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ist spätestens am 15. Juni auszuheben. Die getroffenen| wir die zuziehung von Sachverständigen aus den Kreisen Schiedssprüche bewegen sich in mittlerer Linie und es ist zu erwarten, daß beide Parteien den Vertragsentwurf an­nehmen.

Beiräte bei den Gewerbeinspektionen. ſchlagserteilung, die Ausschließung solcher Bewerber,

Ein hervorragender Industrieller hat sich jüngst folgen dermaßen zu der Frage der Schaffung von Beiräten bei den Gewerbeinspektionen geäußert:

Wer, wie es bei mir der Fall ist, mit Gewerbein spektionen viel zu tun hat, wird die Bemerkung gemacht haben, daß im Wechsel des Vorstandes derselben auch ein Wechsel der Behandlung der schwebenden Angelegenheiten sehr häufig eingetreten ist. Dieser Wechsel ist bedingt durch das größere oder mindere der Industrie dargebrachte Wohl­wohlen, durch Kenntnis und Auffassung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen und endlich durch charakter­eigenschaften. Letztere machen sich besonders in schwierigen Fällen dann bemerkbar, wenn der Leiter der Gewerbein­spektionen etwas ängstlich ist, sich seiner vorgesetzten Be­hörde gegenüber keine Bldße geben möchte und so schwant­end wird und endlich dazu kommt, ablehnend und voll dommen unzugänglich zu werden. Durch eine Aenderung der Gesetze und Verordnungen wird wenig zu helfen sein, denn deren Fassung wird niemals eine so bestimmt zwei­felfreie sein können, daß verschiedene Auslegungen ausge­schlossen sind, auch ist in allen diesen Verordnungen die Bestimmung aufgenommen, daß in geeignet erscheinenden Fällen der Gewerbeinspektion die Ermächtigung erteilt wird, erschwerende Vorschriften zu erlassen oder auch Erleichter ungen zu gewähren. Da der Gesuchsteller fast immer eine Privatperson ist, befindet er sich der behördlichen Autorität gegenüber im Nachteile und ist auch schon deshalb daran gehindert, mit der gewünschten Tatkraft vorzugehen, weil er befürchtet, daß ihm alsdann in der Ausübung seines Betriebes neue Schwierigkeiten bereitet werden könnten. Bei dieser Lage der Verhältnisse sehe ich die Möglichkeit zu einer Abhilfe nur darin, daß der Gewerbeinspek­tion Industrielle als Laienrichter beige­ordnet werden, die zur Entscheidung der vorliegenden Sachen praktische Erfahrung besitzen und ihre Stimme für oder gegen die Erteilung der nachgesuchten Genehmigung vollwichtig mit in die Wagschale werfen können."

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der Gewerbetreibenden bei der Aufstellung der Verdingungs­anschläge, die Frage der Vergütung von Nebenleistungen, die Honorierung einverlangter Pläne und Zeichnungen, die fünftige Vergebung bei allen Hochbauten nach Anschlags= titeln, die Fristen für die Ausführungen, die Frage der Zu­ihren Pflichten der sozialpolitischen Gesetzgebung gegenüber nicht nachkommen, die Vergebung von Leistungen an ge­werbliche Korporationen 2c. Nachdem die Beratungen engeren Vorstande in Gegenwart von Sachverständigen er­folgt sind, wird die Handwerkskammer demnächst weiteren Kreise von Interessenten Gelegenheit geben, von der Vorlage und der Stellung der Handwerkskammer hierzu Kenntnis zu nehmen. In der Sitz­

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einem

* Landwirtschaftskammer. ung des Vorstandes der Landwirtschaftskammer wurde be­schlossen, die landwirtschaftliche Studienreise nach Dänemark auszugeben, da infolge der in Oberhessen stattfindenden Reichstagswahl eine ganze Reihe von Anmeldungen zu rückgezogen wurde.

* Ferienordung in Hessen. Der hessische Landeslehrerverein und der katholische Lehrerverein für das Großherzogtum Hessen haben sich neuerdings wieder mit einer Petition an die oberste Schulbehörde ge­wandt, in welcher bezüglich der Ferienordnung eine Gleichstellung der Volksschulen mit den Höheren Schulen ersucht wird. Wie verlautet, beabsichtigt die Regierung diesem auch von Abgeordneten der 2. Hessischen Kammer geäußerten Wunsche bei der im nächsten Jahre zu er­wartenden neuen Ferienordnung zu entsprechen.

sh. Straßenpflasterung. Die Oftanlage cr hält augenblicklich anstelle des chaussierten Weges ein haltbares Kleinpflaster, dessen Unterlage eine Ausschüttung von Steinen bildet. Die Straßenwalze hatte gestern schon die Steinschüttung eingewalzt.

Da bereits beschlossen ist, den Gewerbeinspektionen Sach­sens Beiräte aus der Mitte der Arbeiter zu geben, so ist es allerdings nicht mehr als billig, wenn den Arbeitgemeinschaft mit Familienangehörigen und Fekannten; bern dasselbe Recht zugestanden wird.

e ne. Förderungs- Ausschuß für vaterländische Arbeitervere ne.

Der von General von Loebell geleitete Förderungs. Ausschuß für vaterländische Arbeiterverrine hatte eine Ver­sammlung in das Herrenhaus zu Berlin einberufen, die aus allen Teilen des Reiches von etwa 100 Männern, die mit

der Arbeiterschaft in enger Fühlung stehen, besucht war. Anwesend waren u. a. Parlamentarier verschiedener Frat­tionen, Industrielle," Handwerksmeister, Arbeitervertreter und viele bekannte Sozialpolitiker. Nach mehrstündiger, ein­gehender Debatte wurde einstimmig folgender Beschluß ge­faßt: Die Versammlung erachtet es für dringend notwen dig, daß zur Bekämpfung des wachsenden Einflusses der Sozialdemokratie die Entwickelung der bestehenden bereits mehrere Hundert zählenden vaterländischen Arbeitervereine, Werkvereine und aller sonstigen, den sozialdemokratischen Be­strebungen feindlich gegenüberstehenden Arbeitervereinigun gen, sowie die Neubildung möglichst vieler derartiger Ver­eine im Sinne der heutigen Vorschläge kraftvoll gefördert werden. Die Versammlung wünscht daher, daß die von dem Förderungsausschuß bereits 1907 begonnene Arbeit durch moralische und materielle Mittel nachhaltigst unter stützt werde.

Nachdem das Tätigkeitsprogramm des Förderungs­Ausschusses eingehend besprochen war, verstärkte sich der Förderungsausschuß durch Zuwahl mehrerer Herren, um nunmehr in eine umfassende Werbetätigkeit zur Beschaffung der für die Erfüllung dieser dringenden, nationalen Auf gaben erforderlichen Mittel einzutreten.

Lokales.

* Das große Los der preußischen Klassenlotterie, das auf die Nummer 137,015 ftel, ist zu acht Zehntel nach Gumbinnen, zu zwei Zehnteln nach Berlin gefallen und zum größten Teil kleinen Leuten zugute gekommen. Sechs Zehntel des Loses spielten Handwerker in Ge­eines war in den Händen eines höheren Verwaltungs­beamten, ein weiteres Zehntel spielte ein Kaufmann, der als wohlhabend gilt. Zwei Reisende, die zufällig furz vor Beginn der Ziehung nach Gumbinnen famen, hatten dort gute Geschäfte gemacht. sie beschlossen nun, einen Teil ihres Verdienstes in Klaffenlotterte anzu­legen". Und fiche da! Der Zufall, oder wie es in der

Lotteriesprache heißt, Fortuna war thnen hold, jetzt be­kommt jeder von ihnen etwa 50,000 Mark.

!! Die Preußische Klassenlotterie konnte gestern auf sein 100jähriges Bestehen zurückblicken. Am 28. Mai 1810 wurde das bis dahin bestehende Zahlenlotto in Berlin aufgehoben und dafür die Klassenlotterie eingeführt. Sie blieb in dem alten friderizianischen Immediatbau, an der Ecke der Markgrafen- und Jägerstraße, der im Jahre 1792 der Lotteriedirektion überwiesen wurde und hat hier ihren Sitz bis zum Jahre 1882 gehabt, in dem das Haus für die Zwecke des Oberverwaltungsgerichts eingerichtet

wurde.

* Der Verband der hess. Finanzbeamten hielt in Gießen seine Hauptversammlung ab. In derselben wurde über die bisherige Tätigkeit des Verbandes im Jahre 1909 von dem Vorsitzenden, Rechnungsrat Lang- Darmstadt,

Bericht erstattet. Die Einnahmen betrugen nach demselben 7533 Mt., die Ausgaben 6721 Mt., während das Vermö­gen die Höhe von 925 Mt. erreichte. Einen längeren Vor­trag hielt Rechnungsrat Göß- Darmstadt, der sich in seinen Ausführungen gegen die Zulassung der Militäranwärter zum Finanzfach aussprach. Seiß- Offenbach beschäftigte sich mit der Besoldungsfrage und riet, zu ihrer Lösung sofort Schritte zu unternehmen.

lange Jahre Waldarbeiter. In Bingenheim lebt der in weiten Kreisen bekannte Flurschüß Schwab. Er steht im 94. Lebensjahre und ist noch sehr frisch und rüstig. Seinen Haushalt besorgt er selbst. In früheren Jahren hat er man­| ches erduldet. So erlitt er u. a. dreimal Beinbrüche.

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Die alten Eintalerstücke. Der Bundesrat hat folgende Bestimmung getroffen: Die bei den Reichs- und Landeskassen noch eingehenden Eintalerstücke deutschen Gepräges sind durch Zeischlagen oder Einschneiden für den Umlauf unbrauchbar zu machen und alsdann dem Einzahler zurückzugeben. Ferner hat der Bundesrat sich damit einverstanden erklärt, daß die Kassen der Reichs. bank mit diesen Talern in gleicher Weise verfahren.

* Insektenstiche. Jedes Jahr zu Beginn der warmen Jahreszeit hört man von Unglücksfällen infolge Blutvergiftung durch Insektenstiche. Es handelt sich dabei um das sogenannte Leichengift, das die Insekten ber wesenden Tierleichen entnehmen. Besonders gefährlich ist das Leichengift des Maulwurfs. Es wirkt sehr schnell und führt meistens zum Tode. Das einfachste Mittel, dem genannten Uebel vorzubeugen, ist, daß man Tier­leichen nirgends offen liegen läßt; wo man sie findet, lasse man sich die Wühe nicht verdrießen, sie mit etwas Erde zu bedecken. Manches Unglück würde dadurch ver hindert.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

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gerider eine mit rund 31. Stenograp sigjährige Jub Sonntag, den die um 12 U fefor Ernst feminars zu nographie un

* Wetter, 27. Mai. Der Polizeihund des hiesigen Polizeibeamten Hilberg ermittelte einen Dieb, der in Unterasphe einer Familie ein 20- Markstück entwendete. Der Hund hatte die Spur direkt aufgenommen und den Dieb hier in Wetter gestellt.

* Ulrichstein. In dem Bauerndörfchen Dirlammen, etwa zwei Stunden von Ulrichstein, trug sich eine schwere Bluttat zu. Der wohlhabende Landwirt Hch. Finck war bom Feld heimgekommen, da er glaubte berechtigten Grund zur Annahme der Treulofigkeit seiner Frau zu haben. Ec eilte in den Stall und holte die schwere Art. Seine Frau fand es in der Stube auf dem Stuhl sigend, von hinten schlug er mehrmals auf sie ein. Auf das Geschiet der Frau eilten Schwiegervater und Groß­bater herbet und rißen den Wütenden weg. Doch die Frau lag bereits blutüberströmt und bewußtlos am Boden. Die Artschläge hatten ihr den Schädel zer trümmert und klaffende Kopfwunden verursacht; man zweifelt an ihren Aufkommen. Der Täter wurde von der Gendarmerie ins Gefängnis gebracht.

* Friedberg. Am 26. Juni soll ein Reiter fest des Wetterauer und Gießener Reitervereins auf der Rennbahn der Seewiese stattfinden.

* Bad Nauheim, 30. Mai. In der letzten Sitz: ung der Stadtverordneten wurde der Plan für den Um­bau des Empfangsgebäudes am Bahnhof genehmigt.

* Ober- Lais. Gine Frau wurde aus Furcht vor dem Kometen geistesgestört.

Wetzlar, 27. Mai. Die Generalversammlung des londw. Vereins war gut besucht. Es gehören dem Verein zurzeit 649 Mitglieder an. Die durch Nendant Krämer vorgetragene Jahresrechnung ergab 3579,99 Mr Ein­nahme und 3441,19 Mf. in Ausgabe. Das Vermögen des Vereins tst 5891,67 Mait. Es folgten sodann zwei Vorträge: Ueber Bitzschutz on Gebäuden und Vieh weiden uniec besonderer Berücksichtigung der Vergün­ftigung der Provinzial- Feuerbersicherung"( Fahle- Bremen) und Üleber neuere Pflanzenkrankheiten"( Accisobstbau­

* Hess. Lehrerinnen- Verein. Zur Wahr­ung ihrer Interessen haben die hess. Lehrerinnen von Volkslehrer Kilb). und höheren Schulen aus Stadt und Land in einer in Frankfurt a. M. abgehaltenen Versammlung einen Hessi­

** Ernannt wurde von dem Großhercog der Lehramtsassessor Dr. Adolf Beck mit Wirkung vom 1. April 1910 an zum Oberlehrer an der höheren Mäd= schen Lehrerinnenverein" gegründet. Anwesend waren etwa chenschule zu Gießen.

* Provinzialtag. Dem am 15. Juni statt­findenden Provinzialtag der Provinz Oberhessen wird u. a. auch die Erbauung des Elektrizitätswertes zu Lißberg zur Beratung bezw. endgiltigen Beschlußfassung vorliegen. * Schwurgericht. Auf der Tagesordnung des Schwurgerichts stehen 2 Meineidsfälle, ein Amtsverbrechen und ein Mordversuch.

* Theologische Konse enz. In der theologische Konferenz in Steins Garten hielt Dr. Emil Knodt, Direktor des Predigerseminaces in Herborn, einen Vor­trag über Die Bedeutung des Calvinismus für die protestantische Welt im Lichte der neuen Forschung". Prof. Dr. Schöll Friedberg behandelte das Thema Die Unterscheidung zwischen Glauben und Theologie in ihrer praktischen Anwendung und Bedeutung". Beide Redner ernteten bei den aus Oberhessen, Nassau und Frankfurt a. M. zahlreich erschienenen Zutörern lek haften Beifall.

Verhaftung. Auf Antrag der Staatsanwalt­schaft wurde der frühere Rechtsanwalt klarenar dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Es wird Anklage wegen Unterschlagung und Meineid erhoben werden. Das Schwur­gericht wird sich in seinen bekanntlich am 6. Juni begin­nenden Sizungen mit der Angelegenheit beschäftigen.

* Plöblicher Tod. Beim Baden in der Lahn ereilte einen von auswärts stammenden Studenten plötzlich der Tod. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht.

* Eigentum swechsel. Das Haus des Weiß­bindermeisters Fint in der Stephanstraße ging gegen einen Preis von 33 500 Mt. in den Besitz des Stadtrechners Röhrig über.

** Die Handwerkskammer Darmstadt hielt eine Vorstandssitung ab, die sich in der Hauptsache mit der Beratung über die Regierungsvorlage beschäftigte, welche Ergänzungen und Abänderungen der Vorschriften über das Verdingungswesen bringt. Außer dem Staatskommissar der Kammer, Herrn Geheimen Ober- Regierungsrat Dr. Wagner, waren der Chef der Bauabteilung Herr Geheimrat von Biegeleben und Herr Baurat Wagner erschienen. Die Vorlage bringt eine grö­ßere Anzahl von Wünschen, welche seit Jahren aus den Kreisen der Baugewerbetreibenden geltend gemacht wurden zur Erledigung und darf der Befriedigung Ausdruck ver­liehen werden, daß bei den eingehenden Verhandlungen über den Entwurf ein beiderseitiges Einvernehmen festgestellt werden konnte. Aus dem Inhalt der Vorlage erwähnen!

* Weglar, 27. Mai. Die Konservativen haben für die nächste Reichstage wahl im Wahlkreise Weglar­Altenkirchen den Landrat von Görschen als Kandi­daten aufgestellt, der auch die Unterstützung des Zen­

60-70 Vertreterinnen aus allen Teilen des Landes, be­sonders aus Darmstadt, Mainz und Gießen. Die An­gehörigkeit zum Lehrerinnenverein schließt die Mitglied- trums finden wird. schaft zum Hess. Landeslehrerverein" nicht aus, für die Schulverwalterinnen ist diese sogar eine Notwendigkeit, wenn sie dem Unterstützungsberein in Erkrankungsfällen ange­hören wollen.

= h= Zigeuner Konzert. Das gestern abend von dem österr.- ungarischen Damen- und Herren- Orchestee Ra­cozi" gegebene Zigeuner- Konzrrt verschaffte den zahlreich erschienenen Besuchern durch die nette Auswahl seiner Stücke und die trefflichen Darbietungen der Kapelle einen recht schönen Genuß. Am besten gefielen wohl die recht stimm­ungsvoll vorgetragenen Ungarischen Weisen" und die Wie­dergabe der Troubadour- Fantasie, welche ein äußerst künst­lerisches Empfinden verriet und dem Können der Kapelle das schönste Zeugnis ausstellte. Alle Darbietungen ernteten lebhaften Beifall, den wohl alle Mitglieder der Kapelle, 3 Dam! n und 4 Herren, redlich verdient haben. Der den Konzertabend beschließende Fantasietanz war geradezu ein­zigartig zu nennen. Wir können sicher sein, daß die Ka pelle auch in Zukunft in Gießen einen ebenso schönen Er­folg erringen wird.

-h Männerturnverein. Die Vorbereitunge zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Männer Turn bereins am 11. bis 13. Juni sind bereits in vollem Gange. An dem gestrigen Tag wurde der Aufbau des mächtigen Gerüstes des Festzeltes vollendet. In den nächsten Togen erhält der Trieb außerdem zu Ab­fperrungszw. den einen Zaun.

Neue Gießener Ansichtskarten find speben im Kunstverlag Raphaël Tuck& Sons zu Berlin S.-W. 48 erschienen. Dieselben sind von dem rühmlichst be­fannten französischen Städtemaler N. Beraud gemalt und von genannter Firma in der allen Postkarten- Lieb­habern wohlbekannten Dilette Manier" hergestellt. Die sehenswürhigften Punkte Gießens sind vervielfältigt und dürften die Freude eines jeden Kunstliebhabers, Samm­lers und Interessenten bilden. Den Verkauf dieser Karten für Gießen haben die Firmen Ferberiche Univer­bersitätsbuchhandlung( Inb. C. Koch) und die Papie handlungen Kühn und Noll zn Gießen. Die Karten fosten po Stück 10 Pfennig.

* Neunzigjährige in Oberhessen. In Dauernheim starb der 93jährige Johannes Heeg. Er war

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* Marburg. Auf dem Parteitag der Deutsch- So­zialen wurde der Schneider R upp aus Niederwalgern bei Marburg als Reichstagskandidat für Marburg aufgestellt. Diese Kandidatur richtet sich gegen den Geschäftsführer des deutschen Bauernbundes Dr. Böhme, der bei den letzten Reichstagswahlen in Marburg als deutsch- sozialer Kandi dat Herrn v. Gerlach verdrängt hat und in der Stichwahl gegen diesen mit 10 445 gegen 8274 Stimmen gewählt wurde, nachdem im ersten Wahlgang 9077 deutsch- soziale, 4396 freisinnige( für Gerlach), 2371 3entrumsstimmen, 1554 sozialdemokratische, 1074 nationalliberale und 53 Stimmen der hessischen Rechtspartei abgegeben waren.

* Marburg, 30. Mat. Nach kurzer Krankheit starb im Alter von 45 Jahren der Privatdozent der mittleren und neueren Geschichte an der hiesigen Universität, Pro­feffor Dr. phil. Hermann Diemar. Der Verblichene war Mitglied der historischen Kommission für Hessen und

Waldeck.

* Marburg, 27. Mai. Mit dem hier zu errichten­den Diafonissenhaus soll auch ein großes Krüppelheim verbunden werden. Botschafter Exzellenz Frhr. v. Stumm bewilligt hierzu allein 10000 Mt.

* Marburg. Der im vorigen Jahre nach 48jähriger Dienstzeit in den Ruhestand getretene fut hessische Bür­germeister Mengel in Noßberg begeht am Mittwoch mit seiner Gattin das Fest der Diamantenen Hochzeit. Der Jubilar ist 86, feine Frau 80 Jahre alt.

* Alsfeld. Gestern beging der Geschäftsführer der Firma Theodor Köster, Tabakfabrit, Herr Heinrich Freund­lieb in Alsfeld, sein 50jähriges Geschäftsjubiläum.

* Offenbach, 30. Mai. Die Stadtverordneten­versammlung beschloß, in der Kaiserhofaftien Angelegen­heit gezen Bürgermeister Dr. Dullo Klage auf Schaden­ersatz zu erheben. Die Summe, durch die die Stadt durch das Kaiserhof- Aktiengeschäft mit dem Bankier Wolf in Frankfurt a. M. geschädigt ist, beziffert sich bekannt­lich auf rund 67000 ME.

p Offenbach, 1. Juni. Der Gesamtausschuß zur Vorbereitung des am 4. und 5. d. Mts. hier stattfindenden Delegiertentages der Hassia" hielt gestern abend seine letzte

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