena sich die Ursache seines Mißgeschickes klar­zumachen suchte, tadelte er es als seinen verhängnisvollsten Fehler, daß er die Dynastie Hohenzollern nicht beseitigt habe, wie er es ursprünglich gewollt, und wie er es gefonnt und gesollt hätte. In der Tat hat die neue Verbindung des verkleinerten preußischen Staates mit dem aufstrebenden deutschen Geiste die Entscheidung gegeben, durch die Napoleon gestürzt und Frankreich in seine alten Grenzen zurückgedrängt wurde. Die bis heute nachwirkende Wiedergeburt des Staates Friedrichs des Großen durch den Anschluß an die Ideale der allgemeinen Kultur und im Gegensatz zu dem napoleonischen Frankreich ist es doch eigentlich, was der Jahrhundertseier der Universität Berlin ihre besondere Weihe gibt. Es erscheint als ein Symbol der Aufopferungs­fähigkeit für die Zwecke der Kulturförderung, daß in der Zeit der höchsten finanziellen Not im Jahre 1810 der König den schönsten der Berliner Paläste und der Staat einen Jahresbeitrag von 150 000 Talern der neuen Hochschule überwies.

Aber die Einwirkung des neuen Instituts auf die nationale Erhebung der Freiheitskriege, die schon 22 Jahr nach der Be­gründung einsetzte, konnte praktisch doch eigentlich kaum in betracht kommen. Dazu war die Zeit viel zu kurz und die Zahl der Studierenden, die sich von 44 auf 256 gehoben hatte, viel zu gering. Dennoch ist die Gedankenverbindung, die sich in der historischen Tradition festgesetzt hat, vollkommen berechtigt. Die Gründung der Berliner Universität hat schon gewirkt, ehe sie durch Wilhelm von Humboldt Gestalt gewann. Die öffentliche Meinung Deutschlands wußte schon seit den Tagen von Tilsit, daß das neue Staatsprinzip Preußens der Förderung der Wissen­schaft zugewandt war, und es war auch vor Eröffnung der Uni­versität dafür gesorgt, daß sich nationale Hoffnungen an dieses Bestreben klammerten. Wir dürfen bei Gelegenheit der Univer­sitätsfeier diese Vorfrüchte ihrer Pflanzung nicht vergessen.

Entscheidend war, daß dem König Friedrich Wilhelm III. nach den zunächst resultatlosen Besprechungen in Bartenstein und den ihn auch persönlich so tief herabseßenden Friedensverhandlungen in Tilsit die geschichtliche Idee" aufgegangen war, um die es fich handelte. Das schönste Wort, das wir von ihm haben, fand er in diesem Moment tiefsten Unglücks, als in Memel eine Depu­tation der Hallenser Professoren ihn bat, die dem preußischen Staat entrissene Universität nach Berlin zu verlegen. Das lehnte er ab mit der Begründung, daß in seiner Hauptstadt etwas anderes als eine bloße Landesuniversität", eine ganz neue Hoch­schule begründet werden müsse, weil der Staat durch geistige Kräfte ersetzen müsse, was er an physischen verloren hat". Wie dieses neue Institut aussehen sollte, war noch ganz ungewiß. Aber der Kabinettsrat Beyme erwarb sich das Verdienst, trotzdem den König zu veranlassen, durch eine königliche Verordnung seine Absicht, in Berlin eine allgemeine Lehranstalt zu stiften", sofort öffentlich bekannt zu machen. Allerdings hat der Freiherr von Stein, der nach dem von Napoleon erzwungenen Rücktritt Harden­bergs an die Spitze der Geschäfte trat, kein Verständnis für die Höhe des Ziels, das man bei den Beratungen in Bartenstein, Tilsit und Memel mit der Berliner Universitätsgründung ver­bunden hatte. Aber der Gedanke wurde von den fünf durch intellektuelle unbefangenheit und moralischen Schwung hervor= ragenden Männern, die damals in Ostpreußen das erste Programmi der Wiedergeburt Preußens entworfen hatten, festgehalten. Außer Hardenberg waren es Altenstein, der spätere langjährige Unter­richtsminister, Theodor v. Schoen, ein echter Kantianer, Niebuhr, der für geschichtliche Probleme lebendigen Sinn hatte, vnd der dichterisch veranlagte Staegemann. Sie wollten den Vorteil, daß damals die Deutschen in Literatur und Philosophie die Führung hatten und darin ihren Stolz erblickten, für die Sammlung neuer Kräfte im preußischen Lager ausnutzen und Ernst machen mit dem Schillerschen Worte: Es ist der Geist, der sich den Körper baut." Die nicht als Preußen geborenen Storyphäen des deut­

Gift im Blut und Blutreinigungskuren.

Nicht nur Hautkrankheiten rühren von unreinem Blute her, sondern die meisten Krankheiten überhaupt. Ist das Blut mit Giftstoffen geschwängert, so zeigt sich das durch irgend eine Erkrankung, und es hat in solchem Falle keinen Zweck, nur direkt den Sitz des Leidens zu behandeln, sondern das ganze Blut muß verbessert werden, es muß eine gründliche Kur erfolgen.

Zu jeder Jahreszeit sind Blutreinigungsfuren am Platze, denn fortwährend häufen sich schädliche Giftstoffe besonders stark im Blute an und es ist deshalb für Leute, die an irgend einer Krankheit leiden, heiße sie wie sie wolle, von größter Wichtigkeit, jetzt eine solche Blutreinigungskur vorzunehmen.

Nur sollte man sich von der veralteten und wissenschaftlich ganz unhaltbaren Ansicht losmachen, als sei ein beliebiges ab­führendes Mittel auch ein Blutreinigungsmittel. Abführmittel tönnen höchstens eine hartnäckige Verstopfung vorübergehend be­seitigen, aber sie können nicht, wie es erforderlich ist, die chemische Zusammensetzung des Blutes verbessern.

Man kann nämlich ruhig behaupten, daß etwa 9/10 aller Krant­heiten, und zwar alle Stoffwechselkrankheiten, alle ent= zündlichen Zustände innerer Organe, alle durch Blut= stauung hervorgerufenen Leiden eine schlechte Blut­mischung, mit anderen Worten Gift im Blut" als Ursache haben. Solche Leiden sind u. a. Gicht, Rhuema|

Expedition: Gießen, Seltesweg 83

schen Geistes hineinziehen in die ideale Verschwörung gegen Napoleon war allerdings nicht so einfach. Goethe war als Ver­ehrer des großen Korsen bekannt; Hegel hatte in ihm den Weltgeist zu Pferde" gesehen; Johannes v. Müller, der in Berlin als Historiker in solchem Ansehen stand, daß man ihm die Lebens­beschreibung Friedrichs des Großen übertragen hatte, ging in den Staatsdienst des Königreichs Westfalen über, das zum Teil aus dem Raube preußischer Gebiete zusammengesetzt war. Zuverlässige Bundesgenossen, die als anerkannte Führer zu den Höhen echter Wissenschaft von Bedeutung waren, hatte man außerhalb Preußens zunächst nur in Wilhelm v. Humboldt, der in Rom lebte, und Alexander v. Humboldt in Paris. Unter den Patrioten, die nach Ostpreußen geeilt waren, um an dem Aufbau des preu­ßischen Staates teilzunehmen, waren der Philosoph Fichte, der Theologe Schleiermacher, der Jurist Schmalz, Scharnhorsts Schwager, die hervorragendsten Gelehrten. Zu ihnen gesellte sich der Philologe Süvern, der von Elbing nach Königsberg an die Universität berufen wurde. Mit diesen Männern verbunden und von ihnen beraten wagten die Staatsmänner des Harden­bergischen Kreises den kühnen Sprung ins Geisterland. In den Denkschriften, die damals Hardenberg, Altenstein, Niebuhr und Schoen für den König ausarbeiteten, kommt der Gedanke zum Durchbruch, der den eingangs erwähnten Franzosen beschäftigte. Das Bedeutsame daran ist, daß man sich über die teutonischen Tendenzen der Romantiker, der Sprachreiniger und der populären Wortführer Arndt und Jahn, so nützlich sie auch werden konnten, prinzipiell erhob zu den höchsten Zielen einer universellen Kultur, und daß man diese als politischen Kraftfaktor bewertete. Den Kern der Gedanken, die zur Gründung der Universität Berlin führten, bezeichnet Altenstein in seiner Denkschrift aus dem Sommer 1807: Es liegt in der als leitendes Prinzip angenom­menen höchsten Jdee des Staates, daß er den höchsten Wert auf echte Wissenschaft und schöne Kultur lege. Frankreich, bei einer untergeordneten, auf bloße Kraftrichtung gerichteten Tendenz, kann die Wissenschaft und Kunst nicht von diesem reinen Stand­punkte betrachten. Es ist mit solchen im Widerstreit, indem es solche zu einem niedrigeren Zweck zu gebrauchen sucht und sie entweiht. Die Wissenschaft und Kunst wird sich dereinst rächen, indem sie sich der höheren Tendenz anschließt und dieser den Sieg versichert. Preußen muß dies benutzen.

Sehr wesentlich für die Erreichung des Zieles, durch die Pflege der Ideale der Menschheit die deutsche Nation für Preußen zu gewinnen, war die Zuversicht, mit der man die Mittel und Wege zum Aufbau der neuen Hochschule, die der Abschüttlung der Fremdherrschaft als Vorbereitung dienen sollte, in breitester Oeffentlichkeit diskutieren konnte. Fichtes deduzierter Plan einer in Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt" vnd Schleier­machers, Gelegentliche Gedanken über Universitäten im deutschen Sinn nebst Anhang über eine neu zu errichtende" erschienen 1807 und 1808 im Druck bei Berliner Verlegern, als die Stadt noch von Franzosen besetzt war. Altenstein urteilte ganz richtig, daß Napoleon bei seiner Denkart von dem Zusammenhange, in dem diese Schriften zu der künftigen Erhebung gegen ihn standen, eine Ahnung zu haben gar nicht fähig sei. In ihrer Idealogie, die Napoleon so gern verspottete, hatten die preußischen Gelehrten eine Tarnkappe, die sie vor ihm unsichtbar machte, und zwar um so sicherer, je ausführlicher ihre Schriften dem deutschen Publikum klarlegten, daß in Berlin etwas geschaffen werden sollte, was es bisher noch nirgends in der Welt gegeben hat. Darauf wurde besonderer Wert gelegt, das geistige Niveau des wissenschaftlichen Betriebes durch die Forderung einer philosophischen Vorbildung zu steigern, damit nicht der Gedanke aufkäme, es sollen die schon in Berlin bestehenden Spezialschulen, insbesondere die chirurgische, die Bauakademie und die Baugewerksakademie, zusammengelegt werden zur Universität", oder als wolle man die damals be­stehenden 38 Universitäten in Deutschland um eine neue gleich­wertige vermehren.

Stand aber als Ziel vor Augen, durch Unterstützung des Staates die wissenschaftliche Produktivität ganz anders an­zustacheln, als es früher geschehen war, und besonders den geistigen Meinungsaustausch zu beleben, so gab es doch noch andere Mittel als die Gründung einer Universität. Fichte wies auf die Akademie der Wissenschaften in Berlin hin, die an sich noch ge­eigneter sei, der ganzen Nation neue Wahrheiten zu erarbeiten, als eine auf Schulbetrieb angewiesene Körperschaft. Man brauchte dort ja nur die befähigtsten Köpfe in ihrem Gebiete arbeiten zu lassen, in einer Art, wie es z. B. jetzt dem Chemiker van't Hoff ermöglicht ist, und zugleich durch Belohnungen, Preise und strenge Kontrolle für geeigneten Nachwuchs zu sorgen, um die Akademie

tismns, Zuderkrankheit, Korpulenz, sog. Blutarmut, die meisten Hautkrankheiten, Gallen- und Leberleiden, Herzleiden, Wassersucht, Nierenkrankheiten, Knochen­schwund, Hämorrhoiden, Asthma, Beklemmungen, Kopfweh, kalte Füße, Neigung zu Katarrhen, Ent­zündungen der Atmungs- und Verdauungsorgane und viele andere.

Wer einwenden wollte, daß unmöglich soviele verschiedene Krankheiten aus einer Ursache entstehen könnten, dem wäre zu ent­gegnen: Wenn das Blut nicht die richtige chemische Beschaffenheit hat, wenn ihm die so notwendigen Blutsalze fehlen, so fann es in der Lunge nicht genügend Sauerstoff aufnehmen, kann infolgedessen den Organismus nur ungenügend damit versorgen, daher alle Stoffwechselfrankheiten. Es kann ferner aus demselben Grunde die schädlichen Stoffe, vor allem die giftige Harnjäure, nicht hinaus­befördern, dieselbe häuft sich im Blute an und macht es schwer­flüssiger. Daher die Stauungskrankheiten, die Entzündungen und Herzstörungen. Jeder Arzt muß das bestätigen.

Wird das Blut verbessert, gereinigt", so verschwinden diese Beschwerden.

Welche wunderbaren Wirkungen eine solche Blutreinigungs­fur hat, wollen wir an einigen Beispielen zeigen. Das beste und bekannteste Blutreinigungsmittel und Blutnährsalz ist Dr. med. Schröders Renascin"( gefeßlich geschützt). Viele tausende Dank­schreiben beweisen es. Einige solcher Dankschreiben lauten:

Ich kann Ihnen Mitteilung machen, daß meine Krankheit nach vierwöchentlichem Gebrauch von Renascin" gänzlich verschwunden

Samstag, den 8. Oktober 1910.

zur intensiven Bereicherung der Wissenschaft nutzbar zu machen. Vom Staate hochgeehrte Akademiker, deren wissenschaftliche Be­deutung anerkannt sei, könnten durch ihre Autorität viel weiter wirken als Dozenten in ihrem Hörsaal und allen Gebildeten etwas mitteilen von dem Feuer, das sie selbst beseelt. Harden­berg erklärte sich aber für eine Universität vorzüglicher Aus­stattung, die auch von außerhalb Preußens her Studenten an­locken müßte, aber zugleich dem preußischen Staate die hoch­gesinnten Beamten ausbildete, deren man beim Umbau des Verwaltungssystems bedurfte. Hatte man aber nur diese beiden Zwecke im Auge, so empfahl sich nach der Ansicht vieler Patrioten die Neugründung eher in Brandenburg oder Havelberg, die an geblich für die Ausländer", wie Schleiermacher es ausdrückt, " gelegen sind, und wo man zum Besten der Universität allmählig große Fonds( aus den Stiftungen) einziehen könnte", wo aber auch sonst Vorteile für die Studenten gegenüber dem teuren Berlin vorgerechnet wurden. Hiergegen erhob aber Schleier­macher den einleuchtenden Einwand, daß man die Universität sofort in Gang setzen müsse und dazu ,, doch Bibliotheken, Samm­lungen von alten Denkmälern, botanische Gärten, anatomische, mineralogische und zoologische Kabinette", wie sie in Berlin vor­handen sind, unentbehrlich seien. Was die Universität nach Berlin bringt, ist nicht die Hinsicht auf die künftigen Vorteile, sondern der Drang des Augenblicks." Schleiermachers Vorschläge haben ja schließlich über die Akademiereformpläne Fichtes und über die Bedenken der Praktiker und der Furchtsamen den Sieg davongetragen, weil Wilhelm v. Humboldt mit seiner Autorität in seinem Gutachten vom 10. Juli 1809 dafür eintrat und hervor­hob, daß ,, die Absicht, eine Universität zu errichten, dem preußischen Staate allgemeines Vertrauen erworben habe". Selbst dann ver­zögerte sich die Eröffnung noch bis zum Oktober 1810.

Aber das wahrhaft großartige der in den Unglückstagen von 1806 und 1807 angeregten Bewegung war, daß man mit der Herbeiziehung der geistigen Kräfte nicht bis zur glücklichen Er­ledigung der Vorfragen wartete. Inter arma silent musae ist ein altes Sprichwort. Für das besiegte Preußen traf es im Winter 1806 und im Sommer 1807 nicht zu. Der aus Berlin geflüchtete Schriftsteller Fichte hielt damals im Auftrage der Regierung philosophische Vorlesungen in Königsberg, während die Ex­professoren aus Halle angewiesen wurden, in Berlin vor einem gebildeten Publikum über interessante Gegenstände ihres Fachs vorzutragen. Fichte, der in der Stadt der reinen Vernunft für seine Wissenschaftslehre kein Verständnis fand, kehrte aus Kopen­hagen, wohin er sich geflüchtet hatte, nach Berlin zurück und hielt dort im Akademiegebäude seine Reden an die deutsche Nation", obwohl er recht gut wußte", wie er an Kabinettsrat Beyme schrieb ,,, daß ebenso wie Palm ein Blei mich treffen kann". Sein Grundgedanke: Ein Staat geht einher nach der Idee, durch einen gemeinschaftlichen Willen den Zweck des Geschlechts zu be­fördern", entsprach ganz den in Ostpreußen formulierten Sätzen Altensteins und war so ideologisch, daß die Berlin besetzt halten­den Franzosen die praktische Bedeutung seines Dringens auf Nationalerziehung als das einzige Heil für die ausgelöschte" deutsche Nation gar nicht erkannten. Die Wirkung war eine so ungeheure, daß die anderen im Auftrag des Staates in Berlin gehaltenen Vorlesungen vor Eröffnung der Universität darüber in Vergessenheit geraten sind. Nur die damals von den Philologen Süvern in Königsberg abgehaltenen Kurse über Geschichte machten auf die Zuhörer einen daneben noch in betracht kommenden Eindruck zur Erweckung der Kampfesstimmung, ohne daß die Franzosen etwas davon bemerkten.

Die mit der Gründung der Universität zusammenhängenden patriotischen Gedanken haben den kosmopolitischen und ratio­nalistischen Boden, auf dem die deutsche Geistesbildung erwachsen war, nicht verlassen, sondern verlangten in Preußen den Vernunft­staat, im deutschen Volk die Kulturnation verwirklicht zu sehen. Man hat es neuerdings befremdlich gefunden und getadelt, daß darin der Erdgeruch fehle, der dem Schollenpatriotismus das unverkennbare Gepräge der Solidität zu geben scheint. Wären aber die führenden Geister jener Zeit, ein Altenstein und Wilhelm v. Humboldt, ein Fichte und Schleiermacher wirklich gute Real­politiker gewesen, wenn sie gleich Arndt und Jahn den instinktiven Nationalismus mit hineingenommen hätten in ihre patriotische Betätigung? Hätte dann nicht Napoleon den Plan der Gründung der Universität Berlin mit neuen Verationen bestraft und die Aufrüttelung der Lebensgeister, die gleich während des Krieges einsetzte, zu verhindern gewußt? Wie die Verhältnisse lagen, war es das Richtigste, was geschehen konnte, daß man die Deutschen nicht sowohl zur Nation, als zur Menschheit auszubilden

ist. Ich litt bereits vier Jahre an schlechter Verdauung und Katarch, alle ärztliche Hilfe war erfolglos. Nur Ihnen kann ich es ver­danken, daß ich davon geheilt bin.

Theodor Meister in St. Michaelisdonn. Teile Ihnen mit, daß ich Ihre Tabletteu genau nach Vor­schrift anwende und daß ich sehr gute Erfolge damit hatte. Schon nach den ersten Tagen fühlte ich mich wohler. Ich war zuvor immer matt, hatte oft Kopfschmerzen und Magendrücken und litt auch zeitweise an Rheumatismus. Alle diese Uebel sind verschwunden. Ich werde Ihre Renascin" in meinem Bekanntenkreise bestens empfehlen. Frl. Anna Sörgel in Altdorf. Es hat also dasselbe Mittel bei Rheumatismus, schlechter Verdauung und Katarrhen in günstigem Sinne gewirkt, ein Beweis, daß alle diese Leiden die gleiche Ursache hatten: das unreine Blut.

Dieses Mittel kann um so mehr mit gutem Gewissen empfohlen werden, als ein Versuch nichts kostet und für guten Erfolg Ga­rantie geleistet wird. Wenn man einfach unter Berufung auf diese Mitteilung seine Adresse an Dr. med. H. Schröder G. m. 6. H., Berlin 35/ L. 268 einsendet, so erhält man nicht nur eine Probedose des Mittels gratis, sondern gleichfalls gratis auch ein äußerst interessantes und lehrreiches Buch über Entstehung und Verbreitung vieler Krank heiten. Es ist aber ratsam, von dieser Vergünstigung sofort Ge­brauch zu machen, da natürlich der Andrang groß sein wird. Ein Mittel, welches Tausenden geholfen hat, kostenlos versuchen zu können, das ist schon eine Postkarte wert! Die genaue Adresse ist Dr. med. Schröder G. m. 6. H., Berlin 35/ 2. 238,

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