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von übermäßigem Gebrauch ganz abgenutzt sind. Leider sind aber auch viele Besucher des Lesezimmers noch nicht reis oder verständig genug, die Bestimmung der ganzen Einrichtung genügend zu würdigen, sonst sähen sehr viele der ausgelegten Tageszeitungen und namentlich Zeitschriften und Bücher nicht so zerfetzt und zerschnitten, beschmutzt und beraubt aus, wie man sie vielfach-leider! sehen kann; manches Stück der Auslage verschwindet sogar bald seinem Erscheinen schon wieder auf Nimmerwiedersehen!! Gegenwärtig sind wieder eine Anzahl neuer Sachen aufgelegt, darunter ein neuestes großes Konversationsleriton von Meher; wie lange wird es dauern, und es sieht gerade so unappetitlich aus wie sein Vorgänger, namentlich bei besonderen Artikeln, an deren Lektüre unreise Besucher ihre schmutzige Phantasie ergößen! Könnte der Verein nicht etwas mehr Aufsicht in dem Zimmer walten lassen? Es gibt viele ordnungsliebende Besucher, die freiwillig dieses Amt übernehmen würden, aber gegen einen Ausweis des Vereinsvorstandes zur Benutzung gegenüber den etwa zur Rechenschaft zu ziehenden oder zur Ordnung zu ver= weisenden Besuchern. An einigen von jenen Menschen, die es nicht unterlassen können, das Eigentum ihrer Mitmen schen zumal in einer solchen gemeinnüßigen Einrichtung!
zu zerstören und gar zu entwenden, muß einmal ein abschreckendes Beispiel durch gerichtliche Bestrafung! statuiert werden; dann gibt es vielleicht nach dieser Seite hin eine Aenderung in den gegenwärtig herrschenden, leidigen Zuständen.
Gerichtssaal.
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Erziehung ist der Menschheit Edelstein, ein sicher März 2. Karl Dierlamm, Schußmann in Gießen, mit Eligeführter Hebel des Menschengeschlechts zu besseren Stufen.
Der Baum wächst von unten hinauf, der Staat vom sogenannten Volk oder großen Haufen in die Höhe.-
Ein guter Dorfschulmeister ist ein wichtiger Mann. Ein Staat, der damit hinreichend versehen ist, braucht im Frieden ein paar Regimenter weniger, weniger Zucht- und Armenanstalten, geringeren Aufwand zur Gerichtspflege.
Treibhäuserei macht die Kinder groß vor den Jahren, verlebt vor der Reife und alt vor der Zeit.
Wetterwendisch werden die Kinder durch einen Speicher von Spielsachen, durch eine Rüstkammer von Spielzeug; denn der Mensch kann auf keinerlei Weise das Pfropfen, Stopfen und Nudeln vertragen.
Unreise Bücher sind weit gefährlicher als unreise Kartoffeln, schlechte Bücher verderblicher als ungesundes Fleisch.
Stände sind bloß natürliche Einteilungen des Volkes; drum müssen sie nicht verkünstelt werden. Ein freier Uebergang muß stattfinden durch die Wahl der Lebensart, ein Hinaufklimmen und ein Hinuntersteigen, wie Fähigkeiten sie entwickeln.
Durch die Zersplitterung der Bildungsanstalten ist eine wechselseitige Verachtung der notwendigen natürlichen Stände herrschend geworden. Kriegshauptleute nennen alle übrigen Menschen:" Menschen ohne Ehre"," Leute, die keine Ehre im Leibe haben", ja tun auf ihre. Ehre und Pflicht- Machtansprüche gegen den gesunden Menschenverstand. Die jungen angehenden Gelehrten bespötteln die Handwerker mit dem Namen„ Knoten". Mit starten Schritten nähern wir Deutsche uns dem indischen Kastensysteme.
Mädchenschulen so hieß es sonst, und so muß es auch wieder heißen, nicht Töchterschulen. Töchter gibt es nur im Verhältnis zu den Eltern. Vielleicht hat die Treibhaussucht der Eltern, so ihre Kinder nicht frühzeitig genug großziehen können, das sinnlose Wort erfunden, und die Affenliebe hat dadurch verstehen geben wollen: nur in zarter Jugend gibt es Töchter sonst gleich darauf Damen. Der Demant wird nur durch den Demant geschliffen, ebenso nur durch die Voltserziehung das Volk erzogen. Sie soll das Urbild eines vollkommenen Menschen, Bürgers und Volfsgliedes in jedem Einzelwesen verwirklichen. Auf alle natürliche, geistige und sittliche Bedürfnisse muß sie Rücksicht nehmen, mit ihnen sich zu einem rechten, wahren und schönen Voltstumsgeist erheben, und so als ein freies, selbständiges Werk, in die Ewigkeit hineingebaut, fort=
Gießen, 4. März 1910. Wegen einer großen Anzahl Uebertretungen und wegen Körperverlegung stand der Bäcker Otto Haas von Nieder Bessingen unter Anklage. Er ist angezeigt wor den, weil seine Backstube unrein war und er die Vorschrif= ten nicht angeschlagen hatte; auch hätte das Türschild gefehlt. Er bekam Strasbefehle über 4 mal 2 Mart, auf deren Einspruch in zwei Fällen Freisprechung erging. Da er in allen Fällen freigesprochen sein wollte, legte er Berufung ein. Diese wurde aber zurückgewiesen. Im anderen Falle hatte er wegen Skandalieren mehrere Strasbefehle bekommen, auf deren Einspruch nur auf 12 und 10 Mark Geldstrafe erkannt wurde, während bezüglich 5 Uebertret ungen Freispruch erfolgte. Er focht auch dieses Urteil an, es wurde ebenfalls bestätigt. Ferner hat er sich mit einem Nachbar geschlagen, wofür ihn das Schöffengericht wie sein Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Nachbar zu 6 Marti Geldstrafe verurteilte. Er verfolgte auch hier Berufung, indem er die Schuld auf seinen Gegner zu wälzen suchte. Er gat aber geschlagen, ohne in Notwehr zu sein, weshalb seine Berufung zurückgewiesen wurde.
Der Landwirt Johannes Kimpel 3. von Hopfmannsfeld hatte mit einem Schweinehändler einen Prozeß, in dem ein Landwirt als Zeuge vernommen wurde. Dieser gab bei seiner gerichtlichen Vernehmung an, er sei weder verwandt noch verschwägert mit den Parteien. Als Kimpel später erfuhr, daß der Landwirt mit dem Schweinehändler Ge= schwisterhinder sind, schrieb er ihm einen Brief, er möge die Sache mit ihm in Güte abmachen. Es wurde hierin Erpreßungsversuch erblickt, da angenommen wurde, er habe Geld, oder einen sonstigen Vorteil zu erpressen versucht, dagegen behauptet der Angeklagte, er habe ihn nur veran= lassen wollen, das Protokoll richtig zu stellen. Diese Angaben konnten nicht widerlegt werden, insbesondere stand nicht fest, daß er etwas unrechtes verlangt hat. Es erfolgte deshalb Freisprechung.
Auf Privatklage des Jakob Knöpp in Ranstadt wurde der Landwirt Johannes Schmieder wegen Beleidigung zu 80 Mart Geldstrafe verurteilt, weil er der Frau des Klägers den Vorwurf des Diebstahls gemacht hat. Er wollte den Wahrheitsbeweis erbringen, was ihm aber mißlang. Der Angeklagte focht das Urteil wegen der Strafhöhe an. Die Strafe wurde auf 40 Mark herabgesetzt.
Der Turnvater Jahn und die Schule. Vor 100 Jahren entstand des Turnvaters Jahn bedeu tendste Schrift Deutsches Volkstum". In ihr finden sich an den verschiedensten Stellen Aussprüche über Schule und Erziehung, die auch heute noch Beachtung verdienen und zu denken geben. Wir greifen einige heraus:
Mensch zu werden ist der Mensch bestimmt, und diesen Adel kann er nicht allein erringen; ist er auch eigener Ausbildner seiner hohen Bestimmung, nie erlangt er sie einzeln.
Was der Mensch an Bildung gewinnen soll, fann ihm nur eigene Selbsttätigkeit erwerben. Anbilden läßt sich dem Menschen einmal nichts! Solche Versuche sind wie das Beklecksen der hölzernen Häuser, um sie äußerlich zu vermarmorn: fein Anputz von Dauer, bloß eine vergängliche Schminte.
Der Fall Welshofen.
Kriminalroman von M, Kossak.
( Nachdruck verboten.) 40) Darauf trat Olfers rasch zu dem kleinen vergitterten Fenster die Raumes und kehrte Brümmel den Rücken zu. Dem letteren war es, als ob er dorther einen halb unterdrückten Seufzer vernahm.
Schade, schade um den Menschen!" dachte Brümmel, als er draußen war. So viele gute Seime ruhen in ihm und doch so aus dem Gleise gebracht durch seine Leidenschaften oder richtiger gesagt durch seine Leidenschaft für diese Italienerin mit ihrer satanischen Schönheit
Eine förmliche Wut ergriff ihn gegen Anita Brusio nicht minder als geger den Clown Long- Bell, in dem er jeßt sicherer als je vorher den Mörder des Grafen Welshofen zu finden hoffte.
Es mußte ihm gelingen, ienen auf die Anklagebank zu bringen und Olfers Unschuld zu erweisen.
Lange lag der Detektiv in dieser Nacht wach, über Mittel und Wege sinnend, die ihn zu dem ersehnten Ziel führen sollten, und als er endlich einschlief, umgaufelten Träume fünftigen Ruhms, in denen er sich als ein zweiter Sherlock Holmes sah, sein Lager.
der ,, Er muß wieder einer grauslichen Untat auf Spur sein, der Herr Detektiv", sagte am nächsten Morgen seine Zimmervermieterin zu der Köchin im ersten Stock desselben Hauses. Er hat's gar nicht gemerkt daß das Wasser zu seinem Kaffee nicht gekocht war. Ich hatte eine fürchterliche Angst, daß er zanken würde, aber er hat's nicht bemerkt. Das bedeutet immer, daß er wieder hinter einem her ist, der was Furchtbares auf der Seele hat, denn dann könnte man ihm Sohlenleder statt Hasenbraten vorseßen- ich kenne ihn."
Fräulein Karoline Webel, die Köchin der Anita Brusio, war hoch erfreut, als nach längerer Zwischenpause ihr Freund Herr Camillo Smetana sie wieder einmal bes Suchta
,, Gott, Herr v. Sinciana!" sagte sie, ihm die Tür öffnend. Nein aber, die Freud'! Ahnte mir's doch gleich
dauern.
Geborene.
Febr. 20. Wagenführer Heinrich Nau eine Tochter, Gertrud.
„ 24. Restaurateur Otto Schmalzigaug eine Tochter, Anna Maria Meta.
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24. Großh. Landgerichtssekretär Dr. Georg Schmuttermaier eine Tochter, Lilian Emma Maria.
28. Spengler Heinrich Jakob Konrad Weber ein Sohn, Heinrich Wilhelm.
28. Taglöhner Georg Carl ein Sohn, Leonhard.
März 1. Kaiserlicher Bankbuchhalter Dr. Hermann Lagreze ein Sohn, Heinrich Hellwig Wilhelm Hermann Alfred.
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1. Taglöhner Wilhelm Becker 3 eine Tochter, Margarete.
1. Lackierer Friedrich Wilhelm Heinrich Reuling eine Tochter, Martha Berta Margarete Friederike.
2. Eisendreher Wilhelm Richard Buchholz eine Tochter, Eleonore Johannette Wilhelmine. Aufgebote.
Febr. 25. Karl Krombach, Fuhrknecht in Klein- Linden, mit Marie Philippine Elisabeth Hoffmann in Gießen. 28. Friedrich Pflauger, Postbote in Frankfurt a. M., mit Karoline Ludwig in Lich.
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28. Jsaat Abt, Kaufmann in Gießen, mit Berta Kaufherr in Fulda.
März 1. Heinrich Konrad Feldbusch, Weißbinder, mit Marie Mattern, beide in Rüddingshausen.
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1. Karl Thron, Sergeant in Gießen, mit Berta Zoll in Kohden.
1. Konrad Bramm, Kaufmann, mit Luise Sepp, beide in Gießen.
1. Martin Strauß, Kaufmann, mit Toni Rothschild, beide in Gießen.
3. Anton Jacobi, Maurer in Wetzlar, mit Katharine Elisabethe Konrad in Allendorf a. Lmda.
3. Heinrich Heß, Kaufmann, mit Lina Schmidt, beide in Gießen.
3. Louis Fischer, Theaterarbeiter, mit Maria Kawoletzki, beide in Gießen.
Eheschließungen.
Febr. 26. Ludwig Bende, Bäckermeister, mit Emma Schönhals, beide in Gießen.
als es flingelte, daß das was Angenehmes wär'! Aber nun fommen Sie rein Herr von Smetana, und nehmen. Sie Plat, ich habe gerade noch so' n schönes Stückchen Lungenbraten und vom Mittag ein paar Sofltschen, das will ich für uns warm machen und dann geschwind Bier für uns holen. Also, bitie, man immer herein, Herr von Smetana ich bin gleich da."
Und nun saß Brümmet, der nach Wiener Manier in den Adessstand erhobene Herr v. Smetana, in dem reizenden Speisezimmerchen der Brusio, auf das Erscheinen Der Küchenfee wartend und zum soundsoviel hundertsten Male über diejenigen Zusammenhänge im Fali Welshofen grübelnd, die ihm trotz allem noch dunkel waren. Wie so oft schon war es wieder die Frage: Woran ist der Graf gestorben?" die ihn vor aliem beschäftigte. Wäre seine Freundin an Stelle der harmlojen Karoline Wetzel die rachsüchtige und geldgierige Verdi, so wollte er dem Geheimnis rasch auf der Spur sein.
,, Nun, wie ist's Ihnen inzwischen gegangen. Fräulein Lina?" erfundigte er sich, als die Genannte mit einem Tablett voll angenehm duftender Speisen zurückkehrte. ,, Wie steht das werte Befinden?"
,, Danke für die gütige Nachfrage, Herr v. Smetana, aber wie soll's stehen? Unsereins hat Aerger über Kerger, denn mit der Verdi, dem tückischen Frauenzimmer, ist es gar nicht mehr auszuhalten, seit sie mit der Signora berzankt ist."
sabethe Rein in Allendorf a. Lda. Gestorbene.
Febr. 25. Marie Schmidt, geb. Deibel, 74 Jahre alt.. 26. Ruben Ganß, Kaufmann, 25 Jahre alt.
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27. Berta Becker, geb. Nahrgang, 44 Jahre alt.
März 3. Mathilde Frank, Lehrerin i. P., 71 Jahre alt. 3. Johannette Pfeil, geb. Simon, 60 Jahre alt.
,,, Wie?" fiel der Detektiv interessiert ein. Die Beziehungen der Signora zu ihrer Dienerin haben sich gelöst?"
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Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde.
Sonntag, 6. März. Lätare. Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Nachmittags 3 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Dienstag, den 8. März, nachmittags 4 Uhr im Matthäussaal: Frauenmissionsverein.
Mittwoch, den 5. März, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Markusgemeinde.
Nächstfünftigen Sonntag, den 13. März, findet im Hauptgottesdienst Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde statt, in Verbindung damit Feier des heiligen Abendmahls. Die Beichte dazu wird Samstag, den 12. März, nachmittags 2 Uhr, gehalten werden. In der Johanneskirch e. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrassistent Hanstein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lutasgemeinde. Pfarrer Bechtholsheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Adolph. Abends 7½ Úhr:" Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukas- und Johannesgemeinde.
,, Na, wenn auch das nicht gerade, so sind sie doch beide schlecht aufeinander zu sprechen.; Ich habe immer gehofft, daß die Verdi fliegen würde sie ist ein paar mal wirklich impertinent zu der Signora gewesen, sodaß ich glaubte, die würde sich das nicht gefallen lassen- aber, jedoch, die läßt sich alles gefallen von dem Frauenzimmer. Sie zanken zusammen, aber hinterher vertragen sie sich auch wieder- es ist gerade als ob sie nicht los fönnten, eine von der anderen. Daß die Verdi aber einen furchtbaren Haß gegen die Signora hat, weiß ich sicher."
Batholische Gemeinde
Samstag, den 5. März.
Nachmittags 5 Uhr und Abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 6. März.
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Mittwoch,
im Gaale des
Allgemein
Die Arbeits Referent: Freie Ansprad Wir laden unfere Mitglieder
Fommen.
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W. K
Kalk- u. M
Telefon 84.
Ja. Qualita
4. Fasten- Sonntag. Vormittags 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vormittags 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vormittags 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Nachmittags 5½ Uhr: Christenlehre; darauf Passions- Andacht.
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Dienstag und Freitag, abends um 6½ Uhr ist Fasten
Andacht.
Methodisten- Gemeinde. Wilhelmstraße 45.
Sonntag, den 6. März, nachmittags 2-3 Uhr: Sonntagsschule.; abends 8 Uhr: Predigt.
Dienstag, den 8. März, abends 29 Uhr: Singstunde. Donnerstag, den 10. März, abends ½ 9 Uhr: Bibel- und Gebetstunde.
Hämorrhoidalleiden
sind sehr lästig und vielfach mit großen Schmerzen verbunden und können schließlich sehr gefährlich werden. Nach vielen Gutachten ist Sanitätsrat Dr. Wegener's Thee ein hervorragendes Mittel bei diesen Leiden, um Linderung und Heilung zu bringen. Es ist wichtig, daß die Ursache der Hämorrhoiden beseitigt wird und dieses ist speziell die Aufgabe dieses Tees. Preis Mt. 1.50, in allen Apotheken zu haben, wenn nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellschaft, Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 55.
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Aber warum denn nur, Fräulein Lina?" drängte Brümmel.
Die Köchin machte ein geheimnisvolles Gesicht. ,, Na, Sie werden mich ja nicht verraten, Herr von Smetana, Ihnen kann ichs am Ende verraten, die Signora ist dahinter gekommen, wie grausam die Verdi sie bestiehit, und da hat sie nun ihre Sachen durchsucht und allerlei gefunden was ihr gehört. Es gab einen furchtbaren Auftritt zwischen den beiden, und penn ich auch nicht italienisch verstehe, so weiß ich doch, daß die Mariette der Signora gedroht hat, womit weiß ich freilich nicht. Daraufhin nahm die Signora ihr nicht, wie sie zuerst wellte, die gestohlenen Sachen fort, aber sie läßt ihr nicht mehr die Schlüssel zu ihrer Toilette und zum Schreibtisch, wo sie ihr Geld und ihre Juwelen verwahrt. Auch den Schlüssel zu dem Schränkchen" fügte Lina, auf einen schön geschnitten Hängeschrank weisend, der sich neben dem Büfett befand, hinzu ,, hat sie abgezogen." ,, Was ist denn da drin?"" forschte der Detektiv gespannt.
Lina ficherte.
Wein und Likör ist drin. Den trinkt die Verdi für ihr Leben gern, und daß die Signora den Schlüssel abgezogen hat, verzeiht sie ihr niemals. Der Liter ist noch vom Herrn Grafen her, der hat ihr öfters welchen geschickt und auch davon getrunken. Die Verdi hat aber den meiſten getrunken. Ja, ja, für Likör und sowas, da gibt die Mariette ihr Leben her."
In Brümmets Seele feimte eine Idee. Berauscht sie sich an den Getränken?" fragte er.
Na und ob! So gerade betrunken ist sie nicht, aber nüchtern auch nicht bloß schwaßen tut sie viel."
,, Aber natürlich doch. Mir, glaube ich, hat sie auch schon manches erzählt- freilich genau weiß ich's nicht da ich kein italienisch verstehe- das heißt, sie muß schon ein bißchen viel getrunken haben, denn sonst hält sie den Mund."
( Fortsetzung folgt.)
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