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Pastor Bodelschwingh+

Jm 80. Lebensjahre starb in Bielefeld der weit über die Grenzen seines Wirkungskreises hinaus rühmlichst bekannte Pastor Friedrich v. Bodel steh wing h. Mit Pastor Bodelschwingh ist ein barmherziger Menschenfreund und erfolgreicher Sozialpolitiker aus dem Leben geschieden, dessen Gedächtnis in seinen Werken segensvoll fortlebt. Ihn trieb das Herz und seine Liebe zu den Armen und Kran­fen, schuf ihm die Mittel, so segensreiche Institute zu grün­den, wie er sie uns in der Heilanstalt für Epileptiker zu Bethel, in der großangelegten Arbeiter- Kolonie Wilhelms­dorf mit ihren zahlreichen Filialen, in den Besserungsan­stalten für Obdachlose zu Hoffnungstal, Gnadental 2c. bei Berlin hinterlassen hat. Friedrich v. Bodelschwingh, der ein Alter von 79 Jahren erreichte, war der Sohn des be= tannten Ministers. Er studierte zunächst Philosophie, ging dann aus Gesundheitsrücksichten zur Landwirtschaft über, nahm aber das Studium wieder auf und wurde Geistlicher. Er wirkte zunächst in Paris, nahm als Militär- Pfarrer an den Feldzügen von 1866 und 1870-71 teil und fam 1872 nach Bielefeld.

Der Kaiser hat an den Sohn des verstorbenen Pa­stors v. Bodelschwingh ein Beileidstelegramm in sehr war men Worten gerichtet und hatte mit seiner Vertretung bei der Beisehung den Oberpräsidenten Staatsminister Frhrn. b. d. Recke beauftragt.

Lokales.

Gießen, 7. April 1910.

-e= Ein Besuch des Kaisers in Gießen. Das 116. Infanterie- Regiment, dessen Chef der Kaiser ist, rechnet auf einen Besuch des Kaisers etwa in der Zeit vom 14. bis 18., April. Man glaubt, der Kaiser werde von Homburg aus nach Gießen kommen und sein Regiment be­sichtigen.

wegen einer Reihe von Straftaten, die er bei Ausübung seiner Heilfünstlertätigkeit begangen haben soll, auf An­trag der Staatsanwaltschaft verhaftet und in das Amtsge­richtsgefängnis eingeliefert worden.

* Schotten. Die höheren Bürgerschulen zu Neu­Isenburg und Schotten sind als militärberechtigt im Sinne des§ 90, 2c. der Wehrordnung anerkannt wor­den, und zwar mit rückwirkender Geltung für den Oster­termin 1910. Sie gehören demnach fortan zu denjenigen Schulen, an denen auf Grund der Abschlußprüfung nach der Prüfungsordnung vom 15. Dezember 1899 und den Bestimmungen vom 30. Januar 1900 das Befähigungs= zeugnis zum einjährig- freiwilligen Militärdienst erworten

werden kann.

** Der Stationsverwalter Heinrich Herbst zu Nie­der- Gemünden hat am 29. November 1909 einen Menschen vom Tode des Ueberfahrenwerdens gerettet. Als Anerkenn ung hierfür ist ihm vom Großherzog die Rettungsmedaille verliegen worden.

* Langen. Die hiesigen Landwirte beabsichtigen, einen abermaligen Milchpreis aufschlag und zwar jetzt von 20 auf 22 Pfennig pro Liter. Die konsumieren­den Bevölkerungsschichten, namentlich die Arbeiterfrauen, sind entschlossen, gegen diese nochmalige Milchverteuerung wirijame Abwehrmittel zu ergreifen.

* Bad Nauheim. Etwa 600 bis 700 Lehrer aus allen Teilen des Hessenlandes hatten sich am 30. März zu der Hauptvertreterversammlung des Landes- Lehrerver­eins in Bad Nauheim eingefunden. Aus dem Jahresbe­richt des Vereins sei entnommen, daß die Mitgliederzahl auf 3430 gestiegen ist. Die Rechnungsablage für 1909 zeigt kein erfreuliches Bild, so daß eine Beitragserhöhung bald kommen dürste, zumal mit dem 11. Juli 1911 der Deutsche Lehrerverein die Haftpflicht übernimmt. Die Aus­gaben in 1909 betrugen 14 742 Mt., die Einnahmen 14 765 Mart, Ueberschuß 23 Mart. Der Unterstüßungsverein zeigt ein Vermögen von 18 076 Mart. An ertrantte Schulver­walter wurden 3005 Mart bezahlt. Dem Rechner Hock­3wingenberg wurde Entlastung erteilt. Der Feuer- Ver= sicherungsverband hat dem Hauptverein 100 Mart bewilligt.

lage sprach. Der freifonservative Abgeordnete v. Dirksen äußerte sich als gut unterrichtet", die Krone hege den leb­haften Wunsch, daß die mittleren Parteien bei Schaffung des Gesetzes nicht ausgeschaltet werden. Dem Vorsitzenden des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie ist das Ge­set zu demokratisch, er empfiehlt ein Zusammengehen mit Freikonservativen und Nationalliberalen. Der Arbeiter Werner von der christlich- sozialen Partei plädiert für das proportionale Wahlrecht. Bemerkenswert ist, daß im letzten Jahr 41 Mitglieder ausgetreten sind.- Am 1. Mai findet hier ein Hessen- nassauischer Parteitag statt, auf dem sprechen werden Abg. Stroßer über die politische Lage, Landwirt Haßmann über Finanzreform und Landwirtschaft und Pfarrer Werner- Frankfurt über christlich- deutschen Kon­servativismus.

Die Hauptversammlung des Feuerversicherungsverbandes hessischer Lehrer fand an demselben Tage in der Restaura­tion Burg unter dem Vorsitz des Hauptlehrers n'a u ß= Gießen statt. Sowohl Rechenschaftsbericht als auch Jah­resrechnung für 1909 zeigen ein erfreuliches Bild des Auf­blühens. Es stieg die Mitgliederzahl auf fast 1800, die Versicherungssumme auf 9,7 Millionen Mark, der Reinge­winn auf 5255 Mart, der Reservefonds auf 36 000 Mart. dem Der Ludwig- und Alicestiftung wurden 500 Mart, 2. Landeslehrerverein 100 Mart überwiesen, die Sabungen wurden, dem Ansinnen des Reichsaufsichtsamts entsprechend, geändert.

-h- Rindviehmarkt. Der Rindviehmarkt am Dienstag brachte einen Auftrieb von 1400 Stück Rindvich, wovon auf Großvieh 1100 Stück, auf Jungvieh 150 Stück und auf Kälber 250 Stück entfielen. Einer größeren Nach­frage erfreute sich das Jungvieh, welches infolgedessen ganz namhafte Preise erzielte. Demgegenüber war die Nach- frage nach Kälbern recht schwach zu nennen, was zur Folge hatte, daß die Preise eine gewisse Ermäßigung erfuhren. Die für sämtliche 3 Arten von Tieren erzielten Preise wa= ren folgende: 1. Kühe 480-540 Mt.( 1. Qual.), 390 bis 450 M.( 2. Qual.) und 340-370 Mt.( 3. Qual.). Jungvieh 130-160 Mt., während der Zentner Schlachtge­wicht bei den Kälbern 75 Mt. in der 1. Qualität und 63 bis 70 Mt. in der 2. Qualität erzielte.

** Volksbad. Im März wurden 8554 Bäder verabreicht gegen 8839 im Februar 1910 und 8450 im März 1909 oder im Durchschnitt täglich 276 Bäder gegen 316 tm Februar 1910 und 273 im März 1909. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3361 Männer, darunter 832 zu 10 Pfg., 689 Frauen, darunter 146 zu 10 Pfg.; Wannenbäder 1. Klasse 246 Männer, 70 Frauen, 2. Klasse 763 Männer, 541 Frauen; Brausebäder 1. Klasse 905 Männer, 242 Frauen, 2. Klasse 1283 Män­ner, 284 Frauen; Dampf- und Heißluftbäder sowie Mas­sage zusammen 139 Männer und 31 Frauen.

** Parlamentarisches. Erfreulicherweise soll sich der Gesundheitszustand des Präsidenten der zweiten Kammer Geheimerat Ha a 3 derart gebessert haben, daß er die laufenden Geschäfte voraussichtlich schon demnächst wie­der übernehmen kann.

Der

* Parlamentarische s. Der Wahlrechtsaus= schuß der Ersten Kammer tritt morgen Freitag, den 8. April, vormittags, zur Beratung über die von der Zweiten Kam­mer verabschiedete Wahlrechtsvorlage zusammen. Finanzausschuß der zweiten Kammer wird Mitte April seine Sigungen wieder aufnehmen und die noch rückständi­gen Vorlagen für die Plenarberatung fertig stellen.

und

** Finanzminister Braun hat sich für mehrere Tage zur Teilnahme an Besprechungen im Reichsschaamt im Bundesrat nach Berlin begeben.

* Aus dem Militärwochenblatt. General­leutnant v. Oppeln- Bronikowski( früher Major und Ba= taillonskommandeur im Leibgarde- Infanterie- Regiment Nr. 115), Kommandeur der 26.( 1. Kgl. Württemb.) Division, unter Verleihung des Charakters als General der Infan= terie, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der ge­seßlichen Pension zur Disposition gestellt.

)( Bruno Demke sett seinen Siegeslauf fort. Auch am letzten Sonntag ging der bekannte Brennabor= fahrer in Treptow sowohl im 50, wie im 10 Kilometer­Rennen als Erster durchs Ziel.

)( Berlin- Lübbenau- Berlin hieß eine Radfernfahrt, die am letzten Sonntag mit dem Siege der beiden Brennaborfahrer Fr. Hauptmann als Ersten und R. Heinrich als zweiten endete.

Jubiläums- Pferdemackt Gießen.

Die allgemeinen Erwartungen inbezug auf den dies­jährigen Pferdemarkt mögen schon recht hoch gewesen sein, sie sind aber ganz gewiß durch die gestrigen Veranstaltun= gen übertroffen worden, welche die Feier des 10jährigen Bestehens der Gießener Pferdemärkte in einer ungemein glänzenden Weise zum Ausdruck brachten. Der Andrang zu den Vormittagsprämiierungen und zu dem Reiterfest am Nachmittag auf dem Sportplay an der Hardt war ein un­geheuer großer. Schon am frühen Morgen belebten große Menschenmassen die nach dem Viehmarktplatz führenden Straßen und gegen 2 Uhr war wirklich kaum noch ein Durchkommen möglich. Namentlich der doch sehr umfang reiche Sportplatz an der Hardt erwies sich als viel zu klein, um die Blicke aller derer zu befriedigen, welche das In­teresse an der Pferdezucht aus ganz Oberhessen und den benachbarten Bezirken hier zusammengeführt hatte. Daß die Jubiläumsfeier in so mancher Hinsicht einem wahren Volkssest glich, war nur der selbstlosen Arbeit des Pferde­markt und Sportausschusses zu verdanken und wir möch ten daher an dieser Stelle der so umsichtigen Leitung der Veranstaltungen den Dank für das Dargebotene ausspre­chen, welchen nicht zum mindestens auch die Stadtverwalt­ung in Anspruch nehmen darf, auf deren Fürsorge es in erster Linie zurückzuführen war, daß sämtliche Festlichkei­ten ohne jede Störung verliefen.

* Betzdorf, 3. April. Ein Eisenbahnun= glück ist heute nachmittag passiert. Vom Personenzug 1407 entgleisten gegen Uhr auf Bahnhof Weh bach Strecke Kirchen a. Sieg- Freudenberg- vier Personenwa­gen, wodurch 3 Personen verletzt wurden, davon 1 Person schwer. Einem Frankfurter Reisenden, Alexander Sorg wur­den beide Beine gebrochen. Der Eisenbahnunfall ist auf die Unachtsamkeit eines Weichenwärters zurückzuführen, der die Einfahrtsweiche noch während der Durchfahrt des Zu­ges umlegte. Der zweite Wagen 2. und 3. Klasse hinter der Lokomotive wurde dadurch zum Entgleisen gebracht u. gegen zwei Lokomotiven auf einem Nebengeleise geschleu= dert. Der einzige Insasse, der Vertreter der Naros- Union in Frantjurt, Herr Allerander Sorg, wurde unmittelbar gegen die Räder einer der Lokomotiven geschleudert und er­litt außer zahlreichen Kontusionen einen komplizierten Bruch des rechten Unterschenkels und des linken Schenkelhalses. * Herborn, 4. April. Auf dem heute abgehalte­nen 4. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 152 Stück Rindvieh und 599 Schweine. Es wurden bezahlt für Fett­vieh und zwar Ochsen 1. Qual. 78-82 Mt., 2. Qualität 75-77 Mr., Kühe und Rinder 1. Qual. 74-76 Mt., 2. Qual. 70-72 Mit. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemartte kosteten Ferkel 50-70 Wit., Läufer 75-90 Mark und Einlegschweine 100-150 mt. das Paar.

* Fortbildungskursus für Kriminal beamte. Der von der hess. Schußmannsschule veranstal­tete Fortbildungskursus für Kriminalbeamte des Großher­zogtums Hessen hat vorgestern in der Technischen Hochschule begonnen. Der Kursus, an dem etwa 80 Polizeibeamte fast aller hessischen Städte, darunter auch 15 Angehörige des Gendarmeriekorps, teilnehmen, bezweckt in erster Linie, die Beamten über Spezialfragen ihres Tätigkeitsgebietes ein­gehend zu unterrichten. Der Gr. Oberstaatsanwalt von Hessert spricht an der Hand von praktischen Einzelfäl­len über die Technik der kriminalistischen Untersuchung", der Psychiater Professor Dr. Dannemann in Gießen über die Ursachen des Verbrechens" und der als Sachver­ständiger weitbekannte Gerichtschemiker Dr. Popp aus Frankfurt a. M. über Daktyloskopie, Verbrecher puren" und andere Fragen aus seinem Spezialgebiet.

** Säuglings- und Mutter fürsorge. Dem Patronat der Gr. Zentrale für Säuglings- und Mut­terfürsorge in Hessen, das der Großherzog und die Groß­herzogin ins Leben gerufen haben, gehört schon eine grö­ßere Anzahl von Freunden der Bewegung für Säuglings­und Mutterfürsorge aus allen Teilen Hessens als Patrone und Patronessen an. Es sind dem Patronat auch beige= treten: die Kaiserin von Rußland, die Kronprinzessin des Deutschen Reiches, die Prinzessin Heinrich von Preußen, die Fürstin Leiningen, die Prinzessin Leopold von Isenburg, Staatsminister Ewald u. a.

* Pfungstad t. Wegen Brandstiftung wurde der Taglöhner Fr. Polster in Pfungstadt verhaftet. Er ist be­schuldigt, das Wohnhaus seines Bruders aus Rache in Brand gesteckt zu haben.

!! Die diesjährigen Körtermine für das hessische Pferde stammbuch finden in der Provinz Oberhessen u. a. an folgenden Orten statt: Donnerstag, 21. April, in Bußbach in Verbindung mit der Bezirks- Pferdeschau. Freitag, den 22. April in Stockheim, Kreis Büdingen. Die bereits früher angeförten Stuten sind der Körkommission unter Vorzeigung der Aufnahmebescheinigung in das Pfer­destammbuch und der Deckscheine wieder vorzuführen.

* Frankfurt a. M. Auf eine seltene Art und Weise wurde hier ein Junge in der Domstraße zum Brandstifter. Der Junge hatte nämlich nichts besseres zu tun als die Sonnenstrahlen in seiner Lupe einzufangen u. sie mit Ausdauer auf eine bestimmte Stelle im Erker des Manufakturwarengeschäftes von Ernst Schwelm, Domstraße 12, zu richten. Dadurch geriet ein ausgelegter Anzug in Brand und es entstand ein Schaufensterbrand, der glücklicher­weise von der Feuerwehr gelöscht werden konnte, ehe ein größerer Ladenbrand daraus wurde.

Zu dem Jubilämspferdemarkt waren mehr als 400 Pferde und über 40 Fohlen aufgetrieben, währ end der Schweinemarkt einen Auftrieb von 550 Tieren brachte. Wie gar nicht anders erwartet werden konnte, waren durchweg nur erstklassige Tiere vorhanden, welche naturgemäß die Nachfrage sehr stark anregten. Infolgedessen fanden sehr viele Pferde sehr bald ihren Käufer und es wurden nicht selten für ganz besonders schwere Rassen Preise von über 1500 Mt. erzielt. Das größte Interesse der Besucher erweckten selbstverständlich die zahlreichen auf einem eigens dazu abgesteckten Raum vorgenommenen Prä­miierungen. Dieselben gliederten sich in 8 größere Abteil­ungen, die bis auf die ersten zwei wiederum in zwei Un­terabteilungen zerfielen.

* Frankfurt a. M., 5. April. Die Vereinigung alter Burschenschafter in Frankfurt a. M. und Umgebung wird am 16. April einen Kommers der Burschenschaf= ter der Main- und Rheinlande im großen Saal des 300­logischen Gartens veranstalten. Nicht nur die Alte- Herren­Vereinigungen der Nachbarstädte, sondern auch die aktiven Burschenschaften von Gießen, Marburg, Würzburg, Hei­delberg, Freiburg und Tübingen haben ihr Erscheinen zu­gesagt.

= h= Bericht des Landesgewerbe- Ver­ein. Der Stand der versicherten Kapitalien erreichte nach dem Jahresbericht die Höhe von 640 000 Mt. Ein ganz besonders günstiges Bild zeigt der Vermögensstand, wel­cher im abgelaufenen Geschäftsjahre sich um mehr als Mark 10 000 vermehrte und mit 104 000 Mt. für eine solche Kasse recht ansehnlich genannt werden muß. Der Abschluß der Bilanz mit 102 000 Mt. Attiva gegenüber einer Sum­me von 99 000 Mt. Passivageldern tann ebenfalls nur als ein recht guter betrachtet werden.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

* Aus Oberhessen, 6. April. Der sogenannte Wunderdoktor Ditomeit in Hartenrod bei Gladenbach iſt

* Frankfurt a. M. Wie die Bäcker- Innung mel­det, haben alle Betriebe ihre Tätigkeit in vollem Umfange wieder aufgenommen. Sämtliche durch die Streifenden frei­gewordenen Stellen sind wieder besetzt. Die Forderung des 36stündigen Ruhetages wird von der Innung als undurch­führbar bezeichnet, während diese nicht abgeneigt ist, die ge­seßliche Sonntagsruhe zu befürworten.

1 Abteilung Reitpferde unter dem Reiter gezeigt." 1. Preis( 30 Mt.) Ph. R- o c- Hartenrod. 2. Preis( 20 Mt.)

2. Abteilung: eine zu

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Konrad Schlep Göns und H. G Fohlen, Arb Steeg- Ringelsh Schmidt- Gro Vetter- Grund Hörgen. 4. Prei Eberstadt und Jo

8. Abteilung oder nachwe 1. Preis( 100

2. Preis( 60 M

Preis( 50 M.) Mart) Start Heil Wei L- Langgons. 2.- Hestem. 7. Pre 8. Preis( 15 Ma Preis( 10 Mt.) Bugtituten lich gedeckt, Mart) Heinrich Mart) Konrad H Mart Chrift. H ( 40 Mt.) Otto Ph. Studt 2

prämiieren. 1. Preis( 100 Mt.) Salomon Mi­chel Gießen für hellbraunen Wallach und Stute. 2. Preis ( 80 Mt.) Simon Nieder- Weisel. 3. Preis( 60 Mark) Frensdorf Gießen. 4. Preis( 40 Mt.) J. Kauf­a. M., 5. Preis( 30 Mt.) Salomon mann- Frankfurt Miche 1- Gießen für dunkelbraune Wallache. 3. Abteilung: a) Schwere Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. 1. Preis( 100 Mt.) Salomon Mich e l- Gießen. 2. Preis( 80 Mt.) Frens­dor fGießen. 3. Preis( 60 Mt.) Ed. Kaufmann­Gießen. 4. Preis( 40 Mt.) Salomon Michel- Gießen. 5. Pr.( 30 Mr.) Simon- Nieder- Weisel.- b) Leichte Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. 1. Preis( 80 Mt.) Salomon Mich e 1- Gießen. 2. Preis ( 60 Mt.) Isenberg Wtw.- Gießen. 3. Preis( 40 Mt.) Aug. Frensdorf- Gießen für Fuchsstuten. 4. Preis ( 30 Mt.) Ed. Kaufmann- Niederweisel. 5. Preis ( 20 Mr.) Aug. Frensdorf für Rotschimmel- Stuten.

* Darmstadt. Das Gr. Artillerie- Korps( Feld- artillerie- Regiment Nr. 25) feierte am Sonntag den Tag seines 120jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß fand im Offiziertasino ein Altes- Herrenfest statt, bestehend in Liebes­mahl, Theater- und Konzertaufführungen. Ihre Kgl. Ho= heiten der Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen wohnten dem Feste bei. Außer dem aktiven Offizierstorps waren die alten Herren des Regiments äußerst zahlreich er­schienen. Pring Heinrich steht a la suite des Regiments.

* Darmstadt. Oberlandesgerichtsrat Karl The o- bald, der seit dem 5. November 1908 Mitglied des Er­sten Zivilsenats am Oberlandesgericht Darmstadt ist, wurde zum Präsidenten des Landgerichts der Provinz Starten- burg in Darmstadt ernannt.

4. Abteilung: a) Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. 1. Preis( 50 Mt.) Si mo n- Nieder- Weisel für braune Stute. 2. Preis( 40 Mt.) S. Michel- Gießen. 3. Preis( 30 Mt.) Aug. Fren 3- dor f- Gießen für dunkelbraune Stute. 4. Preis( 20 Mt.) Aug. Frensdorf- Gießen für Fuchsstute. 5. Preis( 15 Mart) Simon- Nieder- Weisel für Fuchs- Wallach.- b) Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prä= miieren. 1. Preis( 50 Mt.) Meyer he ching- Kirch­hain für Schimmel- Stute. 2. Preis( 40 mt.) Meyer He= ching Kirchhain für braune Stute. 3. Preis( 30 Mt.) Aug. Frensdor f- Gießen für Fuchsstuje. 4. Preis( 25 Mart) D. Isenberg Wtw.- Gießen für gelbbraune Stute. 5. Preis( 20 mt.) Olbrich- Gießen. 6. Preis( 15 Mt.) Aug. Frensdorf- Gießen für Rapp- Stute. 7. Preis ( 10 Mr.) Levy Kaufmann Nieder- Weisel.

* Offenbach. Bei der letzten Gewerbegerichts­wahl wurden von den Arbeitgebern 804 gültige Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf die Liste der freien Ge­werbetreibenden( sozialdemokratische Liste) 83, auf die ver­einigten Gewerbetreibenden und Industriellen( bürgerliche Liste) 721 Stimmen. Letztere erhalten 18, erstere 2 Bei­sizer. Von den Arbeitnehmern wurden über 3000 Stimmen mehr abgegeben als im Jahre 1907. Von den 7236 gül­tigen Stimmen entfielen auf die Liste der vereinigten chrift lichen Gewerkschaften 852, auf die des Gewerkschaftskartells der freien Gewerkschaften 6384 Stimmen. Erstere erhalten 2, lettere 18 Beisiber.

* Wiesbaden, 6. April. Die Konservative Ver­einigung hielt ihre 30. Generalversammlung ab, in der Landtagsabgeordneter v. Heimburg über die Wahlrechtsvor­

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Klippel- Nieder Heinz- Nieder­Schimpf- Nieder Saffer 3.- Nied Bill 1.- Nieder­heim. Mit der Verte ungen bestimmten nahm um 2 Uhr lers Hardt die ei Einen der Glanz welche gleich den len und mit der

5. Abteilung: a) Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. 1. Preis( 50 Mt.) Otto Schmidt= Laubach. 2. Preis( 40 mt.) Christoph Häuser 4. Wtw.= Nieder- Weisel. 3. Preis( 30 Mt.) Ph. Studt 2.- Nieder­der- Weisel. 4. Preis( 25 Mt.) Konrad Schimp f- Nieder­Weisel. 5. Preis( 20 Mr.) Aug. Heinz- Nieder- Weisel. 6. Preis( 15 Mt.) Konrad Bill 9.- Nieder- Weisel. 7. Pr. je 10 Mt. Jakob Häuser 8.- Nieder- Weisel und Georg b) Arbeitsschläge, Bill 2.- Nieder- Weisel. paarweise zu prämiieren. 1. Preis( 60 Mt.) Karl Vetter- Grund- Schwalheim. 2. Preis( 50 Mart) Wilhelm Klo b 6.- Holzheim. 3. Preis( 30 Mt.) Konrad Vol p- Nieder- Weisel. 4. Preis( 20 Mt.) Hrch. I ung 4.- Ostheim. 5. Preis( 15 Mt.) Joh. Faber 10.- Leihge­stern.

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1. Abteilung: mann Schwend Ehrenpreis Karl L Oberleutnant Ven 2. Abteilung: preis Hr. Brüc Mary. 2. Ehren braunen Wallach Pieper auf d Febens.

6. Abteilung: a) Dreijährige Fohlen, Wa­genschläge. 1. Preis( 60 Mt.) Otto Walther­Langd. 2. Preis( 40 Mt.) Karl Völzing- Rupperten­rod. 3. Preis( 30 Mt.) Konrad Becker 7.- Erbenhausen. 4. Preis( 20 Mt.) Konrad Weiß 4.- Dorf- Güll. 5. Preis ( ie 10 mi.) Otto Müller- Henriettenhof und Julius Philippi- Wohnbach.- b) Dreijährige Foh­Ien, Arbeitsschläge. 1. Preis( 60 Mt.) Louis Brückmann Neuhof. 2. Preis( 40 Mt.) K. Vet­ter Grund- Schwalheim. 3. Preis( 30 Mr.) W. Haf fer 3.- Nieder- Weisel. 4. Preis( 20 Mt.) Friedr. Will­Holzheim. 5. Preis( 10 Mt.) Heinrich Deut 2.- Griedel. 7. Abteilung: a) 3 weijährige Fohlen, Wa= genschläge. 1. Preis( 50 Mt.) Heinrich Becker 6.­Muschenheim. 2. Preis( 30 Mt.) Ph. Kleberger 2.­Melbach. 3. Preis( je 20 mt.) Louis Cdr i st- Griedel u.. 4. Preis( je 10 Mart) Joh. Fabe T 10.- Leihgestern. Wilhelm Göbel- Pohl- Göns, Fr. Fenchel- Griedel,

3. Abteilung: wagen im Prit Ehrenpreis Peter mann- Groß- Karben

Ben.

4. Abteilung und landwi preis Wilhelm& Meggermeister G Weisel, Mine Georg Bichler 5. Abteilung reiten. 1. Pre marites Darmita dunkelbraunem schmidt- Leihge ( 30 Mt.) Karl 6. Abteilung ausgeflaggtes Ge bens auf braun

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